Erste Runde Trier, zweite Runde Elversberg, …
Und dann können wir uns entweder wieder “voll auf die Bundesliga konzentrieren” (auch so ein Satz, der an der Stelle dann immer kommt …) oder auf die Bayern hoffen, die nach dem gestern gezeigten hoffentlich ihr Maß an Dusel für den Rest der Saison verbraucht haben (und die Schiris fortan angehalten werden für Bayern verlorene Kopfballduelle im Strafraum nicht automatisch als Foul zu werten – auch wenn Gegentore respektlos gegenüber dem Rekordmeister sind, wo der doch so Sorgen hat mit seinen Verletzten und Holland im Allgemeinen).
Mein Lieblingsthema ist derzeit aber generell die mediale Bewertung der Ligakonkurrenz. So muss doch dem geneigten Leser der Gazetten überraschen (ja fast umwerfen), dass das ‘Breisgauer Erfolgsmodell Dutt’ nach dem “Start der Superlative” (Klick) gestern gegen Cottbus ausgeschieden ist. Da wäre ja fast nur beiläufig erwähnt, wenn “unser Club” gegen den Pokalschreck Elversberg nicht bestehen würde, wo die ja schon die “automatisch überragenden Automatismen” (Klick) der Hannoveraner in Runde 1 überstanden – aber das war ja auch auswärts…
Der Club könnte in Elversberg eigentlich charmant in die 3. Hauptrunde einziehen und damit dem Traum des Hans-Meyer-Revivals (Klick mit der Anmerkung, dass dies der einzige Artikel zur aktuellen positiven Entwicklung des FCN ist – und der noch gleich mit Abstrichen…) aufrecht erhalten, doch wäre man nicht Club-Anhänger, dass man nicht wüsste, dass man sich gegen eigentlich jeden Gegner schwer tut, gegen “kleine” aber noch besonders.
Mut macht für das Spiel, dass der FCN die Freude an redlicher Arbeit offensichtlich wiederentdeckt hat – kombiniert mit einigen famosen Einzelaktionen, die in der Regel der deutsch-türkischen Mittelfeld-Combo Ekici/Gündogan entstammen. Die Arbeiter mit Namen wie Wolf, Simons und Schieber bilden aber den Boden, auf dem der derzeitig beruhigende Punktestand fußt. Und ein anderer, der den Sport als Arbeit verinnerlicht hat, ist Mike Frantz, der mehr und mehr zum Liebling der Fans wird. Ein Typ, der die sprichwörtlichen 120% lebt und entsprechend an sein körperliches Limit geht und damit Mannschaft (und Fans) mitreißen kann.
Frantz kommt in Elversberg zurück in die alte Heimat, denn als Saarbrücker Junge war Elversberg vor der Haustür und ein Elversberger Spieler namens El Idrissi – auf den er heute Abend treffen könnte – sein Idol als Jugendfussballer (Klick).
Fantastische rund 900 Fans werden den FCN an einem trüben Mittwoch ins Saarland begleiten, die sich von der aktuell schlechten Verfassung des Regionalligisten SV 07 Elversberg sicher nicht täuschen lassen werden, wie auch die Mannschaft des FCN nicht. Dieter Hecking betonte in der Pressekonferenz vor dem Spiel nachdrücklich, dass alles außer des Hannover-Spiels für ihn irrelevant sei, denn nur da sah man, wie die Mannschaft gegen höherklassige Gegner agieren kann. Man sei also gewarnt, müsse aber dennoch im Grunde nur das eigene Spiel durchbringen – was am Ende vor allem “Arbeit” bedeutet, eine Vorgabe, die also gelingen kann.
Im DFB-Pokal zählt nur das Weiterkommen, das hat man leider erst gestern wieder beim Spiel Bayern gegen Bremen gesehen, und es ist wahrlich nicht nur Magaths in den letzten Tagen oft zitierte “Weisheit”, dass der DFB-Pokal der schnellste Weg zu einem Titel ist. Der FCN konnte sich 2007 so vollkommen überraschend um einen Eintrag im Briefkopf erweitern – in nur vier weiteren Spielen könnte man das wiederholen und die muss man nicht einmal alle in den 120 Minuten gewonnen haben – das muss man sich einfach vor Augen führen, gerade auch vor dem Hintergrund, wer bisher schon ausgeschieden ist. Aber auch ein Einzug in Achtel- oder Viertelfinale wäre für den Geldbeutel des FCN wichtig und notwendig. Aber die Truppe macht nicht den Eindruck, als neige sie zu Überheblichkeit oder man müsse ihr das erst vergegenwärtigen.
Anstoß: 20:30 Uhr
Kleiner Nachtrag (siehe auch Kommentare):
Wer die “glorreiche” Saison des Pokalsiegs nicht mehr so präsent vor Augen hat, dem sei folgender kleiner Blick in die Chroniken empfohlen…
1. Runde: 0:1 in Cloppenburg
Schlagzeile: Banovic rettet den Club2. Runde: 1:2 n.V. in Paderborn
Schlagzeile: Slowaken-Duo rettet den Club – Paderborn kassiert erst in der Schlussphase den AusgleichAchtelfinale: 2:1 n.V. gg. Unterhaching
Schlagzeile: Elfmeterkiller Klewer lässt Club jubeln – Haching wurde für sein Kämpferherz nicht belohntViertelfinale: 4:2 i.E. gg. Hannover
Schlagzeile: Klewer ist erneut der Nürnberger Held
Erst danach kam das überzeugende 4:0 gegen Frankfurt vor heimischen Publikum und schließlich das packende Finale in Berlin gegen Stuttgart.
Aller Anfang ist eben schwer. ![]()




Was allerdings nicht ganz so Hoffen läßt ist die Bilanz gegen “Gegner auf Augenhöhe”, sprich die Spiele gegen schwache Freiburger und gegen gute St. Paulianer haben gezeigt, dass der FCN sich schwer tut, wenn der Gegener eher verteidigt als nach vorne zu spielen. Bzw. dass gegen vermeintlich “leichte” Gegener das eine oder andere Prozent an Konsequenz und Konzentration nicht vorhanden sein könnte.
Wollen wir hoffen, dass die individuelle Stärke gegen Elversberg das doch wetmachen kann. Gegen einen Abstiegskandidaten aus der Regionalliga MUSS man als Bundesligist weiterkommen.
In Abwandlung kann da das Belschanov’sche Gesetz nur lauten Auswärtssieg und Weiterkommen im Pokal ist Mindestlohn und damit Pflicht.
Ich hoffe aber, dass die Mannschaft in den letzten Spielen gelernt hat, dass sie immer 100% geben muss um zu gewinnen, dann allerdings kann diese Mannschaft gegen jeden Gegener bestehen. Ich denke nach dem Start der Liga kann man sagen, es gibt nur noch Gegener auf Augenhöhe. Aber wir sollten uns auch klar sein, auch Elversberg werden wir nicht im Vorbeigehen schlagen, auch die sind auf Augenhöhe.
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Also so schwach sehe ich die nicht, immerhin solider Platz letztes Jahr und auch jetzt im Mittelfeld der Regionalliga.
Und zu den “Gegnern auf Augenhöhe”: Man darf durchaus als Bundesligist einen Regionalligisten “unter Augenhöhe” sehen, den Anspruch darf man haben. Und gegen “unter Augenhöhe” haben wir bis dato ja inkl. Vorbereitung immer gewonnen.
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“Und zu den “Gegnern auf Augenhöhe”: Man darf durchaus als Bundesligist einen Regionalligisten “unter Augenhöhe” sehen, den Anspruch darf man haben.”
Vorsicht Alexander, Hochmut kommt vor dem Fall.
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Ich hoffe du meinst das ironisch, Armin. Ich verstehe durchaus, wenn man innerhalb der Bundesliga noch differenziert, wer mit einem “auf Augenhöhe” (im Sinne von Potenzial und Saisonziel) sein müsste, aber gegen klassentiefere Vereine muss man den Anspruch haben zu gewinnen und im Leistungsbereich “drüber” zu stehen, sonst wäre man ja nicht einige Klassen höher. Das hat nix mit Hochmut zu tun und lässt einen auch nicht vergessen, dass an so einem Abend eben alles passieren kann – eben “typisch Pokal”. Aber den Anspruch weiterzukommen muss ein Bundesligist einfach haben!
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Und ich Blödel habe verpennt, daß Elversberg im Saarland liegt und damit gerade mal 130km weg von der wöchentlichen Arbeitsstelle in Karlsruhe. Mist!
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Nanu, haben wir das 2:0 in der 1. Pokalrunde in Trier schon
wieder vergessen?
Wenn schon Hecking Elversberg nur am Spiel gegen Hannover misst – hoffentlich erinnert er seine Jungs daran, wie unsäglich schlecht sie über große Phasen des Spiels damals in Trier gespielt haben.
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Also ich nicht!
Aber auch nicht diese Ergebnisse:
0:1 in Cloppenburg
Banovic rettet den Club http://bit.ly/bLC0Hl
1:2 n.V. in Paderborn
Slowaken-Duo rettet den Club – Paderborn kassiert erst in der Schlussphase den Ausgleich http://bit.ly/bnGZ7I
2:1 n.V. gg. Unterhaching
Elfmeterkiller Klewer lässt Club jubeln – Haching wurde für sein Kämpferherz nicht belohnt http://bit.ly/d6AJuq
4:2 i.E. gg. Hannover
Klewer ist erneut der Nürnberger Held http://bit.ly/9xPYsr
usw. und Ausgang bekannt, denke ich
Aller Anfang ist schwer…
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Alexander
Ich habe hinterher auch gedacht, ein
, wäre gut gewesen. Muss aber gestehen, so ganz ironisch meine ich das gar nicht. Sicher der Anspruch gegen einen Regionalligisten muss sein zu egwinnen und weiter zu kommen. Da brauchen wir nicht drum herum reden, allerdings denke ich nicht, dass wir unbedingt einen Regionalligisten einfach mal so an die Wand spielen.
Ich denke wir sind an einem Punkt, dass wir gegen alle Mannschaften gewinnen können, auch alle Mannschaften in der Liga, aber ejder muss 100% seine Leistung bringen und jeder muss 100% seine Aufgabe im Mannschaftsverbund leisten. Aber ich denke auch gegen vermeintlich “kleine” Gegener muss bei uns erst einmal Organisation und Konzentration zu 100% da sein, dann können wir auch spielerisch gewinnen, aber zuerst muss die Leidenschaft, die Konzentration und die Ordnung da sein, auch gegen Elversberg. Im Vorbeigehen werden wir auch dort nichts erben.
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Würde ich auch nie behaupten! Aber wenn beide Mannschaften ihr Potenzial abrufen, müsste sich doch hoffentlich unser Club durchsetzen können – auch wenn es kein Selbstläufer wäre. Daher: Nicht auf Augenhöhe – aber das ist nur die Ausgangsposition.
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Erste Runde Trier, zweite Runde Elversberg, …dritte Runde Offenbach!
Von Lospech kann man hier wohl kaum sprechen
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