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Niederlage mit Ursachen

Wir steigen auf, wir steigen ab und zwischendurch UEFA-Cup!

Was bei Bochum einst 3 Saisons in Anspruch nahm, um das (in zugegeben beneidenswert charmanter Form der Selbstironie) zu skandieren, schafft man in Nürnberg problemlos in 3 Spielen. Nach dem Auswärtssieg in Bremen wurde der Club vom designierten Abstiegskandidaten zum Europapokalaspiranten, um nach Niederlagen beim amtierenden Meister und eine Woche später gegen den Aufsteiger wieder beim Abstiegskandidaten anzukommen – und das bei den eigenen Fans.

“Ich habe nicht gejubelt, als wir gewonnen haben und ich falle jetzt nicht in tiefe Depression. Wir werden diese beiden Spiele richtig einordnen.”
Dieter Hecking

Emotionen sind was Schönes, Emotionen gehören zu den Fans, sie gehören ins Stadion, sie machen diese besondere Stimmung aus, die wir lieben, dieses Knistern, das Gänsehaut-Feeling, das uns sogar überkommt, wenn wir hunderte von Kilometern vom Ort des Geschehens entfernt sind und das Spiel nur am Äther oder am Ticker verfolgen können. – Emotionen in geschriebener Form dagegen lassen einen manchmal die Haare zu Berge stehen. Sowohl in ihrer übertriebenen Euphorie wie in ihrem Frust.

Die Niederlage gegen Kaiserslautern hat Ursachen – und so einfach wie es klingt, ist es auch. Sie ist weder ein Ergebnis katastrophaler Individualfehler noch die Offenbarung eines gigantischen Fehleinschätzung des Leistungsstandes. Uns wurde keine Offenbarung nach den beiden Spielen zu Teil, die wie eine Decke von unseren Augen genommen wurde, sondern man sah ein verlorenes Spiel, weil zu viele Ursachen in Kombination eine Schwäche dem Gegner anbot, die der heute mit Mut und Können ausnutzte. Das wäre eigentlich auch schon alles, was man zum Spiel sagen müsste, aber das wäre natürlich zu einfach, zu wenig fundiert, zu oberflächlich.

Wer das Stadion persönlich aufsuchen konnte, hat sicher mehr als nur einen Live-Vorteil gegenüber dem Radiohörer: Er kann das Spiel ungefiltert verfolgen, kann seinen Blick auf das richten, was er möchte. Der Radiohörer und Tickerleser bekommt bereits nur eine “Meinung” zum Spiel geboten, eine Interpretation, und sogar der TV-Abonnent oder Sportsbar-Gänger muss mit dem Vorlieb nehmen, was ihm die Bildregie anbietet, untermalt vom suggestiven Kommentar des Moderators. Allerdings ist der Stadiongänger oft dennoch nicht in der Lage sich ein objektives Bild zu machen, denn das Spielgeschehen lenkt seinen Fokus meist auf den Ball und die Emotionen nehmen ihn gefangen, die Enttäuschung oder Euphorie eines einzigen Tores verklären die Wahrnehmung. Und da man nicht weiß, wie eine Spielsituation endet, fehlt einem die Möglichkeit sich auf deren Entstehung abseits der Ballführung zu konzentrieren. So ist nicht selten neben eines Stimmungswandels innerhalb weniger Minuten auch eine Spielbewertung auf den Kopf gestellt, der zaghafte Sicherheitsfußball wird dann zum “klugen Abwarten und auf die Chance warten”, der stürmische Beginn bei einem Gegentor zum “Harakiri-Fußball”. Davon lebt auch der Sport, das macht ihn auch so schön, mit objektiver Spielbewertung hat das aber wenig zu tun, mag man das auch noch so eloquent zum Ausdruck bringen.

Mit etwas emotionalen Abstand das Spiel bei ClubTV in voller Länge betrachtet und sich dabei auf die offensichtlich an der Niederlage ursächlichen 65 Minuten bis zum Anschlusstreffer von Mak fokussiert, und die hier und da gelesenen Kommentare zum Spiel dagegengehalten zum Abgleich, kann man selbige oft nur mit der Emotion des Augenblicks entschuldigen. Sogar Spielkommentare “aus der Erinnerung” offenbaren ein schiefes Bild der Dinge, die am Ende auch zu einer zumindest “schiefen” Spielbewertung führen. So fiel das 0:1 gar nicht über die rechte (Vidosic), sondern linke Abwehrseite – der freistehende Rivic war nur das Ende einer Kette von Fehlern, wenn man das im Sport als solche denn immer gleich als solche markieren will.

0:1 Rivic (4., Linksschuss, Ilicevic)
Schäfer lässt einen 16-Meter-Schuss von Ilicevic abprallen, Rivic ist zur Stelle und schießt freistehend aus 14 Metern halblinker Position mit links an den rechten Innenpfosten.
Quelle: kicker.de

Sicher war Rivic am Ende der nominelle Gegner von Vidosic, sicher war Schäfer nicht in der Lage den Ball festzuhalten. Was sich am Ende so einleuchtend einfach liest ist das Ergebnis einer einfachen aber effektiven Ballstafette des Gegners, bei dem durch schnelles und sicheres Zuspiel die neuformierte Abwehr durcheinandergebracht werden konnte. Ob man den Schuss dann festhalten konnte, mag man an einem guten Tag einem Torwart zutrauen, “festhalten müssen” tut man so einen scharf geschossenen Ball eines freistehenden Spielers aber nicht – und wenn man ihn nicht festhalten kann, dann muss man ihn zur Seite abwehren, was Schäfer genau auch tat. Dass dann Rivic so frei steht, ist eben Taktik des Gegners und der uneingespielten Abwehr geschuldet.

Kaiserslautern hatte nämlich einen guten “Matchplan” parat. In Anbetracht der Abwehrumstellungen und damit einhergehend der nicht vorhandenen Sicherheit in der Abstimmung, wollte man offenbar jegliches gegenseitige Absichern ausschalten. Dazu stellte Kurz im spanischen 4-1-4-1 bei Offensivaktionen quasi zum 4-1-1-4 um und stand mit vier Offensivspielern auf einer Linie, mit Rivic, Movarek, Lakic und Ilicevic. Damit waren alle vier Abwehrspieler gebunden. Simons, der nach hinten aushelfen wollte, fehlte so für den nachrückenden Mittelfeldspieler, der den Schuß abgab, Vidosic, der nach innen zustellen will und Rivic steht hinten frei.

Wie kann sowas passieren? In dem die gesamte Mannschaft nicht zusammenarbeitet, was auch der fehlenden Abstimmung geschuldet ist. Die Mannschaft stand taktisch diesmal auch im 4-1-4-1, denn Hegeler spielte deutlich vor Simons und der mehr in der Mitte. Offenbar wollte man dieses mal auch offensiv mehr Akzente setzen um das neu erlange Heim-Selbstbewusstsein zu untermauern. Und da Ekici eigentlich nach hinten nicht viel Ambitionen zeigt war die rechte Defensiv-Seite schrecklich verwaist. Der zweite Treffer eine Folge dieses Mankos.

0:2 Ilicevic (12., Kopfball, Rivic)
Die Club-Abwehr ist nicht auf der Höhe: Rivic lässt Vidosic links ganz alt aussehen und flankt mit Übersicht in die Mitte, wo Ilicevic alleingelassen aus neun Metern unhaltbar für Schäfer einköpft.

Rivic machte ein großartiges Spiel, das muss man auch anerkennen. Er hielt konsequent sich ganz außen, während Vidosic mit der Viererkette sich ballorientiert verschob. Mit einem weiten Querpass kam Rivic an den Ball, für den sich offenbar auch kein Mittelfeldspieler zuständig fühlte, und nahm Fahrt auf. Der technisch beschlagene Rivic mit Speed auf einen Abwehrspieler ist nie eine gute Defensiv-Situation. Dass die Flanke dann auf einen vollkommen unbedrängten Spieler im gut besetzten Abwehrzentrum kommt, die nächste. Wer hier Einzelschuldzuweisungen macht, verkennt die Komplexität eines Fußball-Spiels.

Nicht nur eine junge Mannschaft ist von sowas natürlich verunsichert, eine neuformierte Abwehr aber erst Recht. Dennoch versuchte man schnell die Ordnung wiederherzustellen und auf den Anschluss zu gehen. In der 32. Minute flankt Hegeler nach feiner Vorarbeit butterweich auf den langen Pfosten zu Frantz, der nur noch Einnicken muss, den Ball aber zentral auf Sippel köpft, der eigentlich nur mit einem Reflex abwehrt. Quasi im Gegenzug dann das 0:3.

0:3 Lakic (33., Kopfball, Ilicevic)
Wolf lässt Ilicevic auf dem rechten Flügel unbedrängt flanken, in der Mitte ist Lakic völlig frei und köpft aus acht Metern locker ein.

Was die kurze Torbeschreibung des kicker verschweigt und auch in manchen Highlights im TV nicht zu sehen ist, ist dessen Entstehung. Frantz rutschte an der Außenlinie aus und hatte so keine Chance mehr die Spieleröffnung zu stören. Was danach passierte war einfach auch gut gespielt, beflügelt von einer 0:2-Führung. Dass Vidosic hier wieder nahe am Geschehen war, kreidete man ihn an, aber was sollte er auch machen? Lakic stieß genau zwischen Maroh und Vidosic in die Lücke. Eine Frage der Abstimmung, aber sicher nicht das direkte Verschulden von Vidosic, eher schon, dass Rivic in seinem Rücken wieder ganz frei stand, was noch wichtig hätte werden können, hätte Lakic den Ball verpasst.

Die Pfiffe bei der Auswechslung von Vidosic in der 39. gegen Wollscheid waren nicht schön, aber auch nicht so dramatisch wie man das bisweilen las. Seine Auswechslung war wohl eher die Erlösung für einen unglücklichen Tag, an dem er kein Land mehr gewinnen konnte. Alleingelassen vom Mittelfeld, unsicher auf der Position, bei der er ja alles richtig machen wollte (Stichwort: Abstände in Abwehrkette einhalten zueinander), damit aber genau taktisch ausgespielt wurde, und gegen einen Rivic, der einen guten Tag erwischt hatte. Vidosic generell als Fehlbesetzung zu bezeichnen ist nicht korrekt. Vidosic probierte das schon öfter auf der Position und sicher wird man das im angesetzten “Geheimtraining” vor dem Spiel probiert haben. Und auch hier im Blog wurden taktische Varianten mit Offensivspielern auf den Außenverteidigerpositionen schon diskutiert.

Leider fehlt hier die Zeit um das Spiel weiter zu analysieren. Man könnte die Torwartleistung Schäfers diskutieren, bei der er beim 0:1 sicher unglücklich, aber ganz sicher nicht katastrophal reagierte, wie das bisweilen anklang. An den Toren 2 und 3 war er vollkommen schuldlos, reagierte dafür bspw. kurz nach Halbzeitpause in einer 1:1 Situation hervorragend, als er auch wiederlegte, dass er nie rausgehen würde. Bezeichnend ist, dass die Situationen, als er wirklich wackelte gar nicht angesprochen wurden, wie in der 53. als er am Ball vorbeisegelte, aber aufgrund Abseits das Tor nicht anerkannt wurde, oder als er in der 64. patzte. Die Szenen führten aber nicht zum Tor und waren daher wohl schnell aus dem Gedächtnis. Schäfer, das muss man zum xten mal betonen, hält viele Bälle, auch schwierige, hat dafür aber auch Wackler im Spiel, gerade bei hohen Bällen ca. 4-11 Meter vor dem Tor. In der Summe aber ist er ein überdurchschnittlicher Keeper, der mehr big points sicherte als verspielte. Zu dem allen kommt noch seine wichtige Rolle im Mannschaftsgefüge.

Man muss einfach konstatieren, dass keine Niederlage schmeckt – gerade nicht zu Hause, erst Recht nicht gegen einen Aufsteiger und schon dreimal nicht nach 0:3 in der 1. Halbzeit. Und sicher sind diese Tore und die Niederlage auf Ursachen zurückzuführen – oder eben auf die Stärke des Gegners. Und das muss man auch einmal anerkennen. Marco Kurz fand auf die teils selbst verschuldete, teils unglücklich notwendige Abwehrumstellung des FCN die richtige Taktik und seine Spieler konnten das an dem Tag auch umsetzen. Respekt. Schade, dass der Club das an dem Tag nicht mannschaftlich geschlossen kompensieren konnte. Hecking musste sich vor dem Spiel was einfallen lassen und hatte mit seinem Einfall an dem Tag nicht das richtige Händchen – aber auch das ist nun einmal Sport. Und dass das Spiel in der zweiten Halbzeit noch hätte kippen können, das Mak ein tolles Tor erzielte und Wollscheid eine solide Partie machte, ist da sogar mal ganz außen vor bei der Betrachtung.

Die Niederlage schmeckt nicht, als einziger Nachgeschmack bleiben aber die übertiebenen Reaktionen darauf. Hecking nun penetrant auf seinen “unglaublichen” Fehler hinzuweisen, ist genau so überzogen wie die Torwart-Leistung oder die Leistung von Vidosic als allein ursächlich zu stigmatisieren. Nicht für ein Spiel, erst Recht nicht generalisierend. Pfiffe für eine schlechte Leistung sind im Stadion als Zeichen der Enttäuschung ok, zur Halbzeit das Stadion zu verlassen aber “unsportlich”.

Im Umgang mit den Reaktionen in Internet müssen wir wohl alle lernen, vor allem den großen Buschtrommlern den Spaß an der Sache zu nehmen, indem man vor allem nicht zu sehr auf sie eingeht. Wenn jemand meint, sich nach dem Spiel in Foren und Blogs Luft verschaffen zu müssen, soll das legitim sein, solange es nicht ausfällig wird und man sich nicht zu oft wiederholt ohne Neues beizutragen. Sich damit aber zu sehr zu beschäftigen gäbe dem Ganzen dann aber zu viel Präsenz.

     

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Kommentare (39)

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  1. Juwe sagt:

    Genauso wie ich mich über die guten Ergebnisse die letzten Wochen gefreut habe, genauso habe ich mich geärgert wie die Fans, “träumen erlaubt” hin- oder her, den FCN schon auf dem Weg ins internationale Geschäft sahen, das ist einfach geprägt von Unsachlichkeit und ein stückweit Realitätsverlust oder nennen wir es die rosarote Fanbrille. Man darf nie vergessen woher man kommt die letzten 3 Jahre.

    Ja ich sehe den FCN auch dieses Jahr im Abstiegskampf, weil uns etliche große Teams die noch hinter uns stehen, garantiert noch überholen werden (Stuttgart, Bremen, Schalke, Wolfsburg auf jeden Fall), weil die eine ganz andere Kaderbreite haben bzgl Qualität, was sich spätestens gegen Ende einer langen Saison zeigen wird, vermutlich aber schon eher.

    Und für den Rest, die dann hinter uns noch übrig bleiben, geht es um den Abstieg, beruhigend aber, dass wir dorthin schon ein kleines Polster haben und in Ruhe die Fehler ananlysieren und hoffentlich abstellen können.

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  2. Kugelblitz sagt:

    Danke für den guten Kommentar. Da steckt viel Richtiges drin, das auch mal gesagt werden musste. Wenn wir die gesamte Saisson betrachten, hat der Club immer noch sein Soll übererfüllt. Also sollten wir das Spiel abhaken und darauf vertrauen, dass die Mannschaft und Dieter Hecking aus den Fehlern der letzten beiden Spiele lernen. Ich hoffe nur, dass Nielsson und Judt möglichst bald wieder fit sind, dann bin ich sicher, wird auch die Stabilität in der Abwehr wieder kommen.

    Bei einer Sache bin ich aber anderer Meinung als du:
    Ich finde das Auspfeiffen eines Spielers bei der Auswechslung vielleicht im Affekt verständlich, aber dennoch unsportlich. Weit unsportlicher als das Verlassen des Stadions zur Halbzeit. Das wiederum finde ich in Ordnung, denn warum soll man sich noch ne Stunde lang mit dem Spiel quälen, wenn man von der Mannschaft keine Gegenleistung in Form von Kampf und Leidenschaft bekommt?

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  3. Töffi sagt:

    Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass der Club in den 90 Minunten gegen Lautern mit fünf verschiedenen Außenverteidigern gespielt hat?

    rechts: Vidosic, dann Maroh (fünf Minuten bis zur Pause), dann Wolf
    links: Bieler, nach dessen Auswechslung dann Frantz

    Wenn man bedenkt, dass Pinola und Judt nicht dabei waren und mit Plattenhardt ein weiterer Linksverteidiger auf der Bank saß, dann hätten wir praktisch acht (!!!) Spieler für zwei Positionen.

    (hüstel, hüstel)

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  4. Guter Kommentar.
    Schön, dass auch die stringente Spielweise von Lautern gewürdigt wird. Wir haben uns nicht nur selbst besiegt, wir wurden auch besiegt. Kurz und der FCK haben das zweifelsohne gut gemacht.

    Einen einzelnen Spieler nach dem Wir-brauchen-einen-Sündenbock-Prinzip auspfeifen, geht gar nicht. Das bringt keinen weiter. Und ist wirklich unsportlich.

    Überhaupt nicht unsportlich finde ich das frühzeitige Verlassen des “Tatorts”. Vor allem, wenn es wie am Samstag in Hälfte eins an Leidenschaft fehlt. Da stimme ich @Kugelbitz absolut zu. Am Samstag kam auch noch hinzu, dass einige “die Gunst der Stunde” genutzt haben, um sich die Heimfahrt etwas kommoder zu gestalten. Gründe: Die S-Bahn-Strecke nach Altdorf war dicht. Zudem war die Bahnstrecke zw. Fü und N gesperrt, so dass Unterfranken wie auch Bamberger und Erlangener via Schienenersatzverkehr bzw. über andere Wege herumtollen mussten.

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  5. Kugelblitz: Bei einer Sache bin ich aber anderer Meinung als du:
    Ich finde das Auspfeiffen eines Spielers bei der Auswechslung vielleicht im Affekt verständlich, aber dennoch unsportlich.

    Jetzt weiß ich nicht genau, wer gemeint war, aber ich sehe das genau so: Auspfeifen vor allem eines so jungen Spielers ist nicht ok gewesen. Was ich sagen wollte: Das Auspfeifen war dann doch weit weniger dramatisch als es in den Kommentaren anklang – das waren doch eher ein paar vereinzelte Pfiffe einiger weniger, nicht das ganze Stadion.

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  6. Hörnla sagt:

    Das Spiel gegen Kaiserslautern ist ja in extenso analysiert – was mir aber auffiel ist die seltsame Koinzidenz vermehrter (und von manchen hier ja durchaus herbeigesehnter) Presseaufmerksamkeit für den Club und zugleich aber erhöhte Unsicherheit auf dem Rasen.

    Natürlich glaube ich nicht an eine einfache Kausalität. Aber ich glaube zu bemerken, dass der langsame Aufwärtstrend in dieser Saison unter anderem deshalb so im medialen Schatten vor sich gehen konnte, weil – ich las damals irgendwo, dass der Club eine der gefürchtetsten Mannschaften der Bundesliga sei – sich die Mannschaft nicht zu schade war, auf der Basis einer gnadenlosen Zerstörung des gegnerischen Spiels auf die eigene Chance zu warten. Das war nicht immer schön, gegen auf dem Papier gleichwertige Mannschaften, die auch lieber Spielabläufe unterbanden als diese selbst zu kreieren, auch nicht immer effektiv – aber ich denke, das war die Basis des Aufschwungs, auf die dann eine von vielen unerwartete spielerische Kür gesetzt wurde, die wir ja alle genossen.

    Ich frage mich nun, ob nicht irgendwann – und natürlich lesen die Spieler, was über sie geschrieben steht und natürlich hat das unbewussten Einfluss, so sicher wie es zum Usus gehört, als Spieler genau das zu verneinen – bei der Mannschaft im Einklang (!) mit den Fans im Hirne etwas passiert ist, in etwa dergestalt, dass man es sich als Protagonist all dieser magischen Ecken oder sonstigen magischen geometrischen Körper schuldig zu sein glaubte, nicht zuvörderst destruktiv, sondern kreativ zu denken und zu spielen. Nach Bayern ist nun aber Lautern die zweite Mannschaft, die sich überzeugend und erfolgreich auf die Spielweise der Clubberer eingestellt hat. Zwei Mannschaften mit völlig verschiedenen Voraussetzungen und Ambitionen und Mitteln – aber gleichermaßen gegen Nürnberg erfolgreich.

    Sollte ich Recht haben mit meinen Gedanken, so fordere ich natürlich nicht Beton- oder Rumpelfußball. Allerdings ist das derzeitige Geschehen gut dazu geeignet, abseits der konkreten Spielanalyse sich in der Tugend der Gelassenheit zu üben, damit aus dem neuen, durch die bisherigen Spiele und Ergebnisse genährten Anspruch kein Hemmschuh wird. Man wird vielleicht gut daran tun, als Fan künftig zu akzeptieren, dass man beispielsweise bei einer binnen kürzester Frist komplett neu formierten Abwehr auch zu Hause und auch gegen einen direkten Mitbewerber um den Abstieg erstmal das gegnerische Spiel unterbindet, die “3 Punkte sind Pflicht”-Maxime aus dem Kopf verbannt und schaut, was so passiert. In Bestbesetzung und ohne Länderspiele unter der Woche kann man dann wieder ganz anders agieren. Doch, um Hans Meyers Äußerung aufzugreifen, dass die Bayern im Interesse der Meisterschaft aufhören müssen, darüber zu reden, könnte ich mir vorstellen, dass, auf unsere Situation adaptiert, wir auch als Clubfans gut daran täten, im Interesse künftiger Dreier und Erfolgserlebnisse aufzuhören, von denselben im Vorfeld über Gebühr zu reden.

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  7. Einige Beispiele aus der Datenbank für Vidosic als Außenverteidiger:

    Einwechslung: für Juri Judt (63.) kommt Dario Vidosic
    http://www.fussballdate...9/14/nuernberg-fuerth/

    Einwechslung: Dario Vidosic für Bernd Korzynietz (46.)
    http://www.fussballdate...32/duisburg-paderborn/
    Kicker-Note: 3,5

    über 90 Minuten
    http://www.fussballdate...33/duisburg-karlsruhe/
    Kicker-Note: 4

    über 90 Minuten
    http://www.fussballdate...10/34/aachen-duisburg/
    Kicker-Note: 3,5

    Sicher keine Riesen-Referenz, aber Beleg dafür, dass Vidosic die Position schon ordentlich auf Profi-Fußball-Ebene ausfüllte!

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  8. Hörnla: Nach Bayern ist nun aber Lautern die zweite Mannschaft, die sich überzeugend und erfolgreich auf die Spielweise der Clubberer eingestellt hat.

    Ein sehr guter Punkt, finde ich! Vor allem Lautern hat offenbar genau hingesehen, wie der Club spielt und dass auch eine Rechtsverteidigerposition (auch schon mit Judt!!) der Schwachpunkt ist. Aber nicht allein wegen des Judt oder Vidosic, sondern weil Ekici oft nicht nach hinten arbeitet und Simons in die Mitte zieht während Hegeler nach vorne arbeitet.

    Die Gegner stellen sich nun auf den Club und seine Stärken und Schwächen sehr genau ein und verlassen sich nicht mehr gegen den ja angeblich designierten Absteiger “auf die eigenen Stärken”. Lautern hat in entscheidenden Momenten das Spiel auf die Außen verlagert und umgingen damit die auch defensiv stärkeren Gündogan, Hegeler und Simons, während Frantz und Ekici diese Aufgabe nicht übernehmen konnten. Exemplarisch eben das 0:2, als der Pass von Rechts über das ganze Feld zum ganz an der Außenlinie postierten Rivic kam.

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  9. Frank sagt:

    Ich verstehe nicht, warum Hecking hinten Stürmer aufstellt und keine defensiven Leute wie Cohen.

    Und ich denke, Mintal hätte man nach so langer Zeit auf der Bank auch mal wieder eine Chance im Mittelfeld geben können. Das ist echt eine Schande!

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  10. Frank: Das ist echt eine Schande!

    Könnten wir mal alle damit wieder aufhören (gemeint sind alle außer die, die nie damit angefangen haben) uns verbal auf dem Theatralik-Modus zu bewegen?! Was ist denn daran eine “Schande”, wenn der Trainer nicht den Mann deiner Wahl aufstellt. Bleiben wir doch mal sachlich.

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  11. Optimist sagt:

    Frank: Ich verstehe nicht, warum Hecking hinten Stürmer aufstellt und keine defensiven Leute wie Cohen.

    So falsch war der Gedanke nicht: Zum Einen hat Alexander ja schon belegt, dass Vidosic schon einige brauchbare Spiele als RV abgeliefert hat, zum Anderen hätte ein offensivstarker RV dem erwarteten Beton eines passiveren und schwächeren Klabautern durchaus zusetzen können (in der Theorie). Eben mit Druck über Außen den Abwehrriegel zu knacken. Der eigentliche Mangel daran war die fehlende Absicherung bzw. Unterstützung aus dem Mittelfeld.

    Da ist es dann auch dem Spielverlauf geschuldet, dass dieser Plan nicht aufging, denn der Matchplan (blödes Modewort) sah sicher keinen Rückstand und einen Gegner, der von Beginn an befreit aufspielen kann vor….

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  12. Klickere sagt:

    Mein persönlicher Dank an diesen Blog und seine Betreiber. Es ist eine Freude, durchdachte Kommentare und Analysen zu seinem Lieblingsverein zu lesen, von dem man irgendwie nicht loskommt, auch wenn einige Spieler fast die eigenen Söhne sein könnten. Leider sind viele offizielle Statements der sogenannten unabhängigen Medien derart inhaltsleer und belanglos sowie die clubnahen Foren in ihren Äußerungen teilweise unerträglich dumm und polemisch, so dass einem die Lektüre hier recht wohltut. Selbst wenn man nicht immer einer Meinung ist (gut so), scheint die Intelligenz stets vor Ort zu sein.

    Weiter so!

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  13. Pinola sagt:

    Sicher hat es vom Wohnzimmersessel aus anders ausgesehen, aber mein Sohn und ich kamen gerade rechtzeitig zum Einlaufen in der Nordkurve an und freuten uns auf ein interessantes Spiel. Aber nicht darauf, dass es schon nach einer Viertelstunde entschieden war.

    Summiert man die Kommentare der um uns herum stehenden Fans (5er Block ist durchaus keine polemisch-blinde Fanmeute) zu der Tatsache, dass nach dem 0:3 die ersten gingen, waren wir nach kurzer Zeit einfach nur noch geschockt. Wir dachten, welche Mannschaft steht denn da heute auf dem Platz? Vidosic hat sich nicht einmal, nein mehrere Male derart naiv übertölpeln lassen… mein Sohn meinte: Den hätte ich nach 10 Minuten runter genommen und Cohen dort hin gestellt. Natürlich gäbe es mehr Sündenböcke… in der 89. Minute ging einer der am längsten Ausharrenden neben uns. Ich sagte kurz, wenn die von Anfang an so gespielt hätten wie die letzte Viertelstunde, hätte Lautern nie gewonnen.

    Auch wenn er den Elfer verschossen hat, hat Wolf einen Löwenanteil daran, dass das Spiel nicht zum entgültigen Desaster wurde.

    Oh wie graust es mir schon vor Mainz!

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  14. Optimist sagt:

    Pinola: Oh wie graust es mir schon vor Mainz!

    Keine Bange: In Mainz holen wir uns den 3er zurück! Warum? Weil keiner damit rechnet, dann sind wir immer am stärksten!

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  15. Töffi sagt:

    Optimist: Keine Bange: In Mainz holen wir uns den 3er zurück!

    Und wer spielt hinten rechts, falls Judt noch nicht kann?

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  16. Töffi:
    Und wer spielt hinten rechts, falls Judt noch nicht kann?

    Das ne gute Frage! Ich bin immer noch für Hegeler, der das ja angeblich beim FC Augsburg gut gespielt hat. Dann Cohen in die Mannschaft, der ist bissig. Oder – für Nostalgiker – dann eben Mintal hinter die Spitzen und Gündogan neben Simons zurück. Oder statt Mintal Eigler und Ekici in die Mitte. Oder er bringt Mak von Anfang an. Mit dem Schwung könnte das ne Überraschung werden.

    Das Experiment Vidosic würde ich in naher Zukunft auch im Sinne des Spielers nicht wiederholen, auch wenn ich – was ich nochmal betone – den Gedanken von Hecking nicht so falsch fand, wie manche ihn hier machen. Auch wegen seiner Zeit in Duisburg.

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  17. Woschdsubbn sagt:

    Ein anderer Aspekt: Mir schien Simons sehr müde zu sein. Der Auswärtssieg in Rußland letzten Mittwoch mit der belgischen Nationalelf war anscheinend samt weiter An- und Abreise nach Woronesch sicher sehr anstrengend. Trotzdem hatte er einen geilen Steilpaß durch Freund und Feind auf Frantz gespielt: Leider war der auch etwas überrascht und konnte den Ball nicht unter Kontrolle bekommen.
    Ich denke, am FR wird es wieder besser werden. Ekici sollte man mal eine Pause auf der Bank gönnen und etwas defensiver beginnen.

    Außerdem: Nach wie vor stehen wir auf Platz 10 und sind 7 Punkte (in Worten: Sieben) von einem Abstiegsrang und 7 Punkte (in Worten: Sieben) von einem CL-Platz weg. :-)
    D.h. wir bilden mit dem Heiligen Sportverein zusammen das wirkliche Mittelfeld in der BuLi und Jammern auf einem wohl von uns vor der Saison bestenfalls erträumten oder vielleicht inständig erhofftem, hohem Niveau!

    So düster und schwarz habe ich das Spiel nicht empfunden: Klar war die Defensivarbeit anfangs grottig, aber mit etwas mehr Glück im Abschluß, wäre ein Ausgleich meiner Meinung nach noch drin gewesen.

    So, nun weiter im Text: Am Freitag gegen Mainz. Deren Höhenflug SCHEINT gestoppt zu sein. Aber warum soll uns dort nicht dasselbe gelingen, wie Freiburg oder Klabautern bei uns gelang? :-)

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  18. Teo sagt:

    Alexander | Clubfans United: P>Das Experiment Vidosic würde ich in naher Zukunft auch im Sinne des Spielers nicht wiederholen, auch wenn ich – was ich nochmal betone – den Gedanken von Hecking nicht so falsch fand, wie manche ihn hier machen. Auch wegen seiner Zeit in Duisburg.

    “Falsch” ist im Nachhinein leichter gesagt. Ich denke dennoch, dass es in der Summe der Ausfälle mit Hegeler oder auch Wollscheid/ Wolf weniger riskant gewesen wäre. Und den Schuh hat sich Hecking auch (vielleicht aus Spielerschutz) bereits angezogen. Abhaken.

    Spannend ist es doch immer mal wieder den “Trainer” zu machen und die subjektiv sinnvollste Aufstellung vorzuschlagen. Ich würde bei weiterem Ausfall Judts Cohen neben Simons auflaufen lassen und Hegeler für Judt. Spielt Judt, dann wären meine interessantesten “Bau”stellen der zweite 6er, die Frage Hegeler oder Cohen und noch viel spannender die Frage Ekici oder Mak. Ich tendiere zu Mak, weil mich interessiert, wie er sich über ein ganzes Spiel präsentiert, auch hinsichtlich der Absicherung. Aber wie es auch kommt am Samstag, Hecking wird eine Elf aufs Spielfeld schicken, Meyer vermutlich auf der Tribüne mitfiebern und einem Journalisten zuflüstern: Gehen Sie ruhig davon aus, dass die Nürnberger keine Adventsgeschenke mitgebracht haben.

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  19. Harald sagt:

    Mir hat am Samstag Per Nilsson am meisten gefehlt, weil er für mich der ruhende Pol in der Innenverteidigung ist. Maroh ist in der Verfassung vom Samstag keine Alternative. Bieler wird gegen Mainz wieder auf der linken Abwehrseite spielen. Falls Judt am Freitag gegen Mainz noch ausfallen sollte, würde ich Cohen als Verteidiger aufstellen. Cohen ist wie Judt unheimlich Zweikamstark und bissig und gibt keinen Ball verloren. Wenn Nilsson natürlich länger ausfallen sollte, hat der Club ein Problem in der Abwehr.

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  20. Ralf sagt:

    Ich kann die Panik hier nicht verstehen! Gemessen an den Erwartungen steht Ihr doch glaenzend da! Wir, der HSV, waeren froh, wenn wir so wie Ihr ueber den Erwartungen laegen!

    Aber auf der Torwartposition solltet Ihr handeln (auch wenn Ihr das nicht gerne hoert), denn die Strafraumbeherrschung Eueres Keepers ist ne Katastrophe!

    Gruß von der Elbe!

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  21. Kugelblitz sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Jetzt weiß ich nicht genau, wer gemeint war, aber ich sehe das genau so: Auspfeifen vor allem eines so jungen Spielers ist nicht ok gewesen. Was ich sagen wollte: Das Auspfeifen war dann doch weit weniger dramatisch als es in den Kommentaren anklang – das waren doch eher ein paar vereinzelte Pfiffe einiger weniger, nicht das ganze Stadion.

    Du hast recht, ich hab dich falsch verstanden. Ich hatte das so gelesen, dass Pfiffe nicht so schlimm sind und nicht dass DIE Pfiffe nicht so schlimm WAREN. Also bin ich nur noch im Bezug aufs frühe Verlassen des Stadions anderer Meinung ;)

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  22. RebusOne sagt:

    Ich konnte das Spiel leider nur im Ticker verfolgen, da mich eine Hausarbeit geplagt hat. Äther hätte mich am Samstag wohl noch viel mehr aufgebauscht. Zur Spieldiskussion ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Da ist alles durchgekaut. Mich ärgert nicht die Niederlage. Auch nicht, der Verein – FCK – gegen den wir verloren haben. Vielmehr ärgert mich die Tatsache, dass ein – gegen Ende der Saison sehr wohl wichtig werdendes – 6-Punkte Spiel verloren wurde. Schade, schade … aber was wäre denn der Club ohne seinen chronischen Krankheiten … ?!

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  23. belschanov sagt:

    Die Gegner in den ausstehenden vier Vorrundenspielen sind: auswärts Mainz (2. Tabellenplatz), daheim Dortmund (1.), auswärts Hoffenheim (5.), daheim Hannover (4.).

    Da muss sich unsere Mannschaft gegenüber der schlechten Leistung von München und der noch schlechteren Leistung im Heimspiel gegen die auswärtsschwachen Kaiserslauterner gehörig steigern, wenn sie nicht – wie “alle Jahre wieder” – zu Weihnachten mitten im Abstiegssumpf stecken will. Dass, wie ich im Kicker lesen musste, der Einsatz von Judt und Nilsson gegen Mainz fraglich ist, lässt nichts Gutes vermuten…

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  24. paule sagt:

    Mainz gehört (auf Dauer) nicht auf Platz 2 und Hannover schon garnicht auf Platz 4. Und einen von den zwei Verteidigern kriegen die Docs doch hoffentlich bis Freitag wieder hin. Ich rechne mit noch 3 – 4 Punkten zum Vorrundenende. Und natürlich mit dem Einzug in die nächste Pokalrunde. Vielleicht kann man dann doch nochmal personell etwas nachlegen. Weil der Breno in Bauern-Town offensichtlich schon wieder in Frage gestellt wird. Wunschtraum !!??

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  25. Optimist sagt:

    paule: Vielleicht kann man dann doch nochmal personell etwas nachlegen. Weil der Breno in Bauern-Town offensichtlich schon wieder in Frage gestellt wird. Wunschtraum

    Ich bin mir nicht sicher, ob das schon wieder der Breno ist, den wir kennen. Ich möchte nur mal daran erinnern, wie lange Wolf gebraucht hat, um nach den Verletzungen wieder Normalform zu erreichen. Engelhardt ist das z.B. überhaupt nicht mehr gelungen….

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  26. Hörnla sagt:

    Teo: Spannend ist es doch immer mal wieder den “Trainer” zu machen und die subjektiv sinnvollste Aufstellung vorzuschlagen.

    Wie wahr ;-)
    In der Tat steht der Club vor dem Problem, dass die eigenen Mannschaft sich in sehr sehr realer Gefahr befindet, in eine Abwärtsspirale von Verunsicherung und Misserfolg zu geraten, wohingegen der Gegner diesen Negativtrend gestoppt zu haben scheint. Deshalb rührte ich mal ganz ungeniert Beton an und wartete ab, was den Mainzern da so einfällt.
    Konkret: Ich schenkte der Abwehrreihe der 2. Hälfte gegen Lautern die Möglichkeit der Rehabilitation. D. h. Bieler/Wolf/Maroh/Wollscheid. Davor eine Doppel-Sechs Simons/Cohen, mit Augenmerk Cohen auf der rechten Seite. Vorne müsste einer weichen – derzeit tendiere ich zu Frantz/Gündogan/Hegeler, aber Ekicis Freistöße und sonstige Standards könnten gerade in so einem Spiel Gold wert sein. Davor wie immer Schieber.
    Das sollte eine Mannschaft sein, die die Null erstmal garantiert, dabei aber durch Auswechslungen so flexibel verändert werden kann, dass man, je nach Spielverlauf, den Charakter des ganzen auch völlig ändern kann.

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  27. Hörnla: Ich schenkte der Abwehrreihe der 2. Hälfte gegen Lautern die Möglichkeit der Rehabilitation. D. h. Bieler/Wolf/Maroh/Wollscheid

    Auch auf die Gefahr hin, pingelig zu erscheinen: Der als Vidosic-Ersatz geforderte Wollscheid spielte in Hz. 2 gegen Lautern nicht als RV! Da spielte Wolf. Wollscheid spielte innen.

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  28. Armin sagt:

    und Breno können wir uns aus dem Kopf schlagen, noch mal leihen bringt uns nicht wirklich weiter und kaufen ist bei Breno ob der damals von den Bayern bezahlten Ablösesumme sowieso illusorisch.

    Ich würde auch über Maroh nicht gleich den Stab brechen, in den letzten Spielen wurde hier häufiger Maroh gewünscht, jetzt nach einem Spiel, sicher ein sehr schlechtes, soll er in die Wüste geschickt werden. Das geht mir auch wieder viel zu schnell. Maroh fehlt im Moment natürlich Spielpraxis, dazu kommt sicher auch noch Unzufriedenheit als Verteidiger Nr. 3, er war ja schon mal in der Mannschaft. Das muss man erst mal wegstecken. Wenn dann noch die ganze Mannschaft schlecht spielt dann tut sich jeder schwer der neu dazu kommt. Er hätte die Hilfe von den anderen gebraucht, was diese an diesem Nachmittag nicht leisten konnten.

    Ich sehe absolut noch nicht die Notwendigkeit in der Winterpause nach zu legen. Sollten wir natürlich alle 4 Spiele verlieren, dann muss man handeln. Aber soweit sind wir noch lange nicht.

    Ein Sieg und zwei Unentschieden aus den letzten 4 Spielen, dann war die Hinrunde mehr als zufriedenstellend.

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  29. Wenn ich Trainer wäre:

    Schäfer – Bieler, Wolf, Maroh, Hegeler – Gündogan, Simons – Frantz, Ekici, Mak – Schieber

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  30. Armin sagt:

    Wenn ich alle Aussagen von Hecking so anschaue, er sieht Wollscheid nicht als RV und will Wolf auch nicht nach außen ziehen. Wollscheid wäre also nur eine Alternative zu Maroh, wenn dieser in dieser Trainigswoche nicht mächtig Gas gibt.

    “Nur” Beton anzurühren halte ich in Mainz aber für gefährlich, Mainz hat mit Holtby, Schürrle, Allagui, Szalai technisch gute und schnelle Spieler, die auch gegen tiefstehende Gegner für ein Tor gut sind. Mainz hatte in dieser Saison eher ein Problem, wenn eine Mannschaft sie schon in der eigenen Hälfte unter Druck setzt und gar nicht erst ins Spiel kommen läßt. Deshalb werden in diesem Spiel die offensiven Außen sehr wichtig, da diese die Mainzer AVs schon beim Spielaufbau unter Druck setzen müssen, wenn Schieber dann noch zentral Druck macht sehe ich eine gute Chance in Mainz etwas zu holen. Wir sollten uns das Spiel der Hannoveraner in Mainz zum Vorbild nehmen.

    Sollten wir es schaffen das Meinzer Spiel bis zur Pause zu unterbinden und ab und an selbst den einen oder anderen Nadelstich zu setzen, dann kann ich mir auch vorstellen, dass das Publikum wieder zu murren anfängt, das könnte uns für HZ 2 dann auch helfen.

    Richtig ist also hinten diszipliniert und konsequent zu spielen, dazu das Mainzer Spiel schon in deren Hälfte zu unterbinden. Es wird enorm viel Laufarbeit notwendig sein. Das wird ein echtes Willensspiel werden. Die Mannschaft sollte gewinnen wollen aber auch mit einem Unentschieden zufrieden sein.

    Danach kann man dann mit wieder mehr Selbstvertrauen daheim die Serie von Dortmund beenden, irgendwann muss deren Auswärtssiegesserie auch brechen, warum nicht bei uns? Also die nächsten zwei Spiele Unentschieden und zum Abschluß ein Sieg gegen Hannover daheim für die Fans und die Halbserie ist erfolgreich beendet. Hoffenheim ist Bonus oder auch nicht. Dann kann man am Ende auch entspannt nach Offenbach fahren.

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  31. Armin sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Wenn ich Trainer wäre:
    Schäfer – Bieler, Wolf, Maroh, Hegeler – Gündogan, Simons – Frantz, Ekici, Mak – Schieber

    Ich hoffe ja immer noch, dass Judt wieder zurückkommt.

    Im Kicker steht Hecking sieht weder Hegeler noch Cohen auf der RV-Position, auch nicht als Aushilfe. Diese Woche soll im Training Chandler aus der 2. getestet werden.

    Ich kann gar nicht sagen, wer hinten rechts richtig wäre, würde aber gern Cohen neben Simons auf der Doppelsechs sehen. Davor Gündogan der bei Ballbesitz Mainz die Doppelsechs zur dreifach “6″ macht. Davor Schieber, der mit zurück kommt und den Ballführenden Mainzer schon im Mittelfeld unter Druck setzt.

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  32. Hörnla sagt:

    Alexander | Clubfans United: Auch auf die Gefahr hin, pingelig zu erscheinen: Der als Vidosic-Ersatz geforderte Wollscheid spielte in Hz. 2 gegen Lautern nicht als RV! Da spielte Wolf. Wollscheid spielte innen.

    Richtig. Ich sähe Wolf aber trotzdem lieber innen ;-)

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  33. Hörnla sagt:

    Armin: Maroh fehlt im Moment natürlich Spielpraxis

    Das ist genau der Punkt. Außerdem ersetzte er nicht einen der beiden IV in einer ansonsten eingespielten Viererkette, sondern er spielte in einer Viererkette, die so noch nie (ich checke die Statistik mal nicht, sage vielmehr: oder zumindest nicht oft) zusammengespielt hat. Maroh war schlecht in einer Mannschaft, in der an diesem Tag jeder schlecht war. Warum gerade er nun als großer Unzufriedener oder Versager ausgemacht werden soll, den man auf jeden Fall durch einen Neuzugang ersetzen müsse, erschließt sich mir nicht.

    Außerdem hätte ich gerne mal eine beweiskräftige Quelle für die hier permanent kolportierte “Unzufriedenheit” des Spielers Maroh. Wenn wir schon dabei sind: ein unzufriedener Spieler ist per se nichts Schlechtes – solange er sich nicht hängen lässt. Ich hätte eher Bedenken, wenn es sich einer allzu bequem auf der Ersatzbank einrichtet. Auch die zweite Garnitur muss spielen wollen – sonst kann sie keinen positiven Druck auf die ersten elf ausüben.

    Armin: “Nur” Beton anzurühren halte ich in Mainz aber für gefährlich,

    2Beton anrühren” heißt in meinem Verständnis nicht dasselbe wie (zu) tief stehen, in meinen Augen einer der Hauptgründe für die Niederlage gegen Bayern. Ich will diesen Ausdruck, um gar kein Missverständnis aufkommen zu lassen, erstmal vermeiden und, gerade im Hinblick auf die oben von verschiedener Seite erläuterte RV-Problematik, für eine defensive Ausrichtung zu Anfang plädieren, mit dem Ziel, das Spiel der Mainzer aggressiv zu (zer)stören. Gerade diese erscheint mir als probate Möglichkeit, den Mainzern erstmal den Schwung aus den Segeln zu nehmen und deren Publikum womöglich zu Unmutsäußerungen und vermehrtem Druck auf die Mannschaft zu motivieren. Das wäre dann die Zeit, um durch entsprechende Wechsel mit frischen Spielern den Spieß umzudrehen. Denn für die Mainzer sind wir ja die sicheren 3-Punkte-Lieferanten, da könnten wir ja mal für die sein, was Lautern für uns war. Wenn natürlich jemand (zuvörderst Hecking ;-) ) eine Idee hat, wie man in Mainz nach einer halben Stunden 3:0 führt, dann soll mir das mehr als willkommen sein – da kann er auch den Schieber dann RV spielen lassen. ;-)

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  34. Töffi sagt:

    Armin: Ich hoffe ja immer noch, dass Judt wieder zurückkommt.Diese Woche soll im Training Chandler aus der 2. getestet werden.

    Chandler? Für hinten rechts? Würde mich wundern, denn in einem Regionalliga-Spiel, das ich im Septemebr gesehen habe, hat er im linken offensiven Mittelfeld gespielt.

    Hinten rechts hat in der 2. Mannschaft in dieser Saison zumeist Brown Forbes gespielt, der vor der Saison aus der Hertha-Jugend gekommen ist.

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  35. Bluemerson sagt:

    den angesprochenen Felicio Brown Forbes sehe ich auch noch als Alternative für hinten rechts. Immerhin ist er aktuell U19-Nationalspieler. Und über Bieler muss auch gesprochen werden. Er ist für hinten links auch keine wirkliche Alternative. Hier sehe ich zur Winterpause dringend Handlungsbedarf. Man darf nicht so naiv sein und hoffen, dass man mit einer Elf die ganze Saison durchspielt. Was passiert wenn 1-2 Spieler ausfallen hat man ja gesehen :-( aber nichts desto trotz sollte man die Geschichte jetzt abhaken und am besten am Freitag 3-Punkte aus Mainz mitnehmen !!!

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  36. In Neumarkt im Test spielte Brown-Forbes linker Innenverteidiger und Sauter Rechtsverteidiger.

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  37. Bertl sagt:

    Armin:
    und Breno können wir uns aus dem Kopf schlagen, noch mal leihen bringt uns nicht wirklich weiter und kaufen ist bei Breno ob der damals von den Bayern bezahlten Ablösesumme sowieso illusorisch.

    Aber schee wärs doch wenn wir Breno wieder hätten.
    Ich habe heute in der tz-München eine Kolumne von Olaf Thon gelesen.
    Er schrieb Breno sei zu schlacksig und zu ungelenk und angeblich nicht gut genug für die Bayern.
    Dachten wir das nicht alle als wir ihn das erste mal für den Club haben spielen sehen?
    Als er dann verletzt ausfiel wußten alle Cluberer was wir an ihm hatten.
    Er war einer der besten Verteidiger seit langem im Club-Trikot.
    Warum sollten wir (MB) nicht nochmal mit den Bayern reden wegen Breno?
    Angeblich haben die Bayern ja auch interesse an Gündogan.
    Und wer sagt das wir eine hohe Ablöse zahlen müßten, nur weil die Bayern viel Geld für ihn bezahlt haben?
    Wäre nicht das erste mal das die Bayern einen Spieler unter Wert abgeben würden.
    Auch eine nochmalige Leihe wäre nicht das schlechteste für uns, was unsere 2. Garnitur an Verteidigern drauf hat konnten wir ja am letzten Samstag sehen.
    Also wenn ich Martin Bader wäre, wüßte ich wen ich anrufen sollte.

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  38. Innenverteidiger? Ich bin doch überrascht, das zu lesen. Lange sprach man von einem Luxusproblem mit drei gleichwertigen Innenverteidigern, dann jammert man nun Nilsson nach und will trotzdem die bisher erfolgreiche Innenverteidigung sprengen, weil Breno ja sicher nicht für die Bank käme. Zudem macht man mit einer solchen Leihe die Tür für die eigenen Talente zu. Breno kaufen ist illusorisch (da wird es ganz sicher mindestens am Gehalt scheitern, so weit geht Brenos Sympathie dann nicht, da geht er doch eher nach Spanien oder England), ihn wieder leihen wäre – bei Gesundung von Nilsson, unnötig.

    Was wir brauchen wäre ein Backup für Judt. Auf links haben wir mit Bieler und Plattenhardt zwei Optionen, denen man halt auch mal 1-2 Spiele Anlaufzeit zubilligen sollte.

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  39. Töffi sagt:

    Alexander | Clubfans United: In Neumarkt im Test spielte Brown-Forbes linker Innenverteidiger und Sauter Rechtsverteidiger.

    Im besagten Regionalligaspiel, das ich gesehen habe, hat Sauter ein Art “hängende Spitze” gespielt (sprich: er war vorne überall zu finden). Aktuell ist er mit 6 Toren in 16 Einsätzen bester Torschütze der 2. Mannschaft.

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