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Bring mich in Form

Aussortiert: Deco und Ronaldinho bei Barcelona. Ein großes Missverständnis: Andriy Shevchenko – kolportierte 46 Mio. für 9 Tore in 2 Jahren Premier League bei Chelsea. Große Namen, große Spieler – ihr gemeinsames Problem: Keine Form mehr, keine Titel, keine Tore. Die Folge: Veränderung, neuer Verein, neues Glück?

Deco spielt jetzt bei Chelsea, Ronaldinho wurde für – für seine Verhältnisse – kleines Geld abgegeben – nach Mailand, dort trifft er auf Andriy Shevchenko, den Rückkehrer zu dem Verein, bei dem er zum vielleicht besten Torjäger Europas wurde. Am Sonntag spielte Milan, die Rossoneri, mit diesen sagenhaften Namen im – am Fussballerhimmel – kleinen Genua: Christian Abbiati, Daniele Bonera, Paolo Maldini, Gianluca Zambrotta, Giuseppe Favalli, Mathieu Flamini, Andrea Pirlo, Massimo Ambrosini, Kaka, Ronaldinho, Andriy Shevchenko – eingewechselt wurden u.a. ein Seedorf und ein vielleicht Jahrhunderttalent namens Pato. Das Ergebnis: 2:0 für Genua. Ancelottis Team damit 19ter nach 2 Spieltagen mit 0 Punkten und 1:4 Toren.

Genua – und damit schließt sich der Kreis – war angeblich der letzte ernsthafte Interessent an Angelos “Harry” Charisteas. Harry lehnte ab, weil er in Nürnberg sein Glück sucht. Nürnberg, der Club, ist mindestens auf dem Papier Top-Favorit der 2. Bundesliga in Deutschland. Soweit die Gemeinsamkeiten, Parallelen und Überschneidungen zu Milan.

Warum kam ein Ronaldinho die letzten Jahre nicht mehr in Form bei Barcelona? Die Verletzungen taten ihr übriges, aber insgesamt war Ronaldinho auch bei der WM ein Schatten seiner selbst. Warum kommt auch ein Henry bei Barcelona nicht wie einst in London bei Arsenal, als er ganz Europa verzückte, nicht mehr in Fahrt? Warum spielt ein Engelhardt so weit von der Form weg, die ihn einst zum Nationalspieler und Mannschaftskapitän werden ließ, oder ein Mintal? Warum ist Milan 19ter und warum spielt eine Mannschaft wie der Club gegen eine Mannschaft wie Wehen-Wiesbaden nur mit Mühe und Not noch 2:2?

Eine Frage der Einstellung? Wie man oft in den Kommentaren liest? Eine Frage des Willens? Des Einsatzes? Des Ehrgeizes? Sicher auch, jedenfalls in bestimmten Situationen und für bestimmte Spieler auch eine berechtigte Kritik. Aber jetzt, nach dem Schnitt in der Sommerpause, der gerade die aussortieren sollte, an die der Verein, der Trainer und auch die gesamte Mannschaft selbst nicht mehr glaubten? Wohl nein. Alle Wechselwilligen gingen, wie ein Saenko, ein Misimovic, aber ein Charisteas wollte nicht gehen und wollte sich beweisen. Ein Engelhardt hinterließ in Interviews und auch wohl auf dem Trainingsplatz klar seine Visitenkarte – und da stand drauf: ich will es wissen! Warum aber klappt es auf dem Platz nicht?

Wenn du einen Ronaldinho in der Mannschaft hast, sehe ich es nicht nur als Pflicht des Spielers, alles zu tun um sich in Form zu bringen, es ist vor allem eine Frage der Teamführung, seine herausragenden Fähigkeiten so einzusetzen und hervorzubringen, dass er Spaß an seiner Arbeit hat und seine Talente entwickelt. Als ein Netzer einst groß aufspielte, hatte er seinen Wasserträger, die, die hinter ihm die Fehler zusammenkehrten. Warum? Weil man wusste, dass ein Netzer, ein Maradonna oder eben ein Henry, ein Torres, in Szene zu bringen sind. Sie können durch die Genialität Spiele entscheiden, sie machen das Quentchen aus. Aber genauso wären die Wasserträger, die Abräumer und Arbeiter am Platz nicht gut besetzt, stünden sie wie ein Diego bei Bremen im Rampenlicht und im Fokus jeder Taktiktafel des Gegners vor einem Spiel.

Der Club hat in der 2. Liga einen außergewöhnlich besetzten Kader. Aber – und auch das muss man konstatieren – nicht in der Spitze, dafür aber in der Breite. Die beste Elf ist auf einzelnen Positionen sehr gut – eigentlich bundesligatauglich – besetzt, aber das haben andere Mannschaften auch – vielleicht sogar bisweilen mit dem Vorteil, dass sie hervorragend “zweitliga”tauglich besetzt sind, ein vielleicht wichtiger Unterschied. Was der Club aber hat – und das macht ihm zum Favoriten – ist Variationsmöglichkeit in der Breite, sowohl in der zweiten Reihe als auch in der taktischen Ausrichtung.

Das sind die Trümpfe, die Oenning spielen kann und muss. Er muss die Ausnahmespieler in From und in Szene bringen, einen Pinola, einen Mintal und vielleicht auch einen Engelhardt, Kluge und Charisteas. Wenn er dies schafft, werden Spiele gewonnen und noch bevor sich dann ein Gegner darauf einstellen kann, kommt die Möglichkeit der taktischen Varianz, ein Gygax, ein Breska, ein Judt oder Masmanidis. Oenning und Hermann haben die Möglichkeit Ausfälle zu kompensieren, ein Bieler spielt sich dafür ein in der zweiten Mannschaft, um im Fall der Fälle einen Pinola zu ersetzen, ein Eigler, Boakye oder auch in Zukunft wieder ein Frantz sollten sich gegenseitig und zu Harry die Alternative und das Backup sein.

Die Spieler hätten nun kein Alibi mehr? Ich glaube nicht, dass sie eines suchen. Wer jetzt im Kader steht wollte das und ich glaube die meisten kennen sogar die 2. Liga ziemlich gut – zu gut um von ihr überrascht zu sein, zu gut um lange da bleiben zu wollen. Was Oenning nun gelingen muss ist, mit seinen Vorschußlorbeeren die Mannschaft strukturell neu einzustellen, eine Grund-Formation zu finden und die kann und darf nicht an den eigentlichen Spitzenkräften vorbeigehen – das wäre von Anfang an Gift in der Mannschaft, Gift im Kelch auch eines TvH, der nach der Erniedrigung eines Mintal und Engelhardt sich selbst die Suppe sicher mit verdarb.

Wenn ich mir solche Spieler im Kader “halte”, wie Mintal, Pinola, Charisteas, Engelhardt oder Kluge, dann muss ich sie zuerst einmal “setzen”, bevor ich sie “ersetze”. Eine große deutsche Bank warb einst mit dem Claim “Vertrauen ist der Anfang von allem” – und das beginnt damit den Akteuren erst einmal Vertrauen zu erweisen, die man dafür auch verpflichtete oder so in der Mannschaft installierte. Einen Schäfer wird man nicht wegen ein paar schlechter Spiele nun wieder in Frage stellen – zu Recht. So auch sollte man einen Pinola und auch einen Mintal und Charisteas jetzt nicht schon wieder hinterfragen. Eine Hierarchie in der Mannschaft zerbricht, wenn ich schon nach dem ersten Lüftchen die Fahnen neu hisse, neue Segel ausprobiere. Mag man aus der zweiten Reihe davon auch provitieren, so wird man im Hinterkopf haben: Und morgen erwischt es dann mich. Vertrauen ist ein wichtiger, vielleicht ein entscheidender Faktor zum Erfolg – und dass die Spieler, die aktuell auch in der Kritik stehen, das Vertrauen verdienen, haben sie schon mehrfach bewiesen.

Jetzt muss man dieses Vertrauen in Oenning und in die Vereinsführung und in den Verein risikieren, auch wenn die Resultate und manchmal nicht mal das Dargebotene dem so gerecht werden. Aber – wie im echten Leben – ist Vertrauen manchmal ein Sprung mit verbundenen Augen, ein Schritt, auch wenn der nächste nicht Erfolg versprechend aussieht – weil man glaubt, dass der andere den Weg dahinter kennt, das Leistungsvermögen besitzt, eine Strategie hat oder weil man ihn einfach mag – warum auch immer. Jetzt ist nicht mehr Zeit für Experimente und ständiges Rumprobieren – jetzt ist Zeit für den gemeinsamen Weg, die Unterstützung, die Gemeinsamkeit.

Verlieren wir in Mainz? – Das ist egal. Sicher wäre das Ziel Wiederaufstieg mit einer Niederlage schon ein gutes Stück schwerer, aber jetzt gehen wir erstmal den Weg zusammen. Im Winter ziehen wir dann noch mal Bilanz, ob der Kader nicht noch Veränderung braucht, aber um ehrlich zu sein – dieser Kader braucht keine neuen Spieler, dieser Kader braucht seine “Form”, dann wird er erfolgreich sein.

     

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Kommentare (21)

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  1. Manu sagt:

    schöner artikel. die parallelen mit milan sind jedoch etwas überheblich ( nach einem 2:2 gegen wehen-wiesbaden).

    weiß aber um was es dir geht.

    eines sehe ich jedoch ein bisschen anders: kritik und hinterfragung muss sein…immer und ständig…steigert letztlich die leistung.

    und wer keine leistung bringt, der rotiert eben raus…schließlich gibt es ja reservespieler. genau das hast du ja auch in deinem artikel angesprochen.

    nach 10 spieltagen kennen wir dann die richtung, in die es gehen wird…und der große ac milan sicher auch :-)

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  2. Christoph sagt:

    “dieser Kader braucht keine neuen Spieler, dieser Kader braucht seine “Form”, dann wird er erfolgreich sein.”

    100% Zustimmung!

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  3. Töffi sagt:

    Auch wenn man nach vier Spieltagen gewiss noch keine Bilanz ziehen kann – eine Sache ist aber schon kurios: Vor der Saison hieß es nach den zahlreichen torlosen bzw. torarmen Vorbereitungsspielen, dass der Club eine bombensichere Abwehr hat und vorne im Sturm ein “laues Lüftchen”.

    Und jetzt, nach vier Zweitligaspielen, ist plötzlich die Abwehr unser Sorgenkind, dafür treffen sie aber vorne: 7 Gegentore und 7 eigene Tore …

    Tja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

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  4. Gretl sagt:

    @Töffi: Ja stimmt!! Das ist wirklich kurios. Oder typisch Club halt :-P

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  5. schönwetter-fan sagt:

    da fällt mir gerade mal wieder ein, daß wir dem späteren uefa-cup-sieger und fcb-erniedriger wie auch leverkusen-hinauswerfer (es war doch leverkusen, oder?) bei ihm zuhause ein 2:2 abgetrotzt haben. so ist eben fußball! oder besser: typisch club halt …

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  6. Manu sagt:

    ist doch logisch, dass die abwehr wackelt. der leader ist ja verletzt. andi wolf.
    ich hätte ja beauchamp behalten. der kann was und spielt nun championsleauge mit aalborg. und bekommt für fouls, die er nicht begangen hat, ne rote karte…

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  7. berlinclub sagt:

    Liest sich wie immer super und verleiht den eigenen Gedankengängen Anstöße! Ist auch ein guter Ansatz: Vertrauen den Führungskräften, auf dass sie wieder in Form kommen. Doch die Parallelen, die Alexander hier zieht, sind natürlich schon ein wenig gewagt; nicht von der grundsätzlichen Aussage her, die ja lediglich eine Versinnbildlichung des club’schen Dilemmas ist (oder, Alexander?), aber eben doch in engerem Bezug auf den Club. Mintal, Pinola, Engelhardt, Kluge, Harry, auch Mnari und vielleicht noch andere haben sicher einen gewissen Status, aber eben nicht den der Unumstößlichkeit bei anhaltender Formkrise, nicht den Genius eines Ronaldinho, nicht die schon in unzähligen Spielen gezeigte Offenbarung des Ausnahmespielers. Sie sind gut, sie können überduchschnittlich sein (vor allem in Liga 2), sie können sogar Höhenflüge haben – aber Genies sehen anders aus.

    Ich glaube, es bedarf der äußerst genauen Beobachtung und Einfühlung des Trainergespanns, um im Einzelfall zu entscheiden, ob eher ausdauernde Vertrauensbildung (sprich: Gesetzt sein) ratsam ist oder so etwas wie Rotation, was bei einem, wie Alexander richtig schreibt, so breiten Kader ja auch eine denkbare Variante sein könnte (bin ich persönlich im Moment auch nicht für, aber das muss Oenning mit Hermann entscheiden). Schließlich hatte Hitzfeld damit auch Erfolg, denn die Breite des Kaders erhöht den Konkurrenzdruck. Und damit MUSS ein Profispieler umgehen können, er muss sich durchsetzen und in Form kommen wollen. Von Auswechselungen, berechtigten allemal, dürfen sich Berufsfußballspieler eigentlich nicht so dermaßen aus dem Tritt bringen lassen, dass man sich Sorgen um ihre perspektivische psychische Stabilität machen dürfte.

    Allerdings bin ich auch dafür, jetzt erstmal die nächsten Spiele abzuwarten. 10 sollten es insgesamt schon sein, vielleicht sogar mehr, bis das neue System Oenning/Hermann erstmals so richtig greift. Hoffen wir, dass das neue Gespann das Händchen hat um die Formkurven nach oben zu ziehen!

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  8. manni sagt:

    Tlw. gut abstrahiert.
    Guter Text.
    Ich stumme den grundlegenden Thesen (Vertrauen, Einspielung Trainerteam etc.) zu und denke, dass mit ein paar Erfolgserlebnisen einfach auch wieder die Freude ins Team zurückkommt. Und die ist im Fußball einfach essentiell. Da kannst du dann auch mal ne Welle erwischen und es läuft einfach (siehe Saison 06/07).

    ich weiss es ist als glubberer schwer (und da nehm ich micht nicht aus), aber:

    erstens kommt es besser – und zweitens als man denkt.

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  9. dragotoschi sagt:

    Liebe Clubfans! Die 10 Spiele Vorlauf hatte schon HM gefordert.Schon vergessen? Nur in der 2. Liga wurde unser Club von Anfang an in der Presse als Top-Favorit hochgeschaukelt. Die Realität sieht allerdings anders aus. In der 2. Liga gilt in erster Linie der Kampf, in zweiter Linie das schnelle Spiel. Der Vergleich mit Superstars halte ich sehr vermessen. Der Club hat gute Spieler, aber diese m ü s s e n nun endlich ihre Leistung abrufen. Ich selbst habe einmal in der Regionalliga Süd aktiv Fussball gespielt. Daher ist meine Meinung aus der Erfahrung :In Mainz muss nun der Knoten platzen. Das ist meine ganz personliche Meinung.Gut spielen, kämpfen, kämpfen, kämpfen bis der Schiedsrichter abpfeifft. Wenn nicht, dann spielt der Club um den Abstieg! Daher volle Konzentration, denn nur der sportliche Erfolg zählt ab jetzt. Alles andere (psychische Probleme,nicht eingespieltes Team,unerfahrene Spieler usw,) zählt nicht mehr! Ab jetzt gilt hopp oder top!

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  10. dragotoschi sagt:

    Ich muss mein eigenes Schreiben noch modifizieren. Was mir bisher beim Club fehlt, ist der unbedingte Einsatz ab der ersten Minute. Es kann doch nicht sein, dass die Spieler erst in der 2. Haöbzeit “aufwachen”. dazu gehört ein gewisser Respekt zum Gegner und eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Wenn dieses nicht vorhanden isr…,dann gute Nacht!Aber ich glaube an M.O. Er ist ein guter Trainer und er wird die Spieler auf “Vordermann” bringen.

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  11. Keine Sorge, mir sind die Distanzen zu Milan durchaus bewusst – es geht um die Parallelen, denn Genua ist ja auch nicht Wehen-Wiesbaden.

    Es geht um die Frage, warum man ein vorhandenes Potenzial nicht abrufen kann, eine Überlegenheit, ob in der Serie A oder in der Kreisliga, nicht auf den Platz zu bringen. So wie auch letztes Jahr bei uns, als wir die Überlegenheit zu unseren Mitkonkurrenten um den Abstieg nicht zur Geltung bringen konnten. Sicher ist Kampf und Einstellung einer der Schlüssel, aber es ist eben nur einer – Vertrauen ist ein anderer.

    Was mich immer wieder eben beschäftigt ist die Frage: Warum kommen Spieler in bestimmten Phasen nicht in Form?! Liegt es wirklich nur an ihnen? Denke ein Klose ist da ein Beispiel, ein aktuelles, wenn auch kein wirklich gutes, denn Klose hatte diese “Aussetzer” schon in Kaiserslautern und Bremen. Gut ist das Beispiel, weil Jogi auf ihn vertraute und er zum einen Leistung anbot (das attestierten die Mitspieler) und es eben nur am Erfolg mangelte – dann platzte eben wieder der Knoten.

    Nein, einen Ronaldinho haben wir nicht in Reihen – wobei? Mintal ist ein Ausnahmespieler und wenn er nach dem zweifachen Torschützenkönig (2. Liga und Bundesliga!) nicht verletzt worden und vielleicht zu einem ambitionierteren Verein gewechselt wäre, möchte ich durchaus sagen, das er das Zeug zu nem ganz großen gehabt hätte. Bei einem Vittek hatte man das auch durchaus für möglich gehalten und Pinola stand schon auf dem Sprung in die Argentinische Nationalmannschaft.

    Man muss sicher die Kirche im Dorf lassen, aber das Spielermaterial beim Club ist für Zweitligaverhältnisse, allein wenn man noch Gygax, Mnari oder Boakye nennen mag (ich mag nicht wieder alle aufzählen), wieder mal mit Nationalspielern gespickt – und das sind keine 1mal Nationalspieler in irgendeinem Land, das sind oder waren bis vor kurzem feste Bestandteile von Mannschaften, die Endrunden erreichten. Davon kann der Großteil der zweiten Liga nur träumen.

    Kein Milan, nein, aber man darf auch nicht so tun, als sei man mit Außenseiterchancen an den Start gegangen – oder anders: mit dem Kader gehen manche frohen Mutes in der Bundesliga an den Start. Auch wenn es am Ende für die Champions League nicht reichen mag. ;-)

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  12. Manu sagt:

    @alexander

    “…Auch wenn es am Ende für die Champions League nicht reichen mag…”

    dann spielen wir halt wieder uefa-cup :-)

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  13. belschanov sagt:

    Zitat dragotoschi :

    Der Club hat gute Spieler, aber diese m ü s s e n nun endlich ihre Leistung abrufen.

    Diesen Satz würde ich mal so unterschreiben. Mehr gibt es zur Lage des Clubs wohl nicht zu sagen. Und zwar nicht erst seit heute, sondern bereits seit einem Jahr…

    Da könnte man allerdings auch auf den Gedanken kommen, dass die Spieler vielleicht sooo gut doch nicht sind.

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  14. Hörnla sagt:

    Wenn es denn so einfach wäre: du bist Nationalspieler, also Knopfdruck, dann funzt’s. So einfach funktioniert aber nichts mit Menschen, so einfach funktioniert nichts in einem Mannschaftssport und so einfach funktioniert auch nichts im Fußball, denn eines der Dinge, die den Fußball doch so faszinierend machen ist, dass es eben nicht immer die auf dem Papier (und vielleicht auch in der Statistik und in allen sonstigen, von der Sportwissenschaft aufgestellten Parametern) stärkere Mannschaft ist, die gewinnt. Jeder, der einmal selbst gegen einen Ball getreten hat, kennt die magischen Tage, an denen die eigentlich in allen Belangen unterlegene Mannschaft die stärkere bezwingt, weil plötzlich alles passt. Und zur außergewöhnlichen Motivation des Gegners trägt sicherlich jedes Mal bei, wenn man gegen den “FC Bayern der 2. Liga” spielt.
    Ansonsten: Kirche mal im Dorf lassen. Wie man Charisteas in dieser Situation in einen Kritiktopf mit Pinola, Mintal und Konsorten werfen kann, ist mir schleierhaft. Gerade in der bisherigen Saison gibt es schlichtweg überhaupt keinen Grund, sich über Harri zu mokieren: Einsatz, Torgefährlichkeit, alles stimmt. Darüber hinaus bitte nicht vergessen: wir hatten in schöner Regelmäßigkeit Chancen für zwei Spiele in einem. Latte, verschossene Elfmeter, aus drei Metern an den Abwehrspieler hingepasste Torschüsschen, nie vorher gesehene Glanzparaden gegnerischer Torhüter usw. usf. Ich will die ersten Halbzeiten nicht schön reden, aber mir ist es für eine derartige Fundamentalkritik einfach noch zu früh. Man muss der in vielen Teilen neu formierten Mannschaft einfach mal Zeit geben und das Zwischenfazit nach zehn, zwölf Spieltagen ziehen. Die Weichen sind mit einem, wie ich derzeit finde, sehr gut besetztem Trainerteam gestellt, also lassen wir die mal machen. Wenn es nach der Hälfte der Hinrunde (frühestens) auch noch so mäßig ausschaut, dann kann/muss man ernsthaft größere Veränderungen erwägen. Derzeit gibt das zugrundeliegende Datenmaterial (vier! Spiele) weder etwas her für Nibelungentreue gegenüber einstigen Pokalhelden noch für unabdingbare Wechsel. Der Trainer sieht die Jungs jeden Tag auf dem Gelände, er hat auch eine Vorstellung davon, wie er gegen jeden Gegner spielen will und das sollte die Aufstellung diktieren. Stoppen kann man meiner Meinung nach allerdings sofort das wahrlich jämmerliche Gejammere ob der Verletzung von Andi Wolf – ein Kader besteht nicht aus elf Leuten sondern aus mindestens 20. Und ein Aufstiegskader muss jeden Spielerverlust früher oder später, vielleicht auch mehr schlecht als recht, aber er muss ihn kompensieren können.

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  15. dragotoschi sagt:

    Also clubfans_jetzt gilt es!!! Auf zu neuen Ufern! Jetzt mischen wir die 2. Liga auf!!!Die Mannschaft ist cool, wird sind der Winner!Glaubt an die Mannschaft.Wir siegen Mainz.

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  16. Gretl sagt:

    @Hörnla: Selten was so Kluges gelesen!!

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  17. dragotoschi sagt:

    Schlecht-schlecht-schlecht! Wie die Mannschaft in Mainz aufgetreten ist…Ich habe das Spiel bei Premiere verfolgt. Ich bin grenzenlos enttäuscht vom Club. Mir fehlen die Worte. Bin gespannt, welche Ausreden jetzt folgen.

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  18. Harald sagt:

    Fazit des Spiels: Nürnberg hat bisher 5 Punkte gegen den Abstieg aus der 2. Liga geholt. Die bisherigen Spiele haben gezeigt, daß Nürnberg nicht in der Lage ist aus dem Mittelfeld ein Spiel aufzubauen. Das Spiel gegen Mainz 05 war spielerische Armut. Kein einziger Pass aus dem Mittelfeld der auch nur mal ansatzweise für Gefahr gesorgt hätte. Die Aufstellung im Mittelfeld mit Perchthold ( total überfordert ), Engelhardt (wie immer ein Totalausfall), Kluge (ausser durch Foulspiel überhaupt nicht in Erscheinung getreten) und Mintal ( meilenweit von seiner Bestform entfernt) war eine einzige Katastrophe. Boakye im Sturm nicht einen einzigen Zweikampf gewonnen. Einziger Lichtblick wieder einmal Charisteas, der sich als einziger Nürnberger gegen die Niederlage wehrte. Auch unter Oenning ist kein Spielsystem erkennbar. Ich weiß wirklich nicht was da im Training für Spielzüge trainiert werden. Ich muß ganz ehrlich sagen, dass der Trainerwechsel sich bis jetzt nicht ausgezahlt hat. Die 90 Minuten gegen Mainz 05 waren eine spielerische Bankrotterklärung

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  19. Mathias sagt:

    Leider muss ich mich Harald anschließen, wenngleich ich nicht von Abstieg reden möchte, das wäre doch zu weit hergeholt. Allerdings, da hat Harald völlig recht, ist das Mittelfeld eine Katastrophe. Engelhardt war kaum in der Lage, mal einen Ball auf 10 Meter anzubringen. Der hat ein Fehlpassfestival der allerfeinsten Güte veranstaltet. Kluge hat sich dem angeschlossen. Ich frage mich schon, warum man dermaßen bodenlose Spieler nicht früher vom Feld holt.
    Die Mannschaft lässt auch unter Oennning keine Struktur und kein Konzept erkennen.

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  20. Manu sagt:

    sehe ich genauso. das war wieder katastrophe.

    kluge total grottig. der bringt null bälle an den mann. hätte ich sofort raus nach 3 min. engelhardt fällt wieder nur durch seine haare auf…mittelfeld muss sich einiges ändern. sollten mnari und judt endlich ihre chance zusammen mit masma und gygax bekommen. mintal hinter den spitzen kann man auch vergessen. er probierts, ist aber das phantom.früher war er nur gefährlich, wenn nichts von ihm zu sehen war. jetzt soll er den 10 er geben…abwehr wacjkelt auchg gewaltig…es siht nicht gut aus.

    klar, in mainz kann man verlieren…aber bitte nicht so…und wenn dann oennign davon spricht, dass die truppe alles nach vorne geworfen hat, dann hat er wohl ein anderes spiel gesehen,,,

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  21. Manu sagt:

    wir sind noch nicht angekommen in liga 2, leider…

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