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Das war die Aufstiegssaison 2008/09 – Teil 4: Wann kommt der große Knall?

Aufstieg
 
Wo waren wir? Mit 13 Punkten aus 10 Spielen irgendwo zwischen Hoffen und Bangen. Mit Oenning war zumindest die Trainerfrage geklärt, jetzt hieß es nach “dem Lauf” zu suchen, den man aber irgendwie seit 2 Jahren suchte und nie fand, auch als noch ein Koller, Galasek und Misimovic am Platze standen. Jetzt hießen die Kandidaten eben Eigler, Kluge und Perchtold.

Der nächste auf der abzuarbeitenden Liste hieß: FC St. Pauli. Der 11. Spieltag und es ging nach Hamburg. St. Pauli war “gut drauf” und so kam, was man sich schon so schön schöngeredet hat, also die Sache mit dem Lauf, doch nicht zu Stande, denn der Club verlor mit 1:0. Zwar gab es am Ende noch bisschen Pech mit Lattenschuß, aber unter dem Strich auch noch verdient verloren und da irgendwie alles nichts half, brannten einige Sicherungen durch – ausgerechnet bei Marek, dem so ruhigen Zeitgenossen Mintal, und das böse Wort “Nachtreten”. Verloren und jetzt auch noch ohne Mintal, das konnte ja nur noch heiterer werden.

Man blieb sprachlos, sogar den Fanbeauftragten wollte keiner mehr was fragen, was auch, schließlich lag es ja am wenigstens an den Fans. Ob die Entwicklung beim Club nun dennoch im Aufschwung sich befand und St. Pauli nur ein Rückschlag war oder das ganze nur das berühmte “die Dynamisierung des Abwärtstrends konnte entschleunigt werden”, blieb eine Frage der Sichtweise, und was man sah und sehen wollte, war gerade bei den Fans nun ziemlich umstritten und so manche Nerven lagen blank.

Wie gut, dass dann ein Abstiegskandidat daher kam und das auch noch ins heimische Stadion. FSV Frankfurt, die sollte man ja noch packen, so wie Oberhausen. 35.000 Zuschauer waren im Frankenstadion am frühen Abend aufgebrochen um diesen 12. Spieltag zu sehen. “Endstand: 0:0 – Jetzt bin ich mal auf die nächsten Tage gespannt …” und dazu noch der nächste Rot-Sünder, Goncalves sah die Ampelkarte. Es war nun endlich mal an der Zeit die rosa Brille in die Tonne zu treten und Tacheles zu reden – und was man unter dem Strich feststellen musste, nicht nur ob der Ergebnisse sondern gerade in Anbetracht der gezeigten Leistung, die zu selbigen führte, war schlicht und ergreifend eine Bankrott-Erklärung. Die Kernpunkte der Kritik: Resistent gegen Trainer, Ohne spielerisches Konzept, Mannschaft ist disziplinlos und nervenschwach, Keine Hierarchie und Kein Plan, wie es besser werden soll. Der Schnitt war wohl bisher nicht tief genug, es musste richtig was geändert werden.

Eine Aussicht auf Besserung gibt es nicht. Es gibt dafür schlicht kein vernünftiges Argument mehr. Derzeit bleibt nur eine Hoffnung, dass der Schnitt kommt – schnell, hart und präzise. Die Handelnden müssen nicht mal Angst haben Porzellan dabei zu zerschlagen. Seit 12 Spielen wissen wir anschaulich, dass es keine zarten Pflänzchen gibt, die man nicht zertreten darf. Dieser Acker muss erst mal umgegraben werden. Je schneller, desto besser!

Aber was half alles jammern, der Zug fuhr ja weiter und es blieb erstmal nur “Gute Fahrt” zu wünschen. Kein Trost war da im Übrigen, dass alle drei Absteiger sich als “Trio mit 14 Fäusten” im Kollektiv sich nicht mit Ruhm bekleckerte und sich auf den Plätzen 10 bis 13 wiederfanden. Und gerade durfte Pagelsdorf seine Hütchen in Rostock zum letzten mal einsammeln.

Doch auch beim Club rumpelte es hinter den Kulissen, denn der alte Patriarch aus dem Teppich-Off ließ nun über seine Kuriere Botschaften fallen, die für so manchen Unheil bedeuten könnten. Kommt jetzt der große, als der ganz große Knall?

Fortsetzung folgt

     

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Kommentare (1)

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  1. Woschdsubbn sagt:

    Um Himmels willen. War das damals ein Drama. Wir sind bester Laune und hochkonzentriert durch Karteln und gestärkt durch 5l Fässchen im ICE nach Altona gebraust und haben St. Pauli so richtig schön genossen. Leider haben auch die lustigen Bekanntschaften in der St. Pauli Fankneipe oder die überaus nette Begrüssung durch den Millerntor-Stadionsprecher (zwar Zwangsversteigerte Doppelhaushälften statt der “Legende” als Musik) nix gebracht: Das Spiel war nix. Maximal zwei bis drei Glückschancen fürn Glubb und Pauli hätte durchaus mind. 3:0 gewinnen können. Dann dachten wir, nach dem bescheidenen Heimspiel gegen Duisburg, konnte der Glubb daheim nimmer schlechter spielen. Aber wie üblich, ist bei unserem Glubb immer irgendwie alles möglich: Ich kann mich nicht erinnern, jemals vorher ein schlechteres Fußballspiel überhaupt ansehen zu müssen. Das war nicht mal unterirdisch, das war ein so dermaßen großer Grottenkick, daß mir heute noch die Spucke wegbleibt, wenn ich dran denke. Da waren sogar Freundschaftsspiele unserer Nationalelf gegen z.B. eine 1:0 Niederlage gegen Albanien richtig interessante Straßenfeger dagegen. Hoffentlich bleibt uns sowas zukünftig erspart. Schon unglaublich, daß wir dennoch den Aufstieg geschafft haben, oder?

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