Doppelstopper
“Midd zwaa Segser willa schbilln lossn, da Hegging, midd zwaa Segser, in da Zaidung hobbis gleesn”, sagte Alfred (klick) und Hannes (klick) sagte: “Hab ich auch gelesen, die Frage ist nur noch, wer der zweite Sechser neben Ottl sein soll. Kluge wäre ideal gewesen, aber der ist ja jetzt in Schalke. Vielleicht nehmen sie ja den slowakischen Nationalspieler unter Vertrag, der mit im Trainingslager ist.”
“Der kommt defintiv nicht”, sagte ich, “der ist schon wieder abgereist (klick). Wenn sie nicht noch einen defensiven Mittelspieler holen, wird wohl Mnari neben Ottl vor der Abwehr spielen. Im Testspiel gegen Duisburg, das der Club 1:0 gewann, wurde das schon so getestet (klick).”
Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und sagte: “Bin mal gespannt, ob Hecking 4-2-3-1 spielen lässt oder das komische System mit dem Loch hinter den Spitzen. 4-2-3-1 wäre mir eigentlich lieber…”
“Loch hinter den Spitzen?”, sagte Hannes, “das musst du mir erklären.”
Ich nahm einen der neben dem Kassenautomaten liegenden Schreibblöcke und zog den Kugelschreiber aus der Jacketttasche und notierte:
CHARISTEAS BUNJAKU
FRANTZ GYGAX
OTTL MNARI
PINOLA BRENO WOLF DIEKMEIER
SCHÄFER
“Verstehe”, sagte Hannes, “die Zehner-Position ist nicht besetzt. Da ist ein Loch im offensiven Mittelfeld.”
“Genau so isses”, sagte ich, “da gefällt mir die Raumaufteilung nicht, da fehlt die Schaltzentrale in der Offensive”, und Alfred sagte: “So komma scho schbilln. Wennsd flexible Schbieler hosd, konnsd scho so schbilln. Wenn da Ongriff ieber rechts läffd, muss da Frantz nooch inna geh…”
“Und der Pinola in den freien Raum auf dem linken Flügel vorstoßen”, sagte ich.
“…und da Oddl muss na Binoola obschirma. Und wenn da Ongriff ieber lings läffd, gehd da Giegaggs nooch inna…”
“Und der Diekmeier geht nach vorne”, sagte ich.
“Und der Mnari schirmt nach hinten ab”, sagte Hannes.
“4-2-3-1 wäre mir trotzdem lieber”, sagte ich.
“Wennsd gschaide Schbieler hosd, is des Sysdeem schaißegool. Midd gschaide Schbieler gwinnsd haid wohrschainli aa nuch im WM-Sysdeem, wo mier frieher gschbilld homm. Des wär amoll a indresonds Exberimend, wenn a Monnschafd amoll widder im WM-Sysdeem oodreedn deed…”
“WM-System?”, sagte Hannes.
“Des haasd WM-Sysdeem, wall die drai Schdirmer midd die zwaa Holbschdirmer…”
“Heute würde man sagen: offensive Mittelfeldspieler”, warf ich ein.
“…a ‘W’ bilden und die zwaa Läufer…”
“Heute würde man sagen: defensive Mittelfeldspieler”
“…midd die drai Verdaidicher a ‘M’.”
“Das ist das System, mit dem Deutschland 1954 Weltmeister wurde (klick)”, sagte ich und notierte:
FRANTZ CHARISTEAS GYGAX
MINTAL BUNJAKU
OTTL MNARI
PINOLA WOLF DIEKMEIER
SCHÄFER
“Nur drei Abwehrspieler?”, sagte Hannes, “das geht doch nicht gut!”
“Doo mussd hald midd Dobblschdobber schbilln. Wenn mier frieher geecha an schdorgng Geechner gschbilld homm, homma midd Dobblschdobber gschbilld.”
“Doppelstopper?”, sagte Hannes.
“Das bedeutet”, sagte ich, “dass man einen Halbstürmer opferte und hinter dem Stopper, der den Mittelstürmer deckte, ein zusätzlicher Stopper als Ausputzer postiert wurde. Der Ausputzer hatte keinen direkten Gegenspieler, er war gewissermaßen der Vorläufer des Liberos.” Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und notierte:
FRANTZ BUNJAKU GYGAX
MINTAL
OTTL MNARI
PINOLA BRENO DIEKMEIER
WOLF
SCHÄFER
“Doppelstopper”, sagte Hannes, “das ist doch nicht mehr zeitgemäß. Das ist doch Steinzeitfußball. Heute spielt man mit vier Abwehrspielern auf einer Linie.”
Ich betrachtete die Aufstellung und sagte: “Eigentlich ist diese Formation nah an dem dran, wie der Club wirklich spielen könnte. Man braucht nur Wolf in die Abwehrkette zu ziehen und die beiden offensiven Außen etwas zurück:
BUNJAKU
FRANTZ MINTAL GYGAX
OTTL MNARI
PINOLA BRENO WOLF DIEKMEIER
SCHÄFER
“Ein lupenreines 4-2-3-1″, sagte ich.
“Kein Loch im offensiven Mittelfeld”, sagte Hannes.
“Und Dobblschdobber vor da Abwehr”, sagte Alfred.
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Ich weiß es aber: schau Dir mal den Platz der Hertha an!!
(ich vergaß: 33 Mio Schulden oder so kommen noch dazu)
Ich habe gerade den Artikel bei Bild gelesen mit der Überschrift: “Was passiert mit Mintal?
- Kein Platz im Hecking-System.”
Da ist natürlich etwas dran, dass mit Heckings Doppel-6 Aufstellung Mintals Position hinter den Spitzen geopfert wird. Will Hecking also Mintal loswerden? Will man einen Torschützenkönig verkaufen? Es gibt ja bei Hecking keinen Bedarf mehr für ihn. Bin mal gespannt, wer dann die Tore beim Club schiessen soll!
Ich finde dieses Opfer zu gross!
Da würde ich lieber doch mit einem anderen System spielen, in dem auch Mintal seine Position hat, in der er Tore für den Club schiessen kann.
Ich ein echter Mintal-Fan. Aber nach seiner Leistung in der Hinrunde würde Ich wegen Ihm niemals die Taktik ändern. Was ich mir aber vorstellen könnte wäre nur mit einer Spitze und dafür einen offensiven Mittelfeldspieler zu spielen. Aber die Doppel-6 darf nicht aufgehoben werden!
Hallo Juwe
Ich fürchte wir werden uns nie einigen, da können wir noch viele Male Gedanken austauschen. Ich komme mir schon fast wie der Generalverteidiger von MaBa vor, dabei will ich der gar nicht sein. Ich sehe ja auch, dass Bader nicht alles richtig macht und würde auch gern mal darüber schreiben, was man verbessern kann, nur komme ich kaum dazu, weil ich einfach dieses “weg mit den Menschen” dann wird alles besser einfach nicht mag und mich so gut es geht dagegen wehren will.
Natürlich, wenn Bader ein kompetenzloser Hasardeur wäre, dann bliebe nichts anderes übrig als ihn vom Hof zu jagen, nur leider überzeugen mich Deine Beispiele, dass dies so sei nicht. Beispiel Charisteas, Schroth war zu diesem Zeitpunkt schon recht alt und verletzungsanfällig, was sich kurz nach dem Wechsel zu den 60ern ja auch bestätigte. Hätte man diesem Spieler noch einen teuren, mehrjährigen Vertrag geben sollen? Ich denke nein, natürlich die Hamburger hatten am Anfang Glück mit Ze Roberto, aber jetzt sieht es fast schon wieder eher so aus als ob Hoeneß recht hatte diesem Spieler keinen langfristigen Vertrag mehr zu geben. Es mag ein paar wenige Spieler geben, die auch mit 33/34 Jahren noch Topleistungen bringen und über eine Saison ohne große Verletzungen kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben nicht groß, also kann die Schlussfolgerung nur sein, keine langfristigen Verträge mehr. Wenn ein Spieler dann noch lieber in die zweite Liga geht als erstklassig zu spielen, dann sollte man ihn ziehen lassen.
Also musste Ersatz her, ein ausgesprochener Fußballfachmann, immerhin Pokalsiegertrainer und auch sonst auf seinen Stationen nicht ohne Erfolg hat Charisteas als Ersatz gefordert, nämlich Hans Meyer. Denn zu der Zeit von HM hat Bader hauptsächlich die Forderungen von HM verwirklicht, kaum eigene Spieler eingekauft. Im Prinzip auch kein Fehler, nur der kleine Clubfan sieht 2,5 MIO Ablöse, relativ hohes Gehalt, das muss ein Weltklassestürmer sein, dass diese heute eher das 10fache an Ablöse kosten und auch das 5fache an Gehalt, das erkennt der Fan hier nicht. Nun kam auch noch Pech dazu, eine Mannschaft die gerade einen Titel gewonnen hat mit dem kein Spieler wirklich gerechnet hat und schwupps ging man auch gleich in die Überschätzungsfalle. Ich war nach dem Pokalsieg am ersten Spieltag im Stadion, die uphorie war immer noch riesengroß, irgendwie dachte jeder dieses Jahr geht es in Richtung der ersten 5 Plätze, Pokalsiegermannschaft Kluge + Misimovic + Charisteas, Schäfer durch einen international erfahrenen Keeper ersetzt, was soll da schief gehen.
Tja aber wie ich schon oben erwähnt habe, gerade Mannschaften die nicht unbedingt mit einem Titel rechnen, die tun sich danach schwer 100% zu geben, sei es Überheblichkeit, Selbstüberschätzung, was auch immer, man bringt oft nicht die optimale Leistung, siehe Dortmund nach der Meisterschaft 2002, siehe Stuttgart nach der Meisterschaft, oder auch jetzt nach dem Einzug in die CL.
Und genauso kam es nun auch beim Club, Selbstüberschätzung plus ungewohnte Anforderung mit den internationalen Spielen in der Mitte der Woche, dazu der Konflikt Mintal-Misimovic, der aus meiner Sicht lang unterschätzt wurde, tja am Ende stand der Abstieg.
Kann man da Bader einen Vorwurf machen? Ich denke nein, vielleicht maximal den, dass er HM nicht gehalten hat, wobei ich ziemlich fest davon überzeugt bin, dass da den letzten Ausschlag ARO gab. Der in seiner Zeit beim lub immer so gehandelt hat, wird es brenzlig geht der Trainer.
Übrigens auch, dass die damals ausgehandelten Verträge realtiv teuer waren ist nicht so ungewöhnlich, die Liga stand damals vor einem hohen Abschluss beim TV, der deutlich mehr Exklusivität fürs Pay-TV vorsah, nur leider kam da das Kartellamt dazwischen. Was absolut nicht so vorhersehbar war. Viele finanzielle Probleme auch anderer Vereine, z.B. Hertha, Schalke zeugen davon. Dass nun bei uns auch noch der Abstieg dazu kam hat das ganze natürlich noch schlimmer gemacht. Trotzdem vorhersehbar war das nicht.
Nun die Episode TvH ging komplett schief, aber auch da kamen die meisten Transfers auf ausdrücklichen Wunsch des Trainers zustande, auch ein sportlicher Fachmann, seine Arbeitsbilanz davor bei Bielefeld war doch wirklich stark, sowohl als Manager als auch als Trainer. Hätte man da wirklich erwarten können, dass dies beim Club so anders sein wird? Ich denke nein.
Dann die Entscheidung für Oenning, ein Trainer der den Aufstieg geschafft hat und gleichzeitig neue, junge Leute integriert hat, die den Wert der Mannschaft deutlich nach oben getrieben haben, man nenne hier nur mal Diekmeier. Aber auch ein Gygax hat schon gezeigt, dass er es kann, warum er es nicht konstant zeigt, keine Ahnung? Aber auch Leute wie Risse, Frantz, Bunjaku, Boakye sehe ich nicht als schlechte Transfers.
Also warum sollte Bader gehen und wer sollte bessere Arbeit leisten, vergleiche mit Allofs und Hoeneß halte ich nicht wirklich für zielführend, die spielen in einer anderen Liga und die Mannschaften spielten auch schon vor 10 Jahren in einer anderen Liga, Allofs z.B. konnte auf die Arbeit von Lemke zurückgreifen, hatte dazu einen gut funktionierenden Vorstand, einen Verein der absolut professionell aufgestellt ist. Das hat Bader nicht.
Selbst einen Michael Meier von Köln kann man schlecht als Vergleichmaßstab nehmen, denn auch der hat einen deutlich größeren finanziellen Spielraum und das auch nicht weil er sportlich so erfolgreich wäre, wie Du Juwe geschrieben hast (Geld kommt durch gute Arbeit war Dein Argument), nein es gibt in Köln einfach ein anderes wirtschaftliches Umfeld. Da gibt es dann halt auch mal Leute die einen Podolski-Transfer stemmen, in Nürnberg undenkbar.
Auch Hannover hat viel mehr Potential, mit Conti und TUI zwei Dax-Konzerne (zumindest bis zum Scheffler-Deal), dazu Landeshauptstadt.
Natürlich kannst Du nun wieder einwänden, das sind alles nur Ausreden, ein guter Manager schafft sich eben sein gutes Umfeld, aber echte Argumente wo Bader wirklich schlecht gearbeitet hat, die finde ich bei Dir auch nicht.
Letztes Gegenbeispiel, Deine Argumentation zu Blazek, Hoeneß hat Rensing fast ein halbes Jahr spielen lassen und nicht nur gestützt sondern massiv gefordert, ein Torwart, der keinen Deut besser als Blazek ist.
Hecking geht das ganze schon richtig an. Die Mannschaft muss endlich stabil werden und da finde ich ein Doppel-Sechs-System gar nicht verkehrt, noch dazu mit Ottl + neuer Spieler. Mintal war in letzter Zeit keine große Stütze und läuft seiner Form genauso wie der Rest hinterher. Ein Mintal der als Joker noch mal 20 Minuten Vollgas geben kann wäre mir derzeit lieber als auf ihn das ganze System aufzubauen.
@Clubfan und Tobi
Ich habe Mintal in seiner guten Zeit immer gern gesehen, allerdings habe ich bei ihm menschlich schon länger ein Problem, er war eine der treibenden Kräfte gegen TvH und er hat auch jetzt gegen Oenning gearbeitet. Er ist für mich ein klassischer Egoist, der wenn es gut läuft eine echte Bereicherung für eine Mannschaft ist, der aber bei Problemen erst mal die eigenen Notwendigkeiten sieht. Dazu kommt, dass er schon seid langem sportlich nicht mehr das bringt, was notwendig wäre, auch angesichts seines hohen Einkommens beim Club, er ist immerhin einer der Topverdiener. Selbst die 16 Tore der letzten Spielzeit überzeugen mich nicht von seiner Notwendigkeit, denn in der Hinserie war er grottenschlecht und in der Rückrunde war er zwar wieder treffsicherer, aber doch auch nicht wirklich gut.
Dazu sehe ich unser Stürmerproblem auch wesentlich in der Personalie Mintal bedingt. Stürmer müssen bei uns viel Defensivarbeit leisten, weil Mintal diese eher nicht bringt, dazu fehlt den Stürmern oft der Zuspieler, denn obwohl er der offensive Mittelfeldspieler ist ist er eher nicht der Passgeber.
Mit Schroth hat das gepasst, der war ein Arbeitstier, Angriffen gegen uns kam er fast immer mit zurück, war dann bei eigenem Ballbesitz die vordere Anspielstation und hat Mintal auch noch die Räume am Strafraum geschaffen. So hat er zwar selbst auch nicht oft getroffen, aber in Kombination mit Mintal war das gut. Aber das Spiel muss schon extrem auf Marek zugespitzt sein, man ist damit auch ausrechenbar.
Ganz ehrlich, ich würde zu Marek danke für die schöne Zeit sagen und ihm dann nahelegen, dass er noch mal woanders hingehen sollte. Ich halte unser Spiel ohne ihn für erfolgversprechender.
So sehe ich das auch. Ihn ganz wegzuschicken wirkt ein wenig undankbar, aber als Stammspieler sehe ich ihn auch nicht mehr. Er hätte nur einen Platz als hängende Spitze, wenn mit nur einem Stürmer gespielt wird, aber auch da bevorzuge ich einen spielstärkeren, schnelleren und aktiveren Typ. Bei Rückstand einen 6er durch Mintal zu ersetzen wäre da eher eine Option.
Optimist
Warum wäre das undankbar, wenn man sich jetzt trennt? Hat Mintal für uns unentgeldlich gespielt? Schulden wir ihm etwas? Immerhin hatte man beim Club immer Geduld über drei schwere Verletzungen hinweg. Natürlich war Mintal lange treu zum Club, aber ich sage auch er war es auch wegen seiner Verletzungen, also das war nicht die reine Liebe zu diesem Verein.
Damit will ich jetzt gar nichts schlecht reden, es war zum Teil eine tolle Zeit mit ihm, leider war er auch oft verletzt und leider bringt er heute nicht mehr die Leistung die wir benötigen würden. Warum wäre es denn dann schlimm sich zu trennen?
Ich sehe Marek auch nicht als klassischen Joker, wie sein Spitzname Phantom schon sagt lebt er auch davon lange nicht aufzufallen und dann zuzuschlagen. Das bedeutet aber eben auch umgekehrt, dass er Zeit braucht, also eher kein Spieler ist, der schnell auf 100% ist.
Es tut mir leid, ich fürchte er kann uns nicht mehr sehr helfen und dementsprechend sollte man sich überlegen ob man sich trennt.
@Armin
das ist doch auch völlig ok, auch ein Forum lebt von unterschiedlichen Sichtweisen. Ich mache Martin Bader weder alleinverantwortlich sondern in führender Postion mitverantwortlich, noch habe ich formuliert, man solle irgendeinen Menschen vom Hof jagen, das wäre mir auch zu drastisch ausgedrückt,
dennoch muss man abgleichen welche Ziele man hat und mit wem man sie erreichen kann. Und da habe ich zugegeben eine klare Meinung, es muss erst mal von oben herab passen. Das Gefühl habe ich eben nicht, was die sportliche Vision und Kompetenz sowie deren Umsetzung angeht. Thats all, …ich bin sowieso nicht in der Lage irgendjemanden vom “Hof zu jagen”. Ebenso finde ich Fan-Exzesse gegen konkrete Personen völlig daneben und deplaziert.
Deshlab muss ich jedoch nicht meine Meinung zu sachlichen Inhalten ändern. Ich versuche sie auch zu begründen.
Vielleicht habe ich da zu sehr Alkmaar im Kopf, wo er als Joker mit 2 Toren die Entscheidung brachte. Sicher würde ich ihm keine Steine in den Weg legen, wenn er weg wollte, aber andererseits ihn auch nicht abschieben wollen (das meinte ich damit eigentlich). Man sollte ihm halt nur klar machen, dass er wohl vorwiegend von der Bank kommen wird (wenn überhaupt) und dann die Konsequenz seinem eigenen Urteil überlassen.
zu Mintal:
einer unserer geschätzten Moderatoren (ich weiss leider nicht mehr genau, welcher) hat neulich zum Thema Kluge kommentiert, dass man jemandem, der sich so um den Verein verdient gemacht hat, keine Steine in den Weg legen sollte, wenn er eine tolle Chance bekommt. Eben sich auch mal menschlich, altruistisch verhalten. Die Einstellung hat mir imponiert und mich überzeugt.
Also warum nicht bei Mintal einen ähnlichen Maßstab anlegen? Das hiesse im konkreten Fall, ihn eben nicht vom Hof jagen. Oder abgeschwächt ausgedrückt: ihm eben nicht nahelegen, es “woanders nochmal zu probieren”.
Natürlich, Profifussball ist ein Geschäft und insofern qua definitionem (ich hab auch ein Latimum, hehe!) nicht auf Nächstenliebe ausgelegt. Doch sollte man sich ein Quäntchen Respekt im Umgang miteinander bewahren. Auch aus Respkt vor sich selber. So etwas zahlt sich letztlich immer aus, finde ich.
Und hey, das wäre doch mal ein “Alleinstellungsmerkmal” um den Marketing-Sprech zu zitieren: Nürnberg, der Verein mit Herz (das war jetzt nicht ganz ernst gemeint). Aber hätte jemand Köpke oder Zarate nahegelegt, “es vielleicht nochmal woanders zu probieren”? Sicher nicht. Auf die paar hunderttausend Euro im Falle Mareks käms mir nicht an.
Sehe ich absolut genauso. Mintal war dem Club zu Zeiten treu, als es bei ihm besser lief, also könnte der Verein es umgekehrt jetzt auch sein. Dass er in einer Joker-Rolle wertvoll sein könnte, das wurde ja bereits angedeutet. Außerdem hat er sich in Interviews derart anständig und als Clubberer geäußert – ich fände es in diesem Falle schofel, ihm den Abschied nahe zu legen. Freilich ist Profifußball ein Geschäft und man wird zu gegebener Zeit auch übers Gehalt reden müssen, aber wer sagt, dass ein Mintal nicht auch als Nicht-Gesetzter dem Verein und der Mannschaft nütztlich sein kann?
sofern Marek nicht selber weg will, muß man ihn unbedingt behalten! Die Rückrunde hat doch noch gar nicht begonnen, dann wird man sehen, welche Rolle er noch spielt, einen 2. oder 3. Frühling ist ja vorab auch nicht ausgeschlossen. Ich bin mir sicher er kann im Verlauf einer knüppelharten Rückrunde, in der man gefühlt wohl wieder nur Endspiele hat, kann er sich noch sehr gut einbringen.
Marek hätte sich die Topclubs Europas aussuchen können. Hätte dort richtig Kohle machen können und mehr internationale Titel sammeln können als “nur” immer die Torjägerkanonen beim Club , wie es heutzutage fast alle Spieler tun. Z.B. ein Misimovic. Was macht Marek? Er verzichtet auf diese Karrieremöglichkeiten und bleibt sogar in der 2. Liga beim Club. Hält ihm stets die Treue und seine Tore sorgten immer dafür, dass der Club wieder aufstieg. In der letzten Saison hat er trotz einer längeren Auszeit mehr Tore geschossen als alle anderen Clubspieler zusammen! Da muss ich wohl nichts mehr hinzufügen. Die Frage war wirklich ernst gemeint, wer beim Club die Tore schiessen soll.
Die 7 Tore von Bunjaku reichen in der Rückrunde nicht! Es gibt keinen neuen Stürmer oder offensiven Mittelfeldspieler. Also, wer soll die Tore schiessen? Bitte um ernstgemeinte Antworten! Ich sehe es auch als problematisch, unser offensives Mittelfeld durch ein Loch zu ersetzen. Die Flanken unserer Außenspieler kommen so selten an und wenn sie zufällig einen Abnehmer finden, dann verpatzt dieser die ungeahnte Chance kläglich.
Es ist zwar eine gute Idee, defensiv besser zu stehen, aber selbst wenn man hinten nicht mehr ganz so viele reinlässt wie ind en letzten 4 Spielen, damit gewinnt man kein Spiel! Und wir brauchen Siege! Unentschieden nutzen nichts!
Nun lasst mal Bunjaku verletzt sein. Die 1-2 Tore der anderen reichen bei weitem nicht! Und das war noch mit einem offensiven Mittelfeld!
Wenn man das ganze Spiel nach hinten verlagert, kommt vorne noch weniger raus!
Ich hab mir grad die Pressekonferenz vorm Schalke Spiel angesehen und mir gefällt was Hecking von sich gibt. Sachlich, motivierend auch mal mit Witz, aber mit der zentralen Aussage dass die Mannschaft jetzt dran ist und frech nach vorne spielen muss. Ich bin sehr gespannt wie sich Harry präsentieren wird. Auf gehts Club noch ist die 1. Liga nicht abgeschrieben – Ich will euch kämpfen sehen
!
Ich denk auf die Frage,wer beim Club jetzt die Tore schießen soll,kann keiner so richtig eine passende Antwort geben,denn dass ein neuer offensiver Mann im Kader fehlt,ist klar.
Ich sag nur,bis Sonntag abwarten und Tee trinken.
Wer weiß,vielleicht haben sich Harry und Eigler ja so rehabilitiert,dass sie jetzt sogar das eine oder andere Tor mehr rein machen.?!
stimmt ja! fußball wird ja auch noch gespielt
Meine Hoffnung – da wir nunmal keinen neuen Top-Mann haben – besteht in einem Charisteas als Partner von Bunjaku. Harry macht im Moment seine selbst erarbeiteten Chancen zwar selbst nicht rein, sorgt aber immer mal für einen Abpraller, vielleicht lässt dann auch mal der Torwart abklatschen o. ä. – und diese Dinger dann zu verwerten, das ist die Aufgabe von Bunjaku und Co.
Köln scheint im übrigen gerade zu beweisen, dass man mit Beton bestehen kann und nicht unbedingt selbst Tore schießen wollen muss. Das ist allerdings alles andere als attraktiver Fußball. Vielleicht kommen auch die offensiven Außen irgendwann mal gewaltig – das Flügelspiel war unter HM doch mal eine Domäne des Club, ehe man plötzlich ohne Not auf Hoch-und-Weit-auf-Koller umgeschaltet hat. Allein die Rückrunde wird’s weisen – bin gespannt. Bin ebenso gespannt, ob und wie sich Deine Frage beantwortet, denn der Ernst derselben brennt wahrscheinlich nicht nur Dir unter den Nägeln.
Anscheinend kann niemand die Frage hier beantworten, wer die nötigen Tore für den Klassenerhalt schiessen soll, wenn Mintal für die Doppelsechs geopfert wird.
Vielleicht schiessen die Gegner ja vor Angst vorm Club jede Menge Eigentore?
Wenn man das eine geschossene Tor von Mintal gegen die 11 bekommenen der letzten 3 Spiele stellt, kann die Maßnahme nur zielführend sein
Oder solltem wir lieber planen, in jedem Spiel 4 – 5 Tore zu schießen, um auch mal zu gewinnen?
Du solltest lieber mal die 16 Tore der vergangenen Saison von Mintal betrachten.
Darauf verzichtet dann Hecking mal locker.
Durch seine rosarote Brille scheint er ja sehr viel Vertrauen in die restlichen Stürmer zu setzten.
@clubfan
Ich sehe nicht ganz, dass Marek sich die Topclubs Europas hätte aussuchen können. Ok, nach seiner ersten Erstligasaison und dem Gewinn der Torjägerkanone da gab es vielleicht wirklich die Chance, aber dann kam auch schnell die große Leidenszeit mit den drei Fußbrüchen und restlos erholt hat er sich davon nicht mehr. Sicher die letzte Rückrunde war nicht schlecht, aber auch da hat er seine Tore nicht gerade gegen die Topvereine gemacht. Aber auch letzte Saison hat man deutlich gemerkt, dass wir mit ihm als OM auf einen guten Scorer verzichten, denn das war und ist Mintal leider nicht.
Ich bin bei Marek immer ein wenig hin und hergerissen, klar einen Spieler der in einer Saison mehr als 15 Tore macht, auf so einen dürfte ein Verein wie der Club eigentlich nie verzichten. Auf der anderen Seite habe ich aber auch immer wieder das Gefühl, dass er uns einige Optionen nimmt, kein Spielgestalter ist und zuwenig Defensivaufgaben für einen Mittelfeldspieler übernimmt. Zu oft lange im Spiel abtaucht und so auch ein Loch im Mittelfeld entsteht.
Natürlich muss man einem Mintal nicht unbedingt nahelegen zu gehen, aber man sollte ihm vielleicht schon sagen, dass er nicht mehr immer von Beginn an spielt. Wenn ihm das nicht genügt und die Umstände bei den Entlassungen von Meyer, TvH und Oenning scheinen das schon zu zeigen, dann hätte ich auch kein Problem damit, wenn sich die Wege trennen. Ein unzufriedener Mintal hilft uns auch nicht.
Und zum Thema wer soll die Tore machen, manchmal ergeben sich durch das Gehen eines sog. Stammspielers auch Möglichkeiten für die Nachrücker. Bei Bunjaku sehe ich immer noch Potential, ein Charisteas ist auch sicher für 5 bis 8 Tore pro Halbserie gut, ebenso ein Eigler und ein Boakye, falls letzterer mal länger verletzungsfrei bleibt. Frantz kann sicher auch Tore machen. Ich meine wir haben 8 Stürmer im Kader, bevor da ein neuer kommen soll, müssten erst mal ein paar alte verkauft werden.
Übrigens ein Vittek galt auch schon mal fast als Fehlkauf, dann machte er unter Meyer 16 Tore in einer Halbserie, leider konnte er das dann aber nie mehr wiederholen.
Bei Boakye bin ich leider anderer Meinung – denn seine Spielweise, die fast immer ein (schon in der 2. Liga meist fehlschlagendes) Dribbling oder das zeitraubende Abschirmen und Unter-Kontrolle-Bringen des Balls mittels des eigenen Körpers sucht, mochte vielleicht in der 2. Bundesliga als bloßes aber verkraftbares Ärgernis gelten. In der Ersten sehe ich ein derartiges Spiel geradezu als Antithese zu einer modernen Interpretation des Offensivspiels als ein Stakkato schneller Pässe – mindestens die eigene Mannschaft hemmend, wenn nicht geradezu den Ballverlust provozierend, dann, wenn sich die Gegenspieler auf einen derartigen Spielertyp eingestellt haben. So werden Konter provoziert, die, wenn sie schon nicht zum Gegentor führen, von der eigenen, sich in der Vorwärtsbewegung befindlichen Mannschaft kräfteraubend bekämpft werden müssen.
Schnelles Passspiel habe ich im übrigen, das ganz am Rande, sehr gefällig bei Mintal gesehen: der hält den Ball nie über Gebühr und damit die Schnelligkeit im Spiel.
Ich will es noch ein wenig pointierter formulieren:
Ich glaube, ein Spieler wie Boakye macht in der 2. Liga fast jedes Team stärker – in der ersten dagegen fast jedes Team schwächer.
[...] Spiel gemacht. Stets in Bewegung, ließ er sich immer wieder auf die vakante 10er-Position (klick) zurückfallen und fungierte als Anspielstation und Ballverteiler. Sehenswert sein Hackenpass [...]
[...] ich neulich am Tresen (klick). Wir hatten gegen Frankfurt ein Loch im [...]
[...] ein dunkelblauer Blazer mit silberfarbenen Knöpfen. Poldi unterhielt sich mit Hannes (klick). Besser gesagt: Poldi redete und Hannes hörte zu. Vielleicht tat Hannes auch nur so, als [...]
[...] Hannes und Konrad Lorenz saßen am Tresen und zwischen ihnen stand Alfred. Ich hängte meinen Mantel an die Garderobe und setzte mich auf den freien Barhocker neben Konrad Lorenz und hörte Alfred sagen: “Freili hobbi den Kampf doomolds gsääng, is ja a Riesndejooda drumm gmachd worn um den Boxkampf doomolds in Kin Kin, irchndwoo in Afrigga…” [...]