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Neuzugang: Juri Judt

Bild © fcn.deEs ist dringend an der Zeit sich den positiven Seiten zuzuwenden:

Gestatten: Juri Judt

21 Jahre, 24. Juli 1986, 1,73 m, beidfüßig, defensives Mittelfeld, Nationalität: deutsch, geboren in Qaraghandy, Kasachstan

bisherige Stationen: FC Bayern Kickers Nürnberg (Jugend), SpVgg Greuther Fürth (ab 1999, seit 2005 Profi)

20 Spiele 2. Liga Saison 2007/08, 2 gelbe Karten, 0 Tore, kicker-Durchschnittsnote: 3,30
30 Spiele 2. Liga Saison 2006/07, 6 gelbe Karten, 1 gelb-rot, 0 Tore, kicker-Durchschnittsnote: 3,52
26 Spiele 2. Liga Saison 2005/06, 2 gelbe Karten, 0 Tore, kicker-Durchschnittsnote: 3,50
2 Spiele DFB-Pokal
4 Spiele Deutschland U21

Mag man den Masmanidis-Transfer noch ein wenig argwöhnisch beäugen, so stößt die Judt-Verpflichtung (der ja bereits seit einiger Zeit im Raum steht) bei mir schon oft auf mehr spontane Begeisterung und er passt auch perfekt ins Konzept »jung, hungrig, deutsch – und am Besten noch mit Bezug zur Region«.

Das neue Konzept der Kaderzusammenstellung findet bei mir absolute Gegenliebe, insoweit könnten die kritischen Töne zu Masmanidis vielleicht zu Unrecht den Eindruck erwecken, man verfolge die aktuellen Transfergerüchte mit Bauchgrimmen – im Gegenteil. Lediglich bei den Arminen-Gerüchten um eben Masmanidis, Zuma oder auch Gabriel runzelte man die Stirn, die anderen Namen dagegen lösten quasi schon richtig Vorfreude aus – und damit sind insbesondere Namen wie Rost oder auch Perchtold gemeint, aber eben auch Juri Judt.

Juri Judt im Interview bei fcn.de

Warum hast Du Dich für den Club entschieden?

Judt: Das ist natürlich persönlich noch einmal ein Schritt nach vorne. Ich habe seit der D-Jugend in Fürth gespielt und dort eine tolle Zeit erlebt, freue mich jetzt auf die neue Herausforderung. Die Entscheidung für den Wechsel zum Club ist dabei unabhängig vom Abstieg gefallen.

Umziehen musst Du nicht…

Judt: Nein, nein (lacht), ich kann daheim wohnen bleiben. Aber das war nicht der Hauptgrund für den Wechsel zum Club.

Worauf freust Du Dich besonders?

Judt: Auf die Stimmung im easyCredit-Stadion! Ich habe dort noch nie gespielt, bislang nur einmal ein Spiel vom Club gesehen. Eigentlich nur eine Halbzeit, denn es war das berüchtigte Regen-Spiel gegen Wolfsburg – aber die Stimmung war fantastisch!

Welche Ziele setzt Du Dir hier?

Judt: Ganz klar, mit dem 1.FCN in die Bundesliga zurück zu kehren. Und für mich natürlich, so oft wie möglich zu spielen. Dann klappt’s vielleicht auch mit der Rückkehr in die U21. Wer in seinem Verein regelmäßig spielt, hat dort auch eine Chance.

Was uns auffällt: Du wartest noch auf Dein erstes Zweiliga-Tor. Gegen wen würdest Du es besonders gern schießen?

Judt: Na, dreimal dürft Ihr raten… Wäre natürlich schön, wenn es gegen den Ex-Verein klappt. Aber das Tor nehme ich mir jedes Jahr aufs neue vor – irgendwann wird es dann hoffentlich auch mal so weit sein.

Juri Judt ist ein richtig großes Talent, seine Stärken sind dabei im Bereich Lauf- und Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld zu suchen. Viele verbanden den anfänglichen Aufschwung des Vereins aus der West-Vorstadt mit dem Namen Judt, bevor Trainer Labbadia (jetzt übrigens Bayer Leverkusen) ihn ersetzte, da ihm die Offensivaktionen fehlten. Ab da ging es bezeichnederweise aber abwärts, wie ein Blick auf den Chart nahe legen könnte. Am 19. Spieltag stand man auf Platz 2, am 20. bis 23. auf dem 3. Platz, danach ging es runter. Judt spielte am 20. Spieltag noch bis zur 65., danach nur noch einmal am 27. Spieltag. Zusammenhänge nicht auszuschließen…

Ich freue mich auf Judt und bin gespannt wie er sich zusammen mit einem Rost, einem Kluge oder einem Galasek machen würde. Ein Spieler mit Perspektive ist er allemal, auch wenn er jetzt zeigen muss/darf/kann, ob er bereit und in der Lage ist, den nächsten Schritt zu gehen. Denn – ohne jede Überheblichkeit – von Fürth zu Nürnberg ist ein Schritt, denn in Fürth ist das Spielen um den Aufstieg Jahr für Jahr eine schöne Sache (für ein handverlesenes Publikum…), in Nürnberg wird das Spiel um den Aufstieg gefordert und das landauf landab vor großem Publikum, die – gerade auswärts – jeden Ausrutscher goutieren werden. – Aber der Junge könnte das Zeug dazu haben, das zu packen.

Ein sehr guter Transfercoup, dazu noch ablösefrei. Glückwunsch den Verantwortlichen dazu.

Bild mit freundlicher Genehmigung fcn.de

Und hier noch ein paar Stimmen aus der Gerüchteküche:

solche brauchen wir nicht mehr! Er hätte uns sicher noch weitergeholfen aber wenn shcon einer auf den Gedanken kommt nach N******* zu wechseln is bei mir unten durch!

Neutral bewertet denke ich, dass er bestimmt eine gute Alternative für Nürnberg sein wird. Er ist ja auch noch jung und kann noch viel lernen. Warum also nicht.

Großes Talent der Juri,war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ein Bundesligist anklopft.

Fakt ist, dass er dort aufgewachsen ist. Er ist dort zur Schule gegangen und hatte auch schon ein Angebot von ihnen in der Jugend, wollte auch dahin gehen, aber auf Rat einer Person ist er nach Fürth, da diese Person ihm klargemacht hat, da dort der Sprung ins Profigeschäft leichter ist. Seine Familie wohnt direkt in dieser Stadt und er hat zu dieser Stadt mehr Bezug als zu Fürth, zudem wenn man mal die letzten Jahre gesehen hat, wer beim Jubeln fehlt, es war immer er. Selbst für Aussenstehende war erkannbar, dass er mit einigen aus der Mannschaft nicht zurecht kam – warum auch immer. Fürth hat ihm ein Angebot gemacht in der Winterpause und er wollte abwarten, da er in der ersten Liga spielen will. Es mag sein, dass sein neuer Arbeitgeber damals schon angefragt hat, aber damals tendierte er in keine Richtung. Den genauen Hintergrund für den Verlust des Stammplatz kann ich nicht genau sagen, aber es ist das natürlichste im Fussball, dass man bei einem auslaufenden Vertrag mit anderen Spielern verhandelt. Und ein Judt hat dem Kleeblatt nie die Treue geschworen o.ä., als ob er nun eine Todsünde begangen hätte. Insgeheim habe ich den Gedanken schon vor der Saison gehegt, dass er zu diesem Verein irgendwann wechselt.

Habe ihn damals in Elsenfeld noch als A-Jugendlichen in der Halle erleben dürfen. Da hat man schon gesehen, dass da ein außergewöhnliches Talent auftritt. Im Vergleich zur restlichen Turnier-Belegschaft. Allerdings konnte er auch in dieser Saison seine offensive Zurückhaltung nicht ablegen. Will er im Profi-Fußball mal über die Mitläufer-Rolle hinaus, muss er sich mehr zutrauen.
Ich kann die Fürther verstehen. Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht, zumal doch so viele Alternativen bereitstünden.

Im Fürther Teil der NN steht eine interessante Statistik: mit Judt holten die Fürther 1,7 Punkte im Schnitt, ohne ihn 1,1 Punkte.

     

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Kommentare (10)

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  1. Failhaid sagt:

    Der wird mal ein großer!Bin ich mir sicher!
    Aber du schreibst da von Kluge(wie sich Judt wohl mit ihm machen würde),bleibt der am Ende doch?
    Jedenfalls-super “Judt-Analyse”!

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  2. Soweit ich “weiß” ist bei Kluge noch nichts fest – Bader monierte irgendwo, dass alle von diesem Transfer reden, Gladbach aber noch kein Angebot gemacht habe. Wenn hier keine Signale kommen, bleibt er – und dass er charakterlich in Ordnung ist und dennoch Leistung brächte, glaubt auch jeder.

    Aber ich denke, das sind die üblichen Spielchen, am Ende wird Kluge gehen: er will, Gladbach will und Nürnberg hätte mit Rost auch ein Problem mit einem Defensiven sonst zu viel. Wobei … Kluge ist sehr variabel einsetzbar. Ich würde ihn gern noch ein Jahr bei uns sehen.

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  3. Manu sagt:

    erstmal müssen wir den timo von cottbus bekommen.

    juri judt ist sicher kein schlechter.

    perchtold vom vfb II ist auch fix und pascal bieler von hertha. alles gute junge leute, wobei judt schon als gefestigter spieler kommt. er hat ja schließlich über 70 spiele im haifischbecken 2 liga auf seinem buckel.

    aber nur mit jungen gehts in liga 2 auch nicht. deshalb mus die mischung passen und timo rost wäre der mann, der die truppe anführt.

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  4. belschanov sagt:

    Fußball kann ziemlich kurios sein:
    http://www.ksta.de/html...el/1212504070431.shtml

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  5. thompson sagt:

    Mannomann! Judt, Perchtold, Eigler. Seid ihr noch alle klar im Kopf? Die haben jahrelang vor der Haustüre gekickt und keiner hat die bemerkt. Jetzt sind sie alle plötzlich Hoffnungsträger. Ich bezeichne diese Verpflichtungen als armselig. Kein anderer Zweitligist mit Zielsetzung 1.BL hätte diese Spieler verpflichtet! Bader und von Heesen leisten derzeit ihren Offenbarungseid.

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  6. Gretl sagt:

    @thompson: Bin auch etwas skeptisch ob dieser Lobeshymnen.
    @belschanov: Das habe ich heute auch unter einer anderen Quelle gelesen. Wie kann man nur sooo doof sein? Ich sag nix mehr gegen unseren Club ;-)

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  7. @thompson
    Ich hatte den guten Konfuzius schon mal hier zitiert: »Einen Fehler machen und ihn nicht korrigieren – das erst heißt wirklich einen Fehler machen.«
    Ich denke, das ist ein bisschen die Motivation dahinter. Man ließ die fränkischen Talente ziehen und will das jetzt korrigieren.
    Zwei Dinge sind dabei vielleicht auch wichtig: Man merkte letzte Saison, dass zwar die Qualität stimmte, doch dass die nichts bringt, wenn es nicht läuft, weil dann die Identifikation und Leidenschaft fehlt, das will man eben korrigieren.
    Zum anderen ist es eben so, dass die Spieler nicht als Leistungs- sondern als Hoffnungsträger geholt werden. Denke nicht, dass man blanko auf diese Neuzugänge setzt, da sind schon noch Spieler wie Engelhardt und Mnari und vielleicht Galasek/Kluge an Bord.

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  8. uller sagt:

    …genau DAS wollte ich auch antworten, Alexander! Da gibt es nix hinzuzufügen.

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  9. Manu sagt:

    eigler ist sicher ärgerlich, spielte in der jugend für uns. der rest nicht. feucht hatte schließlich eine regionalligamannschaft und fürth spielt auch schon ewig in der 2 liga. also kann man sagen, dass man nichts verkehrt gemacht hat. außer , wenn man eigler holt…

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  10. Manu sagt:

    bei bayern sind auch net alles urmünchner oder urbayern. die machen es halt klever. verleihen ihre nachwuchstalente 2 jahre (babbel, Lahm, hummels nur als beispiele)und die sind dann top…

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