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Passionsspiele

In seiner Nachbetrachtung zur 0:1-Heimniederlage des Erstbundesligisten 1. FC Nürnberg gegen den Zweitbundesligisten SpVgg Greuther Fürth im Achtelfinale des DFB-Pokals (klick) schreibt NZ-Reporter Uli Digmayer (klick):

Was nachdenklich stimmte, war Heckings kritische Anmerkung, seine Mannschaft hätte in der ersten Halbzeit zum Teil die nötige Leidenschaft vermissen lassen… 

Heckings nachdenklich stimmender Leidenschaftsdefizit-Befund stimmt besonders nachdenklich, wenn man bedenkt, dass der Trainer des 1. FC Nürnberg gerade mal anderthalb Wochen vor der Pokalpleite seinen Spielern das gleiche Attest ausstellte. Nach der Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim schrieb NN-Reporter Wolfgang Laas (klick):

Der eine oder andere Satz des Trainers vom Wochenende muss jedenfalls nachdenklich stimmen. „Uns hat der Glaube gefehlt, das Ding zu drehen“, sagte Hecking ein paar Minuten nach dem in jeder Hinsicht ernüchternden 0:2 gegen 1899 Hoffenheim. Ein schwerwiegender Vorwurf, den er am nächsten Vormittag weiter präzisierte. Von „fehlender Leidenschaft“ war da die Rede, verbunden mit einem freundlichen Hinweis auf die Konkurrenz. Augsburg zwingt Mönchengladbach mit einer bravourösen Energieleistung in die Knie, Kaiserslautern widersetzt sich dem Meister. Und der Club?

Sieht ganz so aus, als sei das Leidenschaftsdefizit der das FCN-Emblem auf der Brust tragenden Spieler eine vom Trainer nicht zu kurierende Krankheit. Und das, obwohl der eine oder andere das FCN-Emblem auf der Brust tragende Spieler sich gar nicht gegen die Erkenntnis sperrt, dass diese Krankheit in der Mannschaft um sich greift (klick):

Wir brauchen mehr Entschlossenheit, Willen, Geilheit, den Ball notfalls einfach reinzuhämmern.

So die Selbsterkenntnis von Mannschaftskapitän Raphael Schäfer nach der 0:2-Niederlage in Hamburg.

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

So heißt es…

…und nach dem überraschenden Pflichtsieg in Leverkusen (klick und klick) hätte man durchaus auf die Idee kommen können, dass die Mannschaft die Lust an der Leidenschaft wiederentdeckt hat und für die Anhängerschaft nunmehr Anlass besteht, zu hoffen, dass es vielleicht doch endlich ein Ende hat mit der Tour der Leiden. Nach dem uninspirierten Auftritt des Clubs gegen die Zweitliga-Kicker mit dem Kleebatt auf der Brust, die den Erstliga-Profis mit unbändigem Kampfesmut den Schneid abkauften, bleibt dem FCN-Anhänger aber wiederum nur die Erkenntnis, dass die von ihm investierte Leidenschaft eine Passion ist, die Leiden schafft.

Das Franken-Derby

war kein vorweihnachtlicher Benefizkick, sondern ein Achtelfinale im DFB-Pokal, der Gegner hieß nicht etwa FSV Frankfurt, sondern Fürth. Wer hier persönliche Motivationsprobleme verrät, sollte vielleicht über eine berufliche Neuorientierung nachdenken.

Schreibt Uli Digmayer (klick).

Berufliche Neuorientierung

…Vielleicht liegt das Problem ja gerade darin, dass sich für die Spieler des neunmaligen Deutschen Meisters das Problem einer beruflichen Neuorientierung überhaupt nicht stellt. Ein Spieler, der weiß, dass er in der nächsten Saison bei einem anderen Bundesligaverein spielt, und das zu besseren Konditionen (klick), ein Spieler, den ein anderer Bundesligaverein mit besseren Konditionen lockt (klick), ein Leih-Spieler, für den der 1. FC Nürnberg ohnehin nur eine Durchgangsstation ist, kann unter Umständen dazu neigen, von Motivationsproblemen geplagt zu werden, wenn es heißt: Zähne zeigen. Es reicht dann vielleicht hin und wieder mal für einen Überraschungscoup gegen eine Mannschaft, die gerade ein Motivationsproblem hat, weil sie ein Champions-League-Spiel gegen Barcelona geiler findet, als sich mit der Pipifax-Truppe des 1. FC Nürnberg herumschlagen zu müssen (klick). Ob es aber auch dazu reicht, den 857. Bundesligaabstieg des 1. FC Nürnberg zu verhindern, ist fraglich.

Unsere Ziele für die Rückrunde müssen wir dann mit mehr Leidenschaft angehen.

Sagt Club-Trainer Dieter Hecking (klick).

Und Club-Manager Martin Bader, der sich darüber ärgert, dass dem Verein durch das Ausscheiden im Pokal eine Menge Geld durch die Lappen geht, sagt (klick).

Diese Einnahmen hätten vieles erleichtert. Aber wir werden trotzdem versuchen, der Mannschaft im Winter frisches Blut zuzuführen.

Ob Adam Hlousek, dessen Verpflichtung offenbar feststeht (klick), die in ihn gesetzten Erwartungen in puncto Blutauffrischung erfüllen wird, weiß ich nicht. Ich kenne diesen Spieler nicht. Er ist für mich eine unbekannte Größe. Ein Überraschungsei zu Weihnachten:

K L I C K.

In diesem Sinne wünsche ich allen hier im Blog Versammelten Frohe Weihnachten, verbunden mit dem Dank für die regen Reaktionen auf meine Artikel.

Und für die Rückrunde wünsche ich uns…

…weniger Passionsspiele und mehr FCN-Spieler mit Passion!

     

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Kommentare (24)

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  1. Johnny Vegas sagt:

    100% Zustimmung

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  2. Stefan B. sagt:

    100% Zustimmung

    Ebenso!!!

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  3. Juwe sagt:

    70% Zustimmung, mir scheint es ein wenig übertrieben mit der fehlenden Leidenschaft mit einer Ausnahme, das Hoffenheim Spiel. Für mich sind es eher die fussballerischen Mittel die fehlen, den entscheidenden Pass zu spielen oder zwingende Spielzüge zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Da mangelt es auf allen Ebenen, um in der Bundesliga eine bessere Rolle einzunehmen. Und wenn man diese Mittel nicht hat und ein Spiel drehen muss, reicht es ja nicht nur zu rennen oder den Gegner abzugrätschen, was von vielen mit Leidenschaft gleichgesetzt wird und wenn man sich dann andauernd in einer vielbeinigen Abwehr festrennt, dann wirkt das eben irgendwann wie Ratlosigkeit. Daher muss in Mittelfeld und Sturm etwas am Kader passieren… ich hatte mich gerade angefangen an Platte zu gewöhnen, daher bin ich nicht sicher ob uns ausgerchnet Hlousek hinten links bei unseren Problemen weiterhelfen kann, aber ich lass mich überraschen…

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  4. Optimist sagt:

    Juwe, Zumindest wird Hlousek den Druck auf Platte erhöhen, der ja auch zu den Kandidaten gehört, die gelegentlich Leidenschaft vermissen lassen und der bislang ohne Pino konkurrenzlos war. Nicht auszudenken, er hätte sich auch noch verletzt….

    Ich denke, das wird uns gut tun. Und sei es nur, dass Platte sich steigert und gegen den neuen LV durchsetzt, selbst dann wäre mit der Investition etwas erreicht.

    Aus Lauterer Kreisen hört man übrigens, dass Hlousek kampf- und laufstark ist, mit viel Einsatz und LEIDENSCHAFT spielt und seine stärken eher defensiv hat. Würde ja passen, auch mal zusammen mit Platte, wenn man mehr Defensivstärke im Mittelfeld braucht.

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  5. Teo sagt:

    Passionierte Weihnachten, Belschanov!

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  6. Teo sagt:

    …und auch allen anderen im Blog: Frohes Fest!

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  7. KUZ sagt:

    Fehlende Leidenschaft…. ich erfahre tagtäglich, dass Begriffe der deutschen Sprache individuell unterschiedlich wahrgenommen werden! Ist mit Leidenschaft Rustikales und Grätsche gemeint ? Ganz ehrlich, ich freue mich , dass eine gewisse spielerische Eleganz beim Glubb zu sehen ist. Ich habe es speziell in den 80ern erleben müssen, den Glubb als ” Kampfmaschine” bezeichnet zu hören, dass mir die jetzige Spielart , eine gewisse Lockerheiz, einfach mehr zusagt.

    Nur weil der gemeine Glubberer nicht mehr überwiegend über den Rasen rutscht, fehlt doch Leidenschaft nicht. Ich glaube, dass Dieter Hecking und auch Raffa Schäfer einen Tick mehr Durchschlagskraft in bestimmten Situationen mit ” Leidenschaft” meinen. Bestes Beispiel das 1:0 vom HSV , als Simmons einfach den Ball ins Aus hätte dreschen müssen. Und es stimmt schon, ein wenig haben sich die Jungs doch in HZ 1 versteckt. Keiner kann scheinbar die Ärmel hochstülpen und sagen: “So nicht, Freunde!” , wenn die Mannschaft im Rückstand gerät. Diese Art der ” Leidenschaft” geht den Spielern ab. Da benötigen sie eine ” Ansprache” des Trainers,also erst von Außen. Dann gehts. Allein schaffen sie es ( noch ?) nicht.

    Welche Leidenschaft fehlt Dir, belschanov?

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  8. Juwe sagt:

    Ja aber ‘Durschlagskraft’ hat doch vor allem mit Können und spielerischen Mitteln zu tun. Was nützt die ganze ‘emotionale’ Leidenschaft und das Ärmel hochkrempeln, wenn es an den Fähigkeiten nicht reicht eine tief stehende Mannschaft auszuspielen. Und es gab in der ganzen Hinrunde kein einziges überzeugendes Spiel, man konnte nur Gegner überraschen, wenn man selber tief stehen und lauern konnte. Das war aber gegen Fürth schwer möglich im Rückstand. Das mit der fehlenden Leidenschaft ist für mich Augenwischerei und bla bla, die falsche Ursache auch wenns schön simple klingt.

    Ich glaube wenn man spielerisch auf einem höheren Level spielen würde, würde es auch der Mannschaft viel mehr Spaß machen mit mehr Erfolg und die Leidenschaft wäre automatisch sichtbar. Die Ursache liegt eben an den begrenzten Mitteln.

    KUZ: Nur weil der gemeine Glubberer nicht mehr überwiegend über den Rasen rutscht, fehlt doch Leidenschaft nicht. Ich glaube, dass Dieter Hecking und auch Raffa Schäfer einen Tick mehr Durchschlagskraft in bestimmten Situationen mit ” Leidenschaft” meinen

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  9. Optimist sagt:

    KUZ, die Ansprache des Trainers von außen bräuchten wir halt auch im Spiel, nicht nur in der Pause. Da wäre eine Auszeit gut ;-)

    Aber auch das ließe sich machen: Hecking signalisiert Raffa, eine Behandlungspause zu “nehmen”, weil das Spiel so lange ja nicht weiterlaufen kann, und versammelt das Team kurz bei sich, um eine kurze Ansprache zu halten. Danach, mit neu ausgerichteten Köpfen, läufts dann wieder besser….

    Tja, ist bestimmt irgendwie verboten ;-)

    Ach ja: Frohe Weihnachten Euch allen!

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  10. Clubfan2006 sagt:

    Ich denke, dem Club fehlt einfach (noch) die Qualität und Erfahrung, weiter oben (gesichert) in der BuLi mitzuspielen. Die Jungs sind einfach (noch) zu “grün”. Wenn man z. B. wieder das Spiel gegen Hoffenheim nimmt: Der Unterscheid zw. Ibisevic (115 Spiele/49 Tore) und Platte (zweimal zu spät, 18 Spiele) war doch deutlich zu erkennen und für mich aufgrund der o. g. Zahlen auch nachvollziehbar. Echte Verstärkungen wären dann z. B. Balitsch (284 Spiele) oder Jarolim (304 Spiele). Ob damit die Qualität steigt, wird sich zeigen und wir würden damit auch einen Teil z. Teil erfolgreichen “Jugendarbeit” aufgeben.

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  11. Armin sagt:

    Euch allen ein fröhliches, entspanntes Weihnachtsfest!

    Des mid da Bassion werd scho!

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  12. Bluemerson sagt:

    Hi Jungs,
    auch ich wünsche ALLEN HIER ein frohes Fest, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr, was hoffentlich für unser Clubberer-Herz besser verlaufen wird.
    In diesem Sinne…genießt die Feiertage und erholt euch gut.

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  13. Bluemerson sagt:

    Juwe:

    Ja aber ‘Durschlagskraft’ hat doch vor allem mit Können und spielerischen Mitteln zu tun. Was nützt die ganze ‘emotionale’ Leidenschaft und das Ärmel hochkrempeln, wenn es an den Fähigkeiten nicht reicht eine tief stehende Mannschaft auszuspielen.

    100% Zustimmung und hier muss Hecking/Bader schnellstens ansätzen/handeln. Ein Hlousek alleine wird da nicht reichen. Wir sind momentan nicht in der Lage mal ansatzweise dem Spiel “UNSEREN” Stempel aufzudrücken. Wir reagieren nur statt mal zu agieren. Grund dafür sind die spielerischen Mittel. Hier brauchen wir dringend 2 Spieler (egal ob Kauf oder Leihe) die uns in der schweren Rückrunde weiterhelfen !!! Mit Platz 15 kann glaubig jeder Clubfan am Ende der Saison leben und die Mannschaft hat verdammt nochmal die Pflicht diesen Platz zu erreichen !!!

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  14. belschanov sagt:

    @KUZ

    Mit “Leidenschaft” meine ich nicht eine rustikale Gangart, sondern die innere Einstellung der Spieler: Absolute Identifikation mit der Aufgabe, die sie in einem Spiel zu erfüllen haben, höchste Konzentration, Nicht-Nachlassen bei einem Rückstand oder dann, wenn der Gegner Widerstand leistet und die Sache nicht von selbst geht. Das hat natürlich auch viel mit der Identifikation mit dem Verein zu tun und die ist bei Spielern, für die der FCN nur eine Durchgangsstation ist, möglicherweise nicht so ausgeprägt, wie es sein sollte.

    Z.B. das Spiel in Hamburg: Da war unsere Mannschaft bis zum 0:2 spielbestimmend und hat – schönen Weihnachtsgruß an Juwe und Bluemerson – ganz und gar nicht so gewirkt, als fehlten ihr die spielerischen Mittel. Was fehlte, war das letzte Quentchen Entschlossenheit, das absolute Erzwingen-Wollen, der letzte “Zug”. Und dass unsere Mannschaft nach dem 0:2 einfach “abschenkte”, obwohl noch eine halbe Stunde zu spielen war, war jämmerlich.

    Ich behaupte: Mit mehr Leidenschaft hätte diese Mannschaft in der Vorrunde sechs bis acht Punkte mehr machen können.

    @Juwe:

    “Das mit der fehlenden Leidenschaft ist für mich Augenwischerei und bla bla, die falsche Ursache auch wenns schön simpel klingt.”

    Wenn das so stimmt (stimmen würde), ist (wäre) Hecking ein “Bla-bla” quasselnder “Augenwischer”.

    Aber natürlich hast du Recht: Die von Hecking beklagte fehlende Leidenschaft ist nicht die einzige Ursache. Die Mannschaft hat auch fußballerische Defizite und für die Rückrunde sind Verstärkungen notwendig. Die neuen Spieler werden der Mannschaft im Abstiegskampf aber nur helfen können, wenn sie die richtige Einstellung (“Leidenschaft”) mitbringen.

    Erst kommt die Einstellung, dann alles andere. Fehlt die Einstellung, bekommt auch eine über hohes spielerisches Format verfügende Mannschaft Probleme. Und eine Mannschaft mit geringerem spielerischen Format kann mit “Leidenschaft” mehr erreichen, als ihr alle zutrauen.

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  15. Der Tobi sagt:

    Wurde einen Transfer von Balitsch begrüssen. Würde aber auch gerne noch einen neuen Offensiven Spieler (ZOM / ST) dazu sehen.

    Euch allen frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!!!

    Nächstes Jahr greifen wir wieder an, denn WIR SIND DER CLUB!!!

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  16. Bluemerson sagt:

    belschanov:
    @KUZ

    Mit “Leidenschaft” meine ich nicht eine rustikale Gangart, sondern die innere Einstellung der Spieler: Absolute Identifikation mit der Aufgabe, die sie in einem Spiel zu erfüllen haben, höchste Konzentration, Nicht-Nachlassen bei einem Rückstand oder dann, wenn der Gegner Widerstand leistet und die Sache nicht von selbst geht. Das hat natürlich auch viel mit der Identifikation mit dem Verein zu tun und die ist bei Spielern, für die der FCN nur eine Durchgangsstation ist, möglicherweise nicht so ausgeprägt, wie es sein sollte.

    Z.B. das Spiel in Hamburg: Da war unsere Mannschaft bis zum 0:2 spielbestimmend und hat – schönen Weihnachtsgruß an Juwe und Bluemerson – ganz und gar nicht so gewirkt, als fehlten ihr die spielerischen Mittel. Was fehlte, war das letzte Quentchen Entschlossenheit, das absolute Erzwingen-Wollen, der letzte “Zug”. Und dass unsere Mannschaft nach dem 0:2 einfach “abschenkte”, obwohl noch eine halbe Stunde zu spielen war, war jämmerlich.

    Ich behaupte: Mit mehr Leidenschaft hätte diese Mannschaft in der Vorrunde sechs bis acht Punkte mehr machen können.

    Alles schön und gut…aber das Spiel in Hamburg war doch aber auch das einzigste von dieser Sorte…nenn mir doch mal ein Spiel wo WIR ähnlich AGIERT haben ?! Mir fällt da spontan keins ein. Desweiteren sind solche Leistungen auch eine Art “Wundertüte”…nicht zu erklären warum man es z.B. in Hamburg und ansatzweise auch in Leverkusen kann schafft (Leverkusen war von der Ausrichtung wieder ein ganz anderes Spiel) und man dann aber Tage später (nimmt man Leverkusen) kläglich im DFB-Pokal versagt und nicht ansatzweise das abrufen kann, was man doch Tage zuvor noch konnte…das ist dann doch ein Stück weit der Qualität zuschulden !!!
    Aber den Weihnachtsgruß gebe ich trotz alledem zurück ;-)

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  17. Paule sagt:

    Freue mich sehr, dass in diesem Forum Begriffe wie “Schande” und “Derbyverlierer” fehlen. OMG, war das peinlich.

    Meiner Meinung nach brauchen wir einen Ersatz für Pekhart, wenn der mal grad nicht funzt. Aber woher nehmen?

    P.S.: Pekhart find ich klasse, aber wir sollten was vegleichbares in der Hinterhand haben, um ihn zu ersetzen, wenns bei ihm nicht läuft.

    Und eine Type wie Balitsch oder Jarolim würde uns auch gut zu Gesicht stehen. Als Ersatz für einen Wintertransfer von Timmy …. ;-)

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  18. Beate60 sagt:

    KUZ:
    Fehlende Leidenschaft…. ich erfahre tagtäglich, dass Begriffe der deutschen Sprache individuell unterschiedlich wahrgenommen werden! Ist mit Leidenschaft Rustikales und Grätsche gemeint ? Ganz ehrlich, ich freue mich , dass eine gewisse spielerische Eleganz beim Glubb zu sehen ist. Ich habe es speziell in den 80ern erleben müssen, den Glubb als ” Kampfmaschine” bezeichnet zu hören, dass mir die jetzige Spielart , eine gewisse Lockerheiz, einfach mehr zusagt.

    Nur weil der gemeine Glubberer nicht mehr überwiegend über den Rasen rutscht, fehlt doch Leidenschaft nicht. Ich glaube, dass Dieter Hecking und auch Raffa Schäfer einen Tick mehr Durchschlagskraft in bestimmten Situationen mit ” Leidenschaft” meinen. Bestes Beispiel das 1:0 vom HSV , als Simmons einfach den Ball ins Aus hätte dreschen müssen. Und es stimmt schon, ein wenig haben sich die Jungs doch in HZ 1 versteckt. Keiner kann scheinbar die Ärmel hochstülpen und sagen: “So nicht, Freunde!” , wenn die Mannschaft im Rückstand gerät. Diese Art der ” Leidenschaft” geht den Spielernab. Da benötigen sie eine ” Ansprache” des Trainers,also erst von Außen. Dann gehts. Allein schaffen sie es ( noch ?) nicht.

    Welche Leidenschaft fehlt Dir, belschanov?

    Man sieht es Spielern einfach an, on sie alles geben, um siegen zu wollen. Das mach ein Ärmel hochkrempeln, ein schnell Aufstehen und Weiter, ein ständig sich Freispielen oder eben auch mal ein sich wirklich durchsetzen und sich nicht Aufhalten lassen sein. Um es deutlich zu machen zwei Beispiele, die mir spontan einfallen: Diekmeyer hat das vor Jahren mal gezeigt als er in letzter Sekunde noch ein Tor für uns erzielt hat und sich eben nicht foulen ließ oder Pinola im letzten Jahr.als er auf einmal zum Sieg einnetzte. Ich weiß nicht mehr, welche Spiele das waren und es waren natürlich Glücksmomente zum Schluß. Aber auch während eines Spiels gibt es immer Momente, wo ein Spieler sich einfach durchsetzt, wo er sich auch hätte fallen lassen können und damit nicht selten das Glück erzwingt. Und sowas sah ich bei Spiel gegen Fürth von unserer Mannschaft kaum und deshalb fand ich hat Leidenschaft und der unbedingte Wille zum Sieg gefehlt.

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  19. Juwe sagt:

    Ja, ich habe sowas auch von Hecking sowie Bader aus den Medien vernommen, mein Verdacht ist aber, kann mich auch täuschen, die beiden sind ja auch schon lange im Geschäft, was wirft man den Medien hin, um sich als selbstkritisch und lernwillig zu zeigen, was man bei den Ergebnissen wohl auch muss ohne die eigene Mannschaft zu demontieren oder in Frage zu stellen.
    Dieser Brocken ‘fehlende Leidenschaft’ richtet vielleicht nicht so viel Schaden in der eigenen Mannschaft an, als öffentlich zu konstatieren einzelne oder gar bestimmte Namen haben einfach nicht die Qualität, die erfolderlich wäre oder man hätte den Kader falsch eingeschätzt, mit dem sie ja auch erstmal weiterhin arbeiten müssen. Ich empfand das eher als einen Schutzschirm, dass es nicht gut läuft lässt sich ja nun nicht leugnen, an dem sich die Medien nun ein wenig austoben können, ich glaube intern hat Hecking eine viel konkretere Analyse über seine Spieler, die er aber nicht mit jedem einzelnen Medienvertreter ausdiskutieren wird.

    belschanov: Wenn das so stimmt (stimmen würde), ist (wäre) Hecking ein “Bla-bla” quasselnder “Augenwischer”.

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  20. Töffi sagt:

    Mit der Diekmeier-Aktion meinst Du wahrscheinlich die Szene vor dem 3:2-Siegtreffer in letzter Minute in Wolfsburg (21.11.2009), als Diekmeier nach Eckball von Wolfsburg einen Konter eingeleitet und letztendlich Kluge das Tor geschossen hat. Diekmeier selbst hat nämlich nie ein Tor für den Club geschossen. (Danach gab es vier Niederlagen und Oenning musste gehen.)

    Und bei Pinola ist wohl sein 2:1-Siegtreffer (auch in letzter Minute) gegen Stuttgart gemeint (22.9.2010), als er nach Eckball von Stuttgart allein auf das gegnerische Tor zugelaufen war. Der Club spielte nach gelb-rot für Wolf in Unterzahl und konnte somit endlich den ersten Saisonsieg feiern.

    Beate60: Um es deutlich zu machen zwei Beispiele, die mir spontan einfallen: Diekmeyer hat das vor Jahren mal gezeigt als er in letzter Sekunde noch ein Tor für uns erzielt hat und sich eben nicht foulen ließ oder Pinola im letzten Jahr.als er auf einmal zum Sieg einnetzte. Ich weiß nicht mehr, welche Spiele das waren und es waren natürlich Glücksmomente zum Schluß.

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  21. Optimist sagt:

    @ Beate, Töffi:
    ja, ich glaube, ich weiß was ihr meint. Sogar Charisteas hat das einmal vorgemacht, im Heimspiel gegen Duisburg, als er, obwohl wahrlich kein großer Dribbler, sich gegen 3 Mann im Strafraum durchgesetzt hat und damit das Tor erzwungen…

    Statt dassen lässt man sich in guter Position fallen. Armselig! Ist aber wohl auch Ausdruck mangelneden Selbstvertrauens, es schaffen zu kömmen, sich hier noch durchzusetzen, eine Art von Resignation. An der Psyche muss gearbeitet werden!

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  22. Juwe sagt:

    hehe also das ist wohl kein Zeichen von Resignation sondern erschleichen eines Vorteils, das ist so alt wie die Bundesliga, also sicher keine Frage der Psyche, eher des Charakters.

    Optimist: Statt dassen lässt man sich in guter Position fallen. Armselig! Ist aber wohl auch Ausdruck mangelneden Selbstvertrauens, es schaffen zu kömmen, sich hier noch durchzusetzen, eine Art von Resignation.

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  23. Optimist sagt:

    Juwe, am Charakter zu arbeiten schadet da sicher auch nichts ;-)

    Aber ich meine das schon so. Wenn man überzeugt ist, noch einen guten Abschluss hinzukriegen, lässt man sich auf so Spielchen wie Fallenlassen nicht ein, sondern spielt weiter. Ein Pizarro lässt sich auch nur dann fallen, wenn der Ball weg oder nicht mehr im Tor unterzubringen ist (dann aber mit ziemlicher Sicherheit, er kann das so gut, dass auch das meistens klappt).

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  24. Derbfuss sagt:

    Juwe:
    hehe also das ist wohl kein Zeichen von Resignation sondern erschleichen eines Vorteils, das ist so alt wie die Bundesliga, also sicher keine Frage der Psyche, eher des Charakters.

    Heftiger Einspruch Juwe. “So-alt-wie-die-Bundesliga” kann man nicht so stehen lassen. Damals (also zu Beginn dieser Epoche) gabs sowas fast ausschließlich nur von Vereinen zu sehen, die südländisch geprägt waren. Das waren noch Zeiten, wo Fairplay keine blanke Worthülse war.

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