Die fünf Ausreden zum Wochenende

  1. Das Viertelfinale im DFB-Pokal hat einfach zuviel Kraft gekostet
  2. Klewer stand beim Elfmeter nicht im Tor
  3. Soviele Verletzte kann man einfach nicht kompensieren
  4. Wir hatten einfach Pech
  5. Der Schiedsrichter ist schuld

Ganz ehrlich, wir haben uns einfach zu dumm angestellt. Nach der 1:0 Führung duch Ivan Saenko hätte man locker auf 2:0 erhöhen können, wenn man nicht so überheblich gespielt hätte. Positiv zu sehen ist das Comeback von Marco Engelhardt, der von seiner Einwechslung an ein sehr gute Figur machte und in der 83. Minute souverän und technisch Brilliant das 2:2 erzielte. Der Abspielfehler von Dominik Reinhardt, der zum 3:2 für Bielefeld führte, kann man dem jungen wirklich nicht übel nehmen. Reinhardt bringt seit Wochen konstant gute Leistungen und ist am Dienstag bereits 120. Minuten lang über das Spielfeld gespurtet. So richtig geärgert hat mich nur der Torschütze der Arminia, Jörg Böhme. Da rasiert er mit gestreckten Bein Torwart Raphael Schäfers linke Gesichtshälfte (der danach deutlich lädiert aussah) und pisst sich dann noch so dermaßen auf als wäre doch nichts gewesen. Allein dafür hätte er schon mit Rot vom Platz fliegen sollen. Hans Meyers Kommentar hierzu:

Böhmes rücksichtsloses Foul an Schäfer hätte auch mit Rot bestraft werden können. Insofern ist es Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet er am Ende zum entscheidenden Spieler wurde.

Ja, wirklich eine Ironie des Schicksals, deswegen habe ich mich auch den ganzen Samstag noch über Böhme geärgert.

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2 Kommentare zu “Die fünf Ausreden zum Wochenende”

  1. Alexander sagt:

    tja, so kann es gehen

    und der Kicker lobt ihn dann für den tollen Einsatz und setzt ihn in die Elf des Tages

  2. [...] Und natürlich ärgert einen, dass – schon vom Lesen reicht einem das auch ohne bewegte Bilder – ein Spieler entscheidend ist, der eigentlich aufgrund einer rücksichtlosen Aktion mit dem Fuß ins Gesicht des Torwarts hätte vom Platz gemusst. Aber auch das ist eben Sport und Fussball. Und ich will auch nicht so weit gehen wie Die WELT, die doch sehr drastisch in der Wortwahl urteilt, aber der Kicker sollte sich schon einmal die Frage stellen, warum man so generös darüber hinweggeht (Böhme: Lob und ein Fehltritt) und ihn sogar noch ausdrücklich lobt als Leitfigur und ihn in die Elf des Tages wählt. Nix für ungut, liebe Redaktion, aber man darf doch einmal mit Querverweis auf die Kollegen der WELT die berechtigte Frage stellen, was man da für ein Leitbild proklamiert. Einsatz ja, aber Einsatz um jeden Preis und mit Gefahr für die Berufskollegen? Das sollte hoffentlich nicht die Botschaft sein. Dass dann eben ausgerechnet Böhme zum Matchwinner wird, dass darf dann durchaus auch und ohne dass man deshalb nach Ausreden sucht als Ironie des Schicksals angesprochen werden. [...]

  • Juwe: Also ich will ja nicht unromantisch sein, aber die Sozialkompetenz für einen Fußballer! wird für meinen...
  • Optimist: Alexander | Clubfans United: Teamplayer auf hohem Niveau lassen sich nicht antrainieren, das muss man als...
  • Alexander | Clubfans United: Juwe: Na ja, man kann eher einen begabten, talentierten Spieler zum Teamplayer...
  • Juwe: Na ja, man kann eher einen begabten, talentierten Spieler zum Teamplayer erziehen, als einen unbegabten...
  • Alexander | Clubfans United: Optimist: ..eher mit Talent, Begabung, denn “Können” kann man antrainieren, aber ich...
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