Schalke – Ein ganz normales Fußball-Spiel
Wenn am Samstag die Schalker Gazprom-Knappen den Rasen vom easy-credit-Stadion betreten um auf die FCN-Areva-Stars zu treffen, wird in den Sky-Boxen wieder große Aufregung herrschen, weil man mal wieder das Klischee der großen alten Fanfreundschaft rezitieren darf, von denen a) die wenigsten nicht wissen, was das genau bedeutet, und b) die meisten sich fragen, warum eigentlich ausgerechnet Schalke und der FCN?
Vielleicht wäre es an der Zeit wieder die Historie (Klick) zu bemühen, doch Wiederholungen gefallen nicht immer, daher darf das Hier & Jetzt genügen und das dazu noch aus einer höchst subjektiven Perspektive: Fanfreundschaft? Kenn ich nicht.
Das letzte Mal, dass ich einem Spiel gegen Schalke live beiwohnen konnte, war das Endspiel um den Klassenerhalt (Klick), dessen Eindrücke (Klick) bis heute tief sitzen – und das lag weniger an Schalke. Im Gegenteil war ich selbst im Schalker-Block, der mich mehr an ein Treffen einer Camping-Platz-Gemeinschaft erinnerte, und konnte von gezielten Provokationen (FCN-Fans: “Ihr werdet nie Deutscher Meister” – Antwort Schalker Fans “Ihr seid scheiße wie der BVB” (Klick)) nicht berichten. Es waren dann doch eher mildernde Aufmunterungen in Richtung der Clubfans, die zu hören waren (“Der FCN, der FCN, der FCN steigt wieder auf!” (Klick)), Aufmunterung für die Enttäuschung über die eigene Mannschaft und den Abstieg. Das waren nette Gesten, aber Zeichen einer speziellen Fanfreundschaft?
Gegen Schalke zu spielen ist nicht mehr das, was es vielleicht einmal war – und auch das liegt nicht unbedingt an den mittlerweile zuverlässig zu erwartenden Niederlagen (Klick – Klick) der jüngeren Geschichte. Diese Niederlagen belegen lediglich, dass diese Vereine einmal viel verband, man nun aber in anderen Welten ist, auch wenn die Tabellensituation das gerade mal nicht belegen will. In Schalke hat man den Weg des ewigen Auf und Ab verlassen und dafür viel investiert. Man investierte in ein neues Stadion, Star-Spieler und -Trainer, Infrastruktur. Dies wünschte sich auch so mancher Clubfan, keine Frage. Die Frage des Preises des Erfolgs ist dagegen nicht wirklich geklärt. Eben noch hörte man vom drohenden Finanzkollaps in Gelsenkirchen, um dann Millionentransfers (gemeint ist Gehalt und/oder Ablöse) eines Raul, Huntelaar & Co. zur Kenntnis zu nehmen. Das Engagement des Konzerngiganten Gazprom (“weltweit größtes Erdgasförderunternehmen mit 110 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung” – Wikipedia) wird von uns Franken generell kritisch wie neidisch zugleich beäugt, und so mutet es fast so an, als würden zwei ehemalige Klassenkameraden aufeinandertreffen, bei dem der eine sich eine bescheidene bodenständige Existenz aufgebaut hat und mit dem Passat vorfährt mit Kindersitzen, während der andere sein Geld an der Börse spekuliert und im zweisitzigen Sportwagen ankommt – Nur geleast oder gekauft? Wer weiß das schon.
Erinnerungen an alte Zeiten verbinden für einen Abend, für eine Freundschaft tragen sie nicht. Und heute fehlen diese Verbindungen in der Breite. Dissonanzen, wie das kleine beschriebene Schlachtgesang-Scharmützel, sind dennoch eher die Ausnahme, genauer genommen fehlt aneinander sogar das Interesse, das man lieber seinem Lieblingsfeind wie der Westvorstadt (obwohl nicht mal in der gleichen Liga) oder Lüdenscheid Nord zukommen lässt.
Unsere Gesellschaft, unser Wirtschaftssystem,
züchtet den Egoismus an allen Fronten.
Quelle: Soziale Kriege – SPIEGEL ONLINE
Der Blick auf den Kontrahenten fällt generell knapp aus. Man sieht nur auf sich, dreht sich im Wesentlichen um sich selbst. Spielvorberichte drehen sich selten um die Auseinandersetzung mit dem sportlichen Gegner und immer eher um die eigene Mannschaft, als ob das Fußball-Spiel mit 11 Mann gewonnen oder verloren werden könnte – 22 müssen es (am Anfang) schon sein.
Man braucht keinen Dritten mehr, um sich ausreichend zu beschäftigen, und wer keine Feinde von Außen braucht, braucht im Grunde nach auch keine Freunde. Auswärtsspiele sind organisiert, Fans und Sympathisanten eh über die Republik verstreut, auch Dank modernen Lebens mit “der Erfordernis von Mobilität im Berufsleben”. Clubfans wohnen entsprechend in Berlin und Frankfurt und in Nürnberg wohnen HSVler und sogar Bayern-Fans. Das Bedürfnis nach moralischem Beistand in der Ferne, was einst wohl eine Fan-Freundschaft noch legitmierte, entfiel mit den Jahren, mit der Mobilität und mit den Kommunikationsmitteln. Heute ist man auch in Frankfurt mit einem Ohr in Nürnberg, kann On- und Offline-Medien lesen und in Foren die Gerüchte und Debatten der eigenen Fans verfolgen.
Schalke gegen Nürnberg ist ein ganz normales Fußball-Spiel und lebt höchstens noch von der Brisanz, dass die Millionentruppe einen verkorksten Saisonstart in Nürnberg retten will und Nürnberg vice versa die Gunst der Stunde nutzen, um die auf dem Papier stärker besetzten Schalker zu besiegen, damit aus einem mittelguten Saisonstart einen ordentlichen zu machen – oder eben wieder in Depression zu versinken. Selbst der Umstand, dass Magath mal Trainer in Nürnberg war oder Per Kluge bis vor kurzem noch eine wichtige Säule im Nürnberger Mittelfeld, ist maximal noch eine Randnotiz im schnell drehenden Spieler- und Trainer-Karussell wert.
Am Samstag geht es für den FCN wie S04 einzig um Punkte, da muss man sich nichts vormachen. Sollte Schalke tatsächlich mal Meister werden, wird der Clubberer sich wohl eher deswegen freuen, weil es die Bayern dann nicht wurden. Vielleicht gönne man es ihnen dann sogar noch ein bisschen mehr als dem BVB oder HSV, aus alter Verbundenheit eben – mehr aber auch nicht.




Im Prinzip alles richtig, und trotzdem ist es doch immer eine besondere Begegnung. Meines Wissens sind die beiden Partien immer die einzigen der ganzen Saison, in denen es kein Blockverbot für Vereinsfarbenträger gibt.
Außerdem hatte man sich mal darauf geeinigt (jedenfalls unter den Fans in Berlin, die die Spiele auch schon häufiger zusammen angeschaut haben), dass jeder sein Heimspiel gewinnt. Tja, da wäre der Club wohl mal wieder dran.
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Am Samstag fahre ich zum Clubspiel. Diesmal mit einem Freund und dessen neunjährigem Sohn, der das erste Mal zu einem Clubspiel ins “Franken”stadion geht und sich freut wie der oft zitierte Schneekönig. Er wird erleben, dass es ein faires, ja freundschaftliches Miteinander mit den Schalke-Fans gibt. Keine Provokationen en gros, keine Anfeindungen. Eher ein Fußballfest in ausverkauftem Stadion.
Ohne den Club-Premieren-Knaben wäre ich in einem Bus gesessen, in dem auch ca. 12 Schalke-Fans während der Fahrt die Legende mitsingen würden und man sich am Liebsten im voraus auf jeweils drei Punkte für die Heimmannschaft einigen wollte.
Nein. Dieser Tag ist anders. Vielleicht im kleinen. Aber dafür im kleinen ganz groß. Und diese zwei Abende sind eben nicht nur Erinnerungen, sondern vor allem Freundschaftspflege. Es ist das einzige Spiel im Jahr, bei dem für mich, in Anlehnung an eine häufig genannte Forderung, der Mindestlohn bereits erfüllt ist, ehe der Schiedsrichter die Partie anpfeift. Der passende Spruch lautet daher eher:
Freundschaft ist wie eine Porzellanschüssel – lässt du sie fallen, zerbricht sie.
Dieses Spiel ist kein versachlichtes Show-Down-Szenario mit den Kontrahenten “Gunst der Stunde” versus “Verkorkste Millionentruppe”.
Es ist ein Spiel, während dem die Fans sich und den Rest Ihrer Kultur feiern, sich und beide Mannschaften.
Dass ich mir wünsche, der Club möge am Ende der Begegnung 3 Punkte auf das Haben-Konto buchen können, tut dem keinen Abbruch.
PS Den Begriff des Fanfreundschafts-Bashing konnte ich mir nur mit Mühe im oberen Text verkneifen.
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Weisst du, eigentlich bin ich sogar froh, wenn ich lese, dass es noch anders ist. Wenn auch im Kleinen, weil das Kleine eben manchmal ganz groß ist.
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Ich bin ja sehr gespannt drauf, die Stimmung soll ja schon besonders sein. Bei den letzten Schalke-Heimspielen war ich verhindert/hatte ich Glubb-Urlaub.
Das braucht man ab und zu. Andere verstehen unter Glubb-Urlaub ja was ganz anderes. Ihr versteht das aber so wie ich das meine, oder?
Außerdem freue ich mich schon auch darauf, mal zwei Weltklassespieler sehen zu können. Schon gegen den VfB war ja einer auf dem Platz, auch wenn der für das Endergebnis schönerweise noch nicht in die Mannschaft integriert ist.
Und: Ein ausverkauftes Stadion ist ja nicht soo oft zu bekommen. Zumal immer mehr komische Vereine ohne Fans und Fankultur anreisen. Der traurige Höhepunkt: Eindeutige Sponsorenzeichen auf SAPHeim Großfahnen, geschwenkt vor 20 Fans, obwohl “Sinse” ja nicht besonders weit weg ist. Wahrscheinlich war der Fahnenschwenker auch noch bezahlt. Auweia. Darf ich gar net dran denken *SCHÜTTEL*
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Ich freue mich auch schon riesig auf Morgen. Es wird so oder so ein besonderes Spiel sein. Der Club ist spielerisch klar im Aufwind, nur noch das Ergebnis muss her. Außerdem dürften uns die Schalker einen Sieg nicht zu übel nehmen, denn sie haben uns ja vor mehr als 2 Jahren den Abstieg beschert. Hier wäre Wiedergutmachung gefragt, ohne dass es jemanden auffallen würde, da die Königsblauen derzeit nicht den besten Fussball spielen.
Die Spieler selbst oder eine Vorhut scheint heute Nacht schon in Nürnberg verweilt zu haben. Denn als ich heute Morgen in der Nähe des Hauptbahnhofes an einem noblen 5-Sterne Hotel (dessen Namen ich hier nicht nennen möchte, da ich für Kapitalisten und FDP-Schmierer keine Werbung mache) vorbei lief habe ich schon den Schalker Bus erblickt. Foto würde ich gerne senden, aber das hängt noch auf meinem Handy fest, da ich erst heute Abend bei meinem PC-Kabel bin.
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Ich lese da ein bisschen viel Wunschdenken in den Kommentaren. Hat jemand das CL-Spiel von Schalke 04 gesehen? Also vor Huntelaar und Co. hab ich richtig bammel muss ich sagen. Das mit der Wiedergutmachung mit dem Abstieg vor zwei Jahren kann ich auch nicht nachvollziehen ehrlich gesagt. Ist Schalke etwa schuld weil es uns hat nicht gewinnen lassen da man sich nicht der Wettbewerbsverzerrung hat schuldig machen wollen?
Der Club hat in Frankfurt eine richtig gute zweite Halbzeit abgeliefert, aber ganz klar ist auch das Schalke so langsam Auftrieb bekommt.
Fazit: Nicht zu früh freuen, denn dann ist die Enttäuschung hinter her umso größer.
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So, des weiteren muss ich jetzt noch eine Lanze für die Fanfreundschaft zwischen Schalke 04 und unserem Club brechen. Die Fanfreundschaft gibt es sehr wohl und sie ist immer noch sehr ausgeprägt. Im Jahre 2002 war ich auf einem Auswärtsspiel gegen Schalke 04 und ich werde diesen Tag nie vergessen. Wir sind damals herzlich von den Schalkern empfangen worden und haben vor dem Spiel zusammen mit ihnen gefeiert. Man mochte sie einfach, obwohl man sich nicht kannte.
Auch Heute noch gibt es an der Fanfreundschaft nichts zu rütteln. Im Auswärtsspiel Anfang dieses Jahres auf Schalke wurde ein Banner in der Schalker Kurve mit dem Titel “Jeder Weg ist mal zu Ende – Jede Ehe mal zerbricht. Selbst Atome kann man spalten, aber unser Bündnis nicht! 30 Jahre Schalke & der FCN” gehisst.
http://auswaertssieg.sc...1/17/fotos-zu-s04-fcn/
Ich mag diese Fanfreundschaft, auch wenn ich vielleicht Gazprom nicht mag. Ich liebe auch meinen Club, auch wenn er Areva auf dem Trikot trägt. Die Fanfreundschaft zwischen Schalke und dem FCN in dieser Art ist in der Bundesliga unerreicht.
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Mein Artikel ist da nicht in Stein gemeiselt und ich nicht in meiner Meinung dazu festgefahren, ich erlebe sie einfach nicht, diese Fanfreundschaft, was natürlich nur ein subjektiver Eindruck ist. Es ist auch nicht so, dass ich etwas gegen Schalke hätte – im Gegenteil finde ich Schalker Fans sympathisch und mit mir sind sogar welche verwandt und wir sind schon zusammen zum Spiel. Aber eine übergreifende Fanfreundschaft? Das halte ich noch ein (durchaus gepflegtes in manchen Kreisen, keine Frage) Relikt einer vergangenen Zeit.
Der SPIEGEL (Artikel kam von 11Freunde, Philipp Köster) untertitelte damals: “Fanfreundschaft Schalke – Nürnberg: Szenen einer zerrütteten Ehe” und zitiert dabei nicht nur launig die Historie
sondern bringt etwas auf den Punkt, den ich auch meinte:
Durchaus also schön zu hören, wenn es noch gelebte Fanfreundschaft gibt – in der Breite der mir bekannten Fans spielt sie aber keine Rolle mehr. Das ist aber natürlich auch nur subjektiv so empfunden.
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Hier noch interessante Stimmen:
http://www.transfermark.../ansicht_30_11167.html
Und natürlich wird das auch vom Sponsor positiv dargestellt:
http://www.gazprom-spor...e-fanfreundschaft.html
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Also, ich glaub, diese angebliche Fanfreundschaft ist mittleweile höchstprozentig einseitig. Der Clubberer grölt “Schalke und der FCN”, und der Schalker lacht sich einen. Und nimmt die Punkte mit ….
Übrigens: Wenn ich im Westen als “Knappe” leben würde und wie ich hochgradig fussballsüchtig wäre (…. Vorsicht ! Satire !), würde ich auch jedes “lustige” Auswärts-Spiel der Nürnberger mitnehmen.
Hier kann man grad mal den FSV Bruck ….
Und komme mir keiner mit dem Kleeblatt …
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@paule – was mir die bisherige Diskussion (auch auf anderen Kanälen) bisher klarer gemacht hat: Man sollte Mannschafts- und Vereinsangelegenheiten nicht mit Fan-Angelegenheiten vermengen. Hier geht es nicht um das Ergebnis am Platz und vor allem ist die Schalker Mannschaft auch nicht angehalten, uns was zu schenken. Es geht um Fan-Bindungen und -Beziehungen und offenbar sind die nicht mehr so omnipräsent wie in den 80ern/90ern, aber es gibt gerade zwischen den Schalker-Fans und Clubfans ganz offensichtlich noch sehr tiefe Verwebungen und Freundschaften. Und irgendwie finde ich das sehr sympathisch.
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ich finds generell zum kotzen, dass sich die fans immer so auf die glocke geben müssen. bei auswärts-spielen besonders scheiße. wie die affen.
gibt glücklicherweise auch immer wieder freundliche begegnungen, ich denke persönlich an gladbach, oder leverkusen auswärts.
ich finde, man sollte generell freundlich miteinander umgehen, nicht nur fanfreundschaften schmieden (womöglich, um den anderen besser auf die glocke zu geben — siehe schalke-fcn-legende mit der bayern-fan-hatz).
und das mit dem egoisten-züchten?
opaschowski meint ganz anders: “das zeitalter der ichlinge geht zu ende” (gelesen in der taz-wahrheit von heute)
ja was denn nun?
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@Alexander:
Vielleicht kannst Du ja in Deinem selbstgewählten Exil hiermit punkten:
http://www.eintracht-ar...eher/eintracht-fcn.jpg
Ganz hart finde ich übrigens den hier:
http://img176.imageshac.../f/fanfreundschaft.gif
Ich habe mich übrigens fast totgesucht, aber einen Fanfreundschaftsbeweis mit der Westvorstadt konnte ich einfach nicht finden.
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Mir sind die Dortmunder aktuell viel lieber und symphatischer als Schalke auch wenn man, wie schon beschrieben, Fankultur und Verein inhaltlich trennen sollte. Nur die Schalker Vereinspolitik ist für mich gegenwärtig die absurdeste in der ganzen Bundesliga. Wenn man meint eine Mannschaft mit dem Scheckheft zusammenzukaufen, die beste Abwehr der Liga wegzuschicken, eine neue zu kaufen, ist das die eine Sache, sofern man das Geld hat, wenn man aber sowieso schon einer der höchst verschuldetsten Vereine kurz vor dem Finazkollaps ist, dann wird es absurd und wird zudem einfach zur Wettbewerbsverzerrung, weil ansich jeder andere Verein dafür sanktioniert würde.
Ich hoffe daher, da beim Club jetzt seit einigen Jahren etwas neues entstanden ist in kleinen Schritten, dass man hier zeigen kann, dass eine Mannschaft zusammenwachsen muss, statt sie wie auf einem Brett die Spielfiguren wahllos auszutauschen und zusammen zu kaufen. Daher würde ich mir wünschen, dass heute der Teamgeist einer gewachsenen Mannschaft und des vermeindlich Schwächeren zum Tragen kommt und den Schalkern Millionären einen Höllenkampf liefern. Hoffentlich mit dem richtigen Ausgang! nur Fußball ist leider oft nicht gerecht
… wir werden es aber bald sehen 
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Ich finde das Geschäftsgebaren der Schalker auch nicht so nachahmenswert und dass die ohnehin klamme Stadt Gelsenkirchen via Stadtwerke dem Verein unter die Schultern greift, finde ich schon mehr als grenzwertig.
Trotzdem denke ich, dass man die aktuellen Käufe nicht nicht per se als Schmeißen mit Millionen bezeichnen darf. Magath hat schon eine Idee, ob die am Ende aufgeht wird man sehen. Eines hat er aber erreicht, die Gehaltskosten konnten deutlich gesenkt werden. Die Strategie von Magath könnte man also tatsächlich eine Konsolidierung nennen, trotz der Millioneninvestitionen.
Ob dieser Weg für den Club auch gangbar wäre, bzw. gewesen wäre? Ich weiß es nicht, ich fürchte da muss Fußball und Politik deutlich stärker verwoben sein, was in Nürnberg nicht so der Fall ist. Ich denke nicht dass in Nürnberg die Stadt einspringen würde, wenn der FCN illiquide ist, ganz ehrlich ich würde mir so ein Verhalten auch nicht wünschen.
Ich denke das große Rad kann aber heute so leicht im Fußball auch nicht mehr gedreht werden, der beinahe Bankrott des BVB hat da einiges zurechtgerückt.
Unser aktueller Kurs mit kleinen Schritten nach vorne zu kommen, gefällt mir gut. Das mag nicht spektakulär sein und schnelle Erfolge sind so auch nicht zu erwarten, aber ich denke der Weg ist deutlich nachhaltiger. Ich wünsche es mir zumindest. In ein paar Jahren wird man urteilen können.
Zitat Juwe: “Daher würde ich mir wünschen, dass heute der Teamgeist einer gewachsenen Mannschaft und des vermeindlich Schwächeren zum Tragen kommt und den Schalkern Millionären einen Höllenkampf liefern.”
Tja ob unsere Mannschaft so viel mehr “gewachsen” ist als die Schalker? Ich fürchte nein, zwar haben wir nicht so groß investiert, aber viel weniger neue stehen bei uns auch nicht im Kader und auf dem Platz. Der Tenor kann also nicht so sehr gewachsene Mannschaft vs. zusammengekaufte Söldnertruppe sein, es bleibt im Moment nur David gegen Goliath, aber David hat in der Geschichte ja auch gewonnen, also ein gutes Zeichen für den Ruhmreichen
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Vielleicht ist es dir nur noch nicht so aufgefallen, dass der FCN im Gegensatz zu Schalke eine sehr gut eingespielte Defensive hat personell und auch bzgl Raumaufteilung, wo das System Hecking noch besser greift als im ersten Jahr, und die punktuell mit Nilson gut ergänzt wurde. Also ist da selbstverständlich mehr “gewachsen” statt trocken zusammengebaut. Sowas könnte dir ja durchaus im Vergleich zu Schalkes Defensive auffallen auch wenn du das negierst, warum auch immer
Das war ja auch bislang der Trumpf, die wenigen Gegentore. Das ist der Unterschied zu Schalke. Ob man damit allerdings die Qualität der Schalker Einzelspieler kompensieren kann, besonders diese CL reife Qualität ihrer Angreifer, weiss ich auch nicht. Ich hoffe es aber!
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Bei Schalke ist nichts gekauft, alles geleast. Wenn die die CL-Quali nicht packen, wird es da ganz eng.
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Juwe
Schauen wir uns die Defensive von letztem Jahr an, ich nehme mal das Heimspiel gegen Schalke:
vor einem Jahr:
Schäfer
Diekmeier – Maroh – Wolf – Pinola
davor Kluge und Mnari
heute:
Schäfer
Judt – Nilsson – Wolf – Bieler
davor Hegeler – Simons
ok, Pinola ist verletzt, aber auch mit Pinola wären nur Schäfer, Wolf und Pinola konstant, alle anderen neu. Also ich würde nicht sagen, dass das nur eine punktuelle Veränderung ist.
Natürlich ahben wir unsere Leute früher verpflichtet, die Mannschaft konnte sich schon in der Vorbereitung einspielen, das war bei Schalke nicht der Fall, aber der Umbruch war bei uns nicht viel kleiner als bei Schalke. Der größte Unterschied ist natürlich, dass das bei uns eher aus Erfolgslosigkeit passiert. Bei Magath lag es wohl eher daran, dass er seine Mannschaft am Leistungshöhepunkt sah und ihr nicht zutraute noch besser werden zu können. Aber er will oder muss Meister werden, deshalb war für ihn der Umbruch notwendig.
Ob es klappt wird man frühestens nach der Hinrunde sagen können. Der nächste Schritt wird auch bei Schalke sicher nicht mehr so stark ausfallen.
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Das ist genau die selbe Abwehr beim FCN, wie in den Relegationsspielen also zum Saisonende, bis auf Nilson für Maroh.
Bei Schalke, wo ist denn überhaupt ein Umbau notwendig wenn man die beste abwehr der Liga schon hatte, wie letztes Jahr? Welche Ideen auch immer Magath befallen haben, aber hier hat er sich verspekuliert und muss komplett neu improvisieren und aus dem Mammut Kader von gefühlten 40 Mann, eine Abwehr NEU basteln, er kennt ja noch nichtmal die Idealbesetzung dafür. Der Saisonstart belegt die ja auch klar. Und die Probleme hat der FCN nicht!
Die ideale Abwehr ist beim FCN hingegen ist völlig klar und zweifelslos.
Wenn auch sie mal verletzungsbedingt oder wegen Kartl die sich Wolf gerne abholt, mal umgebaut werden muss. Dieser Unterschied ist so trivial was ist daran eigentlich schwierig zu begreifen?
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[...] der Begegnung nicht fehlen dürfen. Eine Fanfreundschaft, so ließ man sich belehren (klick), die durchaus noch besteht und von Menschen gelebt wird. In Anbetracht der Umstände aber nur [...]
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