Willkommene Irritation
Deutliche Niederlage. Knappe Niederlage. Unentschieden. Vielleicht auch knapper Sieg. Ich war vorbereitet. Ich hatte meine Texte in der Schublade.
Und dann sowas! Ein deutliches, ungefährdetes, souveränes, stressvermeidendes, schön anzuschauendes 3:0. Das hatte ich nicht erwartet. Da war ich dann doch leicht irritiert.
Dass Oenning in diesem 6-Punkte-Heimspiel wieder auf ein offensives 4-4-2 setzte, war keine Überraschung. Dass er aber im Vergleich zu der im 4-1-4-1 erlittenen Leverkusen-Schlappe gleich auf fünf Positionen rotieren ließ, schon.
Choupo raus, Bunjaku rein. Der zeigte sich dankbar. Doppelpack und jetzt drei Treffer auf dem Konto. Na immerhin. Vielleicht haben wir mit Bunjaku ja doch einen 10+x-Tore-Mann.
Vidosic raus, Gygax rein. Was? Gygax? Der war doch schon so gut wie ausgemustert. Der fiel doch nur noch durch sein Tattoo auf (klick). Und jetzt: Abgebrüht bei seinem Abstauber zum 1:0 (cool aus spitzem Winkel durch die Hosenträger des Hertha-Torwarts) und auch sonst ein Aktivposten auf dem rechten Flügel. So stark habe ich den Schweizer im Club-Trikot noch nicht gesehen.
Mnari und Broich raus, Mintal und Eigler wieder rein. Mintal war unauffällig, aber keineswegs uneffektiv. Eigler prüfte den Hertha-Schlussmann in der Anfangsphase mit einem Flachschuss und legte beim 3:0 Bunjaku das Spielgerät maßgerecht auf den Fuß. Es müsste aber mehr von ihm kommen. Und sein mit hochnäsig-süffisantem Mienenspiel vorgetragenes Dauer-Lamento über den Schiedsrichter sollte er sich abgewöhnen.
Spiranovic raus, Wolf rein. Der Käpt’n ließ im Abwehrzentrum nichts anbrennen. Ebensowenig wie Maroh, der nach Diekmeiers kurzfristigem Ausfall (klick) wieder in die Startelf rutschte.
Frantz machte ein Riesenspiel. Aufmerksam bei der Balleroberung vor Bunjakus 2:0, das er glänzend vorbereitete, und mit seinen forschen Dribblings ein ständiger Unruheherd über links. In der ersten Halbzeit verdiente sich der blonde Wirbelwind die Note 1,5. Wäre er bei seinen zwei Großchancen nicht in Rücklage geraten und die Schüsse nicht übers Tor gegangen, müsste man ihm eine noch bessere Note geben.
Auch Pino, diesmal wieder linker Verteidiger, trumpfte groß auf. Ein ums andere Mal legte er den Vorwärtsgang ein, trieb das Leder mit dynamischen Langstreckenläufen vor das Tor des Gegners. Der Argentinier zeigte eindrucksvoll, welche Akzente ein Abwehrspieler in der Offensive setzen kann.
Natürlich war dieses Spiel der beste Auftritt unserer Mannschaft in der laufenden Saison. Es war ein perfektes Spiel im richtigen Moment.
Und natürlich darf man als Fan da auch mal schwärmen. Gerade wir haben uns das verdient.
Aber sachte, Freunde. Diese Hertha war nicht mehr als ein Aufbaugegner. Diese Hertha präsentierte sich so wie der Club gegen Hannover, Bochum und Leverkusen: nicht bundesligatauglich. Diese Hertha war der perfekte Gegner im richtigen Moment.
Da warten in den nächsten beiden Spielen – in Hoffenheim, daheim gegen Bremen – Gegner von anderem Kaliber. Ob unsere Mannschaft da Punkte holen kann, ist nach wie vor fraglich. Nicht fraglich ist allerdings, dass sie Punkte holen muss, wenn sie ihre Position außerhalb des roten Bereichs der letzten drei Tabellenplätze behaupten will.
Es ist also (fast) eine Frage der Existenz, dass wir zumindest nach einem der nächsten zwei Spiele sagen dürfen: Na sowas!
(Am besten gleich nach beiden.)
So ist es.
Und bis auf Judt und Eigler könnte die Elf auch in den folgenden Spielen so auflaufen. Judt ist zu unsicher, aufgeregt und spielt zu viele Fehlpässe, Diekmeier wird wohl hier die bessere Option sein. Eigler konnte man dieses Mal auch nichts vorwerfen(außer die unnötige gelbe Karte in der 87. Minute), trotzdem sitzen ihm Choupo, Harry, Boakye und Co im Nacken.
Leider kommen jetzt wirklich zwei andere Kaliber auf uns zu. Hoffentlich gelingt `ne Überraschung – es wird Zeit.
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belschanov, treffende Analyse. Nur in einem stimme ich nicht mit Dir überein: Der Glubb spielte gegen Hannover, MG & Bochum nicht viel anders, der Unterschied war, dass wir 2 frühe Tore gemacht haben.Wären die gegen die obigen Mannschaften auch gefallen, wären ähnliche Spiele gefolgt. Umgekehrt, ohne die 2 frühen Tore wäre wohl auch ein ähnliches Gegurke herausgekommen. Aber dieses Mal haben wir das notwendige Geschick gehabt.Und das ist gut so!!
Ich muss ilo widersprechen, ein Juri Judt hat durchaus eindrucksvoll bewiesen, dass er DIE Alternative in der Defensive ist, auf den man sich verlassen kann.Er wird kein Messi,ist aber absolut zuverlässig und seine Fähigkeiten braucht diese Mannschaft auch.!
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Auch ich muß zugeben, als ich die Aufstellung las mit den erneut vielen Personalrochaden, sah ich das Unheil, bis hin zum anschließendem Weltuntergangsszenario und Urknall am Valznerweiher schon am Horizont herauf ziehen.
So ist eben Fußball, niemand kann ein Spiel vorraussagen und bei einem deutlichen Sieg war dann wieder alles richtig (ab ins Phrasenschwein, seis drum) Die desolate Hertha kam zum rechten Zeitpunkt. Jetzt will ich den ersten überzeugenden Heimsieg einfach nur genießen ohne das Haar in der Suppe zu suchen, denn das Nervenfutter wird man als Fan bei den kommenden schweren Aufgaben sicher gut gebrauchen können.
Schön fand ich im Artikel s.o., dass Eiglers Engagement und Assist positive R.wähnung fand, er aber noch an Miemik und Gestik arbeiten solle
einen Moment dachte ich, wir sind jetzt bei Germanys Next Top Mobbel.
Noch zu Diekmeier, so schön sich ein Verteidiger mit Offensivdrang auf den ersten Blick ansieht, aber mir ist da ein solider Verteidiger, der hinten da ist und den Laden dicht hält, sowieso tendentiell lieber.
Bin gespannt ob Önning das Erfolgserlebnis nutzt jetzt mal eine erste 11 zu entwickeln nach dem Motto, ‘never change a running system’ oder beim nächsten mal erneut vogelwild rotiert.
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Dass das niemals vogelwild war, hat die Mannschaft doch eben bewiesen: wieder 6 Änderungen, die entweder notwendig (Dieckmeier) oder sinnvoll waren. Bislang gab es doch gar keine erste 11, die in dieser Form unbedingt zusammen sein musste bzw. konnte. Die allgemeine Rotationskritik finde ich reichlich überzogen.
Zu Judt: Für mich ist er defensiv jederzeit eine gute Alternative, kann links und rechts oder auch vor der Abwehr den Laden dichtmachen. Für die IV ist er aber wohl zu klein. Ich sehe ihn aber als Standby, der, wenn alle gesund sind, als Universalspringer auf die Bank muss. Seine Impulse nach vorne sind sicher ausbaufähig, allerdings sollte man nicht vergessen, dass die gute Flanke auf Frantz vor dem 1 : 0 von ihm kam…
Mit Gygax war auch eine Verbesserung der Eckbälle erkennbar (hat alle getreten). Daraus ging zumindest wieder etwas Gefahr aus, immerhin hat er Wolfi zweimal auf den Schädel serviert, wenn der auch nicht richtig platzieren konnte.
Und Pino hat endlich mal wieder so gespielt, wie wir ihn von früher kannten! Wer weiss, wofür der Allergieschock bei DD gut war, denn sonst wäre der ebenfalls bärenstarke Maroh wohl noch nicht wieder zum Einsatz und Pino nicht auf seine Lieblingsposition gekommen…
Für eine mögliche Stammelf bieten sich m.E. noch 2 Änderungen an: DD für Judt und Harry/Choupo für Eigler, oder beim 4-1-4-1 Auswärtssystem eine defensivere Variante für Eigler.
Hach ja, endlich wieder mal ein richtig schönes Wochenende…..
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Ich habe es ja im anderen Beitrag schon kommentiert, rotiert und trotzdem gut gespielt und gewonnen. Ich hoffe damit hat die vorschnelle Kritik an den Aufstellungen von Oenning erst einmal ein Ende gefunden. Ich hoffe Oenning sucht sich auch gegen Hoffenheim die beste Mannschaft aus und nimmt nicht einfach wieder die gleiche Mannschaft, nur weil sie gewonnen hat. Dass die, die am Samstag gespielt haben, aber einen kleinen Vorsprung haben ist auch klar, weil sie es gut gemacht haben.
Deshalb sehe ich auch den Wechsel Judt Diekmeier nicht als Selbstverständlichkeit. Mir hat Judt auch in der letzten Saison so schlecht nicht gefallen. Das ist ein fleissiger Arbeiter, auch solche Spieler braucht eine Mannschaft.
Sehr schön, dass es so aussieht als ob Gygax noch einmal die Kurve bekommt, ich hoffe er hat die richtigen Lehren gezogen und gibt jetzt auch im Training richtig Gas, nicht dass er denkt er hätte jetzt etwas erreicht, das scheint ein wenig sein Problem zu sein. Wenn er aber so weitermacht, wie wohl die letzten zwei Wochen im Training und jetzt im Spiel kann er uns sehr helfen. Gerade auch die Ecken waren endlich mal wieder ordentlich.
Trotzdem bleibt klar, der Sieg gegen die Hertha war wichtig aber es wird weiter ein harter Kampf, mal sehen ob wir aus den nächsten drei Spielen, in Hoffenheim, gegen Bremen und in Mainz vielleicht drei bis vier Punkte holen. Einfach wird das nicht. Aber wenn wir jetzt aus den letzten 8 Spielen der Hinrunde noch 10 bis 12 Punkte holen, sind wir wohl im Soll.
In Mainz rechne ich mir schon etwas aus, vielleicht sogar ein Dreier, daheim gegen Freiburg sollte es auch einer sein, das haben wir auch letztes Jahr gut ausgesehen. Beim Rest wird es sehr schwer. Da geht es schon auch um Überraschungserfolge, aber ich denke den einen oder anderen werden wir schon landen.
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uff… da lief in der Formatierung wohl was schief …zitieren wollte ich nur den 1. Absatz
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Nach diesem Wochenende bin ich nun auch endlich mal wieder ein bissel Happy. Das hat doch richtig Spaß gemacht. Ich konnte auch wieder auf Arbeit ohne irgendwelche Dummen Kommentare zu fangen, von Personen die keine Sekunde, aber den Spielstand gesehen haben.
Ich finde aber, dass wir mit der Hertha eine furchtbar schlechte Mannschaft zu Gast hatten. Also kann man dieses 3:0 nicht überbewerten. Auch spielerisch sollte man es auch ein bissel kritisch betrachten. In vielen Phasen im Spiel fehlte so die Idee, wie der Ball von Hinten nach Vorne kommen soll. Wenn ich mich recht entsinne waren die Tore auch nach Fehlpässen der Berliner entstanden.
Hier liegt aber der Punkt wo unser Club Mut schöpfen sollte. Wir waren diesmal eiskalt, haben Fehler sofort bestraft und haben vor allem das Tor getroffen. Und darauf kommt es an. Dieses Erfolgserlebnis brauchten die Jungs. Vielleicht hat es die selbe Wirkung wie der 3:0 im letzten Jahr in Ingolstadt. Ich möchte mich garnicht dran erinnern wie wir davor gespielt haben. Diesmal kommt der Wach-Effekt aber ein bissel früher. Da könnte man schon wieder in Träumen kommen, wo es hin gehen kann. So schnell kann es gehen. Aber in der Realität stehen wir immer noch mit dem Rücken zur Wand. die nächsten Spiele werden extrem hart.
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Das ist die spannende Frage: Waren die so schlecht, weil wir so gut waren, oder waren wir so gut, weil die so schlecht waren…???
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Ach zum Phönix-aus-der-Asche-Gygax fällt mir noch was ein:
Die Schweiz hat sich in den letzten Wochen für die WM in Südafrika qualifiziert. Ich denke schon, dass er gerne dabei sein möchte. Dazu muss man sich zeigen und in der Bundesliga spielen.
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@ Maxxx
…was ja nicht unser Schaden ist, wie man sehen konnte!
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Hertha war schwach, weil Hertha zurzeit einfach schwach ist. Aber der Club war wenigstens gut genug, die Schwäche der Hertha auszunutzen.
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Ich sehs wieder anders: Ich fand den Club zuletzt nicht so schwach, wie man ihn zum Teil gemacht hatte. Zwei schlechte Spiele haben aber den üblichen Club-Blues ausgelöst und heute ist plötzlich die Rotation wieder ein Lob an die Vielseitigkeit etc. pp.
Vielleicht waren da aber Leverkusen bspw. einfach “so gut”?
Dass Hertha so schlecht sein würde die Saison, finde ich übrigens nicht überraschend.
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ja, schon, aber sooo schlecht…?
ich hatte sie eher im Mittelfeld erwartet, aber nicht als Abstiegskandidat.
Wenn man gestern Wichniarek gesehen hat (und auch schon die Spiele davor), dessen Nichtverpflichtung bei uns bei manchem als verpasste Chance galt, bestätigt sich doch wieder mal die Personalpolitik von MB und MOE als umsichtig und richtig (im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten).
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Doch, genau soo schlecht. Ich sah eben mit Simunic das Herz der Defensive rausgerissen und mit Voronin und Pantelic die ‘Klasse’ ziehen lassen. Übrig blieb das, was man am Samstag sah. Und da man sich in Berlin immer für höheres berufen sieht und vor allem nicht als Abstiegskandidat, geht es dann ganz schnell ganz ganz tief. Mal sehen ob Funkel da den Schalter umlegen kann.
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Ach ja … und Wichniarek ‘funktioniert’ eben nur in Bielefeld.
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Hertha geht es ein wenig wie dem FCN im Abstiegsjahr. Mit so einer Mannschaft, die zuletzt eine fulminante Saison hingelegt hat, könne man nicht absteigen. Zudem das Tafelsilber die guten Spieler verkauft und die Protagonisten des Erfolges mit Hoeneß und Favre vom Hof gejagt. Etwas viel um nahtlos weiterzumachen…
Soll aber nicht der Schaden des FCN sein, es wird neben solch sicheren Anwärtern und Nachbarn im Tabellenkeller trotzdem schwer die Klasse zu halten.
Ich freu mich auch über den tollen und endlich mal überzeugenden Sieg und hoffe, dass sich daraus ein positiver Trend entwickelt.
Jetzt kommen erstmal zwei richtig schwere Brocken mit intakten Mannschaften. Gegen die nächsten beiden kann man verlieren, ich bin aber vor allem darauf gespannt WIE die Mannschaft sich präsentiert und ob am Ende sogar etwas herausspringt. Mainz und Freiburg beweisen ja, dass keine Mannschaft ungschlagbar ist, auch nicht für einen Aufsteiger.
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Mein (unmaßgeblicher) Eindruck: Sowohl als auch.
Ich vermute, Meister Funkel hat seine Mannschaft auf Grundlage der letzten (Club-)Spiele eingestimmt, und die waren einfach mit dem Auftritt am Samstag nicht zu vergleichen. Wieder mal krame ich das letzte Pokalspiel raus, in dem Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten mehr als passabel waren.
Mit anderen Worten: Die Hertha war nicht wirklich gut, weil sie total verunsichert waren, und das vor allem, weil das ein ganz anderer Club war als der, auf den sie sich vorbereitet haben (dürften). Sieben Niederlagen in Folge sorgen auch nicht unbedingt für strotzendes Selbstbewusstsein. Und dann kommt eben noch dazu, dass unser Club nix zugelassen hat.
Ich für meinen Teil hatte (zusammen mit anderen Gestalten in der Südkurve) nach dem vergleichsweise frühen 1:0 gewaltige Bedenken, ob wir wieder ein Dahindümpeln mit zunehmender Passivität wie im Gladbach-Spiel ertragen müssen. Mussten wir nicht (allerspätestens da sehe ich einen gewaltigen Fortschritt). Ganz im Gegenteil: Das 2:0 ging direkt auf eine Balleroberung nach eigener Initiative zurück. Meines Erachtens ist damit die Ligatauglichkeit bewiesen (immerhin wurde der Ball einem Herrn Ebert abgenommen, der zusammen mit dem Torhüter Burchert zu den besseren Berlinern zählte).
Am meisten freut mich aber, dass MOe und MaBa endlich etwas aus der Schusslinie gekommen sind. Sollten Gygax und Bunjaku nicht zur WM eingeladen werden, dann sollte man ihnen vielleicht – vor allem ersterem – dezent stecken, dass eine etwas nachhaltigere Leistung nachhaltigeren Empfehlungscharakter hat…
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Ja, genau! Deswegen und weil er mit 32 seinen Zenit schon überschritten hat, wollte ich ihn zu Saisonbeginn auch nicht haben. Schön, wenn man sein heimliches Trainer/Managergen bestätigt sieht!
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Ich erinnere an Rüdiger Abramcziks Antwort auf die Frage – zu Beginn seines Engagements bei Nürnberg – warum seine Leistungen denn immer so stark schwankten, worauf Abramczik entgegnete, dass man ja immer auch einen Gegenspieler habe. Sehr wahr. Was in den vergangenen Spielen oft zu Ungunsten des Clubs wirkte, der nicht stärker spielen konnte, als ihn die Gegner ließen, wirkte diesmal zu Ungunsten der Hertha. Die Berliner hatten eine Mannschaft als Gegner, von denen es immerhin drei in die “kicker”-Mannschaft-des-Tages geschafft haben. Das darf man ruhig mal genießen, ohne gleich das Haar in der Hauptstadtsuppe zu suchen, ist ja eh eine Momentaufnahme. Wobei ich mir – keine Kritik an Judt, von dem wir froh sein können, dass wir ihn haben, denn er ist ja wirklich defensiv solide und sehr universell einsetzbar – von der Flügelzange Pino/Diekmeier offensiv schon einiges verspreche. Damit sollte schon die eine oder andere Abwehr der BuLi zu knacken sein.
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Im Falle Wichniarek stimme ich dir absolut zu. Ansonsten plädiere ich dafür, diesen Verweis auf das Alter vollkommen fallen zu lassen zugunsten einer individuellen Betrachtung. Wer die Leistungen eines Sami Hyypiä (36), Ze Roberto (35), Josip Simunic (31) verfolgt – um nur aktuelle Beispiele zu nennen – die sich allesamt bei Teams mit gehobenen Ansprüchen in der BuLi als wesentliche Verstärkungen erwiesen haben (ach ja, Heinz Müller (31) fällt mir da auch noch ein, aber das ist ja ein Torwart und da gelten andere Gesetze), der wird mit dem reflexartigen und stigmatisierenden Hinweis auf das “Alter” ein wenig vorsichtiger umgehen. Es gibt eben in jedem Alter solche und solche – und ein Ze Roberto hat, wie ich mich zu erinnern glaube, die besten Körperfettwerte seiner Mannschaft.
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Das war auch eher im Hinblick auf eine langfristige Perspektive gemeint, denn letzte Saison schien er ja noch nicht “altersschwach” zu sein. Ausserdem: die Qualität eines der von Dir zitierten hatte “König Arthur” ohnehin noch nie und wenn, dann nur ansatzweise in Bielefeld – was der Hauptgrund meiner Ablehnung war…
Sicher, da stimme ich Dir zu, das Alter allein ist kein Kriterium, wenngleich ich das Gefühl habe, dass es auch an Marek und Joe nicht spurlos vorübergeht (leider).
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Ne, die Diskussion finde ich müßig – getreu dem Motto: Alter schützt vor Leistung nicht.
Galasek hat sogar im letzten Jahr nochmal gezeigt, wie gut er sein kann.
Drogba ist 31, wie Lampard, Thierry Henry (32), Ballack (33) oder Raúl (32) – alle in den Top 100 der Marktwerte und sicherlich würden wir jeden davon beim Club den roten Teppich ausrollen. Wie auch einem Guti (32), Ruud van Nistelrooy (33), Paul Scholes (34) oder Ryan Giggs (35).
Auch wenn die Verletzungsanfälligkeit sicher steigt, so haben Spieler dieser Klasse immer einer Mannschaft was zu geben. Auch ein Koller wäre bei uns noch zu Recht gekommen, wenn er nicht auf so eine desolate Mannschaft mitten in der Saison gestoßen wäre. Koller ist in Samara mit 7 Toren in der letzten Saison in 18 Spielen so schlecht nicht gewesen und traf auch diese Saison 8 mal in 23 Spielen.
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Geht mir auch so (vor allem mit dem “leider”), denn ich mochte und mag beide Spieler sehr. Allerdings hoffe ich, dass beide, bis dato ja in Lebensweise und Einstellung als Musterprofis bekannt, noch einige Jahre auf angemessenem Niveau spielen können.
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Entschuldigt, wenn ich eine ganz andere Büchse öffne, aber ich konnte leider das Spiel nicht live verfolgen und habe daher auch keine Ahnung, ob aus dem Vorhaben der Fans, sich bei dem Match gegen die Hertha vereint und mit gebündelten Kräften anfeuernd hinter die Mannschaft zu stellen, etwas geworden ist. Oder gab es wieder 90 Minuten (perfekt und toll und schön choreographierten, jaja, ich weiß) Dauergesang? Kam mir bei den wenigen Ausschnitten, die ich sehen konnte, jedenfalls nicht so vor. Würde mich sehr freuen, wenn auch hier ein kleiner Schwenk in der “Fanarbeit” erfolgt wäre.
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GEBT MIR EIN “F” (…) FCN! FCN! FCN!
kam super.
Das konnte ich in Hamburg noch hören.
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Danke, Patrick! Das hört sich in der Tat sehr gut an. Freut mich, dass die Jungs diesmal nicht nur besungen, sondern auch faktisch angefeuert wurden. Vielleicht ja eine gute Erfahrung auch für die Kurven und Gegengeraden, um diese Art der Spiel(an-)teilnahme weiter fortzusetzen. Würde mich ebenso freuen wie ein geplatzter Knoten in der Psyche der bis dato zum Teil doch arg gehemmt wirkenden Spieler. Im Prinzip könnte man vergleichsweise locker im Geist nach Hoffenheim fahren, denn man erwartet dort nicht wirklich etwas Zählbares. Umso größer die Chance, mit freiem Kopf und entsprechender Spiel-Lust einen tollen Fight abzuliefern (so wie die Mainzer bei vielen ihrer Auftritte)! Das wäre doch mal was und würde die Hoffenheimer vielleicht sogar ähnlich erstaunen wie uns.
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Als kleiner Junge konnte ich die Fans immer nur bis zu unserem Haus in Zabo hören.
Aber seit die Ultras den Support in die Hand genommen haben gehts bis St. Pauli.
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“Bei Abstieg gehen die Lichter aus”, liest man bei rp-online.
Dass der Club wieder verschuldet ist, ist mir bewusst und das war nach dem Jahr zweite Liga, das mit einer bundesligamäßig besoldeten Mannschaften bestritten wurde, auch nicht anders zu erwarten. Dass aber im nicht unwahrscheinlichen Fall des Abstiegs beim FCN “die Lichter ausgehen” sollen, d.h. der Bankrott eintritt, hatte ich nicht gedacht. Mir ist zwar klar, dass man sich dann von Stammspielern trennen müsste und personell mal wieder bei Null anfangen müsste, aber gleich bankrott? Keine Lizenz für die zweite Liga? Neustart in der Kreisliga? (Wie nennt sich heute die unterste Liga? Früher sagte man C-Klasse.)
Das hatte ich wirklich nicht auf dem Plan. Da bin ich irritiert – und zwar unwillkommen.
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Darüber bin ich auch gestolpert und hab den Artikel in den Pressespiegel noch aufgenommen.
http://www.rp-online.de...n-die-Lichter-aus.html
Aber ich halte dies nach einigem Nachdenken für unseriös, um ehrlich zu sein. Erstens ist noch nicht mal darauf eingegangen, dass die 5,8 Mio keine Verbindlichkeiten sondern negatives Abschlussergebnis waren, zweitens wird die These, warum das gleich zum “Ende des Vereins” führen würde, nicht belegt. Schulden haben auch andere Vereine, davon gehen nicht gleich Lichter aus.
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Der Artikel ist ein gutes Beispiel für seriösen Journalismus: Gut recherchiert, fundiert begründet…….
Ich habe fast den selben Mist schon mal irgendwo gelesen, und zwar kurz nach der Versammlung. Ist also nur dumm abgeschrieben. Ich würde keinen Pfifferling darauf geben, zumal dem Verlust von 5,8 Mio (vergleichsweise gering im Verhältnis zu anderen Clubs)stille Reserven von über 21 Mio entgegenstehen.
Dumme Sensationsheischerei!
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….um nicht missverstanden zu werden; ich beziehe mich im Kommentar Nr. 31 natürlich auf den Artikel von rp-online und die Kommentare 29 und 30
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Mich hat am meisten die Leistung von Pinola und Maroh beeindruckt! Pino hat endlich mal wieder das geleistet, was ihn früher ausgezeichnet hat und hat bewiesen, dass er auch nach Fouls an ihm die nötige Ruhe besitzt. Maroh hat hinten sich wieder auf seine alte Stärken besinnt.
Judt war wie immer ein ruhiger Mitspieler, hat aber seine Sache gut gemacht.
Mintal und Eigler sind viel gelaufen und haben den nötigen Platz für Bunjaku und Gygax geschaffen, bzw. haben intelligentes Vorchecking gespielt. So gefällt mir das!
Wenn die Jungs dieses auch in Sinsheim umsetzen, ist mir nicht Bange um einen Punkt!
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@ fahnenmeier
Deswegen hat MOe in der PK ja auch gesagt, nicht groß ändern zu wollen. Die Frage ist, ob das bedeutet, dass Dieckmeier draussen bleiben muss…
Ich könnte mir vorstellen, DD reinzunehmen, aber auch Judt drin zu lassen: dann könnten Kluge und Judt als Doppel-6 den SAP-Offensivwirbel bremsen (2 giftige Beisser gegen das spielerisch starke Mittelfeld, kommt bestimmt gut). Allerdings müssten dafür Eigler oder Mintal weichen. Hier tendiere ich fast dazu, Mintal rauszulassen, weil er auswärts sowieso meistens schwächer ist und weil Eigler einfach schneller ist.
Die Taktik-Diskussion sei hiermit eröffnet
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Ich verstehe die Abwehrdiskussion ehrlich gesagt nicht so ganz. Es gab ja auch die Vermutung, Maroh wäre letzte Woche nur in die Mannschaft gekommen, weil Dieckmeyer passen musste. Ich dachte die Abwehrreihe
Pinola-Maroh-Wolf-Dieckmeyer
stünde außerhalb jeglicher Diskussion?
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@Claus
Es gibt halt den schönen Spruch: “Never change a winning team”
, das hieße für Diekmeyer, dass er erst mal draussen bliebe. Dazu war Judt bei beiden Siegen in der Startformation, vielleicht Zufall, vielleicht aber auch ein kleiner Hinweis wie wichtig er für die Mannschaft ist.
Dazu könnte es gegen Hoffenheim wichtig sein, die Defensive zu stärken und dafensiv ist Judt wohl etwas stärker als Diekmeyer. Wobei man nach seiner Flanke zum Tor gegen die Hertha sagen muss, er ist auch offensiv efektiv, wenn auch nicht so spektakulär wie Diekmeyer an einem guten Tag.
Und wenn Oenning sagt er will nichts ändern, nur wenn er gezwungen ist, dann heißt das nicht, dass er nichst ändert
. Wer und was ihn gezwungen hat, wird er dann hinterher sagen
.
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