Bekenntnisse eines Beclubbten

“Schreib doch mal ein Buch über dich und den Club”, sagte Hannes (klick) und ich sagte: “Zu einem ganzen Buch fehlt mir der Atem. Ich bin nicht Günter Grass”, und der Wirt (klick) stellte ein Weizenbier vor Hannes auf den Tresen und sagte: “So ein Buch gibt’s doch schon: ‘Im Bann der Legende’. War mal ein Artikel drüber in der Zeitung. Ein Club-Fan schildert seine Erlebnisse mit dem FCN. Soll so eine Art Hornby-Buch sein (klick). Den Namen des Autors hab ich vergessen. Durst oder so ähnlich.”

“Hunger”, sagte ich, “Matthias Hunger heißt der”, und Alfred (klick) sagte: “Haidzudooch schreibd a jeeda a Buch. Zu woss brauchi a Buch von am Fänn. Frieha homm beriehmde Schbiela Biecha gschriem, Fridz Walda drai zwaa (klick), des woor a saubas Biechla.”

“Hast du das Buch von dem Club-Fan gelesen?”, fragte mich der Wirt.

“Ja, hab’ ich.”

“Und?”

“Ist teilweise nicht schlecht geschrieben, sind ein paar zitatreife Sätze drin…

Der 1. FC Nürnberg ist kein eiskalt durchgeplanter massentauglicher Kinofilm in Dolby Digital mit atemberaubenden Spezieleffekten und millionenschwerer Starbesetzung. Sehen, staunen, vergessen. Der Club ist ein Stück Filmgeschichte, ein Klassiker mit knisterndem Ton, verblasstem Bild und nervenaufreibender Spannung. Sehen, nachdenken, immer wieder sehen. Aber, um beim Vergleich mit der Filmkunst zu bleiben, das Happy End bleibt letztlich doch aus. (S. 237)

…und in einigen Passagen trifft der Autor voll meinen Nerv, zum Beispiel wenn er das Unverständnis schildert, auf das man stößt, wenn man Club-bedingt eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier oder Hochzeit absagen muss…

Ich konnte und wollte nie verlangen, dass Leute um mich herum darauf Rücksicht nahmen. Die meisten würden es sowieso nicht tun. Sie interessiert nun mal kein Fußballrahmenterminkalender. Und deshalb musste ich hin und wieder Einladungen zu Treffen ablehnen, immer darauf bedacht, eine gesellschaftlich angesehene Ausrede vorzubringen. “Ich muss zum Club, wir spielen gegen Wolfsburg” wird in solchen Situationen für eine unpassende Entschuldingung gehalten. Für eine solche Erklärung erntet man leicht verärgerte, schnippische und kalte Reaktionen wie “Wenn dir das wichtiger ist” oder “Das musst du selbst wissen”. Sie denken sich dann, was für ein seltsamer, oberflächlicher, bedauernswerter und erbärmlicher Kerl, und sie geben einem in diesen Momenten das Gefühl, nicht der sozialen Norm zu entsprechen. (S. 56f.)

…was ich aber ziemlich nervig finde, ist die larmoyante Tonlage, in die der Autor immer wieder abgleitet…”

“Woss firra Doonlooch?”

“Eine weinerliche Tonlage”, sagte der Wirt und sah zuerst Alfred an und dann mich und ich sagte: “Genau. Weinerlichkeit. Dieses “Als-Clubfan-ist-man-die-ärmste-Sau-und-ich-weiß-nicht-mehr-weiter”-Gewinsel…

Der Sommer 2008 war grausam. Völlig unnötig war der Club aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Und davor hatte ich mit ansehen müssen, wie Zenit, das uns übrigens in der Gruppenphase nicht besiegen konnte, den UEFA-Pokal holte. Später verlor die deutsche Nationalmannschaft dann auch noch das Endspiel der Europameisterschaft. Während ich Trauer trug, feierten Bielefeld, Sankt Petersburg und Spanien – da wurde mir förmlich ins Gesicht gespuckt, wie schön das Leben doch eigentlich sein könnte. Meines aber nicht.

Jedes dieser Vorkommnisse war einzeln betrachtet schon schmerzvoll genug. Doch es hörte und hörte nicht auf. Die Apokalypse war perfekt. Ich war verlassen, allein. Auf einmal war alles vorbei. [...] Ich sank ins Nichts, in endlose Leere. Das soll sich jetzt nicht so anhören, als würde ich jammern, es war eben einfach so. (S. 239)

…dieses “Warum-meint-es-das-Schicksal-mit-dem-Club-immer-wieder-so-schlecht?”-Gejammere, etwa wenn er beklagt, dass der Club, als er am letzten Spieltag der Saison 07/08 gegen Schalke 0:2 hinten lag, das Spiel nicht doch noch auf den letzten Drücker gedreht hat und nicht doch noch auf wundersame Weise den Abstieg abwendete…

Auch wenn ich nun nicht mehr wirklich an den Klassenerhalt glauben konnte, aufgeben wollte ich dennoch nicht. Womöglich gab es ja doch noch ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung. Und tatsächlich flog nach einem verunglückten Schalker Kopfball der Ball auf deren eigenes Tor. Die Tatsache, dass der Gegner diese Möglichkeit herbeiführte, war allerdings typisch für diese Saison [...] Noch typischer für diese Spielzeit war aber, dass der Ball nicht im Tornetz zappelte, sondern an die Latte klatschte. Das wiederum spiegelte das Pech wider, das den 1. FC Nürnberg zu verfolgen scheint. Immerhin glich der VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld aus. Also, warum sollte der Club nicht irgendwie glücklich zum Anschlusstreffer kommen? Vielleicht tatsächlich durch ein Eigentor? Und warum sollte es dann nicht mal einen unberechtigten Elfmeter für den 1. FC Nürnberg zum 2:2-Ausgleich geben? Warum sollte dem FCN nicht in der letzten Sekunde der Nachspielzeit noch ein Zufallstor zum 3:2-Sieg gelingen? Warum nicht? Ganz einfach: Weil es eben der Club ist. Manche Dinge im Fußball passieren einfach nicht. (S. 234)

…dieses Sich-Treiben-Lassen aufs offene Meer des Selbstmitleids…

Gerade bei solchen Spielen ist es wichtig, einen FCN-Schal dabei zu haben, um in ihn hineinweinen zu können. Und es waren einige da, deren Schals Tränen des Schmerzes, der Traurigkeit, der Wut und der Enttäuschung aufnehmen mussten. Man sah sie die Wangen herunterlaufen oder sie hämmerten von innen dagegen, so wie bei mir. (S. 235)

…das ist nicht mein Ding, da schwimm’ ich nicht mit.”

“Na ja”, sagte Hannes, “wenn der Club verliert, läufst du auch mit einem Gesicht durch die Gegend wie drei Tage Regenwetter, und was du dann so im Blog schreibst, klingt auch nicht unbedingt nach stabilem Nervenkostüm”, und der Wirt sagte: “Stimmt, belschanov ist manchmal ein ziemliches Nervenbündel (klick).”

“Ja ja, das mag schon stimmen, aber ich ergehe mich nicht in rührseligen Selbstmitleids-Elegien…”

“Woss fira Zaich? Woss issn des haid fordna firra Gwaaf?”

“…da kühle ich mein verletztes FCN-Mütchen lieber mit einer schonungslosen Spielerschelte (klick). Wenn der Club absteigt, dann liegt das nicht am Schicksal, sondern daran, dass die Leistung der Spieler mit den roten Trikots und schwarzen Hosen nicht gestimmt hat, daran, dass die Spieler des 1. FC Nürnberg…”

“Manchmool schbillnsa obba aa in waißn Driggoss und waißn Hoosn…”

“…versagt haben.”

“…wie da Glubb na Bogool ghulld hodd, hodda ganz in Waiß gschbilld, ganz in Waiß hodda doo gschbilld…”

“Wobei das Gefühl, ein Opfer des Schicksals, ein Opfer eines ungerechten Fußballgotts zu sein, schon zum Club-Feeling dazugehört”, sagte der Wirt.

“…sichd goor nedd schlechd aus, wenn da Glubb ganz in Waiß schbilld, sichd goor nedd schlechd aus.”

“Genau”, sagte ich, “das Dogma vom Club als Opfer ist eine der drei Säulen, auf dem sich der Club-Mythos…”

“A Gwaaf machd der haid zamm.”

“…die große, das Glaubensbekenntnis der Club-Fans ausmachende Erzählung vom Club aufbaut.”

“Drei Säulen?”, sagte Hannes.

“Ja, drei heilige Säulen. Und jeder dieser Säulen wird in Hungers Buch ein Denkmal gesetzt, und zwar eines aus unverwüstlichem Zement.”

“Und was sind die zwei anderen Säulen?”, sagte Hannes.

“Zum einen…”

“Horch, Michael, bevoorsd waidermagsd midd daim Voordrooch, kenndsd ma aichndlich a Zigareddn geem. Hosd aane fir miech?”

Ich gab Alfred eine Blend 29 und Alfred steckte sie sich hinters Ohr und trottete nach draußen, wobei er, was die Blicke der paar noch an einem Tisch sitzenden Gäste auf ihn zog, ein Lied vor sich hingrummelte (klick), und ich sagte: “Zum einen: Der Club ist ein besonderer Fußballverein, er ist aufgrund seiner Tradition der Fußballverein in Deutschland…

Aber ein Trost blieb, denn eines konnte uns keiner wegnehmen: unsere Tradition. (S. 21)

…und deshalb hat er anders als andere Vereine einen Anspruch darauf, in der ersten Bundesliga zu spielen.”

Mein Blick hing am Tabellenende fest: Als ich ihn endlich lösen konnte, schaute ich wieder einmal wehmütig rüber zu meinem Club-Wimpel. 1. FC Nürnberg, neunmaliger Deutscher Meister, dreifacher Deutscher Pokalsieger. Der Blick auf den Wimpel verstärkte meine Traurigkeit noch, denn er machte überdeutlich, dass der Club eben nicht irgendein Verein ist. Er ist keiner von denen, die eigentlich gar keine Berechtigung haben, in der 1. Bundesliga zu spielen – und davon lungern einige herum [...] In neuerer Zeit werden ein paar von ihnen sogar als ‘Traditionsvereine’ bezeichnet, doch irgendwie weiß keiner so recht, warum. (S. 40)

“Nun, dass der Club ein Traditionsverein ist, ist ja wohl nicht von der Hand zu weisen”, sagte Hannes.

“Klar ist der Club ein Traditionsverein, meinetwegen sogar der Traditionsverein in Deutschland. Aber deshalb ist der Club kein besonderer Verein. Jedenfalls nicht für mich. Der Club ist für mich ein besonderer Verein nicht, weil er ein Traditionsverein ist, sondern weil ich Fan dieses Vereins bin. Das ist das Besondere. Und das reicht mir als Begründung. Fan ist man begründungs- und bedingungslos. Das gilt für den Fan des 1. FC Nürnberg genauso wie für den Fan der TSG Hoffenheim und den von TuS Cloppenburg.”

“Hmm”, sagte Hannes, “aber dass der Club in die Bundesliga gehört, sagst du doch auch. Du sagst doch auch immer: Zweite Liga ist das falsche Leben.”

“Klar gehört der Club in die Bundesliga. Aber nicht wegen seiner Tradition, sondern weil ich das so will. Das ist die einzige Begründung, die mir dafür einfällt (klick).”

“Du bist ein Egozentriker”, sagte der Wirt.

“Was Fußball anbelangt, auf alle Fälle”, sagte ich.

“Und was ist andere Säule?”, sagte Hannes.

“Die andere Säule ist das Dogma vom bösen großen FC Bayern, der dem guten kleinen FCN Übles will. Der Autor huldigt diesem Dogma, das sich im Kern aus einem auf Neid basierenden Minderwertigkeitskomplex speist, indem er von Zeit zu Zeit einen Bayernfan auftreten lässt, der hämische Kommentare in Richtung Club ablässt.”

Der 1. FC Nürnberg rannte zwar nochmals verzweifelt an, doch ohne Erfolg. Dass Benfica Lissabon die komplett aufgerückte Mannschaft des FCN in der Nachspielzeit noch auskonterte und durch Angel Di Maria das 2:2 erzielte, war nun auch egal. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit war der UEFA-Pokaltraum ausgeträumt. [...] Es war wieder mal ein clubtypisches Desaster, eben ein Club-Unheil. Ein denkwürdiges Spiel mit einem dramatischen und tragischen Ende. [...] Selbst Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld sagte: “Ich habe an Manchester gedacht. Ich hatte mich schon gefreut, dass der Club weiter ist, und zu Bremen umgeschaltet. Als ich wieder zurückgeschaltet habe, habe ich das ganze Elend miterlebt.” Hitzfeld [...] erinnerte sich an das Champions-League-Finale 1999, das sein FC Bayern München nach 1:0-Führung noch mit 1:2 verloren hatte. Wobei festzuhalten ist, dass damals wohl ein Versehen des Fußballgottes – oder von wem auch immer – vorgelegen haben muss. So etwas ist ganz und gar untypisch und stellt vermutlich einen einmaligen Vorfall in der Erfolgsstory der Dusel-Bayern dar. Beim 1. FC Nürnberg hingegen ist so etwas an der Tagesordnung. [...]

Dass Bayern-Trainer Hitzfeld das Club-Spiel angesehen hatte und sich über den FCN-Sieg gefreut hätte, brachte mir noch zusätzlichen Kummer. Also nicht der Umstand, dass er es tat. Auch nicht die Tatsache, dass es in der Zeitung stand. Sondern die Art, wie der Bayernsympathisant dies interpretierte: “Siehst du, wir Bayern gönnen halt auch dem Club mal ein kleines bisschen Erfolg. Nicht nur das, wir drücken euch in unserer grenzenlosen Güte sogar manchmal die Daumen.” Das waren seine Worte, als er mich am folgenden Wochenende sah. (S. 224 f.)

“Sticheleien zwischen Fans rivalisierender Vereine gehören zum Fußball dazu wie der Senf zur Bratwurst”, sagte der Wirt. “Der Fußball wäre ärmer ohne die großen Gegensätze: Schalke gegen Dortmund, Club gegen Bayern, Club gegen Fürth.”

“Ich brauch’ sowas nicht”, sagte ich. “Ich bin Fan des 1. FC Nürnberg. Was Bayern macht, ist mir egal. Es sei denn, sie spielen gegen den Club. Oder sie haben ein Spiel, dessen Ausgang für den Club von Belang ist. Ich brauche für mein Fan-Sein keine Begründung durch einen Gegensatz, keine Begründung ex negativo”, und Alfred, der an den Tresen zurückgekehrt war, sagte: “Heerd des Gwaaf haid nimma auf?”, und Hannes: “Ich glaub’, ich kauf’ mir das Buch. Ich muss das alles mal selber lesen.”

“Ja”, sagte ich, “kauf’s dir. Ist eigentlich ein Muss für jeden Clubfan, dieses Buch zu kaufen, denn zehn Prozent des Erlöses wandern auf Wunsch des Autors in die Nachwuchsförderung des 1. FC Nürnberg und außerdem ist es alles in allem schon ein nettes Buch, besonders an den Stellen, an denen sich der Autor, das unterstelle ich mal, von den authentischen autobiografischen Fakten löst und fiktive Elemente einbaut, z.B. wenn er erzählt, dass er vor dem Pokalendspiel 2007, das er zusammen mit einem Freund im Berliner Olympiastadion live gesehen hat, von heftigen Durchfallattacken geplagt wurde, die möglicherweise – das wird im Buch nicht genau geklärt – vom Verzehr eines Club-Sandwiches ausgelöst wurden, eine Episode, die einerseits ein hohes Maß an Symbolkraft hat – die Qualen des vom FCN-Virus infizierten Fans (klick) – und mit der sich andererseits der Kreis zu den ersten Seiten des Buches schließt, auf denen der Autor schildert, wie er als kleiner Junge zusammen mit seinen von Durchfällen gepeinigtem Vater…

“Des haasd nedd Durchfoll, des hassd Diarrhee. Wie ich amoll weecha Schaißarai bann Orzd woor, hodd der gsoochd: ‘Iech geb Ihna a Middl geecha Diarrhee.’”

“…die Fernsehübertragung des Pokalendspiels 1982 angeschaut hat: Club gegen Bayern 2:4, Hintermaiers Traumtor zum 1:0, Dressels Tor zum 2:0 und dann ging’s nach der Halbzeit blöd den Bach runter; so dass mit dem Pokalsieg 2007 für den Autor das Vermächtnis seines mittlerweile verstorbenen Vaters erfüllt wird – späte, leider zu späte Wiedergutmachung. Und ganz witzig, obwohl ziemlich konstruiert, ist es auch, wenn der Autor bzw. in diesem Fall wohl besser: der Ich-Erzähler, der – ob das wirklich wahr ist, weiß ich nicht – im Vorfeld des Pokalfinales 2007 in einem Tonstudio eine allerdings von keiner Plattenfirma angenommene Club-Hymne auf CD aufgenommen hat, in der Nacht vor dem Pokalsieg träumt, dass Hans Meyer in der Halbzeitpause des Endspiels statt einer Ansprache an die Mannschaft die CD mit der vom Ich-Erzähler produzierten Club-Hymne abspielen lässt.”

“Said wann komboniern Fußbollfänns Lieda? Zu woss braugsdn soowoss? Frieha homm beriehmde Schbiela Bladdn aufgnumma. Des woorn Liedla”, sagte Alfred und der Wirt sagte: “Ich glaube, ich hab’ da was für euch, ich glaube, das ist ein würdiger Abschluss des heutigen Abends”, und ging zur Stereoanlage und wenig später klang aus den Boxen (klick)

DIE LEGENDE LEBT ...

und ich dachte an die Tore von Mintal, Engelhardt und Kristiansen im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart und daran, wie Schäfer den Pokal im Konfettiregen in die Höhe reckte, und ich erinnerte mich, dass, immer wenn dieses Lied ein Jahr später irgendwo gespielt wurde, ich mir vorkam wie ein Mitglied jenes traurigen Gesangvereins in der Schlussszene von Michael Ciminos Vietnam-Drama “The Dear Hunter”

KLICK,

und Alfred sagte: “Konnsd ma nuch a Zigareddn geem, Michael? Odda gibb ma glai zwaa, aane firn Hammweech und aane fir dahaam”, und ich gab ihm zwei Blend 29 und Alfred sagte: “Bist a guuda Fraind, Michael, bisd a guuda Fraind, aa wennsd manchmool soo gschwolln daheerreddsd”, und Alfred machte sich auf seinen Heimweg und sang (klick):

GUTE FREUNDE KANN NIEMAND TRENNEN,

GUTE FREUNDE SIND NIE ALLEIN

 

[Matthias Hunger: Im Bann der Legende. Neustadt an der Aisch 2010 (klick)]

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Kommentare (9)

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  1. Claus sagt:

    Nachdem ich unlängst Alexander mal wieder gelobt habe, muss ich das auch dem geschätzten belschanov mal wieder angedeihen lassen.
    Ein wirklich hervorragender Artikel, a wennsd machmol ä weng gschwolln daherredsd.

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  2. oliisoaho sagt:

    belschanov sollte doch ein buch schreiben.die kneipengespräche sind grosses kino.das genannte buch werd ich mir gleichmal bestellen.was das fansein betrifft:der club sucht dich aus,nicht du ihn!

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  3. Optimist sagt:

    Ja, da schiesse ich mich an! Und ganz nebenbei eine sehr aufschlussreich informative Buchkritik…. Sehr gelungen!

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  4. Optimist sagt:

    Nanu, wo ist die Edith hin? Sehe ich auf dem IPad nicht. Natuerlich fehlt den “Schiesse” das “l”

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  5. framuc sagt:

    Ich hab das Buch auch, wenn man sich mal die weinerliche Tonlage gewöhnt hat (was einem als Glubbfan ja nicht schwer fällt) ist das Buch ganz interessant und es ergeben sich witzige Situationen, z.B.
    ich war neulich am lesen, da kommt meine Frau und will irgendwas von mir, ich hab nur geantwortet, “… geht grad nicht, der Klewer wird grad eingewechselt, jetzt gehts ins Elfmeterschießen …” gemeint war die Situation des Pokalspieles gegen Hannover 96, als kurz vor Schluß der Verlängerung, Meyer die Torhüter wechselte und Klewer dann natürlich auch gehalten hat. Bei meiner Frau hab ich damit einen Blick vollkommenden Unverständnisses geerntet, einerseits weil ich überhaupt mal länger als 2 Minuten in einem Buch lese, zum anderen, weil ich die Geschichte von diesem Pokalspiel ja schon kenne und mindestens hundert Mal auch schon erzählt habe

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  6. Woschdsubbn sagt:

    Richtig! Ich war damals in einem Serverraum am Werkeln mit mieser Internetverbindung, habe da am Liveticker gehangen und habe mich mit dem Kundenadmin schlappgelacht. Das hatte der HM damals unglaublich toll gemacht und das Beste: Er konnte mit der Torwartauswechslung eigentlich gar nichts falsch machen. Wir alle wissen ja, dass der Raphael da eine seiner beiden Schwächen hat: Elfer halten und hohe Bälle in den Strafraum.
    Danke für den tollen Artikel aus Baraid!

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  7. Woschdsubbn sagt:

    Mein Buchtipp zum Glubb ist ein Frankenkrimi aus dem kleinen Cadolzburger Verlag Ars Vivendi:

    “Schafkopf” von Tommy Goerz

    Aus dem Inhalt (gekürzt)

    Als ein Kalchreuther Wirt seinen Bierkeller aufschließt, stößt er auf eine Leiche. Bei dem Toten findet die Polizei einen rätselhaften Gegenstand: ein Fußball-Trikot des 1. FC Nürnberg. Ein Zeichen ja, aber wofür? Mit dieser Frage ist der Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns konfrontiert. Steht dahinter ein Fankrieg? Zielt die Tat auf den Sponsor dieses Fußballvereins, einen Atomkonzern, ab? Oder ist nicht vielmehr im rechtsradikalen Milieu zu ermitteln?[...]

    Bitte dem Krimi, auch wenn er anfangs zugegeben etwas zäh beginnt, unbedingt eine Chance geben. Ich finde, gerade durch den direkten Bezug zu unserer Heimat gewinnt der Roman einen besonderen Charme.

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  8. Woschdsubbn: Mein Buchtipp zum Glubb ist ein Frankenkrimi aus dem kleinen Cadolzburger Verlag Ars Vivendi:
    “Schafkopf” von Tommy Goerz

    Darüber hatten wir sogar hier bei Clubfans United einen Artikel: http://wp.me/p4M5I-2xo :)

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  9. Optimist sagt:

    Woschdsubbn: Bitte dem Krimi, auch wenn er anfangs zugegeben etwas zäh beginnt, unbedingt eine Chance geben. Ich finde, gerade durch den direkten Bezug zu unserer Heimat gewinnt der Roman einen besonderen Charme.

    Hab ich auch gelesen, denke aber, dass man schon ein echter Glubberer sein muss, um es richtig genießen zu können. Ich finde, das Buch alterniert zwischen genialen Einfällen und Plattitüden, zwischen großer Philosophie und plumpem politisieren (gerade im Hinblick auf den Atomkonzern “Savitas”). Alles in Allem aber ein vergnügliches Leseerlebnis, das man bedenkenlos empfehlen kann.

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