21. Spieltag: FCN – VfB Stuttgart 1:2 (0:1)
Am Ende blieb wieder einmal die Niederlage
Der Club hat heute viel richtig gemacht, leider aber auch im entscheidenden Moment das Entscheidende falsch. Richtig war die Einstellung, richtig waren die Auswechslungen, richtig war es nach dem hart erkämpften 1:1 noch auf Sieg zu spielen – doch am Ende bleibt, dass Wolf einen kapitalen Fehlpass spielte, Schäfer in dem einen Moment durch den Strafraum irrte und Charisteas und Mintal ihre Chancen nicht nutzten sondern entweder in den Himmel schossen oder es mit einer Schwalbe nach oben versuchten.
Es hat trotzdem stolz gemacht Clubberer zu sein, auch wenn es am Ende wieder nur Schulterklopfen und “stets bemüht” gab. Aber die letzten vier Spiele lassen hoffen, dass es am Ende doch noch irgendwie reichen könnte, denn der Club präsentiert sich nicht wie eine Mannschaft, die sich dem Schicksal fügt.
Charisteas muss man wieder viele Fleißpunkte geben, auch Pässe spielt er gute und hat Ideen – ach wenn er doch nun auch noch träfe, dann wäre der Club jeder Sturmsorgen enthoben. Bunjaku ist derzeit sakrosankt, einfach weil er trifft, Mintal zeigt endlich wieder den Biss, der ihn so stark machen kann. Der Verlierer des Tages ist aber vielleicht Wolf. Er war es, der die ganz entscheidenden Fehler machte – was nutzen da die 99 guten Aktionen, wenn die letzte der 100 so kapital ist, dass sie bestraft wird. Seine Auswechslung gegen Maroh könnte ein Signal für die nächsten Spiele sein. Maroh ist vielleicht unauffälliger, aber derzeit nervlich vielleicht den Tick unbedarfter und damit ein geringeres Risiko.
Die Niederlage ist bitter, aber sie tut nicht nachhaltig weh. Denn Stuttgart hat gezeigt, dass sie auch im Mittelfeld eigentlich nichts verloren hat. Mag man der Mannschaft unterstellen, sie habe "Glück" gehabt, so könnte man aber auch sagen, sie hat genau das gemacht, wie man gegen eine kratzende und beißende Mannschaft cool bleibt, im entscheidenden Moment die Treffer setzt und auch dafür sorgt, dass die Stimmung nicht eskaliert, was ein Fußballspiel unkontrollierbar macht. Am Ende wurde es daher ein glücklicher und vielleicht sogar in Bezug auf das Engagement "unverdienter" Sieg, aber kein zufälliger. Trotzdem kann der Club darauf aufbauen und muss tatsächlich alles ausblenden, alle Statistiken, alle Heimbilanzen, alle Punktstände – und einfach nur die nächsten 90 Minuten sehen. Wenn man dann die so wie heute gestaltet, darf man hoffen. Vielleicht auch allein deswegen, weil diese Saison vielleicht mit ganz ganz wenigen Punkten im Abstiegskampf entschieden wird.
Vorbericht:
Heute 18:30 Uhr(!) im Top-Spiel der Bundesliga. So jedenfalls wurde der Samstag-Spät-Termin ja mal angepriesen. Also dann auf zum Fußball-Leckerbissen im Frankenstadion.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Nürnberg:
Schäfer – Diekmeier, Wolf, Breno, Pinola – Ottl, Tavares – Mintal – Eigler, Charisteas, Bunjaku
Stuttgart:
Lehmann – Celozzi, Niedermeier, Tasci, Molinaro – Träsch, Khedira – Hilbert, Hleb – Marica, Pogrebnyak
Wolf wird wohl wieder für Maroh in die Startelf nach seiner abgesessenen Sperre rücken. Da Maroh aber in Hannover ordentlich spielte und Wolf zuletzt so manche Formschwäche zeigte, deutete Hecking schon einmal vorsichtig an, dass es auch für Wolf keine Stammplatzgarantie gäbe. Der Kapitän ist also durchaus gefordert. Sonst wird man kaum Veränderungen erwarten dürfen, Hecking wird der erfolgreichen Mannschaft aus Hannover vertrauen.
Stuttgart hat der Trainerwechsel gut getan und den – auch erwarteten – Lauf bekommen. Zu gut ist Stuttgart besetzt, auch wenn Hitzelsberger zwischenzeitlich nach Italien transferiert wurde. Unter Gross wurden 5 der letzten 6 Spiele gewonnen, bei einem Unentschieden in Mainz. Stuttgart damit mit 25 Punkten der Abstiegszone deutlich entrückt und schielt sogar Richtung Rang 6 (der ja manchmal doch noch was abbekommt, je nach Konstellation auf den internationalen Plätzen), Platz 5 (aktuell Dortmund) ist mit 11 Punkten doch etwas weit entfernt.
Auf dem Papier ist Stuttgart Favorit, längst vergessen das Hinspiel, das Nürnberg eigentlich hätte gewinnen müssen. Da was Stuttgart nur durch etwas Glück, Nürnberger Abschlußschwäche und etwas "unglücklichen" Schiedsrichterentscheidungen am Ende mit einem 0:0 noch gut bedient. Aber auch Nürnberg ist nicht mehr das Team der Hinrunde, hat sich mit Tavares, Ottl und Breno auch gut verstärkt im Winter und präsentierte sich in den ersten drei Spielen deutlich stabilisiert. Am Ende wäre ein Unentschieden durchaus realistisch, für einen Sieg des Clubs muss schon einiges zusammenkommen.
Gestern bereits verloren hat die Hertha und bleibt damit beruhigend weit hinter dem Club mit sage und schreibe 11 Punkten aus 21 Spielen. Trotz der Krise werden immernoch viele Karten für ein Hetrha BSC Spiel verkauft. Freiburg erzielt zu Hause (nur?) einen Punkt gegen Schalke (0:0), Köln erkämpft sich spektakulär (nur?) einen Punkt zu Hause gegen Hamburg (3:3) und Bochum holt zu Hause einen Punkt gegen Leverkusen. Stabil bleibt auch Hannover, die verloren wieder – diesmal in Hoffenheim (2:1). – Ein Punkt heute wäre für den Club durchaus erstrebenswert, ein Dreier böte die Chance sogar die Abstiegsränge zu verlassen. Wenn das kein Ansporn ist.
Tags: Bundesliga, VfB+Stuttgart


Liegt wohl daran weil wir Glubberer die Hoffnung niemals aufgeben.
Bangemachen gilt ja auch nicht, solange die Konkurrenz nicht enteilt ist. Sogar bei der Hertha glaubt man noch an den Klassenerhalt. Ob berechtigterweise lassen wir mal dahingestellt.
bin ich gerade drüber gestolpert.
Mich hat mal interessiert wer der nach Kickernoten schlechteste Profi der Liga ist…
Euer Kapitän ist da unter den Flop Ten
193.
Wolf, Andreas
1. FC Nürnberg
Abwehr
4,28 Durchschnitt
…ist aber damit noch nicht unser schlechtester…
auch wenn es wieder einmal eine Niederlage gab, die Leistung der Mannschaft (nicht bezogen auf Einzelpersonen) lässt doch Grund zur Hoffnung zu. Seit Hecking Trainer ist, wird nicht mehr nach einem Gegentreffer der Kopf in den Sand gesteckt, sondern es wird weitergekämpft, dass hat man in allen Spielen der Rückrunde sehen können, dies ist eine komplett andere Mannschaft !!! Ich hoffe nur dass die verbleibende Zeit ausreicht, die benötigt wird um das Steuer endgültig herum zu reißen.
Unser Leitwolf ist auch nur ein Mensch und ich verzeihe ihm auch mal eine schwächere Phase. Bei ihm weiß man, dass er alles für den Club gibt! Und das zählt für mich sehr viel. Wenn er wieder seine Form gefunden hat, zahlt er diesen Kredit auch wieder zurück, da bin ich mir sicher.
Und so kommt Maroh wenigstens auch zu ein paar Kurzeinsätzen. Der hat es auch verdient.
Was mich nur wirklich stört, sind die meist schlechten Zuspiele von hinten. Nicht nur von Wolf, sondern von fast allen. Da haben alle großes Verbesserungspotenzial.
Nochmal was anderes: Wir haben jetzt noch einen Co-Trainer angestellt. Brauchen wir 2 co-Trainer?
@töffi
also du glaubst also, dass ein Hannover-Fan z.Zt. besser schläft als wir, oder ein Freiburger?
und Köln spielt in den nächsten 4 Spielen gegen Schalke, Leverkusen, Stuttgart und Bayern. Auch da wäre bestimmt nicht gerade Europapokal-Stimmung, wenn die mit 0 Punkten da rauskämen.
@Clubfan
wenn du die Energie, die du in Schimpfen steckst mal dazu nutzen würdest positiv zu denken…dann wärest du am 34. Spieltag bestimmt der glücklichste Mensch.
Hannover-Fans schlafen derzeit sicherlich nicht besser als wir Clubfans. Aber bei Hannover hat auch wohl keiner vor der Saison mit dem Abstiegskampf gerechnet – wir Clubfans mussten dagegen damit rechnen.
Dennoch hätte ich derzeit lieber 17 (Hannover) oder 19 (Freiburg) Punkte.
Und, so blöd es auch klingt:
“Irgendwann wird jede Ampel grün.”
Auch bei Hannover (sprich: auch die werden irgendwann wieder gewinnen).
zur diskuaaion um wolf… er hatte oft verletzungen und ist momentan nicht mehr so stark wie vor jahren. maroh kann man ohne bedenken auch bringen, denke aber mit wolf haben wir einen rustikalen mann, der dazwischen haut. braucht mann im anstiegskamf.
die rechte seite war zu offen. diekmeier hätte man nach 15-25 min auswechseln können.
mit zabavnik war ein topmann im trainingslager dabei, jetzt macht er halt bei mainz die rechtes seite dicht…typisch glubb.
stuttgart war clever…und abgezockt. heckjing macht eine gute arbeit, nur leider fehlen halt ein paar punkte…
…aber nicht deren derzeitige Tendenz.
Die Hoffnung ist ja, dass wir jetzt in unserem sanften Aufwind die noch eher absteigenden Konkurrenten überholen könnten… Gegen Stuttgart wurde dazu leider schon mal die erste Chance liegengelassen.
Bremser ist langjähriger Wegbegleiter und Vertrauter von Hecking, insofern ergibt das einen Sinn. Aber irgendwie klingt das nicht nach Verztrauen in Reutershahn. Da hätte man sich klarer und stützend äußern können.
das hat doch alles eine andere vorgeschichte…
bader hat VOR der verpflichtung heckings, wohl aber NACH der demission oennings, reutershahn das vertrauen ausgesprochen und erklärt, dass er als auf alle fälle bleibt und nicht “mit-gehen” muss.
als hecking begann, war bremser noch in hannover gebunden. dort fand nun vor kurzem ein erneuter trainerwechsel statt, bei dem auch bremser gehen “durfte”.
klar, dass hecking nun seine fühler nach seinem langjährigen weggefährten ausstreckte. er erhält, wie hecking, einen vertrag bis zum saisonende inklusive verlängerung bei klassenerhalt.
so ich es recht in erinnerung habe, soll reutershahn nun zunehmend einem anderen arbeitsfeld zugeführt werden… (nur welchem?)
die frage bleibt aber, damals wie heute: wieso bekommt reutershahn einen freifahrtschein…
aber ich bin mir sicher, dass die überragende weitsichtigkeit unseres managers nur wieder mir entgangen ist ^^
@Teo
Was heißt denn Freifahrtschein für Reutershagen? Das einzige was Bader macht ist, dass er diesen nicht beurlaubt. Denn sein Geldwürde er doch sowieso bekommen, egal ob er arbeitet oder nicht. Warum soll man ihn also freistellen?
Vielleicht erreicht ihn aber schon bald ein Ruf nach Berlin? Wobei das wohl bedeuten würde, dass diese in der Liga bleiben, Funkel wird wohl eher nicht mit in die zweite Liga gehen. Wobei er das bei anderen Mannchaften schon gemacht hat.
Ach Armin, Du erkennst mal wieder nicht das Offensichtliche: Die damit geschaffene Möglichkeit, mit 2 Assistenten ein intensiviertes Training zur Verstärkung der Bemühungen im Abstiegskampf anzubieten, ist natürlich ein klares Versäumnis von Bader!
Der Club ist in der Rückrundentabelle übrigens 12. und hat 3 Punkte mehr geholt als Wolfsburg und Freiburg und 4 mehr als Hannover. Hochgerechnet auf die restlichen 13 Spiele wären wir damit natürlich locker an Freiburg und Hannover vorbeigezogen und da die Hertha nur 1 Punkt in 4 Spielen auf uns gut macht (aktuell 10. der Rückrunden-Tabelle) gibt das folgendes Bild, dass die Hertha uns nicht mehr einholen würde, wir aber dafür sogar die Wölfe noch stellen.
Soweit zu den trüben Aussichten nach Rückrundenstart.
mit der argumentation hätte man oenning auch weiterbeschäftigen können…
klarer fall von super gemacht bader… zwei assis hätte er gar nicht eher haben können, wo er doch hellseherisch genug war, die demission bremsers zu erahnen…
@ Teo:
Niemand hat behauptet, dass das geplant war, aber man nutzt halt die sich bietenden Möglichkeiten. Hältst Du das für falsch?
Ne, so rein juristisch wohl nicht. Denn zum Beschäftigungsverhältnis gehört ja auch der Anspruch des Trainers auf Ausübung seiner Tätigkeit. Ergo hätte man ihnen eine vertraglich zugesicherte Position auch anbieten müssen und eine Rückversetzung zum Co wäre da wohl nicht adäquat gewesen. Bei Reutershagen ist das anders: War Co, bleibt Co – ob im Team oder alleine.
[...] Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Stuttgart ermahnte mich regi im Blog, ich solle nicht so griesgrämig sein (klick). [...]