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Exklusiv bei Clubfans United: Interview mit dem neuen Interims-Trainer des 1. FC Nürnberg

Exklusiv bei Clubfans United: Interview mit dem neuen Interims-Trainer des 1. FC Nürnberg

clubfans-united.de kann heute mit einem besonderen Leckerbissen für seine Leser aufwarten: Noch vor offizieller Bekanntgabe – das Interview mit dem designierten Interimstrainer:

Frage: Wir machen es direkt: Herr Endl, warum Sie?

Endl: Um ehrlich zu sein, mich hat die Entwicklung auch überrascht! Gestern noch im Büro und morgen am Trainingsplatz mit den Jungs. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Mein Dank auch an meinen Arbeitgeber, der mich so kurzfristig für die Aufgabe freistellte.

Frage: Diese Entwicklung hat ja nun wirklich nicht nur Sie sondern alle überrascht. Als die Vereinsführung gestern Abend nach einer geheimen internen Präsidiumssitzung verkündete, man müsse sich der dramatischen Entwicklung beugen, da dachte man an die üblichen Verdächtigen, aber dann diese Idee mit dem Online-Voting – war das nicht über’s Knie gebrochen?

Endl: Wir bekamen die Mitteilung für das Voting heute Nacht per Mail, danach ging alles sehr schnell. Die Entscheidung sollte ja bewusst in einem Ad-hoc-Voting der Mitglieder online erfolgen, um keine große Diskussionen auszulösen sondern das Stimmungsbild einzufangen.

Frage: Reicht es Ihnen, dass Sie mit – es soll nicht abwertend klingen – ‘nur’ 2,9 Prozent der Stimmen gewählt wurden?! Ist das eine tragfähige Mehrheit?

Endl: Das ist eben Demokratie! Sicher werden Kritiker sagen, dass in dieser “Hau-Ruck-Aktion” nur 20 % der Mitglieder befragt werden konnten und viele nicht einmal eine E-Mail-Adresse haben, auch wird man anführen, dass durch die lange Vorschlagsliste (453; Anm. der Red.) eine gewisse Zersplitterung ergab, auch weil die vor mir liegenden 47 Kandidaten alle die Nominierung nicht ernst nahmen oder beruflich unabdingbar waren … – aber wie dem auch sei. Ich habe einen klaren Auftrag und bin bereit mich der Verantwortung zu stellen.

Frage: Genug über die Vorgeschichte, das wird sicher noch anderso aufgearbeitet werden müssen. Was ist Ihr Plan?

Endl: Ich stehe für ein radikales Konzept des Netzwerkgedankens. Unsere Fans sind nicht nur unsere Kunden, Sie sind der Verein, Sie sind der Club! Daher werden wir den Weg, den der Verein mit der Besetzung mit mir als neuem Trainer begangen hat, konsequent fortsetzen!

Frage: Und das bedeutet…?

Endl: Was ein Verein aus der Domstadt in Ansätzen schon versucht werden wir noch radikaler und konsequenter umsetzen! Ich für meine Teil werde mich daher in den Dienst der Fans stellen! Ab sofort wird jede Aufstellung in einem Live-Voting bis 10 Minuten vor Spielbeginn zur Wahl gestellt. Wir, das Trainerteam um Stefan und mich, werden 5 taktische Aufstellungen vorstellen und die Fans sollen entscheiden. Wir machen da ab sofort keine halben Sachen mehr!

Frage: Das ist ja wirklich in seiner Konsequenz sehr radikal!

Endl: Und nicht nur das! Während des Spiels sitzen in unserem Internet-Team 4 Betreuer die die Fan-Stimmungen während des Spiels auswerten und analysieren. Wird das Taktik-Barometer in einem bestimmten Bereich gebracht, ändern wir auf Wunsch noch während des Spiels die Ausrichtung und Taktik!

Frage: Und der Fan im Stadion? Wird hier nicht zu viel Wert auf das Internet gelegt?

Endl: Man darf nicht unterschätzen wie viele Menschen bereits mobil auf das Internet zugreifen können. Aber wir wollen niemanden ausschließen sondern alle einbeziehen! Daher gibt es für die Offline-Fans zur Pause ein Jubel-Buuh-Barometer, moderiert von Glong 94,2. Wir wechseln dementsprechend in der Pause aus, wenn das das Volk fordert!

Frage: Eine unglaubliche Geschichte. Trauen Sie den Fans so viel Fachkompetenz denn zu?

Endl: Wir wollen den Versuch wagen! Bisher haben ja auch viele Profis sich als Pädagogen und Fitness-Experten versucht, nur weil sie mal leidlich 10 Jahre als Verteidiger in der 2. Liga kickten. Die Fans haben da zum Teil mehr Live-Spiele aus einer unabhängigen Position verfolgt als mancher Trainer des alten Schlags! Dafür ist sicher auch das Fernsehen mit seinen vielen Übertragungen verantwortlich. Durch YouTube wissen heute Fans schon besser Bescheid über ein Talent in Südamerika als ein professioneller Scout! – Das Festhalten an gewohnten Denkmustern muss aufgegeben werden. Für die Feinarbeit, wie Fitness und Vermarktung, haben wir Profis im Background, für das auf dem Platz haben wir jetzt die Fans – und mich als ihr ausführendes Organ.

Frage: Das klingt ja unglaublich!

Endl: Und das ist noch nicht das Ende. Wir planen Spieltransfers in Online-Auktionen abzuwickeln. Die UEFA hat sich hier schon sehr interessiert gezeigt. Eine Art Transfermarkt nach eBay-Muster – mit Sofort-Kaufen-Option und Berater-Bewertung mit Sternchen. Da wird es ab sofort die volle Transparenz geben.

Frage: Unglaublich!

Endl: Aber das ist noch lange nicht alles! Welcher Spieler für wie viel eingekauft wird, wie teuer die Eintrittskarte sein soll, was für ein Sponsor – alles live und demokratisch!

Frage: Wie soll das funktionieren? Das führt doch zum finanziellen Desaster weil die Fans teure Spieler haben wollen, keinen Eintritt bezahlen, keine Werbung sehen und nur Sponsoren, die zwar ethisch-moralisch einwandfrei, aber dafür auch wenig potent sind!

Endl: Genau da setzen wir ja an! Transparenz! – Der Fan bekommt für seine Entscheidungen auch sofort praktische Hilfen und wichtige Informationen angeboten. Beispiel: Der Fan wählt als gewünschten Eintrittspreis 10 Euro Haupttribüne. Ein Online-Kalkulator sagt ihm sofort, wenn sich dieser Preis durchsetzt, welche Spieler wir zur Erhaltung der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit abgeben müssten – live berechnet und per Internet laufend nach aktuellen Transfermarktdaten aktualisiert! Oder wenn man bspw. sich für werbefreie Stadien ausspricht wird automatisch dem Fan vor Augen geführt, an welchen Standorten so ein Stadionbetrieb möglich wäre – da kann man sich dann schnell mal die Fahrt über die tschechische Grenze mit in das Ticket einkalkulieren lassen.

Frage: Unglaublich! Wo soll das nur enden?

Endl: Das werden Sie sich gar nicht ausmalen können! Aber da sind wir schon gedanklich dabei die Zukunft zu gestalten! Wir stehen in Gesprächen mit UEFA, FIFA, DFL, OPEC und UNO – die Gesprächsbereitschaft besteht – wir wollen den Fußball neu erfinden, ohne ihn an seiner Wurzel zu verleugnen!

Frage: Jetzt machen sie mich neugierig! Wollen Sie den Ball abschaffen? (#lacht)

Endl: Das nicht (#blickt ernst), aber – sind wir doch mal ehrlich – ist das, was wir sehen nicht eine Illusion? Jedenfalls im Fernsehen. Kameraschnitt, Moderation, Sounddesign. Mindestens der TV-Konsument ist ja quasi dem Geschick der Regie ausgesetzt, ob das Spiel zu einem Event wird. Warum nicht weiter denken?!

Frage: Wohin weiter?

Endl: Lassen wir das Spiel doch simulieren!

Frage: Das ist jetzt nicht ihr ernst! Ein Computer-Spiel als Fussball-Ersatz? Wo bliebe da der Sport?

Endl: Sie hören mir nicht zu! Basis des Spiels ist und bleibt die Leistungsfähigkeit des einzelnen Profis. Seine Fitness, seine Physis und sein Können entscheiden im Zusammenspiel mit Mannschaftsgeist und Taktik den Spielverlauf. Doch ist so ein Spielverlauf selbst dann noch zwingend notwendig und am Ende oft brutal ungerecht? Da verletzt sich dann ein Ballzauberer nach einer rüden Grätsche nach 5 Minuten und der zahlende Zuschauer guckt in die Röhre. Wir wollen die Spieler spielen sehen, dazu analysieren wir sie in allen Details, wir haben heute schon die technischen Fähigkeiten erfassen, die Bewegungen, die Abläufe. Wir aktualisieren diese Daten laufend und ergänzen diese um Live-Daten vor jedem Spieltag. Die KI unseres Systems wird dabei die wahren Spielverläufe eines Spiels zu Tage bringen! Ohne Fehlentscheidungen, ohne Manipulationen – aber mit den gewohnten Fehltritten und Fahrkarten – INDIVIDUELL je nach Spieler!

Frage: Aber warum …?

Endl: Was ist unser Kapital? Der Spieler! Daher müssen wir dafür sorgen, dass der Spieler sich ausschließlich auf sein Training konzentrieren kann. Spiele – das sieht man ja heute schon in den englischen Wochen etc. pp. – lassen den Spieler abbauen, er verletzt sich und ist dann zu den Highlights des Jahres ausgepowered oder verletzt. Unser Ansatz sorgt für eine gleichmäßige Belastung mit ausgewogenen Plänen, alles nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und den Rest der Zeit können die Spieler sich den anderen vertraglich vereinbarten Aufgaben zuwenden, wie Marketing und Werbung – und da bleibt dann sogar noch mehr Zeit für die Familie, mit der man sich das eigene Spiel dann ansehen kann.

Frage: Und das Stadion?

Endl: Wir haben da ein paar Ideen mit Soundeffekten und 3D-Cyberbrillen, aber vielleicht müssen wir uns vom klassischen Stadion eines Tages wirklich verabschieden. Ist ja aber auch eh sehr teuer und gerade hier in den Breitengraden ein Besuch nicht immer ein Vergnügen. (#zwinkert). Sie kennen das sicher. Und wenn man mal muss? Meistens gleich ein Tor verpasst. Zu Hause oder in der Public-Viewing-Zone, die wir seit der WM ja testen und die vom Kunden hervorragend angenommen wurden, kann man hier bestens dosieren oder mal den Pause-Knopf drücken.

Frage: Das Ende des Fußball-Kickens …?

Endl: Nein, wir spielen schon ab und an noch – wohl dosiert am Trainingsplatz. Aber da man – man sieht das ja an diesem amerikanischen Radler – noch bis ins hohe Alter seine Leistung aufrechterhalten kann, wenn man das entsprechende Know how hat – ist die größte Gefahr die Fremdeinwirkung, und das muss man eben umgehen. Dann kann man vielleicht auch noch mal den Zidane reaktivieren, so alt ist der ja noch nicht. Und wer wollte den nicht gern noch länger spielen sehen – aber besser ohne Gegner – besser für ihn und die … (lacht)

Frage: Das Ende des Fußballs …

Endl: Nein! Der Anfang von Fußball 2.0!

     

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Kommentare (7)

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  1. [...] mit dem neuen Trainer: Die Evolution des Fußballs Exklusiv bei Clubfans United und jetzt auch beim Zielpublikum: Das Interview mit dem neuen Interims-Trainer des 1. FC [...]

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  2. Gretl sagt:

    Gehört mal wieder nicht hierher: Aber eine TopTen-Liste der Kommentare? War mir neu, dass ich soo geschwätzig bin. Das ist ja voll peinlich!!!
    Mein Mann hat anscheinend doch Recht :mrgreen:

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  3. Holzi sagt:

    So ein Schwachsinn!!! :-)

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  4. Toom sagt:

    Zitat Holzi :

    So ein Schwachsinn!!! :-)

    Humor ist wenn man trotzdem lacht.

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  5. Derbfuss sagt:

    Sorry, aber ich fand’s affengeil. Feinste Realsatire und für 2025 vorstellbar ;-)

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  6. belschanov sagt:

    Die Idee mit den geclonten Cyberspace-Spielern hat durchaus ihren Reiz. Damit könnten Fußballspieler unsterblich gemacht werden. Wäre diese Vision heute schon Realität, wäre dem Club enorm geholfen. Er könnte dann nämlich in folgender Aufstellung spielen (das + hinter dem Namen bedeutet, dass der Spieler physisch nicht mehr unter den Lebenden ist):

    Tor: Stuhlfauth(+) – Abwehr: Reuter, Kalb(+), Wenauer(+), Pinola – Mittelfeld: Nüssing, Eder – Morlock(+) – Sturm: Cebinac (lebt der noch?), Strehl(+), Eckstein.

    Mit dieser Mannschaft stünde der Club bestimmt nicht auf Platz 14 der 2. Liga.

    Obwohl: Beim Club weiß man ja nie…

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  7. dragotoschi sagt:

    Zur Aufstellung von belschanov: Ich mache mir ernsthafte Gedanken um Pinola.Sieht zwar schon älter aus, als er ist.Doch seine Aufstellung ist gerechtfertigt, wenn man an seinen Einwurf kurz vor Spielende gegen Duisburg denkt. Ist wahrscheinlich von der Schwere des Balles aus “Altersgründen” zusammengebrochen.Vielleicht war die Kugel aus Eisen…

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