Berlin vor Augen, einen Koffer in Nürnberg
Die Vorrunde war wirklich nicht gerade ideal für den 1. FC Nürnberg und die Vorbereitung auf die Rückrunde hat da gleich weitergemacht: Verletzungen, Rückschläge, enttäuschte Hoffnungen. Der Blick auf die Rückrunde fällt also mindestens bange aus, auch wenn man sich nicht unterkriegen lassen will. Die Mannschaft hat das Zeug zum Klassenerhalt, da ist man sich einig, aber so langsam darf die Seuche bitte auch mal enden. Eine Problemzone im nächsten Spiel ist aber halb hausgemacht: Die Rechtsverteidigerposition. Vier Kandidaten fallen aus, darunter aber zwei selbst verschuldet, da gesperrt. Nun muss es vielleicht ein Kamavuaka richten – aber mit jungen Talenten haben wir ja gute Erfahrungen gemacht. So fing auch mal ein Wollscheid an, einfach reingeworfen und er schwamm und schwamm – leider weiter bis nach Leverkusen.
Dabei fing alles doch so gut an. Und zwar gegen die Hertha. Kein wirklich schönes Spiel, aber ein ordentliches und diszipliniert gespieltes – und erfolgreiches! Mit 0:1 startete man mit einem Auswärtserfolg in die Runde – da war die Welt noch in Ordnung und das Luxusproblem hieß Kreativität. Das “Luxusproblem” ist geblieben, aber es kamen noch viele weitere dazu …
Berlin vor Augen und die Frage: Wird es ein guter (Neu-)Start?
Wir sprachen wieder mit anderen Bloggern, diesmal aber nicht mit einen schreibenden Fan, sondern mit einem der Schreiber von Immerhertha.de – aber das soll uns Daniel Stolpe von der Berliner Morgenpost am Besten selbst erklären und uns auch gleich verraten, ob Preetz auch Berlinern spanisch vorkommt, warum Ausfälle manchmal gar nicht so tragisch sind und warum er wo und mit welchem Schal am Samstag im Stadion sitzt.
[Clubfans United] Hallo Daniel, schön, dass du zum Saisonauftakt für uns Zeit hast. Wie ist die Stimmung in Berlin?
[Immer Hertha] Auf positive Weise gespannt. Der Start in eine Saisonhälfte ist ja immer besonders, weil ungewiss. Aber diesmal ist die Konstellation noch zusätzlich ungewöhnlich: Aufsteiger Hertha BSC hat, allem sportlichen Erfolg zum Trotz (20 Punkte, Platz 11), den Trainer gewechselt – da blickt nun alles auf diesen Michael Skibbe, und wie er die durchaus beachtliche Arbeit von Markus Babbel fortführen kann.
[Clubfans United] Gleich zum Rückrundenstart für uns auch Neuland, denn bisher interviewten wir immer ‘privat schreibende’ Fans. Immerhertha.de ist aber in dem Sinne kein Hobbyprojekt. Was genau ist es denn?
[Immer Hertha] Wir als Redakteure der Berliner Morgenpost betreiben in deren Auftrag das mit Abstand populärste Hertha-Blog der Hauptstadt. Bewusst nach dem damaligen Abstieg aus der Bundesliga im August 2010, haben wir damit begonnen. Seitdem bloggen wir täglich alle großen und kleinen Vorkommnisse aus der blau-weißen Welt.
[Clubfans United] Journalisten bloggen über den Fußball im Auftrag der Redaktion. In Nürnberg haben wir das ja auch mit “3 Clubfreunde” und in Frankfurt kennt man vor allem Blog G. Was verspricht sich ein Verlag, wenn er seine Angestellten zum Nischen-Bloggen “verdammt”? Wollen die Verlage einfach auch was vom “Social Media”-Kuchen abhaben, trauen sich den großen Schritt aber nicht?
[Immer Hertha] Ich würde nicht sagen, dass sie ihn sich nicht trauen, das glaube ich nicht. Blogs, Facebook, Twitter oder Apps – es ist wohl eher so, dass noch niemand diesen einen Königsweg gefunden hat, wie das Web 2.0 im großen Stil zu erobern ist. Wobei ich persönlich glaube, dass dieser Weg über so viel Nähe zum Leser/Kunden wie möglich führt. Wir erfahren in vielfacher Form von Feedback jeden Tag aufs Neue, wie sehr unsere Leser den unmittelbaren Kontakt zu uns schätzen; wie gern sie uns Fragen stellen und wie ernst sie unsere Meinung und unsere Antworten dann auch nehmen – weil sie spüren, dass wir nah dran sind an Hertha und sie, soweit es möglich ist, gern teilhaben lassen an unserem Wissen über ihre Leidenschaft. In Zahlen ausgedrückt: Knapp 600 unserer Blogs haben mehr als 50000 Kommentare hervorgerufen; bei unseren täglichen Umfragen wurden rund 350000 Stimmen abgegeben.
[Clubfans United] Was unterscheidet für Dich Bloggen vom normalen “Sportartikel” schreiben?
[Immer Hertha] Der Unterschied ist gewaltig. Mir macht beides Spaß. Im klassischen Print müssen die Texte für täglich mehrere Hunderttausend mehr oder weniger Hertha- und fußballaffine Leser aufbereitet werden. Da geht es also meist um das große Ganze. Dagegen können wir im Blog selbst auf kleinste Details abheben, das obendrein noch aus einer sehr persönlichen (Ich-)Perspektive. Können Fotos einstellen oder auch mal kurze Videos, wie es uns gefällt. Wenig interessiert unsere Community zum Beispiel so sehr wie – nicht falsch verstehen – ganz platte Berichte, was beim Training los war und wer mit gegen wen ohne Leibchen gespielt hat.
[Clubfans United] Wie nehmt ihr die Blogszene rund um Hertha wahr? Gibt es da Kontakte? Oder gar mehr?
[Immer Hertha] Innerhalb unserer Community gibt es solche Kontakte, mitunter auch persönlich am Trainingsplatz. Wir begreifen das Blog auch da nicht als Einbahnstraße, denn auch wir Journalisten profitieren vom Wissen der Jungs da draußen. Mediziner erklären uns, warum so ein verflixter Riss des hinteren Kreuzbands komplizierter ist als ein solcher des vorderen. Oder Wirtschaftsprüfer helfen uns wirtschaftliche Kennzahlen zu deuten. Und, und, und. Darüber hinaus gibt es noch einige andere, private Blogs rund um Hertha, die untereinander weitgehend freundschaftlich verbunden sind.
[Clubfans United] Die Blogger sind einst mal aufgebrochen um dem Journalismus das Fürchten zu lehren. Hatten sie Erfolg? Was ist davon übriggeblieben?
[Immer Hertha] Jede neue Bewegung veranlasst das sogenannte Establishment, sich zu hinterfragen. Sicher also haben die Blogger der ersten Stunde den alteingesessenen Medien den ein oder anderen Denkanstoß gegeben – unser Blog und wir bloggenden Journalisten sind nur ein Beispiel dafür. Die neuen Medien und die Vielfalt der Menschen, die sie gestalten, haben dazu geführt, dass unsere Meinungswelt bunter und lebendiger geworden ist. 18 Millionen Menschen wollen via Twitter wissen, was „Lady Gaga“ tagtäglich so bewegt – eine solche Auflage hat kein Lifestyle-Magazin weltweit. Ein negativer Aspekt ist, dass unter all den Meldungen nicht selten auch Falschinformationen publiziert werden. Aber das geht uns Medienprofis (leider) auch nicht anders.
[Clubfans United] Zum Sport: Hertha hat sich solide in der Bundesliga zurückgemeldet. Ist man damit erstmal zufrieden und schielt man schon wieder Richtung Europa?
[Immer Hertha] Das von Vereinsseite erklärte Saisonziel lautet ausschließlich: Klassenerhalt. Da ist die Mannschaft in der Tat sehr gut auf Kurs – wenngleich vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 auch kein ganz sanftes Ruhekissen sind. Wenn trotzdem Europa schon wieder ein Ziel ist, dann deshalb, weil Klub, Spieler und alle Fans in der Stadt beseelt sind vom Traum einer Teilnahme am DFB-Pokalendspiel im heimischen Olympiastadion. Ex-Trainer Babbel hatte mutig den Pokalsieg als Saisonziel formuliert, daran wird auch nach seinem Abgang festgehalten – durchaus mutig, wie ich finde.
[Clubfans United] Bei der Niederlage gegen den Club zum Saisonauftakt sah die alte Dame aber so richtig alt aus. Kaum eine Torchance und auch wenn der Club kein Offensivspektakel bieten konnte, war die Heimniederlage wohl mehr als verdient. Was wir uns hier fragen: Wart ihr so schwach oder wir so stark? Und was ist danach passiert?
[Immer Hertha] Ich habe Donnerstagvormittag mit dem Ex-Clubberer Andi Ottl telefoniert, er sagte zwei ganz richtige Dinge. Erstens: „Das Hinspiel gegen Nürnberg war eines unserer schrecklichsten Spiele in dieser Saison.“ Zweitens: „Vielleicht war es uns eine Warnung zum richtigen Zeitpunkt.“ Also: Hertha war an diesem Tag so schwach wie seitdem kein einziges Mal mehr. Aber die Mannschaft hat die Lehren daraus gezogen und war, mit Ausnahme des 0:4 bei den Bayern, in jedem folgenden Spiel konkurrenzfähig. Die Rekordzahl von acht Unentschieden und nur fünf Niederlagen verraten, wie schwer Hertha doch zu besiegen ist.
[Clubfans United] Die Trennung von Babbel erschien uns als Außenstehenden völlig unnötig und das ‘Wie’ bestätigte dabei ein negatives Bild von Preetz, der nicht immer glaubwürdig rüberkommt – wir denken da an die Causa Raphael Schäfer/DFB und sehr widersprüchliche Aussagen. Bei Babbel klang das schon wieder sehr ähnlich alles. Wie sieht das der Hertha-Fan?
[Immer Hertha] Man muss da von Fall zu Fall unterscheiden. Schon die Trennung von Favre ist nur auf den ersten Blick ähnlich verlaufen wie nun die von Babbel, nämlich beide Male begleitet von öffentlichen Vorwürfen und Klage(androhunge)n. Bei genauerer Betrachtung gab es aber doch erhebliche Unterschiede, was den jeweiligen Verursacher angeht. Trotzdem, ganz klar: Preetz muss aufpassen! Als ich seinerzeit im Blog fragte, „Babbel oder Preetz, einer lügt – wem glaubt ihr mehr?“, erhielt Preetz weniger als ein Drittel (487) der insgesamt über 1500 Stimmen.
[Clubfans United] Mit Michael Skibbe wurde dann schnell ein Nachfolger gefunden. Eine richtige Entscheidung? Skibbe galt ja mal als Highflyer, viele Frankfurter Fans werfen ihm aber vor schlicht zu “bequem” zu sein und zu wenig der Arbeiter. Ganz anders als Babbel. Kann Skibbe Babbels Weg weiterführen oder muss sich die Hertha erstmal wieder nach unten orientieren?
[Immer Hertha] Ich bin kein Wahrsager, die Antwort auf diese Frage werden schlicht und einfach die nächsten Spiele geben. Skibbe ist angetreten, um Hertha „mittelfristig wieder ins obere Tabellendrittel zu führen“. Große Worte! Gemessen wird er allein an Punkten. Unter den Hertha-Fans herrschte anfangs große Skepsis, ob Skibbe der richtige Babbel-Nachfolger sei. Inzwischen hat sich Zuversicht an diese Stelle gesetzt. Bis hierhin erleben wir eine auch unter Skibbe geschlossene Einheit; die Mannschaft hat, übrigens in unmittelbarer Nachbarschaft zum FCN, ein sehr konzentriertes Trainingslager in Belek absolviert, in dem Skibbe ein Vorwurf auch ganz und gar nicht gemacht werden konnte: Der, er würde zu lasch oder zu wenig trainieren lassen. Im Gegenteil, die Spieler merkten manchmal erst, wie K.o. sie waren, als sie nach den Einheiten zurück auf ihren Zimmern waren. Skibbe hat sehr hart trainieren lassen, aber zugleich auch spaßbetont. Wie nachhaltig das ist – wir alle kennen die entsprechenden Probleme bei seinen vorherigen Stationen –, werden wir erst mit der Zeit beurteilen können.
[Clubfans United] Bevor wir zum Spiel kommen noch ein Schwenk: In Berlin fand gerade der Fankongress 2012 statt. Thema natürlich auch Gewalt und der Disput zwischen Fans und DFB/DFL, die im Übrigen mit Abwesenheit glänzten. Ein Statement dazu?
[Immer Hertha] Ein schwieriges Thema, an dem ich auch nicht sehr nah dran bin. Deshalb von meiner Seite nur so viel: Maximalforderungen, wie ich sie insbesondere von den sogenannten Ultra-Gruppierungen vernommen habe, führen zu nichts.
[Clubfans United] Am Samstag ein “richtungsweisendes Spiel”, so klingt das unisono. Das Wort Endspiel hat man uns bisher erspart. Aber welche Richtung nehmen die Mannschaften am Samstag? Deine Einschätzung – ganz ohne Hertha-Brille?
[Immer Hertha] „Endspiel“ ist auch totaler Quatsch, „richtungsweisend“ trifft es aber sehr gut. Nürnberg kann Hertha in der Tabelle überflügeln, umgekehrt können die Berliner einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz halten oder sogar noch weiter auf Abstand bringen. Doch selbst im Falle eines Berliner Sieges, wäre für Nürnberg noch rein gar nichts verloren – außer, dass die Stimmung im Falle einer weiteren Heimniederlage natürlich nicht besser würde. Ich halte das Spiel aber in der Tat für völlig offen. In demselben Maße, wie ich dem Club einen Heimsieg zutraue, halte ich aufgrund der nicht zu leugnenden Personalprobleme gerade in der Defensive auch einen Sieg der an guten Tagen enorm spielstarken Berliner mit ihren starken Individualisten nicht für ausgeschlossen. Keinen Vorteil für Nürnberg kann ich leider darin erkennen, dass Raffael gesperrt ist. Sein lange Zeit phlegmatischer und auch etwas zu gefräßiger Bruder Ronny ist ein mindestens ebenso guter Kicker – und gerade erlebt er die beste Phase seiner Berliner Zeit. Er ist Skibbes erster Liebling und wird darauf brennen, das auf dem Platz auch zu rechtfertigen.
[Clubfans United] In Dir steckt auch ein kleiner Clubberer! Stimmt das? Wie kommt das? Wie geht das zusammen?
[Immer Hertha] Was heißt da „auch“!? ;-) Ihr seid aber gut informiert, ich bin Nürnberger und als solcher natürlich auch „ein kleiner Clubberer“. Erstes Spiel am ersten Spieltag nach dem Aufstieg 1985 (das Ergebnis tut an dieser Stelle nichts zur Sache!), erste Dauerkarte in der Saison darauf. Seitdem alle Auf- und Abstiege. Größtes und zugleich bitterstes Erlebnis als Jugendlicher war das Uefa-Cup-Heimspiel gegen Rom, schönstes Erlebnis – da auch schon beruflich – natürlich der Pokalsieg 2007. Wie das Leiden mit dem Club mit meinem Job einhergeht? Sehr gut! Ich finde, Reporter sollten, wenn überhaupt, in nicht allzu großem Maße auch Fans der Mannschaft sein, über die sie berichten. Ich mag ein paar der Jungs bei Hertha, aber bin kein Hertha-Fan. Ich bin überzeugter Club-Sympathisant – und darüber hinaus in erster Linie Fußball-Fan mit dem Glück, das ich mein Hobby zum Beruf machen durfte, auch ohne dass ich deswegen kurze Hosen tragen muss.
[Clubfans United] Wo wirst Du das Spiel am Samstag verfolgen?
[Immer Hertha] Auf der Pressetribüne des Stadions mit dem komischen Namen, der dringend durch einen solchen mit mehr Tradition ersetzt gehört! :-)
[Clubfans United] Herzlichen Dank für das Interview!
[Immer Hertha] Ei freilich!
Das Interview führte Alexander Endl und Stefan Helmer (Clubfans United) mit Daniel Stolpe (Immer Hertha) zwischen dem 16. und 19.01.2012 via E-Mail.
Bild: Kutte eines Hertha BSC-Anhängers (Ausschnitt) – Urheber: Oliver Wolters – Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.




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Danke, ist eh schon erledigt. Es braucht gar kein Spiel mehr stattzufinden:
SPON meint, wir werden 13ter, die Hertha landet im Mittelfeld und beide steigen dieses Jahr damit nicht ab. Wunderbar.
Die meisten Berliner und Brandenburger die ich kenne, sind eher Unionisten oder Eisbären-Fans. Nur einer ist ein Blau-Weißer und ein ganz normaler Fan, der auch zugibt mal zurecht zu verlieren. Die Statistik spricht ja tatsächlich für den Glubb, das ist seeeehr selten. Jetzt werde ich auch langsam zum Optimist und möchte auch einen 3er haben.
Auch wenn die Augenfarben von DH im Interview ziemlich dureichander kamen. Blau, braun, grün – so recht wusste er am Ende dann auch nimmer weiter.
Woschdsubbn(Zitieren) (Antworten)
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Ein Herthablogger, der gebürtiger Nürnberger und damit automatisch Clubfan (tschuldigung, “Club-Sympathisant”) ist, ist ja auch recht nett. Ich drücke zumeist, aus nachvollziehbaren Gründen, natürlich auch der Hertha die Daumen, dass sie die Klasse hält, bzw. wie in der Saison 10/11, dass sie wieder aufsteigt. Ich möchte schließlich mein “Heimspiel” vor der Haustür haben. In der Saison 09/10 war das natürlich eine Ausnahmesituation, schließlich ging es darum, mindestens 2 Mannschaften hinter sich zu lassen, und außer der Hertha gab es da seinerzeit nicht allzuviel Auswahl.
Außerdem war das 1. BL-Spiel des Clubs ja genau hier im Olympiastadion, deswegen passt es ganz gut, dass es im 1000. auch gegen die Hertha geht, Tradition verpflichtet.
Es hätte sich sogar noch die Möglichkeit ergeben, morgen in einem kleinen Herthafanbus mit nach Nürnberg zu fahren, aber die Jungs und Mädels düsen gleich nach dem Spiel zurück, und Frankenstadion ohne anschließenden Besuch im Landbierparadies geht ja nun gar nicht.
Claus(Zitieren) (Antworten)
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Es ist schon ein besonders Spiel. Das 1000. Bundesligaspiel für den Club. Und zu Gast, wie beim ersten Spiel, Berlin. Damals gab es ein 1:1. Ein Ergebnis, das durchaus auch diesmal im Bereich des Möglichen liegt. Sicher kein Wunschergebnis, aber angesichts der Personallage zufriedenstellend, wenn man denn merkt, dass sie mit BISS an die Aufgabe heran gehen.
Mein Beitrag zur Aufstellungsarithmetik:
Schäfer – Maroh, Simons, Wollscheid – Hlousek, Hegeler, Cohen, Eigler – Esswein, Didavi – Pekhart.
Ob man diesest System nun 3-4-2-1 oder 5-4-1 tauft, ist egal – je nach Situation ist es beides. Ich bin gespannt, wie sich DH entscheidet.
Teo(Zitieren) (Antworten)
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…und Wolf geht nach Monaco…
Teo(Zitieren) (Antworten)
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Ja, dass Wolf nicht wirklich permanent Stammspieler bei Werder würde, war ja allen klar, aber dass es dann so schnell geht spricht für seinen Sinn für Realismus. Zumindest konnte er die anfangs akuten Personalprobleme der Bremer lösen…
…der rustikale Wolf im mondänen Monaco, nette Geschichte
Deine Aufstellung wird so wohl nichts, da Hecking sicher nicht die Viererkette auflöst. Spannend wird die linke Seite: Hlousek und Esswein, Platte und Hlousek oder gar Hlousek und Didavi in einem 4-4-2 – System. Auch eine mögliche Alternative in der Zentrale wäre Didavi statt Cohen als 8er, aber das glaube ich nicht, weil es zu offensiv wäre. Sicher dabei sein dürften Eigler und natürlich Pekhart und Simons, sowie Maroh, Wolle und gemäß Ankündigung Hegeler.
Optimist(Zitieren) (Antworten)
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Hoffentlich lief das nicht über einen englischsprachigen Berater und Wolfi hat über den Google Translator aus Monaco München gemacht. Dass es da keine Tränchen gibt!
Alexander | Clubfans United(Zitieren) (Antworten)
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Folgende kleine Anektode kann ich mir bei Wolf nicht verkneifen. Wenige Tage vor Weihnachten war ich mit meiner Frau letzte Weihnachtsgeschenke einkaufen und nach einem gefühlten Marathon, sass ich vor dem Drogeriermarkt gleichbedeutend mit dem Kürzel für Deutsche Meisterschaft neben der Lorzenkirche auf einer Holzbank, um ein wenig inne zu halten und das Treiben zu beobachten.
Frau entschwand in den DM, was Frauen eben gerne tun, für uns Männer gilt das nur bedingt. Wer sass zufällig neben mir auf der Bank, Andreas Wolf sichtlich genervt mit gut 5 Tüten zu seinen Beinen, auch auf seine Holde wartend , was lange dauerte, das Thema Frauen im Drogeriemarkt. Ich schlenkerte irgendwann mit meiner Frau weiter, Wolf blieb mit seinen zahlreichen Tüten sichtbar genervt weiter auf der Holzbank sitzen, er musste scheinbar länger warten.
Auf dem Rückweg in der Innenstadt ca. eine Stunde später, sah ich Wolf dann mit mittlerweile ca. 9-11 Tüten am Eingang von Fashion Laden Zara stehen! man könnte sagen er blockierte fast den ganzen Eingang mit Tüten, wieder wartend auf seine Frau, so als würde er auf Tod und Teufel keinen Fuss in so eine Geschäft setzen wollen, während seine bessere Hälfte das sehr wohl konnte
Kurzum, ich glaube seine Frau wird sich in Monaco sehr wohl fühlen, vielleicht werden es nicht mehr ganz so viele Tüten zum schleppen, aber ganz bestimmt werden sie teurer :-O
Ein Stück Clubgeschichte im Fürstentum Monaco, ich wünsche ihm dabei auf jeden Fall alles Gute!
juwe(Zitieren) (Antworten)
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Ich finde es bitter – zum drittletzten der französischen Liga. Aber er hat es selbst gewählt. Ob er jetzt MEHR verdient als beim Club, wäre er geblieben?
Teo(Zitieren) (Antworten)
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Wolfi ist trotz allem noch ein echter Clubberer, daher werden 2 Dinge wohl nie passieren: Ein Wechsel nach Fürth oder ein Wechsel zu den Bauern…
Übrigens soll auch in Monaco jetzt ein finanzstarker Investor eingestiegen sein, daher glaube ich kaum, dass er sich – trotz Tabellenplatz – finanziell verschlechtert hat.
Optimist(Zitieren) (Antworten)
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Naja, wenn ich mir vorstell, ich könnte meine letzten Berufsjahre an der Cote d´Azur noch gut verdienen oder hier in Nürnberg bei solchem Wetter wie diese Woche trainieren müssen, dann fänd ich Sonne und Meer schon ziemlich verlockend.
Beate60(Zitieren) (Antworten)
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Wenn es mit dem Wechsel an die Cote d’Azur zum nahen Ende seiner Kariere wirklich klappt, kann man ihm nur gratulieren, alles richtig gemacht!
…eben drum in Monaco ist mittlerweile ein milliardenschwerer russicher Oligarch als Invester eingestiegen. Genug Geld zum verteilen ist vorhanden, ist doch völlig in welcher Liga sie im Moment spielen.
Juwe(Zitieren) (Antworten)
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Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Trotzdem werde ich nicht schlau draus.
Dass ihn Werder bei erstbester Gelegenheit wie saures Bier weiterreicht, überrascht mich ja nun nicht.
Und dass Wolfi den Zaster plus Sonne gerne mitnimmt, wundert mich auch nicht.
Aber was um alles in der Welt wollen die Franzosen mit ihm?
BSE08(Zitieren) (Antworten)
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pardon…natürlich nicht die Franzosen, sondern die Monakker.
BSE08(Zitieren) (Antworten)
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Ich nehme mal an, der Russe steht auf eisenharte teutsche Verteidiger.
Ich würde es dem Andi gönnen, wenn es klappt. Außerdem muss er dann aller Vorraussicht nach nie mehr gegen den Club spielen (und auch nicht in der Nürnberger City Tüten schleppen).
BtW: Dem übersetzten Monaco ist gestern ein IV ausgefallen.
Claus(Zitieren) (Antworten)
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Seltsam wäre der Wechsel von Wolf nach Monaco schon.
a) Mit Bremen könnte Wolf nächste Saison international spielen, dagegen ist Monaco derzeit Drittletzter der zweiten (!) französischen Liga (allerdings mit immerhin zwei Auswärtssiegen hintereinander).
b) Laut weltfussball.de sind bei Monaco derzeit 33 Spieler unter Vertrag, darunter 12 (!) Abwehrspieler.
c) Im Gegenzug zwickt’s Bremen in der Abwehr (nur zwei einsatzfähige Innenverteidiger, dazu Naldo mit Abwanderungsgedanken).
Töffi(Zitieren) (Antworten)
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Wolf war doch damals ein Notnagel für den SVW: Da waren alle IVs länger verletzt. Er ist ein solider IV, kann aber doch keine spielerischen Glanzpunkte nach vorne setzen und ist denke ich für das Bremer Tempospiel auch wohl zu langsam. Sicherlich hat er schon damals einen stark einsatzbezogenen Vertrag erhalten: Je mehr Spiele, desto höher das Gehalt. Jetzt sind die Bremer IVs wieder alle auf dem Damm noch dazu haben die einen oder zwei gute Nachwuchsverteidiger in der Hinterhand, das heisst, Wolfs Einsätze würden schon in der Rückrunde weniger werden.
Vielleicht kann er auch noch einige Brocken russisch und ist deshalb für den russischen Milliardär, der AS Moncao gekauft hat, oder dessen Personal besonders interessant? Oder es existieren noch besondere Beziehungen Glubb-AS Monaco noch aus der Zeit, als der Köpke da runter gegangen ist? Was wäre die Alternative statt Bremen für ihn? Die deutsche 2. Liga und Frankfurt?
Woschdsubbn(Zitieren) (Antworten)
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Andi Köpke hat doch in Marseille gespielt, soviel ich mich erinnern kann.
Töffi(Zitieren) (Antworten)
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Ups, stimmt. Da bin ich mit Südfrankreich durcheinander gekommen: Von 1996 bis 1998 war er bei Olympique Marseille. Als ich das getippt hatte, dachte ich an ein Interview, dass er damals entspannt in der Sonne vor blauen Himmel auf einer Terrasse gegeben hat, als bei uns daheim totales Sauwetter herrschte.
Juchu: Ein 3er und noch dazu sehr glücklich. Endlich, das haben wir auch längst mal verdient.
Woschdsubbn(Zitieren) (Antworten)
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Tja, seit heute hat Bremen wieder einen IV weniger. Ob das schlau ist, Wolf gehen zu lassen?
Optimist(Zitieren) (Antworten)
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