Clubfans United bei Google+ Facebook RSS

Ausrufezeichen

Tordreieck - Bild: Alexander Endl

Eigentlich war ja geplant, im Auswärtsspiel in Hoffenheim ein – Zitat Oenning – Ausrufezeichen zu setzen (klick): !

Aus ! wurde ein 0:3. (Na gut, immerhin eine leichte Steigerung im Vergleich zum 0:4 in Leverkusen…)

Ein halbe Stunde lang sah unsere Mannschaft ja gar nicht so schlecht aus. Da verfingen sich die Angriffsbemühungen der Hoffenheimer dreißig Meter vor dem Club-Tor in einem engmaschigen Abfangnetz und da wäre der Club vielleicht sogar in Führung gegangen, wenn der Mann mit der Pfeife auf Elfmeter statt auf Ecke entschieden hätte, als Bunjaku im TSG-Strafraum gelegt wurde.

Dann schlug ein 35-Meter-Sonntagsschuss im Triangel des von Schäfer gehüteten Tores ein und dann lief unsere Mannschaft in einen Konter, den Ibesevic, der in dieser Szene Ansprüche auf die Hauptrolle in dem Remake von “Der mit dem Wolf tanzt” (klick) anmeldete, kaltschnäuzig abschloss.

Und dann hatte unsere Mannschaft – so Schäfer – nichts mehr entgegenzusetzen (klick).

Das 0:2 fiel in der 38. Spielminute. Da waren noch 52+x Minuten zu spielen. Der Club hatte 52+x Minuten lang nichts mehr entgegenzusetzen.

Was – so Oenning – daran lag, dass unsere Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht die Mittel hatte, diesen starken Gegner unter Druck zu setzen (klick).

Stimmt. In der zweiten Halbzeit hatte der Club nur eine halbwegs brauchbare Torchance: Beim Spielstand von 0:3 setzte Mintal einen Halbdistanz-Schuss übers Tor.

Unter Druck gesetzt hat unsere Mannschaft den Gegner aber auch in der ersten Halbzeit nicht. Pino gab in der Anfangsphase einen beherzten Schuss aus zwanzig Metern ab, traf den Ball aber nicht so gut wie der Hoffenheimer Spieler beim 1:0. Ansonsten wurde Hildebrand nicht ernsthaft geprüft.

Halten wir fest: Zwei Torchancen in 90+x Minuten.

Oenning: Das dritte Gegentor war absolut unnötig. An dieser Stelle war das Spiel dann für uns beendet (klick).

Ja, das dritte Tor war unnötig. Es bestach aber durch schwerelose Ästhetik: Zuculini animierte Pino durch einen Hüftschwung zu einem Sidestep, der die Schussbahn öffnete. Eine ansprechende argentinische Tanzeinlage über Vereinsgrenzen hinweg. Ein Zucki-Zucki-Tor.

Nein, das Spiel war für uns nicht nach dem 0:3 beendet, beendet haben wir das Spiel schon nach dem 0:2.

Zehn Spiele sind in dieser Saison gespielt und unsere Mannschaft steht, sollte Bremen das Sonntagsspiel in Bochum nicht gewinnen, auf dem vorletzten Tabellenplatz. Da steht man halt, wenn man von zehn Partien sechs verliert und nur zwei gewinnt. Da steht man zu Recht, wenn man in Heimspielen gegen Hannover und Bochum null Punkte holt und einem die Mittel fehlen, diese Punktverluste durch Punktgewinne gegen Mannschaften “über Augenhöhe” auszugleichen. Da wird man auch weiterhin stehen, wenn man am kommenden Spieltag im Heimspiel gegen die Mannschaft, die das Sonntagsspiel in Bochum hoffentlich gewinnt, nicht endlich ein ! setzt.

Unsere Mannschaft sollte endlich mal beweisen, dass sie zu Recht in der Liga spielt, in der sie spielt.

Hinter diesen Satz setze ich ein Ausrufezeichen. Und zwar eins der dickeren Sorte:

!

     

Tags: , ,

Kommentare (43)

Trackback URL | Kommentar RSS-Feed für diesen Artikel

  1. Harald sagt:

    @belschanov: Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. 30 Minuten Kampf und Einsatz alleine reichen nicht, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Wenn Oenning der Meinung ist, nach dem 0:3 ist das Spiel für ihn beendet, dann soll er den Hut nehmen und gehen. Dieser Mannschaft fehlt vor allem der Ehrgeiz es zu versuchen, auch ein 0:2 in Hoffenheim zu drehen. Gerade Oenning als Trainer ist in der Halbzeitpause gefordert, die Mannschaft aufzurichten und neu einzustellen. Stattdessen kommt der Club aus der Pause und versucht nur noch das Ergebnis in erträglichen Grenzen zu halten. Ein gefährlicher Schuss (Mintal) sind die einzigen Angriffsbemühungen, die der Club in der 2. Halbzeit zustande kriegt. Das ist für die Bundesliga, egal gegen welche Mannschaft man spielt, defenitiv zu wenig.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  2. belschanov und ich üben uns in dieser Saison im Kontroversen – und das ist auch gut so. Das Prinzip der These und Antithese ist für die Dialektik ungemein wichtig. belschanov legt den Finger in die Wunde, ich hab mein Töpfchen mit Salbe und Mutmachern stets parat – die Wahrheit ist hart genug und braucht beides…

    Ich verstehe durchaus die Depression, die aufkommt, wenn man Resignation der Protagonisten verspürt – bei 0:2 und noch so lange zu spielen. Klar dachte ich mir auch: Los Jungs! Ein Tor und die Hoffenheimer wackeln wieder, beginnen wieder zu zweifeln. Fußball ist doch manchmal verrückt genug, man muss nur daran glauben! Doch offenbar ist MO einfach zu sehr Realist.

    Realismus ist, so sagt ein altes Sprichwort, wenn man nach abwägen aller Gegebenheiten erkennt, dass Kämpfen nicht lohnt.

    Doch was dem Pragmatiker schlüssig erscheint, ist dem Fan ein Greuel.

    Daher wünschte man sich auch bei 0:2 ein Ausrufezeichen – und wenn es nur das Attest am Ende gewesen wäre, man hätte “nie aufgegeben”.

    Aber MO ist eben Münsteraner und eigentlich dem Franken gar nicht so weit weg im Gemüt. – Aber vielleicht bräuchte man in diesen Stunden nicht das Gleiche sondern zur Aufmunterung so einen Leih-Zampano – nur so für die Seele, für ein paar Stunden.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  3. Patrick sagt:

    Die “Ihr dürft ruhig verlieren, aber dann zerreisst euch wenigstens auf dem Platz” Einstellung kam mir bis heute stets irgendwie populistisch vor.

    Das Erheben der Tugenden des kleinen Mannes (lies: kleiner Verein) zum allein gültigen Prinzip, einzig aus der Tatsache der Unterlegenheit heraus. Ein Kultivieren der eigenen Schwäche.

    Aber ich muss sagen, dass dieses “hm wir sind halt nich´ so gut, wir wissen irgendwie nich, ausserdem ham wir null selbstvertrauen” mittlerweile unerträglich geworden ist.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  4. regi sagt:

    Oenning ist Realist und damit wenigstens glaubwürdig.

    Die Mannschaft ist einfach von der Klasse her zu weit von Mannschaften wie Hoffenheim oder Leverkusen weg. Die macht nach einem 0:3 (Oenning) bzw. ehrlicherweise nach einem 0:2 (belschanov) nichts mehr. Im Grunde können wir froh sein, wenn sie nach einem 0:1 noch was machen kann (s. Spiel gegen Bochum).

    Du machst aus einem Ackergaul kein Rennpferd. Aber da es noch ein paar Ackergäule wie Gladbach, Hertha, Bochum, Freiburg und Köln in der Liga gibt, ist die Hoffnung noch nicht verloren, dass es zumindest für Platz 16 am Schluss reicht.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  5. Harald sagt:

    @regi: Sollen dann die Fans bei Auswärtsspielen oder Heimspielen nach einem 0:2 oder 0:3 nach Hause gehen? Die Mitaufsteiger aus Mainz und Freiburg machen es dem Club vor, wie es auch anders geht. Bein Spiel der beiden Mannschaften gestern gegeneinander wollte jede Mannschaft den Sieg. Dieser absolute Wille fehlt mir beim Club und wenn dann ein Trainer solche Äußerungen macht, wundert es mich nicht, das der Club auf einem Abstiegsplatz steht.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  6. Juwe sagt:

    Diese Mutlosigkeit auch gerne als Augenmaß oder Realitätssinn verpackt, das nervt tierisch. Was machen denn andere Aufsteiger wie Mainz und Freiburg, auch wenn die Beispiele schon oft herhalten mußten. Oder nehmen wir das Beispiel KSC vor zwei Jahren. In so einer Liga kann einem guten Tag jeder jeden schlagen. Das ist ein Merkmal der 1. Liga.
    Nur vermisse ich irgendwie Oennings angekündigtes Ausrufezeichen in der Tat und in der Umsetzung auf dem Platz! Habe auch schon letzte Woche erwähnt, dass das Beispiel gegen eine völlig auseinanderfallende Hertha wohl leider kein Gradmesser und keine Heldentat war, wenn auch für einen Moment beruhigend. Ehrlich gesagt, es graut einem schon etwas vor Bremen und die üblichen Erklärungsversuche hinterher, warum man ja sowieso keine Chance hat.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  7. Leider mag bei aller Lobhudelei man mich gerne am Ende der Saison zitieren, aber Freiburg und/oder Mainz werden mit zunehmender Spielzeit auch ihren Platz unten finden, wo wir, wie sie, hingehören. Der von Juwe gerade gelobte KSC sackte meiner Erinnerung nach in der zweiten Saisonhälfte dann brutal ab und spielt mittlerweile wo …?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  8. Harald sagt:

    @Alexander: Das hat mit Lobhudelei nicht zu tun. Wie beide Mannschaften Mainz/Freiburg sich auf den Platz präsentieren, davon ist der Club meilenweit entfernt. Ich glaube auch, dass 17 Punkte aus bis jetzt 10 Spielen für Mainz eine deutliche Sprache sprechen. Wenn deiner Meinung nach Freiburg und Mainz ihren Platz “unten” finden werden, wo steht den dann der Club, etwa ganz unten?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  9. Bertl sagt:

    Harald: @belschanov: Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. 30 Minuten Kampf und Einsatz alleine reichen nicht, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Wenn Oenning der Meinung ist, nach dem 0:3 ist das Spiel für ihn beendet, dann soll er den Hut nehmen und gehen.

    Sind wir schon wieder soweit das der Trainer gehen soll?
    Er hatte doch die Wahrheit gesagt, das Spiel war nach dem 3:0 devenitiv vorbei.
    Was hätten wir tun sollen, bedingungslos anrennen und dabei noch mehr Gegentore einfangen?
    Nach dem Motto: ist doch eh schon egal.
    Ich stehe weiter hinter MOe und ich glaube nicht daran, dass mit einem neuem Trainer alles besser wird.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  10. @Harald: Meine Einschätzung mag mit einer Mischung aus Optimismus und Pragmatismus zu tun haben, denn ich glaube auch wir werden noch eine gute Phase des Club erleben und ebenso schlechte/durchwachsene bei den Mainzern wie aktuell beim Club. Warum ich das glaube? Weil es die Geschichte lehrt. Genug hochgelobte Teams gesehen, die dann kurz nach der Winterpause den Teamcoach feuerte – ich denke nur an Ahlen letzte Saison und Wück, aber das ließe sich beliebig statistisch belegen.

    Gestern muss man das mal mit ner gehörigen Portion Abstand (emotionaler) ansehen. Da spielst du eigentlich sehr ordentlich und kommst gut in die Partie, da haut dir einer aus 35 Metern so ein Ding in den Winkel. Das versuchst du wegzustecken und kriegst einen tödlichen Pass gesteckt und der auch noch auf einen der in der letzten Saison als Wunderstürmer tituliert wurde und der legt den an den Innenpfosten und dann ins Tor. Und dann sind die Hoffenheimer plötzlich ganz die Alten und strotzen vor Selbstbewusstsein – und das sie traumhaft Fußball spielen können, weiß man eh. – Im Fußball kann es halt Scheiße laufen, meistens vor allem dann, wenn du unten stehst. Und bei aller Zurückhaltung: Der Elfer bei Bunjaku war glasklar und wenn der gepfiffen wird, gehen wir als Sieger vom Platz, gerade nach der Anfangsphase.

    Fußball entscheidet sich auf dem Niveau oft in 1-2 Szenen. Das ist auch keine neue Erkenntnis.

    Der Wunsch nach bisschen “Blut, Schweiß, Tränen” für die Volksseele ist ein anderes Thema.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  11. Patrick sagt:

    Bitte keine Tränen mehr! :)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  12. Harald sagt:

    @Bertl: Ich will keine Trainerdiskussion! Nur mich nerven langsam die ewigen Ausreden von Oenning. Einmal sind es Mannschaften mit dem man nicht auf Augenhöhe ist und dann ist für Oenning das Spiel nach einem 0:3 beendet, obwohl das Spiel gegen Hoffenheim immerhin danach noch 20 Minuten lief. Eigentlich braucht der Club dann gar keinen Trainer mehr.
    @Alexander: Das Spiel entscheidet sich nicht in 1-2 Szenen. Hoffenheim hatte mindestens 20 der Club 1 in der 78 Minute durch Mintal.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  13. Patrick sagt:

    Und ich will keine Tränen-Diskussion ;)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  14. berlinclub sagt:

    @Alexander
    Ich stimme Dir zu, was Realismus und Pragmatismus betreffen, die man insbesondere in dieser Saison zugrunde legen muss. Aber es gibt ja – genau so real – die Gegenbeispiele, insbesondere jenes aus Mainz.

    Ein Team, das vom allgemein apostrophierten Individualvermögen her höchstens auf Club-Niveau liegt, das sich aber doch mit einer enormen Wucht, einer großen Lust aufs und am Spiel, egal gegen welchen Gegner, in die Matches stürzt und einfach von Beginn an versucht, mit den eigenen Mitteln und insbesondere einem beeindruckenden Kampfeswillen und Einsatz eventuelle individuelle Unterlegenheiten wettzumachen und auf diese Weise eben von Saisonbeginn an so viele Punkte zu hamstern, wie möglich. Eben WEIL sie, denke ich mal, wissen, dass auch ihre Schwächephase noch kommen wird und es unerhört praktisch ist, wenn man in ebenjener schlechten Phase ein bisschen was vom gehamsterten Futter aufbrauchen kann, ohne gleich den Anschluss verloren zu haben.
    DAS ist auch eine Form des Pragmatismus.

    Eine andere zwar als die Oenning’sche Version, der natürlich mit den meisten seiner Aussagen über den letztendlichen Stellenwert der Mannschaft im großen Erstligagefüge Recht hat. Aber baut das ein Team auf? Törnt einen Spieler das auf Dauer an, wenn er immer wieder das hört, was er selber ohnehin befürchtet: “Ja, so ne richtige Chance haben wir da nicht, das ist auch okay so, die sind nun mal besser, da gibt’s kein Vertun.”
    Hänge ich mich dann voll rein? Bin ich dann so richtig heiß drauf, mal eine Überraschung à la Mainz 05 zu schaffen?

    Und der Club braucht Überraschungen, denn die nötigen Punkte gegen Mitabstiegskonkurrenten wurden schon zum Teil zu Hause verschenkt. Bei uns gibt’s eben kein Polster, die Mannschaft aber muss, das denke ich inzwischen aus diesem puren Pragmatismus – auch wenn der für die öffentliche Meinung gut und richtig ist – herausgeführt werden und einen Weg suchen, neben dem sichtbar wachsenenden taktischen Verständnis auch so etwas wie Begeisterung, Moral, Torschusslust und Siegeswillen zu verinnerlichen.

    Keine dieser wochenends anstehenden 90 Minuten sind dafür geeignet, sich hängen zu lassen, sich aufzugeben, das Ergebnis “im erträglichen Rahmen” zu halten. Wenn man schon keine Chance mehr hat, dann kann man genau diesen Umstand doch dafür nutzen, die Mannschaft aufzubauen, indem man sie stürmen lässt. Ich weiß, das klingt naiv, aber wenn man das mit der Mannschaft vorher glasklar so abspräche wäre es doch super, wenn aus 3:12 Torschüssen wie gestern vielleicht 8 auf der Habenseite stünden, selbst wenn man sich durch konter noch zwei Dinger fängt.
    Aber man wüsste wenigstens mal wieder, wie sich das anfühlt, nicht nur “klug zu verteidigen”, “gut zu stehen”, “nach hinten zu verschieben” etc., sondern eine Verteidigung zu überraschen, sich Chancen zu erarbeiten und sich nicht in ein “das müssen wir jetzt versuchen zu halten” reindrängen lassen. Auch wenn das im Ergebnisfußball absolut vernünftig ist. Ich halte das aber für das eigene Selbstbewusstsein für langfristig viel zu negativ. Lieber mal – im Einverständnis mit allen! – sich abschießen lassen, aber alles versuchen, um selbst Tore zu schießen, um das Stürmen, das Kreative im Spiel nach vorne, nicht vollends zu verlernen und als immer fremdartiger erscheinende Variante dieses Spiels zu missverstehen, zu dem der Zugang von Spieltag zu Spieltag immer weiter verloren geht.

    Denn das Torevehindern ist – und das zeigt uns ein Ex-A-Jugendtrainer aus Mainz – nicht das Spielziel, nicht die Maxime einer Truppe von Bundesligaspielern, die Samstag für Samstag das Privileg haben, einen der aufregendsten Jobs der Welt ausüben zu können. Vielleicht sollte man ihnen das mal wieder erzählen. Fußballspiel kann Spaß machen, auch wenn man ein Match wie gestern dann vielleicht 3:5 oder 3:7 verliert. So what? Zumindest wissen unsere dann noch, wo das gegnerische Tor steht und dass man selbst Mittel und Wege kreiert hat, den Ball genau dort zu versenken. Im Training – meine Güte, da spielen sie immer nur gegen sich selbst, da kennt man die Macken und Tricks des anderen in- und auswendig. Selbstvertrauen übers Training, das funktioniert, bis man den ersten Ball im Spiel verloren hat.
    Und, lieber Alexander, ich glaube auch nicht, dass wir gestern nach anerkanntem Elfmeterpfiff gegen Bunjaku den Platz als Sieger verlassen hätten. Dazu fehlt m.E. nach der Mannschaft das mentale Rüstzeug. Aber das ist eh graue Theorie.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  15. regi sagt:

    Harald: @regi: Sollen dann die Fans bei Auswärtsspielen oder Heimspielen nach einem 0:2 oder 0:3 nach Hause gehen?

    Ja, das macht vermutlich tatsächlich Sinn. Weil man sich den Rest echt sparen kann.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  16. Harald sagt:

    @berlinclub: Toller Kommentar!!! Treffender kann man die Situation beider Mannschaften von Mainz und Nürnberg nicht darstellen. Mainz hat zwar auch nicht die spielerischen Mittel aber dies machen sie durch Einsatzwillen und Kampf wieder wett. Das Spiel gegen Freiburg hätte auch gestern 3:3 enden können, weil beide Mannschaften nie aufgesteckt haben. Freiburg spielte selbst nach 0:2 immer wieder nach vorne und suchte ihre Chance zum Anschlusstreffer. Was passiert beim Club, da erklärt der Trainer das Spiel, nach dem 0:3 für beendet.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  17. regi sagt:

    Juwe: Was machen denn andere Aufsteiger wie Mainz und Freiburg, auch wenn die Beispiele schon oft herhalten mußten.

    Es fällt nicht leicht, das zuzugeben, aber die beiden sind deutlich besser als wir.

    Juwe: In so einer Liga kann einem guten Tag jeder jeden schlagen. Das ist ein Merkmal der 1. Liga

    Da würde ich uns aber ausnehmen. Für Freiburg und Mainz trifft es durchaus zu.

    Juwe: Diese Mutlosigkeit auch gerne als Augenmaß oder Realitätssinn verpackt, das nervt tierisch. Ehrlich gesagt, es graut einem schon etwas vor Bremen und die üblichen Erklärungsversuche hinterher, warum man ja sowieso keine Chance hat.

    Ich muss leider zugeben, dass meine obigen Kommentare von Mutlosigkeit geradezu erfüllt sind. Und dass das nervt, versteh ich auch. Drum lass ichs mit diesem Kommentar gut sein.
    Nur soviel noch: Vor Bremen grauts mir auch schon.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  18. BSE08 sagt:

    Harald: .@Alexander: Das Spiel entscheidet sich nicht in 1-2 Szenen. Hoffenheim hatte mindestens 20 der Club 1 in der 78 Minute durch Mintal.

    Du unterschlägst die Elferszene.

    Aber im Ernst: Das ist ein interessanter Punkt.

    Prinziell würde ich Alexander zustimmen (Spontan muss ich komischerweise an das WM-Halbfinale gegen Argentinien denken. Kloses Ding als quasi einzige Szene, Lehmanns Zettel).

    Meist entscheiden m.E. wirklich 1-2 Szenen das Spiel. Mainz – Freiburg war vollkommen ausgeglichen; womöglich hatte sogar Freiburg mehr vom Spiel, aber die entscheidenden Szenen passierten eben vor dem anderen Tor.

    Und deshalb würde ich in dem Falle unseres Clubs…dir Recht geben. Das Spiel war viel zu einseitig. Die “Szenenverteilung” war zu ungleichmäßig. Die Wahrscheinlichkeit, daß uns auch der Elfer nichts geholfen hätte, setze ich wie Freund berlinclub ziemlich hoch an.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  19. Bertl sagt:

    Ich hätte noch was positives zum 10. Spieltag:
    1. Hertha hat seine Durststrecke gegen Wolfsburg
    beendet und nicht schon gegen uns.
    2. Bochum ist wieder hinter uns.
    3. Bei einem Sieg gegen Bremen ist sogar Platz
    12 für uns drin.
    Ok Bremen wird auch nicht leicht zu schlagen sein und auf Augenhöhe sind wir mit denen ja auch nicht, aber man kann auch was positives finden, wenn man es finden will.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  20. KUZ sagt:

    Es wurde hier auf den Unterschied zwischen Mainz/ Freiburg und dem Glubb verwiesen. Der wichtigste Unterschied ist : Der Fan. Der Fan , der bedingungslos hinter seinem Verein steht! Den gibt es bei uns nicht. Alexander hat völlig recht. Das Spiel gestern wurde wirklich durch 4 Szenen entschieden. Der nicht gegebene Elfer, ein Sonntagsschuss, ein Ausrutscher und ein Tor eines Spielers, der laut Maradonna bei der nächsten WM zu einem der Superspieler der WM werden kann!Wieviel Paraden hat den Schäfer gestern noch machen müssen??? Wenn mich nicht mein Gedächtnis im Stich läßt, hatte Hildebrand nicht weniger zu tun. Dass Hoffenheim im Spiel(aber erst nach dem Glücksschuss!) spielerische Überlegenheit hatte, ist Spielern, die den Unterschied machen, zu verdanken. Spieler , die sich der Glubb nicht leisten kann. Die vielgerühmten Freiburger sind gerade 2 Punkte vor uns.Das Torverhältnis kann schon eine Rolle spielen siehe heute Bochum. Mit Mann und Maus stürmen und noch 2 weitere Tore kassieren.Und die haben einen Klimovic und Sestak, anerkannte Torgaranten. Das fehlt uns natürlich. Ein Eigler, der, wenn er mal aufs Tor schiesst, Kullerbälle losläßt. Bunjaku hat mir gestern nicht schlecht gefallen. Aber zum Abschluss kam er auch nicht. Das entspricht aber dem System ohne treffsichere Stürmer. Da ist auch mal die 2. Reihe gefragt. Warum nicht einfach drauflos geschossen wird, wenn sich eine Möglichkeit bietet, kann jeder für sich ausmachen. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir, wie einige hier spekuliert haben, keine 2-3 Tore geschossen hätten, wenn wir losgestürmt wären. Deshalb wäre bei der spielerischen Klasse ein 0:7 eher möglich gewesen als ein 3:7. Vor allem auch deshalb , weil die Tore 2 & 3 durch Konter erziehlt wurden. Das gestrige Spiel so zu zerreisen, entspricht nicht den Tatsachen und wird der Mannschaft nicht gerecht. Und viele vergessen, dass Freiburg ca 7-8 Punkte VOR dem Glubb die Liga 2 beendete. Dafür finde ich die 2 Punkte Differenz gar nicht so schlecht. Und wenn man die blamable Leistung von Hertha gegen Freiburg noch abzieht, ist es nur noch 1 Punkt. Wegen des besseren Torverhältnis des Glubbs!Womit ich wieder bei der Taktik von MO wäre. ICH kann nichts verwerfliches finden an seiner Taktik in Hoffenheim und bei den Pillen. Und das bringt mich auch zum Fan. In Mainz ist Partie, ebenso in Freiburg.Egal wie die Mannschaft spielt. Bei uns wird gemault , wenn ein Duselsieg nur gegen MG herausspringt. Nürnberg :( falsch verstandener) Größen- bzw Minderwahn.
    Übrigens, vor einem Jahr sahen einige den Glubb heute in Liga 3 spielen…aber so ist der Glubberer eben.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  21. louis sagt:

    Schuldischung, ich weiss, dass Ihr gerade keine Besserwissereien von außen braucht. Ich schau halt gelegentlich ganz gerne bei Euch rein und wünsche Euch – meistens – Erfolg.

    Mir kam nur gerade, als ich diesen Thread las, so eine dämliche Idee. Ihr habt ähnliche Probleme wie die Hertha. Beide Vereine sind aber in völlig unterschiedlichen Situationen. Ihr seid Aufsteiger und an der Grenze Eurer Möglichkeiten, Hertha ist bisher der Absteiger dieser Saison. Beide Vereine haben – aus völlig unterschiedlichen Gründen – inzwischen Trainer, die nicht wirklich (mehr) zu ihnen passen. Oenning ist ein Intellektueller, ein Schöngeist, einer für den Aufstieg. Funkel ist ein Arbeiter, der seine Position sein Leben lang hart erkämpft hat, dem aber für mehr als den Klassenerhalt in der Bundesliga die Vision fehlt.

    Meine – wahrscheinlich dämliche Idee – wäre ein Trainertausch. Oenning wäre ein adäquater Nachfolger für Favre. Er würde das Flair verbreiten, nach dem sich der Hauptstadtclub so sehnt. Und Funkel wäre genau der humorlose Wadenbeißer, den Ihr gerade jetzt benötigt. Ihr seid gerade am Optimum Eurer derzeitigen Möglichkeiten angelangt. Ich denke, Euch würde eine Funkelkur so weit stabilisieren, dass Ihr die Klasse haltet. In Berlin wird Funkel dagegen recht schnell scheitern.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  22. louis: Meine – wahrscheinlich dämliche Idee – wäre ein Trainertausch. Oenning wäre ein adäquater Nachfolger für Favre. Er würde das Flair verbreiten, nach dem sich der Hauptstadtclub so sehnt. Und Funkel wäre genau der humorlose Wadenbeißer, den Ihr gerade jetzt benötigt. Ihr seid gerade am Optimum Eurer derzeitigen Möglichkeiten angelangt. Ich denke, Euch würde eine Funkelkur so weit stabilisieren, dass Ihr die Klasse haltet. In Berlin wird Funkel dagegen recht schnell scheitern.

    Ne, louis, da lehn ich dankend ab – der Co aus euren Beständen reicht da für’s Erste. :grin:

    Aber mal im Ernst: Nein. Funkel ist Typ “solider Bundesligatrainer”, vielleicht sogar mehr, wenn er denn mal Material hat, mit dem mehr geht – allein seine Außendarstellung ist manchmal gewöhnungsbedürftig. Seine Philosophie aber ist eine sehr pragmatische und damit ist uns beim Club auch nicht wirklich gedient, denn das Konzept “irgendwie drinbleiben” mag in Anbetracht des Abstiegssogs ein dankbarer Strohhalm, aber keine Perspektive sein.

    MO steht beim Club nicht für Schöngeist, das sehe ich eben ganz anders. MO steht für Jugendkonzept und will die Beweisführung antreten, dass man mit nachhaltiger Jugendarbeit mittel- bis langfristig was aufbauen kann, statt nur immer gerade die Löcher mal so zu stopfen, damit das Boot nicht sinkt.

    MaBa und MO sind keine Schöngeister, das Bild wird verzerrt gern von den Medien gezeichnet indem es stereotyp den piano-spielenden Grimmepreis-Träger zeigt – beide stehen für das Jugendkonzept, weil es auch aus der Erkenntnis der Möglichkeiten geboren ist – und weil MO der richtige Mann dafür ist.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  23. Juwe sagt:

    @Louis

    befürchte damit wäre der Hertha kaum geholfen. MOe würde auch bei der Hertha die Situation derart gekonnt sachlich und nüchtern analysieren und herunterreden, dass ihr glauben würdet ihr habt gar keine Krise sondern seit lediglich im Plan eines sehr langfristigen Konzeptes. Und ein paar Jugendspieler würde er auch dort auftreiben :-)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  24. jacques_noris sagt:

    Mich stört es auch sehr, dass Oenning immer wieder von Gegner spricht, die “Nicht auf Augenhöhe” sind. Er hat ja im Prinzip Recht, aber schon vielzitierten Beispiele Mainz und Freiburg zeigen, dass eben doch etwas gehen kann, wenn man an sich glaubt, Glück hat und nicht aufhört für dieses Glück auch zu kämpfen.

    Wie Robin Dutt etwa den Töpperwien angegangen ist, als der behauptet hat, Freiburg habe gegen die Bayern schlecht gespielt und kaum Chancen gehabt. Dutt hat nie davon gesprochen, dass die Bayern die besseren Spieler und mehr Geld haben, sondern sah sein Team ganz selbstverständlich “auf Augenhöhe”. Und nur wenn man selbst so begeistert ist und an die kleinste Chance glaubt, kann man das auch seiner Mannschaft vermitteln. Diese Einstellung, dieser unbedingte Siegeswille fehlt mit bei Oenning, den ich sonst für eine guten Trainer halte.

    Dutt lässt zum Beispiel selbst bei einem 0:3 noch auf Ausgleich bzw. Sieg spielen und nicht auf Schadensbegrenzung. “”Wir haben keine Angst vor hohen Niederlagen. Ich bin bereit, alles zu riskieren.” Für den Aufsteiger zählt nämlich jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. “Wenn wir es schaffen, auch nur ein Spiel umzubiegen, wenn wir durch unser Risiko nur einen Punkt mehr holen, dann ist der mehr wert als das Torverhältnis.”

    Beim Club kommt diese Sieger-Mentalität leider nicht aus dem Verein, den Medien, dem Umfeld oder von den Fans (sonst wären wir keine Franken..:;), deshalb muss sie umso mehr der Trainer verkörpern.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  25. @jacques_noris … Freiburg hat genau 2 Punkte mehr wie wir am Konto!?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  26. Juwe sagt:

    es muß ja kein Sieg sein in Hoffenheim, aber warum hat man von außen nie das Gefühl, dass der FCN sich wehrt oder mal ein ‘jetzt erst Recht’ Gefühl entwickelt, eine Trotzreaktion zeigt. Und wenn dann nur ein 3:2 oder wegen mir 3:1 für Hoffenheim herausspringt, einfach zeigen, dass man ein Team ist, das bis zuletzt die Chance sucht als Grundeinstellung.
    Es gibt doch genug Beispiele, in denen ein vermeintlich gelaufenes Spiel noch mal plötzlich anfing eng zu werden. Will ja nicht erst an Bochum erinnerern letzte Saison in der Allianz Arena, die gegen den scheinbar übermächtigen FCB 3:1 hinten lagen und noch 1 Punkt geholt haben am Ende, wovon die Bayern selbst am meisten überrascht waren.

    Und dann sorry noch ein Trainer MOe dazu, der den Spielern hinterher jedesmal die nötigen Alibis für dieses ‘Aufstecken’ liefert, wenn man mal 2:0 hinten liegt, sei ja sowieso nichts zu machen oder der fiese Sonntagsschuß uä.

    Nur wenn man in jedem Spiel bis zuletzt alles versucht, werden im Laufe der Saison die 2-3 Punkte mehr auf dem Konto sein, die man am Ende dann auch dringensd braucht.

    Die Jungs müssen ja nicht gleich wie Weltmeister spielen, aber vielleicht mal 90 Min einfach dran glauben oder sich einbilden, sie wären welche. Stichwort Motivation, aber irgendwie sieht das nie danach aus….

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  27. Hörnla sagt:

    Kritik der Kritiker: lasst endlich mal das Isolieren einzelner Sätze Michael Oennings sein. In der Pressekonferenz hat Oenning keinesfalls lediglich Alibis geliefert wie “nicht auf Augenhöhe” und so. Er hat gesagt, dass die zwei kurz aufeinander folgenden Gegentore das Problem darstellten – deshalb sei das Spiel nach einer halben Stunde, in die man den Geist des Hertha-Spiels mitgenommen habe, gekippt. In der Tat: die Chance sich zu konsolidieren wurde unglücklich vertan durch ein eigentlich zu lobendes Jetzt-erst-recht, das aber zu einem Zu-viel-Wollen kippte. Das zeigte sich in meinen Augen am Ballverlust: Mintal ging in ein Dribbling gegen drei. Dass Mintal dribbelt ist sowieso selten, meist spielt er ja schnell ab. Gegen drei, das erklärt sich meines Erachtens eben durch den Willen, diese Wendung des Spiels, das der Club bis dato gut (mit-)gestaltet hatte, nicht hinzunehmen. Dass dann ein Lehrbuchkonter folgte mit einem Ibisevic wie in alten Tagen, ja mein Gott, das passiert halt. Einzige Chance danach: ein schneller Anschlusstreffer nach der Pause. Und hier gilt es mal zu akzeptieren: die Hoffenheimer waren sowohl konditionell als auch spielerisch an diesem Tag eine Klasse besser als der Club. Es ist ja nicht so, dass unsere Leute nicht wollten – im Gegenteil. Aber wer immer auch den Ball hatte, sah sich sofort zwei bis drei Hoffenheimern gegenüber, so dass geordneter Spielaufbau seitens des Club kaum mehr stattfand, kaum mehr stattfinden konnte. Das sind einfach Fakten und insofern trifft die Analyse, dass unsere Mannschaft an diesem Tage nicht auf Augenhöhe mit den Hoffenheimern spielte, vollauf zu. Wobei ich die Mannschaften sehen möchte, die Hoffenheim nach einem 0:2 Rückstand in deren eigenen Stadion noch herspíelen. Denn das ist deren Spiel: hart gegen den Mann und in Überzahl gegen den Ball, im Idealfall ein schneller Konter nach Balleroberung. Das gelang gegen den Club, dessen Spieler das versuchten, was ihnen möglich war an diesem Tag und die es an Geist überhaupt nicht fehlen ließen, aber durch die konsequent attackierenden Hoffenheimer zu Fehlpässen und Rückpässen gezwungen wurden. Kritik sowohl am Einsatzwillen als auch am Geist der Mannschaft ist für mich angesichts des Kalibers des Gegners und der Spielsituation nach den beiden Gegentoren nicht nachvollziehbar – da gab es andere Spiele. Kein Vorwurf an die Mannschaft; den Hoffenheimern gratulieren, abhaken und vergessen.
    P.S.: Zu den Supermannschaften, die alle soooo viel besser sind als der Club ein kleiner historischer Hinweis: der 1. FC Saarbrücken stand als Superduperüberraschungsmannschaft im Jahr seines Abstiegs unter Neururer öfter an der Tabellenspitze als der FC Bayern, der spätere Meister. Soviel zu diesen fatalistischen Zwischenbilanzen. Ein Punkt in H. wäre schön gewesen, hat eben nicht geklappt. So what?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  28. Danke belschanov für den guten Artikel, dass trifft auch meine Stimmung. Vor dem Hertha Spiel habe ich auch, wie Alex so schön sagt, in die Wunde gegriffen und gewarnt. Dann kam dieser 3:0 Heimsieg und jeder Sprach schon von der Wende (erinnerte mich irgendwie an das 5:1 gegen Frankfurt in der Abstiegssaison), aber irgendwie hat wohl keiner bedacht das es eben “nur” die Hertha war, die momentan in einer wirklich äusserst desolaten Verfassung ist. Ich habe es bewusst letzte Woche nur angeschnitten, bei deutlicheren Äusserungen hätte ich wohl den Sieg madig gemacht.

    Nun kam Hoffenheim und man wollte O-Ton ja ein “Ausrufezeichen” setzen. Das einzige Ausrufezeichen setze aber Hoffenheim mit dem 2:0 noch vor der Pause, damit war die Partie, wie belschanov schon schrieb, für den 1. FC Nürnberg leider gelaufen.

    Es ist mühsam den 1. FC Nürnberg mit anderen Vereinen zu vergleichen, bzw. das was in der Vergangenheit passiert ist. Was zählt ist das hier und jetzt. Und in der Gegenwart müssen wir uns eben mit der aktuellen Konkurrenz vergleichen, Mainz, Freiburg, Bochum, Gladbach, Köln und Hertha.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  29. morph sagt:

    Stuttgart :)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  30. Optimist sagt:

    @ Hörnla

    Das Isolieren von Aussagen kommt ja in erster Linie von den Medien…Wer gibt schon eine komplette PK wieder. Da der gewöhnliche Nachrichtenkonsument dann auch wieder nur vorab gefilterte Informationen bekommt, entsteht halt so ein falsches Bild.

    Wobei mich aber dann so eine Aussage wie: “in der Pause wussten wir, dass wir auf Ergebnis spielen müssen” (OE im Nachbericht Sonntags in Blickpunkt Sport, so oder so ähnlich als isolierte Aussage, deren Kontext niemand kennt) schon ärgert, weil man ja erst mal in 45 Minuten gebug Zeit hat, das Spiel noch zu drehen, oder das zumindest zu versuchen. Eigentlich keine Mannschaft ist so unbeeindruckbar, das man sie mit einem schnellen Anschlusstor und entsprechend entschlossenem Auftreten nicht doch noch ins Wanken bringen könnte, selbst wenn sie über der eigenen Augenhöhe ist.

    Die Überzeugung, das zu können, muss aber auch vorgelebt werden. Grundsätzlich unterstütze ich den Weg OEs, aber da war er mir zu ängstlich passiv (auch wenn es realistisch war).

    Vielleicht war der Satz aber ja auch wieder ganz anders im Kontext?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  31. Hörnla sagt:

    @ Optimist
    Ich glaube schon, dass – dazu sind in unserer Mannschaft der altgedienten Profis genug – jedem klar war, dass bei einem schnellen Anschlusstor noch einmal alles möglich wäre. Es wäre auch wohl jedem klar gewesen, dass, wenn sagen wir mal in der 85 Minute das 2:1 gefallen wäre, auch dann noch ein Unentschieden möglich gewesen wäre. Aber so ist es eben nicht gekommen – und nach dem 3:0 war es dahingehend gegessen, dass man halt immer auch sehen muss, wie der Gegner an diesem Tage spielt. Zu diesem Zeitpunkt (also als das 3:0) fiel, hatte Hoffenheim das Spiel zu 100 Prozent im Griff, so dass das Tor, wenn schon vielleicht nicht eine Frage der Zeit war als doch eine Frage großer Wahrscheinlichkeit. Freilich ist im Fußball alles möglich, aber deshalb nicht alles wahrscheinlich. Insofern sehe ich Oennings Äußerungen in der Öffentlichkeit – weiß ja niemand, wie es hinter den Kulissen aussieht – als einen Versuch, die zarten positiven Ansätze des Hertha-Spiels über eine klare und deutliche und verdiente Niederlage hinwegzuretten angesichts der schweren Aufgaben, die kommen. Eher Medienarbeit denn ehrliche Bestandsaufnahme. Dass man, wie Du ja auch schreibst, nach dem Anschlusstor alles nochmal hätte aufmachen können, das wissen und wussten alle. Da es nicht geklappt hat, versucht man wenigstens der Medien- und Fanschelte die Spitze abzubrechen. So interpretiere ich das, beweisen kann ich’s natürlich nedd. Insofern ist Deine Sicht der Dinge in meinen Augen natürlich ebenso gerechtfertigt und absolut nachvollziehbar.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  32. jacques_noris sagt:

    Hans Meyer hat ja nach Außen hin auch gerne tief gestapelt und oft von übermächtigen Gegnern gesprochen. Aber bei ihm hatte man immer das Gefühl, dass er der Mannschaft intern was ganz anderes erzählt und dass er aus der Rolle des Underdog eher Kraft gezogen hat. Oenning redet ja nur nicht so zaghaft – er handelt ja auch so, siehe Einwechslung von Nordveit gegen Hoffenheim. Es geht hier nicht um Zitate, die aus den Zusammenhang gerissen wurden.

    Es geht jetzt auch nicht darum, Oenning zu verteufeln und andere Trainer übertrieben zu loben. Aber Oenning muss verstehen, dass die Mannschaft auch in so einer scheinbar aussichtslosen Situation Gas geben muss. Wenn er es nicht versteht, wie soll es dann die Mannschaft verstehen?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  33. Optimist sagt:

    @ Hörnla

    Dass alle Wissen, dass immer noch etwas gehen kann, davon gehe ich schon aus. Aber für mich kam es so rüber, als ob man es gar nicht erst versuchen hätte wollen. Das Aufgeben und Schaden begrenzen kann ich nach dem 3 : 0 dann schon verstehen und auch akzeptieren, aber doch nicht schon zur Pause! Da muss dann auch einfach mehr Leidenschaft mit aus der Kabine kommen.

    …und eine Fanschelte kommt doch wohl eher dann, wenn man aufgibt, als wenn man sagt, man hat es versucht, aber ging halt nicht. Da ist dann ein leidenschaftlich erkämpftes 4 : 0 (weil man 2 Konter gefangen hat) für den Fan irgendwie befriedigender, als ein zum Ende gemauertes 2 : 0 ohne eigenen Versuch zur Korrektur, oder sehe ich das falsch?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  34. Harald sagt:

    Die Niederlagen die der Club kassiert hat (Schalke,Hannover,Bochum,Leverkusen,Hoffenheim,Bayern) waren allesamt verdient. In keinem Spiel hatte man das Gefühl, der Club würde sich gegen die Niederlage wehren. Nach einem Rückstand (Ausnahme: EintrachtFrankfurt 1:1) ergibt sich der Club in sein Schicksal. Gerade in solchen Situationen ist ein Trainer gefordert. Gegen Frankfurt hat er frühzeitig reagiert und gleich nach der Halbzeitpause Bunjaku und Charisteas gebracht und einen Rückstand fast noch in einen Sieg umgemünzt. Das hätte ich mir auch bei den obigen Spielen von Oenning gewünscht, das er einfach ein Zeichen setzt und nochmal alles probiert um die drohende Niederlage zu verhindern.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  35. Bertl sagt:

    @ Harald
    Ich war gegen Schalke und gegen Bayern im Stadion, ich kann mich beim besten Willen nicht deiner Meinung anschließen, dass wir da verdient verloren haben.
    Gerade gegen die Bayern haben unsere Jungs tapfer gekämpft und dann unglücklich verloren, genauso wie Frankfurt vorgestern in München.
    Leverkusen und Hoffenheim waren einfach zu starke Gegner für uns, da hätte MOe einwechseln können wen er wollen hätte, wir hätten da trotzdem keinen Punkt mehr geholt.
    Die Spiele gegen Bochum und Hannover taten weh ja, aber nur weil wir glauben das sind Gegner mit denen wir auf Augenhöhe sind, heißt das noch lange nicht das wir die Spiele auch gewinnen.
    Außerdem ist die Saison noch lang, nur weil manche Mannschaften mommentan mit mehr Biss spielen, heißt das noch lange nicht das wir deswegen schon abgestiegen sind.
    Letztes Jahr um die Zeit redeten manche schon von der 3. Liga, der Club wäre zu schwach für die 2. usw. usw.
    Leider gibts beim Club auch viele Fans die nur in 2 Welten leben Europapokal oder Abstieg, dazwischen gibts für die nix mehr.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  36. Patrick sagt:

    Jetzt mal historisch betrachtet:

    wundert dich das?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  37. Harald: Außerdem ist die Saison noch lang, nur weil manche Mannschaften mommentan mit mehr Biss spielen, heißt das noch lange nicht das wir deswegen schon abgestiegen sind.

    Stimmt. Kein Zweifel.

    Was (wohl nicht nur) mir bei dem Thema ein bisschen Angst macht ist die Abstiegssaison. Nach dem Pokalsieg hatte ich unseren Ruhmreichen (wie manch anderer auch) für kurz vor unabsteigbar gehalten, aber es kam eben anders. Angst nicht zuletzt deshalb, weil ich im Saisonverlauf 2007/08 ständig daran geglaubt hatte, dass sich die Jungs bald wieder fangen werden, und dann wäre der Klassenerhalt eben auch geritzt. Es kam bekannterweise anders.

    Was mir dem gegenüber wieder Hoffnung macht ist die Entwicklung, die sich aktuell zwischen Gladbach und Hertha offensichtlich entfaltet hat: Nach dem Führungstreffer gegen die Rheinländer passivierte unsere Mannschaft im Spielverlauf zusehends, gegen die Hauptstädter überhaupt nicht oder nur in erträglichem Maß (was ich bei einem Dreitorevorsprung sehr wohl, bei einem einzigen Treffer nicht okay finde).

    Kurz und gut: Nach den letzten beiden Spielzeiten braucht sich kein Mensch über aufkommende Nervosität wundern, wenn unsere Jungs während eines Spiels nachlassen oder nachzulassen scheinen. Hoffenheim erinnert an vor zwei Jahren.

    @Patrick
    Es wird aber auch von Vereinsseite alles dafür getan, dass nur Schwarz oder Weiß zum Maßstab werden. Seit vierzig Jahren ein Titel, es wird aber vor jedem Spiel die ganze Latte herunterzeremoniert. Jedes neue Trikot ziert ein Spruch, der wie alt ist? Achtzig Jahre? Wie aktuell sind die Worte überhaupt noch? Und im letzten Stadionheftchen wird auch noch gepredigt, wie fürchterlich überzeugt ein Spieler davon ist, für genau diesen Verein zu spielen. Mit anderen Worten: Kann man als Durchschnittsfan das alles überhaupt noch anders als historisch sehen?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  38. Bertl: Außerdem ist die Saison noch lang, nur weil manche Mannschaften mommentan mit mehr Biss spielen, heißt das noch lange nicht das wir deswegen schon abgestiegen sind.

    @Harald

    SORRY! Musste mir meinen Link händisch zaubern, weil die „Quote“-Verknüpfung verschwunden ist, habe mich im Quelltext verfummelt, wollte Dir nix in den Mund legen.

    Für alle, die’s nicht von allein checken: ZITAT IST VON BERTL!

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  39. Woschdsubbn sagt:

    Oha, jetzt wird die Diskussion aber langsam sehr philosophisch (auch gültig “filosofisch?”).
    Klar, mindestens seit der fulminaten Aufholjagd 2005 damals unter HM möchte man den Glubb immer so spielen sehen wie damals. Und auch als etablierten Dauergast in der 1. BuLi a la Hannover oder Frankfurt so um den 10. Platz mit Blick nach oben Richtung Europapokal.
    Leider hat es uns wieder erwischt und eine auf dem Papier doch international wettbewerbsfähige Mannschaft hat gar nicht funktioniert.
    Dann gab es ein Mißverständnis über den schnellsten Weg zurück, der in letzter Sekunde und ohne groß überzeugende Leistungen -wider Erwarten- gelang.
    Nun gibt es zwar ein Konzept, welches endlich über intensive Jugendarbeit – sicherlich auch aus der finanziellen Not geboren – zu einer mittelfristigen Strategie gefunden hat, aber dieses greift noch nicht.
    Der Glubb spielt gegen den Abstieg. Das war so zu erwarten und niemand hat jemand anderes behauptet.
    Natürlich ist bisher so manches Spielergebnis beklagenswert, zwei Spiele wurden gewonnen, zwei gute Auswärtsspiele wurden fast gewonnen und ein Heimunentschieden hätte auch sein können, d.h. ca. 5 Punkte mehr wären wohl drin gewesen.
    Kritisieren kann und soll man durchaus, daß nach 30 Minuten das Spiel schon aus war. Da fehlt es dem bisherigen Personal an Vielem. Ein anderes Personal haben wir nicht, werden wir uns auch kaum leisten können. Ich meine: Mund abputzen und Daumen drücken, dass Klabautern den Bremern im DFB Pokal vieles abverlangt, was dann gegen den Glubb fehlen kann.
    Als Dauerzuseher hofft, bangt und wartet dringend darauf, daß “der Knoten mal platzt”. Bisher ist er immer noch fest und rührt sich nicht. Dass die Jungs das Können, zeigen sie immer wieder ansatz- und phasenweise in Frankfurt, Stuttgart oder jetzt gegen Hoffenheim.

    Fazit: Schaun mer mal. Platz 15 / 16 sind und bleiben bis dahin das realistische Ziel.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  40. Optimist sagt:

    “Fazit: Schaun mer mal. Platz 15 / 16 sind und bleiben bis dahin das realistische Ziel.”

    @ Woschdsubbn:

    Fazit des Fazits: wir liegen doch voll im Soll, wozu also lamentieren… ;-)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  41. Woschdsubbn:
    Fazit: Schaun mer mal. Platz 15 / 16 sind und bleiben bis dahin das realistische Ziel.

    Klar – außer, wir werden wieder verpfiffen. Und Weiner hat’s schon wieder in Arbeit: Bunjakus Abseitstor (Frankfurt) und sein Elfmeter (Hoppenheim).

    Übrigens wäre mir Platz 15 lieber; 1976 ging’s schief, 1978 und 2009 hat’s mit der Relegation geklappt (übrigens jedesmal als Zweitligist). Schätze, es wäre wieder Schiefgehen fällig…

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  42. Optimist sagt:

    Zum Thema “warum nicht wenigstens probieren” gibt es auch einen lesenswerten Kommentar auf NN-Online: http://www.nn-online.de...rt=1111400&kat=31

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  43. [...] all der Einzelkritik am Ende zu einer Mannschaftsleistung fähig, die berechtige Hoffnungen auf Ausrufezeichen und schließlich und endlich den Klassenerhalt [...]

    Gefällt mir Daumen hoch 0

Termin wird geladen....