Hauptversammlung beruhigt die Gemüter

Wenigstens finanziell muss man sich keine Sorgen um den Club machen – und das kann man gar nicht dick genug unterstreichen!
Zum Stichtag 30. Juni 2008 verbucht der 1. FCN einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro nach Steuern (2006/2007: 1,6 Million Euro nach Steuern).
Dabei haben sich in der vergangenen Saison die Gesamterträge um 8,7 Millionen Euro (von 52 Millionen Euro auf 60,7 Millionen Euro) und die Aufwendungen um 8,9 Millionen Euro (von 50,4 Millionen Euro auf 59,3 Millionen Euro) erhöht. Der Etat für den Profi-Bereich lag im Geschäftsjahr 2007/2008 bei 25,8 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (25,0 Millionen Euro).
Durch das erfreuliche Bilanzergebnis zum Abschluss des Geschäftsjahres hat der 1. FC Nürnberg den Fehlbetrag im Eigenkapital von 0,9 Millionen Euro im Vorjahr auf ein nunmehr positives Eigenkapital von 0,5 Millionen Euro verbessert. Darüber hinaus hat der Club ausreichend stille Reserven.
Der 1. FCN hat nach wie vor gegenüber Banken keinerlei Verbindlichkeiten. Auch darüber hinaus bestehen – wie im Vorjahr – keine Darlehensverbindlichkeiten.
Die guten Zahlen allein konnten zwar keine rechte Aufbruchstimmung bei den 513 Mitglieder in der Mitgliederversammlung am gestrigen Abend verbreiten, aber – Hand auf’s Herz – es nimmt schon einiges an Sorgen um den Club raus.
Die aktuellen Themen kamen aber auch nicht zu kurz und die Kritik richtet sich im Wesentlichen gegen die Mannschaft, von der gerade Bader “hohe Identität mit diesem Club und den Willen, alles zu geben” einforderte. Der anwesende Rekonvaleszent Wolf sieht sich da mit eingeschlossen, auch wenn er gar nicht aktuelle eingreifen kann, und hofft auf den Durchbruch gegen Freiburg – was will er auch anders sagen…
Der Club also nicht mit dem Rücken zur Wand, das ist gut zu wissen, keine Verbindlichkeiten, ja sogar Eigenkapital. Das erlaubt zwar alles keine großen Sprünge, aber gibt das gute Gefühl, dass man sich tatsächlich “nur” Sorgen um’s sportliche machen muss.
Interessant allerdings das Interview mit Präsident Michael A. Roth am Rande. Bader sei “zu ehrlich, zu menschlich, zu weich”, aber auf einem guten Weg, die Zusammenstellung der Mannschaft ein Konstrukt des jeweiligen Trainers und man einfach da konstatieren müsse, man habe “keine Chance gegen den Trainer” zu votieren. Auch die Führungsetage sei nicht nach seinen Wünschen in allen Belangen und da säßen, die einem “reingedrückt” würden und man sich wünsche “, dass die sich hinterher fragen, warum sie es getan haben” – gemeint wohl die Lobbyisten des jeweiligen Vetreters.
Aber auch die Mannschaft bekam ihr Fett in der gewohnten Rothschen Art ab: Früher sei quasi alles einfacher gewesen…. “Wir könnten natürlich Peitschen anschaffen. Als ich noch in die Schule ging, gab es Watsch’n bei schlechten Noten.” Doch Roth zeigt sich medial geläutert: “Aber das bringt nichts, die Zeiten haben sich geändert. Wir müssen jetzt helfen, unterstützen. Es tut doch jedem gut, wenn man mal ein Lob bekommt.”
Der von einigen erwartete Pranger blieb wohl ebenso aus wie ein Chaos oder drastische personelle Schnitte. Das rundherum zufriedenstellende positive wirtschaftliche Ergebnis musste da auch milde wirken, der Clubberer weiß schließlich wo er herkommt und wo er nie mehr hinwill – sportliche Situation hin oder her. Und die maßgeblichen Protagonisten dieser finanziellen Gesundung sind nun mal bereits langfristig Roth und mittelfristig Bader. Der jüngste, und doch schon so weit zurückliegende, Erfolg tat da sicher das Übrige, aber die Basis kam in dem Falle mal von oben – der Vereinsführung und dem Management. Dafür meinen ganz persönlichen Dank und meine Anerkennung.
Nun muss es einfach wieder am Platz klappen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass es schon noch wird. Auch wenn wir jetzt durch das Tal müssen. Aber ich glaube, dass da gar nicht mehr so viele Rädchen fehlen, damit der Motor läuft. Und – auch wenn das keiner als Ausrede noch hören kann – mit der Rückkehr von Wolf und Mitreski wird der Club defensiv deutlich mehr Optionen und Stabilität haben, dann wird man auch einen ganz anderen Goncalves und Pinola wieder sehen. Ob es dann noch für den Aufstieg reicht? Wir werden sehen.
Bild Mitgliederversammlung 2008 © fcn.de – mit freundlicher Genehmigung



bei allem respekt: diese gestrige mischung aus showbühne und boxbude auch noch zu feiern, erscheint mir höchst seltsam. alleine die getätigten äußerungen zum meyer-prozess bzw. dessen kontrakt waren gutsherrenartig und pseudofundiert, dass es im wahrsten sinne der sau graust!
der club war lange zeit der verein von aros gnaden. dafür gebührt ihm auch zurecht dank und anerkennung. allerdings hat es in den letzten monaten/jahren aber auch dringend notwendige veränderungen behindert, weil im dunstkreis (nachvollziehbarer weise) nur die eigene gefolgschaft sitzt, ein paar wichtigtuer und autohausquatscher daneben und als “stille opposition” vollpfeifen wie söder und oechler. allenfalls am horizont den erfinder des “club 2000″, der ja schon einmal bewiesen hat, aus nichts noch weniger als nichts zu machen.
gestern wurde viel und gar nichts gesagt. ob aber ein grabenkrieg in der führungsetage nun förderlich wäre, ist die andere frage. sicherlich nicht. sicher ist aber auch, dass wir so, wie wir aktuell dastehen, keine ansprüche stellen sollten, auf absehbare zeit in der ersten liga bestehen zu können.
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@stc … danke für den Respekt!
Ich bin doch im Gegenteil froh, wenn das Bild geradegerückt wird, wie du das gerade gemacht hast. Ich hatte ja nur die Medienberichte und offiziellen Stellungnahmen. Wenn da einer vor Ort war und andere Eindrücke hatte, ist er hier willkommen die zu schildern … bloß Respekt brauchts, da hast du Recht! (Und die “vollpfeifen” lass ich da mal noch als freie Meinugsäußerung gelten
)
Ich war schon froh, dass wir finanziell nicht wieder am Abgrund stehen, zum Meyer-Prozeß hab ich eh meine eigene (oft kundgetane) Meinung und auch Roth & Co. haben hier schon oft kritisches lesen müssen, wenn sie es denn getan hätten.
Daher rennst du offene Türen ein, wenn (berechtigt) kritische Töne kommen.
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Die wirtschaftliche Basis ist grundvoraussetzung für der Erfolg.Jetzt muss nur noch der sportliche folgen.Dann sind alle zufrieden.
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Manchmal wünschte ich mir, ich hätte in der Schule besser aufgepasst! Besonders wenns um Bilanzen geht…..
Ich gestehe, ich habe keine Ahnung, was diese Zahlen bedeuten, aber…
- ich habe schon viele Male erlebt, dass zu irgendeinem Stichtag der Glubb in gutem Fahrwasser war, kurze Zeit später wieder hohe Verbindlichkeiten sich angesammelt hatten. Deswegen bin ich -diesbezüglich!- immer skeptisch.
- Verwundert frage ich mich, warum der Gewinn, trotz Europapokaleinnahmen, die doch mindestens ca. 5 Mio. betragen haben sollen, ” nur” 1,4 Mio gewesen sind. Nicht zu vergessen dabei die höheren & zusätzlichen Einnahmen durch die guten Tabellenplätze der Vorsaison, Ligapokalspiel oder erhöhter Zuschauerzahl, mal abgesehen von der geringeren Prämienausschüttung usw.
- Wenn es auch schön klingt , dass der Glubb keine Darlehensverbindlichkeiten habe…warum kann man dann nicht auch sagen, er habe GAR KEINE VERBINDLICHKEITEN?? Das hört sich für mich dann immer so an , dass zinsloses, geliehenes Geld noch im Spiel sein könnte.
- Und immernoch habe ich im Hinterkopf, man müsse für diese Saison ca 10 Mio Transferüberschuss erwirtschaften. Das klingt für mich, dass diese Saison finanziell ziemlich übel werden könne…und dann??? Vor allem, wenn ich daran denke, dass diese Saison mit deutlich geringeren Einnahmen gerechnet werden muß! Und die Ausgaben wohl eher steigen….
Aber, wie schon geschrieben, ich habe keine Ahnung, was diese Zahlen ausdrücken. Ich trau nur keiner Statistik, die ich nicht selbst “manipuliert” habe. Aber es bleibt ja immer noch die Hoffnung, dass der Betriebsunfall vielleicht ja doch noch korrigiert werden kann.
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Im Pressespiegel haben wir einen Link jetzt zum Video der Hauptversammlung.
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@KUZ:
Also ich verstehe die “nur” 1,4 Mio. Gewinn so, dass es eigentlich mehr wären… wenn es bilanztechnisch nicht erforderlich gewesen wäre, Rücklagen in Höhe von 1,x Mio. zu bilden (falls Hans Meyer mit seinen Forderungen komplett Recht bekommen würde).
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roth: “bader ist manchmal zu ehrlich, zu menschlch…da muss er noch lernen…für die transferbilanz verdient er ein lob…”
das meinte ich mit bader ist zu weich. und ein lob für die transferbilanz…das sehe ich nicht ganz so wie unser präsident…die leute, die er verkauft hat gingen teilweise unter wert…und kein adäquater ersatz wurde verpflichtet…bsp: zwetschge…
roth: ” was uns fehlt ist eine kampfsau…schönspieler haben wir genug”
treffende aussage, finde ich.
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auf dem platz muss es jetzt krachen…
da nutzt all das gerde nichts…taten wollen wir glubbfans jetzt sehen. ich hoffe, die von mir fast immer verfluchte länderspielpause( arg, ich haße diese wochenenden) hilft uns…
die wirtschaftliche basis ist gelegt, sportlich muss nachgezogen werden.abgerechnet wird am ende…
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@ alexander:
lob für deine arbeit. find es echt toll, dass du und die anderen autoren immer auf dem neusten stand seid. wahnsinn!!!
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Wirtschaftlich stehen wir super da.
Sportlich mehr als miserabel.
Als jahrzehntelanger Club-Fan ist es mir lieber so, als andersherum.
Der sportliche Misserfolg wird aber auf Dauer die wirtschaftliche Gesundheit gefährden. Und dann ist die tolle Basis von 2007 zerstört und wir werden sie uns über viele Jahre wieder hart erarbeiten müssen.
Ich hoffe es klappt mit der schnellen sportlichen Wende. Allein der Glaube fehlt mir.
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Zitat Manu ↑:
Hey, danke!
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bitte, bitte…
jetzt sollen nur die spieler mal so engagiert rackern wie ihr und die wirtschaftliche leitung des glubbs…dann klappts auch wieder…
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Stephan bringt es auf den Punkt!
Dass es jetzt “nur” noch auf dem Platz klappen muss ist ja klar. Aber wie klein ist dieses “nur”? Vor zwei Tagen hatten wir hier im Forum noch Heulen und Zähneklappern, die schlechteste Mannschaft seit 20 Jahren und dazu einen unerfahrenen Trainer der den von mehreren Trainern zerklüfteten Kader nicht so schnell einigen werden kann – kompletter Schnitt in der Mannschaft in der Winterpause.
Und jetzt ist das wieder der letzte kleine Schritt auf dem langen Weg zur kompletten Zufriedenheit? Doch Aufstieg?
Ich hoffe das wird eine schöne Zweitligasaison…
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Zitat Stephan ↑:
Genau das ist zu befürchten.
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Wichtig ist jetzt der sportliche Erfolg.
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Man kann sich auch schnell wieder herunterwirtschaften. Im Augenblick steht der Club nur wirtsvhaftlich einigermaßen gut da. Fällt der sportliche Erfolg aus, dann wird es zappenduster. So wie die Mannschaft zur Zeit auftritt, sehe ich schwarz für die Zukunft. Ich kann nur hoffen, dass gegen Freiburg nun der von den Spielern versprochene Umschwung eingeleitet wird.
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