Passion

“Das Spiel gestern ist der Beweis”, sagte der Wirt (klick) und schob mir ein Pils über den Tresen.

“Wofür?”, sagte ich.

“Dafür, dass die Club-Spieler bei clubfans-united nicht mitlesen.”

“Warum?”

“Wenn sie mitlesen würden, hätten sie in Hannover mehr Leidenschaft gezeigt. Dann hätten sie sich deine Weihnachtsbotschaft zu Herzen genommen, in der du geschrieben hast, du wünscht dir weniger Passionsspiele und mehr Spiele mit Passion (klick).”

“Vielleicht lesen sie ja mit, aber es ist ihnen scheißegal, was sie da lesen”, sagte ich. “Ich glaube nicht, dass es die Club-Spieler interessiert, was ich mir wünsche.”

“Auf alle Fälle ist es merkwürdig, wenn eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steht, so lasch auftritt”, sagte der Wirt.

Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und Hannes (klick) sagte: “Lasch war nur die erste Halbzeit. Wenn Hegeler kurz vor Schluss den Ausgleich macht, fahren wir mit einem Unentschieden nach Hause. Was nach der zweiten Halbzeit auch verdient gewesen wäre.”

“Wenn der eigene Spieler das sichere 1:1 zum Abstoß für den Gegner klärt, hat man kein Tor verdient”, sagte ich. “Dann sollte man mit dem Fußballspielen gegen Bezahlung aufhören und sich um ein Casting für eine Slapstick-Show bewerben.”

“Das war reines Pech”, sagte Hannes. “Das ist einfach dumm gelaufen.”

“Dumm gloffm, so a Gwaaf, wenni heer. Bleed oogschdelld hommsasi, saubleed oogschdelld, woss läffdn der Didi, der Dido, der Dida doo…”

“Didavi”, sagte ich, “Daniel Didavi.”

“…woss läffdn der doo waida, der brauchd doch blooß schdehblaim, wenna schdehbläbd schdehds aans aans, obba der Kaschba läffd waida und bloggd na Boll vom aichna Moo…”

“Wirklich wahr”, sagte ich, “da wartet man die ganze Zeit darauf, dass der Club vielleicht doch noch eine Torchance kriegt, und dann haben sie tatsächlich das Glück, dass ihnen das 1:1 auf dem silbernen Tablett serviert wird, und was passiert: Diese Gimpel schießen sich gegenseitig an.”

“…bleeda kossddi wärgli nedd ooschdelln, die schdellnsi ja bleeda oo wi der Englända, der Bleedl doo, frieha hossdna efdas im Fernsääng gsääng, midd am Minnikuuba issa imma durch di Geengd gfohrn…”

“Bean”, sagte ich, “Mr. Bean.”

“…bleeda wi der Englända schdellnsi die Kaschba oo (klick). Obba woss sollimi iewa die Bleedl aufreeng. Mier iss des Worschd. Wennsa den Bungd nedd braung, wennsasi des laisdn kenna, ann Bungd in am Auswärdsschbill ainfoch liegnzulossn. Sollnsa machng wossa wolln, iech bi ja ka Glubbfänn, mier gehds ja bloos ums Brinzieb, walli aa amoll Fussboll gschbilld hobb, und doo hobbi ka Vaschdändnis fir soo an Bleedsinn.”

“Ja, vor dem Heimspiel gegen Dortmund wäre der Punktgewinn nicht schlecht gewesen”, sagte der Wirt, “gerade fürs Selbstvertauen wäre das wichtig gewesen. Abgesehen davon, dass der Punktverlust allein schon deshalb ärgerlich ist, weil im Abstiegskampf jeder Punkt zählt.”

“Gegen Dortmund werden wir einen leidenschaftlich kämpfenden Club sehen”, sagte Hannes, “ich bin mir sicher, dass der Club vor ausverkauftem Haus ein tolles Spiel abliefern wird.”

“Geecha Dordmund kossd midd Laidnschaffd allaa nedd vill erndn. Doo mussd scho a bissla mehr zaing als wi Renna und Kämbfm. Iech glaab nedd, dass da Glubb geecha Dordmund a Schongs hodd.”

“Abwarten”, sagte Hannes, und Alfred (klick) sagte: “Kumm, Michael, mier genga aane raang. Hossd a Zigareddn fir miech?”, und ich gab Alfred eine Blend 29 und aus den Boxen klang die Stimme von Rod Stewart:

K  L  I  C  K.

P.S.: Zitat des Spieltags (klick):

Das war leidenschaftslos, da hat die Kampfkraft gefehlt. So darf man sich nicht präsentieren (Philipp Wollscheid).

[Spielberichte: klick, klick, klick.]

 

 

 

 

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Kommentare (108)

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  1. oliisoaho sagt:

    Wenns gut läuft wirds eine”Hätte,wenn,könnte”-Saison gewesen sein.Wenns schlecht läuft wird”Der Club ist a Depp” wieder inflationär zu hören sein. Hab noch immer Halsschmerzen von dem Kopfschütteln in der 1. Halbzeit über das bedenkliche Phlegma und das Hecking wohl auch nicht seinen glücklichsten Tag bei der Taktik gehabt hat.

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  2. KUZ sagt:

    Okay, ich habs endlich kapiert: Vor dieser Glubbmannschaft braucht der FC Barcelona doch keine Angst mehr zu haben…

    belschanov, es ist immer wieder eine Freude, Thekenanalysen von Dir zu lesen. Allerdings kann ich Deine Schlussfolgerung einer “Slapstick-Show” nicht nachvollziehen. Da wäre dann doch die Karriere eines Franz B. , eines Frank M. oder auch eines Heiner S. ,Hans K bzw Maxl M. oder vielen anderen nie Zustande gekommen.

    Wäre Didavi stehen geblieben und der Ball wäre Zentimeter am Tor vorbei gerollt, hätten alle angemerkt, dass Fussball ein Bewegungsspiel sei…

    Dagegen soll eine Freistossvariante, die Zwei freie Spieler unmittelbar vor dem gegnerischen Tor zur Folge hat,in diesem Fall eine Slapstick-Show sein. Nö, kann ich nicht nachvollziehen…

    Wollscheidt wurde zitiert. Ich erweitere um ein weiteres Zitat von ihm, unmittelbar im Anschluss seiner obigen Worte. ” 50: 50 Entscheidungen werden immer gegen uns entschieden!” Dies meinte er zwar zur Situation mit Pogatetz, kann aber für diese Saison generell auf den Glubb angewandt werden. Wirklich vom Glück ist die Mannschaft dieses Jahr wirklich (noch?) nicht verfolgt.

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  3. Optimist sagt:

    oliisoaho: Hab noch immer Halsschmerzen von dem Kopfschütteln in der 1. Halbzeit über das bedenkliche Phlegma und das Hecking wohl auch nicht seinen glücklichsten Tag bei der Taktik gehabt hat.

    Ich verstehe auch nicht, warum ein 4-4-2 offensiver sein soll als unser gewohntes System. Da spielen wir im Angriff mit 3 Stürmern, die über außen kommen und ideal auf den zentralen Stoßstürmer abgestimmt sind, dazu ein offensiver Ballverteiler im Loch im Mittelfeld. Hinsichtlich Raumaufteilung ideal und passend zu unserem Personal.

    Das 4-4-2 dagegen hat ein Loch im offensiven Mittelfeld und braucht 2 kombinationsstarke Stürmer, die mehr durch die Mitte kommen. Wir sind aber nicht Barcelona, das passt nicht zu uns, das hemmt eher unsere Schlagkraft gegen starke Gegner als dass es mehr Torgefahr verursachen würde. Nein, mag ich nicht. Ich will das alte System! Der Beweis ist die 2. HZ, da lief es doch deutlich besser….

    Ach ja, belschanov, schöne Geschichte, wenigstens hier ist keine Systemänderung erfolgt…

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  4. juwe sagt:

    Das alte System hat in der Vorrunde ja sehr gut geklappt in den Heimspielen. Das will ich auch zurück. :-o Wir vergessen gerne, dass auch der Trainer der gegnerischen Mannschaft sich eine Taktik und ein Konzept überlegt und man kann sich eben nicht darauf verlassen, dass die alle dümmer sind als Hecking.

    #

    Optimist: Ich verstehe auch nicht, warum ein 4-4-2 offensiver sein soll als unser gewohntes System. Da spielen wir im Angriff mit 3 Stürmern, die über außen kommen und ideal auf den zentralen Stoßstürmer abgestimmt sind, dazu ein offensiver Ballverteiler im Loch im Mittelfeld

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  5. Erlanger sagt:

    Mal ne ganz blöde Frage, was ist eigentlich mit Robby Mak?? Ich finde dass er in seinen Einsätzen stets mehr Torgefahr ausgestrahlt hat als der Kämpfer Eigler und der außer forme Pekhart..

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  6. Erlanger:
    Mal ne ganz blöde Frage, was ist eigentlich mit Robby Mak?? Ich finde dass er in seinen Einsätzen stets mehr Torgefahr ausgestrahlt hat als der Kämpfer Eigler und der außer forme Pekhart..

    Gute Frage, jetzt wo du sie so stellst.

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  7. Gerade gelesen und fand es passend – ohne jemanden hier speziell (inbesondere ob etwaiger namentlicher Ähnlichkeiten) ansprechen zu wollen:

    Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.

    Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.

    Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.

    Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen.

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  8. Mal wieder ein großes Kompliment an unseren belschanov, die Tresengeschichten sind eine Bereicherung!

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  9. Teo sagt:

    Und alle Clubberer sind Idealisten.

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  10. Töffi sagt:

    Erlanger: Mal ne ganz blöde Frage, was ist eigentlich mit Robby Mak?

    Vielleicht darf er ja beim Testspiel gegen Karlsruhe am Montag zeigen, was er kann.

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  11. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Gerade gelesen und fand es passend – ohne jemanden hier speziell (inbesondere ob etwaiger namentlicher Ähnlichkeiten) ansprechen zu wollen:

    Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.

    Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.

    Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.

    Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen.

    Klarer Fall:
    a) bin ich
    b) kenn ich auch, zumindest von den Kommentaren
    c) ist belschanov,

    aber wer zum Kuckuck ist der Zugführer?

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  12. Also die Gespräche mit dem Wirt sind wirklich sagenhaft…

    kommt jetz jede Woche eine neue Folge raus?

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  13. belschanov sagt:

    @BSE08:

    Ich bin ein ungläubiger Thomas. Ich glaube nur, wenn ich sehe. Wenn das Realismus ist, bin ich ein Realist.

    @Joshi vom Clubberer:

    Jede Woche eine Folge kann ich nicht versprechen. Aber deine Nachfrage freut mich.

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  14. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Gerade gelesen und fand es passend – ohne jemanden hier speziell (inbesondere ob etwaiger namentlicher Ähnlichkeiten) ansprechen zu wollen:

    Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.

    Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.

    Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.

    Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen.

    Wobei ich mich da durchaus angesprochen fühle. Die namentliche Ähnlichkeit kommt ja nicht von ungefähr, sondern beruht auf Selbsteinschätzung ;-)

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  15. Woschdsubbn sagt:

    Kwizz mit Antworten:

    – Weshalb werde ich nie ein Sky-Abo kaufen? Ich will kein Glubbspiel mit einem argerlich schlechten und einseitigen, gegnerischen Kommentator daheim ansehen müssen.
    – Welche Bundesligaprofis können sich eine Halbzeit lang nicht den Ball auf 3m genau zuspielen? Die Mannschaft des 1. FC Nürnberg.
    – Wer bleibt sofort stehen, sobald er den Ball an einen Gegner verloren hat? Jens Hegeler.

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  16. Bluemerson sagt:

    So der erste Neue für die Saison 2012/2013 ist im Anmarsch ;-) In Person von Stefan Aigner (1860)

    http://www.dieblaue24.c...erschrift-in-nurnberg/

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  17. Nur mal so am Rande: Im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt war der 1. FC Nürnberg zwölfter mit 23 Punkten.

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  18. BSE08 sagt:

    belschanov:
    Ich bin ein ungläubiger Thomas. Ich glaube nur, wenn ich sehe. Wenn das Realismus ist, bin ich ein Realist.

    Yeap, und das gefällt mir.

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  19. BSE08 sagt:

    Stefan – Clubfans United:
    Nur mal so am Rande: Im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt war der 1. FC Nürnberg zwölfter mit 23 Punkten.

    Ah, auf diesen Spruch habe ich eigentlich schon gewartet. Ist vermutlich die letzte Gelegenheit gewesen, ihn diese Saison noch anzubringen.
    Stefan, sei mir nicht böse, aber diesen Spruch kannst Du in der Pfeife rauchen.

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  20. BSE08: Ah, auf diesen Spruch habe ich eigentlich schon gewartet. Ist vermutlich die letzte Gelegenheit gewesen, ihn diese Saison noch anzubringen.
    Stefan, sei mir nicht böse, aber diesen Spruch kannst Du in der Pfeife rauchen.

    Da bin ich aber froh, dass Stefan ihn gesagt hat. Rauchen ist ja so ungesund. :-)

    Darf ich zitieren?

    BSE08: Also, das wird noch ein böses Ende nehmen. Ich sehs schon kommen. Die Mannschaft begreift den Ernst der Lage nicht.
    Da verlieren wir dreimal leichtsinnige Big-Point-Spiele. Erst in Pauli, dann gegen Lautern und zum Rückrunden-Auftakt gegen den Letzten.
    Weil diese Mannschaft nach dem Motto spielt: “Dann haun wir halt Hamburg und Leverkusen weg.”Ja, und das kommt dann dabei raus. So wird das nix mit der Ernsthaftigkeit. Diese Mannschaft wird bis zum Schluß den Ernst der Lage nicht begreifen.Nee, nee. Das dicke Ende kommt noch. Ich sehs schon kommen. Ihr werdet noch an mich denken.

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  21. BSE08: Yeap, und das gefällt mir.

    Realismus ist: Wir befinden uns auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Wenn die Annahme, dort zu verbleiben, kein Realismus sondern schon “Optimismus” ist, hab ich das mit dem Realismus nicht kapiert – bzw. dann fehlt mir Raum für Pessimismus.

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  22. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United: Da bin ich aber froh, dass Stefan ihn gesagt hat. Rauchen ist ja so ungesund.

    Darf ich zitieren?

    Alexander, das war damals ein “Späßchen”. Ich mache sowas manchmal. Wenn ich wüßte, wie man so ein komisches Smiley macht, hätte ich eins hinten dran gesetzt. Na, oder vielleicht auch nicht. Wenn man einen Witz erzählt, hält man ja danach auch kein Schild hoch, wo draufsteht: Das war ein Witz!

    Aber freut mich, daß Du das ausgegraben hast. Meine Kommentarte sind Dir also zumindest nicht schnurzepiepe.

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  23. christian sagt:

    der unterschied zur letzten saison ist das das was gut laufen kann letzte saison fast immer gut gelaufen ist,oder es im richtigen zeitpunkt gut gelaufen ist, so dass schwächephasen wenig auswirkung hatten.diese saison laufen situationen,die so oder anders ausgehen meistens gegen den club und somit werden spiele verloren,die auch andres hätten ausgehen können.
    was letzte saison schon so lief,aber in der auswirkung weniger schwerwiegend,war das “Pech” mit den Schiedsrichterentscheidungen-im zweifel gegen den club-bei der “wahren Tabelle” steht der club-ohne eine bewetung des hannoverspiels-auf platz 9 mit 25punkten-immerhin 4 mehr als real

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  24. BSE08 sagt:

    Alexander, ich sehe gerade, daß Du mir schon damals keine Ironie zugetraut hast. Na sag mal, ich hab das geschrieben, NACHDEM wir gerade den HSV und Leverkusen weggehauen hatten!

    Und noch zu belschanovs Realismus: “Ich glaube nur, wenn ich sehe.” – das gefällt mir und das ist auch sowas wie mein Credo. Ich glaube das, was ich auf dem Platz sehe.

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  25. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United: Realismus ist: Wir befinden uns auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Wenn die Annahme, dort zu verbleiben, kein Realismus sondern schon “Optimismus” ist, hab ich das mit dem Realismus nicht kapiert – bzw. dann fehlt mir Raum für Pessimismus.

    Und das nenne ich wirklich Optimismus! Dir fehlt wirklich Raum für Pessimismus! Beneidenswert!

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  26. BSE08: Ah, auf diesen Spruch habe ich eigentlich schon gewartet. Ist vermutlich die letzte Gelegenheit gewesen, ihn diese Saison noch anzubringen.
    Stefan, sei mir nicht böse, aber diesen Spruch kannst Du in der Pfeife rauchen.

    Ob ich den nun in der Pfeife rauchen kann oder nicht, es sind nun mal die Fakten. Im übirgen kann man die ständigen mahnenden Sprüche ala “Und dann brennt gegen Augsburg richtig der Baum” auch in der Pfeife rauchen :P. Ich bin kein Schönredner, aber ich bin auch weit davon entfernt bei jeder Gelegenheit alles in den Dreck zu ziehen und anzumahnen wie schlimm doch alles ist. Wir sind Clubfans, da gehört Abstiegsangst zum Geschäft. Und es wäre jedem anzuraten nicht ständig seine Angst nach Aussen zu tragen und ein bisschen, nur ein kleines bisschen, positiver zu denken.

    Wie gesagt, vor einem Jahr hatten wir 2 Pünktchen mehr und wurden am Ende 6ter. Heisst nicht das es wieder so kommt, heisst aber auch nicht das man in Panik geraten muss.

    Was sollen die nur in Lautern, Freiburg oder Augsburg denken. Wären die Clubfans, dann würden sie eine Petition unterschreiben um den Verein vom Spielbetrieb abzumelden da es eh keinen Sinn mehr hat.

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  27. Claus sagt:

    Da ich mich auch zu Kategorie c) rechne, muss ich dem Kommentar von BSE08 zum Vorjahresvergleich beipflichten:
    Es kann doch wohl derzeit niemand ernsthaft glauben, dass der Club eine ähnliche Serie hinlegt wie im Vorjahr? Da müssten jetzt ja quasi über Nacht plötzlich die Pässe im Mittelfeld beim eigenen Mann ankommen, die Außen müssten nicht stehen bleiben, weil die Pässe nicht in den Lauf kommen und die müssten dann auch noch präzise Flanken auf den oder die (je nach System) Stürmer bringen, also alles das, was man in dieser Saison bisher noch nicht gesehen hat.
    a) Der Optimist würde sagen: Warum nicht?
    b) Der Pessimist würde sagen: Niemals!
    c) Der Realist würde sagen: Das glaube ich erst, wenn ich es sehe.
    Ich rätsel auch immer noch, wer der Zugführer ist. Dieter Hecking?

    Jetzt wo ich das schreibe fällt mir allerdings auch wieder ein, dass mich die Pässe in den Rücken der Mitspieler auch letzte Saison in der Vorrunde genervt haben, und plötzlich war es vorbei. Mit verantwortlich waren wohl auch die personellen Änderungen damals. Vielleicht hilft es ja auch diesmal, mit Hlousek und Balitsch (und vielleicht dochmal wieder mit dem einen oder anderen aus der 2., den man derzeit nicht wirklich auf der Rechnung hat) und vielleich endlich mal ohne Hegeler.Schaumermol.
    Muss Hegeler spielen, damit die Leihgebühr niedriger wird?.

    @Woschdsubbn: Die Fragen 2 und 3 von Deinem Kwizz hätte ich auch problemlos beantworten können.
    Zur Frage 1: Im Ärgernisfall hilft der Tonkanal “Stadionatmosphäre”.

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  28. BSE08 sagt:

    Stefan – Clubfans United,

    Na ja, dieser gebetsmühlenartige Vergleich mit der punktemäßigen Sitution vor einem Jahr kommt ja (auch von anderen Kommentatoren) in diesem Blog nicht zum ersten mal. Wirst Du ihn aber auch konsequent Spieltag für Spieltag durchziehen?

    Dieser “Abgleich” mit dem Vorjahr besitzt schlichtweg keinerlei Aussagekraft und ermöglicht deshalb auch keinerlei Rückschlüsse.

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  29. BSE08: Wirst Du ihn aber auch konsequent Spieltag für Spieltag durchziehen?

    Langsam wirds trollig. Das war das erste mal in dieser Saison das ich einen Vergleich zur letzten gezogen habe. Natürlich lassen sich da wenig Rückschlüsse ziehen. Es ist nur ein Vergleich, ein “Hey, letztes Jahr waren wir um diese Zeit auch nicht besser. Don’t Panic”. Sucht euch doch einen neuen Verein, die Bayern oder Barcelona, da kann man dann auf höherem Niveau jammern :)

    Es gibt anscheinend keine Grauzone, es gibt nur Europapokal oder Abstieg bei den meisten Fans.

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  30. Claus: Es kann doch wohl derzeit niemand ernsthaft glauben, dass der Club eine ähnliche Serie hinlegt wie im Vorjahr?

    HABE ICH DAS IRGENDWO GESAGT!? NEIN, NUR DEN STATUS QUO GEZEIGT!!!!!

    Manchmal seid ihr echt schwierig….. :P

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  31. Optimist sagt:

    BSE08: Und das nenne ich wirklich Optimismus! Dir fehlt wirklich Raum für Pessimismus! Beneidenswert!

    Optimismus ist: wir erreichen einen einstelligen Tabellenplatz (ist ja nicht weit weg).
    Realismus ist: Wir bleiben auf einem Nichtabstigsplatz, auch oberhalb der Relegation (die will ich wirklich nicht; weder Fürth noch Düsseldorf noch Frankfurt dürfen dieses Jahr so schwach sein, wie zuletzt Augsburg oder Bochum).
    Pessimismus ist, wir erreichen einen der letzten 3 Plätze.

    Wie sonst könnte man das klassifizieren?

    Folglich muss ich BSE widersprechen und Alexander als Realisten einstufen. Da ich damit (mit seiner Einschätzung) konform gehe, bin ich optimistisch genug, mich ebenfalls für realistisch zu halten.

    “Ich glaube, was ich sehe” ist kein Realismus, das ist die Feststellung von Fakten, nachdem sie geschaffen sind. Das enthält keine Prognose… ;-)

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  32. BSE08: Na ja, dieser gebetsmühlenartige Vergleich mit der punktemäßigen Sitution vor einem Jahr kommt ja (auch von anderen Kommentatoren) in diesem Blog nicht zum ersten mal. Wirst Du ihn aber auch konsequent Spieltag für Spieltag durchziehen?

    Dieser “Abgleich” mit dem Vorjahr besitzt schlichtweg keinerlei Aussagekraft und ermöglicht deshalb auch keinerlei Rückschlüsse.

    Naja, da nerven mich die ständigen mystischen Vergleiche, dass der Club ja ein Depp sei, weil es halt so sei, deutlich mehr als eine Parallele zu einer Situation von gerade mal einem Jahr. Es ist menschlich, dass die Vergangenheit gern verklärt wird, aber gerade mal vor einer Saison (ich erinnere an die Situation kurz vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Hannover) waren die Mahner allgegenwärtig. Wir hatten wahrlich keine so gute Saison, wie man das heute gern so darstellen würde, und diese Rückrunde hatte uns schlicht keiner zugetraut – am wenigsten die Clubfans doch selbst. – und btw. war das Strohfeuer auch nur von kurzer Dauer, gegen Ende glimmte es nur noch, so dass der Zieleinlauf eher glücklich war. Man bedenke, dass sogar Lautern noch an uns rankam.

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  33. Claus: Jetzt wo ich das schreibe fällt mir allerdings auch wieder ein, dass mich die Pässe in den Rücken der Mitspieler auch letzte Saison in der Vorrunde genervt haben, und plötzlich war es vorbei. Mit verantwortlich waren wohl auch die personellen Änderungen damals. Vielleicht hilft es ja auch diesmal, mit Hlousek und Balitsch (und vielleicht dochmal wieder mit dem einen oder anderen aus der 2., den man derzeit nicht wirklich auf der Rechnung hat) und vielleich endlich mal ohne Hegeler.Schaumermol.
    Muss Hegeler spielen, damit die Leihgebühr niedriger wird?.

    Jetzt muss ich doch noch mal Öl ins Feuer giessen. Erst sagste das man nicht erwarten kann das der 1. FC Nürnberg nochmal so ne Runde hinlegt wie letztes Jahr. (Was ich im übrigen auch nicht behaupte). Und danach kommt das wir in der Vorrunde 10/11 den gleichen “Pass in den Rücken” Stümperfussball gespielt haben und es in der Rückrunde dann lief. Des weiteren hast Du Hoffnungen hast das es in diesem Jahr wieder so kommen könnte.

    Also was denn nun? :) Gibts mir halt das nächste mal ein Bier im LBP aus :)

    Btw. die ersten beiden Spiele in der Rückrunde letztes Jahr: 0:1 gegen Gladbach verloren (Der Schiedsrichter hatte tatkräftig mitgewirkt) und NUR ein 1:1 gegen Freiburg, die Versager! :P

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  34. BSE08 sagt:

    Optimist: Optimismus ist: wir erreichen einen einstelligen Tabellenplatz (ist ja nicht weit weg).
    Realismus ist: Wir bleiben auf einem Nichtabstigsplatz, auch oberhalb der Relegation (die will ich wirklich nicht; weder Fürth noch Düsseldorf noch Frankfurt dürfen dieses Jahr so schwach sein, wie zuletzt Augsburg oder Bochum).
    Pessimismus ist, wir erreichen einen der letzten 3 Plätze.

    Widerspruch!!
    Der Realist sagt: “Wir sind auf einem Nichtabstiegsplatz.”
    “Wir bleiben auf einem Nichtabstiegsplatz” ist definitiv eine Prognose und damit erst zu bewerten, wenn das Ergebnis bekannt ist.

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  35. BSE08: Der Realist sagt: “Wir sind auf einem Nichtabstiegsplatz.”

    Richtig, ich bin einer davon :) Ich sehe nur den Status Quo. Mir doch jetzt scheiss egal was in drei Wochen ist :P

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  36. BSE08: Widerspruch!!
    Der Realist sagt: “Wir sind auf einem Nichtabstiegsplatz.”
    “Wir bleiben auf einem Nichtabstiegsplatz” ist definitiv eine Prognose und damit erst zu bewerten, wenn das Ergebnis bekannt ist.

    Also ist der Realist nur im Hier und Jetzt und der Optimist oder Pessimist lebt in einer positiven oder negativen Zukunft, wobei auch die Erhaltung des Status Quo dem Optimisten zugeschrieben wird?

    Gibt es für den Realisten keine Zukunft? :eek:

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  37. Optimist sagt:

    Schon witzig, hier wird praktisch ausschließlich namentlich Hegeler kritisiert, obwohl er lt. Kicker noch zur besseren Hälfte der Feldspieler zählte. Mit einer 4, der zweitbesten vergebenen Note (außer Schäfer)….

    Offensichtlich sind die Experten und Verantwortlichen blind und ahnungslos, allen voran Hecking und der Kicker-Redakteur, sonst würde er ja nicht immer wieder spielen (und hier sogar durchspielen) dürfen.

    Die ganze Mannschaft war schlecht und schlafmützig, nicht ein einzelner. Das nervt mich schon wieder leicht…

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  38. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United: Gibt es für den Realisten keine Zukunft?

    Nö, positive und neutrale Realisten haben keine, die Zukunft gilt nur für negative “Realisten” :mrgreen:

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  39. BSE08 sagt:

    Im übrigen hat belschanov nicht gesagt: “Ich bin Realist”, sondern: “Ich glaube nur, wenn ich sehe. Wenn das Realismus ist, bin ich ein Realist.”

    Optimist:
    “Ich glaube, was ich sehe” ist kein Realismus, das ist die Feststellung von Fakten, nachdem sie geschaffen sind. Das enthält keine Prognose…

    Tja, die schwierige Frage ist einfach: Wer von uns sieht den Zug kommen?

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  40. belschanov sagt:

    Optimist:

    “Ich glaube, was ich sehe” ist kein Realismus, das ist die Feststellung von Fakten, nachdem sie geschaffen sind. Das enthält keine Prognose…

    Eben. Wozu auch Prognosen? Ob unsere Mannschaft den Klassenerhalt schafft oder nicht, wird der weitere Saisonverlauf zeigen. Und der weitere Saisonverlauf ist eine Unbekannte. Das gilt für das weitere Abschneiden unserer Mannschaft und das weitere Abschneiden der anderen im Abstiegskampf stehenden Teams.

    Wenn mich jemand fragt, ob der Club die Klasse hält, kann ich nur antworten: “Ich weiß es nicht, es wird sich zeigen.” Und vielleicht sage ich noch: “Die Mannschaft muss besser spielen als in Hannover, wenn sie die Klasse halten will. Ob sie das tut, wird man sehen.”

    Mehr kann ich im Augenblick nicht sagen. Allenfalls vielleicht noch, dass es verfrüht ist, Kaiserslautern, Freiburg und Augsburg zu sicheren Kandidaten für die letzten drei Plätze abzustempeln. Es sind noch 15 Spiele zu spielen und der Club hat drei Punkte Vorsprung auf den Relagationsplatz und fünf Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Es werden pro Mannschaft noch 45 Punkte ausgespielt, da ist es zu früh für Prognosen nach dem Muster “Die steigen ab und wir bleiben drin”.

    Ob diese Haltung “realistisch” oder “pessimistisch” ist, mögen andere berurteilen (vielleicht hält sich ja sogar jemand für zu “optimistisch”). Sie ist aber auf alle Fälle nicht blauäugig-verblendet. Was wiederum nicht heißen soll, dass ich jemanden, der sagt: “Der Club bleibt in der Bundesliga” für blauäugig-verblendet halte…

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  41. belschanov sagt:

    Im letzen Absatz muss es heißen: “(vielleicht hält sie ja sogar jemand für zu “optimistisch”)”

    Warum ist das Edit wieder weg?

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  42. Aber bevor wir nun endgültig uns zurück in die Zukunft begeben, mal was von Dr. Clever Shiter

    “Abstrakt geht es in der Realismusfrage darum, ob das Sein das menschliche Bewusstsein oder ob das Bewusstsein das Sein bestimmt (Primat des Objekts oder des Subjekts). In der Alltagswelt ist es für den Menschen völlig klar, dass es Tische, Steine und andere Menschen gibt. Den meisten Menschen ist auch bewusst, dass die Dinge, so wie sie sie wahrnehmen, durch die Sinne und Verarbeitungsprozesse im Gehirn beeinflusst werden. Erst durch die philosophische Reflexion wird die Wirklichkeit fraglich.”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Realismus_(Philosophie)

    Bringt uns zwar nicht weiter, klingt aber gut. Also weiter:

    “Die praktische Bedeutung dieser Frage liegt darin, dass es ohne die Annahme einer Realität nicht möglich ist, zweifelsfrei wahre Aussagen über Dinge oder Sachverhalte zu machen. Die Realität dient für den Realisten als notwendiger Maßstab dafür, ob Aussagen wahr oder falsch sind. Wenn man die Erkennbarkeit der Realität überhaupt bestreitet, bleibt als alternative Weltsicht nur der Skeptizismus mit der Konsequenz des Relativismus. Die Wirklichkeit als „Wahrmacher“ steht dem Skeptiker oder Relativisten nicht zur Verfügung. Die Klärung der Frage des Realismus ist daher Voraussetzung, um einen möglichen Begriff der Wahrheit zu bestimmen.”

    Kann man – um mal den Bogen zurück zu kriegen – also das Hier & Jetzt, die Situation des FCN, überhaupt realistisch betrachten, wenn man nicht die mögliche Zukunft und Vergangenheit gemeinsam mit den Fakten des Status Quo gemeinsam bewertet? Und womit bewertet man, wenn nicht mit Erfahrungswerten, mit dem Versuch Parallelen aus ähnlichen Situationen zu ziehen, verschiedene Stimmen zu Rate zu ziehen, Expertenmeinungen abzuwägen?

    Würde also das Heute, aus der Zukunft betrachtet, eine andere Realität haben, nur weil sich a) die Zukunft positiv oder b) negativ entwickelt hat? Was ist aktuell Realität, wenn nicht, dass der faktische Zustand dem Saisonziel zu 100% entspricht. Oder ist diese Annahme falsch, weil das Ziel nur unter Einbeziehung der Zukunft zu bewerten ist? Aber ist dann überhaupt “Realismus” möglich, wenn man den Status Quo nicht ohne eine Zukunft bewerten kann?

    Fragen über Fragen – hier live in der philosophischen Agora der Clubfans

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  43. Claus sagt:

    @Stefan: Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Hoffnung habe (auch wenn selbige bekanntlich zuletzt stirbt), ich habe lediglich angedeutet, dass auch das anscheinend äußerst Unwahrscheinliche immer eintreten kann, etwas Unmögliches gibt es im Fußball bekanntlich nicht.
    Das Bier im LBP bekommst Du trotzdem, Du musst Dich allerdings u.U. ein wenig gedulden, vielleicht bis zum letzten Spieltag.

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  44. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United:

    Gibt es für den Realisten keine Zukunft?

    Nö. Der sieht zwar als einziger den Zug kommen, aber das hilft ihm auch nichts mehr. Zumindest dann, wenn’s ein ICE ist und keine Bimmelbahn.
    Oder vielleicht doch? Das mußt doch Du wissen. Wer hat denn mit dem Zug angefangen…und überhaupt will ich jetzt endlich auch wissen, ob Dieter Hecking der Zugführer ist!

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  45. BSE08: Nö. Der sieht zwar als einziger den Zug kommen, aber das hilft ihm auch nichts mehr. Zumindest dann, wenn’s ein ICE ist und keine Bimmelbahn.
    Oder vielleicht doch? Das mußt doch Du wissen. Wer hat denn mit dem Zug angefangen…und überhaupt will ich jetzt endlich auch wissen, ob Dieter Hecking der Zugführer ist!

    Erforsche Deine Gefühle!

    Oder stelle dir folgende Fragen:

    Warum blicken alle in diese eine Richtung, wenn doch der Zug aus selbiger kommt? Liegen die Betrachter so gänzlich falsch, dass sie in die falsche Fahrtrichtung schauen?

    Warum fährt der Zugführer auf die Gegenwart (Realist) und Zukunft (Schicksal, Optimismus, Pessimismus) zu und kommt dabei aus seiner Vergangenheit, die aber alle drei Betrachter als die Zukunft ansehen?

    Und: Wäre es Hecking, hätte er an (s)einem Schicksal überhaupt jedwede Schuld, wenn er auf Gleisen fährt, die kein Ausweichen erlauben?

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  46. Optimist sagt:

    belschanov,
    Da wird ein Schuh draus. So, wie zuletzt dargelegt, würde ich tatsächlich sagen, das wäre Realismus. Klingt aber trotzdem weniger pessimistisch, als andere Äußerungen von Dir ;-)

    Hierzu allerdings kann man auch anderer Meinung sein:
    “Die Mannschaft muss besser spielen als in Hannover, wenn sie die Klasse halten will.” Kann ja auch sein, dass es trotzdem reicht, weil genügend andere noch schlechter spielen… Aber das wäre nicht der erstrebenswerte Weg zum Klassenerhalt :mrgreen:

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  47. Optimist sagt:

    Ist mir völlig unverständlich, warum sich Thomas Broich in Nürnberg nicht wohlgefühlt hat. Schließlich haben wir hier das einzige Fanmagazin, in dem über Philosophie diskutiert wird :lol:

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  48. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United:

    Und: Wäre es Hecking, hätte er an (s)einem Schicksal überhaupt jedwede Schuld, wenn er auf Gleisen fährt, die kein Ausweichen erlauben?

    Natürlich nicht, drum würde ich ihn auch im Traum nicht rausschmeißen.
    Wäre natürlich schön, wenn er den Zug rechtzeitig zum stehen bringt. Dann haben wir alle eine Zukunft.
    Schön, dass das Edit wieder da ist.

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  49. Claus sagt:

    @Alexander: Vom Ansatz des “reinen” Realismus her hast Du sicher recht, da zählt nur der aktuelle Tabellenstand, und man muss schlicht den nächsten Spieltag abwarten und den neuen Tabellenstand bewerten.
    Es gibt aber auch den wissenschaftlichen Realismus, der Theorien aufstellt, die zur gegenwärtigen Realität passen, aber Prognosen für die Zukunft erlauben. Das Problem im vorliegenden Fall ist allerdings die Vorherberechenbarkeit des Ausganges eines Fußballspieles, welches bekanntlich schwer bis gar nicht lösbar ist, ein Fußballspiel ist eigentlich ein Paradebeispiel für ein chaotisches System (kleiner Auslöser => große Wirkung). Nichtsdestotrotz kann man solche Probleme mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen eingrenzen, in die man allerdings bestimmte Annahmen stecken muss, und in diesen Annahmen unterscheiden sich der Optimist, der Realist und der Pessimist aus der obigen Liste. Angewandt auf den Fall des nächsten Spieles bedeutet das: Wenn der Club so spielt, wie am letzten WE, und dasselbe auf den BVB zutrifft, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Club punktet (Realist). Sollte der BVB aber einen schlechten Tag erwischen, und der Club eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, wäre ein Punktgewinn drin (Optimist). Zwischen dem Realisten und dem Pessimisten kann man in diesem Beispiel eigentlich kaum unterscheiden, in beiden Fällen ist das Ergebnis für den Club negativ.
    Da das ganze jetzt noch auf andere Begegnungen und 14 weitere Spieltage angewandt werden muss, ist offensichtlich, dass der Ausgang relativ offen ist, wenn sich die Spielstärken der beteiligten Mannschaften in der näheren Zukunft ändern (und nicht mal nur dann, weil der Ausgang von Spielen “auf Augenhöhe” auch nur schwer prognostiziert werden kann), was höchstwahrscheinlich der Fall sein wird. In meiner Betrachtungsweise extrapoliere ich lediglich den derzeitigen Zustand in die Zukunft. Nichtsdestotrotz bleibt natürlich die Hoffnung, dass diese Annahmen falsch sind.
    Der Punktdruckmesser macht übrigens folgendes:
    Er beruht auf der Annahme, dass ein Fußballspiel rein den Gesetzen der Statistik folgt, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Punktgewinnes aus den zurückliegenden Spielen berechnet werden kann. Dabei wird logischerweise überhaupt nicht berücksichtigt, dass die Wahrscheinlichkeit, gegen einen spielstarken Gegener zu punkten, deutlich geringer ist, als dies gegen eine spielschwachen Gegner der Fall ist.

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  50. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Was ist aktuell Realität, wenn nicht, dass der faktische Zustand dem Saisonziel zu 100% entspricht. Oder ist diese Annahme falsch, weil das Ziel nur unter Einbeziehung der Zukunft zu bewerten ist? Aber ist dann überhaupt “Realismus” möglich, wenn man den Status Quo nicht ohne eine Zukunft bewerten kann?

    Ja, ich würde meinen, das Ziel ist nur unter Einbeziehung der Zukunft zu bewerten.
    Denn das Saisonziel ist ja definitiv ein Platz über dem Strich nach dem 34.Spieltag. Das Jetzt ist nur eine Momentaufnahme, welche trügerisch sein kann, wie ja die Eintracht letztes Jahr leidvoll und Gladbach glücklich erfahren durften.

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  51. BSE08: Ja, ich würde meinen, das Ziel ist nur unter Einbeziehung der Zukunft zu bewerten.
    Denn das Saisonziel ist ja definitiv ein Platz über dem Strich nach dem 34.Spieltag. Das Jetzt ist nur eine Momentaufnahme, welche trügerisch sein kann, wie ja die Eintracht letztes Jahr leidvoll und Gladbach glücklich erfahren durften.

    Also kann man doch die Frage, ob ein Clubfan eher Pessimist oder Optimist ist daran festmachen, ob man dem Club – bei gleichgroßer Unwahrscheinlichkeit – eher einen Eintracht-Fail oder eine Gladbach-Sensation zutraut. Bei allem Realismus … ich kenne die Antwort.

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  52. Claus, interessante Ausführungen!

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  53. BSE08 sagt:

    Claus,

    Ich ahnte schon immer, daß Fußball überwiegend chaotisches Verhalten zeigt. Das hat mir früher eigentlich schon mein Tippzettel Woche für Woche bestätigt.

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  54. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United: Also kann man doch die Frage, ob ein Clubfan eher Pessimist oder Optimist ist daran festmachen, ob man dem Club – bei gleichgroßer Unwahrscheinlichkeit – eher einen Eintracht-Fail oder eine Gladbach-Sensation zutraut. Bei allem Realismus … ich kenne die Antwort.

    Sagen wir mal so: Ich bin überaus froh, daß wir nicht so wenige Punkte auf dem Konto haben wie Gladbach voriges Jahr nach dem 19.Spieltag.

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  55. BSE08 sagt:

    Optimist:
    Ist mir völlig unverständlich, warum sich Thomas Broich in Nürnberg nicht wohlgefühlt hat. Schließlich haben wir hier das einzige Fanmagazin, in dem über Philosophie diskutiert wird

    Er kannte diesen Blog nicht!

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  56. Unsere kleine Hommage an belschanov:

    “Das Gros des redaktionellen Inputs stammt aber weiter aus der Feder von Stefan Helmer und Alexander Endl, ergänzt um einen mittlerweile fast nicht mehr wegzudenkender “belschanov”, ein nun fast langjähriger Freiwilliger im Autorenteam, der mit seinen Tresengeschichten (teilweise in Mundart) ein unverzichtbarer Bestandteil wurde.”

    http://feed-magazin.de/...zin-des-1-fc-nurnberg/

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  57. Markazero sagt:

    Wo philosophiert wird, darf Trainerlegende Spinoza (1632-1677) nicht fehlen: “Ein Affekt, der ein Leiden ist, hört auf, ein Leiden zu sein, sobald wir eine klare und deutliche Idee von ihm bilden”. – bei mir hat’s funktioniert, ich verfolge die Debatte mit Dauergrinsen. Dr phil CU, herrlich! Assistenztrainer Ludwig Hohl (1904-1980) kommentierte wie folgt: “Was ein Pessimist ist? Ein schlechter Mensch. (Aber die meisten Pessimisten sind keine Pessimisten”). Muss mir unbedingt mal wieder den Philosophen-Kick von Monty Python anschauen. Vielleicht werd ich dann schlauer, was die Saison noch so bringen wird. Da hab ich nämlich außer “Das nächste Spiel ist immer das schwerste” leider nix zu bieten.

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  58. Beate60 sagt:

    Zurück zum Leiden an der rauhen Wirklichkeit: Gute Besserung Pelle Nilsson!

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  59. KUZ sagt:

    Die Liga gehört erhalten!

    Bin ich jetzt

    a)Optimist
    b)Pessimist
    oder
    c)Realist?

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  60. BSE08 sagt:

    KUZ:
    Die Liga gehört erhalten!

    Bin ich jetzt

    a)Optimist
    b)Pessimistoder
    c)Realist?

    Realistische Forderung! Eine gegenteilige Forderung wäre absurd!

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  61. Claus sagt:

    @KUZ: Ein Forderer, vergl. 1. belschanovsches Gesetz.

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  62. belschanov sagt:

    @Alexander und Stefan:

    Danke für die Hommage!

    Fast vier Jahre ist jetzt her, dass ich hier meinen ersten Artikel gepostet habe/posten durfte. Kinder, wie die Zeit vergeht!

    Wird es diese Seite auch noch geben, wenn ich 64 Jahre alt bin (when I’m sixty-four…)?

    @Alexander:

    Bin seit heute Nachmittag dabei, über die Zugparabel nachzugrübeln, und komme zu keiner klaren Deutung.

    @Claus:

    Beeindruckend klare Ausführungen!

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  63. belschanov sagt:

    Nochmals @Claus:

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass im Fußball die Wahrscheinlichkeit, als spielschwächere Mannschaft gegen eine spielstärkere Mannschaft zu gewinnen (Pokalsensation…), höher ist als im Hand- oder Basketball. Woran mag das wohl liegen?

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  64. KUZ sagt:

    Claus:
    @KUZ: Ein Forderer, vergl. 1. belschanovsches Gesetz.

    Ich gestehe, ich wurde davon schon ein wenig inspiriert… ;-)

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  65. KUZ sagt:

    belschanov:
    Nochmals @Claus:

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass im Fußball die Wahrscheinlichkeit, als spielschwächere Mannschaft gegen eine spielstärkere Mannschaft zu gewinnen (Pokalsensation…), höher ist als im Hand- oder Basketball. Woran mag das wohl liegen?

    Das weiß ich:

    An der Abseitsregel!

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  66. Claus sagt:

    @belschanov
    Ich würde sagen: An der durchschnittlichen Anzahl der Treffer pro Spiel. Je höher die Anzahl der Treffer ist, desto präziser manifestiert sich der qualitative Unterschied im Ergebnis.
    Anders ausgedrückt: Gewinnt eine Fußballmannschaft 2:1, heißt das noch lange nicht, dass sie doppelt so gut ist wie der Gegner. So ein qualitativer Unterschied auf Handball übertragen ergäbe dann vielleicht so etwas wie 24:21.
    Ein 1:0 lässt eigentlich gar keine Aussage über einen qualitativen Unterschied zu, hat man ja schon oft selbst erlebt. Ein 6:0 spricht dagegen schon eine deutlichere Sprache.

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  67. christian sagt:

    @claus:deine aussage bezieht sich wahrscheinlich auf den spielstärkenunterschied am jeweiligen spieltag,so gesehen geben die bisherigen spielergebnisse einen hinweis darauf,warum hier eine fast schon philosophische diskussion über den weiteren saisonverlauf stattfindet-
    bisher haben wir 9spiele mit einem torunterschied gewonnen oder verloren,und 3mal unentschieden gespielt.das heisst nach claus theorie bei bisher 12 spielen ist keinerlei aussage über einen spielstärken vergleich zu treffen.bis auf die 4 zu null niederlagen gegen bayern und schalke gab es auch keine(am ergebnis abzulesenen) Klatschen.mit dem 3 zu null gegen bayer einen klaren sieg.
    wenn man dann die statistik heranzieht,nach der der club in 1000blspielen im schnitt 1punkt erzielt hat(etwas kanpp drüber) käme man bei noch 15spielen auf mind.36punkte die saison-ob das bei der lage der anderen mitkonkurenten diesmal reicht,bleibt eine frage für optimisten,realisten oder pessimisten

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  68. BSE08 sagt:

    Claus:
    @belschanov
    Ich würde sagen: An der durchschnittlichen Anzahl der Treffer pro Spiel.

    Das scheint mir in der Tat das Hauptkriterium zu sein!

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  69. BSE08 sagt:

    belschanov:
    Bin seit heute Nachmittag dabei, über die Zugparabel nachzugrübeln, und komme zu keiner klaren Deutung.

    Haben sich der Realist, Optimist und Pessimist womöglich in einen (Fußball-)-Tunnel zurückgezogen und sind dort zu einem Debattier-Club(-Blog) mutiert, während draußen das richtige Leben abläuft?

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  70. BSE08: Haben sich der Realist, Optimist und Pessimist womöglich in einen (Fußball-)-Tunnel zurückgezogen und sind dort zu einem Debattier-Club(-Blog) mutiert, während draußen das richtige Leben abläuft?

    Was macht ein Leben eigentlich zu einem “richtigen” Leben?

    Warum sitzen die Fans dann in einem Tunnel (= nicht richtiges Leben) während der Zugführer in den Tunnel (= aus dem richtigen Leben) einfährt um sie dann dort zu überfahren?

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  71. BSE08 sagt:

    Das erinnert mich an einen damals bekannten jüdisch-polnischen Schachspieler, der auch nach dem deutschen Einmarsch weiter wie gewohnt in sein Schachcafe ging.
    Bis ihn dort die Gestapo abholte.

    Aber das passt nicht hierher, das ist zu düster.

    Du hast schon Recht, man soll im Leben schon seinen Spass haben – und wenn man gern zum Fußball geht, warum nicht?
    Wie bei Frank Goosen in “Echtes Leder”: Wenn Du hier im Ruhrpott einen frägst:”Warum gehst Du ins Stadion?”, dann sagt der “Watt?”. Der versteht die Frage gar nicht! “Warum gehst Du ins Stadion?” – “Na, is doch Samstag!”

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  72. BSE08 sagt:

    P.S.,Alexander, meine persönliche Deutung der Parabel geht sowieso in eine anderer Richtung.
    Es gibt ja Menschen (aus meiner Erfahrung nicht selten Frauen mit einem Hang zur Esoterik), die gerne a la Jesus zu Gleichnissen greifen, um die Bedeutung ihrer Ansichten herauszustreichen.
    Meistens handelt es sich dabei aber nur um hohles Geschwätz, welches durch eine entsprechende Erweiterung sofort ad absurdum zu führen ist. Insofern gefällt mir die Zugparabel ausgesprochen gut und ich danke Dir herzlich dafür, daß Du sie gebracht hast!

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  73. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United: Warum sitzen die Fans dann in einem Tunnel (= nicht richtiges Leben) während der Zugführer in den Tunnel (= aus dem richtigen Leben) einfährt um sie dann dort zu überfahren?

    Leben mit Tunnelblick – ist ohnehin weit verbreitet :lol:

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  74. Claus sagt:

    Im Zug sitzt jedenfalls die Mannschaft des FCN, und sie merkt gar nicht, dass sie ihre Fans immer wieder überfährt.
    Allerdings könnte sie dann gar nichts dafür, der Schuldige bleibt der Zugführer. Womit wir dann wieder bei der zentralen Frage wären.

    @christian: Genau, aus den reinen Ergebnissen kann man in der Regel keine qualitativen Unterschiede ableiten, denn ob man es nun mag oder nicht, im Fußball spielt Kollege Zufall doch eine ziemlich große Rolle. Allerdings sieht sich unsereiner ja sehr häufig die Spiele des Clubs über 90 min. an, und da sieht man dann doch Unterschiede. Das 3:0 in Bayerhausen war eigentlich auch zu hoch, wer daraus eine qualitative Stärke ableitet, macht einen Fehler. Wenn der Gegener beim Stand von 2:0 den Anschlusstreffer macht (die Gelegenheiten waren da), dann geht das Spiel u.U. ganz anders aus.
    Mein bisheriges Fazit der Rückrunde lautet jedenfalls:
    Gegen Hertha war der Club “auf Augenhöhe”, das 2:0 war schmeichelhaft. In Hannover war der Club in der 1. HZ klar schlechter, in der 2.HZ ein bisschen besser als Hannover, insofern geht das Ergebnis in Ordnung.
    Die Deutungen der Ergebnisse beziehen sich rein auf den Spielverlauf ohne Vereinsbrille, das möchte ich noch mal deutlich zum Ausdruck bringen. Als Clubfan hätte man sich das letzte Ergebnis logischerweise anders gewünscht.

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  75. Armin sagt:

    Uiuiui, da ging es ja gestern philosophisch hoch her.

    Ich habe auch noch eine Prognose anzubieten:

    Gladbach hat letzte Saison eine grandiose Rückrunde gespielt, hat sich dafür aber auch am Transfermarkt gut verstärkt, Hanke, Stranzl, sind keine ganz schlechten. Ich sehe aktuell (außer vielleicht Stuttgart mit Ibisevic, aber die sehe ich auch nicht unbedingt als Abstiegskandidat) keine Mannschaft hinten drin, die sich so verstärkt hat. Also, Gladbach hat letzte Saison nach dem 19. Spieltag noch 23 Punkte geholt, sollten die aktuell letzten beiden Mannschaften das auch schaffen, was ich nicht glaube, dann kommen diese auf 39 Punkte, um diese auch zu erhalten benötigen wir noch 18 Punkte in 15 Spielen, im Schnitt 1,2 Punkte. Das ist nicht so wenig, unser aktueller Schnitt beträgt aber immerhin 1,11Punkte, ist also gar nicht soweit weg, dass wir den hinter uns plazierten selbst bei einer grandiosen Rückrunde Paroli bieten könnten. Ich finde da kann man schon mal positiv den Klassenerhalt erwarten.

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  76. christian sagt:

    bei tunnelblick fällt mir noch ein das die anderen vereine im unteren teil der tabelle ja auch nicht problemlos durch die saison wandeln.für die mannschaften,die aktuell hinter uns stehen-köln:mit podolski fällt deren “herz” erstmal vier wochen aus-er allein hat 15 der bisher 28tore erzielt,bei weiteren 5torvorlagen.hertha steht ohne abwehr da,entweder verletzt oder gesperrt,hat ebenfalls große probleme im spielaufbau.der fck hat sogar noch weniger tore als wir erzielt,konnte die abgänge nicht ersetzen.augsburg ebenfalls weniger tore als wir.freiburg hat den toptorjäger verkauft,unruhe in der mannschaft gehabt,spieler und trainer gefeuert.

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  77. Claus: Im Zug sitzt jedenfalls die Mannschaft des FCN, und sie merkt gar nicht, dass sie ihre Fans immer wieder überfährt.

    Also so mancher Spieler, würde er lesen, was manche über ihn schreiben, würde bestimmt (rein metaphorisch) dem Fahrer zurufen “Drück drauf!” Und er hätte mein Verständnis …

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  78. Kugelblitz sagt:

    Claus:
    Allerdings könnte sie dann gar nichts dafür, der Schuldige bleibt der Zugführer. Womit wir dann wieder bei der zentralen Frage wären.

    Soso, der Zugführer ist also daran schuld, dass sich die Fans mitten in einem unüberschaubaren Tunnel auf die Gleise stellen…

    Auch hier passt die Metapher wunderbar. Wie sehr uns die aktuelle Situation und vor allem die vermutete zukünftige Situation runter zu ziehen vermag liegt ganz und allein an jedem Einzelnen.

    Wenn ich mich also in diesem Punkt zwischen Pessimismus, Realismus und Optimismus entscheiden muss, birgt letzterer für mich mehr Lebensqualität und ist somit die subjektiv beste Entscheidung.

    Könnte ich selbst etwas an der Situation ändern, käme natürlich ein weiterer Aspekt hinzu, der den Optimismus bis zur Fatalität verändern kann, aber glücklicherweise ist dies hier ja nicht der Fall.

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  79. Oh, nun kommen wir zur erweiterten Wahrscheinlichkeitsrechnung! Ich liebe dieses Blog! :idea:

    Gehen wir also frei nach dem Erzbischof von Canterbury, John Tillotson (“On the Wisdom of Being Religious”), in die Stochastik. Was lohnt es sich zu sein?

    Der Realist hat keinen Gewinn oder Verlust, er hat nur den Status Quo, kann ihn aber nicht bewerten. Sein Einsatz ist der Moment, sein Gewinn oder Verlust nur ein kurzfristiger Zustand, der sich sofort wieder ändern kann. Kurzum: Minimaler Einsatz, minimale Gewinnchance. Im Roulette ein Mensch, der auf Schwarz oder Rot gesetzt hat – also 50/50 – wäre da nicht die grüne Null.

    Der Pessimist erwartet den Verlust oder hält ihn für wahrscheinlich. Sein Einsatz ist negative Stimmung, ein möglicher Gewinn ist auch im eintreffen nicht maximal, weil er auch den Gewinn mit Skepsis bewerten wird.
    Einsatz: Hoch (emotionaler Dauertrübsinn, bei dem nicht mal Zwischenerfolge gefeiert werden)
    Gewinnchancen: Bei Gewinn “mittel bis hoch” (da mit Makel und weitere Skepsis verbunden), bei Verlust “mittel bis hoch” (da das Eintreten der Niederlage auch bei Erwartung derselben nicht wirklich besser schmeckt, man kann höchstens sagen, dass man es ja gewusst habe, was einen auch nicht beliebter macht)

    Der Optimist erwartet den Gewinn, sein emotionaler Einsatz bis Eintreffen des Resultats ist insoweit niedrig, da positives Denken eine Leichtigkeit versprüht.
    Einsatz: Niedrig
    Gewinnchancen: Bei Gewinn “hoch” (da euphorisch der erwartete Erfolg auch eintritt), bei Verlust “mittel” (da man auch bei Eintreffen die Zukunft ja bald wieder besser einstuft)

    Stochastik rulez.

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  80. Optimist sagt:

    christian:
    bei tunnelblick fällt mir noch ein das die anderen vereine im unteren teil der tabelle ja auch nicht problemlos durch die saison wandeln.für die mannschaften,die aktuell hinter uns stehen-köln:mit podolski fällt deren “herz” erstmal vier wochen aus-er allein hat 15 der bisher 28tore erzielt,bei weiteren 5torvorlagen.hertha steht ohne abwehr da,entweder verletzt oder gesperrt,hat ebenfalls große probleme im spielaufbau.der fck hat sogar noch weniger tore als wir erzielt,konnte die abgänge nicht ersetzen.augsburg ebenfalls weniger tore als wir.freiburg hat den toptorjäger verkauft,unruhe in der mannschaft gehabt,spieler und trainer gefeuert.

    Wenn man das so betrachtet, kann man ja nur noch optimistisch sein, denn im Vergleich haben wir uns – gemäß optimistischer Voreinschätzung zugegebenermaßen – am hochwertigsten verstärkt.

    Der Realist wird entgegnen, das davon ja noch nichts bestätigt ist: Hlousek hat die Flanke zum Tor zugelassen und Balitsch ist verletzt, es ist also noch nichts verbessert.

    Der Pessimist wird sagen, es verletzen sich ja sowieso noch weitere Leistungsträger (Nilsson ist der Beweis) und die Schiris werden auch weiterhin gegen uns pfeifen, es ist also ohnehin sinnlos, etwas zu versuchen. Schließlich ist Versuchen der erste Schritt zum Versagen. Womit wir wieder bei der Philosophie wären. Diese Weisheit stammt übrigens vom großen HOMER, muss also stimmen ;-)

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  81. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United,

    Warum ist der Gewinn beim Pessimisten mittel bis hoch?

    Der kann doch gar nicht gewinnen: Entweder er verliert, weil seine Voraussage nicht eintrifft oder er verliert gemeinsam mit dem Team das Spiel. Ich habs ja gewusst ist in diesem Fall kein Gewinn, allenfalls eine Rechtfertigung seiner Haltung….

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  82. Markazero sagt:

    Hm. Interessant, daß Kugelblitz im Zusammenhang mit dem Optimismus das Stichwort “fatal” einbringt. Frank Zappa sagte mal, das beste sei, immer davon auszugehen, daß der, dem man begegne, ein Arschloch sei – man könne dann nur positiv überrascht werden. Also Fatalismus als Startrampe für – zugegeben ein wenig schwarzen – Optimismus. Ein anderer kluger Mensch sagte, der Weise klage nur über das, was er selber ändern könne. Aber was kann ein Clubfan selber ändern? Wo ist seine Verantwortung, wenn er, außer zu entscheiden “Stadion Ja oder Nein? ,wie verhalte ich mich dort?, bleibe ich zu Hause, höre ich’s im Radio, guck ich’s mir in ner Kneipe an, ignoriere ich’s, rechtes Bein über linkes Bein oder umgekehrt, oder wie oder was?”… nichts Reelles beitragen kann zu Erfolg bzw. Misserfolg? Oder spielt der Flügelschlag des Kolibris doch eine erhebliche Rolle? Herrschafftzeiten, je mehr man nachdenkt, desto komplizierter wird’s. Ob der aktuelle Kader auch so fürchterlich gescheit ist wie die Debatte auf CU, und deswegen kein Pass auf Höhe Mittellinie beim Mitspieler ankommt? Weils alle Angst haben, dass Alexander sie nach dem nächsten Training abfragt?

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  83. Teo sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Gerade gelesen und fand es passend – ohne jemanden hier speziell (inbesondere ob etwaiger namentlicher Ähnlichkeiten) ansprechen zu wollen:

    Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.

    Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.

    Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.

    Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen.

    Der Zugführer ist der, der das Licht macht,

    dass der Pessimist übersehen will, der Optimist fehlinterpretiert und der Realist erkennt.

    Keine Erkenntnis, Interpretation dieser drei ist hilfreich oder nützlich, denn

    der Zugführer ist der, der allen drei das Licht ausknipst.

    Conclusio:
    Es ist völlig egal, WIE man die Dinge wahrnimmt, weil man sie nicht ändern kann.

    Übertragen auf das Clubuniversum ist es völlig egal, welche Einstellung hier ein jeder pflegt bzw. welche Einstellung ein jeder für sich zu haben glaubt. Denn die FCN-Karawane zieht weiter, der Club-Tross rollt, der Franken-Express mit seinem Zugführer fährt auf den Gleisen, die wir nicht bauen. Er wird nicht halt machen. So gesehen ist der Zugführer des FCN das Rädchen, das den Tross ins Rollen ins bringt…

    …und das ist Chico!

    (Link im nächsten Post!)

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  84. Teo sagt:

    Chico: Der FCN ist mein Verein

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  85. Optimist sagt:

    Teo,
    Schöner Clip, danke, dass Du das mal wieder hervorgekramt hast! Ich dachte allerdings, das wäre vom Busfahrer Udo Rauh (?) gewesen, passt auch besser zum Text….

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  86. belschanov sagt:

    Alexander | Clubfans United:

    Der Realist [ist im] Roulette ein Mensch, der auf Schwarz oder Rot gesetzt hat – also 50/50 – …

    Da man als Club-Fan auf Rot und Schwarz zugleich setzen muss (trikotfarbenbedingt…), scheidet eine auf Sicherheit bedachte, maßvoll realistische Haltung per se aus. Es ist also logisch, dass der Club-Fan ein Schwarzseher ist, der rot sieht…

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  87. Teo sagt:

    Optimist,

    Ich glaube, das waren beide.

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  88. Teo sagt:

    belschanov: Da man als Club-Fan auf Rot und Schwarz zugleich setzen muss (trikotfarbenbedingt…), scheidet eine auf Sicherheit bedachte, maßvoll realistische Haltung per se aus. Es ist also logisch, dass der Club-Fan ein Schwarzseher ist, der rot sieht…

    Rot und schwarz – das klingt auch nach großer Koalition. Und die sollte sollte mal locker 50 (Prozent)Punkte einspielen…

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  89. Teo sagt:

    Und was sagt die Farbenlehre?

    Rot: Liebe
    Schwarz: Trauer

    Wenn das mal nicht die passenden Farben sind.

    Beide Farben streben zueinander…
    …Braun: Erdverbundenheit,

    Vielleicht sollte das in die Farbwahl des nächsten Trikots eingehen?

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  90. Teo sagt:

    Jetzt fehlt doch tatsächlich das entscheidende Wort…

    Braun steht nicht nur für Erdverbundenheit, sondern auch für STABILITÄT!

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  91. Claus sagt:

    Optimist: Diese Weisheit stammt übrigens vom großen HOMER, muss also stimmen.

    Homer war Clubfan? Oder er wäre einer gewesen, wenn es den Club schon gegeben hätte? Vermutlich schon, man sieht ja gerade, was man alles an philosophischen Überlegungen aus diesem Verein ziehen kann. Der FC Bauern gibt da nicht annähernd so viel her: Werden wir Meister oder schaffen wir nur CL?
    Der Realist sagt übrigens noch, dass Hlousek bisher auf der falschen Position spielt. Wird Zeit, dass Pino wieder kommt.

    a) Wenn Pino wieder dabei ist, läuft alles besser.
    b) Wenn Pino wieder dabei ist, braucht er erst mal Zeit, bis er wieder der alte ist.
    c) Schau mer mol, dann seng mer scho.

    Ich gestehe, ich neige in diesem Fall zu a) ;-)

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  92. Optimist sagt:

    Claus: Homer war Clubfan? Oder er wäre einer gewesen, wenn es den Club schon gegeben hätte?

    Ich gehe davon aus, dass Du den falschen Homer meinst, denn der Urheber des Zitats “lebt” noch: Homer Simpson ;-)

    Ansonsten tendiere ich auch zu a), auch wenn es gegen DO wohl noch zu früh ist für ein Comeback von Pino. Da aber wohl Hlousek tatsächlich weiter vorne etwas besser aufgehoben ist, könnte ich mir als abwehrverstärkende Maßnahme gegen DO durchaus vorstellen, dass Platte ran darf und Hlousek vor ihm spielt, damit die linke Seite dicht wird.

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  93. Off-Topic:

    “Fußball-Bundesligist Hannover 96 muss drei Spiele auf Emanuel Pogatetz verzichten. Doppeltes Pech für den 1. FC Nürnberg: Bei der bitteren 0:1-Pleite in Niedersachsen hatte Pogatetz’ Attacke gegen den aufgerückten Philipp Wollscheid nicht – wie zwingend erforderlich – Rot und Elfmeter zur Folge – nun fehlt der Abwehrstabilisator den 96ern gegen die wie der Club abstiegsbedrohten Berliner, Mainzer und Stuttgarter.”

    http://www.nordbayern.d...b-konkurrenz-1.1823867

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  94. Optimist sagt:

    Stefan – Clubfans United: “Fußball-Bundesligist Hannover 96 muss drei Spiele auf Emanuel Pogatetz verzichten. Doppeltes Pech für den 1. FC Nürnberg: Bei der bitteren 0:1-Pleite in Niedersachsen hatte Pogatetz’ Attacke gegen den aufgerückten Philipp Wollscheid nicht – wie zwingend erforderlich – Rot und Elfmeter zur Folge – nun fehlt der Abwehrstabilisator den 96ern gegen die wie der Club abstiegsbedrohten Berliner, Mainzer und Stuttgarter.”

    Das ist eine weitere Ungerechtigkeit im derzeitigen Fußball. Man sollte schon dafür sorgen, dass eine Bestrafung aufgrund eines Vorfalls in einem Spiel, der eine Benachteiligung verursacht hat, auch dem geschädigten zugute kommt. Wenn man nachträglich Strafen verhandeln kann, sollte man auch die Folgen einer möglichen korrekten Ahndung während des Spiels nachträglich wiederherstellen können.

    In diesem Fall wäre das, in Anlehnung an die Wahre Tabelle, die Gutschrift eines Tores und somit Änderung des Spielausganges am grünen Tisch. Einerseits würde das wohl die Hemmschwelle heraufsetzen und andererseits hätte das ja nur dann Auswirkungen auf einen Spielausgang, wenn es sich um eine tatsächlich Spielentscheidende Szene gehandelt hat. Ein Freistoß im Mittelfeld würde bespielsweise ein Spielergebnis nicht beeinflussen, ebenso nicht, wenn die Tordifferenz größer als 1 Tor ist. Aber die Ab- oder Zuerkennung eines Tores aufgrund einer nichtgeahndeten Tätlichkeit oder anderen rotwürdigen Vergehens (ich spreche dabei ausdrücklich nicht von Allerweltsfouls, die ggf. übersehen wurden) oder eben die Zuerkennung eines Elfmeters, der als Ausdruck der Bestrafung als Tor zu werten ist, sollte man schon in Betracht ziehen. Nur so kann der Geschädigte dieses Vorfalls ein Entschädigung bekommen und wird nicht, wie in diesem Fall, doppelt und dreifach bestraft. Wenn dann der Spielausgang korrigiert wird, ist auch die Sperre wieder in Ordnung, die ja bei Ahndung während des Spiels auch ausgesprochen worden wäre.

    …nur mal so ein Gedankenmodell….

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  95. Claus sagt:

    @Stefan: Auf WT gab es eine intensive Diskussion, ob die Tätlichkeit vor oder nach Ausführung des Freistoßes geschehen ist. Im ersten Fall gäbe es keinen Elfmeter. Ich habe Videos von der Szene gesucht, aber keine gefunden. Ist jemand schlauer?
    Obwohl, es ist letzendlich ja egal. Ärgerlich ist, dass Mainz und Hertha von der Sperre profitieren.

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  96. Töffi sagt:

    Optimist: In diesem Fall wäre das die Gutschrift eines Tores und somit Änderung des Spielausganges am grünen Tisch.

    Damit würde man vor keinem Gericht der Welt durchkommen.

    Totzdem ist die Sache zum Kotzen.

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  97. belschanov sagt:

    Die Janusköpfigkeit des Fernsehbeweises…

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  98. Optimist sagt:

    Töffi: Damit würde man vor keinem Gericht der Welt durchkommen.
    Totzdem ist die Sache zum Kotzen.

    Macht nix, das DFB Sportgericht ist mit keinem Gericht der Welt zu vergleichen – die haben eine ganz eigene Auffassung von Gerechtigkeit und können es sich ja auch leisten, Druck auszuüben, damit man nicht gegen ein Urteil vorgeht – unfassbar eigentlich, hat der Glubb aber ja schon selbst erlebt. Wie auch immer DA würde das sicher gehen :mrgreen:

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  99. Niemand will doch ernsthaft Entscheidungen am grünen Tisch, was den Spielausgang betrifft. Wie soll das aussehen? Soll dann eine Mannschaft, die 1:0 führt, alles nach vorne werfen für ein 2:0, weil das 1:0 vielleicht nachträglich gelöscht wird? Nein. Mit Abpfiff muss das Spiel entschieden sein.

    Diese Strafen sind persönliche Strafen. Der Grundsatz der Tatsachenentscheidung ist ein hohes Gut im Fußball, man sieht ja in der Formel1, wie doof das manchmal ist, wenn nachträglich Rennergebnisse korrigiert werden. Persönliche Strafen sollen keine Gerechtigkeit wiederherstellen, sie haben einfach Straf-Charakter, keinen Ausgleichcharakter (im Übrigen eine Sache die unser deutsches Rechtssystem vom amerikanischen oft unterscheidet). Der Täter soll eine Strafe bekommen. Aspekte des Wettbewerbs blendet man aus. Und das ist in der Regel auch gut so. Auch wenn es uns hier mal nicht gerecht erscheint.

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  100. belschanov sagt:

    @Optimist:

    Bei Gericht geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Recht und Gesetz, d.h. um Paragraphen. Gemäß Rechtslage (Paragraph x, Absatz y, Satz z) ist Pogatetz zu sperren.

    Damit ist der “Fall” erledigt.

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  101. Armin sagt:

    Also eine Ergebnisänderung am grünen Tisch wäre eine Katastrophe, das würde der Fußball nichtüberleben, ich kann darin nichts Gutes sehen. Natürlich ist das jetzt ärgerlich, dass der Schiri die Tätlichkeit nicht gesehen hat und dass die Sperre jetzt gegen Mannschaften vollstreckt wird, die mit uns hinten drin stehen. Trotzdem sehe ich keine Möglichkeit, die sinnvoll ist, hier hinterher das Ergebnis zu ändern.

    Ein Tor ist ein Tor, wenn der Ball hinter der Torlinie ist und nicht wenn ein Richter am grünen Tisch das bestimmt!

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  102. BSE08 sagt:

    belschanov:
    Die Janusköpfigkeit des Fernsehbeweises…

    Würde man den Fernsehbeweis an Ort und Stelle im Augenblick der Tat nutzen, bräuchten wir jetzt gar nicht zu diskutieren. Die Strafe wäre auf dem Fuß gefolgt und der Fall erledigt.

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  103. christian sagt:

    natürlich ist es ungerecht,wenn solche szenen nicht im spiel gesehen werden oder gahndet werden.damit ist der fall aber auch abgeschlossen.das von so einer entscheidung andere profitieren liegt halt in der natur der sache.das ist im übrigen auch bei einer fünften gelben karte so-für das laufende spiel hat das auch keinen direkten einfluss.bei sperren in folge einer roten karte werden je nach strafmass ebenfalls mannschaften betroffen/begünstigt,die mit dem spiel ,indem es die karte gab nix zu tun hatten.ich möchte jetzt nicht zu sehr in den spielhistorien wühlen,aber der club hat sicherlich auch schon von einer nachträglichen sperre profitiert-das gehört zum spiel.

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  104. Optimist sagt:

    BSE08: Würde man den Fernsehbeweis an Ort und Stelle im Augenblick der Tat nutzen, bräuchten wir jetzt gar nicht zu diskutieren. Die Strafe wäre auf dem Fuß gefolgt und der Fall erledigt.

    Der sinnvollste Beitrag in diesem Diskussionsthema. Bliebe nur die alte Frage nach einer machbaren Umsetzung, die das Spiel nicht relevant verzögert…

    Alle Argumente gegen den grünen Tisch sind natürlich richtig, auch nachträgliche Sperren gehören zum Spiel und sind auch gut so (das wollte ich ja auch nicht abschaffen). Mir ging es auch nur darum, über eine Möglichkeit der Entschädigung der direkt geschädigten nachdenken zu können…

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  105. Juwe sagt:

    Videounterstützung, Chip im Ball, ein Schiedsrichter -Supervisor neben dem Feld mit Videounterstützung, der mit den Platzschiedsrichtern über Funk in Verbindung steht, alles technisch anspruchslos und leichtest realisierbar und sinnvoll einsetzbar, aber die Fußballverbände national wie international haben in etwa die gleiche Innovationskraft und den Mut zur Veränderung wie die katholische Kirche.

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  106. BSE08 sagt:

    Optimist: Der sinnvollste Beitrag in diesem Diskussionsthema.

    Danke! Ich bin eben Realist!

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