FCN brennt? Bildungsstreik und Fußball
Was hat den der FCN mit dem Bildungsstreik zu tun?
Nun um ein wenig die Gemüter zu beruhigen habe hier eine ganz andere Sache zum Thema gewählt.
Für mich persönlich gibt es derzeit kein anders Thema wie den Bildungsstreik. Als aktiver Student im besetzten Audimax in Erlangen kann ich mich auf kaum etwas anders konzentrieren. Beim 3:2 in Wolfsburg saß ich gerade in einer Sitzung zur Planung eines Schülerplenums. Ich erfuhr von dem Ergebnis erst spät Abends in den Radionachrichten. Für ein 0:1 gegen Freiburg bin ich sogar im Frankenstadion gewesen – hätte ich mal lieber etwas anders gemacht. Beim 0:4 in Dortmund war ich zwar ausnahmsweise nicht im Audimax, aber irgendwie war es doch nur Nebensache.
Wie kommt dieser plötzliche Wandel?
Ich kann es euch nicht wirklich sagen. Fakt ist nur, dass ich derzeit ein Gefühl verspüre dringend etwas ändern zu müssen. Dieser Drang ist so groß, dass ich nächtelang nicht neben meiner wunderschönen Frau sondern auf einer alten Luftmadraze im Audimax einschlafe. Nichts desto Trotz habe ich Alexander schon seit Wochen versprochen endlich auch einmal etwas Kreatives zu CU beizutragen. Nach einer langen Plenumsdiskussion kam mir dann der Gedanke, dass der Bildungsstreik, die Bildung an sich und der FCN doch nicht so weit entfernt sind wie man denken könnte.
Soweit der Prolog
Der einfachste Schnittpunkt ist Michael Oenning. Unser Trainer ist ein examinierte Deutschlehrer, der sich immer noch in seiner Freizeit auf einem relativ hohen kulturellen Level bewegt. Er ist bekannt für seine Liebe zu Chopin und man weiß, dass er auch selbst Klavier spielt. An ihm ist die Bildung sicher nicht vorüber gegangen. Am meisten bemerkt man es jedoch in seinen Aussagen. Sie sind alle wohl überlegt. Für den einzelnen klingen sie vielleicht ein bisschen arrogant, das aber ist meiner Meinung nach nur ein weit verbreitetes Vorurteil über Akademiker.
Auch unser neues Leistungszentrum, welches hoffentlich bald fertig ist, hat etwas mit unserm Bildungssystem zu tun. Es ist ja nicht nur ein Wellnesbereich für die Spieler der ersten Mannschaft. Es beinhaltet auch ein gut ausgestattetes Fußballinternat. Gerade solche Fachbezogenen Schulen funktionieren in der Ausbildung meist besser als jede Staatliche Schule. Bei Sportlern, Künstlern oder anderen Schülern wird trotzdem wert darauf gelegt, dass ihre allgemeine Ausbildung nicht hinten runter fällt. Man könnte auch sagen, dass es durch ein wenig Druck sogar besser funktioniert. Jeder Fußballer im Internat weiß, dass er mit einer 6 in Mathematik nicht nur in Schule durch fällt, sondern auch in seiner Fußballkarriere.
Am aller wichtigsten finde ich jedoch den Wert des FCN´s für die Gesellschaft. Vereine integrieren ausländische Jugendliche, Vereine überwinden soziale Grenzen. Schauen wir uns doch mal unsere Jugendnationalmannschaften an. Kaum ein Name klingt noch deutsch. Das ist auch gut so. Denn unsere Gesellschaft hat sich nun einmal weiter entwickelt. Wir sind schon lange nicht mehr die Nation der Deutschen. Wir bestehen aus vielen Nationalitäten. Und hier schafft es der Fußball, jeder einzelne Verein, also auch der FCN etwas zu verbinden, was die Politik und somit auch die schulische Bildung schon seit Jahren verschlafen hat.
Es ist ein Grundziel der Proteste soziale Ungerechtigkeiten abzuschaffen. Ob es nun das dreigliedrige Schulsystem, welches Kinder bereits nach der 4. Klasse in soziale Schichten einordnet oder ob es die Studiengebühr ist, die es vielen Menschen einfach nicht erlaubt zu studieren, wir versuchen überall soziale Ungerechtigkeiten zu vermindern, oder sie gar abzuschaffen.
Irgendwie gleicht das Bild des FCN der allgemeinen Situation in der wir uns gerade befinden. Wir haben derzeit die größte Wirtschaftskrise, die man sich vorstellen kann. Der Club steht mit seiner Ausrichtung auch in einer solchen Krise. Wir haben mit Michael Oening und seiner Zukunftsorientieren Politik endlich einen „gebildeten Weg“ gefunden. Nun wird dieser Weg schon wieder diskutiert und der Kopf des Trainers gefordert. Ebenso wird in Deutschland immer weniger Geld für die Bildung ausgegeben. In den Zeiten der Krise soll nun noch weniger ausgegeben werden. Die Bildung der Gesellschaft wird ebenso geköpft, wie man den Kopf des Fussballtrainers fordert.
Ok, das Thema ist nun nicht gerade naheliegend, aber dann doch nicht so weit hergeholt, wenn man mal drüber nachdenkt. Ob es die Gemüter etwas kühlt, wie du eingangs sagst, wage ich aber zu bezweifeln, denn hier prallen grundsätzliche Wertvorstellungen aufeinander – gerade in schwierigen Zeiten.
Z.B. bei aller aktueller Diskussion, die über die Bildung und den Club geführt wird, hat man eben das Gefühl, dass in Zeiten der Krise, sei es - um den Bogen weiter zu spannen - in Deutschland wirtschaftlich, sei es in der Bundesliga sportlich, man die Bildung am Liebsten sofort opfern würde für die alten (bewährten?) Tugenden: Sparen, Wirtschaften oder eben Kämpfen, Gras fressen, autoritäre Führungsstile. Bildung und Kultur (wozu ich Umgangsformen und Sachlichkeit zähle) scheinen die naheliegendste Opfer, eben Luxusgüter, die man sich in schweren Zeiten einfach nicht leisten kann.
Aber Bildung und Kultur ist alles andere als Luxus, sie ist Basis und Substanz. Wenn der Mob erst – wie gerade erst in Stuttgart – die Oberhand gewinnt, hat die Kultur und Bildung verloren. Vielleicht mag sowas sogar noch kurzfristig helfen, langfristig ist es aber ein unwiederbringbarer Verlust.
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Ok, zurück zum Fussball…
Ich denke, dass gerade ein Oenning in die Fussstapfen eines Klopp (letzter Erfolg 4:0 gg Club), Finke oder Rehagel treten könnte. Aber dafür braucht man nummal Zeit, oder Späher wie Bremen – oder Kohle die die Bauern!
Beides gibt es in Nürnberg nicht, also abwarten.
Du willst bis ganz nach oben, doch Du musst durchs Erdgeschoss!!!
(Fanta4)
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So isses.
Auch wenn mir der Bogen von der Bildungspolitik mit Hauptaspekt -finanzierung zum Club im ersten Moment etwas weit vorkam, so erscheint er mir doch in gewisser Hinsicht gelungen (in diesem Zusammenhang: Durchhalten, liebe Schüler und Studenten!), weil der FCN sich der Zukunft i.S.d. Jugendförderung verschrieben hat. Da hat bestimmt keiner etwas einzuwenden. Aber gerade die Finanzierung ist es doch, die uns Tellerrandgucker Sorgen macht: Wie geht’s mit dem NLZ weiter, falls der Club wieder den Gang in die „Tristess der Zweiten Liga“ (O-Ton MaBa) antreten muss?
Ich habe ja bereits an anderer Stelle gebeichtet, dass ich das Dortmundspiel nicht vor Ort in Augenschein genommen hatte und mir nur bedingt ein Urteil erlauben kann. Gestern Abend ist mir Markus Othmer mit seinen ständigen, an Albert Bunjaku gerichteten Fragereien nach den Kontern, in die unser Team geranntsei, mächtig auf die Nüsse gegangen – wenn’s denn stimmt, sehe ich darin eine ganz gewaltige Besserung. Nach allem, was ich gelesen habe, hat unsere Mannschaft aber nach etwa einer Viertelstunde bei 0:2-Rückstand jede Gegenwehr eingestellt. Wenn dem so war ein Rückfall in das Freiburg-Muster. Und das kann auf die Dauer nicht gutgehen: Um’s mit Bertolt Brecht zu sagen: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Immerhin sehe ich im Moment noch kein sicheres Punktepolster, das unseren Verein vor einer Entscheidung durch Tordifferenz absichert; ich rechne eher mit einem ähnlichen Saisonfinale wie 1999 (und ich hoffe inständig, dass diesmal das Resultat anders ausfällt). Ob es deshalb Sinn macht, Dennis Diekmeier und Juri Judt (als Beispiele) die heilige Johanna der Schlachthöfe auswendig lernen zu lassen, sei dahingestellt. In jedem Fall gibt es Parallelen zwischen Fußballbetrieb und (Grund-)Bildung: Es wird immer wieder Prüfungen über den Zwischenstand geben, beim Fußball nennt man das „Spiel“, in der Bildung Stegreifaufgabe, Extemporalie oder wie auch immer man nicht angekündigte Zwischenstandermittlungen heutzutage bezeichnet. Und bei Bildung wie Fußball gilt es zu bestehen.
Der langen Rede kurzer Unsinn: Was tun gegen Mobaufstände Marke Stuttgart? Ich habe zwar eine gewisse Routine darin, Auseinandersetzungen auf eine nichtgegenständliche Ebene zu heben (oder, ums mit dem Erfinder von Käpt’n Blaubär zu sagen, „ich brauche keine Waffen. Ich knechte meine Gegner mit der Geißel meines Verstands“), aber gegen Hunderte Schreier – unter die sich erfahrungsgemäß auch der eine oder andere Akademiker zu verlaufen pflegt – sehe auch ich mich überfordert. Gott bewahre den Club vor solchen Verhältnissen!
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Bildungsrepublik Deutschland und Ausbildungsverein FCN
Formuliert ist das wohlfeil und jeder stimmt sofort zu, die Schwierigkeit fängt dann bei der Ausgestatung an. So wie es in der Politik nie das Problem ist die Bildung im allgemeinen und als Ausbildung zum Beruf im speziellen als wichtig zu postulieren, genauso ist fast jeder Fußballfan sofort dafür, wenn man sagt, dass am besten der Nachwuchs aus den eigenen Reihen kommen sollte, dass man lieber junge Talente ausbildet als “alte” Profis zu verpflichten.
Aber genauso wie viele Politiker sich dann schwer tun Ihre hehren Aussagen mit einem leistungsfähigen Budget auszustaffieren, genauso schwer tut sich der gemeine Fußballfan, wenn der Weg der Jugend und des Ausbildungsverein nicht sofort sportlichen Gewinn abwirft.
Aber genau wie Investition in die Bildung in der Politik bedezútet, dass man aktuell weniger Geld zumKonsumieren, zum Verteilen hat, genauso bedeutet der Weg Ausbildungsverein, dass man lieber auf kurzfristige Erfolge verzichtet um mittel- bis langfristig Stabilität zu erreichen.
Wenn man also immer, wenn es aktuell einmal sportliche Schwierigkeiten gibt, die Idee des Ausbildungsvereins zur Disposition stellt, wenn immer der kurzfristige Erfolg das einzige ist was zählt, dann wird man nie Stabilität erreichen und damit auch der echte sportliche Erfolg nie erreichbar sein.
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warum steht beim club immer alles auf einem haufen (freistoeße, ecken), statt die gegn.
verteiigung auseinander zu zu ziehen – weiträumigere verteilung! der letzte spieler
bei ecken (eigenen und gegnerischen ) vor dem
hinteren pfosten muß immer ein nürnberger sein -
wegen abpraller, und … zuviele spieler schau-
en nur zu, was der ballführer macht!
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Stimmt!
Wer beim Club den Ball hat ist der Arsch!
Keine Agressivität, kein Herzblut, einfach nix!
Eine Blinze wie Eigler verdient im Jahr ne 7-stellige Summe von unsren teuren Mitglieds-Preisen. Und was macht er dafür?!?
Schleicht meckernd af dem Platz herum und verhilft denm Club zum Abstieg…!
Und Moe erkennt das gar nicht sondern versucht es sich immer wieder schön zu reden.
Höchstens 1% der Mannschaft hat verstanden worum es geht: Den Club, seine Fans und die Stadt Nürnberg.
Doch was machen die Schnarchnasen?!?
Gewinnen durch richtigen Kampfgeist und Siegeswille bei den Wölfen und verlieren in 3.-Liga Manier zuhause vor uns (!) gegen Freiburg, Hannover und Bochum.
In der BL und natürlich vor allem im Abstiegskampf muss man Wille, Leidenschaft und Herzblut FÜR seinen Verein zeigen und das ist in diesem FAll nicht irgendein Verein das ist er TRADITIONSCLUB 1. FC NÜRNBERG!!!!
Aber das rallt keiner.
Die müssen Gras fressen anstatt nur über den Platz zu schleichen!!!
Das ist meine Meinung und egal wies ausgeht,
ich bleib meinem CLUB!!!!
lg
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@ ElectricMaxxx
War das nicht Brahms, auf den MOE so steht? Nicht dass sich Chopin und Brahms ausschliessen würden, aber ich dachte ihn mal sagen gehört zu haben, dass Brahms sein Klaviergott wäre.
Als Club-Trainer wäre er allerdings mit Chopin in Punkto Weltschmerz gut beraten..
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Lieber ElectricMaxxx im Audimax,
an zwei Stellen deiner Ausführungen über Bildungsmisere und jener beim Club möchte ich einhaken, denn das eine hat mit dem anderen zunächst einmal gar nichts zu schaffen. Da erhebe ich Einspruch, wiewohl mir bildungsnahe Clubcoach – achja, Meyer war Historiker und neben Sport- auch Geschichtslehrer – und der rebellische Geist, den die Studentenschaft dieser Tage zeigt nur allzu sympatisch sind!
Nur eins vorweg: Mein Streiksemester war WS 97/98, wenn ich nicht irre, inzwischen unterrichte ich Deutsch und Geschichte, nicht aber auch Sport an einem Gymnasium in der Nürnberger Südstadt.
“Unser Trainer [Michael Oenning] ist ein examinierte Deutschlehrer [...] An ihm ist die Bildung sicher nicht vorüber gegangen. Am meisten bemerkt man es jedoch in seinen Aussagen. Sie sind alle wohl überlegt.”
Ja, seine Aussagen sind wohl überlegt, aber für mich als Fan nicht erkenntnisfördernd, es sind Hülsen, denn im (ungedopten bzw. nicht manipulierten) Sport liegt die Wahrheit in der (gezeigten) Leistung, d.h. im Fußball sprichwörtlich auf dem Platz. Die augenscheinliche Leistung stimmt nicht, da hat Andy Wolf nun ganz Recht.
I
m Übrigen faände ich eine linguistische (vielleicht auch vergleichende) Analyse der Phraseologie bei Trainern wie Meyer oder Oenning ganz lustig, aber ob auch erkenntnisfördernd?
“Für den einzelnen klingen sie vielleicht ein bisschen arrogant, das aber ist meiner Meinung nach nur ein weit verbreitetes Vorurteil über Akademiker.”
Vorurteil gegen Akademiker gibt es vielfach, da will ich gerade als Lehrer im besonderen gar nicht erst darauf eingehen – vor mir liegen zwei fast jungfräuliche Klassensätze von Klausuren meiner Grundkurse. Ich sollte ein schlechtes Gewissen haben, jetzt hier etwas zu schreiben.
Oenning ist mitnichten arrogant, aber er planlos, ratlos oder gar gescheitert, obzwar er das zuletzt dementiert hat, wie heute in den Zeitungen nachzulesen ist. Oennings Botschaften hör ich wohl, von Woche zu Woche, doch mir fehlt inzwischen der Glaube, auch an das, was er zuletzt fürs Heimspiel gegen den HSV versprechen will.
Vielleicht irre ich, vielleicht nicht, ich will mich gern eines besseren belehren lassen, von Oenning und seiner Mannschaft, am Samstag ab 15.30 Uhr – auf dem Platz!
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Achje, warum gibt es die Funktion nicht mehr, mit deren Hilfe man seine Beiträge nochmal überarbeiten kann! Kommafehler, Lay-out. Ich höre manchen schon lachen … ;°)
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Îch habe dieses Thema nicht nur als ein neuen Artikel für CU gedacht. Viel mehr bin ich der Meinung, dass dieses Thema viel mehr in die breite Gesellschaft gehört. Gibt es einen Menschen den der Bildungsstreik nicht betrifft? Ich meine Niemanden. Darum bedanke ich mich erst einmal für die Kommentare.
Das schönste ist natürlich, dass ich (arbeite im Arbeitskreis Schule) gerade den ersten Lehrer in den 3 Wochen Streik hab reden hören. Denn seid 3 Wochen versuche ich Kontakt zu den Schulen her zu stellen um das Thema dort zu thematisieren.
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zum bildungsstreik:
ich solidarisiere mich mit den studenten in der auseinandersetzung mit und gegen die staatlich verordneten studienbedingungen, die aus den studenten ein rädchen-im-system machen wollen.
zum bezug fcn-fußball-bildungsstreik:
“Wir haben mit Michael Oening und seiner Zukunftsorientieren Politik endlich einen „gebildeten Weg“ gefunden. Nun wird dieser Weg schon wieder diskutiert und der Kopf des Trainers gefordert. Ebenso wird in Deutschland immer weniger Geld für die Bildung ausgegeben. In den Zeiten der Krise soll nun noch weniger ausgegeben werden. Die Bildung der Gesellschaft wird ebenso geköpft, wie man den Kopf des Fussballtrainers fordert.”(zitat electricmaxxx)
unterstelle ich, dass der club, nach deinen worten, nun den “gebildeten weg” eingeschlagen hat (dazu später mehr), gleichzeitig für bildung zu wenig investiert wird, dann bricht sich hier der vergleich doppelt:
1. makrosicht: ganz allgemein erlebt der fußball nach wie vor, trotz (oder wegen?) der krise einen zulauf, der nach wie vor millionen in die kassen der maschinerie spült.
2.mikrosicht: der club ist finanziell eher klamm bestellt. bei der erschließung neuer geldquellen (scheich?^^) kann er schlecht den staat in die pflicht nehmen…
der club ist nun nicht ausschließlich moe. und alexanders einschub mit umgangsformen ist da sehr treffend. mich schüttelt es jetzt noch, wenn ich an den peinlichen und plumpen wie ungebildeten auftritt vor der sportgerichtsbarkeit denke, um schäfers (umgangsformen) absehbare sperre abzuwenden. so heilig sehe ich die “zukunftsorientierte politik” des clubs also noch nicht. ansätze in diese richtung gab es beim club schon öfter als einmal. denn es braucht keinen studierten germanisten, um bildung, kultur & umgangsformen hochzuhalten. das entscheidende ist das konsequente verfolgen eines konzepts, die beharrlichkeit, dinge, die man als richtig erachtet, auch gegen widerstand durchzusetzen – und das wiederum verbindet die situation des clubs mit den hartnäckigen studenten auf ihren luftmatratzen.
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Maxx, muss dir ja schier mal, wenn auch am Rande der Diskussion solidarische Grüße aus Regensburg da lassen.
Du hast dich nicht zufällig zum “Delegierten” küren lassen? An diesem Tag hab ich mal nämlich mal euer Audimax besuchen dürfen und war von euerem “Hammelsprung” ganz gut irritiert..
Aber sehr interessanter Abend, das alles, auch wenn es mir persönlich gut 10³ Nervenzellen gekostet hat
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Also mal zu meiner neuen These:
Mein Eindruck ist, dass die Mannschaft bisher in jedem Spiel der Saison genau umgekehrt zu dem gespielt hat, was man von ihr erwartet hätte.
Bremen, Bayern, Wolfsburg gute bis sehr gute Leistung.
Bochum, Hannover, Freiburg katastropale Leistung.
Jetzt kam Dortmund, und alle dachten, auswärts knüpfen sie vielleicht wieder an Wolfsburg an, weil Dortmund ja das Spiel machen muss und das dem Club ja zu liegen scheint.
Wird von der Mannschaft nichts erwartet, wachsen sie über sich hinaus oder spielen zumindest voll auf ihrem Niveau.
Sind die Erwartungen groß, liefern sie den größten Mist ab.
Also doch alles ein psychisches Problem?
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…der Druck des “Müssen” erzeugt Versagen, das “Können” befreit hingegen den Geist….
Interessante These. Spricht dafür, dass die Mannschaft zwar könnte, aber eben nicht gefestigt ist und zu wenig Selbstvertrauen hat.
Dortmund (eigentlich ein “Können-Spiel”) fiel vielleicht deswegen aus der Rolle, weil die schlau genug waren, genau diese Offensive erwartet zu haben. Hätten wir es geschafft, in den ersten 5 Minuten ein Tor zu machen, wäre es sicher ganz anders gelaufen, mit Sicherheit wäre es aber kein Debakel dieses Ausmaßes geworden.
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Moment! War da nicht ein Pflicht-Heimsieg der Kategorie H-BO-FR gegen Gladbach und ‘ne Auswärts-Klatsche in Leverkusen? War die nicht ebenso hoch wie die letzte? Also selbe Kategorie LEV-DO?
Jetzt ist nicht der Zeitpunkt erreicht, an dem Spieler und Trainer “KÖNNEN müssen” oder “MÜSSEN können”? Ich meine schon, und vielleicht ist es auch ein Problem des Wollens, der Willensstärke und des Siegeswillens, was Wolf vielleicht angedeutet hat. Dann können wir Fans uns von ihm, Pinola, Mintal oder auch Kluge allmählich verabschieden, denn die wollen was besseres.
Wenn nicht zeitig gehandelt (ja auch Geld in die Hand genommen) wird, um den Abstieg abzuwenden, dann ist der Aufstieg verspielt. Und wir Fans können langsam Abschied nehmen von den noch übrigen Pokalsiegern und anderen Leistungsträgern, die sich mit dem Club mehr als angefreundet haben. Jede Mannschaft braucht solche Typen, es mögen neue kommen, aber das wird dauern.
Ein neuerlicher Abstieg wird dann zum neuen System beim Club gehören, aber dann war der letzte kein sogenannter “Betriebsunfall” – Wenn nicht gehandelt wird!
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Verfl… ich wollte schreiben:
IST JETZT nicht der Zeitpunkt erreicht, an dem Spieler und Trainer “KÖNNEN müssen” oder “MÜSSEN können”?
Warum gibt’s die Änderungs- oder Überarbeitungsfunktion nimmer?
Des is dcoh scßeihe!
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so was, was gerade den stuttgartern gelingt – genau sowas braucht unser club, dann rollt es eine weile wieder von alleine…
11 minuten gespielt. stuttgart führt 3:0.
(und ich beziehe das ausschließlich auf das befreiende element – nicht auf den trainerwechsel!)
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Diese Zusammenstellung verdeutlicht den Kern des Problems:
Die Spiele, in denen der Club eine schlechte Leistung zeigte, wurden alle verloren – noch dazu auf eigenem Platz.
Von den Spielen, in denen der Club über weite Strecken dominierte bzw. taktisch gut agierte (Bayern München), wurde nur eins gewonnen, eins endete unentschieden, eins ging verloren. Gerade mal 4 Punkte aus drei ordentlichen Spielen!
Zu ergänzen wären noch die Spiele in Stuttgart (absolute Dominanz über 90 Minuten, aber kein Tor trotz Chancen über Chancen) und in Frankfurt, wo der Club das Spiel in der 2. HZ für sich entscheiden hätte müssen. In diesen zwei Spielen wurden satte 4 Punkte liegen gelassen.
Eine Mannschaft, die nicht imstande ist, Spiele, in denen sie am Drücker ist, zu gewinnen, gleichzeitig aber jedes Spiel, “in dem sie nicht ins Spiel kommt”, verliert, statt – wie andere Mannschaften – auch mal einen Schweinssieg einzufahren, hat keine Chance auf den Klassenerhalt.
Wenn dann obendrein – wie Captain Wolf andeutet – bei einigen Spielern der Leistungswille nur dürftig ausgeprägt ist, braucht man gar nicht erst anzutreten…
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jetzt legt auch pinola nach:
“Wir dürfen nicht so locker trainieren. Sonst spielen wir auch so. Ich sage nichts gegen Mitspieler, aber wir müssen uns immer den Hintern aufreißen.”
das klingt mir weniger nebulös wie bei andi wolf. und es sagt jemand, der das, was er fordert, IMMER vorlebt.
na dann: (ich weiß alexander…):
“geht’s raus und reißt euch den hintern auf!”
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@ belschanov
den “schweinssieg” gabs gegen Gladbach (schlechte Leistung, trotzdem gewonnen), aber einer davon ist trotzdem zu wenig….
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