Vier Tore und drei Verletzte

3800 Zuschauer waren bei hochsommerlichen Temperaturen ins Bamberger Fuchs-Park-Stadion gekommen, um das Saisonvorbereitungsspiel zwischen dem Bayernligisten FC Eintracht Bamberg (klick) und dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg zu sehen. Der Bundesligist, der ohne Simons und die noch im Urlaub befindlichen Neuzugänge Pekhart (klick) und Klose (klick) angereist war, begann die Partie in sehr offensiver Ausrichtung: Viererkette, ein Sechser, zwei offensive Mittelfeldspieler, drei “echte” Spitzen:

Die Startaufstellung des 1. FC Nürnberg

vom 9. 7. 2011

SCHÄFER

CHANDLER    NILSSON     WOLLSCHEID    PLATTENHARDT

KAMAVUAKA

FEULNER               DIDAVI

MAK                  EIGLER                  ESSWEIN

Spielbeginn:

18.00 Uhr

Der Club brauchte gegen die couragiert auftretenden Gastgeber, die, wie deren Vorsitzender vor dem Spiel in einem Interview ausführte, in der kommenden Bayernliga-Saison einen Platz zwischen Rang eins und neun anpeilen, um sich für die in der Saison 2012/13 startende Regionalliga Bayern zu qualifizieren, einige Zeit, um seinen Rhythmus zu finden. Hätte Wollscheid in der neunten Minute nicht in höchster Not geklärt, hätte es 1:0 für den Fünftligisten heißen können, der auch in der 20. Minute eine gute Torchance hatte, als nach einem schnellen Konter der Ball knapp am linken Pfosten des von Schäfer gehüteten Tores vorbeistrich.

Natürlich war der Club die dominierende Mannschaft, es fehlte aber die Passgenauigkeit, um zu zwingenden Einschussmöglichkeiten zu kommen. Ein weit übers Tor fliegender Feulner-Freistoß, ein rechts am Tor vorbeigehender Mak-Schuss, ein vom Bamberger Schlussmann gehaltener Feulner-Seitfallzieher nach schöner Vorarbeit von Chandler, ein zu hoch angesetzter Kopfball von Bunjaku, der in der 20. Minute für Eigler (heftiger Kopfzusammenstoß mit einem Bamberger Spieler) eingewechselt worden war, und ein zu schwach und unpräzise geratener Esswein-Schuss – darin erschöpften sich die Nürnberger Angriffsbemühungen, ehe es in der 32. Minute dann doch so weit war: Esswein, der in einigen Szenen mit Didavi gut harmonierte, setzte sich auf dem linken Flügel durch, sein Pass erreichte Feulner, der bediente Bunjaku und Bunjaku von der Grundlinie aus wiederum Feulner, der das Leder über die Torlinie stocherte.

Das Kombinationsspiel des Bundesligisten lief jetzt flüssiger; ein Chandler-Kopfball – Esswein hatte geflankt – wurde vom Bamberger Torwart noch entschärft, doch kurze Zeit später war der Eintracht-Keeper machtlos, als Mak, von Didavi mit einem mustergültigen Diagonalpass in Szene gesetzt, auf dem rechten Flügel auf und davon ging und das Spielgerät locker, leicht und lässig von der Strafraumgrenze aus ins linke untere Toreck schlenzte (36. Minute).

Nach diesem Doppelschlag ließ es der Club wieder ruhiger angehen; abgesehen von einem Feulner-Distanzschuss in die Wolken und einem von Bunjaku abgefeuerten Volleyschuss, der sein Ziel weit verfehlte, entstanden in den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit vor dem Tor des Gastgebers keine Gefahrenmomente.

In der Halbzeitpause beklagte Herbert Grönemeyer über die Stadionlautsprecher Parkplatzmangel (klick) – eine aus meiner subjektiven Sicht ungerechtfertigte Beschwerde, denn ich hatte keine Probleme, einen Stellplatz für mein Auto zu finden. Ich war allerdings auch frühzeitig angereist.

Nach der Pause agierte der Club weiterhin im 4-1-2-3, aber mit stark verändertem Personal:

STEPHAN

JUDT    MAROH     WOLLSCHEID    PLATTENHARDT

ZEITZ

DIDAVI              HEGELER

MENDLER                  BUNJAKU                 ESSWEIN

Es dauerte nicht lange und der Bundesligist lag mit 3:0 in Führung: Esswein setzte einen 15-Meter-Schuss in die Maschen des Bamberger Gehäuses, nachdem ihm Hegeler den Ball im Anschluss an eine Ecke aufgelegt hatte (51. Minute).

In der 53. Minute prallte der Ball nach einem Pressschlag von Ersatztorwart Stephan und einem Bamberger Spieler an die Latte des Nürnberger Tores, wenig später schoss Zeitz knapp am Tor der Bamberger vorbei. In der 60. Minute vollzog Hecking einen Dreierwechsel: Okotie kam für Esswein und bezog die Mittelstürmerposition (Bunjaku rückte nach links), Wießmeier ersetzte Didavi und Pinola Plattenhardt.

Okotie verpasste gleich nach seiner Einwechslung eine gute Chance, als er, von Mendler schön freigespielt, am ausgefahrenen Bein des Bamberger Schlussmannes scheiterte. Besser machte es eine Minute später Mendler, der mit einem fabelhaften Freistoß aus gut 25 Metern das 4:0 markierte.

In der 69. Minute schöpfte Hecking sein Wechselkontigent vollständig aus, indem er Cohen für Wollscheid aufs Feld schickte. Der Israeli ging auf die Sechser-Position und Zeitz rückte zurück in die Viererkette.

Der Club tat nun nur noch das Nötigste (die Strapazen des Trainigslagers?) und der Bayernligist kam zu Chancen, deren Entstehung durch Unaufmerksamkeiten von Ersatztorhüter Stephan begünstigt wurden: Zuerst verschätzte sich Stephan bei einem Eckball und ein paar Minuten später im Laufduell mit einem durchgebrochenen Bamberger Angreifer, den er außerhalb des Strafraums umsenste und dabei – so habe ich das gesehen – mit Maroh so dumm zusammenstieß, dass der Innenverteidiger mit einem Brummschädel liegen blieb und nach kurzer erfolgloser Behandlung auf der Bahre in die Kabine getragen werden musste.

So musste der Club, der Glück hatte, dass der für das Foul von Stephan verhängte Freistoß nicht im Tor, sondern an der Latte landete, die letzten zehn Spielminuten mit zehn Mann absolvieren. Als dann auch noch Cohen nach einer an ihm begangenen unfairen Attacke humpelnd vom Platz ging (85. Minute), waren es nur noch neun…

…doch der dezimierte Bundesligist schaukelte den Vier-Tore-Vorsprung in einem schlanken 4-3-1 (klick) über die Zeit:

STEPHAN

JUDT         HEGELER          ZEITZ          PINOLA

MENDLER        WIESSMEIER        BUNJAKU

OKOTIE

Welche Erkenntnisse sind aus diesem 4:0 beim Bayernligisten FC Eintracht Bamberg zu gewinnen? Nicht allzu viele. Allenfalls: Esswein agil, stets die 1:1-Situation suchend und dabei unterm Strich häufiger erfolgreich als steckenbleibend. Didavi aus meiner Sicht präsenter als Feulner. Kamavuaka ordentlich. Mendler sehr engagagiert. Schäfer-Ersatz Stephan steigerungsbedürftig. Und vielleicht noch ein Rat an den Trainer: Auswechselkontingent nicht zu früh ausschöpfen!

[Weitere Spielberichte: klick und klick.]

 

 

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Kommentare (21)

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  1. Prima Zusammenfassung, wollte auch schon an die Tasten anhand der Aufzeichnung, aber so ist das natürlich viel besser.
    Stephan fand ich bei der Verletzung von Maroh zu ungestüm. Wenn ein Verteidiger mit dran ist, darf er nicht in Kung-Fu-Manier außerhalb der 16er so tieffliegen. Das geht auf seine Kappe.
    Didavi scheint wirklich der neue Mann für die Standards zu sein, jedenfalls für Ecken und indirekte Freistöße. Das schon mal gut, dass da einer da ist.
    Esswein und Mak kommen immer mehr in die Rolle der Flügelzange, Esswein wieder enorm torgefährlich und hat das 1. Tor super eingeleitet und dann auch noch sein Tor trocken eingenetzt. Mal sehen, wie das wird, wenn dann auch noch so ein Langer wie der Pekhart da vorne drin steht.

    Und wegen der Verletzten: Auch wenn die NZ hier schon martialisch titelt mit “Club muss Test-Sieg in Bamberg teuer bezahlen”, so ist es doch “nur” eine Platzwunde, eine Gehirnerschütterung und eine Zehenquetschung. Also nix, was längere Zeit ein Problem sein sollte.

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  2. Daniel sagt:

    Super Bericht! Danke dafür. Nur als Tipp: Eine Bahre ist für tote, eine Trage für Verletzte ;)

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  3. Woschdsubbn sagt:

    Für die Glubb-Historie bitte dringend ins Protokoll: belschanov war live und vor Ort dabei! :D

    Danke für den schönen Bericht!

    Mein Eindruck: Wie auch schon in der letzten Saison wird der Glubb wieder ein schwer auszurechnender Gegner, da es nicht nur EINEN torgefährlichen Stürmer a la FCK-Lakic oder Freiburg-Cisse oder EINEN 10er a la WOB-Diego usw. gibt sondern eben auch Mittelfeldspieler eine ziemliche Torgefahr ausstrahlen und “die Kirsche” reinmachen bzw. das Spielgeschehen unabhängig von einem einzelnen Spieler ist.
    Hat Pekhart immer noch Urlaub? Esswein scheint ja angekommen zu sein.

    P.S.: Frauen-WM – Wenn schon die Spielerinnen eher halbprofessionell unterwegs sind, hätten wenigstens die Schiris mindestens Kreisklasse sein dürfen. Das geht so gar nicht!!

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  4. Hörnla sagt:

    Wie mit belschanov ausgemacht, hier noch ein paar Ergänzungen zu seinem ebenso treffenden wie umfassenden Bericht:

    a) Die Aussagekraft von Vorbereitungsspielen mitten in der Zeit, in der Grundlagenausdauer geschaffen werden muss, ist naturgemäß begrenzt – beide Mannschaften befanden sich im übrigen in derselben Situation, auch der FC Eintracht Bamberg steht ja gerade am Ende einer anstrengenden Vorbereitung. Vielleicht ist auch diese Grundmüdigkeit der Spieler die Ursache für eine relativ hohe Verletztenquote (“Brummschädel” erscheint mir allerdings für eine schwere Gehirnerschütterung etwas euphemisiert) in einem sehr fairen und keineswegs überharten Spiel. Positiv zu bemerken ist auf jeden Fall: der Club nahm das Spiel ernst. Auch wenn die Bamberger die erste Großchance (Deptalla) hatten und die ersten Minuten im Gewirr der Pässe auf Clubseite eher wenig spannend anmuteten: dieses Spiel war kein Vergleich zum Gastspiel des Club vor zwei oder drei Jahren bei der Eintracht, als es eigentlich nicht Nürnberg gegen Bamberg, sondern Peer Kluge gegen den damals allerdings noch eine Klasse höher spielenden Regionalligisten Bamberg hieß; der Rest der Mannschaft langweilte die Zuschauer damals in einem bemühten 3:1 Kick zu Tode und ließ schlimme Ahnungen für die Saion keimen. Diesmal dagegen zeigten die Clubspieler ohne Ausnahme Einsatz und Bemühen um stetige Dominanz. Dass man da nicht alles traumhaft sicher zu Ende kombinieren konnte, ist bei dieser Mannschaft, die so nie spielen wird, klar.

    b) Die Eintracht stellte deshalb einen ganz guten Vorbereitungsgegner dar, da sie das spielte, was den Club auch in der BuLi das eine oder andere Mal erwarten kann, sollte er erfolgreich starten: eine Mannschaft, die sich kompakt in der Defensive aufstellt und auf Konter lauert. Dass es über weite Strecken gelang, die zwei in der Regel deutlich über Bayernliga-Niveau anzusiedelnden Stürmer Peter Heyer und Alexander Deptalla weitgehend unter Kontrolle zu halten, spricht für den Defensivverbund, bei dem ja der Dreh- und Angelpunkt Simons sogar noch fehlte. Die Taktik der Nürnberger, den Ball schnell zirkulieren zu lassen und dann das Bollwerk der Bamberger über die Außen zu knacken, ging auf. In der Bundesliga kann man allerdings erwarten, dass entweder Deptalla oder auch Christoph Kaiser (fulminanter Schuss, wäre für Schäfer unhaltbar gewesen) eine Chance reinmachen.

    c) Nichts Neues von Robbie Mak – sein Tor ein “typischer Mak”, mit dem er uns ja auch schon in der BuLi erfreut hat. Langer Pass, Mak auf und davon, den einzigen Verteidiger lässt er elegant mit einer Körpertäuschung ins Leere rutschen und dann der typische Schlenzer ins lange Eck. Klasse. Was man aber auch bemerken muss: Mak winkte sich, frei stehend, über gar nicht so kurze Zeit hinweg einen Wolf und wurde von den Mitspielern übersehen. Esswein schien an diesem Tag der variablere Außen zu sein – er kann 1:1 gehen, nach innen ziehen, passen oder auch mal außen vorbei. Kein spektakulärer Mak-Schlenzer, aber ein kontinuierlicherer, von den Mitspielern sehr gesuchter Aktivposten.

    d) Wir werden den Standardspezialisten Ekici vermissen. Die Ecken des Clubs vom neuen Spezialisten Didavi sind zwar besser als die im Spiel vor zwei Jahren an selber Stelle, als eine Ecke für den Club in der Regel zu einer Konterchance für den Gegner führte, aber da ist auch bei Didavi, der mir ansonsten recht gut gefiel, schon noch Luft nach oben. Der Mendler-Freistoß, belschanov hat’s ja schon gesagt, war genial, wie Mendler überhaupt auffällig spielte. Aber er wird ja leider wohl nicht zum Stamm gehören, insofern bin ich gespannt, wie der Club in der neuen Saion seine Freistöße gestalten wird.

    e) Schade, dass Zeitz gleich zum Nothelfer werden musste, so dass man ihn nicht auf seiner angestammten Position sehen konnte. Allerdings zeigte die Sicherheit, die er ausstrahlte, dass das ein ganz spannender Neuzugang sein könnte. Immerhin konnte auch die neue Innenverteidigung Hegeler/Zeitz vollkommen überzeugen. ;-)

    f)Alles in allem: ein schöner Nachmittag, der Lust auf mehr machte.

    P.S: Letztens machte ich mich noch in einem Artikel über die immergleiche Sprachregelung im Fußballgeschäft lustig – jetzt zeigt Hecking in einem bemerkenswerten Interview im heutigen “kicker”, dass es auch anders geht. Dass einer ehrlich bekennt, dass er durchaus damit Schwierigkeiten hatte, wenn immer nur die gute Arbeit der anderen medial gewürdigt wird – da sage ich nur Chapeau. Auch seine anderen Äußerungen sind in ihrer knappen Tiefe recht bemerkenswert und heben den Text aus dem üblichen Blabla in meinen Augen heraus.

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  5. Optimist sagt:

    Schöner Bericht und gute Ergänzung, Danke, dass wir daran teilhaben dürfen! Mendler hat das schon öfter gemacht, eine Freistoß schön direkt versenkt. Vielleicht hatten wir den neuen Standard-Spezialisten ja schon….

    Woschdsubbn: P.S.: Frauen-WM – Wenn schon die Spielerinnen eher halbprofessionell unterwegs sind, hätten wenigstens die Schiris mindestens Kreisklasse sein dürfen. Das geht so gar nicht!!

    Wenigstens hat gestern der Sport gesiegt und diese widerlich unsportlichen Brasilianerinnen wurden noch bestraft. Schweini würde sagen “das liegt ihnen halt im Blut”. Naja, der Eindruck liegt zumindest nahe, man sieht die selben Mätzchen wie bei den Männern :mrgreen:

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  6. Woschdsubbn sagt:

    Die Aussagekraft von Vorbereitungsspielen mitten in der Zeit, in der Grundlagenausdauer geschaffen werden muss, ist naturgemäß begrenzt – beide Mannschaften befanden sich im übrigen in derselben Situation, auch der FC Eintracht Bamberg steht ja gerade am Ende einer anstrengenden Vorbereitung. Vielleicht ist auch diese Grundmüdigkeit der Spieler die Ursache für eine relativ hohe Verletztenquote [...] in einem sehr fairen und keineswegs überharten Spiel.

    Genau, das denke ich auch!
    Nicht zu unterschätzen: Im Stamm bleibt der Glubb ja im grundegenommen gleichbesetzt, wenn man das mal direkt gegenüberstellt, dann könnnen IM SPIEL die wichtigsten Rollen und Grundzüge wenigstens auf dem Papier – teilweise doppelt – ersetzt werden. Abgesehen von solchen Dingen wie menschliche Rollen von Mintal oder Wolf. Die kann man als aussenstehender Fan nicht beurteilen.
    Ich versuchs mal
    Andi Wolf:
    + Antreiber
    + Gibt nicht auf
    + Hart aber fair
    + Kopfballstark
    o Tempovorstösse nach Balleroberung
    - Spielaufbau von hinten raus
    - Langsam
    Peer Nilsson:
    + Ehemaliger Kapitän von Hoffenheim
    + Kopfballstark
    + Spielaufbau von hinten raus
    o Tempovorstösse nach Balleroberung
    o Wieder “neu” im Spiel, nach langer Pause
    - Langsam
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    Ekici + Gündogan = Ekidogan: Für mich “Ein Spieler”, in der Rückrunde war Illi ausser Form und insgesamt haben die IMHO nicht oft genug gleichzeitig über die volle Zeit gespielt
    Ekidogan:
    ++ Brillante Standards
    + Balleroberung
    + Können Spiel “lesen”
    + Ballverteilung
    o Gelbe Karten
    - Manchmal zu verspielt
    Didafeulhegeler (teilw. Spekulativ):
    + Balleroberung
    + Gelbe Karten
    +/o Spiel “lesen”
    +/o Standards
    o/- Manchmal zu verspielt
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    Schieber:
    + Balleroberung
    + Durchsetzungsstark
    + Zusammenspiel und Vorlagen
    + Kopfballstark
    + Eingespielt
    o Kondition über 90 Min
    Okopekmak:
    Mist, da haben wir NOCH zuwenig Infos und Eindrücke gesammelt, oder was meint Ihr?

    P.S.: UIUIUIUI! Spiel um den dritten Platz bei der U17-WM Brasilien – Deutschland 3:4; Bis zur 45. Minute waren wir 3:1 hinten! Das muss ja ein tolles Spiel gewesen sein!

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  7. Hörnla sagt:

    Woschdsubbn: Mist, da haben wir NOCH zuwenig Infos und Eindrücke gesammelt, oder was meint Ihr?

    Stimmt, sehe ich genauso.
    Allerdings – ein paar Ergänzungen zu den Ergänzungen:
    a) Albert Bunjaku ist wieder an Bord! Er wirkte in Bamberg sehr austrainiert und einsatzfreudig – aber vieles blieb doch Stückwerk, wie nach der langen Pause nicht anders zu erwarten. Er wird noch Zeit brauchen, die ihm der Verein und die Fans auch zubilligen sollten.
    b) Okotie – ich weiß einfach nicht. Ich habe einiges über ihn recherchiert – und nichts, was ich bis dato in natura von ihm sah, verrät mir, wie er zu einer der größten Stürmerhoffnungen Österreichs werden konnte. In Bamberg war er weder schnell noch trickreich noch überragend einsatzfreudig (letzteres im Ggs. zu Bunjaku). Hoffentlich klappt es mit der Ausleihe, dann könnte er endlich mal kontinuierlich Spielpraxis bekommen, so dass man weitersehen kann.
    c) Stephan in Bamberg ganz schwach. Unsicher, fehlerhaft in mindestens zwei Fällen (Ecke unterlaufen; zögerte zuerst im Rauslaufen, dann knockt er Maroh aus). Keine Ausstrahlung – im Gegensatz zu Schäfer. Aber auch das nichts Neues. Es war höchst nötig, mit Rakovksy weitere Konkurrenz zu holen, nachdem Batz wegging. Er wird bekanntlich als “Ausnahmetalent” gehandelt, aber das wurde Batz meines Wissens auch mal… (Wobei: die Torhüterberichterstattung ist in diesem Lande sowieso auf einem neuen Tiefpunkt angelangt: der “kicker” gibt der japanischen Torfrau Kaihori für ihre Leistung gegen Deutschland tatsächlich eine 1,5 – sowas Lächerliches habe ich noch nicht gelesen angesichts der Tatsache, dass für diese Torhüterin im Spiel gegen Deutschland ihr Reich nicht der 5-Meter-Raum, sondern der 50-cm-Raum war. Wenn man in Rechnung stellt, was ein Torhüter sonst bringen muss, um eine popelige 2,5 zu erreichen, dann bekomme ich Tremor vor lauter Kopfschütteln…)

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  8. Alex sagt:

    Hörnlader “kicker” gibt der japanischen Torfrau Kaihori für ihre Leistung gegen Deutschland tatsächlich eine 1,5 – sowas Lächerliches habe ich noch nicht gelesen angesichts der Tatsache, dass für diese Torhüterin im Spiel gegen Deutschland ihr Reich nicht der 5-Meter-Raum, sondern der 50-cm-Raum war. Wenn man in Rechnung stellt, was ein Torhüter sonst bringen muss, um eine popelige 2,5 zu erreichen, dann bekomme ich Tremor vor lauter Kopfschütteln…)

    Um Frauenfußball objektiv zu bewerten, müsste der kicker erst die Noten 7-12 einführen.

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  9. Hecking: „Ich vermute, dass sich erneut zehn Vereine nach unten orientieren müssen“, sagte Hecking dem kicker: „Wir sollten nicht so vermessen sein, uns nicht dazuzurechnen. Je eher wir den Klassenerhalt packen, desto besser.“

    http://www.focus.de/spo...-unten_aid_644768.html

    Warum daraus die halbe Presse ein “Hecking orientiert sich nach unten” macht, ist mir ein Rätsel. Wie wäre statt dessen ein “Hecking bleibt Realist”?

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  10. Woschdsubbn sagt:

    Alex: Um Frauenfußball objektiv zu bewerten, müsste der kicker erst die Noten 7-12 einführen.

    :D Und die Schirileistungen haben dazu gepasst. Unvergessen der Abstoss statt Eckball bei Japan gegen UK. Ehrlich gesagt hat mich der Hype um die Frauenfußball-WM so genervt, dass ich besonders kritisch einige Spielszenen angeschaut habe. Als meine Befürchtungen bestätigt wurden und übertroffen wurden, habe ich das Interesse verloren und für das Anschauen ganzer Spiele reichte meine Geduld nicht. Ich finde Kreisliga-Männerfußball besser und unterhaltsamer.
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    Ja, da wäre ich wieder bei meinem alten Thema: “Der Club hat keine Lobby in der Presse!”
    z.B. Auswärtssieg in Bremen: “Bremen in der Krise” statt “Club gewinnt verdient in Bremen”; Heimsieg gegen Bayer ” usw.ff. das lässt sich praktisch auf jedes erfolgreiche Spiel vom Club ausdehnen und findet einsame Höhepunkte wie dem fehlenden pressekritischen Widerhall von Jupp Heynckes Aussetzer nach der 1:0 Niederlage gegen uns (die PK findet sich auf Youtube!)… “über das Ziel hinausgeschossen” waren nur die Worte der Glühbirne.

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  11. Alex sagt:

    Woschdsubbn,

    Ein Highlight hatte die WM dann doch: http://de.eurosport.yah...exy-trikot-tausch.html

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  12. Hörnla sagt:

    Woschdsubbn: Ja, da wäre ich wieder bei meinem alten Thema: “Der Club hat keine Lobby in der Presse!”

    Auch bei mir ein altes Thema – auf eine Presselobby kann der Club im Interesse seiner gedeihlichen Zukunft gerne und gut verzichten. Begründung anhand einiger Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit:
    1. Ich glaube Meyer hat mal gesagt, im Fußball baue man schnell ein Denkmal und genauso schnell pisse man es auch wieder an. Dieses alte Muster (war da nicht mal was mit “Hosiannah – kreuziget ihn!” ?) gilt im besonderen für die Presse. Beispiel: Siliva Neid – gestern noch Superdupertaktikfuchs (was besonders elaboriert an der “Taktik” sein soll, die gelb vorbelasteten Spielerinnen draußen zu lassen, wenn man eh schon für die nächste Runde qualifiziert ist, erschloss sich mir allerdings nicht) – heute die große Schuldige, die mit taktischen Fehlern das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in die Wege geleitet habe.
    Dieses Hüh und Hott steigert zwar die Auflagen- und Klickzahlen, für eine vernünftige Vereinsarbeit ist das aber wohl eher wenig förderlich.
    Zumal der Club, der in erstaunlich kurzer Zeit ein eigenes Bestandsmodell entwickelt hat – das in dieser Saison natürlich seinen Belastungstest erfahren wird – und zudem den Nachwuchsbereich in ebenso erstaunlich kurzer Zeit auf Vordermann gebracht hat (3-Sterne-Zertifizierung des NLZ usw.) binnen absehbarer Zeit, sollte sich die Erfolgsgeschichte (darunter verstehe ich erstmal, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und trotzdem finanziell solide zu bleiben) fortsetzen, ein Verein werden könnte, der von anderen kopiert wird. Das würde Talente, auf die die Clubspäher ein Auge geworfen haben, unnötig verteuern – insofern bin ich über eher weniger als zuviel mediale Aufmerksamkeit alles andere als unglücklich.
    2. Zuviel mediales Wohlwollen (eine wohlgesinnte “Lobby”, wenn man so will) versperrt den Blick für Fehler. Beispiel: Werder Bremen. Der beständig gelobte Manager Allofs (ok, wer da für was zuständig ist, weiß ich natürlich nicht), hat dem Verein mit dem transferierten Quintett Carlos Alberto (krasser Fehleinkauf), Arnautovic (dito), Marin (zu teuer), Wesley (sehr oft verletzt, zu teuer) und Silvestre (unbeständige Leistungen) wenn man Gehälter und Ablösesummen berücksichtigt, auf Jahre hinaus mutige Aktivitäten auf dem Transfermarkt verbaut, weil er das Geld aus Verkäufen wie dem von Özil derart verschleuderte, dass ein ähnliches Verhalten einen Verein wie Nürnberg bereits in den Konkurs getrieben hätte. Da aber Allofs als ein Top-Manager gilt, wagten es die Berichterstatter bis dato meines Wissens nicht, so kritisch nachzufragen und zu berichten, wie es eine solche Bilanz eigentlich nahelegte.

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  13. juwe sagt:

    Mich hat Bremen fast noch mehr überzeugt, wie in ihrer ‘erfolgreichen Phase’ die ja auch lange andauerte. Wie sich Bremen letztes Jahr ohne Kurzschlusshandlungen oder größeren Dramen und Mediengedöhns still und leise aus einer sehr schwierigen Situation dem drohenden Abstieg befreit haben, verdient meiner Meinung nach in diesem schnelllebigen Geschäft höchste Anerkennung mit Seltenheitswert. Wenn es gut läuft ist es nämlich einfach sich feiern zu lassen, aber in einer Krise so zusammenzustehen und kühlen Kopf zu bewahren, das bringen nicht viele fertig.
    Wäre natürlich rein hypothetisch, ob Hecking bei uns auch diesen Kredit hätte?

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  14. Optimist sagt:

    Hörnla: Beispiel: Siliva Neid – gestern noch Superdupertaktikfuchs (was besonders elaboriert an der “Taktik” sein soll, die gelb vorbelasteten Spielerinnen draußen zu lassen, wenn man eh schon für die nächste Runde qualifiziert ist, erschloss sich mir allerdings nicht) – heute die große Schuldige, die mit taktischen Fehlern das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in die Wege geleitet habe.

    Um mal ein wenig Off-Topic zu bleiben…

    Was ich hier überhaupt nicht verstehe, ist die Tatsache, dass nirgends auch nur eine Erwähnung wert ist, dass sie durch die frühe Verletzung von Kim Kulig von Beginn an einer wichtigen Wechseloption beraubt wurde. Ich hätte mir – bei intakter Wechseloption – schon vorstellen können, dass sie Birgit Prinz als Brecher gegen die eher zarten Japanerinnen gerne noch gebracht hätte. Nur ging das eben leider nicht mehr.

    Aber Kritik ist eben einfacher als Analyse…..

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  15. Woschdsubbn sagt:

    Hörnla: Auch bei mir ein altes Thema – auf eine Presselobby kann der Club im Interesse seiner gedeihlichen Zukunft gerne und gut verzichten.

    Ich versuche mich mal daran, eine anständige und auch sachliche Entgegnung dazu zu entwickeln.

    Dazu stelle ich anfangs folgende Kausalkette dagegen, bei der für mich die Begriffe “Presselobby”, “Guter Ruf”, “öffentliche Wahrnehmung” oder “Öffentlichkeitsarbeit” alle in die gleiche Richtung zielen:

    1. Der Glubb hat kein Geld
    2. Der Glubb braucht Sponsoren
    3. Sponsoren gehen da hin, wo die allgemeine Aufmerksamkeit, also auch das Medienecho, die Einschaltquoten usw. am größten ist
    4. Ergo: Nur über entsprechende, öffentliche Wahrnehmung bekommt man Sponsorengeld.
    5. Das kann man auch steuern, nicht nur durch Skandale sondern auch durch sportliche Erfolge, wie z.b. dem DFB Pokalsieg 2007 oder auch der tollen letzten Saison.

    Beweis der in dieser Richtung spielt: Der Erfolg, junge Nachwuchsspieler in Rekordzeit zu Bundesligaprofis zu entwickeln treibt erste zarte Blüten, weil sich der eine oder andere PRO-Glubb entscheidet obwohl er vielleicht auch Chancen bei einem höherwertigen Verein hatte. Und wenn darüber die Presse NICHT breit berichtet hätte, hätten wir das auch nicht erreicht.

    Meines Erachtens hast Du Dich damit also schon selbst widerlegt.

    Deshalb halte ich, mit Verlaub, Deine Haltung Hörnla “lieber kein Aufsehen in der Presse”, für völlig falsch und kontraproduktiv für auch einen mittelfristig bescheidenen Glubb-Erfolg sich als einfacher Bundesligadauergast zu etablieren. Für mich wird der Zusammenhang Presse+Sponsoren damit negiert.

    Woher bitte sehr, soll denn sonst das Geld kommen? Eine Nachwuchsarbeit kostet auch Geld, die nicht alleine sich selber finanzieren kann, mindestens NICHT am Anfang, an dem wir momentan stehen. Und auch wenn wir das Beispiel Bremen nehmen, selbst die schaffen es nicht ununterbrochen, sich quasi hautpsächlich nur über Spielerverkäufe zu finanzieren und jedes Jahr international zu spielen.

    Für mich ist das doch klar auf der Hand:
    Presse- bzw. Medienaufmerksamkeit = Sponsorengeld

    Wir haben keine bis viel zuwenig Presseaufmerksamkeit, deshalb haben wir auch kaum Sponsorengeld. Deshalb entscheidet sich vielleicht dann auch ein regionaler Konzern dafür, bei den doofen Bauern einzusteigen statt beim Glubb.
    Jetzt sollten wir in der neuen Saison durchaus noch eine Schippe in Punkto “Öffentlichkeitsarbeit” drauflegen. Wenn es eventuell über die sportliche Seite nicht gelingt, vielleicht hilft ja das Internet weiter: Da sind die Glubberer bei Facebook ja schon auf den oberen Plätzen! :D

    Wir sollten durchaus auch mal etwas weniger bescheiden sein, wenn wir einmal längerfristiger “drin bleiben” wollen! Und der Wunsch, möglichst im kleinen ruhigen Kämmerlein unter sich und alleine den Erfolg vor sich hin zu köcheln, hilft da leider im hochgradig Öffentlichen Business “Profifußball” nicht weiter.

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  16. Optimist sagt:

    Woschdsubbn,

    …kann ich so mit unterschreiben ;-)

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  17. Hörnla sagt:

    Woschdsubbn: Wir haben keine bis viel zuwenig Presseaufmerksamkeit, deshalb haben wir auch kaum Sponsorengeld. Deshalb entscheidet sich vielleicht dann auch ein regionaler Konzern dafür, bei den doofen Bauern einzusteigen statt beim Glubb.

    Der Zusammenhang, den du da herausstellst, ist in der Tat ein Punkt, den ich zu wenig beachtet hatte – insofern gebe ich dir da durchaus recht.
    Andererseits stellt Bayern eine, wenn nicht die Ausnahme in der BuLi dar, die sie erst durch eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte werden konnten. Andere Vereine wie Bremen, um bei meinem obigen Beispiel zu bleiben, leben auch zu einem Grade von Transfererlösen, den man vor dem Bericht im aktuellen kicker nicht für möglich gehalten hätte. Dabei ist Werder sogar noch einer der seriösesten Clubs, denn da sind ein überteuerter Kader wie auch eine schwarze Serie von Transferflops wenigstens überhaupt finanziert. Wo andere Vereine ihr Geld herbekommen, das ist mir eher ein Rätsel.

    Lange Rede – kurzer Sinn: ich glaube, dass selbst ein Vorbild Bayern in Bezug auf Sponsoren hinkt. Der Club spielt, damit muss man sich abfinden, in einer strukturschwachen Region, deren verbliebene Unternehmen gerade andere Sorgen haben als Fußballvereine spürbar zu unterstützen (Schäffler) bzw. sowieso nur noch nominell in Franken ansässig sind (die Herzogenauracher Fernostsportartikelvertriebskonzerne) und außerdem eine weltweite Aufmerksamkeit brauchen, wenn sie ihre Kundschaft werblich erreichen wollen.

    Das ist allerdings kein Argument gegen deine im Kern richtige These, dass vermehrtes positives mediales Echo sicherlich dazu helfen würde, den Club (wieder) mit einem Ruf zu versehen, der es einem Mittelständler – hier müsste es dann die Masse machen – erlaubt, sich, ohne Beschädigung der eigenen Seriösität, mit diesem Verein auch öffentlich und als Sponsor zu verbinden. Aber da scheint der Verein auf einem guten Weg zu sein. Andererseits muss natürlich gefragt werden, ob es einem Ruf dienlich ist, wenn beim ersten stürmischen Wetter (wie in der Vergangenheit oft genug geschehen) wüst der Rauswurf des Managements gefordert wird und in der Presse bundesweit breitgetreten wird, dass die Polizei dem Manager rät, besser zu Hause zu bleiben. Hier ist nicht der Ort darüber zu diskutieren, wie sinnvoll/sinnlos/sinnhaltig überhaupt eine derartige Berichterstattung ist. Aber mit dem Reißerischen muss man leben, nur so erzeugt man das Interesse, das die Millionen von Zuschauern vor die Fernsehschirme lockt, die den ganzen Unterhaltungsbetrieb letztlich finanzieren. Es geht hier nur um den Eindruck, der erzeugt wird. Das geht anderen Vereinen übrigens ganz genauso, wie der Trainer Wollitz gerade im kicker bemerkt hat: 29000 Fans feiern Neuer, 30 spannen ein Transparent auf, die bekommen die ganze Aufmerksamkeit. Das ist der Grund, warum die Bayern so überhart reagieren, obwohl sie im Vergleich zu anderen Vereinen, in denen die Presse ähnliche Banner als “harte und scharfe Kritik” wertete, dahingehend privilegiert sind, dass ein “Hoeneß raus”-Ruf immer von “Chaoten” kommt. Was ich aber bemerkenswert finde: selbst für die Bayern, diesen Inbegriff von Top-Management, Erfolgsorientierung und Erfolg, selbst für die gilt, dass der (seriöse) Ruf ein fragiles Ding ist.
    Woraus für mich folgt: für den Club ist noch viel Arbeit zu tun. Einen Teil davon könnte im übrigen nicht die “böse Presse”, sondern auch die Fans leisten. Denn auch sie tragen eine Mitverantwortung, wie ein Verein gesehen wird: als seriöse Institution, die der Öffentlichkeit auch in Krisen diese Seriösität vorlebt oder als von der Emotion kontrollierter chaotischer Haufen, in dem heute hüh und morgen hott geschrien wird. Ein großer Teil des in unserer Region vorhandenen Geldes dürfte “konservatives”, “altes” Geld sein – da überlegt man genau, mit wem man seinen eigenen Ruf verbindet. Vielleicht eine Chance, wenn man als Verein mehr bieten kann als eines unter 10000 Schildchen auf der Sponsorentafel in München, dann muss es aber auch sonst passen.

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  18. Hörnla sagt:

    Woschdsubbn: Wir sollten durchaus auch mal etwas weniger bescheiden sein, wenn wir einmal längerfristiger “drin bleiben” wollen! Und der Wunsch, möglichst im kleinen ruhigen Kämmerlein unter sich und alleine den Erfolg vor sich hin zu köcheln, hilft da leider im hochgradig Öffentlichen Business “Profifußball” nicht weiter.

    Und auch wenn du mir da was in die Tastatur legst (“stilles Kämmerlein” und so), was ich so weder geschrieben noch gemeint habe – deine Aussage “weniger bescheiden” zu sein, ist ebenso bedenkens- wie bemerkenswert, vielleicht unterschreibe ich sie auch ;-)

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  19. juwe sagt:

    Gute Arbeit bringt immer sein eigenes Geld mit sich, Sponsoren bekommt in aller erster Linie über gute Leistung. Sollte der Club sein Image als Rekordfahrstuhlmannschaft (welches Unternehmen will bitte damit werben??) einmal hinter sich lassen und er ist ja auf einem soliden Weg, wird auch das Interesse der Sponsoren wieder zunehmen. Völlig einfach und schwierig zugleich, nothing else…

    Woschdsubbn: Ich versuche mich mal daran, eine anständige und auch sachliche Entgegnung dazu zu entwickeln.

    Dazu stelle ich anfangs folgende Kausalkette dagegen, bei der für mich die Begriffe “Presselobby”, “Guter Ruf”, “öffentliche Wahrnehmung” oder “Öffentlichkeitsarbeit” alle in die gleiche Richtung zielen:

    1. Der Glubb hat kein Geld
    2. Der Glubb braucht Sponsoren
    3. Sponsoren gehen da hin, wo die allgemeine Aufmerksamkeit, also auch das Medienecho, die Einschaltquoten usw. am größten ist
    4. Ergo: Nur über entsprechende, öffentliche Wahrnehmung bekommt man Sponsorengeld.
    5. Das kann man auch steuern, nicht nur durch Skandale sondern auch durch sportliche Erfolge, wie z.b. dem DFB Pokalsieg 2007 oder auch der tollen letzten Saison.

    Beweis der in dieser Richtung spielt: Der Erfolg, junge Nachwuchsspieler in Rekordzeit zu Bundesligaprofis zu entwickeln treibt erste zarte Blüten, weil sich der eine oder andere PRO-Glubb entscheidet obwohl er vielleicht auch Chancen bei einem höherwertigen Verein hatte. Und wenn darüber die Presse NICHT breit berichtet hätte, hätten wir das auch nicht erreicht.

    Meines Erachtens hast Du Dich damit also schon selbst widerlegt.

    Deshalb halte ich, mit Verlaub, Deine Haltung Hörnla “lieber kein Aufsehen in der Presse”, für völlig falsch und kontraproduktiv für auch einen mittelfristig bescheidenen Glubb-Erfolg sich als einfacher Bundesligadauergast zu etablieren. Für mich wird der Zusammenhang Presse+Sponsoren damit negiert.

    Woher bitte sehr, soll denn sonst das Geld kommen? Eine Nachwuchsarbeit kostet auch Geld, die nicht alleine sich selber finanzieren kann, mindestens NICHT am Anfang, an dem wir momentan stehen. Und auch wenn wir das Beispiel Bremen nehmen, selbst die schaffen es nicht ununterbrochen, sich quasi hautpsächlich nur über Spielerverkäufe zu finanzieren und jedes Jahr international zu spielen.

    Für mich ist das doch klar auf der Hand:
    Presse- bzw. Medienaufmerksamkeit = Sponsorengeld

    Wir haben keine bis viel zuwenig Presseaufmerksamkeit, deshalb haben wir auch kaum Sponsorengeld. Deshalb entscheidet sich vielleicht dann auch ein regionaler Konzern dafür, bei den doofen Bauern einzusteigen statt beim Glubb.
    Jetzt sollten wir in der neuen Saison durchaus noch eine Schippe in Punkto “Öffentlichkeitsarbeit” drauflegen. Wenn es eventuell über die sportliche Seite nicht gelingt, vielleicht hilft ja das Internet weiter: Da sind die Glubberer bei Facebook ja schon auf den oberen Plätzen!

    Wir sollten durchaus auch mal etwas weniger bescheiden sein, wenn wir einmal längerfristiger “drin bleiben” wollen! Und der Wunsch, möglichst im kleinen ruhigen Kämmerlein unter sich und alleine den Erfolg vor sich hin zu köcheln, hilft da leider im hochgradig Öffentlichen Business “Profifußball” nicht weiter.

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  20. Alex sagt:

    Woschdsubbn: Deshalb entscheidet sich vielleicht dann auch ein regionaler Konzern dafür, bei den doofen Bauern einzusteigen statt beim Glubb.

    Ich weiß von einem großen regionalen Unternehmen, daß es sich nach einem Blick in die Bücher gegen den Club und für … entschieden hat

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  21. Woschdsubbn sagt:

    Hörnla: Und auch wenn du mir da was in die Tastatur legst (“stilles Kämmerlein” und so), was ich so weder geschrieben noch gemeint habe – deine Aussage “weniger bescheiden” zu sein, ist ebenso bedenkens- wie bemerkenswert, vielleicht unterschreibe ich sie auch

    Ja, sorry. Natürlich hast Du das so nicht geschrieben, das war unnötig flapsig da in meinem Beitrag. Entschuldigung dafür. Aber so ist das halt mit so einem Blog oder auch Forum: So 100%ig die eigene Meinung fachlich und sachlich transportieren kann man eben nur als Alexander oder belschanov usw.
    Bitte sehe es mir nach, Hörnla. Letztendlich stehen wir als Fans ja alle immer auf der Seite des Glubbs! :D

    @Alex: Oh, interessant! Und ich dachte, die Bücher wären wenigstens mal fast in Ordnung nach einigen Jahren besserer Führung?

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