Meyers Millionen
Glaubt man den Gazetten, so steht dem FCN mit seinem einst gefeierten Heroen Meyer noch ein juristisches Scharmützel ins Haus.
In der höchst populistischen populären Abendzeitung wird Roth zu einer möglichen unklaren Vertragslage zwischen Meyer und dem FCN in Bezug auf Liga 2 zitiert: »Wer nicht arbeitet, bekommt kein Geld. So kenne ich den Vertrag.« Und – um etwas Stimmung zu schaffen – werden die so dann einzusparenden Meyer-Millionen gleich zum Wohle des Vereins investiert. Auf einen Nenner gebracht: Meyer setzt die Zukunft des Clubs auf’s Spiel, weil man sonst Timo Rost nicht kaufen kann.
Dazu jetzt meine höchst persönliche Meinung (das ist keine offizielle Meinung dieses Blogs, sowas gibt es sowieso nicht):
Manchmal frage ich mich, wie Herr Roth so ein erfolgreiches Unternehmen wie den Teppichhandel hat aufbauen können, wenn dies tatsächlich seine Rechtsauffassung sein sollte. In meinem Studium der Rechtswissenschaft dachte ich immer den Leitsatz gelesen und verstanden zu haben: Pacta sunt servanda (wörtlich: »Verträge sind einzuhalten«). Und wenn eben ein Vertrag besteht, dann hat er eben Vertrag.
Es ist mir persönlich sogar ein wenig befremdlich, wie man mit so einer Äußerung, so sie denn so von Herrn Roth kam, an die Öffentlichkeit geht. Ich unterstelle nämlich, dass Herr Roth sehr wohl die rechtliche Seite kennt und auch beurteilen kann. Wenn er sich darauf beruft, dass die Aussage des Herrn Meyer, für die 2. Liga nicht zur Verfügung zu stehen, verbindlich gemeint war und eine einseitige Kündigung (unter Bedingung) bedeutete, so kann man das unter juristischen Gesichtspunkten ja prüfen lassen. Wobei ich selbst so einer Aussage noch keine rechtsverbindliche Bedeutung beimessen würde, aber auch das nur eine eigene Einschätzung. Jedenfalls nichts, was in einem Zusammenhang zu bringen wäre mit »ohne Arbeit, kein Geld«. Unsere Gesellschaft tickt nämlich nach diesem Prinzip: »Verträge sind eben einzuhalten«. Und wenn ein Hans Meyer einen rechtsgültigen Vertrag hat, dann hat er eben ein Recht auf Bezügen aus diesem Vertrag. Herr Roth hat ja selbst diesen Vertrag unterzeichnet und damals klingt es mir noch in den Ohren mit den lautstarken Worten, nur ‘Hans Meyer könne Hans Meyer entlassen’.
Ich weiß, das Fußballgeschäft verträgt keine solche Romantik und vor allem keinen Glauben an solche Aussagen, Herr Roth belehrte uns ja nach seiner – allgemein so gesehenen – sehr unfeinen Demission des Herrn Meyer aus seinem Traineramte, das solche Aussagen man halt machen würde, sie bedeuten aber nichts (später), und das zudem im Trainergehalt ein gewisses Schmerzensgeld enthalten wäre. So mag das auch nun umgekehrt sein, wenn die weitere Zahlung der Bezüge nun die Schmerzen etwas nachhaltiger werden lassen – Verträge, so sie gültig sind, sind eben zu halten.
Was mich an der Sache persönlich wurmt ist der populistische Aspekt: Hier ist eine vertagsrechtliche Streitigkeit um einen bestehenden Vertrag, den einst beide Parteien im Einverständnis geschlossen haben. Wenn dies nun, nachdem man den Mann gegen seinen Willen vor die Tür setzte, dazu ausgeschlachtet werden soll, seinen Ruf nachträglich zu beschädigen, indem man sein Verhalten als “Schädigung” im weitesten Sinne beschreibt, dann finde ich das unredlich.
Herr Meyer hat ein gutes Recht dazu, sich auf seinen Vertrag zu berufen. Forderungen, auch von Fan-Seite, er müsse aus Vereinsliebe nun auf dieses sein Recht verzichten oder absehen dafür streiten, ist eine Vermischung von Fußball-Romantik und Realitätsverlust, was ich nicht mittragen kann. Wohl keiner der Vertreter dieser Forderung nach freiwilligen Gehaltsverzicht wären selbst bereit, nach einer unrühmlichen Entlassung des eigenen Arbeitgebers auch nur auf einen Cent zu verzichten, mag es dem Unternehmen auch noch so dreckig gehen. Und dem Club geht es dabei noch nicht mal finanziell schlecht.
Nein, für mich ist das nur ein weiterer Baustein im Versuch der öffentlichen Demontage und damit der rückwirkenden Legitimierung oder doch zumindest Relativierung des eigenen Fehlverhaltens, indem man das Ansehen und den Respekt, den Hans Meyer zu Recht seitens des überwiegenden Teils der Fans erworben hat, zu beschädigen sucht. Und Respekt bestand wohl gemerkt auch und trotz der schlechten Saison nach dem Pokalsieg, wobei man ihm ganz sicher auch eine (Mit-)Schuld gab, geben musste und durfte – aber Fehler werden eben gemacht, auch im Trainerhandwerk, das ist unvermeidlich.
Mag der Verein durchaus ein Interesse daran haben (und er muss es haben!), sich von finanziellen Verpflichtungen zu entledigen, die ihm keine Vorteile bringen, so muss er juritisch seine Chancen prüfen, aber eben auch zu seinem Worte stehen. Die Integrität und das Ansehen einer Person aber ohne juristische Klärung in Frage zu stellen und den Versuch zu unternehmen, einen Menschen öffentlich zu demontieren, halte ich aber generell für kein erlaubtes Mittel, gerade und vor allem nicht in einem so hoch emotionalen Bereich wie Fußball.
Ich kann nur hoffen: Möge am Ende das Recht gewinnen. Und Hans Meyer wird in unseren Club-Herzen immer ein kleines Denkmal haben, andere bemühen sich dagegen offenbar ihr eigenes endgültig und nachhaltig zu beschädigen.
Und das ist meine persönliche Meinung dazu, mögen andere andere haben.
Danke!
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Aber mal abgesehen davon, wie das aktuell mal wieder über die Medien gespielt wird, wäre schon interessant zu erfahren, was denn tatsächlich Sache ist und wie der Vertrag ausgestaltet war.
Das Gerücht, der Vertrag gelte nun doch auch für Liga 2 (entgegen der landläufigen Meinung, HM besäße nur einen für die BuLi) wurde meiner Kenntnis nach durch die BLID geprägt (“Monatelang erklärten Martin Bader und Co., dass der lukrative Vertrag von Ex-Trainer Hans Meyer (über 1 Mio Grundgehalt bis Juni 2009) in der 2. Liga KEINE Gültigkeit besitzt. Wie … jetzt erfuhr: Eine Lüge!”) um im gleichen Atemzug eine Art emotionale Schwächephase und Leichtsinn bei den Verantwortlichen zu finden zu glauben: »Klar ist: Meyers Vertrag wurde in der Euphorie eines 3:0 Derby-Erfolges über den FC Bayern im Frühjahr 2007 verlängert. Damals hatte der „harte Hans“ zugunsten der Franken auf ein HSV-Angebot (mit 3 Millionen Euro Jahresgehalt) verzichtet.«
Und eigentlich nur ersteres (also die Behauptung Baders) lassen sich auch im Netz mit der Netzzeitung belegen:
»”Hans Meyer steht uns in der zweiten Liga nicht mehr zur Verfügung, sein bis 2009 laufender Vertrag gilt nur für die erste Liga”, sagte Manager Bader am Sonntag.«
Bleibt also die spannende Frage, was denn nun stimmt. Hat Bader sich damals in seiner Äußerung “vertan” oder wurde er nur falsch zitiert?
Es bleiben folgende Fragen:
1. Wenn es so eindeutig ist, wie Bader damals sagte, dann wäre doch heute gar keine Diskussion nötig?! Der Vertrag liefe aus, Ende. Welche Motive hat BLID und Abendzeitung, ein Thema aufzunehmen, das gar keines ist und von welcher “Lüge” spricht man dann? Und warum äußert sich Roth in der zitierten Art und Weise dazu? Mit einem einzigen Satz hätte er jegliche Irritation aufgeklärt: »Einen solchen Vertrag, von dem Sie sprechen, gibt es gar nicht. Punkt. Ende.«
2. Und wenn es eben nicht so wahr, also der Vertag ohne Liga-Klausel abgeschlossen wurde, warum hat Bader damals “gelogen”? Er musste als Manager ja sicher den Vertrag kennen und war in alle Details eingeweiht?!
Fragen über Fragen
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Genau wie Alexander habe mich heute morgen über die Aussagen von ARO gewundert. Fakt ist doch:
1.) Wenn HM einen gültigen Vertrag für die 2.Liga besitzt (wovon man infolge AROs Aussage ausgehen kann), dann sind die Aussagen juristisch gesehen ein absoluter Witz! Wenn ich einen gültigen Vertrag geschlossen habe muss ich auch zahlen, fertig aus! Wenn ARO als gewiefter Kaufmann behauptet keine Ahnung von der Gültigkeit von Verträgen zu haben, dann kann ich hier nur noch die Hände überm Kopf zusammen schlagen. Und dann aus irgendeiner angeblichen Aussage von HM “für die 2.liga nicht mehr zu Verfügung zu stehen” eine einseitige Vertragsauflösung zu konstruieren…..viel Spaß vor dem Arbeitsgericht!
2.) Viel schlimmer ist allerdings, dass wohl einer in der Führungsetage des Clubs nicht mal die Vertragsmodalitäten seines (ehemaligen) leitenden Angestellten wirklich kennt…Was auch nicht unbedingt für Bader spricht.
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Sehr interessanter Aspekt den ihr beide da ansprecht.
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Tja, in dieser Vertragssache stellen sich “Fragen über Fragen” und man stösst auf Widersprüche über Widersprüche. Vielleicht sollte man sich mal an den Club wenden und um Aufklärung bitten. Nur, an welche Stelle könnte man sich da wenden?
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Ach, belschanov, glaubst du wirklich, wir sind würdig, eine Antwort diesbezüglich von Denen da Oben zu erhalten? Die nehmen uns doch gar nicht wahr.
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Sicherlich ist mein Vorschlag naiv. Aber man sollte dieser Sache, an der offensichtlich irgendetwas “nicht ganz koscher” ist, näher nachgehen. Wie kann es sein, dass Bader im Februar gegenüber der Netzzeitung erklärt, Meyers Vertrag gilt nur für die 1. Liga, und Roth sich jetzt nach dem Abstieg Gedanken darüber machen muss, wie der Club aus dem Vertrag mit Meyer rauskommen kann? Das macht ja nur Sinn, wenn der Vertrag entgegen der Aussage Baders doch für die 2. Liga gilt. Dann hätte Bader entweder die Unwahrheit gesagt (aber warum?) oder er kennt/kannte die Vertragsmodalitäten nicht (was ich mir nicht vorstellen kann).
Aber da fällt mir gerade eine ganz andere Variante ein. Vielleicht ist es ja so, dass Meyers Vertrag tatsächlich nur für die 1. Liga gültig ist und Meyer sich jetzt auf den Standpunkt stellt, dass der Club mit ihm gar nicht abgestiegen wäre und er deshalb auf seine Ansprüche pochen kann. Möglicherweise ist genau das der vor Gericht zu klärende Punkt: Was passiert mit einem Vertrag, der nur für die 1. Liga abgeschlossen wurde, wenn der Trainer vor dem Abstieg entlassen wird. Läuft der Vertrag dann auch in der 2. Liga weiter, weil es ja nicht auszuschließen ist, dass der Abstiegsfall nicht eingetreten wäre, wenn der Verein den Trainer nicht entlassen hätte.
Tja, Fragen über Fragen.
Was mich wundert, ist, dass die Presse diese mehr als merkwürdige Sache nicht schärfer verfolgt.
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Willkommen beim Club, sag ich nur. Chaos ohne Ende.
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@belschanov
Was passiert mit einem Vertrag, der nur für die 1. Liga abgeschlossen wurde, wenn der Trainer vor dem Abstieg entlassen wird. Läuft der Vertrag dann auch in der 2. Liga weiter, weil es ja nicht auszuschließen ist, dass der Abstiegsfall nicht eingetreten wäre, wenn der Verein den Trainer nicht entlassen hätte.
ich denke, die Variante würde beim Arbeitsgericht nur müdes Lächeln auslösen, solche Hypothesen-Spielchen taugen allemal für das Studium meine ich
ich denke, es gibt schon ne klare Regelung, nur schmeckt die Roth und Bader gerade nicht und man versucht zu konstruieren, dass Meyer ja selbst sagte, er stünde nicht zur Verfügung für Liga 2, doch das wäre fast zu naiv
allgemein frage ich mich schon, was der Verein da an Verträgen macht, die ganzen Optionen waren ja auch schon angezweifelt worden und mussten erst mal von einem Gutachter bestätigt werden …
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@Alexander
“Ich denke, es gibt schon ne klare Regelung…”
Meinst Du damit, dass der Vertrag eben doch auch für die 2. Liga gilt? Dann hätte Bader aber wg. seiner Netzzeitung-Äußerung ein Problem…
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@belschanov
genau das denke ich, man machte einen 2-Jahres-Vertrag. Punkt. Und als man ihn machte verstand man sich so gut, dass alles im Fall der Fälle regelbar wäre … nur … das wird hinfällig, wenn man einseitig die Abkommen bricht
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@Alexander
Ich muss da jetzt mal hartnäckig bleiben, denn die Sache interessiert mich.
Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass es hieß, der FCN könne die Zusammenarbeit mit Meyer beenden, ohne dass daraus irgendwelche Ansprüche für Meyer erwachsen und umgekehrt. Oder täusche ich mich da?
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@belschanov
ich hatte im Hinterkopf, dass Meyer einen Blanko-Schein hätte und nur er bestimmt, was wann wie endet …
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@Alexander:
Blanko-Schein ist wohl das Stichwort. Aber nicht nur für den Trainer, sondern auch für den Verein…
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Kann man ja Froh sein das das einzige Problem der genaue Inhalt des Arbeitvertrages von HM ist.
Endlich schluß mit der diskussion über neue Spieler und Taktik für die 2 Liga.Ich bin auch dafür das alle Arbeitverträge meiner Kollegen veröffentlicht werden.
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@Robert
nur los! leg deinen vor!
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@belschanov
am Ende zählt nur das, was man “fest” gemacht hat
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@Alexander
Tja, das was “fest” ist, scheint ja eine Sache der Interpretation der Vertragspartner zu sein. Würde mich wirklich interessieren, was der “Knackpunkt” in dem Vertrag ist. Ich werde es wohl nie erfahren…
Klar ist nur, dass es um Geld geht. Irgendwie verständlich, dass der Club nicht einen Angestellten “ohne Geschäftsbereich” auf der Gehaltsliste haben will. Und Meyer braucht, wie er immer wieder betont hat, jeden Euro für seine Enkel…
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Mir war Euer Präsident schon immer suspekt.
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Tja, und wenn man dem glauben darf was zur Zeit gemunkelt wird, ist der Teppichhandel doch nicht mehr so rentabel.
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Echt? Ich dachte der hätte goldenen Boden?
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Etwas mehr sickert jetzt so langsam durch in der Meyer-Vertragssache (RP-Online.de):
Meyer und Sportdirektor Martin Bader waren am Mittwoch auf sid-Anfrage nicht zu einer Stellungnahme zu dem Thema bereit. Roth hatte zuvor aber angekündigt, ab Juli Meyers Gehalt von angeblich 500.000 Euro für die 2. Liga nicht mehr zahlen zu wollen. Er begründete dies mit dessen früherer Aussage, nach einem Abstieg nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Das klingt so, wie fast schon vermutet: Es bestand, so interpretiere ich das, im Gegensatz zu Baders Aussage wohl sogar eine gesonderte Vereinbarung über eine abweichende Gehaltshöhe in Liga 2.
Nun kann man – mal frei jeder Emotion – schon so argumentieren, dass Meyer irgendwie “im Wort” stünde (ganz unjuristisch, eher moralisch gemeint), wenn er denn definitiv gesagt habe, er gehe nicht mit in Liga 2. Aber dabei war man eben nicht und der Vertrag spräche so wohl dagegen.
Blöde Sache, das Ganze, wäre im Wohle aller auch besser nicht in der Öffentlichkeit diskutiert worden, aber das gelingt nur wenigen, da die dargereichte öffentliche Plattform nicht zu nutzen für persönliche Abrechnungen und Äußerungen – vor allem natürlich, wenn das Gesagte dann nicht der Wahrheit entspricht.
So ganz persönlich würde ich wohl schon dazu neigen (mal all die Vermutungen als wahr unterstellt), dass Meyer sich mindestens auf einen entgegenkommenden Vergleich einlässt, wenn er das damals so sagte – Vertrag hin, Vertrag her. Hätte man sich damals stilvoller getrennt, wäre das sicher leichter gefallen. Man sieht sich eben immer zweimal im Leben, sagt der Volksmund…
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Herr Bader, Herr Bader, haben Sie etwa doch gelogen? Tztztz… Mal im Ernst, wenn das wirklich der Fall wäre, wachen hoffentlich einige auf.
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Schön wäre, wenn sich beide Vertragspartner soweit anständig einigen, nicht nur weil Bader ja genau wissen muss, was im Vertrag steht, sondern auch Meyer, der sich gegenüber der Öffentlichkeit und damit der Fans so geäußert hat, dass er für die 2. Liga nicht zur Verfügung stehe. Ein Rechtsstreit wäre ein Imageschaden für beide, jedenfalls würden mir beide Seiten dadurch nicht sympathischer, auch ein Hans Meyer nicht!
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«Hans Meyer steht uns in der zweiten Liga nicht mehr zur Verfügung, sein bis 2009 laufender Vertrag gilt nur für die erste Liga», sagte Manager Bader am Sonntag nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Rostock (s.o. Alexander).
Offenbar scheint man das, was Bader in Interviews sagt, auch nicht so ganz ernst nehmen zu dürfen. Oder wurde er etwa falsch zitiert? Kaum anzunehmen.
Was mich wundert, ist, dass die Presse diesem Widerspruch nicht näher nachgeht.
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@belschanov
ich glaub, die Presse ist da schon viel abgebrühter als wir und nimmt das schon gar nicht für bare Münze was a) gesagt wird und erst recht nicht b) was sie selbst schreibt …
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Aber Moment mal! Gerade das wäre doch ein Aufhänger?
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@ Alexander: Bei der AZ und und noch viel mehr bei B*** gilt vor allem b)!
Die Leute wollen halt unterhalten werden und was zu reden haben:
“Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der B***
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, T***** und dem Wetterbericht.”
Anmerkung in eigener Sache: Text ist nicht von mir, die *** schon.
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Was habt Ihr eigentlich gegen die AZ? Ist zwar ein “Boulevardblatt”, aber doch nicht mit der BLÖD-Zeitung zu vergleichen. Ich lese die Nürnberger AZ täglich, in erster Linie wegen dem Club, über den jeden Tag mehr oder minder ausführlich berichtet wird – und m.E. nicht auf unseriöse Weise.
Auch der Kultur- und Politikteil ist so schlecht nicht. Klar bringt diese Gazette auch viel Klatsch und Tratsch, aber das braucht man ja nicht zu lesen.
Auf alle Fälle ist dieses Blatt für mich jeden Tag Club-Pflichtlektüre.
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Oh, belschanov. Also ich muss ehrlich sagen, die AZ ist für mich fast noch schlimmer, als die BLÖD. Braucht man sich nur die Schlagzeilen ansehen, die sie jeden Tag an ihren Automaten hängen haben. Nee, AZ ist sowas von unseriös und populistisch. Ein absolutes No Go!
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Was, die BLÖD-Zeitung ist besser als die AZ? Dann scheint sich ja das Springer-Blatt zu einer richtig seriösen Zeitung entwickelt zu haben…
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Ich halt es da fränkisch sachlich: “do dreh i mei Händ ned um”
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“do dreh i mei Händ ned um”
Es ist mir nicht bekannt, dass die AZ schon mal versucht hat, einen Politiker durch Fotomontagen als brutalen Schläger zu diffamieren…
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Nur ein Auszug der Schlagzeilen der AZ, die teilweise (ohne immer zitiert zu werden) im Geiste präsent waren (sicher nicht zur Freude des Verfassers…):
- Roth: Meyer kriegt kein Geld mehr!
- Wo ist Tommy?
- Flopzuschlag
Sorry, aber das ist alles rein populistischer Scheiß (meine Meinung)
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“Roth: Meyer kriegt kein Geld mehr!” Was ist an dieser Schlagzeile so schlimm? Es stimmt doch: Roth bemüht sich darum, Meyer in der nächsten Saison kein Gehalt mehr zahlen zu müssen.
“Wo ist Tommy?” Na gut, es wurde mit der Unterstellung gespielt, dass sich von Heesen nicht genug um seinen Job kümmert, aber so richtig bösartig war der Artikel nicht.
“Flopzuschlag” Weiß nicht mehr, in welchem Kontext diese Schlagzeile stand.
Natürlich ist die AZ “Boulevard”. Aber sie ist nicht “bösartig”. Im Gegensatz zum Springer-Blatt. Nicht umsonst hat Meyer der BLÖD-Zeitung keine Interviews gegeben, aber – soviel ich weiß – der AZ schon.
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Täusch dich da nicht, die AZ wurde auch schon vom Presserat gerügt.Und das macht er ja nicht soo gerne. Die BLÖD ist nur populärer und einflussreicher. Aber wenn du dir nur mal die Schlagzeilen ansiehst, mit denen die AZ potentielle Leser anlocken will, steht sie dem Springer-Blatt in nichts nach. Da werden Aussagen verdreht, Halbwahrheiten zitiert und natürlich viel Blut und Gewalt. Denn das geht immer. Also ich habe die AZ vor 17 Jahren mal gelesen, auf meinem Weg zur Arbeit, früh um 5. Weil ich da beim Lesen nicht denken musste.
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Öhm, ich meinte potenzielle Leser. Is halt noch früh
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@Gretl und belschanov
Genau genommen 8 Rügen in den letzten 5 Jahren, wenn ich mich nicht verzählt habe – kein “schlechter Schnitt”
http://www.presserat.de...k-der-Ruegen.29.0.html
Die Beispiele waren ja quasi beliebig von den Supporters entnommen – mir geht jede Art von Pupulismus und Boulevard an die Nerven, da unterscheide ich dann nicht mehr so in den Nuancen und Boshaftigkeit taugt meiner Ansicht nach sehr schwer zur Differenzierung.
Die Gesamtaufmachung der AZ (und da reicht ja schon der Blick auf deren Website – dessen Link es von hier aus aber nicht geben wird…) läßt eine gewisse Nähe zur BLID ja erkennen.
Aber wie es auch sei, ich mag den Boulevard nicht, seine gesamte Ausrichtung ist Effekthascherei, Polarisierung – man spielt dabei mit Emotionen und bedient dabei Vorurteile. Man nutzt Anspielungen und Halbwahrheiten und setzt dabei auf das einfachste Mittel, das ja auch den Aberglauben schon zum Überleben verhalf: die 100 irrigen Annahmen werden vergessen, trifft es einmal ein was orakelt wurde, bleibt es in Erinnerung (gern zitiert dann: “ich glab dena, die hom fei scho oft recht ghabt…”)
Deswegen habe ich nichts gegen Boulevard-Leser, ich kenne einige, auch im Familienkreis – man muss sich nur immer auf Diskussionen mit mir einstellen, wenn man mir wieder die große Schlagzeile “freudestrahlend” unter die Nase halten will.
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Lach, Alexander. Zum Zählen war ich einfach zu faul
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Tja, ich sehe, wir werden uns mal wieder nicht einig. Aber ich schlage vor, dass wir trotzdem Freunde bleiben…
Bin übrigens schon gespannt, was die AZ heute über den Club zu berichten hat.
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