Tabellenrechnereien
Alle Gegner des “Rechenschiebers” müssen jetzt ganz stark sein, denn was in diesem Artikel steht, besteht ausschließlich aus Zahlen und wirren Prognosen, die überhaupt kein ‘Hand und Fuß’ haben und im Prinzip zu nichts zu gebrauchen sind. Warum sie dennoch hier stehen? Einfach weil es exemplarisch für viele Fans steht, die es dann doch machen, nämlich es sich mal auszurechnen, was denn am Ende raus käme, wenn … ja was “wenn”?
Diskutiert man über Dortmunder Meisterchancen, Münchner Aufholjagden, Schalker Durchmärschen, Bremen Wiederauferstehungen und Stuttgarter Rückrunden sowie möglichen Hannoveraner, Mainzer oder Freiburger Abstürzen und orakelt dabei, wo man mit seinem Club denn da dann am Ende verbleiben würde, bleibt vor allem immer eines übrig: Eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Eine Gleichung, die sich in sich bedingt und das macht es auch so komplex. Traut man bspw. Bremen, Schalke oder Wolfsburg noch einen Durchmarsch zumindest ins obere Tabellendrittel zu, müssen die Punkte anderen ja fehlen. Meint man, Mainz stürze noch ab, müssen deren Gegner ja die Punkte kriegen. Und so weiter. Wie man es auch dreht und wendet, am Ende muss man es einfach mal selbst durchspielen, will man seine eigene Einschätzung einmal prüfen. Und hier ist meine Tabellenschieberei:
Wer sich (verständlicherweise) die Mühe nicht machen will, diese – zwar nicht willkürliche, aber doch rein subjektive – Prognose im Detail anzutun, dem fasse ich mein Orakel zusammen:
Am Ende wird es zwar knapp für unseren FCN, aber die Teams, die dann absteigen, konnten den Rückstand einfach nicht mehr aufholen. Meine Absteiger sind dann Köln (18.) und St. Pauli (17.), Gladbach geht in die Relegation (16.). Gleiches ähnlich im Übrigen im Rennen um die Meisterschaft: Auch wenn Dortmund schwächelt, reicht am Ende schon am 33. Spieltag das Punktepolster zur vorzeitigen Meisterschaft.
Der FCN punktet nicht sonderlich gut in diesen Rechnereien: Unentschieden gegen Hamburg, Leverkusen, St. Pauli, Köln, Kaiserslautern und Hoffenheim stehen nur zwei Siege gegen Mainz und Frankfurt gegenüber, während man gegen Stuttgart, Schalke, Wolfsburg, Bremen, München, Dortmund und Hannover die Segel streichen muss. 7 Niederlagen, 6 Unentschieden und 2 Siege, das macht noch 12 Punkte in den verbleibenden 15 Spielen – und das wird dem Fan nicht schmecken, vor allem wenn man von den verbleibenden 8 Heimspielen nur diese 2 Siege einfahren könnte. Und trotzdem würde es reichen. Sicher wird man einwenden können: Ja klar! Aber warum sollte Köln auch nur noch 2mal gewinnen? Das kann sicher sein – aber dafür habe ich bspw. Gladbach wiedererstarkt gesehen mit 5 Siegen – mag man Gladbach und Köln tauschen, für den Club wäre es ohne Belang.
Interessierten Zahlentüftlern kann man die praktischen Tabellenrechner – wie bspw. beim kicker – empfehlen, gerade bevor der ureigene Nürnberger Defätismus wieder überhand nehmen sollte. Es ist gar nicht so leicht den Club absteigen zu lassen, einmal ausgenommen man geht von der Abmeldung vom Spielbetrieb aus …
Sicher nur Zahlenspiele, sicher kein Ruhepolster, sicher gibt es auch noch genug Szenarien (gerade wir beim Club kennen das ja!) die eine verrückte Dynamik entwickeln. Aber ganz nüchtern betrachtet können wir – zumindest aus aktueller Sicht – wirklich guten Mutes sein, dass auch bei Remis oder sogar Niederlagen gegen Hamburg und Leverkusen noch gar nichts verloren wäre. Und: Es darf ja auch gern mal besser kommen, als man das erwartet! Die Hinserie hat das ja durchaus schon mal gezeigt.
Im Tennis würde man sagen: Advantage Nürnberg im Abstiegskampf.
Wunderbar! Endlich mal Glubberer, die genauso wie ich NICHT in Panik verfallen und Martin Bader, sowie Henning und am besten auch gleich dessen Nachfolger feuern wollen – nur um dann beim Abstieg brüllen zu können: “Ich habs Euch ja gsachd”! Leicht wirds nicht, aber für Panik sehe ich (noch) keinen Anlass!
Also liebe Glubberer, lieber diese Seite hier und den Glubb-Blog lesen, bevor im AZ-Forum wieder alle verrückt gemacht werden!!
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Genau! Denn wie steht schon in großen Lettern auf dem Reiseführer “Per Anhalter durch die Galaxis”?
Keine Panik!
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Und by the way: Es darf ja auch mal durchaus deutlich besser laufen, als man es erwartet oder vielleicht gar befürchtet.
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…und um es deutlich zu sagen. Viel schlechter, als in dieser Prognose kann es eigentlich kaum laufen
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…trotzdem würde ich mich über ein unentschieden am Samstag sehr freuen, denn ohne Ekici, Gündogan, Frantz, Nilsson, (Bunjaku, den will ich nicht unter den Tisch fallen lassen!) und wohl auch Judt wird es ein verdammt hartes Stück Arbeit.
Wie auch die Durchtipperei bis zum 34. Spieltag – danke, Alexander! Auch für die m.E. nach sehr gute und realistische Einschätzung. Und natürlich dass es am Ende trotzdem reichen würde!
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Nennen wir es vielleicht nicht Prognose, eher “mögliches Szenario” – ich wollte mir beim Ergebnistippen (übrigens ohne die Auswirkung auf die Tabelle zu verfolgen) keine rosa Brille vorwerfen lassen.
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…wer ist denn eigentlich dieser ominöse “Henning” in der Club-Führung?
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Mika Heckingen?
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dachte Dieter-Thomas Hecking: Guten Abend zu Hause, meine sehr verehrten Damen und Herren! Heute zum 20ten mal dabei und direkt von 12 auf 9 – hier ist: der 1. FC Nürnberg …”
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so ist’s auch nicht schlecht
Hab aber auch nichts gegen Vollgas einzuwenden
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…auf der Gegenseite: Der Doktor und das liebe Veh. Da kann man nur noch sagen: “MOe!”
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@Alexander: Habe ich Dich dahingehend richtig verstanden, dass Deine Tipps zwar kein Worst-Case-Szenario sind, aber durchaus eher pessimistisch begründet sind? Dann sieht es gar nicht so schlecht aus. Aber in Wolfsburg und Hannover verlieren geht gar nicht, das sind schließlich die beiden Spiele, die wir Berliner uns im Stadion anschauen wollen.
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Die Tipps sind der Versuch es neutral zu betrachten und dabei im Zweifel gegen den tabellarischen Außenseiter bzw. pro Heimmannschaft unter Berücksichtigung des unterstellten Potenzials des Kaders … oder so
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Lieber Alexander, am letzten Spieltag 3:0 in Hannover zu verlieren, geht gleich gar nicht!! Ist schließlich MEIN Auswärtsspiel….. also werden mindestens 36 Punkte auf der Haben-Seite stehen…
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@KUZ: 38!
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Sorry, mal kurz off topics:
Der Schweizer “Blick” betrauert die Entscheidung der CH-Spieler wie Bunjaku oder jetzt Nassim Ben-Khalifa für den Club. Dabei wurde der Club als “Schwanzverein” tituliert.
Schwanzverein…vermutlich eine Beleidigung. Habe diesen Begriff noch nie gehört – von Euch jemand? Ist jemand dem Helvetischen so zugeneigt, dass er mir eine Erklärung liefern kann? Oder hat sich da ein Kolumnist nur die Frustration über die eigenen (Potenz-)Probleme aus der Hose – äh: von der Seele geschrieben?
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Ich habe das Wort “Schwanzverein” noch nie gehört, aber ich vermute mal, dass damit ein Verein gemeint ist, der “am Schwanz” der Tabelle (d.h. in hinteren/unteren Tabellenregionen) herumkrebst.
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Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die virtuelle Tabelle Deiner getippten 15 Spiele auszurechnen:
FCB 13/2/0 41
S04 10/2/3 32
LEV 9/5/1 32
BVB 9/3/3 30
WOL 9/3/3 30
HSV 6/7/2 25
SVW 6/7/2 25
FRA 5/6/4 21
VfB 5/5/5 20
GLA 5/5/5 20
H96 4/4/7 16
HOF 3/4/8 13
FCN 2/6/7 12
FCK 2/6/7 12
STP 2/5/8 11
KÖL 2/4/9 10
SCF 1/4/10 7
M05 0/6/9 6
Deine zwei ungewöhnlichsten Ausreißer sind wohl Mainz und Wolfsburg, vor allem Wolfsburg. Ich denke, da setzt es deutlich mehr Niederlagen. Ich habe mir den Spaß auch gegönnt. Diese Tabelle spuckt die kicker-Tabelle bei mir aus und ich habe nicht vorsätzlich schlecht getippt…
1. BVB 74
2. FCB 69
3. LEV 60
4. HSV 59
5. S04 57
6. H96 56
7. SVW 48
8. M05 45
9. VfB 44
10.HOF 44
11.FRA 44
12.WOL 43
13.SCF 40
14.FCK 36
15.KÖL 35 (34:55)
16.FCN 35 (38:60)
17.STP 35 (38:61)
18.GLA 25
Allmächd- ich dachte vorher, das endet bestimmt mit Platz 13 oder so…
…ich glaube ich muss das noch mal tippen
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Sehr schöne Zahlenspielerei, aber man könnte genauso in eine Glaskugel schauen und orakeln. Es kommen ja auch noch Faktoren zum tragen wie das größere Vereine mit qualitativ breiten Kadern in Schieflage hinten raus immer Boden gut machen, weil sie mehr Optionen haben. Des weiteren eine mögliche Dynamik psychologisch betrachtet, wenn es mal nicht läuft. Was mir viel Sorge bereitet ist, dass es derzeit gar keine Mannschaft “hinten” gibt die zurecht schon als designierter Absteiger zu betrachten sind. Es sind durchgängig sehr starke Mannschaften im Abstiegskampf, was wir gegen den Tabellenletzten zuhause jüngst erfarhen haben. Ich halte es daher für eine brandgefährliche Saison bzw Rückrunde, die schwer einzuschätzen ist. Das unterschwellige gegen Leverkusen und Hamburg können wir ruhig verlieren ist eine völlig falsche Einschätzung. Wenn nicht das ein oder andere Spiel gegen solche Mannschaften gewinnen, werden wir am Ende zu Recht unter dem Strich bleiben.
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Nach der Gladbach Pleite zählt nur ein Dreier gegen Hamburg ein Unentschieden wäre eine kleine eine Niederlage eine riesen Katastrophe in Anbetracht welche Gegner wir so vor der Brust haben, es wird ja nicht leichter und wir wissen gegen die vermeintlich leichteren Gegner tut sich der FCN erstaunlicherweise am schwersten.
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Nichts mehr ist es ja und für mehr erhob ich auch keinen Anspruch.
Genau das meine ich auch. Und weil das so ist, sollte man sich das mal durchspielen, wenn man den Rest der Saison einschätzen will. Denn auch wenn die vermeintlich starken Kader nach oben drängen, können sie das ja nicht gegen Pappkameraden, sondern müssen sich gegenseitig schlagen und auch die ganz großen Fische im Teich. Die Punkte wachsen ja nicht auf den Bäumen. Und nur wenn man mal davon ausgeht, dass wir gar keine Punkte mehr holen, braucht man gar nicht lange überlegen …
Genau darum geht es eben nicht! Manchmal dünkt mir, dass es nur die beiden Extreme beim Clubfan gibt: Entweder über- oder unterschätzen. Tatsächlich ist dieser Hang entweder himmelhochjauchzend schon die Hand am Europapokal zu haben oder sich schon wieder in Liga 2 zu sehen unglaublich präsent. Zum Teil wechselte die Stimmung ja in 2-3 Spielen zum Ende des letzten Jahres.
Es ging mir insbesondere in dem Artikel nicht darum eine “wird schon alles gut”-Stimmung zu verbreiten. Wenn man, wie Manolo ja so treffend einwarf, aber mal die Fanszene beobachtet, ist der Club aktuell schon gefühlt Tabellenletzter und alles im Brunnen. Dieser Stimmung will ich einfach mal etwas Nüchternheit entgegensetzen – und die heisst: Schaut doch einfach mal auf die Tabelle, bevor ihr in Panik geratet. Dass es anders dann kommen kann, habe ich auch nicht weggelassen.
Wenn ich hier einen Artikel schreibe, will ich darin keine Einzelmeinungen diskutieren, ein Artikel richtet sich nicht gegen eine bestimmte Meinung, er beschäftigt sich in der Regel mit einer Gesamtstimmung oder mit Tendenzen. Und derzeit bestehen meiner Ansicht nach diese Tendenzen zur Panikmache. Stefan schrieb zu Recht im Herbst einen Artikel wider die drohende überbordende Euphorie (die dann ja prompt in tiefe Depression bis zum Hannover-Spiel umschlug).
Sicher gehört das wohl (habe ich mir auch sagen lassen), bisschen zur Clubfan-Seele. Aber wenn ich kann, dann versuche ich da dagegenzusteuern, mal mit Fakten, mal mit einem Orakel. Aber gegensteuern heißt nicht, deswegen gleich in die entgegengesetzte Richtung zu wollen – man versucht in einem gewissen Fahrwasser zu bleiben.
Hecking hat das auch schon zu Recht angeprangert, dass man in Nürnberg bei Fans und auch im medialen Umfeld viel zu viel Erwartungsdruck aufbaut und zugleich zum Pessimismus neigt – eine Stimmung, die sich auch auf die Mannschaft überträgt, auch das sagte Hecking. Er hielt kürzlich ein flammendes Plädoyer, dass man keine Sorge haben müsse, die Mannschaft wolle nicht oder nehme etwas zu leicht (wie die 1. Hz. gegen Freiburg), damit täte ihr man Unrecht. Der Wille, Konzentration und Leistungsbereitschaft seien da – zu unterstellen es fehle an der Einstellung, sei schlicht nicht in Ordnung.
Ich bin der Meinung, Fans und Umfeld täte generell eine etwas positivere Grundhaltung gut, aber ohne gleich beim ersten Erfolg wieder zu euphorisieren. Dazu können wir hier alle einen kleinen Beitrag leisten …
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Ja, heute zählt nur ein Dreier. Alles andere wäre zu wenig.
Diesen Anspruch formuliere ich vor diesem Heimspiel und nach dem Spiel werde ich die Leistung der Mannschaft gemäß dieses Anspruchs beurteilen.
Dass ich mich mit dieser Haltung nicht bei jedermann beliebt mache, ist ein Aspekt, den ich beiseite schiebe.
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Und wenn nicht? Soll Bader dann bei der DFL anrufen und den Spielbetrieb absagen? Sollen die Fans dann zu Hause bleiben? Verbrennen wir unsere Fahnen? Sollen alle Spieler dann suspendiert werden?
Was bringt ein solcher Anspruch denn eigentlich? Wozu führt er? Und: Was soll er ausrichten? Meint man, dass die Spieler (mal unterstellt sie bekommen diesen Anspruch der Fans mit) dann lieber gewönnen als ohne den Anspruch? Meint man, den Spielern fehle dieser Anspruch ohne unser zutun? Wäre das dann nicht ein Armutszeugnis an einen Profi? Und: Wäre das nicht auch traurig als Profi zu wissen, die Fans würden einem diese Einstellung nicht zutrauen oder gar sie einem absprechen?
Ansprüche formulieren ist so eine Sache. Ansprüche führen zu Erwartungen, Erwartungen zu Enttäuschungen. Und angedrohte Konsequenzen verpuffen irgendwann, wenn sie zu schnell formuliert sind.
Wenn man gegen den HSV aufläuft, darf man sicher sein, dass die Mannschaft den Willen hat, dieses Spiel zu gewinnen. In diesem Willen sollte man sie unterstützen und sie auffangen, wenn es trotz allem nicht reichte, damit sie mit dem 12ten Mann im Rücken beim nächsten Spiel wieder alles versuchen. Diesen Anspruch stelle ich an einen Verein und seine Fans. Auch wenn ich mit dieser Haltung offenbar vielen nicht anspruchsvoll genug bin.
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Ach ja: Es ist und bleibt mein Credo “Heimspiele gehören gewonnen!”, aber nicht mein Anspruch und vor allem nicht meine Erwartung – nicht als Clubfan, so viel Realismus entstand im Stahlbad meines Fanlebens der letzten Jahre.
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Oder anders formuliert: Heute sehen viele eine Niederlage schon kommen (starker Gegner, Belastung durch Pokal, Ausfälle) und jammern schon mal prophylaktisch …
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Das war keine Kritik, ich fand deine Zahlenbeispiele interessant und gut präsentiert
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Geschriebene Worte werden immer vom Leser interpretiert, oder die Nachricht entsteht beim Empfänger, eine alte Tatsache aus der Kommunikationstheorie. Natürlich muss die Devise lauten: Heimspiele gehören gewonnen! Eine andere Devise kann es gar nicht geben, bleibt nur die Frage, was passiert wenn am Ende die Devise nicht erfüllt werden konnte?
Natürlich kann man dann als Fan darüber nachdenken zu streiken, kein Stadionbesuch mehr, oder keine Zeile mehr im Blog, oder welch andere Methoden des Liebesentzugs man auch sonst noch finden kann. Aber ist das sinnvoll? Liebesentzug bedeutet ja immer auch, dass ich auch nicht zurückgeliebt werden kann. Wir sind doch nicht nur Fans FÜR die Mannschaft, wir sind doch auch Fan FÜR uns selbst. Fansein bedeutet doch immer auch ein Teil des eigenen Lebens, also schneiden wir uns ins eigene Fleisch, wenn wir unseren Verein boykottieren. Das mag in manchem masochistischem Moment eine Option sein, sinnvoll ist es nicht.
Heute lautet wie immer die Devise: Heimsieg! Ich muss aber gestehen, dass ich eher ein Unentschieden erwarte, wobei wir in diesem Jahr gegen die starken Gegner zuhause durchaus überzeugt haben und mit 5 Siegen zuhause hat die Mannschaft die Devise Heimsieg ja auch durchaus mit Leben erfüllt. Trotzdem die 4 harten Spiele der letzten 2 Wochen werden wahrscheinlich nicht ganz spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen sein und die Ausfälle werden uns heute auch schmerzen. Das wird eine ganz harte Kiste heute.
Aber auch wenn wir heute verlieren, auch dann geht es weiter, nächste Woche haben wir wieder ein Heimspiel, nächste Woche wird der eine oder andere Ausfall zurückkommen, wir haben eine Woche Zeit zu üben und den Kopf frei zu bekommen. Nächste Woche wird die Devise wieder Heimsieg sein, weil wir an den erein und die Mannschaft glauben, weil wir die Mannschaft mit dieser Devise nicht unter Druck setzen wollen, sondern weil wir ihr damit zeigen wollen wir glauben an Euch ihr könnt zuhause jeden Gegner zusammen mit uns Fans schlagen. Deshalb steht die Devise Heimsieg!
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Wenn wir schon bei Zahlenspielen sind, dann sollte auch dieses hier erwähnt werden: Beim Spiel Club – HSV treffen die beiden Mannschaften mit den größten Anlaufschwierigkeiten in der bisherigen Saison aufeinander.
a) Wenn nach den ersten 45 Minuten abgepfiffen worden wäre, wäre der Club auf dem 17. und der HSV auf dem 18. Platz.
b) Der Club hat in den ersten Halbzeiten bisher erst neun Tore geschossen, der HSV erst acht.
c) Der Club ist erst dreimal in dieser Saison zur Pause in Führung gelegen, der HSV tatsächlich erst ein einziges Mal (!!!).
d) Der HSV hat in der Anfangsviertelstunde die meisten Gegentore (sechs) aller Mannschaften hinnehmen müssen.
Erwähnenswert auch, dass der Club erst ein einziges Mal in dieser Saison zu Null gespielt hat (am 4. Spieltag in Leverkusen).
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@Töffi: Zusammengefasst kann man also davon ausgehen, dass der Club in der Anfangsviertelstunde 1:0 in Führung geht, vor allem wenn man die Anfangsviertelstunde auf Schalke noch mit einbezieht. Vielleicht macht der Eigler ja heute das 2:0?
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Cool. Danke!
Dann beziehe ich meine Antwort eben allgemeiner und nicht auf dein Statement – im Grunde war es auch allgemein gehalten.
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Typisch Club wäre also, nach 15 Minuten 0:2 hinten zu liegen und am Ende 2:2 zu spielen.
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@Alexander:
Ich gehöre nun mal zu jener Spezies von Menschen, die nicht gerne verlieren.
Es ist mir bewusst, dass das vielleicht eine schwache Antwort ist, aber so bin ich eben. Es ist mir völlig unverständlich, wenn sich jemand nach einer Niederlage seiner Mannschaft vor Euphorie nicht mehr einkriegen kann. Als ich in der Jugend im Verein gespielt habe und wir haben verloren, bin ich nie auf den Gedanken gekommen, zu sagen: Ich bin stolz auf mich. Und zwar auch dann nicht, wenn ich gar nicht schlecht gespielt habe. Eine Niederlage ist eine Niederlage ist eine Niederlage. Da gibt es hinterher nichts schönzureden, da hat man etwas falsch gemacht und das hat man sich einzugestehen und beim nächsten Spiel hat man die Fehler abzustellen.
Der Club hat das Spiel gegen Schalke verloren, weil er spielentscheidende Fehler gemacht hat. In der letzten Minute des Spiels nach aufopferungsvollem Kampf noch abgeschossen zu werden, war mal wieder Tor-heit hoch drei. Das ärgert mich, weil dieser Treffer eigentlich leicht hätte verhindert werden können.
Ich hoffe, die Mannschaft hat aus ihren Fehlern gelernt und macht es heute besser. Aber wenn man sich hier umhört, liegen bei einigen die wohlwollenden Begründungen für eine etwaige Niederlage ja bereits in der Schublade.
Ich jedenfalls werde, wenn das Spiel heute wieder den Bach runtergeht, wieder ein “schlechter Verlierer” sein.
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@ Alexander:
Irgendwie ist mein Name in meinem letzten Kommentar verunstaltet. Kann man das korrigieren?
Obwohl sich vielleicht mancher Leser sagt, dass dieser Name ganz gut zum Kommentar passt…
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Von wegen Okotie spielt…der ist nicht mal auf der Reservebank dabei^^
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ui, wasn da passiert?
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Ich hatte das in der Tat für ein Stilmittel gehalten.
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Ach ich war noch bei Henning Bürger… bin schon etwas länger Glubbfan!
Nein, sowas passiert, wenn zwei Weibsen gleichzeitig im Krankenzimmer runschreien!
)
Was ich sagen wollte, wenn die Jungs das etz immer so machen, dass sie nach einer unnötigen Niederlage immer einen ungeplanten Sieg dafür einlegen, halten wir auf jeden Fall die Klasse! Und das zählt!
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D.h. wir verlieren gegen Abstiegskandidaten Werder KungFu Bremen und gewinnen dann… genau gegen die Batzis mit 2:0
Toller, stimmiger Vorschlag!
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Genau, wenn wir wirklich die Batzis schlagen, dann gönne ich es den Bremern
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Meine Bedingung: Ich will Poschmann als Kommentator!
)
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LOL!!!
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