11Freunde Sonderausgabe Saison 2009/10

Alle Jahre wieder … freut sich der Fussballfan auf die neue Saison. Und ein untrügliches Zeichen dafür, dass es bald wieder losgeht, ist das Erscheinen der Bundesliga-Sonderhefte. Früher allein deshalb ein Muss, weil man sonst kaum Chancen hatte sich mit Informationen über Alter, Größe und Stationen im Lebensweg der Profis zu versorgen, in Zeiten des Internet mit fussballdaten.de, Wikipedia & Co. ist dies aber obsolet und es wird zugleich offenbar, dass mit Erscheinen die Ausgabe quasi schon wieder Schnee von gestern ist.
Wohltuend ist dagegen das 11Freunde-Sonderheft, denn es gibt sich schon gar nicht die Mühe seitenweise Tabellen und Zahlen auszuspulen, sondern mixt nach redaktioneller Laune Zitate, Interviewfragmente, Wissenswertes und Amüsantes. Dass im redaktionellen Teil dieses mal ein langes Oenning-Interview zu finden ist, wird den Clubfan freuen.
Im auch dieses Jahr wieder beiliegenden Booklet sind neben den wichtigsten Infos für Stadiongänger (daher auch im handlichen Pocket-Format) wieder der gemeine Fan wichtiger Bestandteil der Ausgabe – und für den FCN hat man uns wieder befragt und wir dürfen den Club vertreten – wir freuen uns und sehen das als große Ehre. Das Lob der 11Freunde-Redaktion “die wohl wichtigste Anlaufstelle für Clubfans im Netz” ging runter wie Butter.
Hier bei Interesse unsere Antworten auf die 11Freunde-Fragen zum Nachlesen:
_ Wie wird die Saison?
Erstklassig! Und das ist schon mal der wichtigste Unterschied zum letzten Jahr.
_ Zufrieden mit der letzten?
Im Ergebnis ja, auch wenn man sich die Schleife „2. Liga“ gern erspart hätte. Aber um den seit 2 Jahren notwendigen Veränderungsprozess (auch in den Köpfen der ewigen Bestandswahrer) durchsetzen zu können, brauchte man wohl so eine einschneidende Erfahrung.
_ Ein unvergesslicher Moment der letzten Spielzeit?
Vielleicht das 1:0 von Eigler im Rückspiel der Relegation – da wusste dann auch der letzte Skeptiker: Jetzt haben wir es wirklich in der Tasche!
_ Und der schlimmste?
Wenn man die Verletzungen von Wolf ausnimmt, dann das Spiel gegen Kaiserslautern am zweiten Spieltag. Ein sportlicher Offenbarungseid – und das vor laufender Kamera am Montagabend.
_ Welche Schlagzeile würdest Du in der kommenden Saison am liebsten verfassen?
»Der FCN: Gekommen um zu bleiben!«
_ Wenn Real nochmal 93 Millionen ausgeben würde, welchen Spieler deiner Mannschaft würdest Du empfehlen? Und warum?
Das mal vorweg: Ablösesummen in dieser Höhe sprengen jedes Maß und jede Vernunft! Rein sportlich gesehen könnte Dennis Diekmeier mal einer werden für die ganz großen Clubs, denn dynamischen Außenverteidigern seiner Güte gehört die Zukunft. [Nicht abgedruckt: Mintal hätte auch das Zeug für ein großes Team, aber um Mintal muss man ein Spiel herum aufbauen und das tun große Teams nur selten und nicht für einen 31-Jährigen, der zudem die letzten Jahre oft verletzt war. Bliebe noch Charisteas, den viele Clubfans großen Clubs wirklich gern empfehlen möchten.]
_ Tod und Hass (zumindest aber latente Abneigung):
Latent sollte man sich mit der Westvorstadt gar nicht groß beschäftigen, dafür bietet die ‚baurische‘ Hauptstadt auch genug Rivalitätspotenzial, das man endlich wieder in der gleichen Liga ausleben kann.
_ Dein Lieblingsplatz im Stadion?
Nahe dran, aber nicht mitten drin. Am besten Gegentribüne neben den Fanblocks.
[Nicht abgedruckt: _ Wie gefällt dir das neue Trikot?
Darauf warten wir ja noch gespannt – wobei der ‚spannende‘ Hauptsponsor auf der Brust ja nicht jedermanns Sache zum Flanieren in der Öffentlichkeit ist. Aber solange man sich an traditionellen Vorlagen hält, ist mit Schwarz und Rot ein ansprechendes neues Heimtrikot zu erwarten.]
_ Deine ewige Elf?
Sicher gäbe es in zeitlosen Traditionsmannschaften auch andere Kandidaten, aber das ist meine ewige Elf meiner Zeit:
Andreas Köpke – Horacio Javier Pinola, Lubos Kubik, Thomas Brunner, Stefan Reuter – Reinhold Hintermaier, Tomás Galásek, Hans Dorfner – Marek Mintal – Sergio Zarate, Sasa Ciric
[Nicht abgedruckt: _ Die nächste Saison ist für mich gerettet, wenn...
… wir frühzeitig 40 Punkte haben und man bis dahin das Konzept „jung, deutsch, hungrig“ (kombiniert mit erfahrenen, starken nationalen und internationalen Leistungsträgern) nicht(!) schon wieder über den Haufen geworfen, bei der ersten kleinen Krise den Trainer gefeuert und zur Winterpause die Ersatzbänke der anderen Konkurrenten leergekauft hat.]
_ Mein größter Albtraum ist…
… festzustellen, dass die Mannschaft nicht in Ansätzen Bundesliga-tauglich wäre. Aber dann zwick ich mich und bin wieder wach.
_ Die Meisterschale hält in den Händen:
Der VfB Stuttgart, wenn man die Gomez-Millionen sinnvoll in Qualität investiert.
[Nicht abgedruckt: _ Fußball ist...
… ein Stück Lebensqualität. Und wenn man sich Bambinis und Nachwuchskicker ansieht, zeigt sich die fast ideale Kombination aus Sport und Gesellschaft. Denn Fußball verbindet, schafft Gemeinsinn, macht riesig Spaß es zu spielen oder auch nur zuzusehen und überbrückt mühelos alle gesellschaftlichen und sozialen Barrieren.]
[Meta-Info: »Clubfans United« ist ein Gemeinschaftsprojekt unter dem Motto „Von Fans für Fans“ von Stefan Helmer und Alexander Endl, unterstützt von Gastautoren und freiwilligen Unterstützern. Der Blog blickt auf eine bis 1995 zurückreichende Internetvergangenheit zurück und ist seit 2008 unter der Domain www.clubfans-united.de zu erreichen. Dem Blog angeschlossen ist ein Forum für weitergehenden Meinungsaustausch. Clubfans-United.de wird als offizieller Fanclub beim 1. FC Nürnberg geführt.]
P.S. Dieses Jahr übrigens – soweit gesehen – deutlich sauberer recherchiert (im Gegensatz zur letzten Ausgabe). Und auch “Bayerns bestes Blog” ist diesmal zum besten Blog der Batzis geworden – Kleinigkeiten, sicher, aber die machens ja auch aus. Und die netten Worte bei selbigen Blog zum “besten Platz im Stadion” sind auch gut angekommen.
_ Deine ewige Elf?
Sicher gäbe es in zeitlosen Traditionsmannschaften auch andere Kandidaten, aber das ist die ewige Elf meiner Zeit:
Andreas Köpke – Horacio Javier Pinola, Lubos Kubik, Thomas Brunner, Stefan Reuter – Reinhold Hintermaier, Tomás Galásek – Hans Dorfner – Marek Mintal – Sergio Zarate – Sasa Ciric
…ein Traditionsteam im modernen 4-2-3-1, einzig Kubik ist mir da nicht mehr so geläufig. Auf der Ersatzbank nehmen sicherlich noch Andi Wolf und Dieter Eckstein Platz und Raphael Schäfer darf den Ersatztorwart geben… (?)
Gefällt mir
0
Ich mach hier mal ein wenig Werbung…wer das Heft gewinnen will, der kann das bei mir tun. 5 Exemplare haben mir die 11Freunde zur Verlosung zur Verfügung gestellt und die wollen natürlich raus. Alles weitere findet ihr hier: http://www.soccer-warri...undesliga-sonderhefts/
Sorry für die Werbung, aber die Heftchen wollen unters Volk gebracht werden!
Gefällt mir
0
Über die taktische Aufstellung hab ich mir in der Tat Gedanken gemacht.
Aber dann dachte ich: Muss man ja nicht so ganz akribisch betreiben.
Aber wenn, dann wäre es in der Tat entweder ein 4-2-3-1 oder ein 4-2-2-2 à la Barca oder – woran ich am ehesten dachte, ein 4-1-2-1-2 (da müssten dann viele Positionsverschiebungen im Spiel folgen, vor allem von den beiden Mittelfeldakteuren Dorfner und Hintermaier und die Außenverteidiger sehr hoch stehen.
Auf der Bank ganz sicher Wolf, Eckstein, Schäfer und auch Driller vielleicht. Und den Wagner und Wiesinger gabs ja auch noch. Hach, wenn man da mal anfängt…
Gefällt mir
0
Eckstein war besser als Zarate! Daran kann es keinen Zweifel geben!
Ich sage damit nicht, dass Zarate nicht gut war. Zarate war gut, zweifelsohne. Aber Eckstein war besser. Eckstein war der beste Club-Stürmer der letzten 25 Jahre! Der beste Club-Stürmer seit Strehl!
Wenn man ein FCN-Dreamteam der letzten 25 Jahre aufstellt, muss Eckstein dabei sein. Und zwar unter den ersten elf!
Es ist ein Affront, Eckstein auf die Bank zu setzen. Und wenn’s dann ans Einwechseln geht, kommt wahrscheinlich eher noch Driller als Eckstein!
Nein, nein Freunde! So geht das nicht!
Gefällt mir
0
Eckstein war sicher einer der Allerbesten, aber in meiner Formation ist Ciric ein Muss und Eckstein UND Ciric geht nicht.
Gefällt mir
0
Eckstein ist im Sturm als Nr. 1 zu setzen. Dann erst kommen die anderen…
Im Sturm geht Eckstein und Zarate – und es geht auch Eckstein und Ciric, schließlich ist ja Eckstein und Andersen, der ein ähnlicher Spielertyp war wie Ciric, auch gegangen.
Noch einmal: Eckstein ist der beste Club-Stürmer seit Strehl! Er hat sich mehrmals große Verdienste um den 1. FC Nürnberg erworben. Allein schon deshalb ist er im Sturm zu setzen!
Gefällt mir
0
nö, belschanov, sehe ich nicht so klar wie du.
Alle drei haben nie mehr als 15 Buden in einer Saison gemacht, Eckstein war halt “Mr. Club”, eine absolute Identifikationsfigur, aber ich erinner mich auch noch an genug Fahrkarten von ihm (ich mein mich zu erinnern, wie er freistehend 5 Meter vor dem Tor über das Spielgerät holzte und beim Rückschwung des Beins den Ball “klärte”). Zarate brachte eine ganz neue Qualität zum FCN, schnell, dribbelstark, immer gefährlich. Und Ciric hätte – wäre er nicht so “sesshaft” in seiner Schweiz gesessen und wäre erst mit 31 auf der großen Fußballbühne erschienen – ein ganz großer geworden. Der machte aus dem Nichts Tore, ein Schlitzohr, Goalgetter und dazu mit einem unglaublich sympathischen Wesen. Ciric hätte das Zeug gehabt ein ganz ganz Großer zu werden, wäre er bei einer großen Mannschaft früher aufgeschlagen. Die drei sind sportlich für mich mindestens Augenhöhe – in punkto Identifikationsfaktor ist sicher Eckstein vor Ciric und Sergio.
Gefällt mir
0
Mensch da macht ja das alleinige Lesen der Kommentare schon Spaß. Macht ruhig weiter
Für mich, als einen der die Geschichte des Clubs nicht ERLEBT hat, sind solche Diskussionen besonders Wertvoll.
Danke. Und nun weiter so :-p
Gefällt mir
0
Dem kann ich mich nur anschließen! Da merkt man halt, wie jung man noch ist und dass man doch einiges verpasst hat…
Gefällt mir
0
Ich denke für mich wäre der Sturm auch eher Eckstein und Zarate, Ciric war vielleicht der letzte Knipser den wir hatten, aber für mich zu klar “Strafraumstürmer”, außerdem gehörte Eckstein einfach zur legendären 85er Jungmannschaft.
Vielleicht kommt jetzt mit dem neuen Jugendkonzept wieder etwas ähnliches nach, aber bessere Einzelspieler wie Reuter (der jetzt als sportlicher Leiter bei Hamburg im Gespräch ist, schade dass er nicht wieder zu uns kommt), Dorfner, Grahammer … hatten wir in den letzten 30 Jahren keine. Schon schade, dass man solche Leute nicht halten kann …
Gefällt mir
0
Als Torhüter gehört, mit Verlaub, in meinen Augen Rudi Kargus eher als zweiter Mann auf die Ersatzbank als Raphael Schäfer. Kratzt, wenn ich mich an seine beste Zeit erinnere, sogar an Andi Köpke.
Und wenn du den Sturm als Einheit siehst, musst du Eckstein und Zarate nehmen – sorry Sasa. Aber mit Eckes und Sergio lief das Spiel ganz anders, da wäre ein Knipser wie Ciric fehl am Platze gewesen, denn die beiden konnten geschwindigkeitsmäßig jede Abwehr der BuLi versägen (ich erinnere mich an Otto Rehagels gequälten Kommentar: “Heute haben uns die Langhaarigen auseinandergenommen.”) Eingedenk dessen: Auch ein Alain Sutter müsste bei mir in die Mannschaft. Aber kann man dann einen Dorfner rausnehmen? Eigentlich nicht. Oder gar Mintal? Dreimal nedd. Es bleibt schwierig!!!
Gefällt mir
0
Genau so isses!!
Gefällt mir
0
@ Hörnla
Rudi Kargus war halt in seiner Glanzzeit beim HSV, gehört eher dort in die Traditionself. Ich sehe ihn weniger als Clubberer als Köpke und Schäfer. Qualitätsmäßig hast Du aber natürlich recht.
Gefällt mir
0
Aber vergesst mir auch den Darius Kampa nicht, der war auch 6 Jahre beim Club und eigentlich sogar vor Schäfer gesetzt, wenn sich dann nicht alle Parteien verzockt hätten und das für Kampa einen echten Karriereknick bedeutet hätte, was ihn ziemlich “ankotzte“.
Der hätte mal einer werden können und war in Nürnberg eigentlich auch schon einer.
Gefällt mir
0
Mein FCN-Dreamteam der letzten 25 Jahre:
Köpke – Th. Brunner, A. Wolf, Giske, Pinola – Dorfner – Reuter, Mintal, M. Wagner – Zarate (Ciric), Eckstein
Dorfner auf der 6er-Position ist nicht ideal, aber aufgrund seiner Klasse gehört er in die erste Elf. Und über Mintal diskutiere ich genauso wenig wie über Eckstein.
Gefällt mir
0
Nun gut es gibt in diesem Text auch noch ein paar andere Inhalte. Sogar welche, bei denen ich mitreden kann
.
Ich finde es äußerst interessant, dass wir hier als DIE Internetplattform für Clubfans gelten. Erst das Interview von Alexander im Rasenschachblog, dann hier im 11Freunde-Heft. Außerdem werden wir auf der Clubseite unter den Links als “Informationsplattform für alle Cluberer” bezeichnet. Dafür erst mal ein digges Lob. (Natürlich soll das kein Selbstlob sein, denn meine Tätigkeit begann erst nach dem einfahren dieses ruhmreichen Titels)
Gefällt mir
0
@ belschanov
genau, auch Giske gehört da rein, einer der ganz großen Defensiven des Club! Den sehe ich vor Kubik! Und über Mintal diskutiert niemand, er ist unantastbar!
Gefällt mir
0
Jaja, Anders Giske, den gabs auch noch. Aber dann muss man in der Defensive auch Dieter Lieberwirth nennen, wenn wir von den 80ern und 90ern bis heute sprechen – und Horst Weyerich! Marco Kurz nicht zu vergessen.
Aber Lubos Kubik – das war für mich ein Hammer (nicht nur wegen seiner Freistöße)!
Gefällt mir
0
Natürlich muss Eckstein dabei sein!
Gefällt mir
0
Man merkt deutlich, dass sich hier ” Grünschnäbel” über die Glubbhistorie unterhalten
. Aber ZEITLOS??
Mal ein Versuch:
Heiner Stuhlfauth- Ferdinand Wenauer- Dr.Hans Kalb- Zapf Gebhardt- Steff Reuter- Kurt Geinzer- Maxl Morlock- Reinhold Hintermaier- Dieter Nüssing-Sergio Zarate- Dieter Eckstein
Also ein All-Time-Team ohne Morlock, Stuhlfauth, Kalb, Nüssing & besonders Kurt Geinzer KANN gar net sein…
)
Taktisch gesehen eine richtig gute Mannschaft. Vor allem mit einem AV Dieter Eckstein in einer Rolle wie Dieckmeier…
Gefällt mir
0
@ KUZ
Wo ist Mintal? Ein Team ohne Mintal kann nicht zeitlos sein!
@ Alexander
Horst Weyerich ist eigentlich auch ein Muss für das “Grünschnabel-Team”. Immerhin einer der großen Typen, ein echter Nürnberger, der nie (stimmt das ?) wo anders als beim Club gespielt hat….einfach Kult
Gefällt mir
0
@ Optimist: Marek ist ein Härtefall. Auf gleicher ( Legenden) Ebene wie der Dieter Nüssing.Nur hat der Dieter ca 30 Jahre Fan-Verehrung voraus. Sprechen wir in 20 Jahren nochmals darüber…
Weyerich ging vom Glubb ( allerdings gezwungenermasen ) geradewegs zur WESTVORSTADT!!!!!
Gefällt mir
0
Oh, das wusste ich nicht mehr. Kann dort aber keine große Rolle mehr gespielt haben (weil die keine große Rolle gespielt haben). Gegangen ist er nach der Revolte, vielleicht war das eine Trotzreaktion, sozusagen als größtmögliche Vergeltung
Gefällt mir
0
hallo ich versuchs ma
Gefällt mir
0
@KUZ
Bei aller Sympathie für deine Aufstellung, in der du Eckes seinen wohlverdienten Ehrenplatz gewährst, bin ich der Meinung, dass wir uns bei der “Berufung” der Spieler auf die letzten 25 Jahre beschränken sollten.
Übrigens: Dass Eckes in deiner Aufstellung “AV” spielt, kann ich nicht erkennen. Ich bitte um Aufklärung…
Gefällt mir
0
@Belschanov: Sowas nennt man ” taktische” Verwirrung( eines Gegners)
In meiner Aufstellung fehlt einer hinten links. Der einzige echte linke Flügelspieler ist Eckes. Sowohl der Reini als auch der Max als auch der Kurt müssen und sollen das ganze Feld beackern, während Reuter die rechte Seite abdeckt. Dieter , der alte Kämpe, und die Zaubermaus kann man nicht einengen….also bleibt nur einer übrig. Übrigens eine in den 70er Jahren durchaus übliche Massnahme. Ein Bittlmayer fing auch als Flügelflitzer an, um später den ” Dieckmeier” zu machen…
Interessant finde ich die Definition der Ewigkeit schon.So gesehen lebe ich schon 2 Ewigkeiten.Ich sollte mir da mal wohl Gedanken machen…
Übrigens bitte ich das Forum, am Samstag der Mannschaft des Glubbs beim 3. offiziellen ” KICKER-Forumsturnier” die Daumen zu drücken, zu dem auch ich morgen in die Nähe von Frankfurt aufbreche. Unser Ziel ist der erste Titel ( nach einem 2. und 5. Platz) Dass wir dabei die Bazis besiegen wollen & müssen, ist ja wohl Ehrensache…
@Optimist: Nee, bald danach tingelte er dann in den unteren Ligen. Ein Riesentalent war er, der aber den Sinn des Lebens eher in sozialen Bereichen sah. Leider für den Sport, aber ,ich glaube, ganz gut für ihn.
Gefällt mir
0
@ KUZ
Zu Marek muss ich trotzdem nochmal nachhaken: Mag sein, dass andere dem Marek jahrzehntelange Heldenverehrung voraus haben (das ist der Fluch der späten Geburt), aber ich würde jede Wette eingehen, dass Marek in 20 Jahren eine DER großen Legenden des Glubb ist:
Wer sonst war 3 mal (bisher…) Torschützenkönig, hat einen Pokalsieg (mit Torerfolg und Verletzung) vorzuweisen, hat eine vergleichbare Leidensgeschichte, hat so eine starke Identifikation mit dem Glubb und den Fans, ist unantastbar schon zu aktiven Zeiten…
Und die eher unauffällige Spielweise (das Phantom eben) ist um so mehr geeignet, einer Legende Futter zu geben, denn man wird sich immer an die großartigen Erfolge in Verbindung mit der “Romantik” des Phantoms erinnern und nicht an die schwächeren Spiele als er seine Form suchte, in denen er mal nur unauffällig und ohne Torerfolg war. Solche Spiele haben alle großen Spieler in ihrem Repertoire, aber darüber spricht später niemand mehr.
Ich würde sogar so weit gehen, dass Marek unbedingt in dem ewigen Club-All-Star-Team stehen muss, und das das auch in 20 Jahren so gesehen werden wird, bin ich mir sicher.
Gefällt mir
0
@KUZ:
Aha, so ist das gedacht. Du bist ja ein Fuchs.
Bin mir sicher, dass du beim Kicker-Forumsturnier deinen Teamkameraden die richtigen taktischen Anweisungen gibst…
@Optimist:
Deine Bewertung Mintals teile ich voll und ganz. Aber Eckstein im Allstar-Team auf die Bank zu verbannen, ist ein dicker Hund!
Gefällt mir
0
@belschanov:
so ganz stimmt das mit Eckes nicht, denn ich habe ja noch kein eigenes Team ins Rennen geschickt. Ich habe lediglich bemerkt, dass er bei Alexander fehlt. Aber wenn ich so herausgefordert werde, dann gibts halt auch mein Team zur Diskussion:
Köpke – Pino, Giske, Brunner (Wolf), Reuter – Hintermaier – Dorfner, Zarate – Mintal – Eckstein, Ciric
Als taktische Variante könnte auch Weyerich in einem defensiver ausgerichteten Mittelfeld agieren (auf Kosten von Ciric im Sturm, dessen Platz vorne von Zarate eingenommen wird, oder auf Kosten von Zarate).
Ich würde sagen, diese Mannschaft (optimale Form aller beteiligten angenommen) würde auch heute noch in der BuLi bestehen und spielt um einen UEFA-Platz mit!
Gefällt mir
0
Nun, ich glaube, Kargus (war ja glaub ich sogar mal Kapitän) war so viel Clubberer, wie man als Hanseat überhaupt sein kann, oder?
Im Ernst: ich finde, du machst hier einen wichtigen Punkt – der aber einer ebenso wichtigen Ergänzung bedarf: viele Spieler konnten gar keine “Clubberer”, so wie wir das, denke ich – identischerweise – begreifen, werden, da der Verein sich gerade wieder selbst verschuldet an den Rand des Abgrunds manövriert hatte und so alles verkaufen musste, wofür irgendjemand bereit war überhaupt Geld auf den Tisch zu legen. Für mich ist Sutter so ein typischer Fall – der hat seine größte Zeit beim Club (plus ein Jahr Freiburg) gehabt und sich hier offenbar auch äußerst wohl gefühlt (im Gegensatz zur Zeit bei den Bauern). Verscherbelt, verscheuert, erledigt: Hauptsache jemand zahlt überhaupt noch dafür. Aber ich bin ihm allein schon dankbar für Sätze wie die Antwort auf eine eher dämliche Reporterfrage, wie er sich denn fühle vor dem entscheidenden Spiel, Angst o. ä.: “Es ist doch schön, wenn es um was geht.” Dieses irgendwie unbekümmerte Selbstbewusstein hätte ich mir oft viel mehr beim Club gewünscht – und das ist in meinen Augen die Nachtseite, der berühmten und (viel zu) oft zitierten “Leidensfähigkeit” der Clubfans. Manchmal frage ich mich, ob wir mit unserer Antizipation und nachfolgenden Duldung des schlimmstmöglichen Ausgangs nicht selbsterfüllende Prophezeiungen erzeugen. Ein wenig mehr breite Brust und “Wir sind wir”-Einstellung wäre vielleicht ab und an gesünder. Unter Meyer schien da ein großer Schritt dahin getan, dass man den Club (und seine Anhänger) endlich wieder respektiert und nicht bemitleidet – unabhängig vom Ausgang: als ein ähnlicher mentaler Aufbruch fällt mir spontan lediglich die Zeit unter Arie Haan ein.
Als Auswechselstürmer überlege ich mir im übrigen gerade, ob man nicht dem Dieter Trunk eine Chance geben sollte.
Wer sitzt bei euch im übrigen auf der Bank? Ich denke, ich werde mich für Höher entscheiden, obgleich ich auch den Entenmo (wo ist die Tilde überm o auf der Tastatur .-) ) dort gerne sähe ob seiner überragenden und völlig unüblich gewordenen Identifizierung mit dem Club. Oder vielleicht doch den Hans? Es bleibt (weiterhin) schwierig.
Allerdings gestehe ich, dass ich mir über die eigentlichen “Unsterblichen” des Club-Pantheon kein Urteil erlaube und erlauben darf, denn deren Zeit habe ich weder miterlebt, noch kann ich sie im Urteil in Beziehung setzen zu der Zeit, in der ich selbst aktiv am Club Anteil genommen habe. Natürlich erscheinen einem diejenigen größer und wichtiger, die näher an der Gegenwart sind – Ausnahme: die von der eigenen Erinnerung Vergoldeten – man schaue sich nur mal die Liste der “größten Deutschen” und deren Bias Richtung Gegenwart an. Aber: ein Morlock zum Beispiel müsste natürlich “auf ewig” gesetzt sein, denn derartige Klasse plus menschliche Größe und Bescheidenheit, das wird nur alle Jubeldezennien mal gebaut. Dann ist dieser Sturmplatz aber erstmal dicht. Und so ginge es dann halt weiter. Das Gegenwärtige würde somit, in einer Art Reaktion auf die sonst übliche Neigung hin zur Gegenwart, geradezu entwertet, denn das All-Star-Team stünde ein für alle mal in Stein gemeißelt fest. Wer kann denn in der Fama beschworene gefühlte 1000 Meisterschaften zu Anfang des 20. Jahrhunderts noch toppen? Derartige Ver-Stein-erungen sind in der Regel aber ungesund und blockierend. Insofern bin ich belschanovs Vorschlag sehr zugeneigt, sich auf die letzten soundsoviel Jahre zu beschränken.
By the way: @belschanov Ich habe nun bereits einen ganzen Tag überlegt – und denke inzwischen allen Ernstes an die nicht aufzuteilende Trias Sutter – Eckstein – Zarate.
Gefällt mir
0
@Optimist:
Ja, über diese Formation ließe sich reden. Im 4-4-2 könnte man Eckes auch auf der linken Mittelfeldposition spielen lassen und Zarate ganz vorne.
Dass die Aufstellung in Eintrag 1 ein reines Zitat ist, habe ich nicht erkannt…
Gefällt mir
0
Sehe ich auch so. Vor allem, wenn man die Rahmenbedingungen bedenkt…
Gefällt mir
0
1. Kleine Korrektur:
Er war einer der Revoluzzer, die die Entlassung Heimz Höhers forderten, das Training boykottierten und deswegen wegen Arbeitsverweigerung fristlos gekündigt wurden (neben Rudi Kargus übrigens).
Die Saison 84/85 ist immer noch eine meiner Lieblingssaisons, und die Sause, die in Nürnberg nach dem eigentlich unerwarteten Aufstieg am Ende abging, übertraf die nach dem Pokalsieg noch um einiges.
2. Eckes MUSS in’s Team!
3. Es ist eine herrliche Diskussion hier, aber ob Spieler aus unterschiedlichen Generationen zusammen funktionieren würden ist eine andere und sehr theoretische Frage. Vor 20, 30 Jahren wurde ganz anderer Fußball gespielt. Der von mir auch sehr geschätzte Horst Weyerich hätte heute kaum noch eine Chance, er war wohl einer der letzten genialen “Standfußballer” und galt als ausgesprochen trainingsfaul. Außerdem traf man in doch sehr regelmäßig am Freitag Abend vor einem Spiel in seiner Lieblingskneipe, wo er die Frage “Horsdi, grigsd nu aans?” nur allzugern bejahte. Eigentlich schade, dass es solche Spieler heute nicht mehr gibt.
Gefällt mir
0
Die Edith schon wieder!
Das Zitat war von Optimist und bezog sich auf Horst Weyerich natürlich.
Gefällt mir
0
Und Tom Brunner! Trotzdem einer der Treuesten der Treuen der alte Oberpflälzer. Kargus wäre neben Brunner im übrigen der gewesen, den man noch am ehesten “begnadigt” hätte, denn die Leistung stimmte ja im großen und ganzen. Was man vom Rest der Revoluzzer nicht unbedingt sagen konnte. Aber angeblich hat Höher diese Reaktion ja auch provoziert, um die entscheidende Veränderung der Mannschaft endlich einläuten zu können. Was ohne das Verhalten der betroffenen Spieler nicht gegangen wäre – das normale Drehbuch wäre auch so gewesen, dass der Trainer hätte gehen müssen.
Wobei ich zu Anfang der letzten Saison wirklich dachte: Déjà-vu? Kann das wirklich sein??? Doch wie bei Höher ja auch bei Oenning die richtige Entscheidung getroffen, Lob sei der damaligen wie heutigen Vereinsführung!
Gefällt mir
0
Genau! Das ist der Punkt. Man kann das nur subjektiv sehen und jeder Versuch da etwas aufzurechnen und verdiente Meriten einfließen zu lassen, muss scheitern. Auch ein Beckenbauer oder Schuster hätte heute einen schweren Stand – andererseits weiss man nicht, wie sie gespielt hätten, hätten sie in der heutigen Zeit trainiert. Oder die oft zitierten charakterlichen Züge eines Morlock hätten den Versuchungen von heute erst mal Stand halten müssen, wenn ihnen mit 19 oder 20 ein Berater von der großen weiten Welt, Ruhm und Reichtum vorgeschwärmt hätte.
Und daher:
Nö! Muss er gar nicht. Weil ich den Eckes eben nie so überragend gesehen habe, wie das hier beschrieben wird. Die Zeit als er ein junger Wilder war, hab ich nur aus dem Augenwinkel verfolgt, als ich genau hingeguckt habe, war Eckes kein “junger wilder” mehr sondern ein solider deutscher Stürmer, der zwischen Frankfurt und Nürnberg mit mäßigem Erfolg pendelte und nach ein paar weiteren mittelprächtigen Jahren mit 10 bzw. 12 Toren dann vereinsrettend für eine damals Fabelsumme (die manche als Sanierungs-Geschenk aus Schalke ansahen) nach Gelesenkirchen ging um dort nach nur 4 Toren in 30 Spielen nach Mannheim in die 2. Liga wechselte um dort noch 1 Tor in 21 Spielen zu erzielen.
Der Eckes ist ein absoluter Sympathieträger und in den 84 bis 88 ein großer Hoffnungsträger des Clubs gewesen (mit sogar 7 Nationalmannschaftseinsätzen), aber aus dem Blick “meiner” Clubzeit ist er ganz sicher kein MUSS.
Gefällt mir
0
Das ist sicherlich richtig. Wie ebenso auf den Punkt trifft:
Sicherlich war bei den 54ern ein anderer Rahmen da, sprich: ein bestimmtes Verhalten der Spieler wurde gesellschaftlich erwartet und für gut geheißen und wenn man dem entsprach hatte man seinen Frieden mit dem Umfeld und der Nation. Irgendjemand hat mal (sorry, Quelle habe ich nicht parat) in Bezug auf die Angebote aus dem Ausland gesagt: “Der Fritz ist nicht gegangen, also ist keiner gegangen.” Doch selbst innerhalb dieses Rahmens wird Morlocks Bescheidenheit und nobler Charakter von den Zeitgenossen hervorgehoben, und das sagt in meinen Augen schon etwas aus.
Dass es so müßig wie sinnlos ist, das auf die heutige Zeit übertragen zu wollen, hat Alexander am Beispiel anderer Spieler ja selbst klargestellt und das war, denke ich, auch niemands Absicht.
Zumal man in einem solchen Falle schon auch ebendieser erwähnte Rahmen der “guten alten Zeit” – immerhin wird unter Historikern 1954 ja als das eigentliche mentale Gründungsdatum der BRD gesehen – problematisiert werden müsste. Was ist das denn für eine Einstellung, die sich der Begegnung mit dem Ausland, mit anderen Kulturen, Denk- und Spielweisen verweigert? Ich hätte, eben weil die 54er so wichtig für das ganze Land waren, gerade ihnen gegönnt, für die Zeit nach dem Fußball während ihrer aktiven Zeit ordentlich Geld zu verdienen und die (Kultur-)Erfahrungen mitnehmen zu können, die dieser Beruf bieten kann und konnte – vor allem, wenn man diese möglichen Erfahrungen mit denen vergleicht, die einem gewöhnlichen Arbeitnehmer in den 1950ern zur Verfügung standen.
Wenn man mal, spaßeshalber, den Advocatus Diaboli macht, eine Haltung anders beleuchtet, die unfähig macht, sich mal mehr als 100 Meter von Heim und Herd und vertrautem Milieu wegzubewegen, und die schließlich in die Tristesse kleinbürgerlicher Post-Fußballer-Existenz mündet – bei einem solchen Perspektivwechsel sieht manche unhinterfragte Biographie plötzlich anders aus. Damit eines klar ist: das ist weder meine Meinung noch ist es meine Absicht, noblen und ehrlichen und in vielen Fällen bewunderungswürdigen Menschen an den Karren zu fahren. Allein: die ewige Gegenüberstellung Ehrliche Haut damals – ekliger Fußballsöldner heute ist mir in vielen Fällen denn doch zu einfach.
Gefällt mir
0
Doch, eben darum ist er ein Muss: denn für die Aufstellung eines Nostalgieteams zählt eben nicht nur das Können allein, sondern auch der Sympathiewert, die Identifikation, die Verbundenheit. Ginge es nach Können allein, müsste auch ein Misimovic ins Team, wobei wir uns sicherlich einig sind, dass das mangels Identifikation und aufgrund der Söldnermentalität ein No-Go ist.
Gefällt mir
0
@Alexander:
Ich will das Thema Eckes nicht bis in alle Ewigkeit diskutieren, aber eine Anmerkung sei schon noch erlaubt.
Er hat Nürnberg Richtung Frankfurt verlassen, weil ihn in Nürnberg ein schwerer Schicksalschlag ereilt hat, nämlich der Tod seines kleinen Sohnes. Das hat ihn aus der Bahn geworfen und danach war er nur noch Durchschnitt, da gebe ich Dir recht. Aber vorher war er nicht zu ersetzen.
Gefällt mir
0
Misimovic hat in seiner Zeit beim Club Leistungen ohne Fehl und Tadel erbracht und danach, wie das jeder andere Arbeitnehmer auch tun würde, den in die Krise gestürzten Arbeitgeber verlassen, als ihm ein besseres Angebot vorgelegt wurde, das ihm die Möglichkeit persönlicher Weiterentwicklung bot. Wie sein nunmehr Ex-Arbeitgeber mit Mitarbeitern umging, die ebenfalls ihre Leistung erbracht hatten und bereit gewesen wären zu bleiben, hat er am Falle Tomas Galasek sehen können. An Misimovics Verhalten ist somit nichts auszusetzen – weder hat er den Club oder seine Verantwortlichen über seine Pläne im Unklaren gelassen, noch hat er irgendjemand mit falschen Treueschwüren vollgesülzt und heimlich mit anderen verhandelt.
Gefällt mir
0
Das war ja beileibe noch nicht alles – Eckes hat Unglück für zwei Leben gehabt (Haus abgebrannt, schwere Krankheit usw. usf.) Das hätte auch andere aus der (Karriere)Bahn katapultiert.
Gefällt mir
0
@Optimist
Dass Misimovic nicht dabei ist liegt sicher daran, dass seine Saison bei uns eine der traurigsten überhaupt war. Ein Abstieg ist bei uns ja immer drin, dass aber diese Mannschaft um Misimovic, Galasek, Mnari, Pinola, Saenko, Wolf, … abgestiegen ist, war schon ein Schlag ins Kontor. Ein Spieler, der nur diese Saison in Nürnberg war, kann niemals in einem All-Star Team erscheinen.
Trotzdem halte ich die Aussage “Söldner” für nicht ok, bei seinem “Können” ist einfach klar, dass er keine 2. Liga spielt und dass wir ihn auch nicht hätten bezahlen können in Liga 2, also warum jemand auf Grund dieser Tatsache Söldnermentalität vorwerfen?
Er ist gegangen und gut, aber lassen wir doch dieses Stereotyp “Söldnertum” in einer Profiwelt Fussball.
Gefällt mir
0
Objektiv gesehen hast Du recht, aber er ist halt kein “Clubberer” und damit für die Mannschaft nicht “qualifiziert”. Und keine Identifikation und Söldnermentalität zu haben heisst ja nicht, dass man seinen Arbeitgeber verarschen muss. Man kann seine Lohnarbeit ja trotzdem zur Zufriedenheit aller erledigen. Aber eine rein opportunistische Denke muss ich ihm schon unterstellen. Ausserdem hat er am Ende zwar seinen Job gemacht, aber auch nicht mehr und da wäre m.E. durchaus noch Luft nach oben gewesen.
Gefällt mir
0
@ Armin
Er war halt schon weg, lange bevor der Abstieg endgültig besiegelt war. Da hätte er danach ja auch noch Zeit gehabt. Mir kommt es halt so vor, dass er rechtzeitig seine Schäfchen ins trockene bringen wollte. Vielleicht ist das Wort “Söldner” tatsächlich ein wenig zu negativ belegt; vielleicht trifft es der Begriff “Lohnarbeiter” oder “Arbeitnehmer” einfach besser.
Gefällt mir
0
Kann dir schon wieder nicht zustimmen: immerhin hat er Mintal verdrängt – schon vergessen? Wieviel Luft nach oben hättste denn gern?
Gefällt mir
0
@ Hörnla: na die Luft, die er in Wolfsburg dann offensichtlich noch hatte
Nein, im Ernst, einige (nicht nur ich) hatte das Gefühl, dass er in den letzten Spielen nicht mehr richtig bei der Sache war. Mintal war in dieser Saison auch nicht wirklich der Maßstab, denn er war ja auch nicht in Bestform. Schon allein, wenn man sich auf den Fahrten zum Spiel im Mannschaftsbus mit der künftigen Karriereplanung befasst, ständig seinen Berater am Handy hat (wurde mir so glaubhaft berichtet); da sollte doch der Fokus eher auf dem kommenden Spiel liegen. Er war da aber auch nicht der Einzige, zu seiner Entlastung.
…weil Pino und Wolf gezeigt haben, dass es auch anders geht. Wobei Pino sogar seine internationale Karriere geopfert hat. Misimovic wäre sicher auch in Liga 2 Kapitän der Nationalmannschaft geblieben, da hätte er nichts “riskiert”. Ob man ihn bezahlen hätte können, ist eine andere Sache…
Gefällt mir
0
ok ok ok … ich sehs ja ein und der Eckstein gehört in so eine Elf (und wenn es ne Zwölf werden muss oder wir mit ner Dreierkette spielen) … aber allein aus emotionalen Gründen sollte der da auftauchen, wenn man über die 80er bis heute spricht. Und was Eckstein im Leben aller wiederfahren ist, das ist einfach schlimm und allein auch deshalb mal von Nuancen abgesehen, der Sasa macht sich sicher auch gut auf der Bank und kommt als Joker.
Vor kurzem hatte man hier in Hessen mal “Hessens beliebteste Fußballer” wählen lassen, dass dabei Grabowski vorne lag, war keine Überraschung, aber dann gings schon los wie wir hier ja auch diskutieren: Warum Grabowski und nicht Körbel? Der Möller soweit hinten? Der Völler auf drei, der ist doch eher 60er oder Bremer (sportlich) – und warum ein Nuber, also ein Idol wie Morlock, nur auf der 9?
Aber vielleicht sollten wir mal so ein Voting machen, so “unter uns” per Umfrage, so von Position zu Position und dann eine All-Star-Team bilden? Interesse? Kandidaten können wir ja vorab im Forum sammeln?
Gefällt mir
0
@Optimist
Also bei aller Liebe, für Pino gab es wohl eine Anfrage von LEV, aber die waren wohl nicht bereit die geforderten 5 MIO auf den Tisch des Hauses zu blättern. Dies lag natürlich auch an der schlechten Saison, die Pino gespielt hat. Und Wolf ist noch weit von der Klasse eines Misimovic entfernt.
Ich befürchte da vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Dazu kommt, dass beide auch durch den Pokalsieg sicher eine andere Verbindung zum Club haben und hatten als Misimovic, der sich schlicht sagen musste, dass er sich mit dem Wechsel zum FCN “verwechselt” hat. Das sollte ja eigentlich ein Aufstieg sein und dann wurde es ein “Abstieg”. Kein Wunder, dass er schnell wieder weg wollte, oder?
Gefällt mir
0
@Alexander
Könnte schon Spaß machen, aber jetzt sind wir doch fast schon in der Saison, vielleicht sollten wir uns das für die langen Winternächte vornehmen, sprich die Winterpause
Gefällt mir
0
@Armin
ja, klar, das unterstützt doch meine Meinung nur: Was als Trittbrettfahren nach dem Pokalsieg mit UEFA-Cup-Spielen gedacht war, ging nach hinten los, also schnell wieder weg. Ihm hat beim Club nicht der Verein, die Stadt oder sonstwas gefallen, sondern nur die Aussicht, Stammspieler im internationalen Geschäft zu werden und sich mit dieser Mannschaft im oberen Tabellendrittel zu etablieren (was ja angesichts des Personals ein naheliegender Schluss gewesen wäre). Das kann man ihm ja auch nicht verdenken und ist ihm auch nicht zu verübeln, aber es zeigt doch, worum es ging: ausschließlich um ihn selbst.
Der Wechsel nach Wolfsburg (man fragte sich: warum gerade Wolfsburg, eine Mannschaft ohne Gesicht und Tradition?) passt auch ins Bild. Er ist zugegebenermaßen sehr clever und hat großen Fußballsachverstand bewiesen, denn er hat sich genau die Mannschaft herausgesucht, die seinen Zwecken am besten dient: Es war Wolfburg im Vorfeld anzusehen, dass sie mindestens ins internationale Geschäft schnuppern würden und dass er einen Stammplatz haben würde, nachdem Macelinho abgebaut hatte und wegging. Das wäre bei Hamburg, Bremen, Bauern oder sonstigen Anwärtern schwieriger gewesen. Dass dabei sogar die Meisterschaft raussprang: meinen Respekt.
Ich meine das eigentlich auch gar nicht so negativ, wie es klingt, wenn ich Söldnermentalität sage. Aber er zeigt keinerlei Verbundenheit zu seinen Arbeitgebern, er ist kein Clubberer, kein Wolfsburger, kein Bochumer, er ist Misimovic. Wenn er überhaupt eine emotionale Bindung zu einem Verein hätte, dann wohl zu den Bauern, seiner Heimatstadt und seinem Ausbildungsverein.
Er ist der moderne Profi, der da spielt, wo es für ihn am besten ist. Das ist OK so und sehr professionell, aber in unsere Herzen spielen sich Leute wie Mintal, Wolf, Pino und Eckes.
Gefällt mir
0
@Optimist … die Frage muss gestellt werden: Ist denn das, was du da als Ideal definierst, nicht längst verklärte Fußball-Romantik?
Mag sein, dass ein Mintal in der Tat eine der großen Ausnahmen ist, aber auch das muss man ja mal die letzten Jahre Revue passieren lassen, das war z.T. ja nicht freiwillig, da spielten Verletzungen und geplatzte Transferanfragen etc. mit rein.
Wenn du heute ein Profi-Sportler bist, musst du vor allem mal nach dir selbst schauen, denn der Verein lässt dich genauso schnell fallen wie eine heiße Kartoffel, wenn du nicht mehr ins Konzept des Trainers passt oder die “Vision” des Vereins. Beispiele gefällig? Nikl und Galasek – ganz aus der jüngsten Vergangenheit. Eben waren sie noch Integrationsfiguren und Helden, dann gibts keinen Vertrag mehr und ab ins Altenteil oder ausgemustert in der 2ten Mannschaft.
Oder auch seitens der Fans. Eben noch ein Liebling der Massen, dann schlägt der Wind schnell um. Auch einen Pinola wollten – daran mag ich nur mal erinnern – Anfang letzter Saison als es nicht so lief einige Fans davonjagen, hieß es auch “Söldner” und “er ließe sich hängen” und “sei nur sauer weil der Verein ihn nicht gehen ließ”. Oder auch – Hört! Hört! – Mintal, auch den haben allein in den letzten 12 Monaten schon diverse Fans aussortiert und abgeschoben. Tja, heute ist er wieder “unantastbar”, was das morgen bedeutet?
Am Erfolg wirst du gemessen, die Romantik der früheren Tage ist vorbei. Aus der Elf des Pokalsiegers steht kaum noch einer überhaupt im Kader. Ausgetauscht und durchsortiert. Ein Kießling wurde (natürlich) bei einem guten Angebot schnell verkauft. Ein Misimovic und Saenko wollten ja nicht nur gehen, sie sollten auch gehen um die Löcher in den Kassen zu stopfen. Ein Koller wurde wie ein Volkstribun empfangen und als er es auch nicht alleine richten konnte nur für seine alte Zuneigung (eben das was der Fan ja fordert) zu den BVB-Fans aufs übelste öffentlich demontiert.
So gern ich das alles hätte, so wie du es beschreibst lieber Optimist, so sehe ich doch die Realität eine andere. Sicher nicht bei jedem gleich ausgeprägt und manche machen daraus ein großes Schauspiel (wie Jones bei der Eintracht, sagt man ihm nach), aber wenn das große Angebot kommt, dann wird keiner bleiben – und wenn du mal zu lange außer Form bist (siehe Reinhardt, Dominik) wirst du von den Fans verrissen und mit Schimpf und Schande vom Hof gejagd (man möge da die einschlägigen Foren gern studieren).
Das ist die Realität, da muss man den Profis nun wirklich keinen Vorwurf machen, wenn sie zuerst an sich denken. Die Fans tun das nämlich auch, genauso wie der Verein.
Gefällt mir
0
Leute mir ist der Grundtenor ein weig zu negativ, es geht doch nicht darum, ob man an sich denkt oder an den Verein oder die Stadt, wobei ich die Stadt nicht wirklich verstehe.
Natürlich geht es heute für die Spieler darum gutes Geld zu verdienen und für Vereine darum für ihr knappes (oder weniger knappes) Geld eine gute Mannschaft zu stellen. Profifussball ist Geschäft und das ist auch nichts schlechtes.
Und ich denke die alten Zeiten waren auch nicht soviel besser. Natürlich sind Spieler eher bei ihren Heimatvereinen geblieben, aber war das wirklich Wille, oder nur fehlende Möglichkeit?
Nein ich sehne keine andere Zeit zurück. Und ich will keine Vergleiche mit anderen Zeiten aufstellen, was besser und was schlechter war.
Ist ein Arbeitnehmer besser, der sein ganzes Berufsleben bei einer Firma verbracht hat oder ein anderer, der auch mal die Chance genutzt hat ins Ausland zu gehen, neue Städte, Länder, Menschen kennen zu lernen? Sind neue Erfahrungen nicht auch ein Wert? Und auch der Wille Erfolg zu haben, international zu spielen ist doch keine Schande.
Gefällt mir
0
Ich konnte die interessante Debatte heute Nachmittag nicht mitverfolgen, deshalb möchte ich zum Thema “Eckstein”, das hier eigentlich schon abgeschlossen ist, noch was nachschieben.
Ecksteins Berufung ins Club-Allstar-Team der letzten 25 Jahre (ich betone: der letzten 25 Jahre) ist nicht nur aus emotionalen Gründen ein Muss, sie ist es in erster Linie aus sportlichen.
Eckstein hat in 189 Bundesligaspielen im Club-Trikot 66 Tore geschossen. Damit liegt er in der clubinternen Bundesligatorschützenliste auf Platz 2 hinter Heinz Strehl (79 Tore in 174 Spielen).
Ciric, der ohne Zweifel ein Klassemann war, hat eine bessere Torquote aufzuweisen als Eckstein (25 Tore in 55 Bundesligaspielen), was aber auch damit zusammenhängt, dass er eine andere Rolle spielte. Er war ein klassischer Mittelstürmer, der Strafraum war sein Revier. Eckstein kam über die Flügel, bewegte sich also nicht wie Ciric in unmittelbarer Tornähe. Zudem ist es fraglich, ob Ciric, der nur zwei Bundesligarunden für den Club absolvierte, diese gute Torquote auch über einen längeren Zeitraum durchgehalten hätte.
Zarate hat übrigens in 69 Spielen für den Club 22 Tore erzielt, d.h. er liegt von der Torquote her hinter Eckstein. Wobei Zarate natürlich ein guter Mann war. Er spielte aber bei weitem nicht so lange für den Club wie der Eckes und dementsprechend sind seine Verdienste um den Verein geringer.
Es wurde gesagt, dass Eckstein bei Frankfurt und bei Schalke nicht das gebracht hat, was man von ihm erwartete. Das ist richtig, liegt aber wohl auch daran, dass Berger mit Eckstein nicht konnte und umgekehrt. Bei Frankfurt spielte Eckstein ja zum Teil gar nicht im Sturm, sondern auf der rechten Verteidigerposition…
Als Eckstein im Herbst 1993 nach Schalke ging (bzw. abgeschoben wurde), hatte er das Pech, dass dort – soweit ich mich erinnere – kurz nach seinem Wechsel Neururer gefeuert und Berger geholt wurde…
In Eintrag 36 schreibt Alexander mit leicht kritischem Unterton: “Die Zeit als er [Eckstein] ein junger Wilder war, hab ich nur aus dem Augenwinkel verfolgt, als ich genau hingeguckt habe, war Eckes kein ‘junger Wilder’ mehr sondern ein solider deutscher Stürmer…”
“Solider deutscher Stürmer” trifft’s ganz gut. Eckstein war – abgesehen vielleicht von der Saison 87/88, in der er 15 Tore erzielte und entscheidend dazu beitrug, dass der Club in den UEFA-Cup einzog – kein Top-Stürmer von internationalem Format. Allerdings habe ich in den letzten 25 Jahren keinen Club-Stürmer gesehen, der über das Attribut “solide” hinauskam. Und einen, der “solide” 66 Bundesliga-Tore für den FCN erzielte, schon gleich gar nicht…
Ich würde gerne noch näher auf die mehr als dubiose Nacht-und-Nebel-Aktion eingehen, mit der das mehr als dubiose Gespann Voack/Jäger Eckstein nach einer Heimniederlage gegen Werder Bremen, die die Zeichen auf Abstiegskampf pur setzte, nach Schalke transferierte. (Ich werde nie vergessen, wie Jäger – wohl einer der größten Trottel, die jemals beim 1. FC Nürnberg in der Verantwortung standen – in selbstherrlicher Weise diesen den Abstieg einleitenden “genialen Coup” der verblüfften Öffentlichkeit schmackhaft zu machen versuchte.) Auch würde ich gerne Ecksteins Verdienste um den FCN durch weitere Fakten untermauern (z.B. seine Treffsicherheit gerade dann, wenn der Club im Abstiegskampf dringend Punkte brauchte – wobei ich damit besonders die Rückrunde der Saison 90/91 und die Saison 92/93 ins Visier nehme; in der Saison 93/94 konnte er dem Club ja leider nicht mehr helfen…).
Ich will das hier nicht tun, sondern nur noch Folgendes sagen:
Eckstein war ein Spieler, der von seinem Talent her alles mitbrachte, was einen absoluten Top-Stürmer auszeichnet. Dass es zu einer ganz großen Karriere nicht gereicht hat, lag daran, dass seine Leistungen zu schwankend waren. Wenn man ihm etwas vorwerfen kann, dann vielleicht, dass er zu wenig aus seinem Talent gemacht hat; und das lag vielleicht daran, dass er eines nie war: ein Musterprofi.
Eckstein war ein Genie. Aber ein ziemlich schlampiges.
Entschuldigt bitte die Länge meines Beitrags. Ich konnte nicht anders. Ich war es mir – und vor allem Dieter Eckstein schuldig.
Gefällt mir
0
Eine Wahnsinnsdiskussion (im positiven Sinn gemeint
die (da immer in sachlicher Art geführt) diesen Blog zum Besten macht, was man im Web finden kann. Schade nur, daß ihr mich “Glubb-Methusalem” dabei ausgrenzen wollt. Denn mit Euren erlaubten 25 Jahren knn ich halt leider garnix anfangen
Denn ich finde es einfach schade daß hier Spieler ausgeschlossen werden. Wie kann man einen (nur beispielsweise) Hans Walitza unerwähnt lassen, der halt das Pech hatte, in einer Zeit beim Glubb zu spielen, wo dieser ewig zweitklassig war? Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat HW damals 3 Saisons lang jeweils konstante 20 Tore geschossen. Mir fällt kein Stürmer ein, der da mithalten konnte. Auch kein Eckstein, der ja fast schon glorifiziert hier wird 
Um nicht falsch verstanden zu werden: ich MOCHTE IHN!!! Vor allem, weil er ne Type war. Aber ich hab ihn eher als ein schlampiges Genie in Erinnerung, der fast ständig auf die gleiche Art versuchte zum Torschuss zu kommen und deshalb irgendwann auch leichter auszurechnen war. Aber das ist scheints allein MEINE Meinung. Aber das ist ja völlig okay. Wär ja richtig langweilig, wenn wir alle einer Meinung wären.
Gefällt mir
0
@Derbfuss:
Schade, Derbfuss, gerade über Zustimmung von deiner Seite hätte ich mich so gefreut.
Aber gut, wenn man über 25 Jahre hinaus zurückgeht, sieht natürlich alles etwas anders aus. Wobei zu Walitza zu sagen ist, dass man nicht weiß, ob er auch in der Bundesliga so viele Tore geschossen hätte…
Eins ist aber klar: In einem Club-Allstar-Team der letzten hundert Jahre hätte Derbfuß einen festen Platz als Verteidiger. Der war wahrscheinlich sogar so gut, dass er selbst den Eckes kaltgestellt hätte. Ich sag’ das einfach mal so. Ich habe Derbfuß ja nie spielen sehen.
Gefällt mir
0
Sorry,Belschanov. Aber es ist nun mal so!! Wenn man weit über 50 Jahre Spieler kommen und gehen sah, tut man sich natürlich wesentlich schwerer ein ALL-Star-Team zusammenzubasteln. Und dann hats jeder auf jeder Position schwerer. Nimms BITTE nicht persönlich. Ich mochte Eckes ja auch sehr. Aber meine Qual der Wahl ist halt auch ungleich größer.
ZITAT Belschanov:
Wobei zu Walitza zu sagen ist, dass man nicht weiß, ob er auch in der Bundesliga so viele Tore geschossen hätte. ZITAT Ende
Nunja,- er HAT. Weil er vorher schon bei Bochum in der bundesliga bewies, was er kann. Dort schoss er 127 Tore in 171 Spielen, wie ich eben nachlesen konnte.
Ist auch nicht so schlecht,oder? Zugegeben: ob er das beim Club auch nochmal geschschafft hätte, wissen wir nicht.
Aber mir fällt eben in diesem Zusammenhang ein, daß er mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatte, wie heute Harry: Walitza war damals der bis dato teuerste Clubeinkauf und wurde lange Zeit daran gemessen.
Gefällt mir
0
Kommando zurück. Mit gesunden Augen ist man einfach besser dran
Die reinen Bundesliga-Tore von Walitza waren schon ein paar weniger. Ich hatte völlig außer acht gelassen, daß viele Walitza-Tore in Bochum in der 2.Liga geschossen wurden. Also bleiben “nur” 53 Tore in 99 Spielen beim VFL plus die wenigen Tore in der einen 1.Liga-Saison beim Club.
Gefällt mir
0
Kargus gehört klar in die erste 11, Köpke auf die Bank. Wer ihn (wie ich) hat spielen sehen weiß, daß Köpke nicht an seine Leistungen rankam. War Ende 70er / Anfang 80er der klar beste deutsche Torhüter, leider fehlte ihm die Lobby.
Gefällt mir
0
@Alex: Also bitte, Rudi Kargus war niemals besser als Köpke! Außer was das Halten von Elfern anging. Außerdem gehört der eher in die Kategorie HSV.
Wie übrigens auch Schorsch Volkert. Obwohl der dermaßen gut war, sogar als er als Oldie nochmal für ein Jahr zum Club kam und gleich wieder nach Kräften einlochte…
Walitza schoss zwar viele Tore, war bei den Fans damals aber trotzdem nicht so gut gelitten. Mein Vater meckerte immer, er läge dauernd am Boden. Irgendwie konnte er wohl nie an seine Bochumer Leistungen so richtig anknüpfen.
Und Eckes steht wirklich nicht zur Diskussion, da muß ich belschanov wirklich Recht geben. Schön, dass Alexander es endlich einsieht. Nein, so gehts wirklich nicht.
Apropos Flügelflitzer: Mein Vater schwärmt noch heute von Tschik-Tschak-Tschebinak – der taucht ja bisher überhaupt nicht auf. Na, was sagen unser Fünfziger dazu?
Und Dieter Nüssing muss unbedingt rein. Also ohne ihn gehts wirklich auch nicht. Er steht komplett für die Siebziger! Nüssing muss sein. Da lass ich nicht mir mir reden. Der opferte fast sein gesamtes Fussballerleben – und damit die Karriere – dem Club!
Gefällt mir
0
Welch unglaubliche Diskussion, die unglaublich viel Spass macht zu lesen….und das zu einem Zeitpunkt, den ich nicht mitmachen durfte! grrr!
In für mich ungewöhnlicher Kürze, aber wohl gewohnter Länge muss ich auch noch dazu schreiben.
Der Max und in Versuchung geraten….Der hatte damals Angebote, für , ich glaube gelesen zu haben, über 100 000 Mark ins Ausland ( ich glaube Spanien, Real Madrid) und das zu einem Zeitpunkt, wo er beim Glubb die obligatorischen 150 Mark im Monat bekommen hat!Aber die Nationalmannschaft und die Liebe zum Glubb…. Charakterstark waren deutsche Spieler damals !!!
Die Namen ” Sutter und Trunk” sind gefallen. Alan Sutter war in der RR der Saison der beste Spieler des Glubbs, vielleicht sogar der ganzen Liga. Ein Spieler , der eine Legende geworden wäre, wenn er länger hätte bleiben können , langhaarig, blond, intelligent und integer, ein wirklicher Künstler, der den Fussball mit kritischeren Augen sah als viele andere. Vom spielerischen hatte ich ihn in meine All-Time-Mannschaft aufgenommen, allerdings wegen der ( leider nur)einen Saison habe ich mich umentschieden. Dieter Trunk war Glubberer durch und durch. Er zeigte in jedem Spiel , welche Freude es ihm machte für uns zu spielen. Und das in der grottigsten aller Saisons. Er wollte nie weg, hätte wohl auch in der Kreisliga für den Glubb gespielt.Aber die Oberen wollten ihn zum ” Geschäft” machen. Auch er wäre zur Legende geworden..und , sorry Belschanov, Eckes würde dann wohl nicht in Deiner Elf stehen.Der Vorstand hat Dieter Trunk genötigt zu gehen ( das Geld)und woanders war er nur ein Söldner, ein unglücklicher! Da hat Hörnla absolut richtige Namen in die Diskussion geworfen!!! Und dasselbe gilt auch noch für Thomas Brunner.
Alexander,Du bist ein Agent Provokateur!
Wobei ich zum “Vergleich der Zeiten” sagen möchte: Auch in diesen Zeiten gab es einen wirklichen Vergleich untereinander. Objektiv gesehen ist die JETZIGE Mannschaft die Beste, aber subjektiv…..aber es hatte auch immer einen echten Grund, warum Helden zu Helden wurden.
Und auch Hans Walitza war wirklich einer, der seine Berechtigung zum Glubb-Helden durchaus hatte. Obwohl er erst sehr spät zum Glubb kam, war er mit Leib und Seele einer von uns.Vergleichen kann man ihn mit Mintal, vom Fehleinkauf zum Superstar.Mal oben , dann wieder unten. Und beide wurden zuerst schon als Fehleinkauf bezeichnet.Ich möchte nicht erleben, wie die Stimmung im Stadion sein würde , wenn Mintal in den ersten 10 Spielen 5 glassklare Chancen versiebt und ohne Tor dasteht.Ich kann mich noch erinnern, wie er ( glaube gegen Ahlen) 3 hundertprozentigen Chancen versiebte, ausgepfiffen wurde , um kurze Zeit später Marek- Superstar zu werden…aber das ist ein anderes Thema.
Gefällt mir
0
Der Glubb hat seinen 10.TITEL!!!!! Schaut Euch die Schaale genau an ( 11Freunde-Cover) was steht da bei 1922…..
Klar war Cebinac ein Held, ein Held , der nur eine Saison durfte! Und der nur bei uns richtig gut spielen konnte ( wenn er wollte und/oder durfte). In Erinnerung ist er, aber ihm fehlte die Bindung zum Verein , wie auch einem Percy Olivares, Misimovic, Polak, Grahammer,Gerhard Welz, den ich für einen der besten Torhüter halte, den der Glubb in den letzten 40 Jahren halte und vollkommen unterbewertet wird!Weitere Namen gefällig? Peter Geyer,Manfred Burgsmüller, Klaus Täuber , Rudi Sturz, Slobodan Petrovic, Siggi Susser…es gab schon verdammt viele Typen ( auch in der Neuzeit)!!
Gefällt mir
0
@ Alexander
Ich bin halt nicht nur Optimist sondern auch Romantiker…
Spaß beiseite; wenn auch spät (hatte am WE kein Internet) muss ich doch noch was dazu sagen:
Sicherlich hast Du im Allgemeinen recht, aber ich denke, man muss trotzdem noch differenzieren:
Auch wenn so manche Treue nicht ganz freiwillig war, so ist es doch ein Unterschied, ob man 3 Jahre eine Verpflichtung, die man eingegangen hat, erfüllt, oder ob man beim geringsten Anzeichen, dass der wunderbar zurechtgelegte Plan nicht aufgeht, schon wieder das Weite sucht. Ein Misimovic ist ja nicht erst nach dem Abstieg gegangen, sondern eigentlich schon, als abzusehen war, dass der Club nicht wieder international spielen würde; nach nicht einmal einem halben Jahr…. DAS nehm ich ihm übel. Und mich ärgert, dass wir ihn so billig abgegeben haben. Da wären auch 10 Millionen drin gewesen, beim heutigen Transfermarkt.
Ein Vergleich zu Saenko, Vittek, Mintal, auch Koller verbietet sich da, denn die haben zumindest 3 Jahre und mehr Treue bewiesen und ich nehme es keinem Spieler übel, wenn er nach einer gewissen Zeit eine neue Herausforderung sucht oder wenn er aus finanziellen Gründen dann auch gerne gehen gelassen wird. Auch bei einem Andi Wolf hätte ich einen Wechsel nach Stuttgart verstanden, um sicher mit zur WM zu fahren. Der Weg in die Nationalelf ist nunmal über Stuttgart am kürzesten
Koller habe ich oben genannt, weil gerade er auch kein Söldner ist, auch wenn seine Zeit beim Club recht kurz war (das war aber mE nicht seine Schuld, ist halt dumm gelaufen). Die Aktion mit den Dortmunder Fans habe ich im Übrigen sehr gut nachvollziehen können und gerade deswegen sieht man ja eine Verbundenheit zu “seinem” Verein. Die Reaktion der Club-”Fans” damals fand ich mies, denn wenn einmal ein Vittek nach einer Niederlage von Lille in unsere Kurve kommt, würden wir uns ja genauso freuen…
Mein Ausblick:
Nachdem Wolfburg dieses Jahr wohl kaum wieder in die CL kommen wird, spielt Misimovic eine Saison CL und wechselt zum Saisonende entweder zu “seinem” Verein (den Bauern, die ihn gerne nehmen, weil Ribery geht) oder ins betuchte Ausland nach Italien/Spanien/England. Da trau ich mich fast wetten. Wirklich clever, der Bursche!
Gefällt mir
0