Fan-Unterstützung in den Stadien
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Fan-Unterstützung im Allgemeinen und für den Club im Besonderen im Stadion so erlebt. Ist das besser wie früher? Einfach anders? Schlechter geworden?
Wie erlebt ihr das im Frankenstadion oder auch bei Auswärtsspielen?
Also ich finde die gebetsmühlenartig vorgetragenen monotonen Gesänge eher ermüdend für die Spieler. Anfeuerung durch Klatschen und Trommeln ist wohl nicht mehr “in”. Daher empfehle ich dem “echten” Fan mal einen Schnupperkurs beim Handball und Volleyball…
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ich bin kein freund der ultras. aber die findet man heute nun mal in jedem stadion. damit muss man sich abfinden. und auswärts fahren von denen halt auch ziemlich viele. also können sie ihr ding im stadion machen.
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beim frankenderby hatte unser sponsor teambank auf jeden platz eine (wie nennt man das …?) papierratsche zu selbermachen hingelegt. egal, damit konnte man schon krach machen, die meisten haben das auch in diesem sinne genutzt und das hat dann schon spass gemacht und (akustische) wirkung gezeigt. was will ich damit sagen: viel stimmung ist besser als totentanz, aber beide seiten (fans und verein) müsen dazu etwas beitragen. ob es heute schlechter ist als gestern? glaub ich nicht.
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Ich bin generell kein Freund von «inszenierter» Stadion-Atmosphäre in jeder Form, sei es jetzt von Seiten des Vereins oder von Seiten der Ultras.
Ich genieße das viel mehr, wenn da eine spannende Ruhe herrscht (es ist eine verdammt dichte Atmosphäre, wenn 30.000 Leute sich dazu entscheiden zu schweigen) und diese nur hin und wieder durchbrochen wird (stöhnen, schreien, jubeln, zetern), weil auf dem Rasen etwas passiert.
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Zitat Max (Taktikbesprechung) ↑:
na, da kann ich dir dann einen besuch in der allianz arena empfehlen – insbesondere auf der haupttribüne. da herrscht auch immer ruhe.
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war früher dauerkartenbesitzer im 7er und kann jetzt nur noch ab und zu ins stadion, da ich nicht mehr nähe nürberg lebe.
in bezug auf die ultras-bewegung habe ich pro & kontras.
zum einen ist die stimmung meiner meinung nach besser geworden. die korreographien sind tlw. wirklich beeindruckend und ich denke sie wirken sich auch auf die mannschaft aus. man denke nur an das DFB pokal finale. da hat sich viel getan.
allerdings hat man auch das gefühl, das sich die fans nur noch selber inszenieren und sich selbst feiern. die mannschaft als vorwand zur selbstdarstellung.
früher fand meiner meinung nach während eines spiels ein stetiger “stimmungs-austausch” zwischen block und rasen stat. das ist kaum mehr der der fall. egal wie die mannschaft spielt – es wird 90 minuten lang “gefeiert”. da komm ich mir manchmal eher verarscht vor.
trotz allem würde ich die stimmungslage im vergleich zu der zeit, von der ich sprechen kann (1990 – 1996) als besser beschreiben…
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@wolferl – #5: Ich rede von einer spannungsgeladenen (!) Ruhe.
Wegen Ultras: Ich hatte im vergangenen Sommer mal die Gelegenheit, mich mit Dominik Reinhardt etwas länger zu unterhalten (kommt aus meiner Heimatstadt – über spätestens drei Ecken kennt man da jeden) und er hat u.a. auch erzählt, dass ihm und auch dem Großteil der Profifußballer Ultras auf den Sack gehen. Fühlen sich wie die Könige des Vereins und schauen auch gerne mal im Mannschaftshotel vorbei, um die Spielaufstellung diktieren zu wollen – etwas lächerlich…
Dass ich was gegen jede Art der Inszenierung von Fußball habe, hab ich ja schon gesagt. Das Spiel wird doch nicht dadurch besser, wenn Leute dabei singen, ich bitte euch…
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Hallo Leute. Biete euch hier das Buch: Der Zapf und der 1.FCN an, Mit original Unterschrift von Robert Gebhardt, ehemals Trainer vom Club. Er brachte den Fcn damals wiedere in die 1liga. Eine Rararität von 1980. Bei interesse bitte email an : stefanfhmi@hotmail.de
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contra: monotone gesänge… wurden hier ja schon erwähnt. manchmal nervt das ziemlich, ist aber nicht immer so.
pro: die choreographien sind einzigartig und wohl die besten in der ganzen liga. unglaublich was die sich letztes jahr bei jedem uefa-cup spiel haben einfallen lassen. dafür höchste anerkennung.
insgesamt haben wir ein mehr als überdurchschnittliche unterstützung in nürnberg. da sollten wir echt zufrieden sein. und ich denke auch dass es besser als vor 10 jahren ist.
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also ich glaube, dass wir in nürnberg über unsere UN nicht wirklich meckern können. das “gebetsmühlenartige”, wie man den dauersupport wohl auch diskreditiert, hat sich merklich gebessert und besonders seit dieser saison passt das mit dem denken und fühlen des restes der kurve immer besser zusammen. zudem wird nichts wirklich aufdoktriniert. gerade beim derby viel die kurve immer wieder “situationsbezogen” mit ein, das war schon ziemlich nahe an “so soll es sein”.
das “ultrasproblem”, wo eine kleine gruppe sich in szene setzen will und alte strukturen nicht anerkennt (wie es ja angeblich anderswo oft sein soll) stellt sich bei uns gar nicht, da sich UN aus nicht ganz unswesentlichen köpfen der fanszene herausgebildet hat.
wen solche dinge wirklich interessieren, der kann sich doch stets im infoflyer, auf den veranstaltungen (z.b. die letzte im landbierparadies) oder auch den ausführlichen artikeln im ya basta informieren. UN sind alles andere als ein geschlossener exklusiver kreis. dass sie die mannschaftsaufstellung “diktieren” wollen, ist doch ausgemachter blödsinn! es ging in dem von max angesprochenen gespräch wohl um ein treffen von einer fanabordnung (nicht nur ultras!) vor dem bochumspiel, in dem u.a. ein diksussionspunkt war, dass nur spieler auf dem platz stehen sollten, die sich auch für den glubb zerreißen würden (bzw. dass die spieler dies endlich zeigen sollen, wenn dem so wöäre). dem boykott folgte der “fankrieg”, dem fankrieg eine hitzige diskussion im eigenen lager, dann ein zusammenraufen aller “fankräfte” und zu guter letzt die einsicht: vielleicht hätte uns diese “forderung” am ende vor dem abstieg bewahrt? man weiß es nicht.
die herren spieler sollten sich -sollte es denn wirklich äußerungen dieser art von domi gegeben haben- wie sehr auch ihr verhalten (kurz in die kurve zum abkltaschen/abwatschen tänzeln, “weil man das eben so macht” und nicht weil es wirklich was bedeutet) zu einer standardisierung einstmals lieb gewordener rituale geführt hat. wie oft sehen wir denn noch leute (wie im derby eigler), denen man nach einem tor wirklich abnimmt, dass es ihnen eine herzensangelegenheit war und ihnen ein stein vom herzen fällt? einige meinen sogar, der geneigte fan sei blöd genug ihnen abzunehmen, wenn sie mit inbrunst das wappen irgend eines regionalligaclubs küssen und mit den fingern herzchen in die luft malen, nur um ihren berater nach dem spiel anzurufen und zu fragen, wie viele angebote denn nun aus der nächsthöheren liga vorliegen.
leider ist dieses verhalten das “schmiermittel”, um die ware fußball an den geneigten “kunden” zu bringen. wo bitteschön hat die taktische ausrichtung einer dreierkette noch platz, wenn beim warmlaufen irgendwo ne werbebande überrannt wird?
man muss nicht zwingend freund der ultras sein, teilweise kann man dem handeln und tun auch kritisch gegenüber stehen (wobei ich die erfahrung gemacht habe, dass man für konstruktive kritik dort stets ein ohr hat). für mich steht aber auch fest, dass sie neben ihrer rolle im stadion eine nicht ganz unwesentliche rolle bei der wahrung von fanrechten und faninteressen einnehmen und ohne sie schon sehr viel mehr barrieren zugunsten des kommerzes gefallen wären.
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sorry, “viel” im ersten absatz heißt natürlich “fiel”
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alexander, super artikel bei 11 freunde. über ultras.
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Danke, manu!
Ja, das war auch der Hintergrund meiner Frage hier im Blog – war da gerade am schreiben und war froh, dass auf dem Weg manche Anregung noch rein kam, die ich auch aufgenommen habe. Meinen Dank dafür.
hier der Link, wen es interessiert:
http://www.11freunde.de/bundesligen/116161
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@Alexander:
habe gerade durch Zufall Deinen Beitrag auf 11Freunde.de gelesen http://www.11freunde.de...desligen/116161?page=1) und muss sagen, dass er mir zu 99% aus der Seele spricht! Vor allem, da er etwas ausgewogener ist als der mir doch etwas zu einseitige Artikel im 11Freunde-Heft.
Alles in allem scheint hier eine Diskussion angestoßen worden zu sein, die meiner Meinung nach überfällig war.
Ich persönlich bin auch immer etwas hergerissen zwischen genervt sein (20 minütiger Dauergesang ohne Bezug zum Spiel) und absoluter Begeisterung (Choreos und der meiner Meinung nach absolute starke Auswärtssupport).
Mein persönliches Fazit: Ultras sind grds. nicht mehr wegzudenken, allerdings ist es an der Zeit nach einigen Jahren eine Zwischenbilanz zu ziehen und einige berechtigte Kitikpunkte anzunehmen! Ich denke dazu sind sie auch bereit.
Einziger kleiner Kritikpunkt an Deinem Beitrag, und für mich insofern nicht nachvollziehbar (da ich dich auch als kritischen Fan kenne):
Warum kritisiert Du, dass die Ultras der Kommerzialisierung negativ gegenüberstehen und zB. gegen die unsinnigen Anstoßzeiten demonstrieren? Wenn die Ultras das nicht machen würden, der von dir beschriebene “normale” Fan machts sicher nicht!!! (Ich rede aus eigener Erfahrung: auch ich bin einer aus der große Massen, die ohne Ultra zu sein 110% Clubberer sind und den heutigen Fussball kritisch hinterfragen, aber nie auf die Idee kämen eine Sitzblockade etc. durchzuführen).
Ob dieser Protest aus Boykott der eigenen Mannschaft wie beim Duisburgspiel bestehen muss sei mal dahingesellt (meiner Meinung nach war er es nicht)
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@exilclubberer … danke fürs Feedback!
Denke, das eine Prozent schaffen wir auch noch, denn ich bin nicht grundsätzlich gegen solche Aktionen, sondern eben nur dann, wenn sie unpassend sind und zeigen, dass einem die Sache wichtiger ist als das Spiel. Man kann sich auch andere Möglichkeiten und Zeitpunkte aussuchen, als gerade ein wackliges Heimspiel. Dass sie das überhaupt tun, finde ich also richtig, nur nicht das wie (manchmal).
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Dann sind wir ja doch 100% einer Meinung, also quasi clubfans-”united”….:-)
oder juristisch gesprochen: die Ultras verfolgen meistens einen legitimen Zweck, die Mittel sind oftmals geeignet aber manchmal eben nicht das für die Mannschaft mildeste (siehe Duisburg-Spiel)…
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