Naive und realisierbare Wünsche
Am 29. Spieltag der Bundesligasaison 1985/86 besiegte der 1. FC Nürnberg den Namensvetter aus Saarbrücken vor heimischer Kulisse und meinen und meines Vaters Augen mit 2:0 (klick). Die Torschützen waren Dieter Eckstein (8. Minute) und der für Eckstein eingewechselte Frank Nitsche (74.). Die Startformation des Clubs las sich wie folgt (die Zahlen hinter den Namen geben das damalige Lebensalter des Spielers an):
Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg
vom 29. 3. 1986
HEIDER (26)
GISKE (26) LIEBERWIRTH (32) GRAHAMMER (22)
TH. BRUNNER (23) REUTER (19) GÜTTLER (24) N. WAGNER (24)
DORFNER (20)
ANDERSEN (23) ECKSTEIN (22)
Spielbeginn:
15 Uhr 30
Nach diesem Spiel belegte der Club den 11. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den 17. Platz betrug solide (damals galt ja noch die 2-Punkte-Regel) sieben Punkte und der Vorsprung auf den Relegationsplatz deren drei und ich erinnere mich noch, dass wir auf dem Weg zum Auto mit einer Gruppe norddeutsch sprechender älterer Herren ins Gespräch kamen, die offenbar im Rahmen einer Seniorenreise zu Gast in Nürnberg waren und es sich nicht nehmen ließen, das Clubspiel zu besuchen, während, wie wir erfuhren, die Gattinnen bei Kaffee und Kuchen in einem Café in der Innenstadt saßen. Einer der Herren sagte: “Mit diesem Sieg dürfte der Club den Klassenerhalt geschafft haben und es gibt wohl kaum einen Fußballfreund in Deutschland, der das dieser jungen Mannschaft und ihrem sympathischen Trainer nicht gönnt”, worauf mein Vater oder ich (vielleicht auch wir beide im Duett) antwortete(n): “Na ja, der direkte Abstieg dürfte vermieden sein, aber die Relegation ist durchaus noch möglich.”
Unsere reservierte Einschätzung der Situation sollte sich als treffend erweisen. Der Club verlor drei der folgenden vier Spiele – unter anderem setzte es eine herbe 2:6-Schlappe bei Bayer Uerdingen – und konnte das Gespenst der Relegation erst am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim vertreiben, das durch Tore von Grahammer und Dieter Eckstein mit 2:0 gewonnen wurde (klick und klick).
Die junge Club-Mannschaft der Saison 1985/86 entwickelte sich unter der Führung des sympathischen und fachkundigen Trainers Heinz Höher stetig weiter. Die Folgesaison schloss der FCN mit 35 zu 33 Punkten als Tabellenneunter ab (klick) und in der Saison 1987/88 zog er als Tabellenfünfter mit 37 zu 31 Punkten in den Uefa-Cup ein (klick). Es war eine Mannschaft, die über mehrere Jahre hinweg ein festes Gerüst an Stammspielern und damit ein unverwechselbares “Gesicht” hatte. In der Startformation der Mannschaft, die am ersten Spieltag der Saison 1987/88 durch Tore von Dieter Eckstein und dem für Eckstein eingewechselten Rudi Stenzel in Uerdingen mit 2:0 gewann (klick), standen noch sieben Spieler, die schon im März 1986 beim 2:0 gegen Saarbrücken zur Startelf gehörten, wobei mit Philipkowski und Stenzel zwei Spieler eingewechselt wurden, die in der Saison 1985/86 ebenfalls bereits im Kader waren:
Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg
vom 31. 7. 1987
KÖPKE
GISKE DUSEND GRAHAMMER
TH. BRUNNER REUTER SCHNEIDER N. WAGNER
SCHWABL
ANDERSEN ECKSTEIN
Spielbeginn:
20 Uhr
Am 29. Spieltag der aktuellen Saison besiegte der 1. FC Nürnberg den FSV Mainz 05 in einem Heimspiel mit 2:0 (klick). Das Durchschnittsalter der Startelf entsprach fast bis aufs Komma dem Durchschnittsalter des Teams, das am 29. Spieltag der Saison 1985/86 das Heimspiel gegen Saarbrücken gewann:
Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg
vom 3. 4. 2010
SCHÄFER (31)
DIEKMEIER (20) MAROH (23) WOLF (27) PINOLA (27)
OTTL (25)
RISSE (20) FRANTZ (23) GÜNDOGAN (19) BUNJAKU (26)
CHOUPO-MOTING (21)
Spielbeginn:
15 Uhr 30
Vor den letzten fünf Saisonspielen nimmt die Mannschaft in der Tabelle den 14. Rang ein. Der Vorsprung auf den 17. Platz beträgt vier, der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei Punkte (klick). Die Ausgangsposition ist also nicht so günstig wie 1986, sie ist aber immerhin so, dass das Ziel Klassenerhalt realisierbar erscheint. Und die Perspektiven der Mannschaft wären, den Klassenerhalt vorausgesetzt, vielleicht ähnlich günstig wie die des 86er-Teams. Ich sage “wären”, denn die Vorstellung, dass in der Club-Mannschaft, die das erste Saisonspiel der Saison 2011/12 bestreiten wird, noch sieben Spieler aus der Startelf des Mainz-Heimspiels stehen, ist wohl nicht mehr als ein naiver Wunsch: klick und klick.
Konzentrieren wir uns also auf die realisierbaren Wünsche.
Realisierbare Wünsche sind keine Selbstläufer. Auch sie müssen erst realisiert werden. Ein Sieg unserer Mannschaft im morgigen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Realisierung – der realisierbaren Wünsche eben…
Der Schobbo -Mo- Däng fummelt schon wieder einen rein. Wer ist Dzeko?
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irgendwie komisch – diese samstage- ohne glubbspiel. ich mag die doofen sonntagsspielel nicht. unter flutlicht freitags ist klasse. sonntag 17.30 total. für den …
köln ist übrigens nun durch. nur noch zwei (drei) aus fünf und nicht mehr aus 6. mal gespannt, ob professor rangnick nach dem we noch trainer ist.wünsche es ihm. und morgen-am sonntag- dann mindestens einen punkt!!!
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Der Club muss gegen Volkswagenburg nachlegen. Das halte ich für einen realisierbaren Wunsch! Ferner wünsche ich mir, dass der Club sich bald einen Platz überm Relegationsstrich sichert, damit wir nicht mehr lange zittern müssen. Ich hoffe, dass auch das kein unrealistischer Wunsch ist. Denn das tun wir schon die ganze Saison und ich bin froh über jeden Nervenkitzel weniger.
Am Ende kann nicht immer der Club der Depp sein.
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O W O W ..der Spieltag lief bislang völlig gegen den Club, Hannover schlägt Schalke und holt einen Dreier. Köln ist auch erstmal unten raus und hat nun 6 Punkte dazwischengelegt. Jetzt wird die Partie morgen gegen Wolfsburg noch wichtiger.
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Nun ja, so weit würde ich nicht gehen, denn immerhin war es zu Saisonbeginn und auch jetzt das Ziel, mindestens zwei, besser noch: drei Mannschaften hinter sich zu lassen. Und da haben uns Bremen gegen Freiburg und Stuttgart in Berlin schon einen ganz guten Dienst erwiesen.
Unabhängig davon wäre ein Punktgewinn morgen natürlich ein verdammt wichtiger Schritt – denn eines scheint nicht erst seit diesem – aber auch, siehe Hannover – Spieltag klar zu sein: Vorhersagen bringen rein gar nichts, weil offenbar kein Bundesligateam die dafür erforderliche Konstanz besitzt – weder im Positiven wie im Negativen.
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Das Hannover gewinnt, das war nicht geplant. Ansonsten passt der Spieltag – bisher. Ich glaube, es könnte besser sein, gegen ein Köln zu spielen, die im Niemandsland sind als ein Köln, das noch kämpfen muss. Und gegen Wolfsburg muss der Club heute noch was reissen, eine Übermaqnnschaft sind die Wölfe wirklich nicht.
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Schaut mal nach draußen. Es sieht ganz nach Wolfsburgspiel aus. Bei mir daheim fängts gleich so an zu schütten.
Das riecht nach Spielabbruch
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Der Club hat leider die erste Halbzeit verschlafen.
Und bekommt nun durch 2 Konter von Wolfsburg die Rechnung dafür.
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