Taktiktisch: Rückblick

Jetzt lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und mime den Experten. Ich versuche mich am Taktiktisch.
Warum in aller Welt klappte das, was in der tschechischen Nationalelf so gut klappt, oder auch – ohne Koller – im 4-3-3 in der vergangenen Saison, dieses Jahr so gut wie gar nicht. Für mich, als Laien-Trainer, liegt die Antwort auf der Hand – oder eben vor Augen.
Also: Wenn man mit einem Stoß-Stürmer spielt, ich hab das oben mal versucht so zu illustrieren, dann spielen die defensiven Spieler drei mögliche Spieleröffnungen (zwei sind eingezeichnet): Das Anspiel auf den Spielmacher, den Direktpass auf den Stoßstürmer oder (nicht eingezeichnet) den langen Ball auf die außen. Weitere Varianten, wie eine eigene Offensivaktion, mal außen vor. Das geht dann als Überraschungsmoment durch.
Variante 1: Der Spielmacher geht selbst in die Offensive und sucht durch ein Dribbling oder einen Spurt den Torraum um Verwirrung und Räume zu schaffen um dann mit einem Schuß, einer Ablage oder einem Pass auf die Außen für Gefahr zu sorgen.
Oder er spielt den Stoßstürmer an. Damit wäre man im Ergebnis bei Variante 2.
Das Anspielen des Stoßstürmers ist daher eine der maßgeblichen Grundkonzepte im 4-3-3. Die Kritik daher an den Pässen auf Koller meiner Ansicht nach verfehlt. Die Frage ist nur: Was passiert danach!

Die Situation mitten im Schlüsselmoment eines Spielzugs müßte also aussehen wie hier zu sehen. Die defensiven Mittelfeldspieler oder der Spielmacher spielen auf den Stoßstürmer, der passt auf die Außen, die zur Grundlinie ziehen, oder legt wieder ab auf den nachrückenden Spielmacher oder einen nachrückenden Defensivspieler, oder eben auf einen der beiden Außen, die überraschenderweise (was natürlich einstudiert ist) diesmal nicht zur Grundlinie zogen sondern nach innen um den direkten Abschluß zu suchen. Naja, so in etwa.
Was mir so auffiel, bei den Spielen, die ich gesehen habe und wenn ich die Laufweg-Auswertung bei bundesliga.de so richtig interpretiere, dass eben genau ein entscheidender Punkt nicht passierte.

Im Moment des Anspiels auf den Stoßstürmer waren die Außen viel zu weit weg um eine offensive Ablage nach vorne in den Lauf verwerten zu können und zur Grundlinie zu gehen. So blieb Koller nur die Option entweder selbst etwas zu versuchen, was aber mit der dann üblichen Annahme des Balles mit dem Rücken zum Tor und zwei Innenverteidigern im Nacken schwer zu bewerkstelligen ist. Legte er also zwangsläufig nach hinten ab, war nur Misimovic da um den Ball zum Abschluß zu bringen (was seine vielen Tor erklären könnte…) oder dann wieder auf außen offensiv zu passen.
Meiner Ansicht nach (und das darf wie das hier alles gern diskutiert werden! Ganz viele werden ganz sicher mehr Spiele als ich gesehen haben und können ihre Eindrücke schildern!!) war das Problem auf den Außen zu suchen. Weder funktionierte das Spiel über Koller, weil die Außen nicht “funktionierten” (Laufbereitschaft, Spritzigkeit, Stellungsspiel), um dieses Angriffsspiel zu spielen, noch gelang es – wenn nachrückend – mit Tempodribblings selbst die Situation zu erreichen, vor den Stoßstürmer zu kommen um die Flanke dann in die Mitte zu schlagen und der Stoßstürmer mit Schwung nach vorne verwerten kann, oder nach hinten in den Rücken der Abwehr zu passen, damit dort ein lauernder Mittelfeldspieler den direkten Abschluß oder finalen Pass zu spielen.
Begründet war das ganze in der Verletzungsmisere von Vittek, der Überschätzung von Nachwuchsspielern wie Adler als Backup, der andauernden Formkrise eines Saenko und insgesamt mangelnder Alternativen, die man durchaus auch der sportlichen Leitung ankreiden darf. Wenn man schon dieses Spielsystem aufziehen will, warum hat man gerade diese neuralgischen Positionen nicht doppelt besetzt?
Mit der Verpflichtung Kollers hat man - wieder meine Meinung - daher überhaupt nicht das Problem angegangen (oder hoffte man wirklich auf eine wundersame Heilung und Formsteigerungen von Saenko und Vittek?). Dass Charisteas in diesem Konzept nicht den Rechtaußen mimen kann, war zumindest bei vielen herrschende Meinung, da Harry nicht unbedingt prädestiniert ist ggf. im Dribbling zur Grundlinie zu gehen um dann gefährlich zu flanken, allenfalls die Variante des Zugs zur Mitte denkbar, was ja auch durchaus ab und an klappte, aber eben auch schnell von den Verteidigern als einzige Option zugestellt werden konnte.
Wenn das nicht alles schon Problem genug gewesen wäre kam es aber noch dicker. Im vergangenen Jahr hat es ja auch Schwächephasen der beiden Außen gegeben (oder die Außenverteidiger der Gegner stellten gut zu), dann aber kamen die eigenen Außenverteidiger zum Zuge, die – wie gerade ein Pinola – Offensivdruck ausübten und bereit waren entweder selbst zur Grundlinie durchzubrechen oder aus dem offensiven Halbfeld gefährlich zu flanken. Da aber hatten wir links überhaupt keine Alternativ zu Pinola gefunden und rechts konnte zunächst Reinhardt, später dann Jacobsen, diesen Druck nie entfalten. – Und nicht nur das. Man versuchte es ja, aber mit der verheerenden Konsequenz, dass die Abstimmung dann oft nicht mehr stimmte (vor allem auf links), was man gerade auch den Innenverteidiger neben Wolf ankreiden muss sowie den linken Defensivspieler. Wenn man schon den Außenverteidiger (AV) nach vorne zieht, dann muss einer den Raum dahinter zu machen. Verliert der AV nämlich den Ball oder das erwartete Offensivanspiel auf ihn führt zu einem Fehlpass, dann ist hinten die Scheune sperrangelweit offen.
Naja, man reimt sich da eben was zusammen. Oder? Na, wir sind doch in Deutschland anerkanntermaßen 80 Mio. Bundestrainer. ![]()
Aber ein Zitat hab ich noch:
»Jan Koller und die langen Bälle
Es läuft auf eine One-Man-Show im Sturm heraus. Das alte Spiel eben: langer Ball auf den langen Koller, der ihn irgendwie auf den Boden holt und einem der schnellen Flügelspieler in den Lauf passt. Ein Konterspiel wie es im Buche steht – und vor allem, wie es auch ohne Rosicky funktioniert. Das bewiesen die Tschechen schon während der EM-Qualifikation, als sie vergangenen Oktober Deutschland mit eben dieser Taktik 3:0 abfertigten. Letztlich schlossen sie die Qualifikation auf Platz eins ihrer Gruppe ab – noch vor Deutschland.«
Quelle: focus.de
Eigentlich sollte das ganze gleich mit dem Ausblick auf die neue Saison (taktisch) verbunden sein – und was uns die diskutierten und feststehenden Neuverpflichtungen dazu sagen könnten bzw. die gehandelten Transferkandidaten. Aber dieses Taktik-Orakel kriegt nen eigenen Beitrag.
Nachtrag:
[Erkennt man leider nicht so viel, aber da gibt es einen YouTube-Trick:
Klick hier]
Man betrachte mal das Video, das ich selbst aufgenommen hab im Spiel gegen Schalke. Ist natürlich nur ein zufälliger Ausschnitt. Meiner Meinung nach sieht man drei Dinge: Die Art und Weise des Anspiels auf Koller ist so, dass er den Ball gar nicht verwerten kann (auch ein Problem, das erwähnt werden sollte…) oder ein sich anbietender Außen wird vom Mittelfeldspieler einfach nicht bedient/geschickt, statt dessen spielt man doch hoch auf Koller (was soll er damit anfangen?) oder einen Querpass. Denke dennoch, dass dieser zufällige Mitschnitt einiges zeigen kann, vor allem wie statisch das Spiel des Clubs war. Keine Bewegung, kein Überraschungsmomente, keinen Blick für den freien Raum. Hätte das mit Koller so klappen sollen, hätten (bei hohen Bällen) Spieler nachgerückt sein müssen, um die Kopfballablagen direkt zu verwerten, oder man ihn in den Fuß anspielen müssen, damit er entweder flach zurücklegt oder durchstecken kann. So konnte das meiner Meinung nach nichts werden. 0:2 eben und abgestiegen. – Will damit Koller nicht heilig sprechen, er hätte durchaus aus 5 Metern auch an Kahn z.B. vorbeischießen können als er vor ihm stand, aber in einer nicht funktionierenden Mannschaft kann selten ein einzelner seiner Form halten, weil dir auch das Selbstvertrauen irgendwann fehlt.



“Begründet war das ganze in der Verletzungsmisere von Vittek, der Überschätzung von Nachwuchsspielern wie Adler als Backup, der andauernden Formkrise eines Saenko und insgesamt mangelnder Alternativen, die man durchaus auch der sportlichen Leitung ankreiden darf. Wenn man schon dieses Spielsystem aufziehen will, warum hat man gerade diese neuralgischen Positionen nicht doppelt besetzt?”
Damit hast Du sicherlich ein Manko der letzten Saison auf den Punkt gebracht, Alexander. Aber trotzdem hat die Mannschaft in den 34 Saisonspielen 207 Torchancen herausgespielt (Kicker, Nr. 42, S.31). Damit liegt sie in der Chancentabelle auf Platz 6, deutlich vor Bielefeld (152 Chancen) und Cottbus (138). Trotzdem hat Bielefeld und Cottbus genau wie der Club 35 Tore erzielt. Das Hauptmanko war also die miserable Chancenverwertung.
Natürlich war sichtbar, dass das 4-2-3-1 nicht mehr so rund lief wie in der Vorsaison. Was auch daran lag, dass zeitweise mit Kristiansen und Engelhardt keine echten Außenstürmer auf dem Flügel spielen mussten. Deshalb verstehe ich nicht, dass der/die Trainer nicht auf 4-4-2 umgestellt hat/haben. Dann hätte man auch in der Spieleröffnung eine zweite Anspielstation in der Spitze gehabt.
Aber trotzdem ist m. E. die Ursache für den Abstieg nicht im “defekten” System zu suchen. Diese Lullis sind abgestiegen, weil sie nie – und auch am Ende der Saison nicht – begriffen haben, dass Abstiegskampf “Kampf bis aufs Messer” heißt. Da kommt man mit Schönspielerei – bzw. dem Versuch dazu – nicht weiter. Da muss man die drei Punkte halt auch mal mit der Brechstange erzwingen, egal in welchem System man spielt. Cottbus hat vorgemacht, wie’s geht…
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Übrigens: Trotz meines Einwands super Analyse, Alexander! Schreibst Du gerade deine Abschlussarbeit für die A-Lizenz?
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ich bin noch mit Loddar in die Sonderregelung gerutscht und darf den Schein auf Theorie-Ebene im Fernstudium machen
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@Alexander, SUPER.
Bitte schicke das doch so mal an den Herr TvH. Ich bin mir sicher, dass er sich über Unterstützung freuen würde, bei dem Durcheinander in der letzten Saison.
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@Kir.Royal … Danke!
Aber das mit Hinschicken nutzt nichts, soweit ich mich erinner nimmt TvH Ratschläge nur von mindestens ehemaligen Zweitligaspielern an.
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Der war gut, Alexander!!!!
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@Alexander,
eigentlich zeigt die Statistik vom Kicker ein gut funktionierentes Spielsystem, denn Sinn einer Taktik ist letztendlich Torchancen herauszuarbeiten.System hin oder her das Runde muß in Eckige.
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Super Analyse,Alexander!!!
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@Robert
Ich bin ja auch ein Zahlen- und Statistik-Freund, was bleibt einem auch sonst aus der Ferne.
Wir sind ja auch nach der Wahren Tabelle der Top-Chancentod der Liga gewesen. Das kann einen nun zum Fazit kommen lassen, dass wir einfach die Buden nicht gemacht haben – oder aber, dass die Qualität der Chancen auch nicht so der Hit waren. Denn Torschuß aus 30 Metern ist zwar statistisch auch eine Chance, ein Versagen aus 5 Metern aber eine andere Sache. Und unsere Chancen – jedenfalls die, die ich sah – waren oft auch keine zwingenden. Gegen Schalke bspw. hatten wir nach einigen Medienberichten nur ein Problem der “Chancenverwertung”, nach meinen eigenen Eindrücken war die Niederlage aber keine Folge von Pech oder Unvermögen im Abschluß, sondern eine Frage der Einstellung. Wenn eine Mannschaft nicht in der Lage ist, sich und den Gegner unter Kontrolle bringen zu wollen, mit allen Mitteln, fehlt eben auch die Entschlossenheit (und vielleicht der absolute Wille) im Abschluß
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Das Spiel gegen Schalke war ein Spiegelbild der ganzen Saison,der Club hat gut angefangen und die Fans standen 100% dahinter!Alles war perfekt fürs Wunder und dann kommt wieder das erste Gegentor und unsere Elf fällt in ihre Lethargie!
Kein Kampf, Kein Aufbäumen,kein Wille,einfach Nichts!
Das hat auch jeder Fan im Stadion so gefühlt,sonst wär nicht ne halbe Stunde vor Spielende das Klasselied “Und der Club das sind nur WIR” in der Nordkurve angestimmt worden!
Aber um beim eigentlichen Thema zu bleiben:
Der Koller konte oft den Ball nicht auf die Aussenstürmer spielen weil in bei der Ballannahme meistens der Ball fünf Meter wegspringt!
Ich wünsch ihm trotzdem die Torjägerkanone bei der EM,vielleicht findet sich dann noch ein Verein der seinen hochdotierten Vertrag übernimmt und uns noch ne Ablöse gibt!
2 Fliegen mit einer Klappe
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Auch ich reihe mich gerne in den Kreis der Lobenden ein ob einer derart interessanten Analyse, die vieles stringent fasst und klar darstellt, was einem selbst ungeordnet im Kopf rumging. Bravo!
Nach einigem Nachdenken über die abgelaufene Saison möchte ich allerdings ergänzen, dass sich das Bild m. E. noch etwas zwiespältiger darstellt. Irgendwann, ich kann den Zeitpunkt selbst nicht genau bestimmen, begann es, dass sich die hohen Bälle auf den zentralen Stürmer häuften, welche dieser dann in der Regel nicht verwerten konnte. Das ist mir schon bei Joshua Kennedy aufgefallen, der meiner Meinung nach so völlig falsch eingesetzt wurde. Ich habe darüber auch mal mit Gegnern des “kleinen” Clubs, bei dem Kennedy ja ebenfalls eingesetzt wurde, aus der Bayernliga gesprochen und deren Einschätzungen decken das bis dato. Mit Koller setzte sich diese m. E. nach falsche Konzept fort. Das die Mannschaft aber – und das ist das Fatale – erst gegen Ende der Saison immer häufiger anwandte – und so immer ausrechenbarer wurde.
Als Gegenmodell erschien und erscheint mir dagegen das Spiel gegen Alkmaar. Der Außen, egal ob Außenverteidiger oder Stürmer, dringt in den Sechzehner ein, zieht früher oder später die Verteidigung auf sich, passt dann zurück in die Mitte und dort stehen unsere offensiven Mittelfeldspieler (in diesem Fall Mintal) und verwandeln. Der Stoßstürmer kann also nicht an seinen eigenen Toren gemessen werden. Auch muss er gar nicht die tatsächlich realisierte Anspielstation sein. Es reicht, dass er eine mögliche Anspielstation darstellt und damit weitere Räume schafft, um zum Torabschluss durch andere zu kommen.
Genau dieses Modell ist aber im Laufe der Saison zunehmend vom langen hohen Ball zentral ersetzt worden – schwer zu verwerten für die Mitte und völlig berechenbar. Fatalerweise zunehmend, je größer die Bedrängnis des Clubs in der Liga wurde.
Insofern mag man mir nachsehen, dass ich nicht mal das Phrasenschwein mehr zücke, wenn während der Saison und auch im Nachhinein die alten Phrasen vom “Niederkämpfen” und “Kampf” a la Cottbus auflodern. An Einsatz hat es die Mannschaft selten fehlen lassen und gerade eine spielerisch starke Mannschaft muss ihre Stärken ausspielen und in dieser Beziehung unterlegene Teams spielerisch schlagen – körperlos wird Fußball dadurch eh nicht – anstatt sich von anderen Teams deren Stärke aufzwingen zu lassen, rumzuackern und dann wahrscheinlich zweiter Sieger zu bleiben. Gegen spielerisch stärkere Teams muss man über den kämpferischen Einsatz Kompensation der eigenen Schwäche suchen und die gegnerische Überlegenheit so zerstören, gegen spielerisch schwächere Teams dagegen ist das Gegenteil anzustreben, nur so rum wird ein Schuh draus.
Das Fatale ist meiner Ansicht nach gerade, dass die Mannschaft sich aus dem Fundus der fußballerischen Mottenkiste bediente und das alte “Kampfmittel” “Brechstange”, d. i. hoher Ball zentral, einsetzte – das Ergebnis ist bekannt.
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@Hörnla:
“An Einsatz hat es die Mannschaft selten fehlen lassen…” Diesen Eindruck hatte ich gerade in den letzten beiden Spielen gegen Hertha und Schalke, in denen es um alles oder nix ging, nicht.
“Als Gegenmodell erschien und erscheint mir dagegen das Spiel gegen Alkmaar. Der Außen, egal ob Außenverteidiger oder Stürmer, dringt in den Sechzehner ein, zieht früher oder später die Verteidigung auf sich, passt dann zurück in die Mitte und dort stehen unsere offensiven Mittelfeldspieler (in diesem Fall Mintal) und verwandeln.” Tja, da stellt sich doch die Frage, warum die Mannschaft nicht immer so gespielt hat.
“Das Fatale ist meiner Ansicht nach gerade, dass die Mannschaft sich aus dem Fundus der fußballerischen Mottenkiste bediente und das alte “Kampfmittel” “Brechstange”, d. i. hoher Ball zentral, einsetzte…” Wenn diese Lulli-Anspiele auf Koller, die, sofern sie überhaupt bei ihm landeten, der Lange mangels Anspielstationen kaum verwerten konnte, “Brechstange” waren, dann haben wir von diesem “Kampfmittel” unterschiedliche Vorstellungen…
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