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Ach so

“Naa, doo mussa nooch inna geem, doo hamm ja dswaa Monn vorm Door glauad, fraili mussa doo nooch inna geem, doo gibds ja goor nix annersch”, sagte Alfred (klick) am samstagabendlichen Tresen und Hannes (klick) sagte: “Wenn er ins kurze Eck trifft, ist er der König”, und ich: “Klar muss er nach innen spielen, vor allem, wenn er gerade ein paar Minuten vorher in einer aussichtsreichen Situation den Ball durch sinnlose Trickserei verloren hat.”

“Trotzdem hat Esswein ein gutes Spiel gemacht”, sagte Hannes.

“Ein Eckstein (klick) isser noch nicht”, sagte ich.

“Du immer mit deinem Eckstein”, sagte Hannes, “der hat auch Chancen versiebt, da kann ich mich noch gut dran erinnern.”

“Immerhin hatte Eckstein in seiner ersten Bundesligasaison nach vierzehn Spieltagen schon vier Tore und Esswein hat erst eins.”

“Eckstein war auch kein Überspieler”, sagte Hannes.

“Eckstein bleibt der Gradmesser. Was die Stürmer des Clubs anbelangt, bleibt Eckstein der Gradmesser.”

“Der woor scho guud, da Eggschdaa, der woor scho guud, wenn der an guudn Dooch ghabd hodd, woora Weldglasse, obba laida hodda hald nedd imma an guudn Dooch ghabd.”

“Eckstein hat in seiner ersten Bundesligasaison immerhin zwölf Tore geschossen. Das wird Esswein nicht schaffen. Prognostiziere ich mal.”

“Wir werden an Esswein noch viel Freude haben”, sagte Hannes.

“Ein Eckstein isser noch nicht. Aber vielleicht wird’s ja noch.”

“Vill zu aingsinnich homm die gschbilld, voorm Door vill zu aingsinnich, aa der anna, der midd da Zwanzich, der Dida doo, der der der Dida…”

“Didavi”, sagte ich, “Daniel Didavi.”

“…der hodd aa a boormoll na Boll nedd gschbilld, aamoll, korz nooch da Holbzaid, woor a guude Schongs firn Glubb, a guude Schongs woor des, doo hädda nooch rechds obleeng missn, nooch rechds obleeng hädda doo missn, wenna nooch rechds obleechd, hädd da Middlschdirma, der Dscheche, der der der …”

“Pekhart”, sagte ich.

“…der hädd fraie Bohn ghabd, doo mussa schbilln, doo gibds doch goor nix annersch, schdodd dassa di Kulln waid iewas Door schießd, des hodda a boormoll gmachd, es Obschbill vawaichad und di Kulln waid iewas Door gebfrulld, iech wenn da Hegging wäär, iech deed dem ainiches erzähln, ainiches erzähln deedi dem.”

“Didavi hat aber auch ein paar gute Pässe gespielt”, sagte Hannes, “schon gegen Schalke (klick) hat man das gesehen, der Mann hat Auge und ein gutes Gefühl im Fuß.”

“Ja, alles in allem kann man sagen: Didavi war eine Belebung. Aber seine Schüsse waren eine Katastrophe.”

“Iewa den Wolgng”, sang Alfred.

“Aber wenigstens mit der Abwehrleistung wirst auch du heute zufrieden gewesen sein. Oder gibt’s da für dich auch was zu mosern?”, sagte Hannes.

“Die Abwehrleistung war o.k., vielleicht ist Maroh ja der Mann der Zukunft in der Innenverteidigung. Besonders dann, wenn Wollscheid nicht mehr da ist (klick),”

“Ma muss obba aa soong, dass di Kaisaslaudana scho orch schwoch im Ongriff woorn. Obba …”

“Der Gegner ist immer so stark, wie man es zulässt”, sagte Hannes.

“…obba der Rechdsvadaicha vom Glubb, der Ammi, der Dschändla odda wie der haaßt, der woor schdorg, wenn der nuch ofd so aufschbilld, wärda nimma long baim Glubb saa. Woor schdorg, wie-a des aans null gmachd hodd, guud durchgsedsd, geecha zwaa Geechna guud durchgsedsd, aa dechnisch guud gmachd und voorheer guud andibizierd, sauwa andibizierd…”

“Antizipiert”, rief der Wirt über den Tresen, “antizipiert, heißt das, Alfred!”

“…sauwa obglauschd hodda des, sauwa obglauschd und a sauwara Flanggn hodda amoll gschloong, nooch am guudn Soolo, a sauwara Flanggn, laida hodd da Aichla na Boll iewas Door gsedsd…”

“Über den Wolken”, sagte ich.

“…walla Rigglooch ghabd hodd, wallasi nedd richdich zum Boll gschdelld hodd, wäär a sauwas Door gweesn, wenna den Boll gschaid gedroffm hädd, a subba Door wäär des gweesn.”

“Hör mal, Michael, gib’s zu”, sagte der Wirt, “gib’s zu: Du hast das Spiel doch gesehen?”

“Klar hab’ ich das Spiel gesehen.”

“Der hat auch schon das Spiel gegen Schalke gesehen. Ich war bei ihm und wir haben uns das Spiel zusammen angeschaut”, sagte Hannes.

“Gut zu wissen”, sagte der Wirt.

“Was ist gut zu wissen”, sagte ich.

“Gut zu wissen, was das, was du so erzählst, wert ist.”

“Warum?”

“Weil ich dachte, du schaust dir erst wieder ein Club-Spiel an, wenn der Club wieder ein Spiel gewonnen hat. Das hast du nach dem 1:2 gegen Freiburg höchstselbst hier verkündet (klick).”

“Ach so”, sagte ich und nahm einen Schluck aus dem Glas.

“Der hat hier schon so manches verkündet”, sagte Hannes.

“Horch, Michael, hosd a Zigareddn fir miech, konnsdma aane geem?”

Ich gab Alfred eine Blend 29 und Alfred steckte sie sich hinters Ohr und ich ging hinter Alfred her nach draußen und Alfred sang (klick):

I E W A   D E N   W O L G NG …

[Spielbericht: klick und klick und klick.]

 


Bild: Wikipediastammtisch in Göttingen am 27.09.07 – Gerhard Elsner – This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

     

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Kommentare (11)

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  1. KUZ sagt:

    “Welcome back my friend to the show that never ends. Ladies and gentlemen… BELSHANOV !!

    Den Schbruch hob i zwar glaud, aber bassn doud er hald…
    ;-)

    Schdimmd scho, Du un Dei Eggschdaah!!

    Wasd aber bei Esswein und Egges Vergleich vergessen hasd,is, dass der Egges in sanner erschdn Saison sich in der zweidn Liga eischiessn konnde und außerdem dei eigne Hälfdn nur beim Seidnwechsl oder Anschdoos bedreedn had. Und verballerd had er in der erschden Liga aaa wie dSau.

    Abba, ei echd glasse Schbieeler war er drodsdem, der Egges. Und aa den Esswein siech i gern beim Glubb!! Und hädd a nix dagechn, wenn der Esswein aa mol su a Allschdaaar Kandidaad wärert……

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  2. Armin sagt:

    Wieda a schenna Gschichd.

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  3. oliisoaho sagt:

    ein spieltag ohne die nachbetrachtung der drei in der witschaft ist für mich mittlerweile nicht mehr komplett!danke!

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  4. Claus sagt:

    Auch wenn die Kommentarresonanz nicht immer überwältigend ist, ich glaube, dass mir die allermeisten hier Recht geben werden:
    Wir lesen die Tresengeschichten immer wieder gerne.
    Eine Zusammenfassung in Buchform einer ganzen Saison gäbe einen schönen Saisonrückblick der etwas anderen Art.
    Und das Allerschönste: Alle 3 haben ja immer irgendwie Recht.

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  5. Fonz sagt:

    Ich gebe Claus Recht. Die Vorfreude auf die Rückkehr der Tresengeschichten war das Sahnehäubchen auf dem Clubsieg am Samstag!

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  6. Woschdsubbn sagt:

    Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit :D , muss ich dem Claus auch total recht geben! :D

    Es hat sich einfach rentiert, einen Germanisten von der SpVgg Bayreuth in der Winterpause 1982/83 als Verstärkung fürs Mittelfeld zu holen.

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  7. Blitz sagt:

    Geringe Resonanz?

    Na dann:
    Ich lebe seit vielen Jahren beruflich bedingt nicht mehr in Nürnberg. Kein Wärtshausgschmarri mehr, kein Schafkupf, kein Schäufele, nix.

    Nur das hier.
    Und – wenn’s auch schwülstig klingt – das ist, als ob ich mal kurz in der Heimat wäre.

    Vielen Dank für diese wunderbaren Texte!!

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  8. belschanov sagt:

    Danke, Freunde, für eure Kommentare.

    Der Club ist so etwas wie eine “Heimat” und von Zeit zu Zeit ist man reif für die Insel…

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