Holterdiepolter

Mag sein, dass einen die Wahrnehmung trügt, aber der Transfermarkt hat sich verändert. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Medienlandschaft in der Gerüchte und News sich wie Laubfeuer verbreiten, sobald auch nur einer sich verplappert – egal ob im Dorfblatt oder auf der Mailbox der Chefredaktion. Ein Teufelskreis, denn gerade weil viel Medienaufmerksamkeit besteht, gibt es zu viele, die diesen Versuchungen erliegen.

Früher, so dünkt dem Verfasser, waren Transfergerüchte während einer laufenden Saison sowieso ein “NO GO” – und nach dem Abpfiff verfiel man erstmal in eine Art Trance, in der Familienangehörige den an Wochenenden ziellos herumirrenden Fans erst wieder an den Alltag heranführen mussten.

Der Transfermarkt, so jedenfalls gaukelt mir die Erinnerung vor, kam dann erst wieder zur Saisonvorbereitung in Gang, dazwischen hieß es verhandeln und taktieren. Heute läuft das Transferkarussell fast das ganze Jahr durch und die Transferfenster dienen fast nur noch zur Vollzugmeldung. Großereignisse wie eine EM dienten einst zur “Fleischbeschau” und “Meet & Greet” – dass deren Bedeutung weitgehend verloren ging ist dem differenzierten Scouting-Systemen und moderner Kommunikation geschuldet. Wer als Manager/Sportdirektor heute noch ein Turnier braucht, um auf einen Spieler aufmerksam zu werden, hat entweder verpennt oder orientiert sich mehr am medialen Marktwert als am sportlichen, wenn es um Neuverpflichtungen geht.

Der 1. FC Nürnberg hat, stand heute und damit nicht einmal 3 Wochen nach Saisonende, die Kaderplanungen nach aktuellem Kenntnisstand nahezu abgeschlossen. Mit Maroh, Bunjaku, Eigler, Judt, Sauter, Wollscheid, Zeitz, Hegeler und Didavi trennte man sich von mehr als einem halben Dutzend Spieler und holte dafür mit Kiyotake, Gebhart und Polter adäquaten Ersatz (Gärtner und Korczowski sind wohl eher für die U23 vorerst vorgesehen). Offen erscheint die Zukunft von Okotie und Brown Forbes (verliehene Spieler, die Tendenz scheint aber nicht auf eine Rückkehr hinzudeuten), auch für die U23 dürften noch Neuzugänge, wie vielleicht das Sturmtalent Ngankam-Hontcheu, zu erwarten sein. Für die 1. Mannschaft steht aber “nur” noch der Königstransfer an, der Ersatz von Wollscheid in der Innenverteidigung, wobei derzeit vieles für “Mad Dog” Pogatetz spricht. Bis auf Polter, dem man das Wortspiel im Titel verdankt, im Übrigen alles feste Verpflichtungen des FCN. Nur der Wolfsburger Stürmer kommt 2012/2013 bis dato auf Leihbasis und zeigt den Trend, dass man vor allem in zentralen Positionen auf “Eigenbesitz” bauen will und nur noch außergewöhnliches Talent als Alternative/Backup dazuholt, wo es Sinn macht oder der Geldbeutel für eine Doppelbesetzung nicht mehr ausreicht. Viel mehr bleibt einfach nicht an Optionen, man kann sich ja keinen Spieler backen.

Planungssicherheit versus Transferpoker

Wem das alles zu ‘holterdiepolter’ ging, der darf sich mit dem Vorteil von Planungssicherheit trösten. Wer für den Einsatz am Tisch nicht viel Knete in der Tasche hat, der tut gut daran seiner Scherflein ins trockene zu bringen, bevor die schlafenden Riesen in Aktionismus verfallen. Natürlich wecken auch beim Club Namen wie Schieber, der offenbar seinen Kontrakt in Stuttgart über 2013 nicht verlängern will und somit auf dem Transfermarkt ist, Begehrlichkeiten, doch sind die kolportierten 5-6 Millionen Marktwert weder zu stemmen noch sollte man dem Meister da in die Quere kommen, der angeblich seine Fühler bereits ausstreckt.

Der Umbau des Kaders liest sich mit 9 Abgängen und 5 Zugängen beachtlich, ist an sich aber nur ein weiterer finaler Schritt hin zu einem reinen “Hecking”-Kader. Schwerpunkt auf eine Startformation im 4-5-1 mit zwei defensiven Sechsern mit Option auf Umstellung zu 4-4-2. Dazu braucht Hecking taktisch flexible Spieler, aber auch Fixpunkte. Zugleich befeuert Hecking aber den Konkurrenzkampf, indem er jung/alt miteinander und zugleich um eine Position kämpfend zusammenstellt. Durch die Flexibilität ist der Konkurrenzkampf aber nicht auf direkte Duelle beschränkt (außer im Tor selbstredend), sondern geht auch in die Breite. Es ist nicht die Frage Chandler oder Feulner, es kann auch Chandler und Feulner lauten. Genau so wie Pinola oder Hlousek kann es Pinola und Hlousek am Spielberichtsbogen heißen. Dieses interne verschieben nach Leistungsstand, Formkurve und Taktik scheint für Hecking die ideale Mischung, die ihm gleichzeitig erlaubt den Kader kompakt zu halten, was gerade auch für U23-Spieler die Aussicht auf Einsatzzeiten nicht illusorisch erscheinen lässt.

Der Club ist – geht man von einem Pogatetz-Transfer aus (oder vergleichbares Kaliber) – gut aufgestellt. Da kann man sicher einige erfolgreiche Sportwetten auf den Club platzieren. Die Hoffnungen auf Kreativität ruhen allerdings wieder auf “Unbekannten”, denn ob Kiyotake und Gebhard hier die erhofften Akzente setzen, wird erst abzuwarten sein. Die Außenbahnen waren und sind bestens bestückt, das zentrale Mittelfeld macht rund um Simons/Balitsch keine Sorgen und mit Polter hat man endlich einen 1:1-Backup für Pekhart. Bleibt zu hoffen, dass diesmal alle gesund bleiben, dann könnte es eigentlich schon bald wieder losgehen – so wenn es nach uns ginge.

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Kommentare (95)

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  1. christian sagt:

    die geschwindigkeit der transferplanung ,geht doch, im falle vom club, eher auf die, relativ schnell erzielte, sicherheit darüber, für welche liga man planen muss zurück.

    wenn man vor ein paar jahren immer die relegation noch spielen musste war man doch eh im hintertreffen im ligavergleich.und bei abstieg braucht man teilweise einen ganz anderen kader,bzw. die sicherheit das alle mitgehen.
    sogesehen ist das wohl für den clubfan ein neues phänomen,anderswo eher buisness as usual,zumal man mit der finanziellen ausstattung eh lange im vorraus planen muss um spieler a,zu finden und b,zu binden.
    schnellschüsse und einkäufe kurz vor transferschluss wie bei finanzstärkeren vereinen sind eh nicht drin.

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  2. christiananderswo eher buisness as usual,

    Also in Frankfurt scheint sich wenig zu tun.

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  3. Woschdsubbn sagt:

    Toller Artikel, Alexander. Als ich vorhin das mit Schieber gelesen habe, dachte ich zuerst: Ui, der mag den Glubb so sehr, der kommt wieder zurück.

    Nun ja, das war wohl nix, aber immerhin bekommt der Doublegewinner damit quasi schon wieder einen ehemaligen Glubberer. Was der Niveamann mit einem Verletzten oder wenigstens mehrfach angeschlagenne Klose und einem Tribünen-Cacao anstellt, bleibt sein Geheimnis. An seiner Stelle hätte ich gleichmal den Schieber mit ins Trainingslager genommen. Oder wenigstens den Helmes, der ist momentan wenigstens in bestechender Form.

    Früher hätte sich den Schieber vielleicht eine Mannschaft aus Nordtirol geschnappt, aber deren Einkaufspolitik ging und geht irgendwie andere, seltsame Wege:
    Luiz Gustavo, Jerome Boateng, Manuel Neuer und Rafinha für etwa 50 Millionen Euro eingekauft. Neuers Hauptvorteil ist für mich als außenstehnder Interessierter eigentlich das schnelle Einleiten eines Konters durch seine unglaublichen Abwürfe bis über die Mittellinie. Völlig verschenkt bei den Nordtirolern.
    Pizarro weg, ein Olic da, Olic weg, Pizzaro wieder da. Macht ja Sinn, oder?

    Und andere Talente, wie ein Özil, Götze oder Reuß entscheiden sich gegen bzw. nicht für eine Wechsel nach Nordtirol.

    Na, deren Kopf brauchen wir uns ja nicht zerbrechen. Auch wenn Pogatetz denn tatsächlich wechseln sollte, bin ich mir in der IV etwas unsicher. Aber wer von uns weiß schon, was in der Kaderplanung noch alles schlummert.

    Hoffentlich geht bald die EM los, mir ist jetzt schon langweilig. Na immerhin kann man ja aufm Berch erstmal Entspannung am Wochenende finden :D

    Der Glubberer der Saison? Für mich eindeutig Timmy Simons, unser Lauf- und Konditionswunder!

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  4. xxandl sagt:

    Korczowski wäre wohl nicht gekommen, wenn er für die zweite Mannschaft vorgesehen gewesen wäre. Der hat auf Schalke einen Profivertrag und Einsätze gefordert, erst als man dem nicht nachkam suchte er nach anderen Optionen.

    Es kann gut sein, dass er sich in der zweiten Mannschaft Spielpraxis verschafft, aber sobald einer seiner drei Konkurrenten ausfällt, wird er im Kader stehen und gegebenfalls auch spielen.

    Die Personaldecke in der Innenverteidigung und im zentralen Mittelfeld ist nicht gerade beeindruckend, allerdings sehe ich unsere Kaderplanungen ebenfalls für abgeschlossen, sobald unser neuer Abwehrchef verpflichtet wurde. Den ein oder anderen Nachwuchsspieler werden wir aufgrund der Abgänge in der zweiten Mannschaft aber wohl noch an Land ziehen.

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  5. berlinclub sagt:

    Ich stimme Deinem Artikel voll zu – merci, Alexander.

    Dass die Planungen schon weit vor dem Klassenerhalt liefen, sieht man am deutlichsten an Kiyotake – der wäre wohl kaum zum Club gekommen, wenn Bader seine Tentakel nicht schon frühzeitig und mit der notwendigen Überzeugungskraft nach ihm ausgestreckt hätte.

    Polter als “Ich-bin-sofort-im-Spiel-Stürmer” ist überraschend, aber als Backup für Pekhard sehr schlau.

    Das Aufstöhnen in Berlin über den wohl absehbaren Weggang ihres Sturmtalents Ngankam-Hontcheu ist bezeichnend und nährt meine Hoffnung, dass der Club in zwei oder drei Jahren doch mal eine echte Tormaschine vorne drin hat.

    Ich bin mit dieser beruhigend unaufgeregten, frühzeitigen und bislang sehr durchdachten Transferpolitik absolut d’accord. Pogatetz wird zwar bestimmt noch eine harte Nuss, vor allem finanziell, dafür aber kann man sich jetzt weitgehend auf die “Königsposition” des führenden IV konzentieren.

    Ach so, hätte ich fast vergessen: Wenn sich die üblichen Verdächtigen über viel zu große Vorschusslorbeeren echauffieren – ist mir total egal. Kein Mensch kann voraussagen, ob Neuzugänge verletzungsfrei bleiben oder wie erhofft einschlagen. Die 3 Euro zahle ich gern.

    Übrigens, nach den Worten des violettgesichtigen Bauernpräsidenten ist anzunehmen, dass der Club in ein paar Tagen unerwartete Transfererlöse erzielt, weil die Bauern in ihrer Panik den einzigen echten Mittelfeldbeißer der Liga kaufen müssen: Unseren Almog Cohen, den Jens Jeremies aus Be’er Scheva.

    Aber unter 12 Mio. kriegts Ihr den nedd 😉

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  6. xxandl: Korczowski wäre wohl nicht gekommen, wenn er für die zweite Mannschaft vorgesehen gewesen wäre. Der hat auf Schalke einen Profivertrag und Einsätze gefordert, erst als man dem nicht nachkam suchte er nach anderen Optionen.

    Guter Einwand. Aber auch ein guter Grund, warum man nicht mit Maroh verlängerte. Mit 4 IV vor ihm hätte er ja quasi null Chancen gehabt. So wird man ihm U23 plus Einsatzzeiten in der 1. Mannschaft in Aussicht gestellt haben.

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  7. Optimist sagt:

    Hihi, da hat der Alexander einen treffenden Artikel verfasst, während ich auf der anderen Seite den vereinfachten ähnlichen Gedanken hatte…

    sehr schön ;-)

    Optimist: Sieht doch gut aus: ein echter Backup für Peki (was weder Eigler noch Bunjaku waren), dafür eine Qualitätssteigerung auf rechts (Gebhart) und ne japanische Wundertüte mit viel Erfolgspotential, die ein Dida-Ersatz werden könnte. Jetzt fehlt noch der 2. Stürmer, den ich mir als Bunjaku-Typ mit höherer Qualität vorstellen könnte (ich würde mir ja Schieber wünschen….) und natürlich die Verpflichtung von Pogatetz. Wenns so kommt, passt es doch!

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  8. berlinclub: Das Aufstöhnen in Berlin über den wohl absehbaren Weggang ihres Sturmtalents Ngankam-Hontcheu ist bezeichnend und nährt meine Hoffnung, dass der Club in zwei oder drei Jahren doch mal eine echte Tormaschine vorne drin hat.

    Dazu eine vielleicht bemerkenswerte Anmerkung: Im verlinkten Artikel im Tagesspiegel war dieser Transfer schon halb angekündigt, heute ist davon aber nichts mehr zu finden. Die Passage ist komplett entfernt. Da hat wohl jemand interveniert, wenn mich meine Erinnerung da nicht gänzlich trügt.
    http://www.tagesspiegel...andern-ab/6662242.html

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  9. tomcat07 sagt:

    Alexander | Clubfans United: Dazu eine vielleicht bemerkenswerte Anmerkung: Im verlinkten Artikel im Tagesspiegel

    Da kann ich Deine Erinnerung stützen, Alexander ;-) Ngankam-Hontcheu wurde da zunächst tatsächlich mit dem FCN in Verbindung gebracht.

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  10. tomcat07: Da kann ich Deine Erinnerung stützen, Alexander ;-)Ngankam-Hontcheu wurde da zunächst tatsächlich mit dem FCN in Verbindung gebracht.

    Danke!

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  11. tomcat07 sagt:

    Mir macht der Artikel im Pressespiegel Sorgen, wonach Wolfsburg Pogatetz ebenfalls haben möchte. Auch wenn Hannover angeblich nicht so viel Wert auf eine hohe Ablöse legt aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen Spieler und Trainer… spätestens bei den Gehaltsverhandlungen mit dem Spieler wäre es Magath doch ein leichtes, Pogatetz die besten Argumente für die Autostadt zu liefern.
    Oder schätzt ihr Pogatetz im besten Alter von 29 Jahren so ein, dass ihm die Aussicht auf den Posten des (vermeintlichen?) Abwehrchefs bei uns mehr wert wäre?

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  12. tomcat07:
    Mir macht der Artikel im Pressespiegel Sorgen, wonach Wolfsburg Pogatetz ebenfalls haben möchte. Auch wenn Hannover angeblich nicht so viel Wert auf eine hohe Ablöse legt aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen Spieler und Trainer… spätestens bei den Gehaltsverhandlungen mit dem Spieler wäre es Magath doch ein leichtes, Pogatetz die besten Argumente für die Autostadt zu liefern.
    Oder schätzt ihr Pogatetz im besten Alter von 29 Jahren so ein, dass ihm die Aussicht auf den Posten des (vermeintlichen?) Abwehrchefs bei uns mehr wert wäre?

    Klar ist Wob ne Konkurrenz, aber das muss Mad Dog eben für sich entscheiden: Weniger Kohle, dafür viel Vertrauen und Fußball spielen, oder mehr Geld und knallharter Konkurrenzkampf wo es ggf. nach 3 Spielen auf Tribüne geht.

    Glaubt man den Gerüchten aus dem Umfeld, tendiert Pogatetz zum Club – aber die Entscheidung ist nicht einfach.

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  13. xxandl sagt:

    Wolfsburg ist als Stadt halt völlig uninteressant, gerade auch, was die Erreichbarkeit angeht. Wenn er da heim nach Graz will, muss er vorher nach Hannover oder Berlin fahren und dann mit mindestens einem Zwischenstopp heimfliegen – in der Zeit ist er von Nürnberg aus mit dem Auto schon längst dort.

    Der unumstrittene Abwehrchef, der er bei uns wäre, würde er in Wolfsburg auch nicht sein – das einzige Argument für Wolfsburg, ist das mutmaßlich höhere Gehalt.

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  14. Optimist sagt:

    tomcat07: Mir macht der Artikel im Pressespiegel Sorgen, wonach Wolfsburg Pogatetz ebenfalls haben möchte.

    Mad Dog geht doch nicht ohne Not zu Quälix, das wäre ja quasi Tierquälerei!

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  15. Teo sagt:

    Alexander | Clubfans United: Guter Einwand. Aber auch ein guter Grund, warum man nicht mit Maroh verlängerte. Mit 4 IV vor ihm hätte er ja quasi null Chancen gehabt. So wird man ihm U23 plus Einsatzzeiten in der 1. Mannschaft in Aussicht gestellt haben.

    Genaugenommen muss es ja heißen: “warum Maroh nicht verlängerte”.
    Verbrieft ist Folgendes:

    “(…)Horst Heldt sieht das nicht anders, dennoch sieht der Manager des FC Schalke den Weggang Korczowskis höchstens mit einem weinenden Auge. “Es ist natürlich schade, dass wir solch ein Talent verlieren. Ich hätte ihn gerne behalten, aber er, seine Familie und sein Berater hatten Vorstellungen, die ich nicht erfüllen wollte und konnte”, verrät Heldt.
    Der Knackpunkt, der zur Trennung führte, waren laut Heldt keine unterschiedlichen Ansichten über den Verdienst des Nachwuchsspielers. Vielmehr soll Korczowskis Berater unter anderem Garantien gefordert haben, dass sein junger Mandant ab der kommenden Saison immer mit den Profis trainieren und möglichst zum 18er-Kader des Bundesligateams gehören solle. “Das kann und will ich keinem Spieler versprechen”, betont Heldt.(…)” [www. derwesten. de]

    Somit ist in der Tat davon auszugehen, dass er öfter mal am Kader schnuppern darf. Irgendein Leckerli wird ihm das Kommen erleichtert haben. Das zeugt zumindest davon, dass man beim FCN große Stücke auf ihn hält.

    Größere als auf Maroh, dem man keine Vertrags-Leckerli gewähren wollte. Und am Ende auch keine Blumen.

    Korczowski und Pogatetz?
    Holtertipoler nochmal! Wieso hat denn keiner gesagt, dass Bader und Hecking schon längst einen Ersatz für Maroh an der Angel hatten!

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  16. Woschdsubbn sagt:

    Also das Interview der schweizer Webseite mit Bunjaku im Pressespiegel, die Aussagen von Wolf und auch Maroh vor deren Weggänge oder auch der damals seltsame Weggang/Abschied von Galasek ergeben langsam ein sehr seltsames Bild: Hat unser MB ein Problem mit der Kommunikation?

    Selbst wenn da Entscheidungen noch in der Schwebe gewesen sein sollten, kann man sich doch wenigstens mal unverbindlich melden und miteinander reden?

    Natürlich kann man auch als Spieler einfach mal nachfragen und muss das nicht seinem Manager überlassen.

    Dennoch: Irgendwie habe ich nach dem Interview einen faden Beigeschmack von unseren Sportvorstand bekommen. Wenn man die jetzt sogar schon jahrelangen Vorkommnisse mal zusammen betrachtet und jeweils nur ein kleines Mosaiksteinchen daraus als Körnchen der Wahrheit erhält, kommt ein seltsames Bild heraus: “Keine Wertschätzung”, “Kein Abschied”, “Kein Dankeschön”, “Keiner hat mit mir geredet”,…

    Was meint Ihr?

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  17. Optimist sagt:

    Woschdsubbn,
    Ich vermute ja eher, dass dieses “unverbindlich Reden” schon stattfindet, aber von den betroffenen Spielern und Beratern eben nicht als ernsthafte Kontaktaufnahme gewertet wird. Die erwarten konkrete Gespräche oder Vertragsangebote, die es aber nicht geben kann, bevor eine Entscheidung gefallen ist. Ist es nicht Signal genug, dass man mit Spielern, die man unbedingt halten will, frühzeitig Vetragsverlängerungen anstrebt, anderen nahelegt, sich etwas neues zu suchen und beim Rest eben einfach abwartet, so lange die Kaderzusammenstellung noch nicht steht. Was soll MB denn sagen? Wir sind auf der Suche nach einem Ersatz für Dich, der besser ist, aber wenn das nicht klappt, kannst Du gerne bleiben….? Das wäre zwar ehrlich, macht die Sache aber nicht besser.

    Zumindest bei Maroh stimmt es ja auch nicht: man hat ja seit dem Winter verhandelt, das drückt doch durchaus den Wunsch aus, ihn behalten zu wollen. Dass er keinen Abschied bekam, ist doch eher der kurzfristigen Absage geschuldet (bei der man vielleicht auch noch nicht überzeugt war, ob sie definitiv ist) als mangelnder Kommunikation.

    Klar ist das nicht schön für Bunjaku und Eigler, wenn man abwartet, aber sie haben die Signale auch richtig gedeutet und natürlich ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, dass man nicht mehr ernsthaft auf sie setzt. Aber liegt das wirklich an mangelnder Kommunikation?

    Vielleicht wäre der richtige Ton: “wir suchen noch Verstärkungen und dann wirst Du vermutlich weniger Einsatzzeiten bekommen. Wir freuen uns, wenn Du bleiben willst, weil wir Dich für ein wichtiges Bestandteil des Teams halten, aber wenn Du ein besseres Angebot findest, darfst Du gerne gehen, wir honorieren Deine gute Arbeit und legen Dir keine Steine in den Weg”. Aber das klingt für mich auch eher nach Wegschicken…..

    Wir wissen ja nicht, was wirklich intern geredet wird und in Statements abgehender Spieler, deren Verträge nicht verlängert wurden, schwingt halt auch immer die Enttäuschung mit, nicht mehr gut genug zu sein. Das mag man für sich auch mit mangelnder Wertschätzung übersetzen.

    Wir können darüber nur spekulieren. Wie bei allem anderen bin ich der Meinung, wir sollten einfach unserer sportlichen Leitung vertrauen!

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  18. Optimist sagt:

    Über mangelnde Wertschätzung sollten sich vielleicht mal diese Vollpfosten von Bayern Fans Gedanken machen! Robben auszupfeifen, was für erbärmliche Schwachköpfe. Klar, er hat einen Elfer versemmelt und ein bisschen einfallslos gespielt, aber er zeigte Einsatz und Willen und hat Verantwortung übernommen….

    Mann, haben die vielleicht Probleme, hat mich maßlos geärgert, ja eher entsetzt!

    Sorry, musste ich einfach mal loswerden, auch wenn mir die Bayern sonst am Allerwertesten vorbei gehen….

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  19. xxandl sagt:

    Wenn ein paar hundert Mann in einer 60.000 Mann Arena pfeifen, dann würde ich nicht unbedingt von “die Bayern Fans” sprechen…

    Das man damit weder Robben noch dem FCB einen Gefallen tut, sollte klar sein, denn Robben ist bisher eher als Sensibelchen aufgefallen, und wird sich genau überlegen ob er überhaupt in München bleiben will. (Das dürfte nach der Ribery-Ohrfeige ja schon auf der Kippe gestanden sein.)

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  20. Optimist sagt:

    xxandl: Wenn ein paar hundert Mann in einer 60.000 Mann Arena pfeifen, dann würde ich nicht unbedingt von “die Bayern Fans” sprechen…

    für “ein paar hundert” wars schon ganz schön laut, ein paar tausend trifft es eher…

    wie konnte er es wagen, dem Operettenpublikum den Schlussakt zu vermasseln :mrgreen:

    hab da nur aus Langeweile mal reingezappt, aber wenn die ganze Welt das als das überflüssigste bzw. sinnloseste Spiel des Jahres bezeichnet, ist auch klar, dass man es live übertragen muss. Mann mannn mann…..

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  21. Woschdsubbn:
    Also das Interview der schweizer Webseite mit Bunjaku im Pressespiegel, die Aussagen von Wolf und auch Maroh vor deren Weggänge oder auch der damals seltsame Weggang/Abschied von Galasek ergeben langsam ein sehr seltsames Bild: Hat unser MB ein Problem mit der Kommunikation?

    Selbst wenn da Entscheidungen noch in der Schwebe gewesen sein sollten, kann man sich doch wenigstens mal unverbindlich melden und miteinander reden?

    Natürlich kann man auch als Spieler einfach mal nachfragen und muss das nicht seinem Manager überlassen.

    Dennoch: Irgendwie habe ich nach dem Interview einen faden Beigeschmack von unseren Sportvorstand bekommen. Wenn man die jetzt sogar schon jahrelangen Vorkommnisse mal zusammen betrachtet und jeweils nur ein kleines Mosaiksteinchen daraus als Körnchen der Wahrheit erhält, kommt ein seltsames Bild heraus: “Keine Wertschätzung”, “Kein Abschied”, “Kein Dankeschön”, “Keiner hat mit mir geredet”,…

    Was meint Ihr?

    Darüber haben wir gestern auch diskutiert, über das Bunjaku-Interview. Ich hab da auch einen faden Beigeschmack und denke mir immer: Komisch, hätte mir da schon ne andere Kommunikation erwartet – was aber nicht auf den Club beschränkt ist.

    Andererseits: Wo ist es denn in der Wirtschaft anders? Wenn einer am Abstellgleis steht (oder sich selbst verändern will) wird ja selten die offene Kommunikation gepflegt. Zum einen drückt man sich rein menschlich vor solchen Gesprächen, zum anderen ist es auch nicht sonderlich klug – denn weiß der Arbeitgeber von deinem Wechselwillen, ist das ein Vertrauensbruch, weiß der Angestellte, dass er auf der Liste steht, wird auch eine Fortsetzung später nicht ohne Spuren bleiben. Helmut Kohl pflegte ja auf höchster Ebene das Prinzip des effizienten Aussitzen.
    Und zuletzt: Was hindert Bunjaku und seinen Berater daran, selbst vorstellig zu werden und das Gespräch zu suchen?

    Am Ende ist es wohl eher so: Profi-Fußball ist eben kein Ponyhof.

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  22. Beate60 sagt:

    Ich denke auch, daß man das nicht überinterpretieren muß. Ich finde da ist auch ein Spieler mal gefragt, auf die Verantwortlichen zuzugehen und ein Perspektivgespräch zu fordern. Und dann kann er ja klar fragen und auf klaren Antworten bestehen. Ist doch in der freien Wirtschaft auch nicht anders, wenn man rausfinden will, ob man im Betrieb noch weiterkommt oder sich umschaut. Irgendwie find ich ist da eher das Problem, daß die Spieler das so komplett an die Berater delegieren. Keine Ahnung ob das vertraglich so festgelegt ist. Für ein wirkliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch müssen sich alle Beteiligten einen Termin freihalten. Das geht dann eben auch nicht so im Vorbeigehen.
    Und letztlich hat Bunjaku ja auch einige Unsicherheitsfaktoren vorzuweisen (z.B. ob er seinen Torriecher noch hat nach seiner langen Verletzung) und da ist es dann doch legitim, wenn Bader und Hecking sagen, bevor wir auf Albert zugehen, müssen wir uns klar sein, welche Alternativen es für den Verein gibt. Und das kann man halt auch nicht immer schon dann wissen, wenn der Spieler in der laufenden Spielzeit schon Klarheit haben will.

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  23. Derbfuss sagt:

    Woschdsubbn:
    Also das Interview der schweizer Webseite mit Bunjaku im Pressespiegel, die Aussagen von Wolf und auch Maroh vor deren Weggänge oder auch der damals seltsame Weggang/Abschied von Galasek ergeben langsam ein sehr seltsames Bild: Hat unser MB ein Problem mit der Kommunikation?

    Selbst wenn da Entscheidungen noch in der Schwebe gewesen sein sollten, kann man sich doch wenigstens mal unverbindlich melden und miteinander reden?

    Natürlich kann man auch als Spieler einfach mal nachfragen und muss das nicht seinem Manager überlassen.

    Dennoch: Irgendwie habe ich nach dem Interview einen faden Beigeschmack von unseren Sportvorstand bekommen. Wenn man die jetzt sogar schon jahrelangen Vorkommnisse mal zusammen betrachtet und jeweils nur ein kleines Mosaiksteinchen daraus als Körnchen der Wahrheit erhält, kommt ein seltsames Bild heraus: “Keine Wertschätzung”, “Kein Abschied”, “Kein Dankeschön”, “Keiner hat mit mir geredet”,…

    Was meint Ihr?

    Also ich bin da relativ nahe bei Woschdsubbn. Weniger wegen des Bunjaku-Interviews,- denn das klingt eher wie beleidigte Leberwoschd.(Es hat ihm sicherlich niemand verboten, von sich aus mal auf Hecking oder MB direkt zuzugehen.)Aber seit dem Galasek-Abschied UND der Meyer-Kündigung hab ich ein ähnliches Gefühl, was MB’s Kommunikation betrifft. Es ist wie gesagt nur ein Gefühl und ich möchte hier auch gleich ganz heftig allen widersprechen, die mich deshalb zu den “Bader-raus-Rufern” einsortieren wollen ;-)
    Aber ich stelle mal die Behauptung auf, daß sich MB einfach geniert hat, einen Weltklassespieler wie Galasek anzubieten, z.B. in unserer U23 eine ähnliche Rolle zu spielen, wie es jetzt Marek machen soll. Denn daß Galasek das gemacht hätte steht für mich fest! (Oder, na gut: sagt mir mein Gefühl ;-)

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  24. berlinclub sagt:

    Man darf eines nie außer Acht lassen: auch Interviews werden zeitlich und inhaltlich bewusst gesteuert. Es geht um Marktwerte, ergo nicht nur Transfersummen, sondern auch Gehälter, Prämien – aber auch Aufmerksamkeit, Summe an Veröffentlichungen über den Spieler, die wiederum auch im kleinen den Wert mitbestimmen.

    Mit dem “guter Junge, böser Verein”-Spiel wird dem Publikum das Business Fußball auf die Mechanismen der eigenen Lebenswirklichkeit heruntergebrochen. Böser Chef, böse Firma gegen mich Einzelnen, der doch alles für die Firma tut.

    Das ist keine Rechtfertigung für mieses Verhalten von wem auch immer, aber in der Zwischensaison doch ein Instrumentarium mit einem sehr langen Bart.

    Umgekehrt wird es von Spielern, die gefragt sind oder glauben, es zu sein, nicht anders gemacht. Das ganze hat etwas ritualisiertes, das man nicht allzu sorgenvoll betrachten muss, solange die Handlungslinie des Vereins in der Gesamtheit nachvollziehbar ist.

    Es ist das Abbild der Arbeitswelt. Hier im Profifußball nur eben von verdichtet von ca. 45 auf ca. 15 Berufsjahre.

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  25. Optimist sagt:

    Derbfuss: Aber ich stelle mal die Behauptung auf, daß sich MB einfach geniert hat, einen Weltklassespieler wie Galasek anzubieten, z.B. in unserer U23 eine ähnliche Rolle zu spielen, wie es jetzt Marek machen soll. Denn daß Galasek das gemacht hätte steht für mich fest!

    Ja, da kannste recht haben. Ich glaube auch, dass diese Rückkehr von Marek nur deshalb möglich wurde, weil er dazwischen in Rostock war und es halt auch da nicht mehr so richtig funktioniert hat mit seinen alten Qualitäten. Sozusagen der Blick über den Tellerrand, der Demut und die Bereitschaft für die neue Rolle erst ermöglicht hat.

    Wahrscheinlich wäre auch Galasek nach seinem Zwischenspiel bei Bruck in ähnlicher Funktion zurück gekehrt, aber er war halt auch nicht so lange beim Club um diesen Symbolwert zu haben uns vielleicht wollte er auch nicht mehr Vollzeit nur Fußball machen. Vielleicht hatte man ihn ja sogar gefragt…

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  26. Optimist sagt:

    Beate60: Irgendwie find ich ist da eher das Problem, daß die Spieler das so komplett an die Berater delegieren. Keine Ahnung ob das vertraglich so festgelegt ist. Für ein wirkliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch müssen sich alle Beteiligten einen Termin freihalten. Das geht dann eben auch nicht so im Vorbeigehen.

    Ich habe gestern beim Zahnarzt einen interessanten Stern-Artikel über Klopp gelesen, wo er eben u.a. auch sagt, dass er es hasst, wenn bei Gesprächen die Berater mit dabei sind, denn er will ja den Spieler kennen lernen, um gezielt auf ihn eingehen zu können…

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  27. Woschdsubbn sagt:

    Ich danke Euch für Eure Meinungen dazu.

    Natürlich kann das wieder alles nur wilde Spekulation sein, aber das ist ja oft unsere Haupttätigkeit hier im Blog, zumal in der fußballfreien Zeit. ;)

    Also der Profifußball ist kein Ponyhof, so wie das Leben leider auch, weil wir Menschen es uns gegenseitig leider zu oft selbst schwer machen.

    Naja, ich sehe das ganze rein spekulativ (!!!) mal so:

    Chef MB und Angesteller AB, dann würde ein menschlicher und einfach guter Chef MB (leider eine aussterbende Art) dem Angestellten AB rechtzeitig, also so früh wie möglich, weil sich AB ja nichts zu Schulden hat und lange ein treuer Mitarbeiter war, POSITIV Bescheid geben und auch OHNE dass der Mitarbeiter nachfragen MUSS.

    Das kann doch durchaus so sein, wie das oben schön der Optimist als Vorlage eingetragen hat. Ich wandle das mal etwas positiver ab:

    “Albert, Du bist klasse, hast für den Club schon viele Tore geschossen und Torvorlagen gegeben und Dich nach Deiner langen und schwierigen Verletzung wieder in den Kader zurückgekämpft. Bravo! Dein Jokertor gegen den Favoriten Gladbach war erste Sahne und hat maßgeblich mitgeholfen unseren Klassenverbleib wieder frühzeitig zu sichern.

    Wir suchen noch Verstärkungen für unser Spielsystem, welches als Schwerpunkt vorsieht, mit einem Stoßstürmer und drei offensiven Mittelfeldspielern den Torerfolg zu erzielen. Wir freuen uns, wenn Du bleiben willst, weil wir Dich für ein wichtiges Bestandteil des Teams halten. In der nächsten Saison könnte Deine Rolle nach wie vor darin bestehen, als Joker bei einer Systemumstellung auf zwei Spitzen unser Spiel zu ergänzen.[…]”

    Für mich wäre so ein Vorgang völlig normal und so etwas in der Art MUSS und DARF man von JEDEM hochbezahlten Manager egal wo und in welcher Branche doch erwarten können? Ok, ich bin vielleicht auch ein humanistischer, ethischer Idealist.

    Oh, ich hatte anscheinend ein Problem mit meiner Hochstelltaste. ;)

    P.S.: Galasek macht doch auch den Trainerschein und hat er nicht auch jetzt bei Bruck aufgehört aktiv zu spielen?

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  28. Optimist sagt:

    Woschdsubbn,
    Du wärst der perfekte Personalchef ;-)

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  29. Woschdsubbn sagt:

    Hihihi, danke für die Blumen. :)

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  30. tomcat07 sagt:

    Möchte da nur ein kurzes Rechenspiel geben, ohne weiter auf die “guter Chef – böser Chef” Debatte einzugehen.

    Wenn mich hier wiederum meine Erinnerung nicht trügt, war doch die Politik von Vereinsseite, Vertragsgespräche auf Eis zu legen, bis der Klassenerhalt gesichert ist. Zitat dazu finde ich gerade nicht mehr, aber bin mir ziemlich sicher, so etwas gelesen zu haben im Laufe der Rückrunde. Diese Planungssicherheit zunächst abzuwarten, bevor man neue Verträge aushandelt, finde ich steht den Verantwortlichen zu.
    Der Klassenerhalt war für Nürnberg am 14.4., wenn man es ganz genau nimmt erst mit dem 21.4. gegen den HSV geschafft.
    Das erste Zitat Bunjakus, wenn ich richtig liege, war online auf kicker am 19.4.:
    “Ich werde nicht mehr auf ein Gespräch warten. Bisher ist nichts passiert, also wird vom Club auch nichts mehr kommen.”

    Wenn man also konsequent die Haltung der Vereinsführung unterstützen mag, gab es ein Zeitfenster von 5 Tagen, an denen Woschdsubbn’s fiktives Gespräch hätte stattfinden können (denn Woschdsubbn, Du beziehst Dich dabei ja auch auf den frühzeitig gesicherten Klassenverbleib ;-)). Daher kann ich da nicht zwingend ein Fehlverhalten erkennen.

    Natürlich sehe ich auch ein, dass man als Spieler die Signale deuten kann (kein Platz in der Startelf außer gegen Mainz, …) und mitbekommt, dass der Verein Alternativen auslotet.
    Aber umgekehrt empfinde ich es so, dass Bunjaku ziemlich fix nach dem Klassenerhalt über die Medien mit dem Thema Nürnberg abgeschlossen hat, was für berlinclub’s Ausführungen spricht.

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  31. Armin sagt:

    @Woschdsubbn

    Du gehst aber in Deinem Beispiel davon aus, dass der Verein den Spieler halten will, vielleicht zu etwas niedrigeren Konditionen, aber doch halten.

    Was aber, wenn man den Spieler gar nicht halten will? Und wenn ich mir die Abgänge der letzten Jahre so anschaue, dann gab es doch meist nur da Probleme, wo man eben den Spieler eher nicht mehr gebraucht hat. Und wie im “richtigen Leben” steht eben in “Fußballerzeugnissen” auch der wahre Tatverhalt verklausuliert. Also man spricht nicht davon, dass man den Spieler nicht für gut genug hält, sondern davon, dass er nicht mehr in das System passt, oder dass man sich beim Gehalt nicht einigen konnte.

    Umgekehrt werden Spieler so gut wie nie sagen, dass Ihnen zu wenig Geld geboten wurde, sondern immer, dass Ihnen die sportliche Wertschätzung, oder die sportliche Perspektive gefehlt hat. Ein Eingeständnis, dass man weniger Geld geboten bekommen hat, würde ja den eigenen Marktwert schwächen.

    Dazu kommt natürlich, dass Fußballer Zeitverträge und keine unbefristeten Verträge haben, auch in der sog. freien Wirtschaft werden Mitarbeiter mit Zeitverträgen anders behandelt als solche die längerfristig gebunden sind.

    Ganz ehrlich, ich traue mir aus Interviews von Spielern, die gehen mussten kein Urteil über die Kommunikationsfähigkeit unseres Sportlichen Leiters zu. Dazu spielen da zu viele Interessen hinein, die des Spielers, die des Beraters, die des Vereins und bei allen geht es um sehr viel Geld.

    Natürlich ist es immer schade, wenn ein Spieler im Frust den Verein verlässt, aber die Spieler wollen heute sehr viel Geld, da muss auch der Verein sehr genau überlegen in wen er sein Geld investiert und in wen nicht. Schließlich hat eine Profimannschaft nur 23 bis vielleicht max 28 Plätze, Vereine die von Magath geführt werden vielleicht mal ausgenommen. Dazu kommen max. 3 bis 5 Nachwuchsspieler, die mit der Profimannschaft trainieren. Da ist leider nicht viel Platz für Sentimentalitäten, so sehr man als Fan sich vielleicht an Spielern erfreut, die lange bei einem Verein sind, waren oder bleiben wollen. Als Vereinsführung kann man das halt nicht immer anbieten.

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  32. Armin sagt:

    Natürlich sehe ich auch ein, dass man als Spieler die Signale deuten kann (kein Platz in der Startelf außer gegen Mainz, …) und mitbekommt, dass der Verein Alternativen auslotet.
    Aber umgekehrt empfinde ich es so, dass Bunjaku ziemlich fix nach dem Klassenerhalt über die Medien mit dem Thema Nürnberg abgeschlossen hat, was für berlinclub’s Ausführungen spricht.

    Vielleicht auch, weil Bunjaku mit dem Klassenerhalt auch schnell klar war, dass er für Nürnberg nicht gut genug ist? Immerhin hat er es nach der Verletzung hier nicht mehr zum Stammspieler geschafft, dazu signalisiert Hecking eindeutig, dass er die Mannschaft sportlich voran bringen will, sprich Leute haben will, die noch eine sportliche Perspektive haben. Bei Bunjaku war nach seiner Verletzung vielleicht zu hoffen, dass er alte Stärke wieder erreicht, dass er sich nochmal deutlich sportlich steigert doch eher nicht.

    Insofern war dem Spieler doch nach dem Klassenerhalt klar, dass seine Zeit in Nürnberg zu ende gehen wird. Deshalb wohl auch das Interview um sich am Markt anzubieten, von Eigler und Maroh kamen zum ähnlichen Zeitpunkt ähnliche Äußerungen. Alle drei wären für die zweite Liga sehr interessant gewesen, aber für die Bundesliga und für die gewünschte sportliche Steigerung eher eben nicht. Dass eine solche Einschätzung von Seiten des Vereins bei den Spielern keine Jubelstürme hervorruft ist doch auch klar. Dass dann eben auch Dissonanzen nach außen dringen ist in der heutigen Medienlandschaft eben auch klar.

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  33. Juwe sagt:

    Stimmt so nicht, es gibt genug Spieler die ganz offen kundttaten, das Ihnen das finanzielle Angebot nicht ausreichen war. Wenn ein Spieler nun sagt, finanziell war man sich einig, aber die sportliche Perspektive stimmte nicht, darf man so etwas gelegentlich auch mal glauben.

    Armin: Umgekehrt werden Spieler so gut wie nie sagen, dass Ihnen zu wenig Geld geboten wurde, sondern immer, dass Ihnen die sportliche Wertschätzung, oder die sportliche Perspektive gefehlt hat.

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  34. Beate60 sagt:

    Woschdsubbn,

    Ich denke daß es halt auch nicht immer möglich, jeden verdienten Spieler als backup zu halten. Der Verein hat ja nun mal nur begrenzte finanzielle Mittel. Und letztlich find ich es dann auch legitim von MB und Hecking zu sagen, wir müssen erstmal schauen, was uns angestrebte Neuzugänge kosten und wenn dann ein verdienter Spieler noch Interesse hat, trotzdem zu bleiben in dem finanziellen Rahmen den wir noch haben, gerne …
    Nur ist es dann halt auch so, daß Spieler wie AB sicher erst mal im Kopf haben möglichst viel zu spielen und möglichst wenig finanzielle Einbußen zu haben und deshalb sicher nicht bis alle Transaktionen abgeschlossen sind, warten wollen.
    Und in so einer Situation was soll da eine Gesprächsinitiative von Seiten des Vereins denn bringen? Würde es AB bewegen zu warten, wenn Hecking und Bader sagen: wir sind noch an ein paar Spielern dran, wenn wir wissen, wieviel Geld wir zur Verfügung haben, können wir mit dir drüber sprechen, ob du bereit bist zu den Konditionen eines backups noch zu bleiben. Würde er sich da nicht genauso blöd vorkommen?
    Nein ich denke, im Fall AB ist der Spieler gefragt. Er sieht, daß es in der Saison nur zum Backup reicht, er möchte mehr und er sollte, wenn er sagt, lieber bleiben als woanders hingehen, auf die Verantwortlichen zugehen und fragen, ob die sich vorstellen können, seine Vorstellungen zu erfüllen.
    Was ist denn da so schlimm dran, wenn ein Spieler von sich aus nachhakt? Ganz ehrlich, ich fand das von Bunjaku etwas daneben nach den paar Einsätzen in der Presse schon zu verkünden, daß, da Bader und Hecking noch nicht mit ihm gesprochen haben und er schon wisse, daß da nix mehr geht. Wieso konnte er nicht mal bis zum letzten Spiel abwarten?

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  35. Juwe sagt:

    Sogar ganz sicher, schließlich hat Galasek sogar eine Klasse tiefer in Bayernliga bei Erlangen-Bruck noch gespielt danach.
    :-)

    Derbfuss: Denn daß Galasek das gemacht hätte steht für mich fest! (Oder, na gut: sagt mir mein Gefühl

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  36. Woschdsubbn: “Albert, Du bist klasse, hast für den Club schon viele Tore geschossen und Torvorlagen gegeben und Dich nach Deiner langen und schwierigen Verletzung wieder in den Kader zurückgekämpft. Bravo! Dein Jokertor gegen den Favoriten Gladbach war erste Sahne und hat maßgeblich mitgeholfen unseren Klassenverbleib wieder frühzeitig zu sichern.

    Warum denke ich da gerade an folgende (ebenso fiktive) Unterhaltung: ““Dominic, Du bist klasse, hast für den Club schon viele Tore und Torvorlagen verhindert und Dich trotz aller Rückschläge wieder in den Kader zurückgekämpft. Bravo! Dein Leistung gegen Schalke war erste Sahne und hat maßgeblich mitgeholfen unseren Klassenverbleib wieder frühzeitig zu sichern.
    Wir suchen noch Verstärkungen für unser Spielsystem, welches als Schwerpunkt vorsieht, mit zwei kopfballstarken und spielstarken Innenverteidigern den Torerfolg zu verhindern und schnell das Spiel aufzubauen. Wir freuen uns, wenn Du bleiben willst, weil wir Dich für ein wichtiges Bestandteil des Teams halten. In der nächsten Saison könnte Deine Rolle nach wie vor darin bestehen, als Joker unser Spiel zu ergänzen.[…]”

    Was war da für ein Geschrei …

    Oder anders: Wisdersmachsd, machsders verkehrt …

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  37. Galasek hatte sicher nicht den Stellenwert (allein schon zeitlich) wie Marek. Sowas darf auch nicht inflationär werden. Zudem ist die Beurteilung, ob ein verdienter Spieler auch als Vereinsangestellter eine wertvolle Rolle spielen kann, den Verantwortlichen zuzutrauen – das ist ja kein Altenteil, wo jeder ab 5 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Rentenstelle bekommen kann.

    Bei Galasek hätte man allerdings ruhig einen größeren Bahnhof zum Abschied machen dürfen. Ob ihm das persönlich gereicht hätte, wage ich aber zu bezweifeln. Dem Vernehmen nach sah er sich durchaus noch als aktiver Spieler mit großem Wert für die Mannschaft – das Gegenteil einem ins Gesicht zu sagen, der solche Meriten hat, ist auch eine Frage von Respekt. Ich denke, sportlich war es richtig und genug Zaunpfähle wurden auch geschwungen, die darf man dann auch mal sehen und statt Mimimi es allen einfach machen und ohne Interviews gehen.

    Beim FCN scheint es jedenfalls schön zu sein. Sonst würden nicht alle so ungern gehen.

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  38. Beate60 sagt:

    Alexander | Clubfans United:

    Beim FCN scheint es jedenfalls schön zu sein. Sonst würden nicht alle so ungern gehen.

    Auf alle trifft das leider nicht zu, sonst hätten wir eine ganz andere Mannschaft mit Wollscheid, Gündogan, Schieber …

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  39. Beate60: Auf alle trifft das leider nicht zu, sonst hätten wir eine ganz andere Mannschaft mit Wollscheid, Gündogan, Schieber …

    Sind aber alle mit lachendem und weinenden Auge gegangen und hätten sich einen Verbleib vorstellen können. Dass dann die Chance auf mehr Geld und sportlich größere Herausforderung reizt, sollte man einem Sportler zugestehen. Aber hab bisher noch kaum einen Spieler gehört, der sagte: Was bin ich froh, dass ich da endlich weg bin. Ausgenommen vielleicht Broich, aber das war was anderes.

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  40. Optimist sagt:

    Beate60: Ich denke daß es halt auch nicht immer möglich, jeden verdienten Spieler als backup zu halten. Der Verein hat ja nun mal nur begrenzte finanzielle Mittel.

    …was ganz besonders auf Eigler zutrifft, der ja (angeblich) zu den Spitzenverdienern zählte. Der wäre als Bankspieler einfach zu teuer gewesen und man kann ja auch schlecht fragen “Eig, machste des auch für die Hälfte?”

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  41. Beate60 sagt:

    Optimist,

    Fragen könnte man schon, nur würde der Spieler dann halt wieder die mangelnde Wertschätzung beklagen.
    Generell: ich hab bei Spielern, die sich wirklich zum Club bekannt haben, immer bedauert, daß sie gehen müssen (dazu gehört auch Maroh), aber andererseits ist das halt der Lauf der Dinge. Und wenn ich zurückdenk, wie wenig ich verstanden hab, daß man Andi Wolf nicht gehalten hab und daß ich ihn als Spieler allenfalls in der Hinrunde vermisst hab als auch Schäfer und Pinola verletzt waren, dann muß ich zugeben, daß es doch die richtige Entscheidung war von Bader und Hecking.
    Und letztlich ist es ja auch nicht so daß die die gehen “mußten” danach bei anderen Vereinen auf einmal Leistungsträger wurden. Oder irr ich mich da?

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  42. Woschdsubbn sagt:

    Na Leute, jetzt legt mir doch keine Worte in den Mund!

    Ich habe doch nirgends behauptet, dass ich für einen dringenden Verbleib von Bunjaku bin.

    Ich habe doch klar und deutlich gesagt, dass das alles rein spekulativ ist. Nur ein, WAS WÄRE WENN, etwas anderes wollte ich nicht schreiben. Mir ging es NUR um den Anschein eines kommunikativen Problems unserer sportlichen Leitung und wie man damit umgehen KÖNNTE. Das ganze am Beispiel Bunjaku.

    Rein spekulativ eben, ich kann ja nicht von einem Problem wissen.

    Alexander könnte natürlich den Nagel auf den Kopf getroffen haben, mit dem Verweis, dass man vielleicht gerade diese Strategie gewählt hat, um gegenseitigen Respekt auszudrücken.

    Wie in den Arbeitszeugnissen auch immer, gilt also verschwurbeltes deutsch.

    Dann könnte es also im Fußballdeutsch heissen:
    – “Der Verein ist nicht auf mich zugekommen.”
    + “Mein Vertrag wird nicht zu denselben/höheren Konditionen verlängert.”
    oder
    + “Ich habe kaum mehr Chancen auf einen Stammplatz.”

    Aber auch das kann nur eine Spekulation sein.

    @Alexander: Vorsicht, nicht dass bei Deinen Aussagen dann ein “Holt Galasek zurück” reininterpretiert wird. Wir haben im Blog gerade die “Interpretationswochen”. Spekulationstage haben wir ja immer. :D

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  43. Armin sagt:

    Und letztlich ist es ja auch nicht so daß die die gehen “mußten” danach bei anderen Vereinen auf einmal Leistungsträger wurden. Oder irr ich mich da?

    Naja … Galasek hat bei Gladbach noch einmal gute Leistung gebracht und mit Pokal-Meyer denen den Klassenerhalt gesichert.

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  44. Woschdsubbn: Ich habe doch nirgends behauptet, dass ich für einen dringenden Verbleib von Bunjaku bin.

    Hatte ich so auch nicht verstanden.

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  45. Optimist sagt:

    Ein bisschen Zweifel kommen mir bei Mad Dog Poga ja schon. Immerhin behauptet der Kicker Print, dass Slomka/Schmadtke nicht aufgeben wollen und Unstimmigkeiten auszuräumen versuchen. Ich hätte mir da verhärtetere Fronten gewünscht :mrgreen:

    Vor Quälix habe ich dagegen nicht so viel Angst. Zwar wedelt er sicher mit den dickeren Bündeln, aber ein (vermutlich) sicherer Stammspieler wäre er nur bei uns, denn in einem ü30-Mann-Kader sinken die Wahrscheinlichkeiten. Das sollte einem Fußballverrückten wichtiger sein….

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  46. Woschdsubbn sagt:

    Baldiger Mitfrankfurter Alexander: Du warst ja auch nicht gemeint. ;)

    Ich habe jetzt Pogatetz nicht so beobachtet. Kennt den jemand von Euch “näher”?

    Wichtig wäre es: Kann er auch mal einen klugen Paß spielen um direkt nach der Balleroberung im eigenen Strafraum einen schnellen Konter einzuleiten?

    Das war das größte Manko von Maroh und das wird aber eben heutzutage von einem Innenverteidiger einfach verlangt. Wolle konnte das und auch Pelle kann das, Klose kann das wenigstens noch lernen.

    P.S.: Der Blöd-Artikel ist wieder eine Zumutung, von Menschen als “Ladenhüter” zu sprechen ist unglaublich.

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  47. Johnny Vegas sagt:

    wie schreibt die Bild ….

    “Immer noch kein Haupt-Sponsor in Sicht: Club bangt um Millionen!”

    Na das wär doch mal was, mit blanker Brust in die neue Saison, wie Barcelona vor einigen Jahren …

    wenn es so kommt, dann kaufe ich mir sofort ein Trikot.
    bei den Areva-Trikots war mir das aufgrund des Geschäftsfeldes des Sponosrs leider nicht sicher …

    wie steht in dem Artikel:
    ” … Das Problem: Regionale Unternehmen sind entweder nicht interessiert oder nicht in der Lage, den geforderten Preis zu zahlen.”

    eine Schande eigentlich!

    Schaeffler drückt bei den Bauern mindestens 2 Millionen Euro (hab ich mal gelesen, weiß aber nicht mehr wo) pro Saison ab … “als Classic-Partner”.
    das ist die 3te Reihe der Sponsoren!

    Vrstehe ich nicht. Ich habe noch bei keiner Übertragung der Bayern irgendwas von Schaeffler gesehen …

    das ist mir echt komplett schleierhaft warum soviel Geld für die 3te Eeihe und nicht vielleicht ein bißchen mehr zahlen und dafür auf dem Trikot eines Bundesligisten….

    was meint ihr dazu?

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  48. Optimist sagt:

    Johnny Vegas: wie steht in dem Artikel:
    ” … Das Problem: Regionale Unternehmen sind entweder nicht interessiert oder nicht in der Lage, den geforderten Preis zu zahlen.”

    tja, dann muss ich halt einen überregionalen nehmen, was solls….

    Gibts ja genug: Audi, z.B., ist eh schon Partner, warum also nicht auf der Brust? Grundig oder AEG hat zuminsdeest einen Bezug, wenn es auch nichts mehr mit der ursprünglichen Fa. zu tun hat. Hätte was nostalgisches….

    Warum nicht Teambank, das klingt sogar gut bei einer Mannschaft, muss ja nicht easy credit drauf stehen. Wenn die aus dem Stadionnamen aussteigen haben sie doch Geld übrig ;-) btw, weniger Publicity ist das auch nicht….

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  49. Woschdsubbn sagt:

    Die INA Bandenwerbung im Schlauchboot ist manchmal deutlich zu lesen und macht mir einen dicken Hals.

    Ja, das Trikot bringt mE mehr Werbeeffekt, wie ein Stadionname, den eh keiner nutzt, außer einmal alle zwei Wochen der Sportschausprecher als Einleitungssatz “In der xyz Arena schauten 27.900 Zuschauer ein Spiel…”. Die Fans, egal ob Auswärtige- oder Heimfans, nutzen eh alle die normalen, bekannten Stadionnamen.

    Das Trikot dagegen ist auf unzähligen bewegten und unbewegten Bildern in allen Medien auf mehr oder weniger langer Dauer sichtbar.

    Nürnberg liegt halt leider außerhalb der Wachstumsbanane in Deutschland und deshalb haben wir es da anscheinend schwer, einen geeigneten Sponsor zu finden.
    Entweder haben die regionalen Firmeneigentümer keine Lust, kein Interesse oder die Konzernlenker sitzen weit außerhalb und sehen da keinen Vorteil für irgendeine Werbung irgendwo im Nirgendwo.

    Wenn sich kein Sponsor findet, können wir ja den Albrecht Dürer draufmachen. DAS wäre mal geil! :D

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  50. Johnny Vegas sagt:

    Woschdsubbn:

    Wenn sich kein Sponsor findet, können wir ja den Albrecht Dürer draufmachen. DAS wäre mal geil!

    Aber bitte mit Haarreif :-)
    das würde dann an den “blonden Engel” Marco Engelhardt erinnern, der uns vor 3 Jahren mit seiner Kunst manchmal zum Wahnsinn gebracht hat …
    naja sei ihm alles verziehen, er hat das 2:1 im Pokalendspiel geköpft!

    AD mit Haarreif auf dem Trikot —> KUHL ;-)

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  51. Claus sagt:

    Woschdsubbn:
    Wenn sich kein Sponsor findet, können wir ja den Albrecht Dürer draufmachen. DAS wäre mal geil!

    Nicht schlecht. Aber Max Morlock hätte mehr Fußballbezug und die Ultras würden jubeln. ;-)
    Ein optimaler Sponsor wäre ja die Nürnberger Versicherungsgruppe, dann wäre die Burg auf dem Trikot.
    Man sollte auch mal in Japan nach einem Sponsor suchen, auch in Israel werden angeblich nicht wenige Clubtrikots verkauft.

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  52. Markazero sagt:

    Geniale Idee – Dürers “Rasenstück” hätte sogar einen (mehrdeutigen) Fussball-Bezug!

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  53. Armin sagt:

    Schaeffler drückt bei den Bauern mindestens 2 Millionen Euro (hab ich mal gelesen, weiß aber nicht mehr wo) pro Saison ab … “als Classic-Partner”.
    das ist die 3te Reihe der Sponsoren!

    Verstehe ich nicht. Ich habe noch bei keiner Übertragung der Bayern irgendwas von Schaeffler gesehen …

    Ich denke, dass der Anteilseigner des FCB, Audi, bzw. VW, da ganz gute “Argumente” hatte um Schaeffler den Einstieg “schmackhaft” zu machen.

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  54. Armin sagt:

    Nochmal zum Trikotsponsor, da sollten wir uns überlegen welche Werte der Verein transportiert?

    Ich denke einmal die regionale Schiene, sprich DER fränkische Fußballverein. Zum zweiten natürlich Tradition, große Erfolge in der Vergangenheit, aber zuletzt 2007 auch mal wieder der Pokalsieg. Dazu heute das Image, mit jungen, talentierten Spielern und einer Taktik, die auf Fleiß und Aufgabentreue beruht sich fast schon wieder in der Bundesliga etabliert zu haben.

    Es bräuchte also entweder einen Trikotsponsor mit deutlich fränkischem Bezug, z.B. die fränkische Weinwerbung, Tourismusverband Franken, Maisel Bräu …

    Oder ein Unternehmen, das auf eine große Tradition zurückblickt, sich heute aber “jünger” darstellen will und mit den Adjektiven fleißig und lernfähig argumentieren will. Da fällt mir jetzt spontan kein größeres, nationales Unternehmen ein.

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  55. Claus sagt:

    Armin:
    Oder ein Unternehmen, das auf eine große Tradition zurückblickt, sich heute aber “jünger” darstellen will und mit den Adjektiven fleißig und lernfähig argumentieren will. Da fällt mir jetzt spontan kein größeres, nationales Unternehmen ein.

    Das trifft so ziemlich auf jedes Unternehmen zu, das seit dem 2. Weltkrieg oder länger existiert. Leider sind die meisten schon bei anderen Vereinen involviert, bzw. leisten sich bereits ihren eigenen Verein. Als ehemaliges Nürnberger Traditionsunternehmen fiele mir da noch MAN ein.

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  56. Optimist sagt:

    Claus: Als ehemaliges Nürnberger Traditionsunternehmen fiele mir da noch MAN ein.

    wer baut eigentlich unseren Mannschaftsbus? Nicht, dass wir uns diese Tür von Haus aus geschlossen haben…

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  57. Optimist sagt:

    übrigens, wen es interessiert, es gibt einen Live-Ticker zur Relegationsverhandlung:

    http://www.morgenpost.d...lten-Party-machen.html

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  58. Derbfuss sagt:

    Optimist,

    Danke. Ich hab jetzt grade etwas mitgelesen und dabei die Aussage von Rehhagel verfolgt. Und da kommt einem wirklich wieder das kalte Grausen.Den Mann kann ich nicht mehr ernst nehmen.Vergleicht der doch tatsächlich den Ansturm der DüDo-Fans mit seinen Erfahrungen im 2.Weltkrieg. Ist schon okay, wenn einer alles für seinen Verein tut, aber das finde ich lächerlich.

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  59. Woschdsubbn sagt:

    Neuer T-Shirtaufdruck
    Ich bin Fußballfan, renn um Dein Leben

    Toll, der Kicker bezeichnet den Glubb jetzt schon als “Heckings Talentschuppen”. Mannomann, das kann doch nicht sein, daß wir keinen Trikotsponsor bekommen.

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  60. Markazero sagt:

    Derbfuss,

    Zwischen BZ-Liveticker und Fortuna- bzw. Hertha-Forum Hin- und Her-Springen macht übrigens echt Spaß. Habe inzwischen den Eindruck, dass die Herthaner nicht vom Anwalt vorbereitet wurden, sondern Ottos Theaterfreund Jürgen Flimm eine absurde Komödie inszeniert hat!

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  61. Derbfuss sagt:

    Markazero,

    Du hast recht. Das ist richtig großes Kino.;-)

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  62. KUZ sagt:

    Schon interessant , wie parteiisch unparteiisch die Verhandlung sowohl in der BZ als auch Express -Ticker dargestellt wird. Wirklich teilweise urkomisch. Und wie froh ich bin, dass der Glubb nicht involviert ist..

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  63. Markazero sagt:

    KUZ,

    ICH AUCH!!! Aber die Vorstellung, dass der nämliche Anwalt in einem ähnlichen Fall den Club vertreten würde ist gruselig. Insofern IST er involviert.

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  64. KUZ sagt:

    Wahnsinn , wie unterschiedlich der Express und die BZ einen filmischen Beweis beurteilen! Während der Express schreibt, man könne nichts erkennen, so als wäre das aus einem Flugzeug gefilmt worden, konnte laut BZ sogar erkannt werden, dass der Platzsturm schon zu einem Zeitpunkt stattfand, als der Ball noch im Spiel gewesen sein soll….

    Da verliere ich nur noch allen Glauben…..

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  65. Beate60 sagt:

    Markazero,

    Ich hab da auch für die zurückliegenden Verfahren, in die unser Verein involviert war, die Idee, daß wir ohne ihn vielleicht besser gefahren wären. Wenn der da immer ähnlich hanebüchen argumentiert hat, konnten die doch gar nicht anders (.z.B. als Schäfer 4 Spiele gesperrt wurde).

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  66. Markazero sagt:

    Beate60,

    Im Nachhinein ärgert es mich, daß ich’s nie aufmerksam verfolgt habe. Aber heute forderte er tatsächlich u.a. die “Umdrehung des Spielergebnisses”. 2-2 wors nausganger… 😂

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  67. Beate60 sagt:

    Markazero,

    Wär doch ein klasse Ergebnis von dieser Posse: Wir stimmen den Antrag von Hertha zu und beschließen die Umdrehung des Spielergebnisses. Düsseldorf würde das doch sicher akzeptieren. Ich fürchte nur, daß das Gericht nicht erkennt, wie elegant sie damit einen erneuten Widerspruch vo Hertha unterlaufen könnten.

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  68. Optimist sagt:

    Na ich hoffe, Hertha sieht jetzt endlich ein, dass sie sich genug zum Affen gemacht haben und geben das aussichtslose Unterfangen auf. Sie würden damit ihr Image komplett ruinieren. Schon jetzt waren ca. 2 Drittel der Befragten im Kicker gegen den Einspruch und die paar PRO Stimmen dürften überwiegend Hertha Fans und Sympatisanten sein.

    Außerdem dachte ich, ein Schiedsgericht machte nur Sinn, wenn das erste Urteil widerlegt worden wäre – und dann eher für Düsseldorf. Was könnte Hertha erwarten? Ach ja, jetzt weiß ich es: doppelte Verneinung heißt bekanntlich “JA” :mrgreen:

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  69. Claus sagt:

    Optimist: wer baut eigentlich unseren Mannschaftsbus? Nicht, dass wir uns diese Tür von Haus aus geschlossen haben…

    MAN
    http://www.fcn.de/news/...kel/mit-stil-ans-ziel/

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  70. Optimist sagt:

    Claus,
    Na dann, nichts wie her mit dem Sponsor. Das wäre auch ein idealer Brustaufdruck, der die Männlichkeit betont ;-)

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  71. Claus sagt:

    Optimist,

    nunja, ich schrieb ja “ehemaliges Nürnberger Traditionsunternehmen”, die Firmenzentrale ist seit einiger Zeit in München. Die sind wohl auch bei den Nordtirolern so ein 3. Klasse Sponsor wie Schaeffler.

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  72. Teeblatt sagt:

    By the way: Breno geht 2048 Jahre nach Nero nach Rom….

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  73. Optimist sagt:

    …und der FC Hollywood hat einen neuen Schauspieler verpflichtet: Pizarro geht zu den Bauern!

    Völlig logischer Schritt: Wenn es sonst wieder nix wird mit einem Titel, dann holen sie wenigstens den Oscar! :mrgreen:

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  74. xxandl sagt:

    Dann wissen wir ja, wer die Elfer rausholt die Robben und Schweinsteiger dann verschießen… ;)

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  75. Optimist sagt:

    Noch mal zurück zur Pyro-, Gewalt- und Platzsturm-Diskussion:

    Hat jemand die Groundhopping-Doku “Verrückt nach Fußball” im ZDF, wo es zum Großteil auch über die Zustände in Polen geht, gesehen?

    Ich fand das sehr erhellend. Obwohl die Polen massive Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben, mit personalisierten Tickets, obligatorischen Fancards mit Fotos und Eingangskontrollen, die über 4 Stunden für nur 1000 Fans dauern, haben die Ultras beider Mannschaften im Pokalfinale ein Pyro-Inferno abgezogen, dass sogar die schwarzen Rauchwolken in Köln oder den Pyro-Regen von Düsseldorf in den Schatten stellt. Der Ultra-Capo meinte, man hätte das gemacht, um zu zeigen, dass sie es trotz aller Kontrollen immer noch machen können.

    Was lernen wir daraus? Diese ganze aufgeheizte Polemik über Verschärfung der Sicherheit ist für den Allerwertesten, weil man dadurch nichts verhindern kann. Viel wichtiger sind Fanprojekte. Es geht nur über guten Willen auf beiden Seiten und entsprechend angemessene Strafen für identifizierte Täter. Kollektivstrafen sind Unsinn, wenn sie nicht weitergegeben werden, die treffen nur die falschen.

    Auch witzig fand ich die Aussage des Ultra-Vorsängers aus Warschau: Er interessiere sich gar nicht wirklich für Fußball, er will nur, dass die Kurve den Verein gut präsentiert, dafür lebt er. Wie ein vom Spiel abgekoppelter Mikrokosmos. Tja, und genau so wirkt das manchmal auch bei uns: sie feiern v.a. sich selbst, egal ob Führungstor, Gegentor, Elfer oder Platzverweis… Oleeee, ole, ole, oleeee

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  76. BSE08 sagt:

    Optimist,

    die machen wirklich ihr eigenes Event im Event.

    Ich will es ihnen aber gar nicht so ankreiden. Anfang der 80er waren die Stadien allesamt ziemlich leer. Jetzt sind sie überall proppevoll, auch wenn man den Verdacht hat, daß der Großteil der Kurve einfach nur Party machen will.

    Ich fürchte, wenn sie jetzt überall die Stehplätze durch Sitzplätze ersetzen würden, fände die Party ihr Ende, die Stimmung wäre raus – und die Stadien begännen sich allmählich wieder zu leeren.

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  77. Bertl sagt:

    Beim Club war sogar Anfang der 2000er das Frankenstadion noch eher leer.
    Der richtige RUN ging doch erst nach dem Pokalsieg los.

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  78. Claus sagt:

    BSE08:
    Ich fürchte, wenn sie jetzt überall die Stehplätze durch Sitzplätze ersetzen würden, fände die Party ihr Ende, die Stimmung wäre raus – und die Stadien begännen sich allmählich wieder zu leeren.

    Fürchte ich eher weniger. Die Ultras dafür verantwortlich zu machen, dass die Stadien i.d.R. ziemlich voll sind, ist nicht wirklich zu belegen, schließlich gibt es UN94, wie ihr Name schon sagt, seit 1994. Die Initialzündung bzgl. höherer Zuschauerzahlen deutschlandweit war ganz klar die WM 2006.

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  79. Claus sagt:

    Bertl,

    dann schau Dir mal die Zuschauerzahlen in der Rückrunde 05/06 an. Beim Club hing die Zuschauerzahl schon immer vom Erfolg ab. Wenn Heimspiele in Reihe verloren werden (massiver Verstoß gegen das 1. belschanovsche Gesetz) bleiben die Zuschauer weg, wer will sein Lieblingsteam schon ständig verlieren sehen. Wenn man davon ausgehen kann, dass das 1. belschanovsche Gesetz erfüllt wird, dann ist das Stadion voll (ab dem 8.3.06 immer über 40000). Du hast nur bzgl. der DK-Verkäufe Recht, die stiegen 2007 doch massiv an.

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  80. Optimist sagt:

    BSE08: die machen wirklich ihr eigenes Event im Event.
    Ich will es ihnen aber gar nicht so ankreiden. Anfang der 80er waren die Stadien allesamt ziemlich leer. Jetzt sind sie überall proppevoll, auch wenn man den Verdacht hat, daß der Großteil der Kurve einfach nur Party machen will.
    Ich fürchte, wenn sie jetzt überall die Stehplätze durch Sitzplätze ersetzen würden, fände die Party ihr Ende, die Stimmung wäre raus – und die Stadien begännen sich allmählich wieder zu leeren.

    Ohne Zweifel bringen sie Stimmung mit. Meine Kritik ist auch eher, dass sie ihren Support situationsbezogener gestalten sollten, einfach auf das Spielgeschehen eingehen. Manchmal ist ein einfach donnerndes FCN, FCN, FCN imposanter als ein belanglos eintönig melodisches Liedchen.

    Ob ohne Stehplätze die Ultras wegbleiben und die Stadien leer wären, bezweifle ich in dieser Konsequenz, aber in England ist die Stimmung schon anders (habe da 3 Spiele gesehen). Hier gibts keine Stehplätze mehr, man kann auch keine Ultras erkennen und der Support ist diffuser aus der Masse aber tatsächlich situationsbezogener. Die Preise sind horrend (mind. 30 Euro sogar für 2. Liga!), aber die Stadien sind trotzdem ähnlich voll wie bei uns.

    Also ein Ende der Ultra Parties ohne Stehplätze wäre wahrscheinlich, weil die ja doch eher jugendliche oder Geringverdiener sind und sich das nicht mehr leisten können werden, was die Stimmung wohl dämpft, aber zumindest ändert, aber leere Stadien befürchte ich deshalb noch nicht gleich, so viel Gewicht hat die Anwesenheit der Ultras nun auch wieder nicht….

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  81. Claus sagt:

    Zum Vergleich englische und deutsche Fußballstadien werde ich mir wohl demnächst mal das Buch von Jon Goulding “Bratwurst! Bier! Stehplätze!” zu Gemüte führen. Nichts gegen Deine Fachkompetenz, Optimist, ich lese Deine Groundhoppingberichte auch immer wieder gerne, aber ich denke, dass der gute Jon da noch ein paar zusätzliche Gesichtspunkte in petto hat.

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  82. Optimist sagt:

    Claus,
    Ja, klar, ich hab ja auch nur eine beschränkte Sicht. ich war in Newcastle und Liverpool (wo es eh immer voll ist) und bei West Ham in London (und das war ein Derby, also auch ausverkauft). Wie das bei den “kleineren” Vereinen läuft, weiß ich daher ja auch nicht. Würde mich auch interessieren ;-)

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  83. Bertl sagt:

    @ Claus:
    Es ging mir nicht darum Recht zu haben.
    Ob das Stadion schon zur Rückrunde 2006 voll war oder erst nach dem Pokalsieg, ist mir auch gar nicht so wichtig.
    Ich wurde 2002 Mitglied beim Club, zu einer Zeit als es noch nicht “schick” war Clubfan zu sein.
    Damals hatte man in vielen Blöcken im Stadion jedenfalls die freie Platzwahl.

    Ich ging übrigens auch ins Stadion, als es mit den belschanov´schen Gesetzen noch nicht so gut klappte wie heute.
    Leute die nur ins Stadion gehen wenn´s beim Club läuft, sind für mich sowieso keine Fans, sondern Eventpublikum.

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  84. Markazero sagt:

    Bertl,

    Irgendwie fühle ich mich auch ein wenig wie Event-Publikum: Nach dem Aufstieg mit Auge in Oberhausen, live miterlebt, war das Ausfüllen des Mitgliedsantrags nurmehr Formsache (Erfolg!)… Allerdings die Abende mit Schal vorm Videotext, hektisch im BR die Regionalliga-VT-Seite suchend… Vielleicht ist man dann echter Fan, wenn man keine Scheu hat, sich volle Kanne zum Affen zu machen… Mangels Geld war ich selten in Nürnberg im Stadion, aber wenn, dann immer voller Hoffnung – bis zum Anpfiff. NULL HEIMSIEGE! Bezüglich Belschanovs Gesetz lebe ich im Anarchismus. Hoffentlich kommt Hertha zur Vernunft, damit ich dann in der Arena plärren kann “Koan Heimsieg!” bzw. “Auswärtssieg dahoam!” – es is a Graids mim Glubb.
    Eigentlich wollte ich nur schreiben, dass ich beim Anwählen von CU immer grinsen muss: “Holterdiepolter” – Spitzen Überschrift!

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  85. Claus sagt:

    Gut, dann oute ich mich auch wie Markazero als Event-Publikum. Da ich seit gut 2,5 Jahrzehnten ca. 430 km vom Frankenstadion entfernt wohne, sind meine Besuche dort auch eher spärlich. Aber es geht wieder aufwärts, immerhin 4 Heimspiele letzte Saison (1 Sieg, 3 Niederlagen, die letzte trotz “Heimspiele gehören gewonnen” Shirt), da müssen dann aber viele Parameter stimmen (die aktuelle sportliche Bilanz ist dann eher nebensächlich).

    @Bertl: Dein letzter Satz ist ein bisschen arg billig, das erinnert doch stark an die Definition der Ultras des “wahren Fans”. Es gibt viele Leute, die sich nicht jeden Samstagnachmittag freihalten können oder wollen.

    @Markazero: Mir persönlich wäre ein Verbleib der Hertha in Liga 1 lieber gewesen, ich gehe davon aus, dass alle Einsprüche abgeschmettert werden. Mit der S-Bahn zum Auswärtsspiel ist nämlich auch ganz nett. ;-)
    Du hast doch mehrere Auswärtsspiele im S-Bahnbereich, oder? Sorry, eines ist ja gerade weggefallen.

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  86. BSE08 sagt:

    Claus,

    Jon Goulding – ist das dieser Engländer, der auf der Insel angeblich einen ganzen FCN-Fan-Club gegründet hat? Dem die Eintrittspreise daheim einfach zu teuer wurden?
    Monierte der nicht auch, daß sich das Geschehen für die gemeinen Fans vom Stadion in die Pubs mit Fernseher verlagerte?

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  87. Off-Topic: Hat jemand den Song “Andy Köpke feat. TT Fresh – Nummer 1″ aus dem Jahre 1992? http://www.fc45.de/Andy...1-Stadion-Version.html

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  88. Claus sagt:

    BSE08,

    genau der. Der “angebliche” Fanclub heißt 1FCNUK, wir haben einige der Jungs auch schon im Berliner Olympiastadion getroffen. Hier war mal ein Presselink zu einem Interview in der SZ, wenn ich mich nicht irre.
    Zur Sicherheit hier nochmal:
    http://www.sueddeutsche...fender-riese-1.1350794

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  89. Markazero sagt:

    Claus,

    Danke für den Link – muss das Buch auch mal lesen. Den Wegfall der Option “Stadt mit der großen Kirche am Rhein” kann ich übrigens gut verkraften, die Oenningsche Abschieds-Vorstellung bei sibirischen Temperaturen mit überteuerter bleifrei-Plörre hat mir das dortige Stadion eh auf Jahre verleidet. Bochum und Oberhausen vermisse ich mehr, da war’s immer prima. Aber stimmt schon: gibt viele Alternativen hier. Allerdings jetzt erst wieder eine mit nur Straßenbahn (auch gecher Född)! Falls Hertha… ach nee, der Käs is gessn, sollen halt direkt wieder aufsteigen.

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  90. Bertl sagt:

    @ Claus:
    Du hast da wohl was mißverstanden.

    Ich meinte mit Eventpublikum nicht Fans die nur selten ins Stadion gehen, weil sie zu weit weg wohnen.
    Sondern jene “Fans” die nur kommen, wenn es Siege zu sehen gibt.

    Ich wohne selbst 214 Kilometer vom Stadion entfernt und fahre auch nicht mehr zu jeden Heimspiel. ;-)

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  91. Claus sagt:

    Bertl,
    dann hast Du Dich wahrscheinlich ein bisschen missverständlich ausgedrückt.
    Ich bin nur ein bisschen vorsichtig mit dem Begriff “Event-Publikum”. In erster Linie sind das für mich Leute, die in die Businesslogen eingeladen werden. Dann kommen Leute, die nur zu besonderen Spielen ins Stadion kommen, wie z. B. bei einem Pokalderby (ok, da muss ich mich doch wieder outen, in dem Fall habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt). Und irgendwo mittendrin die Ultras, für die das Spiel offensichtlich zweitrangig ist.
    Aber nochmal: Wenn die Spiele in Serie verloren werden (was dann ja auch bedeutet, dass ziemlicher Grottenkick gezeigt wird), habe ich volles Verständnis, wenn da jemand nicht mehr bereit ist, € 23 oder mehr dafür auszugeben und das Geld stattdessen lieber in einer Fußballkneipe versäuft.

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  92. Eventpublikum ist für mich das Publikum, denen es in erster Linie eben um das Event geht. Ich sehe das zunächst mal neutral. Zur EM bin ich auch Eventpublikum der Nationalmannschaft, denn für Freundschaftsspiele der Bundesadler kann ich mich eher selten erwärmen, aber zu bestimmten Events dann eben schon.

    Eventpublikum muss deswegen nicht wie ein Fähnchen im Wind sein und beliebig die Sympathien wechseln, das Interesse steht und fällt aber mit der Attraktivität des Events. Solche Stadiongänger würden deswegen nicht gleich die Seiten wechseln, wenn der Gegner aufspielt, aber würde umgekehrt nicht zu einem Spiel gegen bspw. FSV Frankfurt in Liga 2 kommen (…).

    Per se braucht jeder Verein auch Eventpublikum und sein Anspruch muss es sein, durch Sympathiewerte und idealerweise noch durch Erfolge und attraktive Spielweise solche anzuziehen. Nur wenn Tendenzen erkennbar sind, dass man generell lieber Eventpublikum als klassische Fan-Strukturen als dominierendes Element im Stadion hat, dann geht die Fußball-Kultur den Bach runter. Und wenn ich mir bspw. die Allianz-Arena ansehe, mit zwei abgesperrten Fanzonen, die vom Rest genauso als Teil des Events beäugt werden wie das Spielfeld, sehe ich dort schon solche Ansätze.

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  93. Bertl sagt:

    Danke Alexander,
    ich hätte es nicht besser erklären können. ;-)

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  94. Markazero sagt:

    Claus,

    Juhu! Das Buch von Jon Goulding war hier sogar vorrätig – hab mich in der Buchhandlung direkt festgelesen, freue mich schon auf die nächsten Kapitel und werfe die Werbetrommel an. Nochmal Danke für den Tipp!

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  95. Manni der Libero sagt:

    Ja, den Goulding, habe ich vor zwei Wochen im Urlaub auch an einem Tag gelesen. Ein tolles Buch für Club-Fans, gelegentlich mit einigen Längen – vor allem nei den Kneipen-Ausflügen, aber mit dem Focus auf die Meyer-Jahre, und irklich lesenweren Paralellen zwischen deutscher und britischer Fan-Kultur.

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