Die Mär vom Jungbrunnen

Für Michael Ballack ist seit heute auch offiziell kein Platz mehr im Kader der Nationalelf – das Aus für den 34-jährigen, der doch in Leverkusen gerade noch mal angreifen wollte. Beim Club heißt der Senior Timmy Simons und der hat gerade seinen zweiten Frühling und auch in der belgischen Nationalmannschaft sein erfolgreiches Comeback gefeiert. Aber ist Simons da nicht die berühmte Ausnahme von der Regel?

Nicht erst seit Michael Oenning träumt man auch in Nürnberg von der Fohlenelf, wie man die Gladbacher einst mal nannte, die damals in den frühen 70ern mit einem Durchschnittalter von noch heute beachtlichen 21 Jahren im Schnitt sich großen Aufgaben auch international stellte. Aber nach Jahren der Routine ist man nun so weit weg auch nicht mehr und Dortmund bringt es kaderumfassend auf keine 25 Jahre im Schnitt. Ist die Jugendlichkeit dem modernen schnellen Spiel geschuldet, das höchste Anforderungen an die Physis eines jungen belastbaren Körpers stellt? Oder ist es doch nur eine Mischung an Jugend-Fußball-Pop-Kultur und einer eher wirtschaftlich-orientierten Sichtweise, dass man mit Jugend maximalen Gewinn erreichen kann bei minimalen Einsätzen? Die Suche nach einer Antwort ist wohl ähnlich vergeblich wie die Frage nach Henne und Ei. Doch ist die Jagd nach der immerwährenden Jugend überhaupt eine Sache der Nachhaltigkeit? Oder doch nur ein temporäres Phänomen, das sich zwangsläufig überholt, wie das auch die Gladbacher Fohlen einst als Schicksal ereilte?

Viele Fans sehen mit Wohlwollen, dass junge Spieler wie Cohen, Wollscheid, Chandler, Plattenhardt, Wießmeier, Mak und Mendler und wie sie alle heißen beim Club ins Rampenlicht treten konnten. Und die Abgänge von ähnlichen “Fohlen”, namens Gündogan, Ekici oder Schieber, wird beklagt. Langfristige Bindungen der Talente sind gefordert, eine Fortsetzung der Jugendintegration gewünscht. Weitere Talente sollen mit Einsatzchancen geködert, die erfolgreiche Ernte gebunden werden. Aber ist das nicht ein Widerspruch in sich?
Nehmen wir an, ein Gündogan, Ekici und Schieber - um möglichst nah am Geschehen zu bleiben - hätten gehalten werden können. Welche Aussichten hätte dann ein Zeitz und Klement oder auch ein Didavi, dessen Leihe statt Kauf mit Argwohn quittiert wurde, sehen sollen, um in Nürnberg eine Perspektive zu haben, wenn die vorgenannten Spieler in jungen Jahren und mit Anspruch auf regelmäßige Einsatzzeiten die Plätze belegen?

Wieso sollte ein junger Spieler, der einen anderen jungen Spieler vor sich hat, und vielleicht sogar mehrere bereits im Verein sind, sich Chancen ausrechnen? Ist das Jugendkonzept nicht gerade zwingend damit verbunden, dass nach oben immer wieder Spieler wegfallen, abgegeben werden, damit von unten die neue Garde nachrückt? – Sollte Nürnberg tatsächlich perspektivisch in der Lage sein, bspw. einen Cohen und Chandler, Wollscheid und Klose, zu binden, so wird man sie kaum beständig in Frage stellen wollen, sondern ihnen Vertrauen aussprechen. Haben sie dann die erhoffte Klasse, wären die vier Positionen der Abwehr (nebst Pinola) auf Jahre belegt, dazu im defensiven Mittelfeld eine weitere defensive Planstelle. Wo wäre dann die Perspektive, weswegen heute Spieler auch von guten Vereinen zu locken sind, wenn die Latte schon zu hoch und die Aussichten zu vage sind?

Das Phänomen der Ausbildungsmannschaft kann im Prinzip nur ein temporäres sein, sieht man es als Zwischenstation auf dem Weg zur mannschaftlichen Kontinuität. Anders nur, wenn man es zum dauerhaften Konzept erklärt, was aber - für die Fans - beständig bittere Abgänge von jungen Spielern mit Perspektive fast zwingend einschließt. In Nürnberg scheint man sich dieser Konsequenz, nicht beides haben zu können, in den Fanlagern nicht immer ganz bewusst. Wer Spielern Perspektiven geben will, muss Perspektiven ständig eröffnen, sonst bleiben den Spielern ja maximal die Einsatzchancen als Backup und als Wechselspieler.

In Nürnberg, so hat man das Gefühl, sucht man aber kein Jugendkonzept, sondern wieder eine Mannschaft wie Remember 85. Eine junge Truppe mit Identifikation, die aber nicht ewig jung bleiben muss, sondern mit der man alt werden kann. Der FCN ist noch lange nicht soweit, sich als Ausbildungsverein zu verstehen und darin sein Heil zu suchen, der Club und sein Umfeld sieht das alles eher als Mittel zum Zweck, aus der Not geboren, um wieder dahin zu kommen, wo man eigentlich hin möchte: Zum unbeugsamen Verein aus Franken, der nicht aufhört, dem Eindringling (vor allem aus München) Widerstand zu leisten. Gegenüber geheimen Erfolgsformeln ewiger Jugend hegt er dagegen große Skepsis und hofft, dass das kleine aktuelle Wunder von der Noris genug abwirft, um bald schon in ruhigere Gewässer zu fahren.

Ein Jugendkonzept kann, will man es langfristig anlegen, die Erwartungen dieser Saison nicht bestätigen können. Gerade im Erfolg wird man mit zunehmender Erwartungshaltung an die Absicherung des Status Quo nicht beständig auf Wundertüten setzen wollen, man würde auch Abgänge durch erwiesene Qualität adäquat zu ersetzen versuchen. René van Eck legte daher die Zielvorgabe heute in einem Boulevardblatt im Interview wohl richtig: “ich weiß, dass unser aktueller Erfolg keine Eintagsfliege bleiben darf. Einer pro Jahr sollte den Sprung nach oben auf jeden Fall immer schaffen.“

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Kommentare (58)

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  1. Optimist sagt:

    Mit 2 Worten hast Du den Ballacks Michi würdevoller verabschiedet als unser Bundes-Jogi. Netter Aufhänger!

    Ich denke, uns bleibt nur ein möglichst geschickter Mittelweg. Klar muss man Talente wie Gündogan, Ekici und Schieber immer wieder ziehen lassen, um auch Platz für Nachrücker zu schaffen und damit das Konzept am Leben erhalten. Aber dennoch wünsche ich mir, dass wir auf den Positionen, wo wir das Gefühl haben eine Ideallösung gefunden zu haben (Wollscheid!) eine langfristige Planung. Es gibt außen herum aber genug Positionen, die noch nicht optimal besetzt sind, da bieten sich immer genug Möglichkeiten für Verbesserungen und “frische” Talente. Entscheidend ist, einen Trainer zu haben, der das Konzept umsetzt und Talenten immer wieder eine Chance gibt. Nur so kann man die großen Vereine im Nachwuchsbereich bei der Werbung um die hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler ausstechen.

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  2. Woschdsubbn sagt:

    Danke für einen erneut wunderbaren Artikel!

    Ich glaube aber auch, dass neben der Nachwuchsförderung einfach simpel eine gute Portion Glück oder Zufall dazu gehört. Da hat dann immer mal ein Land oder auch ein Verein einfach Dusel, dass fast gleichzeitig in einer Generation einige überragende Fußballer sind, die oftmals schon seit der Jugend zusammen gespielt haben.

    Zum Beispiel Portugals “Goldene Generation” mit u.a. Vigo, Baia, Nuno Gomes, den Costas usw., die ein Produkt einer Reform im portugiesischen Fußball der 80er Jahre waren und dann prompt folgten einige große Titel für die U-Mannschaften, fast für die A-Mannschaft und in deren Fahrwasser dann Namen wie Mourinho oder Deco gelangten und natürlich auch der Champions League Überraschungssieg des FC Porto 2004.

    Oder die “Goldene Generation” der bulgarischen Nationalelf, die 1994 überraschend bis ins WM-Halbfinale kam, angeführt von Stoitschkov, Kostadinov, Sirakov und Michailov.

    Das kann man noch fortsetzen mit Deutschland damals um Matthäus oder Rumänien um Hagi, immer wieder gibt es “Goldene Generationen”, die mehr oder weniger große Erfolge feiern und in deren Nachfolge wenig bis gar nichts passiert. Aus unseren U-Mannschaftstitelträgern haben es ja auch gerade schon einige in die A-Nationalelf geschafft.

    Wieder zurück zum Glubb: Chandler war von Frankfurt und Wollscheid war von Saarbrücken bereits aussortiert und bei uns blühten sie derart auf, dass sie es innerhalb einer Halbsaison bis in die höchste Qualitätsspitze des deutschen Fußballs geschafft haben. Ein glücklicher Zufall, weil es beim Glubb halt einfach gepasst hat, der aber sicherlich viele positive Unterstützung durch Seiten der Jugendförderung, des Vereins, von DH, von MB, der Fans usw. bekommen hat.

    Mal sehen, ob wir diese glücklichen Zufälle auch weiterhin schaffen! Wir werden sicher einiges an Geduld benötigen. Ich denke, wenn wir wirklich mindesten einen jungen Spieler pro Jahr in die erste Elf befördern können, ist schon viel gewonnen.

    Auf gehts Nämberch! :D

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  3. Armin sagt:

    Alexander

    Ich denke in Deinem Text gibt es einen Denkfehler. Kaum ein Jungspieler aus der A-Jugend oder der U23 erwartet bei seinem ersten Vertrag Stammspieler zu werden. Deshalb wäre es kein Problem gewesen, wenn Ekici, Schieber und/oder Gündogan diese Saison geblieben wären. Was talentierte Jungspieler erwarten ist dass man sie ernst nimmt, dass sie eine Chance zu spielen bekommen und dass, wenn sie diese Chance nutzen und sich als besser als der “Stammspieler” auf der Position zeigen, dass sie dann eine Chance haben den “Stammspieler” zu verdrängen.

    Siehe aktuell beim Deutschen Meister Dortmund. Ein Schmelzer ist nicht nach Dortmund gekommen Dede sofort zu verdrängen, aber dass nach guten Leistungen eben Schmelzer drin geblieben ist und nicht automatisch Dede wieder zurückgekommen ist, das macht heute Dortmund für junge Spieler attraktiv.

    D.h. es ist kein Problem, wenn wir einmal unsere erste Elf halten können, trotzdem können wir weiterhin attraktiv für junge Talente bleiben, diese werden immer erst mal als Back-Up kommen. Wichtig ist, dass am Ende keine Erbhöfe vorhanden sind, sondern dass schlicht der Beste spielt. Klar kann dann wieder die leidige Respekt-Diskussion aufkommen. Stellen wir uns nur mal vor es käme ein junger Linksverteidiger und der zeigt sich im Training richtig großartig, dann ist Pinola mal 4 Wochen verletzt und der Spieler geht von 0 auf 100, spielt grandios auf der linken Seite auf. Tja was machen? Sollte man dann einen verdienten Spieler, der auch große Verbundenheit mit dem Verein gezeigt hat auf die Ersatzbank setzen, oder vielleicht sogar auf die Tribüne? Ich denke analog zur Geschichte beim BVB ja.

    Und mit so einer Kultur des Leistungsgedanken, aber auch der offenen Kommunikation allen Spielern gegenüber, dass immer der Beste spielen wird, im Sinne des Erfolgs der ganzen Mannschaft, in diesem Sinne wird man für gute Talente interessant bleiben, selbst wenn tatsächlich mal die erste Mannschaft geschlossen beieinander bleibt.

    Es geht also nicht darum, dass man mit einer Mannschaft älter wird als Verein, nein es geht darum, dass man als Ersatz versucht immer junge Kräfte zu holen, aufstrebende Talente, Spieler die noch hungrig sind und so im Kader den Konkurrenzkampf hoch hält. So kann sich die Mannschaft Jahr für Jahr entwickeln und besser werden.

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  4. Woschdsubbn sagt:

    Hm, manches hier geäußerte Menschenbild passt so gar nicht in meine Lebenswirklichkeit als direkter Nachbar des besten Torschützen des bekannten Fastaufsteiger-Vereins aus der Westvorstadt. :D

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  5. Armin: Siehe aktuell beim Deutschen Meister Dortmund. Ein Schmelzer ist nicht nach Dortmund gekommen Dede sofort zu verdrängen, aber dass nach guten Leistungen eben Schmelzer drin geblieben ist und nicht automatisch Dede wieder zurückgekommen ist, das macht heute Dortmund für junge Spieler attraktiv.

    Einen Denkfehler lasse ich mir gerne nachsagen, ist das ja auch heilsam, aber so einfach gebe ich nicht auf. Gerade beim Beispiel BVB nicht. Wäre bspw. Sahin nicht gegangen, wäre Gündogan auf einer verlorenen Mission gen Dortmund. Sicher ist Illy kein Sahin-Ersatz, aber doch ist die freiwerdende Planstelle ein Argument gewesen. Wäre der BVB ohne Substanzverlust in die neue Saison gegangen, wären Persic und Gündogan sicher kaum zu motivieren gewesen, ihre guten Stammplätze zu opfern.

    Gerade Dortmund ist doch ein gutes Beispiel für meine These! Wer will denn als ambitionierter Innenverteidiger nach Dortmund, wenn Subotic und Hummels auf Jahre hinaus die Messlatte auf “unendlich” legen? Sicher kann sich mal einer verletzen, aber ob das die Option ist?

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  6. juwe sagt:

    Also Ballacks Ballerina Diva Gehabe nervt und schadet letztlich nur ihm selbst. Sicher ist sein Abschied aus der DFB Elf besonders durch das Foul letztlich ein wenig tragisch, aber man muss seine Gegenspieler auch erstmal so auf die Palme bringen damit sie so extrem reagieren, Boateng oder auch mal der eigene Mitspieler wie Podolski. Patsch, patsch…

    Ballack sollte sich lieber selbst den Gefallen tun mit dem Brasilien Länderspiel würdig zu verabschieden statt jetzt die große Abrechnung mit dem DFB zu starten.

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  7. belschanov sagt:

    Warum schmeißt Löw einen Spieler raus, der über ein knappes Jahrzehnt der Kopf der Nationalmannschaft war? Weil er zu alt ist? Das kann es nicht sein. Fritz Walter war Mitte dreißig, als er 1954 die deutsche Mannschaft zum Weltmeistertitel führte, Matthäus und andere haben bewiesen, dass man auch in fortgeschrittenem Fußballeralter noch Spitzenleistungen bringen kann.

    Löw hätte zu Ballack sagen sollen: Wenn du in der kommenden Saison wieder die Form zeigst, die du vor deinen Verletzungen hattest, fährst du mit zur EM. Eine Stammplatzgarantie kann ich dir natürlich nicht geben. Entscheidend für die Vergabe der Plätze in der Startelf werden Leistungskriterien und taktische Erwägungen sein.

    Wer die Spiele gegen Österreich und Aserbeitschan gesehen hat, konnte feststellen, dass die deutsche Mannschaft phasenweise kopflos war. Es fehlte die ordnende Hand im Aufbauspiel, es fehlte die Ruhe ausstrahlende, den Weg vorgebende Perönlichkeit. Ein Michael Ballack hätte der Mannschaft gut zu Gesicht gestanden.

    Dass Ballack das lauwarme Angebot eines Abschiedsspiels gegen Brasilien ausschlägt, ist nachvollziehbar, ja konsequent.

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  8. Juwe sagt:

    Ballack wird in der Nationalmannschaft einfach nicht mehr gebraucht. Es ist ja nicht nur das Alter, sondern dieses Schicksal, wie bei vielen anderen Spielern, die nach solch schweren Verletzungen nie mehr wirklich zurückgekommen sind, zumal in dem Alter.
    Wir haben solche Fälle beim FCN ja auch gehabt in jüngerer Vergangenheit.

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  9. belschanov sagt:

    Juwe:

    Ballack wird in der Nationalmannschaft einfach nicht mehr gebraucht. Es ist ja nicht nur das Alter, sondern dieses Schicksal, wie bei vielen anderen Spielern, die nach solch schweren Verletzungen nie mehr wirklich zurückgekommen sind, zumal in dem Alter.

    Die Tatsache, dass er bis jetzt nach seinen Verletzungen nicht mehr die Form zeigte, die er einmal hatte, heißt ja nicht zugleich, dass er sie nächste Saison nicht wieder erreicht. In der Schlussphase der Rückrunde war aufsteigende Tendenz auf alle Fälle erkennbar.

    Ich wünsche Ballack, dass er in der nächsten Saison wieder zu alter Stärke zurückfindet. Sollte er das tun und der unangenehme, aber mögliche Fall eintreten, dass Özil oder Schweinsteiger oder Khedira oder Rolfes oder Kroos oder mehrere der genannten für die EM ausfallen, könnte man Ballack sehr wohl noch brauchen. Ich behaupte sogar, dass man ihn – in alter Form – auch dann gut brauchen könnte, wenn keiner der genannten Spieler ausfällt.

    Die Option Ballack auszuschlagen ist ein Fehler. Ich hoffe, dass Löw nicht in die Situation kommt, sich für diesen Fehler erklären zu müssen.

    Habe gerade auf Video-Text gelesen, dass man Ballack nicht nur das Brasilien-Spiel als lauwarme Abschiedsgala angeboten hat, sondern ihm auch einen Platz im Kader für das Uruguay-Spiel im nächsten März Aussicht gestellt hat, damit er auf hundert Berufungen im DFB-Trikot kommt. Diese lächerlichen Kapriolen haben wirklich die Bezeichnung “Farce” verdient.

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  10. Juwe sagt:

    Finde das keine Farce sondern eine durchaus besondere ‘Behandlung’ mit viel gutem Willen, nachdem man ihn völlig klar, sportlich aussortiert hat, was in Auswahlmannschaften nunmal noch schneller geht als in Vereinsmannschaften wegen dem Überangebot.
    Ballak hätte sich in der lange Phase seiner Verletzung schon selbst einen Gefallen getan nicht von außerhalb des Platzes Druck auszuüben und Politik zu machen, das Ego mit seiner Kapitänsbinde über das Interesse der Mannschaft zu stellen. So ging es ja letztlich nicht nur um das sportliche sondern auch darum, dass Löw sich nicht gerne eine neues gefühltes Riesenproblem zurückholen möchte.
    Mir hat Ballacks Selbstverständnis im übrigen noch nie gefallen, das muss ich auch einräumen.

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  11. belschanov sagt:

    Juwe:

    Finde das keine Farce sondern eine durchaus besondere ‘Behandlung’ mitviel gutem Willen, nachdem man ihn völlig klar, sportlich aussortiert hat, was in Auswahlmannschaften nunmal noch schneller geht als in Vereinsmannschaften wegen dem Überangebot.
    Ballak hätte sich in der lange Phase seiner Verletzung schon selbst einen Gefallen getan nicht von außerhalb des Platzes Druck auszuüben und Politik zu machen, das Ego mit seiner Kapitänsbinde über das Interesse der Mannschaft zu stellen. So ging es ja letztlichnicht nur um das sportliche sondern auch darum, dass Löw sich nicht gerne eine neues gefühltes Riesenproblem zurückholen möchte.
    Mir hat Ballacks Selbstverständnis im übrigen noch nie gefallen, das muss ich auch einräumen.

    @Juwe

    Ballack ist doch erst seit vorgestern “klar aussortiert”. Sollte, wie du offenbar zu wissen scheinst, Ballacks Aussortierung schon früher erfolgt sein, frage ich mich, warum die Aussortierenden dies nicht gleich nach dem Zeitpunkt der Aussortierung der fußballinteresslerten Öffentlichkeit mitgeteilt haben.

    Inwieweit hat Ballack “außerhalb des Platzes Druck ausgeübt”? Eine Untermauerung dieser Behauptung durch konkrete Fakten wäre wünschenswert. Gleiches gilt für die Behauptung, Ballack hätte “das Ego mit seiner Kapitänsbinde über das Interesse der Mannschaft gestellt”. Ich habe nicht mitgekriegt, dass Ballack gefordert hat, weiterhin Kapitän der Nationalmannschaft zu sein. Was ich während der WM mitgekriegt habe, war, dass Lahm Daueransprüche auf die Kapitänsbinde angemeldet hat – eine äußerst fragwürdige Sache, wenn man bedenkt, dass Lahm nur deshalb Kapitän wurde, weil Ballack aufgrund einer Verletzung nicht bei der WM dabei sein konnte.

    Sollte, wie du in deinem Text mutmaßt, Ballack aus irgendwelchen nicht-sportlichen Gründen ein Problem oder sogar ein “Riesenproblem” für Löw darstellen (bzw. schon länger dargestellt haben), hätte Löw frühzeitig klare Konsequenzen in dieser Personalie ziehen sollen, statt monatelang auf ein Gespräch mit Ballack zu verweisen, nach dem die Entscheidung, die offenbar insgeheim schon seit längerem feststand, dann öffentlich mitgeteilt wird. Ein solches scheinheiliges Rumgedruckse ist eines Bundestrainers unwürdig.

    Dass “Ballacks Selbstverständnis” dir “im übrigen noch nie gefallen hat”, ist bei der Bewertung der Art und Weise von Ballacks Aussortierung belanglos.

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  12. Juwe sagt:

    Vermutlich wird auch Löws Image Schrammen davon tragen. Vielleicht hat Löw auch diese Saison noch abgewartet, wie Ballacks sportliche Entwicklung verläuft nach der Verletzung, aber mutmaßlich ist Ballack für die Führungsriege der Nationalmannschaft schon viel länger ein großes atmosphärisches Problem (WM 2006, Vorfall mit Bierhoff usw.) nur hat man das aufgrund seines damaligen sportlichen Wertes lange zähneknirschend wegesteckt. Nachdem sein sportlicher Wert einfach nicht mehr derart überzeugend ist, gab es keinen Grund die jung gewachsene Hierarchie der Nationalmannschaft erneut aufs Spiel zu setzen.
    Ganz pragmatisch gefragt, kannst du dir etwa einen Ballack auf der Bank bei der Nationalmannschaft vorstellen ohne zu Murren, der sein Ego der mannschaftlichen Geschlossenheit unterordnet und den Mund hält? ..ich nicht. Bin froh, dass das Thema Ballack zumindest offiziell gegessen ist. Finde sein erneutes Verhalten bei aller Enttäuschung dem eines Profis auch nicht würdig, sein egozentrisches Verhalten Verhalten setzt sich nahtlos fort. Dieses öffentliche schmutzige Wäsche waschen ist unsäglich. Gewinnen wird dabei niemand etwas… beschädigt werden aber viele.

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  13. Optimist sagt:

    Ich neige eher zu belschanovs Position. Gerade gegen Aserbaidschan, nach dem Ausfall fast aller Stamm-6er haette Jogi – und gerade er, der an einem Klose festhaelt, obwohl er nicht einmal Stammspieler in seinem Verein ist – auf Ballack zurueckkommen muessen. Dass er es nicht tat, laesst sich sportlich nicht begruenden, bei der internationalen Erfahrung, die ein Ballack vorzuweisen hat. Daher muss man dieses lange aufschieben schon als rumgeeiere werten, denn ich sehe den Grund auch eher im Nicht-sportlichen, einer atmosphaerischen Stoerung zwischen Trainer und Spieler. Hier dann Klarheit zu schaffen, haette man nicht so lange warten muessen. Ich verstehe, dass Ballach das als Farce empfindet, aber ich habe auch immer ein Problem damit, wenn man sich selbst so wichtig nimmt, dass man seinen Stolz vor sich her traegt und nicht merkt, dass man eher sich selbst schadet. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass man offen und Ehrlich mit Ballack umgegangen ist.

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  14. Claus sagt:

    In dieser “Affäre” haben sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert, und ein gewisser, eher kleiner, Rechtsverteidiger hätte letztes Jahr auch besser nicht so große Töne gespuckt.
    Ich bleibe dabei: Man hätte schon letztes Jahr nach der WM einen Schlussstrich ziehen sollen, der Vorwurf des Rumgeeieres an den Bundesjogi ist somit gerechtfertigt. Aber muss man deswegen zu dem Thema mehrere Bildschirmseiten füllen? Oder ist das nur dem Sommerloch geschuldet?

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  15. juwe sagt:

    Lach…also ich glaube mal nicht, dass man ausgerechnet das Aserbaidschan Spiel als Maßstab nehmen sollte, das man, nur ganz nebenbei erwähnt, gewonnen hat. Da würden mir adhoc ein paar andere ganz Spiele gegen namhafte Gegner unter echtem Druck einfallen zb. bei der WM, in dem das deutsche Spiel wesentlich homogener und variabler war ohne Ballack, wo andere junge Spieler mehr Verantwortung übernahmen, statt nur neben dem großen Meister Ballack herzutraben.

    Optimist:
    Ich neige eher zu belschanovs Position. Gerade gegen Aserbaidschan, nach dem Ausfall fast aller Stamm-6er haette Jogi – und gerade er, der an einem Klose festhaelt, obwohl er nicht einmal Stammspieler in seinem Verein ist – auf Ballack zurueckkommen muessen. Dass er es nicht tat, laesst sich sportlich nicht begruenden, bei der internationalen Erfahrung, die ein Ballack vorzuweisen hat. Daher muss man dieses lange aufschieben schon als rumgeeiere werten, denn ich sehe den Grund auch eher im Nicht-sportlichen, einer atmosphaerischen Stoerung zwischen Trainer und Spieler. Hier dann Klarheit zu schaffen, haette man nicht so lange warten muessen. Ich verstehe, dass Ballach das als Farce empfindet, aber ich habe auch immer ein Problem damit, wenn man sich selbst so wichtig nimmt, dass man seinen Stolz vor sich her traegt und nicht merkt, dass man eher sich selbst schadet. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass man offen und Ehrlich mit Ballack umgegangen ist.

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  16. Wolferl sagt:

    Bei Ballack waren sein Anspruch und seine Leistung nicht mehr auf gleicher Ebene, hinzu kommt die Verletzungsanfälligkeit. Löw hätte sich mit ihm ein Problemfall in die Mannschaft geholt, weil er (Ballack) den Respekt der Mitspieler – den diese ihm einst gezollt hatten – einfach nicht mehr erhält. Ich finde, dass Löw lang genug auf Ballack gewartet hat und die Tür eben nicht geschlossen hat.

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  17. Optimist sagt:

    Ich habe kein Problem mit dem Aussortieren an sich, das finde ich sogar richtig, aber der Zeitpunkt war einfach falsch. Warum so lange warten, wenn man bei passender Gelegenheit dann doch auf andere, ja gar neue baut.

    Nach der WM konnte man noch warten, aber nach der zweiten Verletzung sollte man sagen: so, das war es jetzt, das dauert zu lang und das neue Team hat sich gefunden und den Ausfall verkraftet. Warum dieses Hinhalten? Warten, worauf? Das finde ich unwuerdig und da verstehe ich die Enttaeuschung. Nicht jedoch den Rummel, der darum gemacht wird, auch Ballack ueberzieht da.

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  18. Optimist sagt:

    @ Juwe: Es geht gar nicht darum, ob wir ihn brauchen, sondern dass Jogi jedes Argument der Welt gehabt haette, ihn zu bringen – und es doch nicht tat. Das haette er dann auch schon ein halbes Jahr vorher wissen, bedenken und bekanntgeben sollen, anstatt einen verdienten Spieler zu demuetigen (nicht mal dann braucht er ihn). Ob man den Typ Ballack noch will oder nicht ist dabei irrelevant, denn auch darueber sollte man sich laengst klar sein.

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  19. Genau das ist es ja: Ob Ballack gebraucht wird oder nicht, ist am Ende natürlich Jogis Entscheidung. Aber wie man damit umgeht in der Öffentlichkeit, dass ist doch genau das gleiche Thema wie neulich mit Wolf oder Mintal oder einst Galasek diskutiert. Was intern besprochen wurde ist doch vollkommen für die Katz wenn es darum geht was außen bei rumkommt, und da verstehe ich eben Ballack doch sehr gut, der das ganze als Farce und Scheinheiligkeit tituliert. Es war doch schon bei Frings dasselbe: Jeder wusste doch, dass Löw längst seine Entscheidung gefällt hat, aber – warum auch immer – er nicht (im kahnschen Duktus formuliert) die “Eier” hatte es einfach mal offen zu sagen, bleibt ein Rätsel. Da wird ewig lang rumlamentiert und was von Leistungsprinzip schwadroniert, während ganz offensichtlich Spieler, die in der Liga fernab jedes Leistungsbeweises rumrumpeln (z.T. sogar 2. Liga) wie Poldi und Klose gesetzt waren, während andere aus dem Raster fallen.

    Der Erfolg glättet da bei Jogi ne Menge an Wogen und Zweck heiligt manche Mittel, aber gut fand ich das alles auch mal wieder nicht, auch wenn ich sportlich (bis auf WM Südkorea 2002) nie ein großer Ballack-Fan war.

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  20. juwe sagt:

    Ich bin von Löw auch nicht restlos überzeugt, aber bei der Ballerina Ballack hätte er es richtig, und zwar richtig in Ballacks Sinne , doch gar nicht machen können. Dieses sogenannte Rumge Ei ere spricht doch eher dafür, dass er Ballacks sportliche Entwicklung diese Saison noch abgewartet hat, was durchaus für ein faires Vorgehen spricht, nur die Performance hat eben weder Löw noch viele andere ebensowenig überzeugt. Noch weiter abwarten wie Belschanov vorgeschlagen hat, also noch eine Saison, wäre wieder als Rumeiern ausgelegt worden. Irgendwann muss man eine Entscheidung nun mal bekannt geben. Gefallen ist eine Entscheidung dann, wenn sie offiziell verkündet wird, was nun passiert ist. Weil lamentieren, wann nun eine Entscheidung im stillen Kämmerlein gefallen ist kann man immerdas ist müßig. Für mich hat der DFB alles richtig gemacht in der Personalie, die nun auch erledigt ist.

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  21. @juwe

    den offenen Brief von Ballack halte ich auch in Anbetracht der letzten Jahre und Frings für durchaus authentisch:
    http://www.kicker.de/ne...iersbach-aussagen.html

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  22. juwe sagt:

    …halte ich die gegenteilige Version ebenso. Es ist doch nichts neues, meistens wird nicht gehört was gesagt wird bzw umgekehrt, jeder ist doch befangen im eigenen Ego und wie man die Dinge sehen will, so wird es ähnlich wie bei einer Scheidung immer zwei Versionen geben.
    Für wichtiger halt ich es daher, dass es dem Bundestrainer überlassen bleibt mit wem er plant und mit wem nicht und seine Entscheidungen auch werthalting sind sprich von den Betroffenen! respektiert werden müssen.
    Dass sich speziell bei dem Amt des Bundestrainers die Medien darauf stürzen ist auch klar. Aber es kann doch nicht sein, dass jeder Spieler der sportlich nicht mehr berücksichtigt wird egal zu welchem Zeitpunkt eine ethisches Hohegericht ausruft ob er genügend fein behandelt wird. Irgendwie stellt das die Handlungsfähigkeit des Bundestrainers in Frage und somit auch seine Position, ansonsten können wir ja weitere 10 Jahre mit Frings und Ballack auflaufen… das kanns ja nicht sein.
    Ich finde auch nichts verwerfliches daran ein Freundschaftsspiel gegen eine große Mannschaft wie Brasilien zu einem Abschiedsspiel umzufunktionieren um einen verdienstvollen Spieler zu verabschieden.

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  23. @juwe .. nein, nicht für jeden, das kann man nicht erwarten. Aber Ballack und Frings hätten es verdient gehabt mit mehr Anstand verabschiedet zu werden. Was wäre denn so schwer daran gewesen, das, was nun verkündet wurde, auch getan zu haben? Aber eben das hat man wohl einfach nicht hinbekommen. Und – btw. – Löw hätte auch gern mal Spieler vom Club einladen dürfen. Ein Schieber, Wollscheid wie Gündogan hätten es auch verdient gehabt, wenn schon ein Schürrle (auch nur Zeitarbeiter in Mainz) da auflaufen darf.

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  24. Optimist sagt:

    Wenn man liest, dass Ballack seinen Ruecktritt selbst bekanntgeben wollte und das auch so vereinbart war, klingt die Geschichte noch negativer fuer Loew und man versteht Ballack um so mehr. Denn fuer ein grosses Ego spielt es eine gewaltige Rolle, ob man zuruecktritt oder Aussortiert wird. Vorausgesetzt, es stimmt, ansonsten war es ein cleverer Schachzug im Spiel um die oeffentliche Meinung….

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  25. juwe sagt:

    aber ja…
    aus Club Sicht betrachtet kann ich die Verstimmtheit verstehen, aber die drei genannten Spieler sind doch jung und haben alles noch vor sich, wenn sie ihre Leistungen bestätigen und mal eine ganze Saison auf hohem Niveau spielen. Schieber und Gündogan, wenn ich mich recht erinnere, haben verletzungsbedingt gerade mal je eine gute Halbsaison gespielt und Wollscheid kam gerade mal zur Rückrunde überhaupt in das Team.

    Und bei Löw ist doch bekannt, dass er kein Pardon kennt, wenn Spieler nicht intern sondern öffentlich über Medien Politik machen, wie oft hat Frings in den Medien losgeledert und nachgetreten, als er nicht nominiert wurde. Selbst schuld meines Erachtens. Er wurde bekanntlich auch in Bremen aussortiert mittlerweile, also ist es auch sportlich nachvollziehbar.

    Man weiss zwar nicht wirklich wie es war, aber wann eine Entscheidung bzgl. Nationalmannschaft verkündet wird ist letztlich doch die Angelegenheit des Trainers und nicht des Spielers. Also im Zweifel gibt es da nichts zu rechtfertigen aus Löws Sicht.
    Das dies alles natürlich ein perfektes Sommerloch Thema ist, versteht sich. Die Medien müssen ja weiter Geld verdienen in einer Schlagzeilen armen Fußballzeit, so kann man das Thema ausreichend platt walzen.

    Alexander | Clubfans United:
    Ein Schieber, Wollscheid wie Gündogan hätten es auch verdient gehabt, wenn schon ein Schürrle (auch nur Zeitarbeiter in Mainz) da auflaufen darf.

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  26. juwe sagt:

    und zu einer bisherigen nicht Berücksichtigung von Wollscheid, in dem Moment, wo er das Nationalmannschaftstrikot überstreift mag ich aus Erfahrung auch wetten, dass seine Tage beim FCN gezählt sind. Wirtschaftlich hin oder her, aber sportlich hätte es für den FCN keinen Nutzen, weil er dann sehr schnell weg wäre und Geld kann man nicht in die Innenverteidigung stellen.

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  27. Optimist sagt:

    @juwe: dann ist es gut, dass wir Klose geholt haben, der bei der U21-EM gerade voll einschlägt. Man kann MB nur gratulieren, dass er den Transfer vorher abgewickelt hat, denn jetzt wäre er sicher nicht nur doppelt so teuer, sondern auch vielleicht wo anders, bei potenteren Vereinen.

    Übrigens hat gestern unser Pekhart nach Einwechslung den Siegtreffer für die Tschechen erzielt und England damit nach Hause geschickt. Somit kommt es am Mittwoch im Halbfinale zum direkten Duell zwischen Pekhart und Klose. Das ist mal richtig spannend, auch aus unserer Sicht!

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  28. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United: Und – btw. – Löw hätte auch gern mal Spieler vom Club einladen dürfen. Ein Schieber, Wollscheid wie Gündogan hätten es auch verdient gehabt, wenn schon ein Schürrle (auch nur Zeitarbeiter in Mainz) da auflaufen darf.

    Da will ich jetzt Löw nichts unterstellen, denn sowohl Schieber als auch Gündogan standen ja kurz davor und wurden ggf. nur durch ihre Verletzungen abgehalten. Wollscheid dagegen sollte, sofern er seine Leistungen in der nächsten Saison bestätigt, zwingend eine Einladung bekommen. Jetzt wäre es noch etwas früh gewesen. Aber die künftige N11-IV sollten – ginge es nach derzeitiger Leistung – Hummels und Wollscheid bilden.

    Die Verletzung Schiebers hat übrigens unserem bei den eigenen Fans gern geschmähten Eigler sogar einen Platz in der Kicker Rangliste (Blickfeld) eingebracht. Respekt!

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  29. juwe sagt:

    Es gab schon viele Spieler mit Vorschusslorbeeren, daher abwarten…bevor man die großen Loblieder anstimmt.

    das muss er auch hier beim Club erst einmal bestätigen. Bei Wollscheid weiss man bereits, was man an ihm hat, daher hoffe ich mal nicht auf den Weg Nationalmannschaft und dann recht bald weg. Er soll sich ruhig noch weiter entwickeln.
    Dennoch der Klose Transfer war schon strategisch wichtig im Hinblick auf den Wolf Abgang.

    Optimist:
    @juwe: dann ist es gut, dass wir Klose geholt haben, der bei der U21-EM gerade voll einschlägt. Man kann MB nur gratulieren, dass er den Transfer vorher abgewickelt hat, denn jetzt wäre er sicher nicht nur doppelt so teuer, sondern auch vielleicht wo anders, bei potenteren Vereinen.

    Übrigens hat gestern unser Pekhart nach Einwechslung den Siegtreffer für die Tschechen erzielt und England damit nach Hause geschickt. Somit kommt es am Mittwoch im Halbfinale zum direkten Duell zwischen Pekhart und Klose. Das ist mal richtig spannend, auch aus unserer Sicht!

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  30. Claus sagt:

    Sollte Klose nächste Saison beim Club richtig einschlagen, wäre Maroh wieder der Dumme und spätestens in der Winterpause weg.

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  31. Woschdsubbn sagt:

    Na, mal etwas positiver und optimistischer denken. Nachdem Timm Klose so eine tolle U21-EM spielt, vergiessen manche Schweizer schon Tränen darum, dass man ihn für “nur” 500k€ nach Nürnberg gehen liess (vgl. Pressespiegel).
    Und Pekharts Zug zum Tor, hat er ja nicht nur in der international wohl eher nicht so hoch einzuschätzenden Gambrinus-Liga bewiessen sondern auch in der U21-EM-Qualifikation mit 8 Toren und jetzt hat er auch schon wieder ein Tor gemacht und bringt es damit auf insgesamt 15 Toren in der tschechischen U21-N11. Das ist nicht zu verachten, wenn man bedenkt gegen welche internationalen Talente das gelang.
    Und nicht vergessen: Auch die Konkurrenz kocht nur mit Wasser, auch deren Verstärkungen müssen erstmal ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen. Schaut Euch doch mal die Zugängen vom FC Augsburg an: Die Fuggerstädter verstärken sich fast durchweg nur mit 2. Ligaspielern und dem 3.Ligatorschützenkönig. Klautern hat erst zwei Zugänge und ob Lakic mit dem zwar guten, aber auch noch recht unerfahrenen U21-Stürmer Sukuta-Pasu von St. Pauli ersetzt werden kann halt ich für fraglich.

    Also: Die Kirche im Dorf lassen, den neuen Jungs eine Chance geben und ich denke, auch wenn uns vielleicht wieder nicht das gleiche Kunststück wie in der Saison 2010/11 gelingt, so ist unser Kader auf dem Papier nicht viel schlechter wie vorher. Mal sehen, ob unser Hutzauberer nicht noch jemanden fürs OM verpflichten kann.

    P.S.: Nach dem Fällen Frings und Ballack warten wir gespannt auf den Fall Klose. Ob auch hier wieder die Kommunikation des Bundesjogis in die Hosen geht, werden wir bald verfolgen können.

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  32. Juwe sagt:

    Im Fall Klose wird nichts in die Hose gehen, weil er nicht so einen egozentrischen Charakter hat wie Ballack oder Frings. Das einzige was in die Hose gehen wird ist Ballacks Verhalten, der sich damit zur neuen Saison selbst einem unglaublichen Druck aussetzt.

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  33. Juwe:
    Im Fall Klose wird nichts in die Hose gehen, weil er nicht so einen egozentrischen Charakter hat wie Ballack oder Frings. Das einzige was in die Hose gehen wird ist Ballacks Verhalten, der sich damit zur neuen Saison selbst einem unglaublichen Druck aussetzt.

    Jetzt nur mal angenommen, man wäre in Ballacks Lage. Man ist ein unglaublich ehrgeiziger Sportler und der einzige Deutsche in den letzten Jahren, der es bisher wirklich mal zu einer internationalen Anerkennung gebracht hat (da muss ein Özil erst noch hin). Das einzige, was dir zum Glück fehlt, ist ein internationaler Titel. Dann haste endlich mal paar Jungs um dich, mit denen du das auch erreichen kannst, dann verletzte dich kurz vor dem wichtigen Turnier. Aus. Du denkst dir: Pack ich es noch mal? Dann sprichste mit deinem Trainer für das wohl letzte Ziel, das du erreichen könntest: EM. Dann wechselste vielleicht mit dem Wissen und Ziel noch mal in die BuLi um dich dort auch zu zeigen. Dann wirst du zurückgeworfen – nächste Verletzung. Dann redeste mit dem Trainer, der macht dir Mut für dein Ziel. Dann überwindeste sogar Vorbehalte im eigenen Verein, spielst wieder, kommst wieder zu alter Stärke langsam ran. Dann redeste mit dem Trainer, der macht dir Mut. Dann irgendwann merkste, dass es vielleicht echt nicht mehr reichen wird, dass es das wohl war, wegen deinem Körper, deiner Form, der Konkurrenz. Da denkste dir: Ok, der Traum ist aus, jetzt hab ich nur noch meine Würde und gehe von selbst. Dann kriegste ne Pressemitteilung zu lesen, indem man dich a) fallen lässt wie ne Kartoffel (was irgendwie jeder schon eh dachte, aber du eben nicht, auch wegen der Aussagen des Trainers unter vier Augen), b) dich dabei hinstellt wie einen Schulbub und c) dich danach tadelt wie einen dummen Jungen und dabei die Wahrheit verdreht.

    Nur mal angenommen, so wäre es gewesen – den möchte ich sehen, der das unkommentiert und lächelnd hinnimmt und dann noch brav sich als Show-Teil eines Freundschaftsspiels ins Off befördern lässt.

    Klüger wäre es sicher, wenn man dann einfach lächelt und winkt, aber wenn ich hier nur ab und an mal Kommentar-Diskussionen durchlese, weswegen mancher sich schon “genötigt” sieht sich rechtfertigend zu äußern, kann ich mir kaum vorstellen, dass das Gros der Menschheit dieser klugen Taktik würde folgen können. Außer vielleicht der Dalai Lama.

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  34. JohnnyVegas sagt:

    Alexander | Clubfans United:

    Klüger wäre es sicher, wenn man dann einfach lächelt und winkt, aber wenn ich hier nur ab und an mal Kommentar-Diskussionen durchlese, weswegen mancher sich schon “genötigt” sieht sich rechtfertigend zu äußern, kann ich mir kaum vorstellen, dass das Gros der Menschheit dieser klugen Taktik würde folgen können. Außer vielleicht der Dalai Lama.

    jawoll!
    auch wenn ich da wohl einer der letzen bin, aber ich glaube Ballack und nicht unserem Nivea-Jogi!
    Löw, der Typ ist mir zu glatt; als Trainer hat er bisher halt den Dusel, dass er sich vor Talenten kaum retten kann. da hätte Tante Käthe auch auf dicke Hose machen können.

    Nein, nein … ich glaube die Kameraden beim DFB spielen dem Capitano ganz übel mit.
    Sie haben zwar recht, der Star ist die Mannschaft und sie glauben wohl nicht so recht, dass Ballack das so sehen könnte, so er denn wieder eingesetzt würde.
    Ich persönlich glaube, das Ballack jede Menge Kreide gefressen hätte, um bei der EM dabei sein zu können. Und sind wir doch mal ehrlich Rolfes und Kroos haben als Backup auf der Position von Schweini und Khedira nie überzeugt. Sollten Schwiensteiger und Khedira nicht mehr dahin kommen, wo sie bei der WM waren, was dann?
    Ballack – wenn fit – wäre für mich immer der erste Backup. Wie er in der Mannschaft angenommen wird, kann man von auße nicht sagen, vielleicht hat er keinen Rückhalt mehr in der Truppe…

    wie auch immer, ich halte das Spiel, dass der DFB mit Ballack treibt für eine bodenlose Frechheit. Ganz ehrlich!

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  35. Armin sagt:

    Menschen die mehr Respekt für sich fordern, sind oft welche die gegenüber anderen eher wenig Respekt zeigen. Und gerade Ballack hat sich doch häufig, gerade auch in der Nationalmannschaft, eher “über” der Mannschaft gefühlt und gezeigt als dass er Teil der Mannschaft gewesen wäre. Lange war diese Stellung über dem Team ja auch gerechtfertigt, er war sicher in den letzten 10 Jahren der einzige deutsche Fußballer der immer mal wieder Weltklasseniveau gezeigt hat.

    Betrachtet man aber heute die sportliche Perspektive der Nationalmannschaft, besteht für Löw keine Notwendigkeit mehr unbedingt auf Ballack zu hoffen. Was die interne Hierarchie der Mannschaft betrifft ist Ballack eher eine Gefahr. Mit seinem Auftreten erreicht Ballack es heute nicht mehr, dass die jungen Teammitglieder für ihn die heute notwendigen Schritte MEHR laufen, heute wird für dem geholfen, der selbst auch hilft, sprich den gleichen hohen Aufwand treibt. Ich sehe die Zeit des “Capitanos” beendet, heute wird der “primus inter pares” gesucht. Das kann Ballack aber eher nicht sein.

    Und @ Alexander, Dein Szenario ist aber doch auch nur Spekulation, vielleicht hat Löw auch einfach nur die Schnauze voll gehabt, hat Ballack schon häufiger gesagt, dass er nicht mehr mit ihm plant und ihm die Möglichkeit gegeben, selbst seinen Rücktritt zu erklären. Als das zu Beginn der neuen Saison (bei den meisten Vereinen beginnt diese Woche die Vorbereitung) immer noch nicht passiert ist, hat er eben die Initiative ergriffen und hat es selbst veröffentlicht, weil er das Thema einfach loswerden wollte. Zuletzt ging es bei der N11 doch fast nach jedem Spiel mehr darum ob Ballack noch einmal zurückkommt, statt darum wie das Spiel war.

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  36. Armin sagt:

    Also wenn jetzt nach jeder Trennung, der Spieler mehr Respekt für sich fordert und einen offenen Brief via Rechtsanwalt und/oder Boulevardpresse veröffentlicht, bekommen wir lustige Zeiten.

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  37. Armin: Und @ Alexander, Dein Szenario ist aber doch auch nur Spekulation, vielleicht hat Löw auch einfach nur die Schnauze voll gehabt, hat Ballack schon häufiger gesagt, dass er nicht mehr mit ihm plant und ihm die Möglichkeit gegeben, selbst seinen Rücktritt zu erklären. Als das zu Beginn der neuen Saison (bei den meisten Vereinen beginnt diese Woche die Vorbereitung) immer noch nicht passiert ist, hat er eben die Initiative ergriffen und hat es selbst veröffentlicht, weil er das Thema einfach loswerden wollte. Zuletzt ging es bei der N11 doch fast nach jedem Spiel mehr darum ob Ballack noch einmal zurückkommt, statt darum wie das Spiel war.

    Spekulation nur insoweit, dass ich der Variante, die sich im Wesentlichen auf Ballacks heutige Pressemitteilung stützt, mehr Glauben schenke als der des DFB. Warum? Erstens, weil Bierhoff öffentlich Ballack weiter als Option bezeichnete, die er offensichtlich längst nicht mehr war. Und zweitens weil es eben nicht das erste mal ist in der Ära Löw. Frings hatten wir schon genannt, aber wer erinnert sich noch an Kuranyis Aussortierung? Oder Kiesling, der würde sicher auch gern mal wissen, warum er dann mal nicht mehr angerufen wird. Etc. etc.

    Die meisten halten halt die Klappe, weil sie entweder weiter hoffen (Marin, Huth, Hitzelsperger, Tasci, Trochowski, Hinkel, Metzelder, Jansen, Fritz und wie sie alle heißen) oder eben abwinken und sagen: Was soll’s. (Dalai Lama)

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  38. Armin:
    Also wenn jetzt nach jeder Trennung, der Spieler mehr Respekt für sich fordert und einen offenen Brief via Rechtsanwalt und/oder Boulevardpresse veröffentlicht, bekommen wir lustige Zeiten.

    Denke so viele Spieler seines Kalibers gibt es nicht. Mintal war auch nicht gleich zu behandeln wie Broich oder Vittek.

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  39. Manu sagt:

    bei dfb zählt ja angeblich das leistungsprinzip. deswegen ist auch ein badstuber öfters noiminiert. er war ja besser als z.B. wollscheid. auch ein schieber und seine überragende hiunrunde haben bei dfb gezählt…naja , jetzt da er wieder beim vfb ist, wird die spätzle connection schieber bei ähnlichen lesitungen nominieren. er hätte es sich verdient…

    achja, irgendwie scheint jogi und die nati-clique schlecht beraten und auch von führung bzw. mitarbeitermanagment haben sie keinen plan.

    auch frings beschwerte sich über mangelnden respekt… gut, seine leistung war auch absteigend…

    alleine das theater um die verlängerung von bierhoff löw und konsorten, da ist der falchse füfziger wieder eingebrochen…

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  40. Woschdsubbn sagt:

    Juwe:
    Im Fall Klose wird nichts in die Hose gehen, weil er nicht so einen egozentrischen Charakter hat wie Ballack oder Frings. Das einzige was in die Hose gehen wird ist Ballacks Verhalten, der sich damit zur neuen Saison selbst einem unglaublichen Druck aussetzt.

    @Juwe: Kennst Du denn Ballack, Frings oder auch Klose persönlich? Oder ist die unterstellte Egozentrik von Frings und Ballack nur Dein persönlicher Eindruck der Presseverlautbarungen?

    Für die vorliegende Verlautbarungsschlacht liegt meines Erachtens der schwarze Peter klar bei Jogi Löw. Seit 2006 fehlte einfach eine klare Kommunikation mindestens gegenüber der Öffentlichkeit über die Zukunft und Rolle des aktuell letzten großen Fußballers Deutschlands. Weshalb sich hier der DFB einmischt, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Wie unprofessionell sich Löw in der öffentlichen Kommunikation bewegt, zeigte ja auch bereits der damalige Eiertanz wegen seiner Vertragsverlängerung, die er sehr lange bereits VOR der WM2010 begann ich glaube irgendwann im Februar begann.

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  41. Armin sagt:

    Also mal Stop, was hatte die geplatzte Vertragsverlängerung mit der Aussortierung von Spielern zu tun? Und eine Eiertanz kann ich da auch nicht feststellen, Löw wollte bestimmte Umstände (Bierhoff und Trainerteam sollten auch verlängern, insbesondere gegen Bierhoff hatte Sammer oponiert) erhalten und mehr Geld, was auch nachvollziehbar war, schließlich war sein Gehalt weit unter dem von Klinsmann mit mehr sportlichem Erfolg als bei seinem Vorgänger. Dass der DFB sich da ein wenig verkalkuliert hat, weil er darauf spekulierte, dass Löw unbedingt weitermachen will und sich die Klauseln diktieren lassen könnte, ist doch nicht der Fehler von Löw.

    Und die Kommunikation war von Seiten Löw/Bierhoff auch immer klar, nur Zwanziger dachte er könnte das irgendwie mauscheln.

    Und noch einmal zum Thema Berufung in die N11. Gibt es irgendeine Klausel, dass man nach einem Einsatz ein ewiges Recht hätte wieder berufen zu werden? Nein, entscheiden tut der Trainer, auch unabhängig von den KICKER-Noten, allein danach wer am besten ins Team passt. Es gab schon immer gute Spieler, die halt nicht zum Team passten und deshalb nicht berufen wurden, oder es gab auch immer schon gewisse Seilschaften, z.B. ein Beckenbauer wollte nicht ohne seinen Schwarzenbeck etc. Das mag nicht immer fair, geschweige denn nachvollziehbar für den nicht eingeladenen Spieler sein, aber am Ende entscheidet der Trainer, wen er braucht und wen nicht. Ein Recht auf die N11 gibt es selbst bei Weltklasseleistungen nicht, genauso wenig wie eine Pflicht zur N11. Wenn ein Schuster keine Lust dazu hatte, dann hatte er die eben nicht.

    Am Ende muss der Nationaltrainer dann auch seinen Kopf hinhalten, wenn der sportliche Erfolg nicht da ist.

    Und zum Thema Gündogan, Schieber, Wollscheid. Ist das echt euer Ernst, dass diese unbedingt eingeladen werden MÜSSTEN? Schieber hat eine gute Hinrunde gespielt, danach war er lang verletzt, Gündogan hat auch eine gute Hinrunde gespielt, war dann auch lang verletzt und Wollscheid ist gar erst nach der Hinrunde in die Stammelf gekommen, hat also gerade mal eine halbe Saison in der BuLi hinter sich und das bei einem Verein, der nicht gerade mit Nationalspielern gespickt ist. Gündogan und Schieber waren wegen ihrer Verletzungen, während der stärksten Phase des Clubs zu Beginn der Rückrunde nicht bei uns im Kader. Auch das nicht unbedingt ein Grund sie zu nominieren.

    Dazu kommt, dass es sicher ein anderes Kaliber ist, wenn sich ein Spieler bei den Bayern durchsetzt und Stammspieler wird (Badstuber) oder ob das bei uns passiert (Wollscheid). Also mal langsam mit den jungen Pferden, keiner von den 3 hier genannten wäre wirklich schon reif für die Nationalelf gewesen, gleichwohl traue ich allen drei zu, dass sie es schaffen können.

    Übrigens Schürles Leistungen bei Mainz sind schon etwas anders zu werten, als die von Schieber, immerhin hat Schürrle 15 Tore geschossen, Schieber “nur” 7, also weniger als die Hälfte. Gut Schieber hatte bei den Assists die Nase 9 zu 5 vorn. Wenn man nun nur die letzten 6 Spiele anschaut, hatte Schürrle eine Note von 2,5 im KICKER, Schieber bei 4 gewerteten Einsätzen eine von 4,63! Am letzten Spieltag wurde er in der 17. Minute ausgewechselt!

    Bitte hört mit den Verschwörungstheorien auf.

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  42. Optimist sagt:

    Armin: Bitte hört mit den Verschwörungstheorien auf.

    Sag ich doch!, s.o.

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  43. Armin sagt:

    Alexander | Clubfans United: Denke so viele Spieler seines Kalibers gibt es nicht. Mintal war auch nicht gleich zu behandeln wie Broich od

    Na ja Wolf hatte den Drang in die Öffentlichkeit ja auch.

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  44. Claus sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Die meisten halten halt die Klappe, weil sie entweder weiter hoffen (Marin, Huth, Hitzelsperger, Tasci, Trochowski, Hinkel, Metzelder, Jansen, Fritz und wie sie alle heißen) oder eben abwinken und sagen: Was soll’s. (Dalai Lama)

    Auf welcher Position spielte Dalai Lama nochmal?

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  45. Armin: Also mal Stop, was hatte die geplatzte Vertragsverlängerung mit der Aussortierung von Spielern zu tun?

    Das müssen andere erläutern, den Kontext hab ich nicht gebracht. :-)

    Armin: Und noch einmal zum Thema Berufung in die N11. Gibt es irgendeine Klausel, dass man nach einem Einsatz ein ewiges Recht hätte wieder berufen zu werden? Nein, entscheiden tut der Trainer, auch unabhängig von den KICKER-Noten, allein danach wer am besten ins Team passt.

    100% agree. Aber …
    Es ist nun mal auch bisschen eine Vorbildrolle, die da in Sachen guter Umgang eingenommen wird. Wenn (was leider schon in der F-Jugend manchmal Sitte ist) ein Trainer im Amateursport schon einfach nicht mehr nominiert und er dann darauf setzt, dass die Signale schon ausreichen werden, ist das das eine, aber ein in den Medien stehender National-Trainer muss nun mal mit gutem Beispiel vorangehen und nicht einfach Spieler im Regen stehen lassen. Die Art von Löw, sich einfach nicht mehr zu melden, liest man ja öfter von Spielern. Ich denke da nicht nur an Kuranyji oder Frings, auch Kiesling monierte das mal ganz vorsichtig (glaub ich, ohne Beleg gerade).

    Ich kritisiere (mein Lieblingsthema) die (fehlende) gute Form der Kommunikation. Was in aller Welt ist denn so schwer daran bei den Spielern anzurufen und zu sagen: Du, du warst jetzt zweimal dabei, aber jetzt plane ich erstmal nicht mehr mit dir? Das erfordert nämlich auch Mut, das einem ins Gesicht zu sagen. Aber solche Konfrontation scheint nicht sein Ding zu sein und manche kritisieren Löw ja auch, dass er alle queren Typen, die auch mal Kritik üben, auszusortiert oder gar nicht erst beruft.

    Armin: Und zum Thema Gündogan, Schieber, Wollscheid. Ist das echt euer Ernst, dass diese unbedingt eingeladen werden MÜSSTEN? Schieber hat eine gute Hinrunde gespielt, danach war er lang verletzt, Gündogan hat auch eine gute Hinrunde gespielt, war dann auch lang verletzt und Wollscheid ist gar erst nach der Hinrunde in die Stammelf gekommen, hat also gerade mal eine halbe Saison in der BuLi hinter sich und das bei einem Verein, der nicht gerade mit Nationalspielern gespickt ist. Gündogan und Schieber waren wegen ihrer Verletzungen, während der stärksten Phase des Clubs zu Beginn der Rückrunde nicht bei uns im Kader. Auch das nicht unbedingt ein Grund sie zu nominieren.

    Dazu kommt, dass es sicher ein anderes Kaliber ist, wenn sich ein Spieler bei den Bayern durchsetzt und Stammspieler wird (Badstuber) oder ob das bei uns passiert (Wollscheid). Also mal langsam mit den jungen Pferden, keiner von den 3 hier genannten wäre wirklich schon reif für die Nationalelf gewesen, gleichwohl traue ich allen drei zu, dass sie es schaffen können.

    Also ich für meinen Teil sehe unsere drei nicht reif für die Nati, aber einen Schürrle eben auch nicht, wie erst Recht auch keinen Rudy. Und darum geht es mir in dem Fall: Mirwegen macht man das eben nach Gutdünken, aber wenn man das mit Pathos als goldene Regel und heere Werte unterschieben will, dann nenne ich das bigott (oder eben “Scheinheiligkeit” wie Ballack). Und nur das ärgert mich, weniger die Sache an sich.

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  46. Claus: Auf welcher Position spielte Dalai Lama nochmal?

    Torwart bei CA Petróleos Luanda
    http://www.transfermark...fil/spieler_39995.html

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  47. Woschdsubbn sagt:

    Also Armin, natürlich sind das zwei Paar Schuhe in der Sache, aber nicht als Zeichen eines Löwschen-Kommunikationsproblems! Soviel Intelligenz darfst Du mir ruhig zutrauen :D
    Kommunikationsproblem damals bedeutete:
    1. Vertragsverlängerungsdiskussionszeitpunkt völlig falsch
    2. Vertragsverlängerungsdiskussionsweg in der Öffentlichkeit völlig falsch

    Ich bleibe anderer Meinung wie Juwe und Armin und sehe das Kommunikationsproblem, genauso wie Alexander, eindeutig bei Löw.

    Natürlich kann jeder seine eigene Meinung haben und auch behalten. Irgendwie ist mir das jetzt alles etwas müßig geworden.

    Wir können das nebeneinander her Diskutieren dann ja beim Fall Klose weitermachen!? :D

    Mal sehen, ob der rechtzeitig vom Jogi Bescheid bekommt!?

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  48. Armin sagt:

    Kommunikationsproblem damals bedeutete:
    1. Vertragsverlängerungsdiskussionszeitpunkt völlig falsch
    2. Vertragsverlängerungsdiskussionsweg in der Öffentlichkeit völlig falsch

    Woschdsubbn, ich will meine Hand nicht ins Feuer legen, aber so weit ich mich erinnere ging der Versuch der Vertragsverlängerung damals von Zwanziger (dem DFB) aus und Löw, wollte ja auch verlängern. Was war also am Zeitpunkt falsch?

    Und zur Öffentlichkeit, Zwanziger hat das in die Öffentlichkeit gebracht, weil er die Verlängerung als fix veröffentlicht hat, obwohl dem nicht so war, weder Löw noch Bierhoff unterschrieben hatten und es auch noch ziemliche Unterschiede bei den Parteien gab.

    Es war dann Löw, der das ganze aus der Öffentlichkeit nahm und die Vertragsverlängerung auf nach der WM vertagte. Immerhin ist er damit auch Risiko gegangen. Wäre der sportliche Erfolg ausgelieben, hätte er wohl gehen müssen.

    @Alexander
    Soll Löw bei jeder Nominierung vorab alle Spieler, die mal bei der N11 waren und diesmal nicht dabei sind, anrufen und ihnen für dieses Mal absagen, bevor er den Kader benennt?

    Sorry, Hummels hat es mal im KICKER gesagt, die Zeit der Erbhöfe ist im Fußball vorbei, es geht nach Leistung, bzw. Wertigkeit fürs Team und da kann ein Podolski für die N11 wichtig sein auch wenn er bei Köln schwach spielt, oder ein Ballack kann nicht mehr notwendig sein, auch wenn er noch ein guter Mittelfeldspieler ist.

    Ich denke, es gibt kein Recht auf eine Nominierung aus Leistung in der Vergangenheit. Das mag für einen Ballack hart sein, aber ich denke Löw macht das richtig.

    Übrigens ich sehe keine Analogie zur Situation in einem Verein, weil dort darf ein Spieler nicht woanders spielen, sprich hat ihn der Trainer aussortiert, muss man ihm das sagen, denn sonst könnte er gar nicht Fußball spielen. Die N11 ist ein Zuckerl, eine Belohnung, ein Extra, vielleicht auch Glück, aber nicht das tägliche Geschäft, oder die tägliche Option Fußball zu spielen.

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  49. Armin: Soll Löw bei jeder Nominierung vorab alle Spieler, die mal bei der N11 waren und diesmal nicht dabei sind, anrufen und ihnen für dieses Mal absagen, bevor er den Kader benennt?

    Nein, das sicher nicht, denke aber du polemisierst einfach. :-)

    Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich denke, dass man einen Spieler, der bspw. beim letzten Spiel dabei war schon mal anrufen kann und sagen: Diesmal nicht. So viel hat ein Bundestrainer da ja auch nicht zu tun, dass ihn der Anruf dann überlastet. Zudem kann er ihm vielleicht dann auch konstruktive Kritik mitgeben, warum er es nun nicht mehr geschafft hat. Und bei Spielern, die lange gesetzt waren und nun nach einer Verletzung wieder fit und bereit wären, wäre solch ein Anruf vielleicht auch prima, denke, dass könnte man schon erwarten, heute wo ja jeder ein Handy hat und die Nummer des Nationaltrainers sicher auf VIP-Status gelegt ist.

    Auch im Verein fände ich es eigentlich normal allen Spielern zu erklären, wer spielt und warum wer nicht spielt. Ich nehme immer wieder verwundert zur Kenntnis, wenn ich in Interviews lese: Der Trainer hat nicht mit mir gesprochen, ich weiß nicht, warum ich nicht dabei bin. Wie kann das denn sein?? Da trainieren so 20-30 Spieler die ganze Woche miteinander und tun nix anderes außer kicken und gemeinsam am Platz rumhängen und dann spricht der Trainer nicht mit den Leuten?

    Aber wahrscheinlich bin ich da wirklich altmodisch. Oder zu neumodisch, oder was weiß ich. :grin:

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  50. belschanov sagt:

    In einer heute im Kicker (S. 18) veröffentlichten und oben in einem Kommentar von Alexander verlinkten Erklärung sagt Ballack:

    “… Im Mai reifte bei mir endgültig der Entschluss, zurückzutreten. Diese Überlegung teilte ich dann dem Bundestrainer und auch Wolfgang Niersbach mit. Ich hielt einen Zeitpunkt im Sommer für angemessen. Wir vereinbarten, dass ich in der Sommerpause meinen Rücktritt selbst bekanntgeben dürfe. Ein genaues Datum, geschweige denn eine Frist, stand dabei nie zur Debatte. Als Joachim Löw mich im Urlaub letzte Woche nicht erreichte, musste ich plötzlich von Wolfgang Niersbach eine Stunde vor Veröffentlichung der Pressemitteilung des DFB per SMS erfahren, dass der Bundestrainer “nicht mehr mit mir plant”. Drei Tage vor meinem Urlaubsende, wissend, dass ich danach wieder uneingeschränkt erreichbar bin und man genügend Zeit hat, bis die Bundesliga-Saison wieder beginnt, hat man konträr zu unserer Absprache diese Pressemitteilung verfasst.

    Noch einmal: Es war klar und unmissverständlich von beiden Seiten vereinbart, dass ich meine Entscheidung, zurückzutreten, in Ruhe in der Sommerpause selbst verkünden darf. Mit dieser Erklärung möchte ich das Thema jetzt abschließen und mich voll und ganz auf meine Ziele mit Bayer 04 Leverkusen konzentrieren.”

    Ballack wollte also – gegen meine ursprüngliche Vemutung – doch von sich aus zurücktreten und hat diese Entscheidung Löw und Niersbach im Mai mitgeteilt. Es sei vereinbart worden, dass Ballack seinen Rücktritt “in Ruhe in der Sommerpause” verkünden werde.

    Da stellt sich für mich Frage: Warum dieses Rücktrittserklärungs-Moratorium? Braucht es zu einem Rücktritt aus der Nationalmannschaft Ruhe? Wenn ein Nationalspieler, der länger nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen worden ist, den Entschluss gefasst hat, aus der Nationalmannschaft zurückzutreten, kann er das doch sofort in aller “Ruhe” tun.

    Fürchtete Ballack etwa, dass eine Erklärung seines Rücktritts im Mai Unruhe erzeugt? Befürchtete er etwa sogar eine Staatskrise?

    Diese ganze Angelegenheit ist wirklich eine – Zitat Ballack: “FARCE”.

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  51. juwe sagt:

    Was für ein Argument, wenn wir hier nur noch über Leute diskutieren würden, die wir persönlich kennen, könnte man das Forum hier schließen.
    Oder beschreibe ich es anders, ich kenne Ballack, Frings oder Klose genau so gut, wie du Löw kennst. Äh der mit den Kommunikationsproblemen…

    Woschdsubbn: @Juwe: Kennst Du denn Ballack, Frings oder auch Klose persönlich? Oder ist die unterstellte Egozentrik von Frings und Ballack nur Dein persönlicher Eindruck der Presseverlautbarungen?

    Für die vorliegende Verlautbarungsschlacht liegt meines Erachtens der schwarze Peter klar bei Jogi Löw. Seit 2006 fehlte einfach eine klare Kommunikation mindestens gegenüber der Öffentlichkeit über die Zukunft und Rolle des aktuell letzten großen Fußballers Deutschlands. Weshalb sich hier der DFB einmischt, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Wie unprofessionell sich Löw in der öffentlichen Kommunikation bewegt, zeigte ja auch bereits der damalige Eiertanz wegen seiner Vertragsverlängerung, die er sehr lange bereits VOR der WM2010 begann ich glaube irgendwann im Februar begann.

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  52. Optimist sagt:

    Woschdsubbn: Ich bleibe anderer Meinung wie Juwe und Armin und sehe das Kommunikationsproblem, genauso wie Alexander, eindeutig bei Löw.

    Sehe ich auch so, wobei ich die Wurzel des ganzen eigentlich in übersteigerter Eitelkeit sehe. “Ich bin der Bundestrainer, ich muss mich nicht erklären oder gar rechtfertigen. Es ist einfach zu akzeptieren, was ich entscheide…” so ähnlich stelle ich mir das vor.

    Dass er Defizite in der Menschenführung hat, zeigt für mich auch, dass er es als Vereinstrainer nicht sonderlich weit gebracht hat. Da ist das nämlich eine weitaus entscheidendere Eigenschaft als in der N11, wo ohnehin jeder berufene gerne und bereitwillig mitmacht und die geringen Zeiträume der Zusammenseins nicht so sehr die Wirkung des Trainers “abnützen”.

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  53. Optimist sagt:

    belschanov: Fürchtete Ballack etwa, dass eine Erklärung seines Rücktritts im Mai Unruhe erzeugt? Befürchtete er etwa sogar eine Staatskrise?
    Diese ganze Angelegenheit ist wirklich eine – Zitat Ballack: “FARCE”.

    …er wusste eben, dass wir im Sommerloch Stoff für eine anregende Diskussion brauchen. Ist alles von seinen Medienberatern gesteuert ;-)

    Ich finds gut :lol:

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  54. Nicht so gut finden es viele, die der Frauen-WM die Schlagzeilen gegönnt hätten, die ihnen nun dieses unnötige Thema gekostet hat.

    Jörg Hahn dazu bei faz.net

    “Richtig ärgerlich ist für die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen aber, dass ihnen der eigene Verband schöne Schlagzeilen geklaut hat in diesen Tagen. Warum der erwartete Abschied von Michael Ballack, dem alten Capitano der Männer-Nationalmannschaft, ausgerechnet jetzt und ausgerechnet so verkündet werden musste – indem nämlich der unkittbare Bruch zwischen Ballack und Bundestrainer Joachim Löw ganz deutlich geworden ist -, das ist ein Rätsel. Es ist ein Desaster der Öffentlichkeitsarbeit.” http://bit.ly/kaQhR6

    Ob das nicht eher ein Problem der generellen Medienaufmerksamkeit und des Medieninteresses an der Frauen-WM ist, sei mal dahingestellt. Aber das mit dem Desaster der Öffentlichkeitsarbeit unterschreibe ich.

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  55. Juwe sagt:

    Es war doch bei Ballack völlig klar, das es raucht sobald es in Stein gemeiselt ist, dass er in der Nationalmannschaft nicht mehr gebraucht wird, völlig egal wie der Bundestrainer ihm oder der Öffentlichkeit das verkündet. Das Desaster liegt einzig bei Ballack. Der Bundestrainer kann seine Entscheidungen zum Team verkünden wann er mag.

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  56. Armin sagt:

    Sehe ich auch so, wobei ich die Wurzel des ganzen eigentlich in übersteigerter Eitelkeit sehe. “Ich bin der Bundestrainer, ich muss mich nicht erklären oder gar rechtfertigen. Es ist einfach zu akzeptieren, was ich entscheide…” so ähnlich stelle ich mir das vor.

    Optimist, das ganze kann man aber genauso gut umgekehrt sehen, sprich in der übersteigerten Eitelkeit, des “Capitano”, dass auch dieser über eine gesteigerte Eigenwahrnehmung verfügt kann man schon auch immer wieder erkennen.

    Ich denke am Schluss ist es wie immer bei solchen Zerwürfnissen, beide Seiten haben Fehler gemacht und beide Seiten wollen irgendwann nicht mehr aufeinander zugehen. Löw sah irgendwann sein Standing im Team durch Ballack gefährdet, siehe auch die Sache mit Frings, als sich Ballack für einen Spieler sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Ganz ehrlich, damals hätte ich ihn an Löws stelle schon rausgeschmissen, in der Beziehung bin nämlich ich sehr altmodisch, ein Spieler darf den Trainer niemals in Frage stellen. Aber Löw hat da wohl noch geglaubt ohne Ballack würde er den sportlichen Erfolg gefährden. Nach der WM war klar, dass es eher umgekehrt ist und damit war der Abschied von Ballack klar.

    Eine Veröffentlichung dieser Tatsache, dass Ballack nicht mehr berufen wird, nicht weil er nicht mehr will, sondern weil er nicht mehr gebraucht wird, wird nie ohne Theater machbar sein. Dieses Theater wollte Löw sicher so gering wie möglich halten, vielleicht auch deshalb der Zeitpunkt jetzt, kurz vor der Frauen-WM und dem Start der Vorbereitung in die neue Saison. Damit war klar, dass die Schlagzeilen über Ballack bald abgelöst werden durch andere Schlagzeilen, entweder über den Erfolg der Mädels oder über Transfers der Bundesligisten oder über Unstimmigkeiten, weil bestimmte Spieler ihren Verein gegen dessen Willen doch noch verlassen wollen.

    Sicher kann man Löw vorwerfen, dass er “undankbar” ist, dass er Spieler nur so lange einlädt und kommuniziert so lange er sie als Spieler braucht. Wer aussortiert ist, ist erst mal raus. Aber ist das nicht normal in einem Geschäftsverhältnis? Und Profifußball ist halt auch Geschäft.

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  57. Optimist sagt:

    @ Armin: Ja, da wirst Du schon recht haben: Wenn 2 solche Egos aufeinandertreffen, dann muss es einfach knallen. Haben sicher beide ihr Scherflein beigetragen.

    Trotzdem, wenn das Zerwürfnis so lange zurückliegt, wie Du vermutest, dann verstehe ich erst recht nicht, warum Löw Ballack so lange hingehalten hat.

    Wie man es dreht, ich komme immer wieder darauf zurück, dass der Schwarze Peter eher bei Löw steckt, zumindest was die aktuelle Diskussion heraufbeschworen hat.

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  58. Manu sagt:

    wenn ballacks aussagen stimmen, dann zeugt dies erneut von löws egozentrismus. ich hätte den vertrag eh nicht verlängert.

    löw ist und bleibt für mich vom auftreten her ein snob…

    da lob ich mir eine ehrliche öeute wie tante käthe etc…

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