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FCN Import/Export | An- und Verkäufe Nürnberg

Darf man nach 5 Spielen schon eine kleine Bilanz der Transfers ziehen?

Natürlich kann ein jetziges Urteil nicht endgültig sein, es kann im Laufe der Saison noch viel passieren, andererseits die ersten Eindrücke konnten sich jetzt doch schon verfestigen, bzw. auch entkräftet werden. Deshalb denke ich, dass eine erste Bilanz der Arbeit unseres Managers jetzt durchaus sinnvoll ist.

Die Transferbilanz von Bader diese Saison:

Diese sind gegangen:
Peter Perchtold: konnte sich nie durchsetzen. Kein Verlust
Daniel Klewer: wurde Teil des Trainerteams, war schon letztes Jahr nicht erster Ersatzmann von Schäfer, kein Verlust, vielleicht sogar ein Gewinn als Torwarttrainer.
Marcel Risse: ausgeliehen, war wohl schon länger als Teil des Schürle Deals geplant, deshalb von uns nicht zu halten, aber sicher ein Verlust.
Mickael Tavares: ausgeliehen, war schon nach der Hälfte der Rückrunde außen vor, kein Verlust
Andreas Ottl: ausgeliehen, war ein Platz auf der Bayernbank lieber als Leitfigur bei uns zu sein, hätte uns helfen können. Ein großer Verlust.
Breno: ausgeliehen, trotz der recht frühen Verletzung war er ein ganz wichtiger Bestandteil des Klassenerhalts. Ein großer Verlust
Harvard Nordveit: konnte sich weder in der IV noch im defensiven Mittelfeld durchsetzen. Kein Verlust
Eric-Maxim Choupo-Moting: ausgeliehen, konnte am Ende der letzten Saison zeigen, dass er das Zeug zum Bundesligaspieler hat. Ein Verlust.
Thomas Broich: Mozart konnte nie den Dirigentenstock führen. Kein Verlust.
Daniel Gygax: Der Schweizer Nationalspieler konnte nie konstant seine Leistung bringen, am Ende kein Stammspieler mehr. Ein leichter Verlust.
Jahwar Manri: Er hat uns in Relegation 2009 noch mit in die Bundesliga gebracht, das waren aber die letzten überzeugenden Auftritte, am Ende nicht mehr Teil des Stamms. Menschlich ein Verlust, sportlich nicht mehr.
Dennis Diekmeier: War während der Saison Stammspieler, in der Relegation aber nicht dabei und konnte schon da gut ersetzt werden. Sportlich trotzdem ein Verlust, finanziell ein echter Gewinn.
Angelos Charisteas: Weg mit finanziellen Schmerzen, sicher einer der größten Flops in der Transfergeschichte des Clubs. Kein Verlust.

Bilanz: 13 Spielerabgänge sind eine hohe Zahl, hier sieht man auch das Problem der Ausleihe, nur gerade bei Ottl erkennt man auch, dass es eben Spieler gibt, die wir nur in besonderen Situationen und nur geliehen bekommen. Ob wir ohne ihn den Klassenerhalt geschafft hätten? Ich fürchte eher nein. Aber selbst nach einem halben Jahr bei uns konnte er sich nicht dazu durchringen fest zum Club zu kommen. Insofern war die Leihe richtig um aktuell den Kader zu verbessern, gekauft hätten wir einen solchen Spieler einfach nicht bekommen. Auch ein Risse gehört wohl zu den Spielern die wir vermissen, aber auch hier konnte das Management den Spieler nicht halten, hier hat Leverkusen schon für den Deal mit Schürle geplant.

Ein wenig anders die Situation bei Dennis Diekmeier: Kein Leihspieler, über die Saison Stammspieler und als großes Talent gepriesen. Hier haben Bader und Hecking aber doch richtig gehandelt, mit ihrem Entschluss ihn gehen zu lassen. Schon in der Relegation konnte Judt zeigen, dass er Diekmeier ersetzen kann, und solche Spieler muss man als “kleiner” Verein eben abgeben um Geld zu verdienen. Dass dies ohne große sportliche Schwächung möglich war, zeigt das gute Handeln der Vereinsführung. Alles in allem sind die Abgänge teils sportlich sinnvoll, teils finanziell notwendig, teils unumkehrbar – also gutes Management durch Bader.

Die Zugänge:
Nilsson: wird immer besser, die Abwehr steht und endlich gibt es eine echte Alternative wenn die Stamm-IV ausfällt. Siehe jetzt rote Karte von Wolf: Maroh steht bereit. Der Verlust von Breno konnte also ausgeglichen werden und gegenüber dem Beginn der letzten Saison stehen wir besser da. Gute Verstärkung.
Simons: wird mehr und mehr zum Stabilisator, für mich jetzt schon stärker als Ottl, dieser Verlust konnte so mehr als ausgeglichen werden. Allerdings mit dem Nachteil kein Mann für die Zukunft zu sein. Macht aber jetzt gar nichts. Gute Verstärkung.
Hegeler: ausgeliehen, ein Kämpfer und Renner der den erfahrenen Simmons sehr gut ergänzt. Kann auch rechts hinten Judt ersetzen, evtl. sogar IV spielen. Somit flexibel einsetzbar. Eine Verstärkung.
Ekici: ausgeliehen, bringt Spielkultur rein und entlastet Gündogan. Schlägt gute Standards, allein damit schon eine gute Verstärkung
Cohen: Zeigte gegen Hamburg eine gute Leistung, Alternative zu Hegeler. Damit ist der Kader in der Breite deutlich besser aufgestellt als letzte Saison. Verstärkung.
Schieber: ausgeliehen, Kämpfer und guter Umschaltspieler, wird immer sicherer im Torabschluß, geht dahin wo es weh tut. Für mich jetzt schon stärker als Choupo-Moting. Damit konnte der Weggang mehr als ausgeglichen werden. Gute Verstärkung!
Felicio Brown Forbes: Eine Investition in die Zukunft, ob er den Sprung schafft wird man sehen. Zurzeit nicht bewertbar.
Robert Mak: Auch er eher ein Mann für die Zukunft, aber schon näher an der Mannschaft als Forbes. Eine Bewertung ist noch nicht möglich.
Rubin Okotie: War lange verletzt und schlägt sich auch aktuell immer wieder mit kleinen gesundheitlichen Rückschlägen herum. Gilt als großes Sturmtalent, ob er nach der Verletzung den Wechsel auf seine Zukunft einlösen kann wird man sehen. Noch nicht zu bewerten.
Christoph Sauter: Galt bei Mainz als großes Talent und wurde A-Jugend-Meister mit Schürle, ebenso eine Investition in die Zukunft. Kann noch nicht bewertet werden

Die Bilanz:

Die Abgänge, die sportlich ein Verlust waren, konnten ersetzt werde, zum Teil zeigen die Zugänge, dass sie sogar wertvoller sein können. Spieler wie Nilsson, Simons und Cohen konnten fest verpflichtet werden, was die Abhängigkeit von Leihgeschäften etwas gesenkt hat. Ganz ohne Leihgeschäfte kommen Vereine wie der FCN aber heutzutage nicht mehr aus, was man auch an Mannschaften wie Freiburg und Mainz sehen kann. Übrigens auch Vereine wie Dortmund mussten vor wenigen Jahren noch diesen Weg gehen, siehe Hummels.

Die Ergänzungen und Verstärkungen konnten ohne großen finanzielle Aufwand erreicht werden, ja sogar im Gegenteil erbrachte die Transferrunde mit dem Verkauf von Diekmeier sogar einen deutlichen finanziellen Gewinn. Der sportliche Wert der Mannschaft konnte also erhalten bzw. gestärkt werden. Dazu konnte man einige Talente verpflichten, wie Mak, Okotie, Sauter, die uns in der Zukunft helfen können sportlich zu bestehen. Oder sie werden wieder Erlöse bei Verkäufen generieren können, wie dies jetzt mit Diekmeier gelang. Bader mag auch diesmal keinen jungen Messi gefunden haben, aber seine Aufgaben hat er mehr als gut erledigt.

Natürlich kann man - wie eingangs schon gesagt - noch nicht sagen, ob die Zugänge konstant über die Saison Leistung bringen werden. Ebenso ist es nicht möglich sicher vorherzusagen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Nur sind das wirklich realistische Ansprüche? Ich denke ‘Nein’. Im Rahmen der Möglichkeiten hat Bader gute Arbeit geleistet und für den Fall, dass wir zur Saisonhalbzeit hinten liegen oder schwere Verletzungen eines oder mehrerer Leistungsträger vorliegen, kann der Verein auch noch einmal reagieren. Genau das sollte ein guter Manager oder Sportdirektor schaffen. Aktuell können wir mit der Arbeit von Bader zufrieden sein.

     

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Kommentare (31)

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  1. Juwe sagt:

    Also eine Beurteilung nach 5 Spieltagen ist in meinen Augen reichlich konstruiert und ohne echte Aussagekraft, auch wenn das in einem Nebensatz mal so erwähnt wird. Es dient wohl zur Stimmungsmache in dem Fall pro Bader, weil wir gerade gut dastehen, was mich auch wirklich freut! Der Verein kommt immer vor Personen.

    Ich habe Vertrauen in Dieter Hecking, was die sportlichen Zu- und Abgänge betrifft. Für mich ist Martin Bader ein kaufmännscher leitender Angestellter, der diese Arbeit gut macht, ein sportlicher Visionär ist er nicht, war er auch nie. Zudem gefällt mir nicht, wie er den Verein der leeren Taschen und als graue Maus propagiert. Den kaufmännischen Part macht er integer und gut meiner Meinung nach. Den sportlichen Teil schreibe ich dito Dieter Hecking zu. Ich weiss das ist keine Gefälligkeitsmeinung in diesem Forum, aber es wird hier bestimmt noch das ein oder andere Räucherstäbchen angezündet.

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  2. Juwe: Also eine Beurteilung nach 5 Spieltagen ist in meinen Augen reichlich konstruiert und ohne echte Aussagekraft

    Aber die Tabelle nach dem vierten Spieltag schon oder wie? Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen :)

    Aber zum eigentlichen Thema. Breno und Ottl sind zwar ein Verlust aber das kann man Bader nicht anlasten, eher muss man ihn Loben dafür das er sie für ein Halbjahr holen konnte. Beide wollte Bader längerfristig in Nürnberg haben, nur spielten bei Breno die Bayern nicht mit und Ottl wollte wie Du schon sagtest lieber auf der Tribüne sitzen. Gygax sehe ich auch nicht als Verlust, der konnte in Liga eins nie überzeugen.

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  3. Und auch ich schalt mich mal ein, denn es geht eben und gerade nicht um eine Räucherstäbchenzündung pro Bader! Es ist einfach mal eine Auseinandersetzung mit den Gegenheiten zu einem bestimmten Zeitpunkt – hier: Saisonstart. Was wurde Bader schon kritisiert für eben diese Neueinkäufe und da war noch nicht einmal EIN Spieltag gespielt. Wie man nur seine Hoffnungen auf einen Schieber setzen kann – gestern zeigte er, warum man das kann. Wie man einen Nilsson von der Bank holen kann und auf einen Holzfäller wie Wolf daneben – bis dato stellen sie nun eine der stabilsten Defensiven der Liga. Jetzt aber heisst es: “Halt Halt! Wir werden doch keine Momentaufnahmen machen wollen!” (ergänzt in Gedanken: “Jetzt wo wir gerade nix zu motzen haben”)

    Seit Jahren gelingt es dem Verein nun (um endlich mal weg von dieser Personendiskussion zu kommen), immer wieder sportliche Talente zu finden, die mit Profit weiterveräußert werden können, um dieses Geld zum Tilgen der Schulden, Investitionen in die Zukunft und auch als Puffer für Betriebsunfälle zu haben. Warum kann man das in Nürnberg denn nicht einfach auch mal allen Beteiligten angemessen anerkennen?

    Was ist denn ein “sportlicher Visionär” eigentlich?

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  4. cloots sagt:

    Man soll den Tag nicht vor dem Bader loben, andererseits aber auch nicht das Kind mit dem Bader ausschütten.

    Mainz hat 15 Punkte, warum haben wir die nicht? Freiburg, St. Pauli und Kaiserslautern haben zusammen sogar schon 23 Punkte, sind uns also um 17 Punkte enteilt… eh, oder so :-)

    Ne, der erste Eindruck nach fünf Spieltagen, der hier geboten wird, ist a) vorsichtig formuliert und b) viel ausgewogener als der Unsinn, der einem gerade mal wieder andernorts überschwappt – das hebt sich wohltuend ab!! Es sind erst fünf Spieltage und ja, einiges ist überraschend (und nicht nur positiv). Mainz lacht, Gladbach und Köln dafür z.B. eher weniger. Und in all dem stehen wir seit gestern erst mal gar nicht so schlecht da und das hat auch was mit der Einkaufsliste zu tun, die hier – ich sags noch mal – mit Augenmaß analysiert wurde.

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  5. Pinola sagt:

    cloots: Man soll den Tag nicht vor dem Bader loben, andererseits aber auch nicht das Kind mit dem Bader ausschütten.Mainz hat 15 Punkte, warum haben wir die nicht? Freiburg, St. Pauli und Kaiserslautern haben zusammen sogar schon 23 Punkte, sind uns also um 17 Punkte enteilt… eh, oder so

    Vielleicht hat Hecking ja recht, wenn er sagt, dass viele Nationalspieler die WM noch nicht weg gesteckt haben und deshalb manche Großvereine momentan so abkacken. Spielt sicher eine Rolle, denn die oben genannten Vereine profitierten sicher auch davon.

    cloots: Freiburg, St. Pauli und Kaiserslautern haben zusammen sogar schon 23 Punkte, sind uns also um 17 Punkte enteilt…

    ???

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  6. Juwe sagt:

    Ja die Niederlage gegen Freiburg steckte doch vielen in den Knochen, weil es so sehr an die Heimmiesere letztes Jahr erinnerte, nach dem Motto es wird doch nicht wieder so weitergehen. Mir ging es auch so, aber da muss ich mich korrigieren, das Defensivverhalten ist nochmal deutlich besser geworden als letzte Saison und der Garant dafür, dass wir auswärts zumindest noch nicht verloren haben. Ich finde sogar dass wir durch Judt statt Diekmeier hinten rechts, stabiler geworden sind. In Hamburg und Leverkusen haben sich schon andere Mannschaften richtige Klatschen abgeholt, das macht wirklich Hoffnung, wenn man das Spiel nach Vorne noch etwas kultivieren kann. Zu den Zu und Abgängen, mir gefällt die Robustheit von Schieber und die Entwicklung von Nilson, dem Abgang Ottl trauere ich rein sportlich ein wenig nach, ob er mit seiner Entscheidung beim FCB lieber auf der Bank zu versauern richtig lag, das muss er selbst wissen. Für den Verlust kann seitens des FCN niemand was und wer weiss vielleicht gibt es doch noch eine Möglichkeit in der Winterpause, falls sich Ottl noch erinnert, dass es ja auch schön war jede Woche in der Bundesliga auf dem Platz zu stehen, statt nur nebendran. Die Mannschaft wird fester und die Neuzugänge fügen sich gut ein. Auch ein Cohen hat angedeutet dass er ein wuseliger guter VI er sein kann, schön giftig – auf jeden Fall auch eine Option. Ich persönlich freu mich wahnsinnig auf das Schalke Spiel, Fan Freundschaft hin oder her, interessiert mich persönlich eh nicht so, ich finde da gibt es etwas gut zu machen. (2008!) und letzte Saison ihnen ebenso 6 Punkte überlassen, trotz guter Leistung. Aber da waren wir ja laut Oenning “noch nicht auf Augenhöhe” Dass es sich langsam herumspricht dass es wenig Spaß macht gegen den FCN Fußball zu spielen, soll diese Erfahrung auch ruhig Schalke bald machen.

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  7. Juwe sagt:

    Der Spruch “Sieg oder Blut an den Socken” bekommt auf jeden Fall eine tragende Bedeutung, wenn man Wolf als Gegenspieler hat. Er hat wirklich in fast jedem Spiel um die rote Karte gebettelt, bis er sie letztlich auch bekam. Dennoch er reibt sich für den Verein auf und irgendwie braucht man auch so einen aggressiv Leader. Vielleicht nur einen Tick zurückschalten, so wie Juri Judt es macht, es reicht schon wenn es weh tut, man muss keine Gegenspieler auf dem Platz töten oder ihm die Achillessehne freilegen.

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  8. Vielleicht noch eine Anmerkung zu Peter Perchtold – der ist ja nicht “weg”, auch wenn er als Abgang gelistet ist. Er ist wie Jonatan Kotzke zur zweiten Mannschaft in die Regionalliga Sued runter, sicher ein Rückschritt, auch da spielte er ja erst 2 Spiele die Saison.

    Ich muss sagen, dass mir das um ihn irgendwie Leid tut. Er hatte auch so alles Zeug dazu, sich wie ein Hegeler in eine Bundesliga-Mannschaften zu spielen. Als er zum Club kam, stand er genau genommen sogar noch besser da: Er war zwar auch nur bei den Amateuren des VfB, dort aber Stammkraft und mit Begehrlichkeiten einiger Vereine. Wir hatten ihn damals ja auch so vorgestellt:
    http://www.clubfans-uni...ugang-peter-perchtold/

    Seine ‘komische’ Website gibt es übrigens auch noch:
    http://www.clubfans-uni...er-perchtold-homepage/

    Vielleicht auch so ein Beispiel. dass man nicht sehen kann, da kann man noch so viel selbst gespielt haben wie man will, ob ein Spieler die Entwicklung genau in dem Anstieg weitermachen kann oder ab einem Punkt – ich will nicht sagen “einbricht”, aber – nicht weiterkommt oder sich sehr schwer tut.

    Es gibt so viele Beispiele, wo man auch als Experte (und wir haben die Expertenmeinungen damals fast alle ja gelesen) nicht sagen kann: Geht es weiter oder zurück? Engelhardt! Was ein Spieler in Kaiserslautern, Jung-Nationalspieler, dann die Verletzung, hat nie mehr die Kurve gekriegt. Nicky Adler – Riesen-Talent, Bundesliga war ne Nummer zu gross. Oder auch Benko – was wurde um den ein Hype gemacht, jetzt kickt er in der Jupiler Pro League beim KV Kortrijk.

    Man kann nie wissen, ob ein Talent, wenn man ihn ins Wasser wirft, schwimmt. Dass ein Thomas Müller plötzlich einfach das auch auf dem Level macht, was er auch sonst immer tat, hat sicher viele überrascht. Weil es nicht selbstverständlich ist. Niemand weiß, ob das Talent am Ende sich auch gegen die Besten messen lassen kann oder dem Druck gewachsen ist. Manche wirft man rein und sie gehen unter und erholen sich nie davon. Manche muss man nur rausziehen und es nochmal probieren. Ich hoffe für Perchtold, dass er dazu gehört.

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  9. Töffi sagt:

    Alexander | Clubfans United: Vielleicht noch eine Anmerkung zu Peter Perchtold – der ist ja nicht “weg”, auch wenn er als Abgang gelistet ist.

    Hat Perchtold nicht auch so eine monatelange Verletzung wie jetzt Bunjaku (Knorpelschaden)? Das würde sein Verschwinden in der Versenkung erklären.

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  10. Töffi: Hat Perchtold nicht auch so eine monatelange Verletzung wie jetzt Bunjaku (Knorpelschaden)? Das würde sein Verschwinden in der Versenkung erklären.

    Ne, das wäre mir neu. Er hatte mal so eine Verletzung, aber das ist längst Geschichte.

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  11. Hmm. Wenn man Infos zu Peter Perchtold sucht, findet man nix. Auf der Website des FCN findet man ihn auch nicht mehr.

    Das Profil ist aber noch vorhanden:
    http://www.fcn.de/junio...eler/profil/Perchtold/

    Aber in den Kaderübersichten fehlt er. Weiß jemand mehr?

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  12. Frank sagt:

    Kann der Import/Export-Bilanz zustimmen. Das Ganze ist halt bei den Zugängen noch a weng Konjunktiv.

    Dass die positiven Trends in Sachen Einkäufe jetzt explizit nur Martin Bader zugeschrieben werden, halt ich für weniger richtig. Natürlich hat Bader seinen Anteil daran. Er muss Transfers realisieren, braucht gute Drähte zu Manager-Kollegen, muss an den Pokertisch, usw. Aber der Kader trägt natürlich die sportliche Handschrift von Dieter Hecking. Logisch. Nur: Wer hat Hecking geholt und trägt die Verantwortung, dass es mit Hecking gutgeht? Wiederum Martin Bader. Die beiden sind also ein Team, bislang wahrlich kein schlechtes, insofern ist die Import/Export-Bilanz ein Zwischenzeugnis für beide.

    Apropos Team.
    Bitte lasst uns aufhören, den Club mit Mainz zu vergleichen.
    Sprechen wir von Mainz,
    dann sprechen wir von gewachsenen Strukturen
    und von Protagonisten, die sich blind verstehen.
    Ein Christian Heidel war schon Manager in Mainz,
    da saß der Club noch ganz tief in der Schuldenfalle.
    Das war vor knapp zwei Jahrzehnten.
    Heidel weiß mit Strutz einen bärenstarken Präsidenten hinter sich.
    Ich glaube nicht, dass die Tuchel-Nummer bei uns klappen würde.
    Nicht wenn wir im Umfeld nicht fähig sind, die wohl wichtigste Person beim Glubb fair zu bewerten. Das heißt: Keine Schwarz-Weiß-Malerei.

    Bader fair zu bewerten, heißt für mich:

    1. Er ist mitunter Architekt der tollen Saison und des Pokalsiegs. Ausrufezeichen! Ohne Bader kein Hans Meyer und somit kein Pokalsieg.

    2. Er hat danach schlimme Fehler gemacht bzw. muss dafür die Verantwortung tragen. Wohl auch, weil er noch nie so schnelles “Wachstum” managen musste. Die Ausleiherei von Spielern und das Jedes-Jahr-Umbauen-Müssen ist die Folge einer Gehaltsstruktur, mit der du alles machen darfst, nur nicht absteigen.

    3. Es wäre Unsinn, die Erfahrungswerte Baders über Bord zu schmeißen. Weil er meiner Meinung nach Macher-Qualitäten hat. Und käufmännisch, wie @Juwe sagte, ein guter Mann ist.

    4. Bader wird neben Woy hauptamtlicher Vorstand. Vielleicht kommt er damit ein wenig aus der Schusslinie. Und der Weg zu mehr Souveränität und mehr Meinungs-Vielfalt wäre womöglich frei. Ein Sport-Manager oder wie auch immer würde nur einen Bruchteil dessen kosten, was man Herrn Charisteas in den … ok, er ist weg.
    Es kann nicht sein, dass sich der Club in sehr hohem Maße abhängig macht vom jeweiligen Trainer und dessen Vorstellung. Da wird halt mal kein Masmanidis geholt! … Wenngleich ich hoffe, dass unser Trainer noch lange Dieter Hecking heißt. Denn dessen Vorstellungen sind bislang sehr vernünftig. Was ja auch die oben stehende Import-Export-Bilanz unterstreichen soll.

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  13. Claus sagt:

    Alexander | Clubfans United: Hmm. Wenn man Infos zu Peter Perchtold sucht, findet man nix. Auf der Website des FCN findet man ihn auch nicht mehr.
    Das Profil ist aber noch vorhanden.
    Aber in den Kaderübersichten fehlt er. Weiß jemand mehr?

    Schon komisch, als ob er in Orwellscher Manier zur Unperson erklärt worden wäre. Wie hast Du denn eigentlich das Profil gefunden? Ich habe keinen Link gefunden, der dorthin führt. Wahrscheinlicher ist das die ganz normale Schlamperei der Homepagebastler beim Club.

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  14. Claus:
    Schon komisch, als ob er in Orwellscher Manier zur Unperson erklärt worden wäre. Wie hast Du denn eigentlich das Profil gefunden? Ich habe keinen Link gefunden, der dorthin führt. Wahrscheinlicher ist das die ganz normale Schlamperei der Homepagebastler beim Club.

    Das man den finden kann ist eigentlich einfach, wenn man das Prinzip versteht – also einfach den Namen in die Url einsetzen. ;-)

    Da kann man so manchen noch mit der Rückkehr von Harry schocken:
    http://www.fcn.de/junio...ler/profil/charisteas/

    Oder sogar einen Vittek zurückholen
    http://www.fcn.de/junio...spieler/profil/vittek/

    Sogar der Claus ist dann beim Club :-P
    http://www.fcn.de/junio.../spieler/profil/claus/

    Aber die Sache mit Perchtold und sein “Verschwinden” interessiert mich jetzt doch.

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  15. Ok, jetzt bin ich zumindest um ein paar Gerüchte reicher, ob deswegen klüger, ist ne andere Sache. :grin:

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  16. Teo sagt:

    ICh bin mir auch recht sicher, dass sich Perchtold in der Rückrunde eine Verletzung zugezogen hat.

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  17. Dann wäre er nicht aus der gesamten FCN-Website entfernt worden …

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  18. Teo sagt:

    Hier zumindest eine Quelle: http://transfermarkt.ch...ofil/spieler_5154.html

    Wenn man weiter stöbert, dann findet man auch Gerüchte über Sportinvalidität. Er war über ein viertel Jahr verletzt. Scheinbar hat er bis jetzt auch in der zweiten Mannschaft noch nicht wieder zur alter Form zurückgefunden. Schade…

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  19. Ich fass mal zusammen, was man an Gerüchten findet (ohne ins Detail zu gehen): Es gab wohl mal eine verbale Auseinandersetzung mit MO, dann flog er aus der Mannschaft. Dann gibt es Gerüchte zu nächtlichen Ausflügen während einer Verletzungsphase und einer daraus resultierenden Dissonanz mit Bader. Den weiteren Gerüchten zu Folge hatte PePe dann in den ersten Spielen in der 2. Mannschaft die Chance sich zu empfehlen für andere Vereine (Graz und RB Leipzig waren glaub ich wie die Westvorstadt im Lostopf), was sich aber aufgrund (zumindest bei Graz) weit unterschiedlicher Gehaltsvorstellungen nicht realisieren ließ (angeblich wollte PePe deutliche Zugeständnisse machen, aber nicht für ein Butterbrot spielen). Aufgrund der Vorfälle (so weiter die Gerüchte) war klar, dass eine Rückkehr ins Team weder in der 1. noch 2. nach Ende der Transferfrist in Frage kommt.

    Mir alles sehr rätselhaft. Es gibt einige ziemlich “dreckige” Gerüchte die letzten Jahre rund um den Club, ich will in meiner Naivität hoffen, dass das alles nur schmutzige Wäsche ist. Und Nein, ich werde das nicht weiter ausführen, das ist hier der falsche Ort. Das mit PePe halte ich aber für grenzwertig aber noch im normalen Bereich, was halt so passieren kann.

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  20. Derbfuss sagt:

    Also, seine Homepage gibt jedenfalls nichts preis.
    http://www.peterperchtold.de/

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  21. belschanov sagt:

    Ich stimme der Import/Export-Analyse zu – außer in einem Punkt: Ottl ist für mich kein Verlust. Ein Spieler, der vom Trainer des 1. FC Nürnberg das Kapitänsamt angeboten bekommt, es aber vorzieht, bei einem anderen Verein ein Ersatzbank- oder Tribünendasein zu fristen, kann dem 1. FC Nürnberg gestohlen bleiben. (Randbemerkung: Hätte Ottl beim Club einen Vertrag unterschrieben, wäre wohl sooo schlecht auch nicht bezahlt worden.)

    Schieber scheint besser zu sein, als ich ihn eingeschätzt habe. Wie er in Hamburg den Elfer rausgeholt hat, war klasse. Unermüdlicher Einsatz. Und zwei Tore in fünf Spielen sind eine ordentliche Quote. Wenn er diesen Rhythmus durchhält, kommt er am Ende der Saison auf 12 bis 13 Tore. Das wäre eine “Hausnummer”.

    Habe dienstreisenbedingt vom Spiel gegen Stuttgart nur die ARD-Zusammenfassung gesehen. Zum Glück – und dank Schieber/Pinola – hat’s geklappt mit den lebensnotwendigen drei Punkten.

    Jetzt aber bitte nicht selbstzufrieden werden. Bitte in Frankfurt nicht verlieren…

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  22. Claus sagt:

    @Alexander: Das mit Deinen Links ist echt lustig und bestätigt meine Vermutung, dass da gerade ein Praktikant an der Seite herumpfuscht.
    Beim 1. Versuch habe ich den Harry noch gesehen, jetzt kommt immer, wenn man einen “ungültigen” Namen eingibt das Profil von Peer Kluge. Der ist aber doch auch irgendwie nicht mehr so richtig in Nürnberg, oder?
    Ich habe jetzt auch mal ein bisschen nach Gerüchten um PePe gesucht und bin wahrscheinlich auf dieselben gestoßen wie Du. So was richtig schlimmes war aber nicht dabei.
    @belschanov: Deiner Einschätzung von Schieber schließe ich mich von Anfang an an. Ich dachte auch anfangs nicht, dass er eine echte Verstärkung ist, aber wenn man neu in einer Mannschaft ist und dann auch noch im Sturm den Alleinunterhalter spielen soll, hat man es wahrscheinlich ein bisschen schwer. In den letzten beiden Spielen sah das aber schon überzeugend aus, was er gezeigt hat. Vielleicht wird er ja mit Pinola das neu Sturmduo? Die beiden waren ja wohl ein Traum gegen Stuttgart. Erst legt der eine dem andern auf, dann umgekehrt. Schade war nur ein bisschen, dass so viel Zeit dazwischen war (etwa 87 min., wenn ich richtig gerechnet habe).
    Auch bei Nillson und Simons hat man eine Steigerung über die ersten Spiele der Saison gesehen. Ich bin jetzt mal auf das Gespann Nillson/Maroh am Samstag gespannt.

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  23. Claus sagt:

    @belschanov: Noch ein kleiner Nachtrag sei erlaubt.
    Wer das Spiel nur in der Zusammenfasung gesehen hat, hat einiges verpasst. Nachdem man gute 1,5h durch so ein Wechselbad der Gefühle gejagt wurde und es am Ende dann so ausging, musste man trotz folgendem Arbeitstag dann doch ausgelassen noch ein wenig feiern. Solche Spiele versöhnen einen irgendwie doch immer wieder mit seinem Lieblingsverein.

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  24. Pinola sagt:

    Claus: @Alexander: Das mit Deinen Links ist echt lustig und bestätigt meine Vermutung, dass da gerade ein Praktikant an der Seite herumpfuscht.
    Beim 1. Versuch habe ich den Harry noch gesehen, jetzt kommt immer, wenn man einen “ungültigen” Namen eingibt das Profil von Peer Kluge. Der ist aber doch auch irgendwie nicht mehr so richtig in Nürnberg, oder?

    Ja, Kluge kommt scheinbar als verdeckter Platzhalter. Ich habe aber eine waschechte “unerwünschte Person” frei nach Orwell gefunden.

    Gebt mal Blazek ein!
    http://www.fcn.de/junio...spieler/profil/Blazek/

    So, und heute Nachmittag auf keinen Fall verlieren gegen den Eintracht Frankfornititossos.

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  25. Claus sagt:

    Pinola:
    Ja, Kluge kommt scheinbar als verdeckter Platzhalter. Ich habe aber eine waschechte “unerwünschte Person” frei nach Orwell gefunden.Gebt mal Blazek ein!

    Naja, der Name steht immerhin noch da.
    Hat Du alle Deine Lieblingsspieler der vergangenen 5 Jahre durchprobiert? ;-)

    Pinola:
    So, und heute Nachmittag auf keinen Fall verlieren gegen den Eintracht Frankfornititossos.

    Im Gegenteil: Sieg!

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  26. Frank sagt:

    Heute gegen Frankfurt hat der Club wieder mal richtig schlecht gespielt.
    Von Ekici war gar nichts zu sehen. Pinola war noch einer der Besten.
    Im Mittelfeld hat man nur klein klein gespielt und wollte den Ball ins Tor tragen. Es waren nur 2 Torschüsse im ganzen Spiel zu sehen.
    Frankfurt hat ohne große Mühe gewonnen. Und das verdient!
    Sie waren immer gefährlich als sie vors Clubtor kamen.
    Da war der Club letzte Saison weitaus besser.

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  27. Claus sagt:

    Frank:
    Von Ekici war gar nichts zu sehen.
    Es waren nur 2 Torschüsse im ganzen Spiel zu sehen.

    Wie geht das bei 3 Alutreffern?

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  28. Hörnla sagt:

    belschanov: Ich stimme der Import/Export-Analyse zu – außer in einem Punkt: Ottl ist für mich kein Verlust. Ein Spieler, der vom Trainer des 1. FC Nürnberg das Kapitänsamt angeboten bekommt, es aber vorzieht, bei einem anderen Verein ein Ersatzbank- oder Tribünendasein zu fristen, kann dem 1. FC Nürnberg gestohlen bleiben.

    Sehe ich haargenauso. Sportliches Können bzw. Talent reichen alleine eben nicht – es muss auch eine entsprechende charakterliche Disposition dazukommen – gerade für einen Verein wie den 1. FCN, der sich so viele teure Fehlschüsse eben nicht erlauben kann. Das kann man im übrigen von den Bayern lernen, die in der Regel und zu Recht betonen, dass sportliche Qualität zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung ist, um das “Adelsprädikat” FC Bayern-Spieler verliehen zu bekommen.
    Ein weiteres Beispiel: ein Mourinho wurde geholt, nicht weil sich die Verantwortlichen von Real plötzlich nicht mehr zutrauten, sportliche Qualitäten zu erkennen, sondern weil er mit dem klaren Programm antrat, mit einer Real-Eigentümlichkeit, wie sie der Spanien-Korrespondent Paul Ingendaay luzide beschrieben hat, dass nämlich die Spieler auf dem Zenit zu Madrid kamen und von da an nurmehr schlechter wurden, Schluss zu machen. Er wolle Spieler, die in und mit Madrid etwas erreichen wollen, nicht solche, die es als Ehre und Belohnung einer Karriere ansähen, für Reald Madrid zu spielen.
    Wenn aber die Großen und Erfolgreichen einen derartigen Kurs fahren, dann steht es den bei weitem nicht so großen und erfolgreichen Vereinen wohl an, daraus zu lernen. Das hat man in der Causa Ottl getan: der hat Nürnberg als Leihspieler geholfen, es stand aber nicht zu erwarten, dass er als bekennender Münchener Bankdrücker künftig eine motivierte Verstärkung sein würde.

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  29. Armin sagt:

    Also Hörnla mal langsam, Ottl ist nicht zu uns gekommen, es war nicht so, dass wir ihn nicht wollten.

    Es mag für uns enttäuschend sein, dass ein Spieler nicht zum Club will, aber einem Fußballer charakterliche Schwäche zu attestieren, nur weil er nicht vom FCB zum FCN wechseln will, das halte ich dann doch für etwas vermessen.

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  30. Hörnla sagt:

    Armin: nur weil er nicht vom FCB zum FCN wechseln will, das halte ich dann doch für etwas vermessen.

    Stop – genau davon wollte ich weg, von diesem FCN-FCB-Vergleich; dass da ein Unterschied ist, ist mir auch klar. Aber darum geht es eben gerade nicht.

    Worum es eigentlich geht:
    Die Jahre, die ein Profifußballer zur Ausübung seines Sports zur Verfügung hat, sind, wie wir alle wissen, begrenzt. Um in diesen Jahren eine Karriere aufzubauen, sind an wichtigen Kreuzungspunkten einige wesentliche Entscheidungen nötig – und die müssen in den Jahren prä-30 eigentlich vor allem von der Maxime geprägt sein: spielen, spielen, spielen. Auch wenn es eine Phrase ist, nimmt das dem Satz nichts von seiner Gültigkeit: auf der Tribüne ist noch keiner besser geworden. Davon profitiert ja auch der Club im Moment (nicht allein, Freiburg macht es seit langem ebenso, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen): der Verein holt Leute, für die es klar ist, dass ihr Traumziel dereinst nicht der FCN sein kann oder wird, die aber andererseits spielen wollen, weil sie klar erkannt haben, dass es für sie nur so vorwärts gehen kann.

    Wenn nun ein Spieler in einer entscheidenden Phase seiner Karriere die Entscheidung trifft, einen Verein zu verlassen, der ihm eine, vielleicht die Schlüsselrolle in der Mannschaft angeboten hat bzw. wozu die reelle Chance bestand, eine Chance, die durchaus ein Geben und Nehmen für beide Seiten bedeutet hätte, denn ein Spieler kann so ja eine ganz neue Statur entwickeln und für wieder andere Vereine interessant werden; wenn ein Spieler also all das – natürlich bei einem Club, der nicht das Traumziel der Karriere darstellt – eintauscht für einen Platz auf der Tribüne mit allenfalls vagen Chancen auf Einsätze, mit Verantwortlichen dort, die den Vereinwechsel sogar nahe legen (und all das wohlgemerkt in einem Alter, in dem man als Sportler noch nicht auf einen Rentenvertrag schielen sollte, wenn man seinen Sport liebt) dann sagt das viel, dann sagt das alles über die Einstellung zu seinem Beruf aus.

    Mag sein, dass es anders kommt: mag sein, dass Ottl zum neuen Liebling von van Gaal wird, zum gesetzten Mittelfeldstar, mag sein, dass er Schweinsteiger verdrängt, dann hätte er natürlich Recht gehabt, eh klar. Wenn er sein Bankkonto anguckt, dann hat er auch Recht gehabt, eh klar. Was ein Spieler mit einer derartigen Einstellung einem Verein wie dem Club in der jetzigen Situation hätte bringen sollen, ist mir aber überhaupt nicht klar. Verantwortung übernehmen muss man auch wollen und können und das hätte Ottl auch müssen beim Club. Er hätte die Chance gehabt, ein Führungsspieler zu werden – das hat er nicht gewollt, Fall erledigt. Da er dafür nicht bereit war, hätte er, fußballerische Qualitäten hin oder her, dem Verein auch nicht helfen können. Kein Verlust.

    Der Prototyp für eine derartige Einstellung ist für mich Sven Scheuer. Ein Torwart, der, von der Qualität her, auf Anhieb wohl bei 17 Bundesligisten die Nummer eins hätte werden können. Stattdessen hockt er sich – und er hatte eben keine Karriere bereits so gut wie hinter sich wie ein Bernd Dreher – hinter Kahn auf die Bank. Was entweder gnadenlose Selbstüberschätzung bedeutete oder eine laue Liebe zum aktiven Sport. Oder natürlich eine heiße Liebe zum Geld (das sehe ich im übrigen ganz ohne moralische Keule: dass einer gutes Geld verdienen will, ist ganz legitim). Dass die Liebe zum Geld den Sportler, auch hierfür ist Scheuer ein gutes Beispiel, eben manchmal nur ansatzweise entschädigt, das zeigt das traurige Ende einer Hätte-mal-ein-großer-Torwart-werden-können-Karriere. Sportlich gesprochen.

    Von Dirk Nowitzki wird erzählt, dass sein Mentor Gschwindner ihn einmal vor die Wahl stellte, entweder zu trainieren wie alle anderen und sich so mit der Perspektive zufrieden zu geben, wahrscheinlich einer der besten Spieler Deutschlands zu sein, oder deutlich mehr zu machen als alle anderen und so den Versuch unternehmen, sein überragendes Talent bis zur Neige auszuschöpfen. Nowitzki entschied sich dafür, in der Urlaubszeit der anderen, weniger Talentierten, alleine in der Rattelsdorfer Halle Tag um Tag Sonderschichten zu schieben. Das Ergebnis ist bekannt.

    Fazit: Die Lage beim Club ist prekär und wird das auf Jahre hinaus bleiben. Hier helfen nur Spieler, die beides mitbringen: sportliche Qualität und den unbedingten Willen, sich hier beweisen zu wollen. Dabei verzichte ich als Fan gerne auf schleimige Bekenntnisse zum neu gefundenen “Traumverein”. Wie der Club einzuschätzen ist, das weiß ich – obwohl Fan – selbst ganz gut. Wie Alexander einmal schön geschrieben hat, ist eine enge Beziehung zu einem Verein etwas, das sich entwickeln muss und sowieso nicht jedem gegeben respektive der Normalfall ist. Ein Ich-drücke-lieber-anderswo-die-Tribünensitze-als-hier-zu-spielen hilft uns da aber in keinem Fall weiter. Gerade ein Fall Judt beweist im Moment, wohin man kommen kann, wenn man vielleicht nicht das überragende Talent hat, aber will – obwohl gerade dieser Spieler ja für sich reklamieren kann, dass der Weg zum Stammspieler alles andere als ein leichter war. Abstiegskampf braucht Spieler, die diesen, auch aus legitimem Karriereegoismus, annehmen. Diven, die sich als weit unter Wert Eingeschätzte und Eingesetzte fühlen, helfen da nicht weiter.

    Um einem letzten möglichen Missverständnis vorzubeugen: ich denke, man konnte mit Ottls Leistung in Nürnberg im großen und ganzen zufrieden sein, wenngleich ich persönlich denke, dass er noch mehr hätte bringen können, aber gut. Was ich aber vom Sportler Ottl halte: der Fußballer, der er offenbar selbst glaubt zu sein, der ist er nicht. Insofern selbst für den Club ersetzbar. Einen Breno nochmal auszuleihen, da hätte ich den Bader zu Fuß nach München geschickt, wenn das die Vorbedingung gewesen wäre. Den Reisenden Ottl konnte man in meinen Augen getrost ziehen lassen.

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  31. Wir haben mal angefragt und das ist das offizielle Statement des FCN zum Thema Peter Perchtold:

    “Peter Perchtold hat einen Profivertrag bis 2011 beim 1. FC Nürnberg. Derzeit trainiert er bei der U23-Mannschaft des 1. FC Nürnberg.”

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