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Die fehlenden Zentimeter

So unglücklich die durch Aluminium-Pech begünstigten Niederlagen gegen Freiburg (klick) und Frankfurt (klick) waren, so wenig gibt es an der 2:3-Niederlage des 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli (klick) zu deuteln. Diese Niederlage war konsequent. Sie entsprach den von beiden Mannschaften gezeigten Leistungen. Es war schlicht und einfach zu wenig, was die Männer in Rot-Weiß gegen die in zart abgestuften Brauntönen gewandeten Gastgeber (klick) in die Waagschale warfen. So wenig, dass auch die Tatsache, dass der Mann mit der Pfeife dem 1:0-Treffer der Paulianer wegen eines Foulspiels die Anerkennung hätte verweigern können (müssen?), nicht als Ausrede gelten darf. Diese Niederlage trägt das Prädikat “in sich schlüssig” und es ist traurig, dieses Fazit nach einem Spiel ziehen zu müssen, das bei einer erfolgreichen Gestaltung die Möglichkeit eröffnet hätte, sich vorerst in gesicherten Tabellenregionen einzunisten.

Es ist traurig, wenn Club-Trainer Dieter Hecking nach einem Sechs-Punkte-Spiel wie diesem lamentierend feststellen muss (klick):

St. Pauli hat einfach die zehn Zentimeter mehr Leidenschaft gezeigt.

Aber: Bei allem verständlichen Ärger über die Niederlage sollte man mit den Club-Spielern nicht zu hart ins Gericht gehen. Vergegenwärtigt man sich, was Torwart Schäfer nach dem Spiel auf dem Kiez sagte, ist eher mitfühlende Nachsicht “unter Männern” angezeigt (klick):

Im letzten Moment hat uns die Geilheit gefehlt…

Hand aufs Herz, Freunde. Es gibt solche Tage. Es gibt Tage, da streikt einfach die Libido. An solchen Tagen fehlen einfach die Zentimeter. An solchen Tagen rührt sich nichts und nicht einmal eine dem Meer entsteigende Bikini-Schönheit (klick) wäre imstande, Bewegung ins Spiel zu bringen.

Tröstlich zu wissen, woran es unserer Mannschaft im Freudenhaus der Liga gefehlt hat. Und tröstlich zu wissen, dass der Club-Arzt weiß, wo er den Hebel ansetzen muss, damit es im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg klappt mit den entscheidenden Zentimetern:

K   L   I   C   K

Übrigens: Die Wölfe scheinen am letzten Spieltag hinten auch ziemlich offen gewesen zu sein (klick) …

     

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Kommentare (8)

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  1. Juwe sagt:

    Kiez, Libido, fehlende Zentimeter, …bin ich hier denn noch in der richtigen Sportart? :-)

    Also sollte ein Dreier gegen Wolfsburg eingefahren werden und die Chance sehe ich auch bei Wolfsburg Verteidigung als Schwachpunkt, die auch noch nicht sattelfest ist, dann wäre doch wieder alles im Lot. Hoffentlich hat unsere Mannschaft diesmal die richtige ‘Geilheit’

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  2. wouters sagt:

    fussball – aus fansicht betrachtet – hat viel mit liebe zu tun. muss fussball – aus spielersicht betrachtet – mit sex zu tun haben? das blut-schweiß-und-andere-flüssigkeiten-spiel, wo’s halt nun mal ums reinmachen geht und nix anderes? alles andere wäre schönspielerei. wahrscheinlich gehört beides, die liebe und der sex – wie uns therapeuten nicht müde werden zu versichern -, zusammen.

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  3. Optimist sagt:

    Fehlende Zentimeter, fehlendes Augenmaß, fehlende Gleichbehandlung… an irgendwas fehlts immer. Vielleicht auch ein Grund, warum Diego für seine jüngste Tätlichkeit NICHT gesperrt wird und somit gegen uns ran darf…
    Hat WOB ne Lobby bei der DFL?

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  4. Claus sagt:

    Macht ja nichts, dann fliegt er eben am Samstag vom Platz.
    Und ja, natürlich hat WOB eine Lobby bei der DFL, immerhin sind sie eine von 2 Ausnahmen von der 50+1 Regel.

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  5. Optimist sagt:

    Claus: Macht ja nichts, dann fliegt er eben am Samstag vom Platz.

    Stimmt, lassen wir unseren Juri ran, dann geht’s schnell ;-)

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  6. Teo sagt:

    Die zweite Halbzeit war ein tolles Fußballspiel zum Zuschauen. Sie endete Unentschieden. Die erste Halbzeit endete erst nach einem Eckball in der Nachspielzeit mit einem Tor für die Kiez-Kicker, weil der Schiedsrichter das Foul nicht wahrgenommen hat, das den Treffer ermöglichte. Somit unterstelle ich dem Unparteiischen, dass er nicht über KANN oder MUSS geurteilt, sondern die Szene gar nicht als kritisch wahrgenommen hat. Leider.
    Und der Unterschied der beiden Teams war in puncto Leidenschaft oder Geilheit mE nicht messbar. Am Ende hatten die Paulianer die Nase um ein glückliches Tor vorne.
    Überrascht war ich eher, dass nach dem 2:2 nicht wieder die solide, überzeugende, wenn auch wenig ansehnliche Abwehr(Zu)Ordnung der ersten Hälfte herrschte. Da wären ein paar Zentimeter weniger im Sinne von mehr Besonnenheit und Abgeklärtheit vielleicht sogar zielführender gewesen.
    Der Erfolg gegen Wolfsburg führt ganz sicher auch über eine konzentrierte Abwehrleistung und nicht über eine Hipp-Hipp-Hurra-Sturm&Drang-Orgie.
    Aber das Spiel findet ja auch nicht auf dem Kiez statt ;-)

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  7. Claus sagt:

    Ein paar Ecken vorne könnten ja reichen, immerhin scheinen Ekici und Wolf das trainiert zu haben. Wie lange hat man das vermisst?

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  8. Mal noch nachträgt: Beim Lesen hab ich mich vor Lachen weggeworfen! Super geschrieben!

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