Das leichteste Spiel der Saison
“Das leichteste Spiel der Saison” sagt man so, wenn man nichts zu verlieren hat. Stimmt natürlich nicht, das mit dem nichts verlieren, es ist nämlich ein Fußball-Spiel und da kann ziemlich viel passieren und auch ein Club in München gewinnen. Recht wahrscheinlich isses aber zugegebenermaßen nicht, daher kann man mal getrost davon ausgehen, dass man eines auf die Mütze bekommt und alle sagen “war ja eh klar”. Lediglich ein zu deutliches Ergebnis würde sich wohl auch ernsthaft im Saisonverlauf bemerkbar machen – eingeplant ist punktetechnisch aber ganz bestimmt nichts.
“Wir haben keine Chance – nutzen wir sie.” – Genau mit der Einstellung sollte man zu Werke gehen. Bloss nicht wieder so ein blutleeres Gekicke wie im letzten DFB-Pokal-Spiel in München (0:2). Eher wäre die Wiederholung der Geschichte (was unser geschätzter belschanov gern zelebriert) der Saison 2007/08 zu erwarten, als man zwar dem Ergebnis nach klar mit 0:3 unterlag, das im Fazit aber eher so klang: “Wie erwartet, gab es für die Meier-Elf beim Tabellenführer keinen Blumentopf zu gewinnen. Allerdings hatten die Franken auch eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten, die jedoch teilweise mehr als fahrlässig liegen gelassen wurden.” (Quelle). Damals übten sich die Sportkameraden Saenko, Mintal, Adler und Kennedy an vorderster Sturmfront am Auslassen der Chancen, heute sind die Namen (bis auf Mintal) andere, das Problem aber gleich: Chancen ja, Tore nein. Das sieht auch Mo so:
Gegen die Angreifer spricht, dass der FCN in Sachen Chancenverwertung das Schlusslicht der Bundesliga bildet. 30 Chancen hat sich das Team von Michael Oenning bislang herausgespielt, durchschnittlich also sechs pro Partie. Beileibe kein schlechter Wert, nur fünf Bundesligisten haben mehr kreiert. Die Kehrseite: Nur zehn Prozent davon sind verwertet worden. “Das Problem begleitet uns schon länger”, weiß Oenning, der seinen Angreifern dennoch vertraut.
Quelle kicker.de: Oennings Problem im Sturm: Viele Chancen, wenig Tore
Auch wenn Oenning gleichzeitig aber abwiegelt und die Mannschaft “übers Kollektiv” definiert und entsprechend auch die Chancenverwertung entsprechend nicht nur den Stürmern zuschreibt, so bleibt doch dem Clubfan nicht verborgen, dass genau dieses Problem uns in besagter Saison dann konsequent in Liga 2 brachte und auch letztes Jahr die Chancenverwertung uns fast am Aufstieg hinderte. Man erarbeitet sich Chancen, nutzt sie aber nicht. Eine Kopfsache?
Am (Spieler-)Material kann es irgendwie nicht liegen, die wurden ja (fast) alle längst ausgetauscht und selbst Routiniers wie Koller verzweifelten schon am “Club-Syndrom”, das auch bereits Choupo-Moting nach ersten Eindrücken so beschrieb: “”Bei uns Stürmern ist der Wurm drin.” (Quelle) Leider keine neue Erkenntnis.
Morgen wäre doch ein schöner Anlass mal alle Kritiker und Skeptiker Lügen zu strafen. Und eigentlich kann doch allein die Aussicht reizen: Die schon jetzt wieder als galaktisch gefeierten Bayern sind bei einer Niederlage gegen die Nürnberger punktgleich mit selbigen. Ist tatsächlich so. Nur um dann vorbeizuziehen wäre das Club-Sturm-Syndrom sehr nachhaltig zu durchbrechen: 8 Tore Differenz müsste man aufholen. Wie war das noch: “Wir haben keine Chance – nutzen wir sie.”
Remember 92 (Bayern – FCN 1:3). Mit Remember 06 (Bayern – FCN 0:0) wäre ich auch schon zufrieden.
VOR dem Spiel in Stuttgart, wäre ich auch mit einem 0:0 einverstanden gewesen…
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Ich erwarte “das Übliche” = Glubb spielt gut mit, versiebt selbst beste Chancen und verliert mit 1:0 in der Nachspielzeit durch:
- ein Abseitstor
- einen unberechtigten Elfer
- eine ähnliche Grausamkeit
…
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Das alles wäre wohl unschön, aber nicht so bitter wie eine Lehrstunde a la BVB.
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Also ich gehe morgen so entspannt in unsere Stammkneipe wie vor dem Stuttgart-Spiel, da hatte ja auch jeder ein Klatsche erwartet. Aber hinterher haben wir uns über das 0:0 geärgert, bekanntlich war es das beste Saisonspiel bisher (nur die Tore fehlten mal wieder). Ich erwarte morgen nichts und nehme es wie’s kommt. Eines habe ich in den Jahrzehnten mit dem Club gelernt: Er ist immer für eine Überraschung gut, im negativen wie im positiven Sinne. Sollten die Jungs morgen mit einem 3er nachhause fahren, wird es aber eine lange Nacht und für die bisherige Saison und noch ein paar Spiele mehr wird Generalabsolution erteilt.
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8 tore differenz? lächerliche kleinigkeit. 5 stürmer aufs feld, jeder schießt ein tor & hinten steht die null.
nutzen wir die chance, die wir nicht haben. oder haben wir sie nur nicht, weil keine fünf stürmer auf dem platz stehen werden??
so ein 4-2-5 muss doch mal drin sein. auf geht’s!!!
“Ich bin a Glubberer
Und ich wär’s immer bleim
Ogmalt hab ich schwarz und rot mei Fensterscheibn
Mei Nachbarn sochn ich köra in a Therapie
Und an jeds Münchner Auto …”
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Bei Remember 06 (0:0) war ich live dabei, Morgen auch, also wieder 0:0, ich wäre damit schon zufrieden.
“Und an jeds Münchner Auto….sowieso”
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Na dann hast Du heute aber gut zu tun.
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Nur mal so bemerkt:
So sehr wie wir Clubfans auf eine Überraschung hoffen, so sehr sind meine Arbeitskollegen (ich wohne in München) von einem Kantersieg der Bayern überzeugt.
Gestern bekam ich zweimal in der Arbeit die Frage gestellt: “Töffi, ab welchem Ergebnis fängt für Dich ein Debakel an?”
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So reden Leute, die vom Fußball wenig Ahnung haben. Bayernfans halt…
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Äh Teo
spielen wir bei dem System dann ohne Schäfer im Tor, oder bekommen wir einen Mann mehr, weil die Bayern zu stark sein könnten?
Ich fürchte beides wird nicht klappen und wir spielen doch nicht 4-2-5
Wobei wir vom Kader her langsam echt mal 5 Stürmer in die Startelf schicken könnten. Viele Vereine mit mehr Stürmern gibt es wohl nicht, immerhin 7 Stück, dazu noch Frantz, der uns letztes Jahr von der Vereinsführung ja als Stürmer verkauft wurde
, also 8 Stürmer im Kader. Vielleicht sind das einfach zuviel? Die Bayern gingen in die letzte Saison, trotz CL, nur mit drei Stürmern!
So wie es aussieht bleibt es wohl beim neuen 4-1-4-1 System, wobei die zweite 4 eher eine Raute als eine Linie bildet, also eigentlich eher 4-2-3-1.
Eigler wird wohl den sog. Stoßstürmer geben, Risse und Vidosic sollen schnell über die Außen die Konterchancen kreieren und dann heißt es auf das Phantom hoffen, dass der Torschußknoten bei ihm endlich platzt, schließlich ist das unser Goalgetter, unser Knipser und keiner der 8 Stürmer. Diese sind doch nur dazu da von Marek abzulenken
.
Ich denke aber dass wir in der ersten Halbzeit massiv hinten drin stehen, das Spiel zerstören werden, die Bayern schießen vielleicht ein Tor, aber alle werden sich beschweren, dass der Club nichts für das Spiel tut. Die Erfolgsfans der Bayern werden schon zu Pause Murren, weil sie auf ein Schützenfest zur Wiesn-Eröffnung gehofft hatten.
In Halbzeit 2 kommt dann bei den Bayern Ribery, aber diesmal ist nichts mit Robb ‘n’ Ribery, Ribery ist sauer, dass er nicht von Anfang an spielte, ist total eigensinnig und bei Nordtveit/Diekmeier total abgemeldet. Wir nutzen die nun entstehenden Räume angesichts der Bayernoffensive und schießen noch 2 Tore, MCM, der in Hälfte 2 für Eigler kommen wird, und endlich auch Marek!
Damit endet das Spiel entweder 2:1 für uns oder die Bayern haben doch noch ihren sprichwörtlichen Dusel und es geht 2:2 durch ein Eigentor in der Schlußminute aus.
Mit beiden Fällen kann ich leben
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Korrigiert mich, wenn ich mich irre:
Angenommen, heute würde nicht der Club bei den Bayern spielen, sondern es gäbe das Spiel Bayern gegen Freiburg. Genauso wie wir Clubfans uns heute eine Überraschung wünschen, würden in diesem Szenario ganz viele Freiburg-Fans von einem 2:2, einem 0:0, einem 1:2 oder was-weiß-ich träumen. Und gleichzeitig würde aber der Rest der Republik (auch wir Clubfans) von einem hohen Bayern-Sieg ausgehen.
Nun mal hier in die Runde gefragt:
Aus welchen sachlichen Gründen sollte unserem Club heute das gelingen, was wir in einem vergleichbaren Fall einer anderen Mannschaft nicht zutrauen würden?
Optimismus schön und gut – aber es erinnert mich zu sehr an das berühmte Pfeifen im dunklen Wald.
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Hallo Töffi
Weil ich hofnungsloser Romantiker bin gehe ich auch bei der hypothetischen Begegnung Bayer:Freiburg davon aus, dass eben nicht das Wahrscheinliche eintrifft, also der Sieg des Favoriten, sondern das Romantische, also das erhoffte, ersehnte, die Niederlage der Bayern.
Natürlich ist es richtig, dass ich mit dieser Annahme häufig daneben liege, umso schöner wenn das romantisch-erhoffte dann einmal eintritt.
Spielt nun aber der Ruhmreiche gegen die Neureichen aus der Isarstadt, dann kommt zu meiner romantischen Ader noch die innige Liebe zum Club dazu, somit wird es für mich vollkommen unmöglich schon im Vorfeld von einem Sieg der Bauern auszugehen.
Insofern ist es nur logisch und richtig davon auszugehen, dass auch heute wieder der tapfere siegen wird und nicht die Macht des Geldes triumphieren wird.
Kleiner Nachtrag: Hätte unser ruhmreicher Club das Geld der Bayern, würde ich natürlich von der Magie des Geldes sprechen und mir erhoffen, dass auch heute die Verhältnisse gewahrt bleiben und unsere deutlich besseren Einzelspieler den Bayern zeigen sollten wo der Bartel den Most holt.
Ob das alles irrational ist, egal, Hauptsache der Club siegt
!
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Edit: In Zeile 3 fehlt natürlich ein “n” bei Bayer”n”:Freiburg
Die Pillendreher sind ja nicht mal satifaktionsfähig und würden deshalb von mir nie genannt.
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Hat Clubfan-sein bzw. generell Fan-sein irgendetwas mit Rationalität zu tun?
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ich dachte da eher daran, dass Schäfer als spielender torwart gleich auch die position von Andi Wolf übernimmt (er ist nun ja auch an seiner statt käpt’n). von daher passt das schon mit dem 4-2-5 ^^
das mit dem mann mehr ist auch eine interessante variante, vielleicht übernimmt diese rolle in 90. +3 der referee (Florian Meyer) in form eines halbzweifelhaften elfmeterpfiffs für uns beim spielstand von 0-0…
…heute muss träumen erlaubt sein, weil es rational sowieso JEDER weiß, wie es laufen müsste,…müsste? ^^
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Gleich gehts los… bin noch unentschlossen, ob ich es mir im TV Live im Rahmen des Vereinsheims live anschaue oder nicht. In der Verwandtschaft gibt es leider einige, die von Fußball gar nichts verstehen und drum für die Besatzer sind.
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@Armin
Was ist an einem Sieg der Freiburger bei den Bayern romantisch? Aus Club-Sicht wäre das eine Katastrophe!
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Klasse Aufstellung von MO: Gündogan für Mintal! Wieder was aus der Zauberkiste! Ich finds richtig gut!!!
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@belschanov
Natürlich wäre ein Sieg eines direkten Konkurrenten gegen den Abstieg bei den Bayern erst mal schlecht für uns, aber bei Spielen mit den Bayern bin ich IMMER für den Underdog, also in dem Fall dann auch für Freiburg.
Übrigens denke ich weiterhin dass WIR genügend Punkte gegen den Abstieg holen müssen, dann ist auch egal wie die anderen spielen! Somit wäre der Freiburger Sieg gegen die Bayern keine Katastrophe mehr
.
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