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Gewinnmitnahme

Wer an der Börse erfolgreich spekulieren will braucht mehrere Dinge: Die Berechtigung überhaupt dabei zu sein (Zulassung), ein gewisses Anlagekapital, das nötige Know-how (Qualifikation) und nicht zuletzt das Quäntchen Glück (aka 'den richtigen Riecher'). Für die, die in Fonds anlegen möchten, ist ebenso zu empfehlen, den Fondkurs ständig im Auge zu haben und versuchen so wenig Risiken wie möglich einzugehen. Und so ganz viel anders ist das Geschäft Bundesliga irgendwie dann auch nicht bzw. es drängen sich gewisse Parallelen gewissermaßen auf.

Um in der Bundesliga erfolgreich zu sein, muss man erstmal drin sein und bleiben (Aufstieg, Klassenerhalt), dann benötigt man ein gewisses Grundkapital (Geld, Infrastruktur, Kader, Bonität), Know how (sportlich wie wirtschaftlich) und nicht zuletzt das Quäntchen Glück – oder eben den richtigen Riecher.

Kursverlauf

Ob ein Aktiendepot im Laufe eines Anlagezeitraums erfolgreich ist, kann man im Wesentlichen nie ganz vorhersehen. Das macht den Reiz, das birgt aber auch die Risiken. Denn wo es Gewinner gibt, gibt es immer auch Verlierer, und das Schnäppchen des einen ist das schlechte Geschäft des anderen. Nicht anders in der Bundesliga. Wie an der Börse ist das Problem, dass man gewisse Entwicklungen zwar erahnen kann, aber nicht vorhersagen. Ob eine Aktie, wie ein Spieler, eine gewisse Entwicklung nimmt, kann man an Indikatoren zwar ablesen, aber ob beim Unternehmen drei Monate später ein Riesenskandal aufgedeckt wird (oder beim Spieler ein Knorpelschaden) ist eben allgemeines Lebensrisiko und nicht vorhersehbar. Wäre alles vorhersehbar, wüßten es also alle, dann lohnt auch das Geschäft schon nicht mehr. Es sichert höchstens bei hohen Umsätzen das Portfolio (inkl. des nie zu vermeidenden Restrisikos), macht aber keine fetten Gewinne und bindet zudem Kapital.

Anlagestrategien

Hat man genug Spielgeld, was stets an der Börse zu bevorzugen ist, ist es am Ende eine Frage der Spielernatur, ob man gern den Nervenkitzel braucht und dann auch mit dem Totalverlust leben kann. Spekuliert man aber die eisernen Reserven, geht es ans Eingemachte, an die Existenz – und spekuliert man mit Geliehenem Geld geht es auch noch um die Zukunft.

Der FCN hat in den vergangenen Dekaden so ziemlich jede denkbare Anlagestrategie verfolgt und dabei auch so ziemlich jedes denkbare Ergebnis erzielt. Sicher war nur eines: Man wusste nicht, was passiert. Mal wurde konservativ gewirtschaftet – und musste händeringend im Winter nachlegen, mal wurde im großen Stil investiert – und stieg kapital ab. Meistens griff man irgendwann dann doch tief in die Tasche und oft genug pumpte man sich dafür dann das Geld – am Ende blieb stets der nackte Existenzkampf.

Die aktuelle sportliche Leitung hat auch bereits diverse Strategien erprobt, nicht immer von Erfolg gekrönt, wie die Abstiegssaison leider unstreitig belegt. Gerade davor hatte man einmal die jüngste Zurückhaltung einmal abgelegt und etwas größer investiert – und scheiterte. Den folgenden Kraftakt zur Korrektur des “Betriebsunfalls” kann man dann durchaus als Risikoanlageform mit der Aussicht auf kurzfristige Konsolidierung verstehen – es hätte aber auch richtig schief gehen können, das ahnte man und atmete aber so richtig tief durch, als man gerade auch Dank Mintal noch den Sprung auf Platz 3 schaffte.

Seitdem, so scheint es, verfolgt man am Valznerweiher nun eine gemischte Anlagestrategie. Ein Teil des Portfolio sind langfristig bewährte Anlageformen (Hecking, Schäfer, Pinola, Simons, Wolf), ein Teil sind solide Fonds (NLZ), und nur noch ein Teil sind hochspekulative Aktien, die mit niedrigen Einsätzen erworben werden konnten (Chandler, Wollscheid, Sauter, …), aber große Performance möglich machen. Investitionen in große “DAX”-Aktien erspart man sich dagegen. Auch das war schon einmal anders, da wollte man allein schon aus Imagegründen große Namen, auch wenn die ihren Zenit längst überschritten hatten.

Da das alles aber für das Auskommen allein nicht reicht, musste man sich noch was dazuverdienen. Um im Bösenjargon zu bleiben könnte man sagen: Man beteiligte sich an Optionsgeschäften Dritter. Ohne jetzt ins Detail zu gehen (oder den Vergleich zu überstrapazieren) brauchte der FCN für die Existenssicherung noch mehr Kapital auf der Habenseite, was man sich aber nur leihen konnte. Ein Ekici bspw. war schlicht und ergreifend keine Entdeckung des FCN, sondern der Bayern, und seine positive Entwicklung die Verwirklichung einer Option, auf die man seitens der Münchner auch hoffte. Dass wir von der Entwicklung bisschen mit profitierten, ist eben der angenehme Teil des Deals gewesen – die Hand am Pott hatte man aber nie.

Gewinnmitnahme

Im Börsengeschäft gilt eine Weisheit: Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne. Es nutzt im Prinzip nix, wenn das Depot große Zahlen ausweist, solange man das Geld nicht in der Tasche hat. Bricht eine Aktie kurzfristig ein, kann man sich vom gestrigen Kursrekord schon nix mehr kaufen. Wenn man also nicht mit Spielgeld hantiert, sondern an der Börse Bundesliga um sein Auskommen kämpft, braucht man realisierte Gewinne.

Und genau das tat der FCN. Im Prinzip war es - auch wenn man das als Fußball-Freund und Fan nicht gern hört - ein ‘geplanter’ Glücksfall, dass man günstig Spieler wie Gündogan und Diekmeier verpflichten konnte. Dass beide dann auch noch ihren Marktwert so deutlich steigern konnten, konnte man sich nur erhoffen (andere solcher Talente gehen im Übrigen zuhauf einfach unter, ohne das einer Notiz davon nimmt). Beide zu verkaufen, nennt man schlicht “Gewinnmitnahme”.

Ausblick

Der FCN wird diese Strategie (auch ob des gelungenen Verlaufs zuletzt) augenscheinlich weiterfahren. Und es ist müßig darüber zu spekulieren, ob eine andere Strategie erfolgreicher sein könnte. Denn: Sie könnte es ganz sicher! Einfach weil es immer Anleger geben wird, die mit einer risikoreicheren Strategie (oder schlicht Glück oder eben “den richtigen Riecher”) hier und da fettere Gewinne haben. Es ist auch sicher, dass andere Anleger, die schon mehr Stammkapital haben, anders einsteigen können und so auch größere Gewinne realisieren. Aber was kümmert einen die anderen? Geht eine Mannschaft wie die Frankfurter Eintracht dann unter, ist das hier eine Randnotiz, für Frankfurt aber ein Desaster. Gerade die Eintracht wurde ja gelobt (auch von vielen Anhängern des FCN), endlich mal wieder die defensive Finanzpolitik gelockert zu haben und weil man (auch im Gehalt) jetzt wieder größere Brötchen backen wollte.

Die aktuelle Strategie des FCN, Talente zu fördern und aufzubauen, ist Erfolg versprechend, gerade auch weil man sich jetzt das nötige Know how (Möckel) und die Rahmenbedingungen (3 Sterne für das NLZ) erarbeitet bzw. aufgebaut hat. Aber diese Strategie wird dann auch weiter nötig machen, solide Gewinne mitzunehmen, wenn sie sich anbieten. Das wird auch zukünftig nicht jedem schmecken und es wird immer Beispiele geben, die den einen oder anderen Weg bestreiten und mehr Erfolg haben. Aber eben auch Negativbeispiele wie Wolfsburg oder die Eintracht. Am Ende ist man sich eben selbst der Nächste und im Grunde ist eine konservative Strategie auch eher des Frankens Natur.

Langfristig will man damit seinem Ziel näher kommen, nämlich unabhängiger zu werden von Dritten und dazu perspektivisch in die Lage zu kommen, eine Aktie nicht sofort beim ersten Boom zu verkaufen, sondern vielleicht bis zu einem großen Durchbruch zu halten, auch mit einem kalkulierten damit verbundenen Risiko. Erste Ansätze dafür sind ja bereits jetzt zu sehen (Wollscheid), neue hoffnungsvolle “Aktien” sind im Depot (Zeitz, Klement, Sauter, Wießmeier, Mendler, Plattenhardt, …) und auch etwas größerer Transaktionen können schon einmal gestemmt werden (Pekhart), bei gleichzeitiger Emanzipation von der Abhängigkeit von Leihspielern.

Garantien gibt es allerdings keine. Und wie an der Börse ist es auch immer am einfachsten, rückblickend es besser gewusst zu haben – oder eben mit dem Geld anderer Leute zu spekulieren. Ist man einmal selbst für das Wohl und Wehe verantwortlich, sieht das schon ganz anders aus. Und genau vor dem Hintergrund hat man bei der aktuellen Führung auch den Eindruck, dass man zwar nicht immer alles richtig macht, aber doch verantwortungsbewusst ist, ein Maß der Selbstkritik zeigt (Änderung der Strategie, Hinzuziehung von Know how) und mit dem Blick auf eine Risikominimierung bei guten Gewinnaussichten wirtschaftet. Und das ist eigentlich für den Anteilseigner (Fan und Vereinsmitglied) ein gutes Gefühl und lässt einen ruhiger schlafen. Und auch der Neid über kurzfristige Gewinne anderer hält sich in Grenzen, gerade weil man auch sieht, wie schnell es bei anderen auch wieder runter gehen kann und bei manchen (1860 München) dann gleich richtig um die Existenz geht.

Jetzt ist aber erst mal Börsenpause – der Handel läuft aber außerbörslich weiter.

     

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Kommentare (25)

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  1. FLINT Holloway sagt:

    Inhaltlich guter Artikel. Besonders die Sache mit den Talenten über das NLZ kann man nicht deutlich genug herrausstellen. Die sich durch den kompletten Artikel ziehende Börsen-Analogie macht das ganze aber leider etwas zäh.

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  2. Claus sagt:

    Ich finde gerade diesen Börsenvergleich sehr gut, weil genau so sieht es aus. Nur am Ende hinkt er, weil die Börse demnächst gerade richtig geöffnet ist, während des Spielbetriebes ist weitestgehend Handelspause. Bekanntlich werden diese Handelspausen ja verordnet, damit eine Mannschaft nicht mitten im Spielbetrieb auseinandergekauft werden kann. War das eigentlich immer schon so, oder seit wann gibt es diese festgesetzten Transferperioden?

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  3. hubsi sagt:

    Danke Oenning

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  4. Claus sagt:

    Tja, was soll man machen, angesichts der fußballlosen Zeit, die jetzt dann anbricht? Da schaut man also ganz entspannt Relegation (die letzten beiden Jahre war man nicht ganz so entspannt) und drückt Gladbach die Daumen. Ich denke sowieso, dass die 1. Relegation der Neuzeit eine ganz große Ausnahme war und sich i.d.R. der Erstligist durchsetzen wird.

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  5. Optimist sagt:

    Claus: Ich denke sowieso, dass die 1. Relegation der Neuzeit eine ganz große Ausnahme war und sich i.d.R. der Erstligist durchsetzen wird.

    Nein, sehe ich nicht ganz so. Die Hauptrolle wird wohl immer die psychische Verfassung der Teilnehemer spielen. Beim ersten Mal haben wir uns gerade noch reingekämpft, Cottbus dagegen ist noch runtergefallen, brach gerade auseinander, der Trainer hatte gekündigt – Vorteil Club, das Ergebnis als logisches Resultat der Rahmenbedingungen.

    Beim zweiten mal haben wir uns aus ziemlich aussichtsloser Situation noch herausgekämpft, da war das Erreichen der Relegation schon ein Erfolg. Augsburg hat dagegen den sicher zum Aufstieg berechtigenden 2. Platz verpasst. Vorteil Club – und so kam es auch.

    Diesmal sind beide in einer guten Verfassung, Bochum konnte – leider – die Angriffe der Westvorstadt abwehren, Gladbach war abgeschrieben und hat sich noch rausgekämpft. Trotzdem leichter Vorteil Gladbach, die ausserdem die besseren Einzelspieler haben und Erstligist sind, also höhere Anforderungen gewöhnt sind. Sollte also für Gladbach glatt gehen, zumal das Tor nach der offiziellen Nachspielzeit ein wenig Todesstoßcharakter hat.

    Trotzdem glaube ich, dass der entscheidende Faktor immer die Verfassung der Mannschaften ist, die sich aus der Tendenz der letzten Spiele ableiten lässt. Das wird sich – geschätzt – immer zu ca. 80 % in den Ergebnissen wiederspiegeln.

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  6. Also Klement sind auch gut aus – starkes Talent, was man so hört. Aber in unserer Diskussion sind wir dann doch soweit, dass noch einer für das Mittelfeld kommen müsste – das sieht wohl auch Hecking/Bader so. Komischerweise ist Vermouth so gar nicht mehr genannt – dachte wirklich, das wäre so eine Option beim Abgang von Illy.

    In Sachen Wolf glaub ich mehr und mehr, dass man einen Abgang “billigend in Kauf nimmt”. Nicht, dass man ihn los haben wollte, aber die Lösung Nilsson/Wollscheid wäre so kraft Faktischem geschaffen – und es wäre keine schlechte.

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  7. Wolferl sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Komischerweise ist Vermouth so gar nicht mehr genannt – dachte wirklich, das wäre so eine Option beim Abgang von Illy.

    Da habe ich eher so die Zuversicht, dass es läuft wie bei Simons. Den hatte keiner im Blick und schwupp war er plötzlich da. Bader und Co. werden sicher im Untergrund graben und dann erst mit Ergebnissen hervorkommen. Hoffentlich …

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  8. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United: In Sachen Wolf glaub ich mehr und mehr, dass man einen Abgang “billigend in Kauf nimmt”. Nicht, dass man ihn los haben wollte, aber die Lösung Nilsson/Wollscheid wäre so kraft Faktischem geschaffen – und es wäre keine schlechte.

    Ja, ich denke, das kommt nicht ganz ungelegen, zumal die Kapitänsrolle zu sehr die sportliche Qualität überdeckt, denn ich glaube, zuletzt saß Nilsson nur deshalb auf der Bank, weil eben Wolf der Käptn ist und Wollscheid sowieso gesetzt war. Vielleicht ist Wolf der bessere Zerstörer, aber Pelle dafür besser im Spielaufbau und gehört als echte Persönlichkeit mit Führungsqualitäten unbedingt ins Team.

    Und Zentral-Offensiv; da hab ich so gar keinen Plan, wer in Frage käme. Vielleicht einer wie Salihovic, der aber auch eher 8er als 10er ist. Fakt ist aber, hier haben wir starke Talente (aber eben “nur” Talente) und brauchen sicher noch einen erfahrenen Mann mit Stammspielerambitionen. Ich warte auf das berühmte Bader’sche Kaninchen…..

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  9. belschanov sagt:

    Mal sehen, was der AS Rom für Chandler bietet.

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  10. Optimist sagt:

    belschanov: Mal sehen, was der AS Rom für Chandler bietet.

    Wenn es nicht einige Millionen sind, sollte man gar nicht erst darüber nachdenken…

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  11. Claus sagt:

    Ja klar, unter 10 Mio. geht da nichts, und den Wollscheid verkaufen wir dann noch gleich für 20 Mio. nach Mailand.

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  12. Optimist sagt:

    @ Claus :mrgreen:
    Na wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen, aber Diekmeier sollte schon der Maßstab sein. Und da Chandler ja selbst nicht weg will, müsste man da noch gut was draufpacken, damit es anfängt, interessant zu werden. Ab 3 fängt man vielleicht das Nachdenken an, schätze ich….

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  13. Wolferl sagt:

    Optimist:
    @ Claus
    Na wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen, aber ….

    Wieso denn jetzt “Kirche”? Frank Rost spricht immer von der “Kirsche im Dorf”!

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  14. Claus sagt:

    Ich dachte, ich kann mir die Smileys sparen, ist doch granz grandioser Humbug.
    Aber mal ernsthaft: So wie sich Timothy in der Rückrunde präsentiert hat, würde ich persönlich bei 3 Mio. nicht mal ansatzweise anfangen, einen Gedanken an einen Transfer zu verschwenden. Der Club hat in dieser Saison ausreichend Kasse (Stichwort: Gewinnmitnahmen) gemacht, jetzt muss man an die nähere Zukunft denken. Wir wollen ja nicht jedes Jahr eine völlig neue Mannschaft sehen, oder? Außerdem wird man in 2 Jahren (wenn er nochmal verlängert) einen deutlich höheren Erlös erzielen als derzeit. Ich würde es bevorzugen, mit den derzeit jungen Spielern eine Mannschaft aufzubauen, die auch mal über ein paar Jahre im Kern zusammenbleibt. So wie es aussieht, könnte der Club in absehbarer Zeit gänzlich von der Notwendigkeit wegkommen, jedes Jahr ein Transferplus erzielen zu müssen, um den Spielbetrieb zu finanzieren. Das wäre dann der von Martin Bader in einem Interview mal erwähnte Quantensprung, der ja in näherer Zukunft kommen soll.
    Naja, man wird ja wohl ein bisschen träumen dürfen, aber so gänzlich unrealistisch ist dieses Ziel nicht, und ein Ziel muss es auf jedenFall bleiben.

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  15. Optimist sagt:

    Claus: So wie sich Timothy in der Rückrunde präsentiert hat, würde ich persönlich bei 3 Mio. nicht mal ansatzweise anfangen, einen Gedanken an einen Transfer zu verschwenden. Der Club hat in dieser Saison ausreichend Kasse (Stichwort: Gewinnmitnahmen) gemacht, jetzt muss man an die nähere Zukunft denken. Wir wollen ja nicht jedes Jahr eine völlig neue Mannschaft sehen, oder?

    Sehe ich auch so, aber wie man weiß, gibt es immer eine Grenze, bei der ein Angebot so unmoralisch wird, dass man nicht mehr nein sagen kann. Ich finde aber im Fall Chandler persönlich auch, dass das erst jenseits der 5 Mio liegt (realistisch ist aber wohl eher 3, daher meine vorige Einschätzung).

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  16. schönwetter-fan sagt:

    Und übrigens: So wie die “1″ sich gestern im Feldtrikot in des Gegners Strafraum bewegt hat, war das mal ein erster Anfang zum Thema Strafraumbeherrschung. Das funktioniert jedenfalls auf der gegenüberliegenden Spielfeldseite eigentlich ziemlich gut.

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  17. Woschdsubbn sagt:

    Ich würde sogar im rosa Rückchen für nur 1 Mio. zur Roma wechseln! :D

    Chandlers Flankenläufe finde ich noch besser als die damals von DD: Er scheint mir noch schneller zu sein. Desöfteren hat er mitsamt Ball mal eben zwei Gegenspieler einfach überlaufen um dann von der Grundlinie eine tolle Flanke in den 5er aus vollem Lauf reinzuspielen. Den geben wir so schnell nicht mehr her, vor allem wenn er seine Leistungen in der Defensive noch steigert. Da ist Judt besser, dafür hat der Juri aber halt im Spiel nach Vorne seine Defizite.

    Dabei fällt mir ein Haar in der Supper auf: Kopfballtore sind in der vergangenen Saison fast durchwegs nur nach Standards durch die IV und durch unseren belgischen Dauerbrenner gelungen. Ok, das erste Kopfballtor vom Schwabacher Christian ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. ;)
    Meinem Gefühl nach, haben wir die meisten Tore von der 16er Grenze aus als Flachschuss aus Kombinationsspiel heraus gemacht. Dann noch einige Standardtreffer nach Ekici-Standards endlich wieder nach Jahren unterirdischer Standards und wenige Kuriose Tore, die besonders in Erinnerung bleiben: Das gegen die Norditaliener, der Sonntagsschuss von Christian, das Billardtor gegen Pauli usw.
    Kennt jemand eine Statistik im Internet, wo man das mal nachschauen könnte?

    P.S.: Was war das wieder für ein glubbfeindlicher Kommentator gestern im Relegationsspiel? Der schwadronierte davon, dass die anderen Relegationsspiele so schlecht waren usw. Ich fand das gestrige Spiel gerade in HZ 2 sehr unterirdisch.

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  18. Claus sagt:

    @Woschdsubbn: Diese Bemerkung des Kommentators hat mir auch erst missfallen. Was er aber wirklich meinte war, dass die bisherigen Relegationsspiele nicht so ausgeglichen und deswegen für den (neutralen) Zuschauer nicht so spannend und interessant waren, und da gebe ich ihm recht. Dass sie insgesamt qualitativ nicht so hoch waren (auch da gebe ich ihm recht), lag ja nicht am Club. Der konnte ja auch nichts dafür, dass da keine richtigen Gegner auf dem Platz waren.

    Und prinzipiell ist mir das woschd, wie sie die Tore machen, die Hauptsache ist, sie machen sie.

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  19. Optimist sagt:

    Claus: Was er aber wirklich meinte war, dass die bisherigen Relegationsspiele nicht so ausgeglichen und deswegen für den (neutralen) Zuschauer nicht so spannend und interessant waren, und da gebe ich ihm recht. Dass sie insgesamt qualitativ nicht so hoch waren (auch da gebe ich ihm recht), lag ja nicht am Club. Der konnte ja auch nichts dafür, dass da keine richtigen Gegner auf dem Platz waren.

    So hab ich das auch verstanden: ZUm ersten Mal standen sich Gegner auf Augenhöhe gegenüber, das kann ich dann nicht als Glubbfeindlich werten, sondern sehe es eher als Kompliment ;-)

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  20. Woschdsubbn: Was war das wieder für ein glubbfeindlicher Kommentator gestern im Relegationsspiel? Der schwadronierte davon, dass die anderen Relegationsspiele so schlecht waren usw. Ich fand das gestrige Spiel gerade in HZ 2 sehr unterirdisch.

    Auch bei mir stellte sich spontan der erwartete Beißreflex ein …

    Von einem Kollegen heute angesprochen musste ich da auch gleich schwadronieren, dass meist ein Spiel voller Fehler für den Zuschauer attraktiver erlebt wird, als ein perfektes. Der Club hatte sowohl Augsburg wie Cottbus in 4 Relegationsspielen fast perfekt im Griff gehabt. Gestern sah man auf beiden Seiten gerade in der Defensive immer wieder grobe Fehler (Dante kommt frei zum Kopfball etc.) – ob das nun das vom Kommentator so gefeierte “höchste Niveau eines Relegationsspiels seit langem” ist, mag man vielleicht aus Sicht eines Quoten-bewerteten Medien-Artisten so stehen lassen.

    Und auch wenn wir selbst es immer wieder “klein reden”: Der FCN hat sowohl als 2. Ligist wie auch als Bundesligist die Relegation souverän für sich entschieden. Das verdient mal bisschen mehr Respekt als das Bemängeln von Spektakel am Bildschirm. Das ist eben Fußball, kein Zirkus.

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  21. Claus sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Und auch wenn wir selbst es immer wieder “klein reden”: Der FCN hat sowohl als 2. Ligist wie auch als Bundesligist die Relegation souverän für sich entschieden. Das verdient mal bisschen mehr Respekt als das Bemängeln von Spektakel am Bildschirm. Das ist eben Fußball, kein Zirkus.

    Das sehen wir so, aber für die große Masse der neutralen Zuschauer ist es eben doch Zirkus. Man darf sich da nicht zu viel vormachen. Der heutige Fußball mit dem ganzen Drumherum hat schon sehr viel von dem, was im alten Rom in den Circi praktiziert wurde (Brot und Spiele). Allerdings ist die Sterblichkeitsrate der Akteure geringer und die Bezahlung besser.

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  22. Bluemerson sagt:

    ….eine neue Alternative für den Sturm tut auf sich aufmerksam machen :-)

    http://www.fcn.de/news/...hnuert-den-dreierpack/

    Raphael Schäfer (!!!!!!!) ;-)

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  23. Juwe sagt:

    Für mich liegt der Unterschied zwischen Börse und Profifußball darin, dass man an der Börse wenigstens einigermaßen versucht einen seriösen Eindruck zu machen. Letzteres also der Profifußball ist für mich schon dermaßen krank, wie mit der Ware Mensch gezockt und gehandelt und getäuscht wird, dass ich mich mitunter schwer tue mit solchen Vorgängen noch zu identifizieren. Aber man soll sich ja den Spaß nicht verderben lassen. :-)
    Halbseidene Berater, die man näher schon an Mafia oder Zuhälterkreise rücken müsste, wenn man ihr tun anaylisiert oder wenn ein Mensch wie Diego 9 Mio im Jahr kassiert und man die Gegenleistung sieht, ist das für mich völlig krank. Beispiele gibts zuhauf, aber was solls wir wissen ja worauf aus ankommt Brot und Spiele eine recht alte Erkenntnis

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  24. Vronismus sagt:

    @Alex absolut richtig! Ich bewundere am Club den Kampfgeist. Keine Mannschaft fährt nach Nürnberg und denkt sich die hauen wir weg! Ich hoffe trotzdem das wir in der neuen Saison offensiv verstärkt werden. Grüße aus München!

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  25. Roland sagt:

    Und der nächste vielversprechende Junge hat beim Club unterschrieben. Fabian Scheffer, 18 Jahre, Linksverteidiger in der A-Jugend des FC S hat einen Amateurvertrag über zwei Jahre bekommen.

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