Vom guten Gefühl es selbst in der Hand zu haben

Wenn etwas zum Greifen nahe ist, hat man es noch nicht in der Hand, aber es in der Hand zu haben (oder auf dem Fuß) bedeutet nicht, dass es auch schon in der Tasche ist. [Kleines Wortspiel zur Lage des Clubs]
Der Club hat es in der Hand den Aufstieg zu realisieren. Was kaum noch einer nach der bitteren Pleite in der Hinrunde auf St. Pauli inkl. roter Karte für Mintal für möglich gehalten hätte, ist heute wahr: Allein der Club ist jetzt Herr seines Schicksals – kein anderer muss verlieren, kein Gegner muss patzen. Gewinnt der Club seine Spiele, dann steigt er auf. Wahrscheinlich sogar direkt, im Zweifel über die Relegation – und auch dort bestimmt er ja das Ergebnis im Wesentlichen entscheidend mit.
Üblicherweise setzt in so einer Konstellation beim Club-Anhang nun ein spontaner Paradigmenwechsel ein: Eben noch alles schwarz gemalt, so schwenkt man mit dem Sprung auf Platz 3 um in nackte Panik. Panik als Verlustangst. Die Angst davor jetzt – typisch Club eben – wieder alles zu vergeigen. Auf der Zielgeraden den Lucky Punch zu fangen, also den Glückstreffer des Gegners, obwohl man schon wie der sichere Sieger nach Punkten dastand. Doch derzeit sieht das beim Club ganz anders aus.
Es ist ein Hauch von Angriffslust zu spüren, bei Spielern, Verantwortlichen und Fans. Man wirkt wie der Jäger, der nach vielen persönlichen Niederlagen auf dem Weg dahin, wo man jetzt ist, endlich die Beute gestellt hat und sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen wird, zu beenden was man anfing.
Keine Frage, der Club hat eine schlechte Saison hinter sich, aber offenbar stimmt jetzt die Mischung, die Oenning und Hermann angerührt haben. Und offenbar macht es die Mischung und nicht allein die Zutaten. Denn obwohl das Duo immer wieder umdisponieren muss, ein Kluge kaum trainieren kann, ein Gygax und Frantz immer wieder durch Verletzungen passen müssen und ein Wolf gar komplett wieder ausfällt, wirkt der Club wie aus einem Guss. Da mögen so manche Fans noch so viele individuelle Personalfragen kritisch kommentieren – die einen Mintal schon abschrieben und jetzt wieder vom Phantom schwärmen -, jetzt passt der Anzug, die Stürmer treffen und das im richtigen Moment, die Abwehr steht und das Mittelfeld hat die Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden.
Sieben Spiele bietet noch die reguläre Saison, zu Hause gegen Pauli vor der Nase, dann in Frankfurt, gegen Ingolstadt, in der Westvorstadt, gegen Osnabrück, in Rostock und zum Finale kommen die 60er nach Nürnberg. Kein Zuckerschlecken, aber machbar.
Aber auch Mainz hat ein machbares Restprogramm: Rot-Weiss Ahlen (H), FC Ingolstadt 04 (A), TuS Koblenz (H), FC St. Pauli (A), FSV Frankfurt (H), Westvorstadt (A) und Rot-Weiß Oberhausen (H).
Und das ist das von Freiburg: FC Ingolstadt 04 (H), FC St. Pauli (A), FSV Frankfurt (H), TuS Koblenz (A), Westvorstadt (H), Rot-Weiß Oberhausen (A) und 1. FC Kaiserslautern (H).
Richten wir also den Blick nur nach oben, sehen wir drei ähnliche Aufgaben mit zwei markanten Überschneidungen: Alle drei spielen noch gegen die Westvorstadt und gegen St. Pauli, diese Spiele könnten und werden wohl, wie schon damals im letzten Orakel in Richtung Vorstadt zusammengesponnen, den Aufstieg unter normalen Umständen entscheiden. Dass die Westvorstadt dabei eigene Aufstiegsambitionen von aktuell Platz 4 haben könnte, gewönne man gegen alle drei vor ihnen, mag berechtigt sein – allein es fehlt einem der Glaube. Eher greift Lautern noch mit ein, doch die müssen zum Finale nach Freiburg und haben Spiele in München, in Rostock, in Aachen und eben in Freiburg vor der Nase, plus ein schweres Heimspiel gegen Duisburg, die sich ja auch noch Hoffnung machen.
Freiburg sollte mit dem Sieg gegen Mainz und mit 6 Punkten vorne durch sein. Mainz aber dürfte die Panik bekommen, die einen überkommt, wenn man eben etwas schon zum Greifen nahe hatte. Aber auch sie sind die Herren ihres eigenen Schicksals. Vielleicht ist hier die Position des Clubs, eben als Jäger auf den letzten Metern erst auf Touren gekommen zu sein, gegenüber Mainz ein entscheidender psychischer Vorteil für den Club.
Aber – auch das wissen und betonen die Verantwortlichen zu Recht – im Fußball kann vieles ganz schnell anders laufen als gedacht: Ein individueller Fehler zum falschen Zeitpunkt, eine Fehlentscheidung, eine Verletzung, eine rote Karte – ein kleiner Knacks und die einen sind obenauf und die anderen fallen durch. Das kann passieren, aber Hoffnung, solche Rückschläge wegstecken zu können, darf sich der Club machen, denn: Man hatte schon seine Krise und weiß, wie man wieder aufsteht, man ist aktuell nicht auf Einzelspieler fixiert, dominiert seine Spiele aus der Deckung (aus dem American Football: Offense wins games, Defense wins Championship), hat eine Hierarchie um etablierte Spieler wie Mintal, Kluge, Pinola und Schäfer gefunden, die sich durch das ganze Feld zieht, und hungrige junge Spieler, die in der Mischung aus Leichtigkeit und Ehrgeiz den Unterschied machen können.
Keine Frage, es sieht gut aus und es scheint so, als habe der Verein, die Mannschaft und auch die Fans richtig Lust auf diesen Endspurt, auf das Finale. Das Spiel gegen 1860 ist bereits ausverkauft, St. Pauli wird es wohl werden, die Westvorstadt winkt in Sachen Tickets schon lange ab und Ingolstadt und Osnabrück würde ich mir als Fan vor Ort auch nicht entgehen lassen. Und das Spiel in Frankfurt wird eine kleine Völkerwanderung werden, da bin ich mir sicher.
Mögen die Spiele beginnen.
Ja, die Mannschaft hat es selbst in der Hand. Sie hat sich durch vier Siege in Folge in eine aussichtsreiche Ausgangsposition katapultiert. Jetzt muss sie auf der Zielgerade den Sack zumachen. Hoffen wir, dass sie nervenstark genug ist, um in den anstehenden Endspielen zu bestehen.
Jetzt erst mal gegen St. Pauli drei Punkte einfahren. Ein Selbstläufer wird das nicht, aber es gibt keinen Grund zur Verzagtheit.
Mann wär das toll, wenn wir nach eineinhalb Jahren von Pleiten, Pech und Pannen am Ende dieser Saison mal wieder so richtig feiern dürften…
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es wäre grandios.
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Sieht echt gut aus, man mag es kaum glauben.
Hab heute mal die letzten 20 Minuten beim Training vorbeigeschaut:
Gygax scheint wieder ok zu sein. Kluge hat gefehlt. Beim Training von Flanke und Torschuß konnte mal wieder Mintals tolle Schußtechnik bewundern, da kommt leider sonst keiner dran im Moment. Beim direkten Freistoß über die Mauer konnte man sehen dass es da eigentlich keinen herausragenden Schützen gibt.
Unterm Strich denke ich dass uns im Endspurt der noch ungebremste Ehrgeiz der jungen Spieler helfen wird, die zocken nicht, die geben einfach immer Vollgas.
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Ich bleibe beim Schwarzmalen, mein Schwarz ist aber mittlerweile etwas grünstichig. ;o)
Am Sonntag gegen Pauli bin ich endlich mal wieder draussen und kann dann auch schön live bezeugen den Unterschied zum damaligen Auswärtsspiel am Millerntor, welches damals eigentlich auch unglücklich mit 1:0 verloren ging (sauberer Schuß vom Masmanidis ging leider um Zentimeter an der “Gambel” vorbei).
Sicherlich hat sich die Mannschaft seitdem “gefunden” wie es so schön heisst und einige Spieler von damals bieten auch bessere Leistungen. Mittlerweile hat der Glubb auch wieder etwas Glück (Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden, Anfangsphase Oberhausen), aber nach wie vor haben wir Lücken im Kader positionell (Alternativen im Angriff) und vom Können her (Kopfballstärke, ALLE Standards). Aber endlich sind neue Spieler auch erfolgreich und echte Verstärkungen (Alle Jungen bis auf Judt).
Ich bin nach wie vor Skeptisch und nicht vom Aufstieg überzeugt, lasse mich aber natürlich nur allzugerne Überraschen und schaue halt von Spiel zu Spiel!
Am Sonntag müssen wir wieder gewinnen.
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Wie Alexander ja schon geschrieben hat, haben wir – der Glubb – es selbst in der Hand. Das hätte sicherlich vor einigen Wochen keiner von uns mehr erwartet. Die letzten sieben Spiele werden sicherlich kein Zuckerschlecken. Und auch wenn die Mannschaft spielerisch her vielleicht manchmal noch nicht ganz ausgereift scheint, so kann über Kampf und Siegeswillen alles möglich sein. Die Chemie in der Mannschaft und im Umfeld stimmt. Und das stimmt mich persönlich sehr positiv. Auch wenn ich leider selbst nicht mehr live im Stadion meinen Teil dazu beitragen kann. Jedoch muss ja die weibliche Garde unter den Fans wieder für Nachwuchs beim FCN sorgen.
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Wenn ich mir so das Restprogramm ansehe´, dann ähnelt sich das ziemlich bei den drei oben stehenden Vereinen. Und das Zünglein an der Waage könnten die Fürther sein, die können noch gegen alle da oben Punkte sammeln (… oder verlieren).
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Klasse! Mainz hat zuhause nur 0:0 gespielt!
D.h. morgen können wir mit einem Sieg an den Mainzern vorbei auf Platz 2 kommen!!
SIEG!!!
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hmmm, wenn ich mir das Restprogramm so ansehe, sehe ich da noch einen ganz großen Stolperstein für die Langwasser-Kigger:-)…
WELCOME TO FÜRTH –
HOMETOWN OF REAL FOOTBALL!
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