15. Spieltag: VfL Osnabrück – 1. FC Nürnberg 1:1 (Endstand)
Erste Reaktionen
Dank einer unermüdlichen Energieleistung erkämpfte sich der VfL Osnabrück gegen einen lange führenden 1. FC Nürnberg in der Schlusssekunde ein glückliches, aber keinesfalls unverdientes Remis. Nürnberg hatte das Match im ersten Durchgang über weite Strecken im Griff und schien auch im zweiten Durchgang den nun zwingenderen Angriffen der Hausherren standhalten zu können, ehe Braun in der Nachspielzeit Osnabrücks erste Heimniederlage unter Flutlich seit dem 1. April 2005 verhinderte.
Aus dem Spielbericht bei kicker.de: »Club verpasst dritten Dreier in Folge – Braun rettet die Flutlichtserie«
Spiel
1:1 Ausgleich … So ein Mist! Schäfers Proteste sind vehement, aber wohl nicht berechtigt. Aber das hat sich der Club mal wieder selbst eingebrockt. Da muss man auf das zweite Tor spielen gegen so eine Mannschaft. Der Punkt definitiv zu wenig, auch wenn es am Ende unglücklich ist, so spät einen Ball reinzubekommen. Aber so ist eben Fußball, wenn du meinst du kannst ein 1:0 verwalten. Ich bin dezent sauer und muss das mal sacken lassen. Das war ganz sicher unnötig, die Osnabrücker sollen ja eigentlich vor allem mit sich selbst Probleme gehabt haben. Oh Mann …
Nachspielzeit
87 Minuten vorbei – Riesenchancen für Omodiagbe und dann nach Eckball nochmal verpassen gleich zwei Spieler. Uh uh uh… Noch ein Wechsel für Nürnberg: Goncalves kommt für Judt
85 Minuten vorbei – Gelb für Eigler, Engelhardt kommt für Frantz
80 Minuten gespielt – Chance um Chance jetzt für Osnabrück – vielleicht sollte man doch mehr nach vorne spielen?
Abwarten oder Nachlegen? Ein 1:0 ist immer sehr knapp und eben hatte Sykora aus dem Nichts eine Chance.
65. … ein Schock – das sieht nach einer Verletzung bei Kluge aus … aber Entwarnung.
Zurück im Spiel – Ticker vermelden nichts besonderes, außer dass der Club die wenigen Konter nicht setzen kann.
2. Halbzeit
[Bin mal unterwegs - Zurück in Halbzeit 2]
35 Minuten gespielt und Wessels mit weiteren Unsicherheiten. Osnabrück wohl bemüht um Spielkontrolle und der Club wartet ab. Ob das die richtige Idee ist?
In der 8ten Minuten klingelt es schon im Kasten von Wessels – und der Keeper tat wohl seinen großen Beitrag dazu. Nach harmlosen Schuß von Boakye wehrt Wessels den Ball nach vorne vor die Füße von Kluge ab, der cool einschiebt. So kann es weitergehen!
TOOR! Kluge
5 Minuten gespielt und beide Seiten mit kleinen Chancen, erste Gelbe für Judt.
Anstoß in Osnabrück. MO spielt also doch nach dem klassischen Prinzip “never change a winning team” und lässt Goncalves und Mintal zunächst auf der Bank.
VfL Osnabrück: Wessels – Engel, Omodiagbe, Schuon, Schäfer – Heidrich, Surmann – Marvin Braun, de Wit, Grieneisen – Reichenberger
1. FC Nürnberg: Schäfer – Reinhardt, Maroh, Pinola, Bieler – Perchtold – Judt, Frantz – Kluge – Boakye, Eigler
Vorbericht
Soweit isses nun schon, jetzt wird man schon zu einem Vorbericht “genötigt“, aber so isses eben mit Erwartungen, die man selbst weckt.
Und da sind wir auch schon beim Club, unserem Club. Nach dem Derbysieg und der kämpferisch mindestens ebenso überzeugenden Darbietung davor gegen Ingolstadt hat man Erwartungen geweckt und fährt wohl erstmals seit langem wieder auch ganz offiziell als Favorit zum Tabellen-Fünfzehnten, der zudem derzeit wirklich keinen Lauf hat und auch wenn man die ersten beiden Heimspiele noch positiv gestalten konnte (wenn auch “nur” gegen Mitkonkurrenten gegen den Abstieg, Koblenz und Oberhausen), sprechen nur zwei Punkte aus den letzten drei Heimspielen eine deutliche Sprache.
Doch über die Schwäche der anderen Mannschaft allein wurde noch kein Spiel gewonnen, wenn man nicht eigene Stärke gegensetzen kann. Da macht – noch mehr als die Resultate – ausgerechnet das Resumée des Trainers der Westvorstädter nach dem Derbysieg besonderen Mut. „Der Club hat einfach die ,galligeren’ Spielertypen.“ sagte Möhlmann, und fasste zusammen: »Wir definieren uns eben über technisch guten Fußball.« »Der Club war aggressiver, war uns in den Zweikämpfen überlegen.« … Angekommen in Liga 2, nennt man das wohl. Gerade noch rechtzeitig.
Die neue Mischung passte zuletzt, die sich aber wohl nicht nur aus Strategie, sondern auch aus Not geboren wurde, waren viele verletzt oder gesperrt, der kicker orakelt daher folgerichtig:
1. FC Nürnberg
Schäfer – Reinhardt, Maroh, Pinola, Bieler – Perchtold – Judt, Kluge, Frantz – Eigler, Boakye
Doch da ist ja auch noch ein Mintal, der nach abgesessener Sperre wieder spielberechtigt ist. Kommt er ins Spiel? Gar für den Traumtorschützen Eigler, wie die AZ aufgrund Trainingseindrücken mutmaßt?
Sicher eine berechtigte Überlegung. Die ich wie folgt mal am Taktiktisch schon seit paar Tagen im Kopf hin- und herüberlegte:

Da wäre er nämlich doch, der Platz für Mintal. Ob nämlich mit zwei Stürmern Seite an Seite oder hintereinander, sehe ich nicht als entscheidender Vor- oder Nachteil. Mit den zwei Außen, die entweder offensiver (Frantz/Masmanidis – Breska/Gygax) oder defensiver (Engelhardt – Judt) oder eben je nach Gegner gemischt bestückt werden, hat man den Platz in der Mitte für Mintal, den er braucht. – Kluge macht aus der Not fast die Tugend: Er organisiert nun von weiter hinten das Spiel und bemüht sich zugleich durch aggressive Spielweise um Stabilität in der Rückwärtsbewegung. Ein System, das klappen kann und so mit Eigler/Boakye ja auch schon 2 mal klappte. Wobei ich die Variante Mintal auf dem Reißbrett durchaus noch interessanter finde. Ob dann mal Eigler für Mintal spielt oder Eigler für Boakye oder gar Charisteas vorne den Brecher gibt, ist dann eher eine Frage von Tagesform und Gegner.
Ach ja: Und ich sehe Pino doch eher wieder als Linksverteidiger und der nun wieder spielberechtigte Goncalves als Rückkehrer in die Innenverteidigung. Bieler hat sicher solide gespielt, aber auch nicht überragend. Und Pino in der Mitte kann nur ne Notlösung sein, das hätte auch ins Auge gehen können schon gegen Fürth. Pino soll sich auch lieber auf seiner Stammposition wieder fangen, da brauchen wir ihn dringender, auch perspektivisch.
Es gibt also durchaus Antworten, aus den letzten Entwicklungen. Aber die entscheidende Frage wird wieder mal am Platz entschieden: Heute Nachmittag, Freitag, 18:00 Uhr, in der Osnatel-Arena
Nachtrag: Für Freunde der Zahlen und Statistiken hat der Club mit Opta Sport Daten eine interessante Spielvorschau zusammengestellt (inklusive Positionsgrafiken – Durchschnittlicher Aktionsradius letztes Spiel).
Tags: 2. Liga, News, Vfl+Osnabrück


also ich bin jetzt nicht der profi was die leistung eines jeden einzelnen spielers an geht, aber das was ich so gesehen habe in der laufenden saison, sagt doch ziemlich deutlich das marek bis auf zwei oder drei aktionen nicht mehr diese form hat die er mal hatte. ich glaube nicht das er im moment in der lage ist ein spiel zu ordnen oder zu lenken. er hat viel zu viel eigene defizite oder probleme um die er sich kümmern sollte/muss.
-> zustimmung zu “manu”
@dragotoschi
welche einkäufe? ich glaube kaum, dass da vieles geht und kommt. die leute haben vertrag, warum sollten die (ich meine die von den medien spekulierten abgänge masma, breska)also gehen?
und für lau bekommst du auch keinenen 10er, schon gar nicht in liga 2…
viel wird sich da nicht tun, denke ich…
und mintal ist kult, keine frage…aber er kann dem glubb nur noch als joker helfen. ein spiel lenken und leiten, dass kann er nicht. form hin oder her…die verletzungen (mitttelfußbrüche)haben ihn schwer zugesetzt, leider. ich mag marek, aber seine leistungen waren bisher nicht gut.
risse und reinartz (mittelfeld/außenbahn und iv) wurden schon geholt. da kommt höchstens noch ein stürmer, wenn harry gehen sollte…