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Die Wahrheit liegt auf dem Platz: Taktiktisch zur Lage des Clubs

© clubfans.de, Alexander Endl

So viele Meinungen zum Problem des Clubs, was man so liest und hört: Alles Fehleinkäufe? Doch (nur) die Verletzungssorgen? Trainer die Spieler falsch eingesetzt? Warum kickt die zweite Garde nicht? Mintal im zentralen Sturm? Der zweite Anzug sitzt nicht? Fehlen die Alternativen im Kader generell?

Die Fans sind gespalten, die Kritiker natürlich lauter als die Fürsprecher (klar bei der Faktenlage …), und die Boulevard-Medien schießen sich langsam warm und meinen die Situation natürlich am Besten einschätzen zu können, wo denn die Fehler der sportlichen Leitung lagen. Fakt ist aber, dass der Kader trotz Weggangs von Polak, Gresko, Banovic, Heffernan und Nikl unisono in der Fachpresse wie in der Fan-Meinung vor Saisonbeginn als absolut bundesligatauglich bewertet wurde. Was also lief schief in der Saison? Wo drückt der (Stollen-)Schuh?

Kurz zur Grafik: In Rot die aktuell “Verletzten”, in Rosa sind die “Rekonvaleszenten” bzw. die (meist wegen vorangegangener langer Verletzung) chronisch Formschwachen, in Grau die, die noch nicht unter Beweis stellen konnten (in Testspielen, Kurzeinsätzen oder auch in der Bayernliga), dass sie für die Bundesliga als echte Alternative in Betracht kommen.

Vorwurf 1: Die Verletztenmisere darf keine Ausrede sein

Die Verletztenmisere ist ja nicht nur auf die aktuell verletzten Spieler bezogen sondern zieht sich durch die Monate. Verletzung, Reha, Rückschläge – daraus folgender Trainingsrückstand, Formschwäche, fehlende Abstimmung. So gesehen fallen aktuell 5 von 5 Stürmern direkt oder indirekt aufgrund von Verletzungen aus. Ich will nicht polemisieren, aber lass mal bei den Bayern Klose, Toni, Podolski und Schlaudraff ausfallen – wie lange Podolski brauchte um wieder Fuss zu fassen, das sahen wir gerade.

Vorwurf 2: Die Jungen kriegen keine Chance, statt dessen spielen Spieler auf den falschen Positionen und es folgt kein Systemwechsel trotz Ausfälle

Kurzum: Warum spielt ein Mintal Sturmspitze? Meyer sagte mal: Eigentlich ist es unmöglich einen Misimovic und einen Mintal aus Systemgründen gleichzeitig spielen zu lassen, fussballerisch müsste man das aber. Warum? Weil Mintal und Misimovic am stärksten auf der fast identischen Position sind – wenn auch anders interpretiert. Misimovic der Spielmacher, Mintal der Halbstürmer hinter den Spitzen. Glaubt mir, ich hab das in einschlägigen Management-Spielen durchgespielt, ich hab auch keine Lösung gefunden… Und was habe ich probiert? Genau, Mintal in die Spitze … dribbelstark, starker Antritt und perfekter Schuß … eben einer der etwas tiefer steht als ein Sturmtank, aber warum nicht. Aber hat nicht geklappt am Platz. Was aber auch noch keiner Weisheit letzter Schluß sein muss, denn Mintal ist einfach nicht der alte, früher hätte er aus 5 Metern ins Tor versenkt – ob als Mittelstürmer oder Halbstürmer. Was wäre also die Konsequenz eines Trainers? Einen fitten Mintal auf die Bank und dafür einen Pagenburg rein? Auf den Außen ist Mintal sicher nicht gut aufgehoben. Oder was tun? Misimovic raus? Einen der wenigstens ansatzweise offensive Kreativität versprühte? Oder Misimovic nach rechts auf die Vittek-Position? Da wäre er fast verschenkt und Mintal kann einfach das Loch in der Mitte nicht füllen … er ist ein Phantom, keine Spitze eines Dreier-Mittelfelds, die nach hinten arbeiten muss.
Diesen Erwägungen schließen sich einige Folgeüberlegungen an: Warum stellt Meyer nicht das System um? Dazu braucht es erstmal die nötige Flexibilität im Kopf und auch das entsprechende Spielermaterial. Der VfB Stuttgart wurde unter anderem nach Expertenmeinungen deswegen Meister, weil die Spieler und die Mannschaft in der Lage waren auch während des Spiels Systeme zu wechseln. Das erfordert eben Spieler, die das können, aber auch taktische Disziplin und nicht zuletzt auch eine harmonische Mannschaft. Und wie schnell die Harmonie und damit die Ordnung futsch sein kann hat uns gerade der VfB zu Saisonbeginn gezeigt (unter anderem auch wegen Verletzungen).
Ein Mintal ist eben letztendlich positionsgebunden, wohin mit ihm in bspw. einem 4-4-2? Zentrales Mittelfeld? Und wer sollte, wollte man ihn als hängende Spitze spielen lassen, neben ihm den Strafraumstürmer geben? Saenko? ßbrigens genau dafür wurde Meyer kritisiert: Für den Versuch Saenko mal nach vorne zu ziehen. Defensiv wäre ein 4-4-2 auch in der Raute noch mehr Wackeln angesagt, fehlt dann gegenüber der Doppel-Sechs noch ein Defensivmann und die Außen-Verteidiger wären gehalten offensiver nach vorne zu gehen? Welche? Reinhardt? Derzeit sicher keine Offensiv-Waffe? Und links?

Und ein kleiner Blick auf fehlende Experimentierfreudigkeit: Gegen Bielefeld wurde das bekannte System mit eben Mintal vorne probiert, Kluge sollte sich auf rechts versuchen. Gegen Stuttgart gleiches System, Misimovic über rechts, Mintal zentral offensiv, Kennedy vorne, Kluge etwas vor Galasek. In Wolfsburg versuchte sich noch Charisteas vorne, Kristiansen links außen, Misimovic rechts, Mintal zentral offensiv (Galasek spielte Innenverteidiger und man versuchte es mit Reinhardt als Pinola-Ersatz, Beauchamp Rechtsverteidiger). Fast das identische System spielte zu Hause gegen Frankfurt überzeugend. In München spielte Saenko neben Mintal vorne, dahinter eine Art Raute. In Bochum spielte man auch eine Art 4-4-2 mit Saenko und Mintal versetzt vorne, links im Mittelfeld Kristiansen, rechts Misimovic. Und so weiter und so fort (taktische Aufstellungen beziehen sich auf den Kicker).

Vorwurf 3: Der Kader ist zu unausgewogen besetzt, die zweite Reihe zu schwach

Gehen wir es doch mal durch: Mittelfeld ist der Vorwurf ja nicht zu machen. Also zur Abwehr. Mit Hefferan und Nikl gingen zwei potentielle Innenverteidiger, es blieben Beauchamp, Wolf und Glauber, sowie primär ein Spiranovic. Vier Innenverteidiger also, mit Glauber und Wolf die gefeierten Helden des Jahres 2006 und ein Beauchamp mit starken Ansätzen und der Berufung in die Nati und ein Spiranovic, der auch mal locker einen Makaay in Manndeckung nahm und komplett ausschaltete. Als Notprogramm dann wäre noch ein Reinhardt oder Jacobsen vorgesehen und wenn alles nicht hilft noch ein Galasek. Jetzt fällt aber ein Beauchamp in ein Loch und ein Glauber kommt unerklärlicherweise trotz einer vermeintlich leichten Verletzung über Monate nicht in Form. Dazu fällt Jacobsen aus, womit Reinhardt außen gebunden ist und Spiranovic stagniert bzw. kann in einer verunsicherten Mannschaft nun nicht plötzlich zum Leitwolf werden in seinen jungen Jahren. In einer funktionierenden Mannschaft kein Problem, so aber?
Reinhardt muss also rechts außen bleiben und seine Backup fällt aus und seine Alternativen aus der Inneverteidigung fallen auch aus, womit er also spielen muss, egal ob müde oder formschwach. Links noch schlimmer, da fällt der beste Außenverteidiger der Bundesliga 2mal hintereinander (!) aus und sein Backup Schmidt ist eigentlich in der Situation überfordert. Macht nichts, kann ja der Kristiansen spielen, aber der hat die Saison noch gar kein Bein auf den Boden gebracht. Ein Schuß machte ihn zum Helden, danach bisher nur noch Leere (aber wehe man hätte ihn nach dem Schuß nach Lautern ziehen lassen …).
Und vorne? Da kauft man einen erfahrenen Mann ein und hat in der Hinterhand einen Kennedy, der eigentlich doch genug Zeit hatte nun ranzukommen. Verletzt hatte er sich zu Beginn der vergangenen Saison. Ein Mann, der in Dresden und der Nati sein Potential schon zeigte. Aber auf dem Platz schießt er nur Fahrkarten (ok, außer einmal zum 5:1).

Kurzum: Ich bin hier nicht Meyers Anwalt, aber ich sehe einfach anhand der Situation das Problem. Wenn dir an neuralgischen Stellen die Alternativen der Alternativen wegfallen, dann ist das kaum zu kompensieren. Natürlich sagt man jetzt rückblickend, wo sich Spieler nicht entwickelt haben oder als Option nicht ziehen. Aber die Summe macht es hier. Wenn du im Kader am Ende nur noch 8 Spieler in Normalform hast, davon 2 Torhüter und zwei, die sich just um einen Platz vorne zentral hinter den Spitzen streiten, bleiben effektiv 6 Positionen gut besetzt, wobei im Falle Galaseks noch das Problem dazukommt, dass – wenn er die Alternative in der Innenverteidigung mimt – im defensiven Mittelfeld trotz nomineller ßberbesetzung weder von Engelhardt (Ex-Nationalspieler!!) und Mnari (Nationalspieler und Ex-Leistungsträger) nicht komplett kompensiert werden kann. Und links hinten, die absolute Schwachstelle, ist eher tragisch als ein Fehler. Klar kann man hier ein starkes Backup haben, aber wer kommt denn als gestandener Spieler zum Club um hinter einen Pinola seine Chance zu suchen? Da war die Verpflichtung Jacobsens auf rechts ja schon was besonderes (immerhin dänischer Nationalspieler). Und dennoch standen ja zwei Alternativen bereit, mit Kristiansen und eben Schmidt. Dass nun ein Schmidt zum Stammspieler werden muss, wäre vielleicht in einer sonst sattelfesten Mannschaft noch zu verkraften, aber nicht so.

Für mich – subjektiv und ohne Meyer-Brille auf – ist kein gravierender Fehler festzustellen in der Personaldecke. Klar wären bessere und sicherere Backups gut gewesen, aber das ist auch eine Frage der (auch finanziellen) Machbarkeit. Einzig rechts vorne, die Vittek-Position sah ich als kritisch, zumindest ab Polaks Transfer. Dass nun aber auch alle Eventualitäten eingetroffen sind, ist einfach schlecht gelaufen. Und ja(!!), man darf da einwerfen: Was letztes Jahr gut war, wird nun nicht alles schlecht sein! Denn in der Tat sollte man bedenken auf welchen Level Nürnberg spielte, erfolgreich spielte. Viele Club-Fans sahen sich ja schon auf Augenhöhe, aber dann seht euch doch mal an, welche Transfers da gestemmt werden zwischen den Plätzen 1 und 10 (Plätze in Bezug auf die potentielle Leistungsfähigkeit). Wir geben da einmal 3 Millionen mit zitternder Hand aus, da kaufen andere mal auf Option für 10 bis 15 Millionen ein. Mögen Transfers und der Größenordnung manchmal überzogen wirken, aber es ist schon ein bisschen was dran, am Verhältnis Marktwert und Leistungsfähigkeit.

Und genau vor dem allen bleibt und steht meine Meinung und Prognose. Wenn die erste Garde im Winter fit wird und vielleicht gerade in der Innenverteidigung, auf links hinten und auf der Außenposition offensiv noch was getan werden kann, dann wird diese Mannschaft erfolgreich spielen und alle Kritiker werden das System plötzlich wieder bejubeln. Dann können auch plötzlich junge Spieler wieder reingeworfen werden und entwickeln sich. Die Frage wird nur sein: Wird es noch reichen? Das entscheidet sich leider mit vor der Winterpause, in den vier Spielen, die noch kommen. Mit 9 Punkten würde es fast unmöglich sein, denn 31 Punkte in der Rückrunde wären vermessen. Aber ich glaube an diesen Club, weil es eben Gründe hat, weil er einen guten Trainer hat, weil das Potential in der Mannschaft da ist, weil noch Möglichkeiten zum Nachlegen besteht. 3 bis 6 Punkte aus den vier Spielen, das sollte machbar sein, denn so schlecht spielt der Club phasenweise nicht mal – sogar in Bielefeld hätte man einfach das möglich 2:0 gebraucht, das wäre es schon gewesen.

Meine klare Prognose: Der Club steigt nicht ab. Und wer es besser weiß soll mir das analysieren und sich auch mal kritisch hinterfragen lassen.

Und damit nun ein Ende der Spieler- und Trainerdiskussion, ßrmel rauf, Stutzen hoch, raus auf dem Platz und wer kann ab ins Stadion und mal endlich nicht nur “nicht pfeifen”, sondern die Mannschaft aktiv pushen, gerade wenn es mal nicht läuft und es so still im Stadion wird. Gebt dem Harry und auch nem Kennedy oder einen Kristiansen oder Beauchamp die volle Rückendeckung, das wird ihnen und uns mehr helfen als beißende Kritik und Spott.

     

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Kommentare (10)

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  1. Mathias sagt:

    Ein guter Beitrag, Alexander!
    Nur, woran liegt es dann? Deiner Meinung nach ist alles einfach Pech und Zufall.
    Ich weiß es leider auch nicht, woran es liegt. aber bitte fangt nicht damit an, dass andere sich so gut versträrken könnten, mit 15 Millionen, und der arme Club nicht! Wenn ich mir die Mannschaften ansehen, die vor dem Club stehen, dann frage ich mich schon, wie man auf so eine Behauptung kommt. Außer Wolfsburg und Dortmund ist da nicht viel!
    Trotzdem, ein guter Bericht.

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  2. Für mich ist das natürlich in gewisser Hinsicht “Zufall”, Verletzungen (und damit die meist einhergehende Folge wie Formschwäche) sind ja selten kalkulierbar. Die Ursache für mich: Wir sind super unglücklich in die Saison gestartet (und die Niederlage gegen den KSC war unglücklich, ich saß im Stadion…), die Vorbereitung wurde nach ordentlichem Start von mal zu mal schlechter und die Neuzugänge immer unsicherer statt sicherer (vor allem Blazek und Charisteas). Dann kam Rostock und man dachte, nun wird doch alles gut. Dann kam Bremen und selbst die Bremer Fans bestätigen mir, dass die Niederlage “ungerecht” war (ein Unentschieden wäre fair gewesen), danach vielleicht ein Schlüsselspiel gegen Cottbus, als man zwar nicht gut spielte, aber Vittek mit Gelb-Rot verlor und 2 Minuten vor dem Ende der reguläre Siegtreffer aberkannt wurde. Schon stand man mit dem Rücken zur Wand. Gegen Hannover machte Hanke Dinger, die er sonst nie rein macht, und es stand nach tollem Kampf am Ende aber wieder nur 2:2, Saenko war da schon mal verletzt. Gegen den HSV reichte ein glückliches Van der Vaart Tor zur Niederlage, da verletzte sich Mintal.

    Ich rede nicht von Pech, ich rede davon, dass man gerne den GROSSEN Fehler sucht, den Schlüssel zum Problem – daher kommt man dann gerne auf den Trainer, das ist so schön “schlüssig”. De facto aber kann man Spieltag für Spieltag die Ursachen finden und – wenn man das Pech nennen mag – es kamen wirklich (bis auf Frankfurt) alle negatvien Faktoren zusammen. Wenn man vom Quentchen Glück spricht, dann auch einfach, dass mal ein Ball doch reineiert, statt danebenzugehen. Aber es eierte nicht, dafür wurde de facto immer die Gegenseite fündig und selbst ein Hanke traf 2mal! Ich dachte im Länderspiel gegen Zypern erst daran, als Klose einfach den Ball aufs Tor schob, links alles leer, er schoß nach rechts wo zwei Zyprer standen – der Ball ging zwischen beide durch ins Tor … wenn du halt einen Lauf hast, ist das nicht rational zu erklären. Deswegen aber alles über den Haufen zu werfen oder in Frage zu stellen (Platz 6 war kein ZUFALL!), wäre fatal.

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  3. Clyde sagt:

    Wirklich ein guter Bericht, stimme ich zu 95% zu. Ich mag mich jetzt auch nicht weiter mit der eigenen Mannschaft auseinandersetzen sondern etwas anmerken das evtl die wenigsten berücksichtigen: Es gibt in dieser Saison 5 Vereine (Club mal ausgenommen) die spielrisch sooo schwach auf der Brust sind dass man sich wirklich fragen muss wie es manche davon schaffen 15 Punkte auf ihr Konto zu bekommen. Durch die Möglichkeit einige Live-Spiele am TV zu sehen sind mir 5 grottenschlechte Truppen aufgefallen: Duisburg, Cottbus, Bochum, Bielfeld, Rostock.
    Klar haben wir nicht gegen alle gut ausgesehen, aber die haben insgesamt bisher absolut unterirdisch gespielt. Sowohl technisch als auch taktisch sind diese Mannschaften unter aller Kanone und es müsste schon mit dem Teufel zugehen wenn wir davon nicht mind. 3 hinter uns lassen (fehlt uns ja momentan auch nur eine Mannschaft ;-) )

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  4. belschanov sagt:

    Die taktische Analyse ist echt profund, Alexander, Hut ab! Bleibt nur zu hoffen, dass Deine optimistische Prognose eintrifft…

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  5. sam sagt:

    wenn der club absteigt bring ich mich um!!! das sag ich jedes mal aber diesmal mein ich es ernst!!!

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  6. belschanov sagt:

    Hey sam, so was solltest Du nicht sagen. Bin seit 1978 Club-Fan und in dieser Zeit sechsmal abgestiegen. “Beim ersten Mal tat’s noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr, und heut’ weiß ich, daran stirbt man nicht mehr”, so (oder so ähnlich) singt Stefan Waggershausen. Du siehst: Es gibt ein Leben nach dem Abstieg. Ist zwar ein Scheiß-Leben, aber kein Grund sich umzubringen!

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  7. sam sagt:

    bin noch net so lang clubfan weil ich noch net so alt bin!!! hab auch paar abstiege miterlebt!!! das war schrecklich für mich!!! aber wenn sie diese saison absteigen wirds wohl der schlimmste, weil ich nicht damit gerechnet hab!! wusste zwar das es sicher nicht wieder platz 6 wird aber das es soweit kommt hätte ich niemals gedacht

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  8. sam .. wie alt bist du denn? wenn man fragen darf? …
    schau, die meisten Clubberer sind doch leid geprüft und der Satz: der Club is a Depp verfolgt den Verein seit 1968. Aber bei all dem Leid und manchmal Seelenqual: Es macht uns halt auch zum Clubberer. Nur wenn du das alles mitmachst kannst du so einen Pokalsieg derart genießen wie wir das alle taten. Und ein Abstieg wäre mal wieder sehr bitter, aber dann gibts nächstes Jahr halt Aufstiegskampf und mehr Live-Spiele im DSF. :-)

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  9. belschanov sagt:

    Tja sam, nach dem Debakel in Bielefeld bin ich sehr, sehr skeptisch, ob das in dieser Saison noch gut geht, in jedem Fall müssen wir auf das Schlimmste gefasst sein. Andererseits: Wenn der Club die nächsten drei Spiele gewinnt (daheim BVB, auswärts MSV, daheim Hertha), was normalerweise möglich sein sollte (aber was ist beim Club schon normal?), könnte das Boot vielleicht noch in der Vorrunde wieder auf Kurs kommen… Setzt sich die Serie von Pleiten, Pech und Pannen fort, passiert das, was beim Club alle zwei, drei Jahre normal ist: schwerstes Erdbeben… Bei allem solltest Du aber bedenken, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist (dafür 1000 Euro ins Phrasenschwein). Manche sagen sogar, es sei nur die zweitschönste…

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  10. achim sagt:

    belschanov hat doppelt recht, die analyse ist wirklich profund, alle achtung, und sam: sich graemen, leiden, schimpfen, hoffen und dann wieder fuerchterlich bangen, das ist alles o.k. und clubnormalitaet (smile @ erdbeben alle zwei, drei jahre), mehr waere zu viel… und alexander: zweite liga, aufstiegskampf und dsf-live-spiele: was da alles an potenziellen aufsteigern durch die zweite liga rumpelt, das ist deren halbe besetzung (und die andere haelfte steht potenziell mit einem fuss in der regionalliga, hatten “wir” auch schon, nicht nur potenziell, den pfaelzern koennte es bevorstehen), insofern: nein, bitte schoen oben bleiben, da bleibe ich einfach zweckoptimist… (sorry fuer die umlaute sind einer spanischen tastatur geschuldet)…

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