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Hauptsach gwunna

Dey sind zer bled, die mejn doch a mul a su a dreckigs Ansnull hamforn, wurscht wie!

So der Clubberer VOR einem Arbeitssieg, gerne auch nach Spielen wie ein 0:0 gegen Frankfurt oder wenn man mal wieder mit wehenden Fahnen seine 1:0 Führung durch einen Konter des Gegners im eigenen Stadion verloren hat. Aber NACH einem Arbeitssieg, einem dreckigen 1:0 wie gegen den SV Wehen Wiesbaden, NACH so einem Arbeitssieg ist der Clubberer auf sowas ganz schlecht zu sprechen.

Braucht man nicht drüber reden, das Spiel soll Grotte gewesen sein. Aber mal zu Bedenken gebe: Die Mannschaft war gegen Kaiserslautern nicht so gut, wie sie geschrieben wurde, und gegen Aachen nicht so schlecht, wie sie macht wurde. Und mit einem Tabellenletzten aus Wiesbaden, der nach Aussagen von Wolfgang Frank wohl eine Parole ausgegeben hatte, die beinahe sogar aufgegangen wäre und die Mannschaft vom Trainer entsprechend auch gelobt wurde: “Kompliment an meine Mannschaft, die viele Dinge richtig gemacht hat. Wir haben es geschafft, die Leute hier nervös zu machen, nur das Tor hat gefehlt.”" (Quelle: kicker.de).

Nach Aachen dürften bei so manchem Jungen die Nerven blank gelegen haben. Dann erst mal einen ruhigen Start zu versuchen mit arrivierten Kräften ist legitim, die Jungen dann ins laufende Spiel zu werfen ein gutes taktisches Mittel. Zudem fehlte Frantz bspw. rein verletzungsbedingt, die Rückkehr von Wolf und Pinola erwartet und Judt ist eigentlich auch einer der jungen – die Abkehr des Jungendstils also weniger ein Umdenken als eine situationsbezogene Maßnahme.

Die zum Teil gelesene beißende Kritik emotional also verständlich, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Man brauchte 3 Punkte und hat die 3 Punkte – wir haben eine lange Phase hinter uns, bei der wir drei Punkte verdient gehabt hätten uns leer ausgingen und im Ergebnis auch abstiegen. Da nehm ich die drei Punkte aber diesmal gerne mit, das bringt Ruhe rein, lässt noch die Restchance auf den Aufstieg zu, was auch die Gegner nicht gern zur Kenntnis nehmen, und bringt dir vielleicht zwei wichtige Erkenntnisse (auch in Richtung Gegner): Wir können “dreckig” gewinnen, wenn es sein muss – und wir können nach einem Rückschlag wieder aufstehen.

Ob wir gegen Mainz wieder das Kaiseslautern erleben oder ein “zweites Aachen”, wird sich zeigen. Jedenfalls wird Mainz keine Mannschaft sein, die ähnlich nur auf “Spielverderben” aus sein wird, wie der SV Wehen Wiesbaden, die – auch das muss man mal deutlich sagen – mit dem Rücken zur Wand bei 57% zu 43% Ballbesitz pro Nürnberg und 16:6 Schüsse keinen wirklichen Willen zeigten, von Platz 18 die 4 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Wenn eine Mannschaft nicht mitspielen will, macht ein Spiel selten wirklich Spaß.

Unzufrieden sein darf man, auch und gerade als Fußball-Fan, und das sind wohl alle auch – vor allem der Trainer. Aber dass man immer Arbeit noch VOR sich hat, das sollte einem doch längst klar sein. Wir sind keine Spitzentruppe, aber könnten eine werden. Jedesmal nach Wasserstand die Hälfte der Spieler wieder zu verdammen, wie man das aus den Fan-Stimmen überall immer wieder liest, halte ich für nicht gut.

Wir sind aktuell wahrlich nicht in der Position Schönspielerei zu fordern. Wir sollten gerade auch als Fans mal brav bescheidener werden und auch einen Arbeitssieg annehmen. Oder wenn man auch die Arbeit nicht als lobend hervorheben will, wie auch Michael Oenning “So tüchtig waren wir nicht, Glück haben wir trotzdem gehabt”, traf der Trainer den Nagel nach dem 1:0-Arbeitsssieg gegen Wehen Wiesbaden auf den Kopf.” (Quelle: kicker.de a.a.O.), dann eben die “dreckigen drei Punkten” mitnehmen und auf die bessere Zukunft hoffen, die man sich aber durch vernichtende Kritik nicht selbst verbauen sollte.

     

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Kommentare (10)

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  1. Optimist sagt:

    @ Alexander:

    Du sprichst mir aus der Seele! Jetzt wird endlich mal die Minimalforderung “dreckiger Arbeitssieg” erfüllt und wieder gibt es nur gemaule.
    Mein erster SMS-Kommentar an den Kollegen: “Naja, lieber dreckig gewonnen als garnicht” trifft es doch genau. Da sollten wir auch mal Erleichterung zeigen anstatt immer nur überzogene Kritik, die alles und jeden in Frage stellt.

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  2. Wiese sagt:

    *signed*

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  3. Hörnla sagt:

    Sehe ich haargenau so. Und wenn wir in der vergangenen Saison nur zwei Spiele mehr gehabt hätten, bei denen die Mannschaft ob ihres Spiels (meist auch noch vom Gegner) nicht gelobt und bedauert worden wäre, sondern den einen oder anderen Verriss mehr an der Backe gehabt hätte ob eines unverdienten, eines “dreckigen” Sieges, dann stünden wir heute nicht da, wo wir stehen und hätten wohl in der ersten Liga die Chance zu beweisen, wie spielerisch gut die Mannschaft in Wahrheit ist. So schaut der oft gefordert, der ausgefuchst “clevere”, der Arbeitssieg halt aus. Dazu mal ein Seitenblick in die Erste: Schalke gegen die Bauern, gefühltes Schuss- und Eckenverhältnis 10 Mio zu 1 zu ungunsten der Bayern, Endergebnis: Bayernsieg. Das wird allenthalben als Cleverness und Ausweis von Reife gewertet.

    In den Himmel heben will ich das Wehen-Spiel trotzdem nicht, aber, du lieber Himmel, es sieht doch wahrlich überhaupt nicht danach aus, als ob das nun künftig zur Regel würde. Auch darin bin ich mit Alexander vollkommen einig: die Mainzer werden so ein Spiel überhaupt nicht zustande kommen lassen.

    Abschließend: mir gefallen die Kommentierungen des MO bis dato ausnehmend gut: wenn nach Siegen alle jubeln, dämpft er, wenn nach Niederlagen alle auf die Mannschaft einprügeln, nimmt er in Schutz. So soll ein Trainer gegenüber den Medien agieren.

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  4. KUZ sagt:

    Interessant, was doch eine Statistik so aussagt: 16:6 Torschüsse… ,-)

    Als Besucher im Stadion kann ich noch insoweit differenzieren, dass in der ersten HZ das Torschussverhältnis 1:4 ( zugunsten Wehen!) war. Die statistische Überlegenheit kam erst mit den Jungen zu Stande. 2. Torschuss , Boakye, war ein Roller , der gerade mal die Grundlinie 6m neben dem Tor noch überquerte. Der 3. Schuss war von Risse in der ca 63. Minute! Die erste wirkliche Chance!

    Natürlich hast Du Recht , Alexander, aber ein “dreckiger” Sieg gegen Mainz zeugt von einer anderen Qualität als antriebsloses Pseudogekicke mit “Happy End” gegen einen Tabellenletzten. Es war eine Mannschaft ohne Seele! Und das war das Enttäuschende! Ich benutze den Begriff ” Söldner” sehr ungern. Aber gestern waren Spieler dabei, die diesem Begriff irgendwie sehr nahegekommen sind. Oder war es einfach ” Unfähigkeit” ?? Alibi Fussball. Es waren über 27 000 Zuschauer da und ich kann doch verlangen , dass ein Judt beim Einwurf nicht mit dem ganzen Fuss IM Feld steht. Es ist nur 1 Mal abgepfiffen worden, aber vorher schon REGELMÄSIG genauso gewesen. Es war wie ein Offenbarungseid. Hilflosigkeit pur! Mich reut bisher kein Cent , den ich für diesen Verein ausgegeben habe. Aber wenn Spieler wie Diekmeier oder Risse , die WOLLEN (!!) gegen Spieler, die ” Dienst nach Vorschrift” machen auf der Bank sehe, dann könnte ich mir mit meinem Geld und meiner Zeit wirklich demnächst etwas sinnvolleres vorstellen. Und wenn es nur ” Finger in der Nase spielen” wäre.. ;-)

    Natürlich werde ich mich in die Jubler am Freitag einreihen, wenn diese Spieler in einem weiteren Schweinespiel durch ein irreguläres Tor Mainz und noch vielmehr in Duisburg, Freiburg oder Westvorstadt gewonnen haben werden, aber SO ein Spiel wie gestern will ich nicht mehr sehen. Das übelste Spiel , das ich wohl je gesehen habe. Und ich war auch in den 80ern dabei, als es die schlechteste Bilanz aller Glubbsaisons gegeben hat, aber allein ein Dieter Trunk das Eintrittsgeld wert war.

    Ich verzeihe der Mannschaft viel, auch das gestrige Spiel. Ich glaube an sie. Ich will aber so etwas wie gestern nicht mehr sehen.

    Vielleicht aber versteht mich nur jemand, der die gestrige 1. HZ im Stadion gesehen hat….

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  5. axel sagt:

    irgendwie hab ihr alle recht:
    klar: sieg ist sieg. wunderbar.
    auch klar: wirklich schwache erste halbzeit, mintal, mnari und pino nicht zweitligatauglich.

    ich denke, oe hat sich nach aachen einfach nicht getraut, nochmal die komplette jungspundnummer durchzuziehen. von den alten herren dürfte sich aber gegen wehen der ein oder andere selbst aus dem team gekegelt haben.
    UND DAS IST GUT SO, wie herr wowereit sagen würde…….

    wir werden uns gegen mainz wohl wirklich leichter tun, feulner wird nicht dabei sein und unsere jungen werden brennen. das funzt schon am freitag…….

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  6. @KUZ
    Ich verstehe ja den Unmut und bin wahrhaft einer, der lieber ein Spiel (wie gestern übrigens) Bayer gegen HSV ansieht aus Freude am Fußball, aber was mir nicht passt sind die Unterstellungen. Nur weil man nicht zufrieden ist mit der Leistung muss man doch kein fehlendes WOLLEN unterstellen. Das sind alles so subjektive Sachen, die man aus persönlichen Eindrücken ableitet und die in einer Kritik mündet, die ich unsachlich finde. Als ob ein Juri Judt nicht WOLLTE. Das ist doch Quatsch, sorry, oder gar ein Mintal. Die Jungs wollen alle, da spielt doch kein einziger gegen Trainer, die Kollegen oder gar die Fans.

    Also: Kritik ja, aber sachlich. Meine Meinung.

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  7. Harald sagt:

    @Alexander: Ein Juri Judt wollte vielleicht, aber er kann es einfach nicht. Weder einen Einwurf und erst recht nicht vernünftig Fußballspielen. Das Spiel gegen Aachen kann man jugendlicher Unerfahrenheit zuschreiben, aber das Spiel gestern ist nicht zu entschuldigen. Wenn man in der 43 Minute den ersten Torschuss (der mindestens 4 Meter daneben ging) gegen den Tabellenletzten macht, muss sich der Zuschauer im Stadion und der Zuschauer am Fernsehen fragen, was will diese Mannschaft am Ende der Saison erreichen.
    Man kann mal einen schlechten Tag haben, aber wenn ich dann sehe was ein Judt, Mnari, Pinola und Mintal während der 90 Minuten leisten, fehlen mir die Worte. Das einzig postive ist wirklich nur das Ergebnis und nach einen solchen Fußballspiel, braucht sich ein Trainer
    nicht schützend vor seine Mannschaft stellen, sondern sie der berechtigten Kritik der Fans
    aussetzen.

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  8. bernd sagt:

    Ich war gestern auch im Stadion, was KUZ beschreibt ist auch richtig. Bei aktuellen Nationalspielern bzw. Ex-Nationalspielern kann man mehr erwarten, Jaouhar Mnari und Daniel Gygax waren Schatten Ihrer selbst. Ein Juri Judt war in der Defensive O.K, aber offensiv hilf- und ideenlos.
    Die erste nennenswerte Chance hatten wir nach über 60 Spielminuten zu bejubeln, bei der auch der erste Eckball!!!!!! heraussprang.
    Hätte MO die Jungen Risse und Diekmeier nicht eingewechselt, hätte unsere Mannschaft auch nach 180 Spielminuten wahrscheinlich keine richtige Chance herausgespielt.
    Lieber schaue ich talentierten Spielern zu, die auch noch Verantwortung und ihr Herz in die Hand nehmen.Denen verzeihe ich auch ein Spiel wie in Aachen.

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  9. maggi sagt:

    okay…nach dem 0:2 von lautern…am freitag gegen mainz vorlegen und das 6 punktespiel einfach mal gewinnen.
    und sollten die anderen alle unentschieden spielen.
    mei wer denkt dann noch an das `dreckige ` 1:0 gegen nen underdog?
    diese saison werden noch viele punkte vergeben und ich glaub zwar nicht mehr an mnari und gygax, aber risse macht doch dampf, wolf is back, maroh macht nen guten job, judt habt ihr zu hart angegangen, pino hat endlich mal wieder nen doppelpass gespielt..und marek wird auch noch treffen. ich glaub an die mannschaft!
    freiburg wird auch noch federn lassen! und an clubfans-united…ohne eure seite wäre ich verloren in berlin!

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  10. Clubberer sagt:

    Das Spiel gegen Wiesbaden sollte man genauso schnell abhaken wie gegen Aachen. Hier hat man wenigstens noch 3 Punkt mitgenommen, die wichtig waren!
    Zuhause kann man aber von Beginn an viel offensiver und mutiger spielen und dem Gegner zeigen, wer Herr auf dem Platz ist.
    Vor allem mit dem 12. Mann im Rücken!
    Zuhause sollten sie so spielen wie gegen Lautern!

    Leider fehlt gegen Mainz Eigler, aber dafür sind Franz und Bunjaku wieder fit!
    Hoffentlich ist Kluge dann auch wieder in form, dann holen wir zuhause die 3 Punkte gegen Mainz! Schließlich ist Mainz auch ein Aufstiegskonkurrent. Da muß es eigentlich zuhause einen 3er geben.

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