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Die Fans in der Kritik

Ohne hier ein zu großes Faß aufzumachen wird dezent auch die Kritik am Fanverhalten nicht nur hier im Blog geäußert. Nicht nur die eigentlich deplatzierten Schmährufe Richtung Schalke (siehe Beitrag unten), auch die geringe Zuschauerzahl stieß ein wenig auf. Hans Meyer dazu bei der Nürnberger Zeitung:

Der Club, lobte der Trainer in Erinnerung an das beim Pokalfinale in Berlin via Kurvenchoreographie verkündete Manifest der Treue, habe gewiss mit die kreativsten und besten Fans der Liga. «Aber die», fügte er grimmig an, «waren heute nicht im Stadion.»
Quelle: Nürnberger Zeitung

Kritisiert wurde vor allem auch Rufe wie «Wir woll’n euch kämpfen sehen!» beim Stand von 1:4 gegen einen in Fahrt gekommenen Meisterschaftsfavoriten und in Anbetracht der aufkommenden Verunsicherung. Am Kampf und Willen hat es sicher nicht gelegen, wie man auch in den Gesichtern und am Einsatz eines Galasek oder Engelhardt sehen konnte.

Ist der Nürnberger Fan deshalb schon auf dem Weg zum aus südlichen Gefilden bekannten “Erfolgsfan”, wie die NZ orakelt? Und wie auch hier im Blog schon mal ein wenig mahnend anklang.

Ein wenig ist der Club-Fan schon mit dem Image versehen, ein Fähnchen im Wind zu sein. Himmelhochjauchzend, dann zu Tode betrübt. Mal siehste landauf landab die Club-Fahnen hängen, dann hörste in der Kneipe auf Frage “und? was macht der Club?” bloss: “ach heer mer auf mit dena”. Läuft es gut, ist die Bude voll, läuft es nicht, ist nur der harte Kern da. Was in Anbetracht dessen, dass der harte Kern sicher immer noch in der Lage ist auch in der 2. Liga 20.000 Zuschauer zu stellen, durchaus komfortabel wäre.

Ich vergleich es zuletzt oft mit den Fans hier im Exil in Frankfurt: Da ist fast durchgehend ausverkauft und die hätten im Liga-Pokal-Heimspiel garantiert die Bude voll gehabt. Der Dauerkartenverkauf musste hier sogar gestoppt werden. Und das bei 6 Heimsiegen in der letzten Saison, bis zum Ende im Abstiegskampf, sportlichen Eintrittspreisen und in diesem Jahr eher überschaubaren Verstärkungen.

Zur Diskussion dazu auch hier im Forum bei transfermarkt.de

Nicht ganz verstanden habe ich ßbrigens, was es mit einem vermeintlichen Boykott-Aufruf der Ultras auf sich hatte. Die einen sagen, es wäre wegen des Umstands, dass die Einnahmen nicht dem Club zugeflossen seien, sondern der DFL, andere meinten, es ginge um irgendeinen “Basti”?

     

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Kommentare (3)

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  1. Arthur sagt:

    Den Boykott habe ich auch nicht verstanden, und mein Fahnenschwenkerkollege (Fahnenmeier von n-town.de) offenbar auch nicht. Und Basti ist nicht “irgendein Basti”, sondern der Mikrophon-Mann der Ultras. Aufgrund der Vorkommnisse in Dortmund wurde er mit einem Stadionverbot belegt.

    Die “wir wollen euch kämpfen sehen”-Lieder wiederum habe ich auch nicht nachvollziehen können. Wenn die da nicht gekämpft haben, was dann?!?

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  2. [...] Gegenüber den Medien lobte der Trainergott in Erinnerung an das "beim Pokalfinale in Berlin via Kurvenchoreographie verkündete Manifest der Treue" die Glubbfans und bezeichnete sie als "mit die kreativsten und besten Fans der Liga" – aber die wären heute nicht im Stadion gewesen! (Quelle: Clubfans.de) [...]

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  3. nürnberg sagt:

    niemand hat zu einem boykott aufgerufen!
    die un-oberen haben lediglich per rundmail ihren mitgliedern bzw den saisonkartenbesitzern mitgeteilt, das der “harte kern” nicht im kollektiv (sprich keine lautsprecher, anlage, eigene fahnen etc, gebündeltes auftreten) anwesend sein werden, weil sie diesen wettbewerb eben nicht unterstützen. natürlich stand es jedem frei trotzdem ins stadion zu gehen, weshalb man auch trotzdem einige bekannte gesichter im stadion angetroffen hat.
    wenn man sich die anderen ligapokalspiele angesehen hat, kann man davon ausgehen, das die ultraorientierten gruppen der anderen vereine genau die selbe einstellung hatten.
    bei dem jeweiligen support, welchen man im tv vernehmen konnte, fiel einem schon auf, dass auch deren einpeitscher scheinbar nicht da waren.

    diese rufe fürn basti waren soweit ich weiß im 7er, als 2 leute gerne einpeitscher spielen wollten und ihnen damit eben gezeigt wurde, das sie lieber wen anders da sehen würden. hatte aber nichts mit dem vermeintlichen boykott zu tun und kam auch nicht aus ultra-kreisen, dieser gesang.

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