Bericht aus Bamberg

FC Eintracht Bamberg 2010 – 1. FC Nürnberg: 0-4
Gedanken und Betrachtungen aus der Vorbereitung

Die EM ist vorbei und es ist mir, die moderne Technik und die opulente mediale Ausstattung gewisser Kneipen machten es möglich, zum ersten Mal gelungen, alle Spiele zu sehen. Das muss man hernach sacken lassen und das braucht seine Zeit. Dann kommt der Kater. Diesmal bestärkt durch die überall hör- und lesbare Kritik am Turnier, die die wesentlichen Punkte – zum Beispiel, dass die UEFA da langsam ein Märchenspiel inszeniert – eher gar nicht oder nur am Rande berührt und die mir in vielen Fällen gallig und geradezu widerwärtig erscheint in ihrem als Fantum getarnten ganz primitiven Sportchauvinismus. Das Finale in der Kneipe anzugucken war jedenfalls ein wunderschöner Abschluss. Großartiges Spiel, keine Faschingsfans, keine Saufbolde (da Sonntag), die ihren Frust am alltäglichen Funktionieren im Trikot weglöten (man muss ja Montag brav wieder raus), nein: einfach nur Fußball. Und Fußballfans. Nun also Kater. Dagegen kann man aber etwas tun: Auf nach Bamberg! Auf zum nun schon allmählich zur guten Tradition werdenden Spiel am Anfang der Vorbereitung zwischen dem Club und dem Regionalligisten FC Eintracht Bamberg 2010 (s.a. Spielbericht 2011). Kann man Kater wunderbarer bekämpfen als in der völlig unerwartet gleißenden Sonne auf der Gegengerade im „Fuchs-Park-Stadion“, inmitten von Gleichgesinnten, ein Bierchen aus der Region mit der höchsten Brauereidichte weltweit in der Hand, parlierend über Club und Welt, in ganz naher Sicht- und Hörweite der Akteure? Wohl kaum. Also: Gen Bamberg!

„Zehn bis 15 Minuten reichen mir, um zu sehen, ob jemand ein guter Fußballer ist“, hat der neue Trainer der Eintracht Petr Skarabela (jawohl: der Petr Skarabela, der über 130 Spiele in der Abwehr von Greuther Fürth bestritt) einmal gesagt. Sein Wort in Gottes Ohr – wir alle hatten nämlich an diesem Tag die Möglichkeit einen Mann sogar glatte 45 Minuten zu sehen, der, wie ich glaube, die Noris bereits wieder verlassen hat, um sich auf Olympia vorzubereiten. Dieser Mann sieht mit seinen rot gefärbten Haaren nicht nur aus wie ein Popstar. Hiroshi Kiyotake rockt.

Alles was Hiroshi Kiyotake an diesem Tag auf seiner Position im zentral offensiven Mittelfeld beim 4-0 Erfolg macht, hat Sinn und Verstand, Hand und Fuß. Einen Spieler mit einem derartigen Ballgefühl hat man lange nicht mehr gesehen beim 1. FC Nürnberg – trotz des von mir sehr geschätzten Daniel Didavi. Kiyotake spielte tatsächlich so, als ob er schon wochenlang mit der Mannschaft geübt hätte. In Anlehnung an einen wunderbaren Text des großen Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht, in dem dieser sich unlängst als Özil-Fan bekannte, möchte ich eine moderne Form des Spielmachertypus (ich weiß, dass dieses Wort nicht glücklich ist, aber mir steht gerade kein Besseres zur Verfügung) entwerfen, der, egal welche Nummer zwischen 6 und 10 er auch trägt, irgendwo zwischen den Polen Pirlo und Özil zu verorten ist. Da ist der Stratege, der den Ball schon auch mal länger führt, um dann den genialen Pass zu spielen, hier der Spieler, dessen „große Momente […] so minimal [sind], dass man sie kaum fassen kann (in der doppelten Bedeutung des Worts)“. Gumbrecht schreibt (ich zitiere ausführlich, weil’s so schön ist): „Özils Momente sind kurz und haben kaum greifbare Substanz – wie jene Elemente in Teilchenbeschleunigern, die nur für Sekundenbruchteile bestehen. Er lässt einen schnellen Pass im letzten Moment weiterlaufen, statt den Ball zu stoppen; er stoppt den Ball und steht plötzlich so zu ihm, dass die Bewegung seines Gegners ihren Bezugspunkt und alle Kontrolle verliert; dann spielt er Pässe, die eher aus dem Nichts zu kommen scheinen als aus der epischen Tiefe des Raums.“ So ein Typ ist Kiyotake.

Der Stadionsprecher kündigt Hiroshi Kiyotake an als den „fränkischen Kagawa“. Nicht als den „fränkischen Hasebe“, den „fränkischen Okazaki“, den „fränkischen Usami“. Das kann ein Problem werden, denn Shinji Kagawas Fußstapfen sind groß. Beim bekannt sanguinischen Nürnberger Publikum können dieselben schnell zu groß werden – vor allem sollte „Kiyo“, wie er, laut Presse gerne genannt werden möchte, in den ersten Spielen tatsächlich Großes andeuten, Großes versprechen. Es ist sehr leicht, wenn man – nun gut, in der Bundesliga wird Kiyo andere Gegenspieler haben – Kiyotake diese Pässe aus dem Nichts spielen sieht oder auch ihn mit großer Übersicht die Mitspieler einsetzen, es ist sehr leicht, da von Großem zu träumen. Zumal wenn der andere teure Neuzugang, Timo Gebhart, an diesem Tag sehr unauffällig spielt. Um das mal freundlich zu formulieren.

Ich habe unlängst große Sorge in Bezug auf die Verteidigung geäußert und bin dafür auch kritisiert worden. Die erste Halbzeit in Bamberg ließ meine Sorgen nur mehr wachsen, auch wenn Dieter Hecking nach dem Spiel natürlich zu Recht betonte, dass man noch am Anfang der Vorbereitung sei und man deshalb in der ersten Halbzeit die Ordnung gelegentlich verloren habe. Der Hintergrund: ein frecheres Team als die Bamberger an diesem Tag, ein Team mit weniger Respekt, hätte dem Club in der ersten Halbzeit mindestens drei Kisten eingeschenkt. Das Zentrum war teilweise offen wie ein Scheunentor. Da half es auch nicht, dass Raphael Schäfer seine Vorderleute lautstark lenkte. Vor allem Timm Klose war vollkommen von der Rolle (was ist denn eigentlich mit dem Jungen los? Der hat doch eigentlich so viel mehr drauf! Oder vielleicht doch nicht?). Per Nilsson neben ihm solide und Gewinner aller Kopfballduelle, nicht mehr, nicht weniger. Timmy Simons ließ sich oft weit zurückfallen, um das Zentrum zu sichern, aber die erste Halbzeit – das war gar nichts! Dass man doch nicht schwarzen Mutes nach Hause gehen musste, dafür sorgte die zweite Halbzeit, denn da betrat der Chef die Bühne. Jawohl: Marcos António Elias Santos wird der neue Abwehrchef, das konnte in Bamberg ein jeder sehen. Eine große Ruhe, Spielübersicht, Ausstrahlung. Hoffen wir, die Bundesliga bestätigt diese ersten Eindrücke. Am Mann neben ihm kann Hecking die nächsten Wochen ja noch feilen.

Vor nicht allzu langer Zeit äußerte ich hier mein Unverständnis darob, dass die Bayern ihren Neuer dadurch stärken, dass sie auch nach haarsträubenden Fehlern ihre Mär vom „weltbesten Torwart“ überall hin posaunen; in Nürnberg dagegen werde solange an Raphael Schäfer rumgekrittelt, bis sich, und das sage ich heute offen, diese Prognose selbst erfüllt. Es ist eben nicht so, dass es nur einzelne sind, die in der Torwartkritik weit übers Ziel hinausschießen; es scheint inzwischen eher Common Sense zu sein, dass wir eine absolute Pfeife zwischen den Pfosten stehen haben. Anders kann ich die vielfachen Äußerungen der Nürnberger Fans zu den Bambergern „Na zumindest habt ihr den besseren Torwart im Tor“ nicht deuten. Mir scheint, und das stimmt mich wirklich bedenklich, dass diese Kritik allmählich bei Schäfer Wirkung zeigt – steter Tropfen höhlt den Stein. Anders kann ich gewisse Dinge in seinem Verhalten in einem Freundschaftsspiel (!) – auch wenn man ihm zugutehalten muss, dass er von einem übermotivierten Bamberger Stürmer einmal deftig und gefährlich von hinten umgegrätscht wurde – nicht deuten. Es bleibt zu hoffen, dass Schäfer keine Nerven zeigt und das ganze oft genug von keinerlei Sachkenntnis getrübte hämische Geschmarre an sich abperlen lässt. Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass er das im Tor tut, was er kann und nicht plötzlich der große Fänger werden will und dass er vor allem die unbelastete Führungsfigur bleibt, die die Mannschaft braucht. Denn eines muss allen klar sein – und die zweite Halbzeit in Bamberg zeigte das auch überdeutlich: Stephan ist für die Nummer eins keine Alternative.

Warum Robbie Mak eine Vertragsverlängerung bekam? Man spreche die Bamberger Mannschaft auf die vierte Minute an: Mak kriegt den Ball an der Mittellinie, geht an vier Mann vorbei, Flanke, in der Mitte steht Polter, Tor. So einfach kann Fußball sein. Typisch Mak. Typisch leider auch für ihn, dass er in der Vorbereitung glänzt, in der Saison aber nicht das einlösen kann, was er in der Vorbereitung versprach. Dabei wäre genau das ein Punkt, der dem Club immense Durchschlagskraft verleihen könnte. Denn, auch das wurde in Bamberg (wieder einmal) deutlich: Chandler vermag als Rechtsverteidiger von hinten mächtig offensiv anzuschieben; er ist im Vergleich zu Feulner auf dieser Position der deutlich stärkere Mann. Er braucht nur einen adäquaten Mann vor sich. Wenn Mak das schaffte, dann hätte der Club eine Flügelzange, die in Verbindung mit dem Zentrum, mag es Polter, der andeutete, dass er ein Mann sein kann, der Pekhart Druck macht, oder Pekhart heißen, den Verein relativ früh aus dem Abstiegskampf schießen könnte.

Vorbereitungsspiele (zumal so früh in der Vorbereitung) sind Vorbereitungsspiele sind Vorbereitungsspiele. Also Muster ohne Wert? Die Erscheinung des ‚Vorbereitungsmeisters‘ scheint das zu bestätigen: Spieler überzeugen, ja brillieren in der Vorbereitung – nur, um dann während der Saison in der Versenkung zu verschwinden. Allerdings sagt mir meine Erfahrung Anderes: ich sah dereinst einen knappen Erfolg des Club gegen Bamberg in einem Spiel, das eigentlich ein Spiel Peer Kluge gegen Eintracht Bamberg war. Damals konnte man deutlich und früh die Düsternis heraufziehen sehen. Seither nehme ich Eindrücke aus Vorbereitungsspielen nicht ganz so locker. In Bamberg haben sich, in diesem in aller Vorsicht zu verstehenden Sinne, erste Dinge angedeutet: es fällt dem Club nach wie vor schwer, gegen aufopferungsvoll verteidigende Mannschaften zum Erfolg zu kommen, aber vielleicht kriegen wir es hin, dass dann die Einzelkönner das Spiel entscheiden. Leute dazu stehen in den Nürnberger Reihen. Eine Viererkette mit Chandler – Marcos António – Nilsson (?) – Pinola könnte sehr wohl bundesligatauglich sein, zumal davor ja Balitsch und Simons erheblich für Druckentlastung sorgen dürften. Und schließlich: Kiyotake könnte wirklich rocken! Die Saison kann also kommen!

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Kommentare (97)

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  1. Johnny Vegas sagt:

    Hörnla,

    vielen Dank für diese wunderbare Einschätzung des momentanen Leistungsstandes.

    Bei folgender Stelle musste ich ein wenig schmunzeln, denn damit triffst du die Einschätzung vieler Clubberer wohl ziemlich auf den Punkt. Zitat:
    “Vor allem Timm Klose war vollkommen von der Rolle (was ist denn eigentlich mit dem Jungen los? Der hat doch eigentlich so viel mehr drauf! Oder vielleicht doch nicht?). Per Nilsson neben ihm solide und Gewinner aller Kopfballduelle, nicht mehr, nicht weniger.”

    Klose: völlig von der Rolle
    Nilsson: solide aber nicht mehr
    dazu Mark Anton: neu in der Liga, Mannschaft und vor allem als angedachter Leitwolf (noch) ohne die sprachlichen Möglichkeiten
    und ein 18 jähriges Nachwuchstalent.

    Hier haben wir die Achillessferse der Mannschaft in der kommenden Saison. Die Innnenverteidigung.

    Ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen, aber persönlich glaube ich, dass die Saison für uns dieses Jahr sehr sehr schwer werden wird.

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  2. Beate60 sagt:

    Danke für diese ausführliche Beschreibung dieses Spiels. Klingt ja alles in allem sehr hoffnungsvoll. Aber die Abschlußschwäche scheint nach auch diese Saison wieder das größte Problem, wenn man an die Spiele gestern gegen St. Gallen und KSC denkt. Gut da haben Kiyo und Pekhart gefehlt. Wobei natürlich intensive Trainingseinheiten, die die Kondition stärken sollen schon auch mal dazu führen können, daß man da erst mal nicht so geistig fit ist für einen sauberen Aubschluß.
    Bei Schäfer hoff ich auch dringend, daß dieses Gebashe endlich aufhört. Man kann gerne über ihn schimpfen, wenn er einen gravierenden Fehler macht, aber man sollte endlich mal aufhören (die mir unverständliche) Grundantipathie nach außen zu tragen und sei es nur, um als guter Fan des Glubb diesen nicht mutwillig zu schwächen.
    In einem bin ich etwas optimistischer als du: ich kann mir vorstellen, daß Klose zwischen Mark Anton und Pino wieder zu alter Form findet. Ich drück ihm dafür jedenfalls die Daumen. Ich denk, er braucht einfach einen sicheren Nebenmann, um selbst wieder sicher zu werden. Vielleicht hilft ihm da auch Olympia (falls er da jetzt überhaupt hinfährt?).
    Bei Kiyo hoff ich, daß er die anderen Spieler mitreißen kann und zu Höchstleistungen anstachelt (z.B. Mak), daß sie nicht die Verantwortung zu schnell an ihn delegieren (“der wird schon noch für ein Tor sorgen, was brauch ich mir da jetzt den A… aufreißen). Und vor allem, daß er verletzungsfrei bleibt (wie alle anderen diese Saison hoffentlich auch) und sich schnell an die Anforderungen in der Liga anpaßt. Ehrgeizig genug scheint er zu sein.

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  3. Toeffi sagt:

    Johnny Vegas:

    Hier haben wir die Achillessferse der Mannschaft in der kommenden Saison. Die Innnenverteidigung.

    Komischerweise heißt es nach dem doppelten 0:0 beim Blitzturnier jetzt aber auf der FCN-Homepage “Hinten stand die Defensive souverän und gut geordnet.”

    Gegen einen Viertligisten haben wir also Defensivprobleme (Hörnla: “Das Zentrum war teilweise offen wie ein Scheunentor.”), und drei Tage später gegen höherklassigere Gegner plötzlich nicht mehr?

    Oh Mann, diese Testspiele! Die machen einen noch verrückt…

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  4. Es ist und bleibt so: Der “Spielmacher” lässt das Herz eines Fußball-Fans höher schlagen. Schade, dass die Spezies im modernen Fußball fast auszusterben droht vor lauter Flexibilität und Passsicherheit. Dabei geht es beim “10er” gar nicht so sehr um die Spielgestaltung, es geht um die Kreativität, die Genialität – ob von weiter hinten oder direkt im Sturm.

    Wer konnte sich dem Zauber der Pässe eines Pirlo bei der EM entziehen? Auch Özil ließ das bisweilen aufblitzen, diesen genialen Moment, diesen simplen Pass zwischen zwei Spielern hindurch, der eine gesamte Defensive wie Trottel aussehen lässt und der Stürmer allein vor dem Tor steht.

    Das war der Grund, warum so viele Sergio Fabian Zarate zu Füßen lagen, weil er diesen Schuss Genie in sich hatte. Und das ist der Grund, warum man Gomez trotz so vieler Tore die Liebe versagt: Das Tor als Kunstwerk versus das Tor als Arbeitsresultat.

    Wenn Kiyo uns diesen Schuss Genialität gibt, dann wird der Mannschaft manch andere Schnitzer vergeben werden.

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  5. In der Lokalpresse dagegen wurde Antonio für seine Abgeklärheit und sehr gutes Stellungsspiel gelobt. Aber es ist wohl so wie Töffi sagt, Testspiele sind eben Testspiele :)

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  6. Toeffi sagt:

    Hoch interessant ist auch eine andere Aussage von Hecking nach dem Doppel-0:0. Er hat auf fcn.de gesagt: “Die Abläufe der zweiten Vier in der Offensive waren besser. Die ersten Vier müssen sich noch suchen.”

    Die “zweiten Vier” waren Chandler/Korczowski/Klose/Plattenhardt, die “ersten Vier” waren Feulner/M. Antonio/Nilsson/Pinola. Hecking sieht Feulner auf der RV-Position derzeit also VOR Chandler.

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  7. xxandl sagt:

    Wie kommst du zu deiner Interpretation? Ich schätze erste und zweite Vier bezieht sich auf das erste und zweite Spiel, und da sind deine Bezeichnungen genau anders rum. Er könnte aber auch genauso von den vier Spielern im offensiven Mittelfeld unseres 4-1-4-1 gesprochen haben, das wir laut fcn.de gestern gespielt haben.

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  8. Armin sagt:

    In der Lokalpresse dagegen wurde Antonio für seine Abgeklärheit und sehr gutes Stellungsspiel gelobt. Aber es ist wohl so wie Töffi sagt, Testspiele sind eben Testspiele

    Ich denke Hörnla schreibt ähnliches, wenn er Marcos Antonio schon jetzt zum Abwehrchef ernennt und sich “nur” fragt wer spielt neben ihm. Allerdings sollte man in die aktuellen Testspiele noch nicht zu viel interpretieren, die Automatismen fehlen doch noch, Laufwege müssen noch adaptiert werden, dass das, wie man in den Berichten zum Blitzturnier in St. Gallen lesen konnte, in der Abwehr schneller funktioniert als im Sturm ist auch logisch.

    Für Schäfer wird es eine wichtige und schwierige Saison, letztes Jahr war er sicher schwächer als sonst, dazu die Verletzungen, das kann schon auch am Selbstbewusstsein nagen? Ich wünsche es ihm, dass er es allen Kritikern noch einmal zeigt. Falls nein hoffe ich dass Rakovsky schon so weit ist stabil Bundesliga zu spielen und Schäfer dann die Größe hat ins zweite Glied zu gehen und von dort rein sportlichen Druck auf den jungen Mann auszuüben. Das könnte schon spannend werden, aber ich hoffe, dass all diese Gedankenspiele gar nicht notwendig werden, Marcos Antonio für Lufthoheit im eigenen Sechzehner sorgt und Schäfer als Abwehrorganisator und reaktionsschneller Torwart ein wichtiger Teil der Abwehr sein wird.

    Ich bin mal gespannt wer dieses Jahr Kapitän wird? Wieder Schäfer? Oder doch Balitsch, Simons oder Pinola? Bei Nilsson denke ich ist die Gefahr der Verletzung zu groß.

    Irgendwie dauert die Pause einfach zu lang, die Lust auf Bundesligafußball ist schon weider da.

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  9. Toeffi sagt:

    xxandl:
    Wie kommst du zu deiner Interpretation?

    Weil Pinola als LV sicher vor Plattenhardt steht, genauso Antonio und Nilsson als IVs vor Klose und Korczowski. Und der Logik nach dann auch Feulner vor Chandler.

    Sonst hätte sich Hecking anders geäußert bzw. anders aufgestellt.

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  10. Optimist sagt:

    Schöne und aufschlussreiche Zusammenfassung und Einschätzung, schönen Dank!

    Die Beobachtungen zu Kiyo decken sich absolut mit meinen Eindrücken aus einigen Japanischen Ligaspielen, die ich mir als Live-Streams zu Gemüte geführt habe.

    Hinsichtlich der Übertragbarkeit auf die Bundesliga mache ich mir da auch relativ wenig Sorgen, denn der japanische Fußball wird überwiegend auf dem Boden geführt und ist Passspiel-dominiert (aufgrund des eher geringen Größendurchschnitts der japanischen Teams). Unser Kiyo ist also genau da besonders stark, wo der japanische Fußball ohnehin seine Stärke hat. Wer dort also herauszustechen vermag, sollte in der Lage sein, seine Talente auch in der Bundesliga auf den Rasen zu bringen. Dass er mithalten kann, daran habe ich keinen Zweifel.

    Die einzige Frage wird sein: Wird er auch in der Bundesliga herausstechen können?

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  11. Scramjet sagt:

    Ich habe ja die große Befürchtung, dass viele von Kiyo zu schnell zu viel erwarten. In dem Bereicht heißts zwar auch, dass es übertrieben ist, ihn jetzt schon als “fränkischen Kagawa” zu bezeichnen, trotzdem wird er im Abschnitt davor mit Lob geradezu überschüttet.
    Halte ich für ziemlich riskant, klar ist es sehr schön zu sehen. Aber dann erwarten ja doch gleich alle, er könne das so mir nix dir nix auch in der Bundesliga hinbekommen, wo viele Teams das Spiel gegen den Ball verdammt gut beherrschen. Und das ist die Enttäuschung, und die Motzerei gleich groß (es ist halt doch der Glubb und seine Pappenheimer).

    Ich bin ja normalerweise eher Optimist, aber bei der Sache irgendwie net. Umso mehr hoffe ich natürlich, dass ich damit völlig daneben liege, und der Junge konstant genau das bringen wird, was er hier jetzt andeutet…

    @Toeffi: Aus den Aufstellungen bei den Spielen gegen KSC uns St. Gallen würde ich definitiv nicht ableiten, wer welchen Stand hat bei Hecking. Die Teams sind eher so durchgemischt, dass man zwei in etwa gleich starke Mannschaften hat, die Offensive war ja völlig bunt durchgewürfelt…

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  12. xxandl sagt:

    Die Bezeichnung “fränkischer Kagawa” finde ich schon okay. Kiyotake war bei Osaka der direkte Nachfolger Kagawas, und jetzt wo dieser Deutschland verlässt, folgt ihm Kiyotake wieder nach. Es ist also logisch, dass er sich mit ihm messen lassen muss, wenngleich jedem klar sein muss, dass Kagawa und Kiyotake zwar die selbe Position spielen, aber völlig unterschiedliche Spielertypen sind.

    Alle Japaner, die in den letzten Jahren als Stammspieler nach Deutschland geholt wurden zeigten überdurchschnittliche Leistungen, ich bin fest davon überzeugt, dass Kiyotake ein weiterer sein wird.

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  13. Woschdsubbn sagt:

    Optimist, Scramjet ist ja nach eigener Aussage Du. Wusstest Du das schon, Optimist? :P

    Danke Töffi für den Besuch im Bamberger Stadion, Deinen Spielbericht und das gute Bier, das Du in meiner Vertretung genossen hast. Solchen Bericht saugt man in der jetzt total fußballosen Zeit auf, wie Löschpapier die Tinte.

    Für mich sind aber im Endeffekt solche Testspiele ein Muster ohne Wert, da wird einfach zuviel ausprobiert: Nicht nur Aufstellungen sondern auch Pass- oder Laufwege. Das ist auch gut so und dafür sind diese Vergleiche ja da. Aus den Ergebnissen lässt sich aber wenig bis nichts ablesen: Ist ein 4:0 über Bamberg nicht etwas wenig? Ein 0:0 gegen St. Gallen und den KSC in 45 Minuten, ist das gut oder schlecht? Man weiß es nicht.

    Was sind das nur für Fans, die die eigenen Spieler demontieren? Das hat mich schon immer beim Glubb aufgeregt, dass da auch Spieler beim Ein- oder Auswechseln glatt ausgepfiffen werden. Was soll sowas denn bringen? Das verunsichert doch nur noch mehr und macht den Spieler nicht besser. Die wissen doch selbst, dass sie schlechte Leistung gebracht haben.

    Ein verhalten freundlicher Applaus ist immer mindestens angemessen! Auch in solchen Fällen. Und das gilt sowieso für mit dem wichtigsten Mann, dem Goalie.

    Wieviele Punkte hat uns der Raffa schon gerettet? Sicherlich weit mehr, als er uns gekostet hat. Und bitte: Die Bälle heutzutage fliegen schnell und scheinen manchmal unberechenbar zu sein. Das führt auch bei totalen Übertorhütern, wie es zum Beispiel auch den Cech bei der EM passiert ist oder eben dem Neuer manchmal im Verein, ab und an zu eher komisch anmutenden Aktionen.

    Meine Herren, in England wurden auch unsichere Torhüter regelrecht zum Cult. Beim Glubb werden sie schon nach einer einzigen, unsicheren Aktion gevierteilt, gesteinigt und aufgehängt. Warum denn, zum Teufel noch mal? Gerade ein unsicherer Spieler braucht doch eben die Unterstützung der Fans! Erfolgsfans bitte aussteigen und die Autobahn nach Nordtirol nehmen, kann ich da nur sagen.
    Solche Aktionen zeigen mE auch ein total mangelndes Vertrauen in die sportliche Führung. Das macht das dann noch unverständlicher. Wenn Raffa wirklich so schlecht wäre, hätten MB und DH doch schon reagiert.

    Was anderes:
    In einem Interview meinte der DH doch, dass er so Spieler, die er flexibel quasi überall einsetzen kann, wie Feulner oder Hegeler, sehr gerne in seinem Kader hat. Kann man dazu nicht vielleicht auch dem Timo Gebhart zählen?

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  14. Markazero sagt:

    Woschdsubbn,

    Sehr schön – vielen Dank, Du sprichst mir aus der Seele! Diese Auspfeiferei hab ich auch nie verstanden. Bringt keinem was, im Gegenteil. Oder wie es der Zeugwart (?) vor Jahren, in unschönen Zeiten, mal zu zeternden Fans plärrte: “Ihr Debbn! Maand ihr denn mir wärn gern abgstieng”?!

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  15. Optimist sagt:

    Woschdsubbn,

    das kommt vor, manchmal weiß ich ja selbst nicht, wer ich bin ;-)

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  16. KUZ sagt:

    Danke Hörnla für diesen tollen Bericht aus Bamberg!

    Geschmunzelt habe ich bei dem Gedanken, wie Du in der Kneipe zwei Spiel gleichzeitig gesehen hast….

    Ja, ich freue mich riesig auf Kiyo! Und wenn er glatt noch besser sein soll als unser Günni, den ich für das beste gehalten habe seit der Zaubermaus Zarate, dann wird die Freude gleich noch mehr gesteigert… ich bedaure eigentlich jetzt schon, dass Kiyo uns wohl in zwei Jahren wieder verlässt…

    Die Leistungen der Torhüter bei der EM haben mich wiederholt denken lassen, wie auf Rafa eingeprügelt worden wäre , wenn er bei Eckbällen so herumgeirrt wäre bzw Bälle nicht festgehalten hätte wie Buffon ( gegen Deutschland) oder Casillas Flanken falsch berechnete ( im Endspiel). Oder andersrum…in Italien und Spanien wäre er wohl die Numero Uno… ;-) Aber es ist halt so: wenn ich jemanden nicht mag, dann sehe ich dessen Leistung mit ganz anderen Augen, nämlich subjektiv.

    Auch ich sehe die Aussage der beiden vierer Ketten so, dass die Kette hinter der Sturmspitze gemeint ist. Dass Feulner letztes Jahr des öfteren hinten gespielt hat, sehe ich eher der Tatsache geschuldet, dass im MF-Außen die Alternativen gefehlt haben bzw die Geschwindigkeit, die durch Chandler beheben werden sollte. Für die kommende Saison dürfte Chandler erste Wahl sein.

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  17. Claus sagt:

    KUZ:
    Für die kommende Saison dürfte Chandler erste Wahl sein.

    Na hoffentlich. Die Variante mit Feulner hinten und Chandler vorne hat so gar nicht überzeugt, die beiden standen sich immer im Weg. Chandler war selbst offensiv überzeugender, wenn er als RV aufgeboten war.

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  18. belschanov sagt:

    @Hörnla:

    Habe den Özil-Aufsatz von Gumbrecht auch gelesen. Schön zu lesende schöngeistige L’art pour l’art-Hommage an L’art pour l’art im Fußball. Ich habe nichts gegen L’art pour l’art in der Literatur (Rilke), aber auf Platz favorisiere ich die harten Fakten. Özils Schussversuche bei der EM (abgesehen von seinem Elfer, als bereits alles zu spät war) waren bemitleidenswerte Rohrkrepierer. Wie sagt es Gumbrecht so schön schöngeistig: “Özils Momente sind kurz und haben kaum greifbare Substanz…”

    Wohlgemerkt: Natürlich ist Özil ein guter Spieler. Aber bei der EM ist er doch um einiges hinter dem zurückgeblieben, was man von einem wirklich großen Spieler erwarten darf.

    (Meine Meinung…)

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  19. Hörnla sagt:

    @belschanov

    Ganz kurz geantwortet:
    a) Es ging mir beim obigen Text ja – und ich denke, das wird auch deutlich – um die Beschreibung eines Typus, einer Art zu spielen. Nicht um die Kritik der Leistung eines bestimmten Spielers bei einem konkreten Turnier. Man könnte das auch abstrakter tun: ein Spieler, der noch vor der Ballannahme die Weiterleitung im Kopf hat versus einem, der den Ball auch mal länger hält, ehe der geniale Pass, gerne auch über weitere Strecken folgt. Aber ich denke Özil versus Pirlo ist da eingängiger und es ist somit leichter zu verstehen, was ich meine.

    b) Auch in Bezug auf die konkrete Leistung Özils bei der EM stimme ich Dir nicht zu. Es war keine Offenbarung, aber
    b1) meiner Meinung nach fehlten Özil in manchen Fällen die Mitspieler, die seine gedankenschnellen Weiterleitungen auch aufnehmen und verwerten konnten
    b2) im Spiel gegen Italien wurde Özil auf die rechte Seite gedrängt, da sich im Mittelfeld alle Leute auf den Füßen standen – dort kommen seine Stärken nicht so zur Geltung
    b3) im Spiel gegen Italien konnte ich ein Aufbäumen gegen die Niederlage allenfalls – mit der lobenswerten Ausnahme Neuer – außerhalb des Bayern-Blocks erkennen: bei den beiden Madrilenen (Khedira, Özil mit Abstrichen), bei Reus, bei Klose.
    Andererseits: schön zu sehen, dass auch Spitzensportler ab und an einfach nur Menschen sind. Denselben psychologischen “Filmen” unterworfen wie wir alle…

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  20. Optimist sagt:

    KUZ: Die Leistungen der Torhüter bei der EM haben mich wiederholt denken lassen, wie auf Rafa eingeprügelt worden wäre , wenn er bei Eckbällen so herumgeirrt wäre bzw Bälle nicht festgehalten hätte wie Buffon ( gegen Deutschland) oder Casillas Flanken falsch berechnete ( im Endspiel). Oder andersrum…in Italien und Spanien wäre er wohl die Numero Uno… Aber es ist halt so: wenn ich jemanden nicht mag, dann sehe ich dessen Leistung mit ganz anderen Augen, nämlich subjektiv.

    …und trotzdem reichten schon “Schäfereske” Leistungen, um beide angesprochenen als Top-Torhüter des Turniers zu titulieren. Das verstehe, wer will. Insbesondere verstehe ich dieses ständige rumgehacke nicht. Ehrlich gesagt ist mir ein Torwart lieber, der diese elenden Flatterbälle einmal zu oft “ängstlich” (aber sicher) wegfaustet, als sie “mutig” durch die Hände flutschen zu lassen, weil das Fangen misslingt…

    Mein (auch subjektiver) Eindruck ist ohnehin, dass Raffa in der Rangliste der “unforced Errors” sogar einer der stärksten Torhüter der Liga ist. Da sind mir von Neuer mehr “Böcke” in Erinnerung.

    …und nein, ich sehe Raffa nicht als sakroankt an, er steht nicht außerhalb jeder Kritik, aber wenn DH meint, dass er die Nr.1 ist, dann haben wir Fans ihn gefälligst zu unterstützen und nicht zu demontieren!

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  21. Optimist: …und nein, ich sehe Raffa nicht als sakroankt an, er steht nicht außerhalb jeder Kritik, aber wenn DH meint, dass er die Nr.1 ist, dann haben wir Fans ihn gefälligst zu unterstützen und nicht zu demontieren!

    Ich glaube, das ist der entscheidende Knackpunkt in der Denke der verschiedenen Positionen. Die einen glauben ernsthaft, dass ihre Kritik am Ende förderlich ist, weil sie durch Druck “von der Straße” einen offensichtlichen Missstand anprangern und damit die aus ihrer Sicht notwendige Änderung herbeiführen. Die anderen sagen, dass sie im Zweifel dem Trainer/sportlichen Leitung in der Expertise folgen und ggf. auch entgegen eigener subjektiver Wahrnehmung durch das Stärken der Position des Trainers und verbreiten einer positiven Stimmung für das Team förderlicher sind als es andauernde Kritik wäre.

    Beide Positionen sind aus meiner Sicht komplett unvereinbar und stehen sich diametral gegenüber – ja sehen sogar im Gegenüber durch das Verhalten eine “Mitschuld” entweder a) am Fortbestehen des Problems (durch Stützung derer, die die Beseitigung verhindern) oder eben b) durch den Aufbau einer negativen Grundstimmung eine Ursache, die neue Probleme schafft oder das angeprangerte Problem an sich erst zu einem Problem werden lässt (Stichwort: self-fulfilling prophecy)

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  22. Beate60 sagt:

    Alexander | Clubfans United,

    Wobei der Mißstand bei Schäfer ein subjektiv wahrgenommener ist., zumindest was die Bedeutung der Schwächen Schäfers bei der Starfraumbeherrschung betrifft, denn letztlich war der Glubb mit Schäfer doch ziemlich erfolgreich und ist nie abgestiegen.

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  23. xxandl sagt:

    Alexander hat die Situation völlig richtig beurteilt, aber nachdem hier Subjektivität in den Raum geworfen wird stelle ich hier mal die Statistiken des letzten Jahres gegenüber. Die Aussagekraft hält sich aufgrund der geringen Stichprobengröße bei Rakovsky natürlich in Grenzen, Trends lassen sich aber durchaus ablesen.

    gehaltene Torschüsse:
    Schäfer: 65%
    Rakovsky: 75%

    Glanzparaden pro Spiel:
    Schäfer: 0,32
    Rakovsky: 0,5

    Abgefangene Flanken pro Spiel:
    Schäfer: 1,28
    Rakovsky: 2,5

    Abfangene Ecken pro Spiel:
    Schäfer: 0,48
    Rakovsky: 1

    Wie man als Schäfer-Befürworter die Schwächen in der Strafraumbeherrschung leugnen kann verstehe ich nicht, Schäfer verlässt seine Linie normal nur nach dem Pausenpfiff… Unforced Errors hat er dementsprechend wenige, das ist richtig, dafür generiert der Gegner bei ihm halt Chancen die die meisten anderen Torhüter schon im Ansatz unterbunden hätten. Richtig schlimm ist aber seine Abschlag-Quote, da erreicht kaum ein Ball den eigenen Mann. Rakovsky hingegen setzt vermehrt auf Abwürfe und sorgt dafür, dass der Ball in den eigenen Reihen bleibt und ein gesicherter Aufbau erfolgen kann.

    Ich kann mich nur immer wieder wiederholen: Es sind nicht die Fehler, die auch vorkommen, die gegen Schäfer sprechen, es ist seine passive Spielweise, die Mitte des letzten Jahrzehntes eigentlich ausgestorben ist und es dem Gegner einfach macht. Bei einer Flanke an den 5er weiß der Gegner, dass der Ball irgendwo landet, nur nicht in Schäfers Händen.

    Zum Vergleich mit Buffon: Bei dem fällt es halt auf, wenn er einen Ball mal nicht fangen kann – bei Schäfer ist es anders rum.

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  24. Beate60 sagt:

    xxandl,

    sorry, aber du hast mich mißverstanden. Wobei deine Werte nun wirklich nicht vergleichbar sind angesichts der wenigen Spiele von Rakovsky, aber egal (vielleicht wäre er ja sogar noch besser gewesen, wenn er mehr gespielt hätte).
    Wenn dir Rakovsky besser gefällt: irgendwann wird der wohl Schäfer ablösen, wenn alles läuft wie geplant. Deshalb ist er schließlich von Schalke zu uns gekommen.
    Ich leugne Schäfers Schwächen nicht. Nicht mal er tut das. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß wir trotz seiner Schwächen mit ihm bisher ganz gute Ergebnisse erzielt haben über Jahre hinweg. Und daß es deshalb ja vielleicht auch sein kann, daß das Gesamtpaket Schäfer mit allen Stärken und Schwächen plus Mannschaft doch ganz gut ist. Und ob das Gesamtpaket mit Rakovsky genauso gut oder besser sein wird, sollten wir vielleicht auch erst dann testen, wenn es einen triftigen Grund gibt.
    Das wiederum ist subjektiv von mir.
    Wenn man sich über etwas ärgert, was Schäfer getan oder nicht getan hat, kann man das gerne monieren. Was ich allerdings gar nicht nachvollziehen kann ist, wenn meine Hinterleute im Stadion sobald Schäfer auch nur in Aktion tritt schon das Motzen anfangen egal was er grade macht und noch schlimmer, wenn er dann ausgepfiffen wird. Und letzteres monier ich gar nicht mal, weil mir Schäfer leid tut, sondern weil das in meinen Augen die gesamte Mannschaft abkriegt. Dieselbe Unart war letzte Saison auch bei Hlousek zu beobachten.
    Ich hab noch nie erlebt, daß Pfiffe dazu geführt haben, daß die Leistung einer Mannschaft während des Spiels besser wurde. Wieso pfeifen denn sonst immer so viele, wenn der Gegner eine Ecke schießt o.ä.? Wenn das motivierend wäre, würde das ja völlig kontraproduktiv sein.

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  25. Im Sport gibt es keine Objektivität – vor allem nicht im Mannschaftssport und vor allem nicht mit dem Versuch es statistisch zu erfassen. Unbenommen sind hohe Passsicherheit, Zweikampfquote oder abgewehrte Bälle Indizien für Qualität, den entscheidenden Fehlpass in einem Finale, das Abtauchen im wichtigen Moment, der Faux-Pas in der 93ten Minute können sie aber nicht erfassen und damit den Wert des Spielers für das Ganze nicht bemessen. Für den Mannschaftssport gilt dies insbesondere, da dort noch andere Kriterien greifen um Erfolg zu haben.

    Und wir reden ja nicht von der absoluten Top-Klasse, wo ein Kaka auf der Bank sitzt weil ein Özil spielt, wir reden von Spielern (und Torhütern) die immer Defizite irgendwo haben. Die Spieler müssen im Ganzen betrachtet werden. Bei Schäfer bin ich in der Beurteilung der Schwächen vollkommen d’accord mit den Kritikern (zudem passen mir bisweilen paar andere Dinge in der Außendarstellung nicht), aber eines sollte ihm unbenommen attestiert werden:

    Mit Schäfer im Tor sind wir nie abgestiegen – als er einmal weg war, sind wir es prompt.

    Schäfer ist seit er beim Club war umstritten, ob im Duell gegen Kampa oder im Duell gegen Klewer. Die Fans waren ja schon immer geteilter Meinung. Aber ich unterstelle jetzt mal den jeweiligen Übungsleitern ein Gespür für Mannschaft, Rolle und Hierarchie im Team und keiner wollte da auf ihn verzichten – nicht mal Hans Meyer, der keinen Hehl daraus machte, dass er kein Fan von ihm ist. Will man dieses Wagnis eingehen? Oder denkt man nicht doch: Im Gesamtpaket ist Schäfer nicht zu ersetzen – in Kombination mit einer neu zu formierenden Innenverteidigung wäre es vielleicht sogar Harakiri.

    Wie Beate es auch sagte: Rein augenscheinlich kann man gewisse Schwächen gar nicht wegdiskutieren, die Frage ist wie man sie bewertet im Gesamtpaket. Und es ist nicht die Frage nach dem “Ob” eines Torwarttauschs, es ist die Frage nach dem “Wann”.

    Mag also jeder für sich selbst bewerten, ob ein Tausch zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll wäre oder nicht – eines ist aber sicher: Die jetzt auch von den Regionalmedien aufgegriffene öffentliche Kritik und das Infragestellen von Schäfer und damit auch von Hecking und seine Entscheidungen wird fast mit Sicherheit negative Folgen haben.

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  26. xxandl sagt:

    Schäfer war bei mir bis zur Verpflichtung von Rakovsky unumstritten, weil er halt das Beste war, das uns zur Verfügung stand. Kampa, und das hat sein Karriereverlauf gezeigt, hat keine Bundesligaqualität, Klewer wird als Elfmetertöter in die Geschichte eingehen, aber im Spiel konnte er mich nie überzeugen weil er keine Sicherheit ausstrahlen konnte. Stephan könnte möglicherweise zweite Liga spielen, vmtl. aber eher dritte Liga. Schäfer musste bei uns nie um seinen Platz bangen, und genau so hat er auch gespielt. Bei uns hat das gereicht, in Stuttgart war er mit seiner Spielweise schnell weg vom Fenster, da die die finanziellen Möglichkeiten hatten sich bessere Spieler zu leisten.

    Das wir mit Blazek abgestiegen sind ist richtig, diese Personalentscheidung wird sich Hans Meyer ewig ankreiden lassen müssen. Mit einer hochstehenden Abwehr zu spielen und einen Torhüter zu holen der auch dann auf der Linie bleibt wenn der gegnerische Stürmer steil geschickt wird, ist absolut tödlich, dass dieser Fehler nicht korrigiert wurde ist ein zentraler Baustein des Abstiegs. Auf der Linie war Blazek, genau wie Schäfer, sogar ganz gut, allerdings wird da wohl auch immer das 1:0 in Lisabon in Erinnerung bleiben…

    Seit Rakovsky habe ich aber die Hoffnung, dass endlich das moderne Torwartspiel, dass sich seit Neuer in Deutschland etabliert hat, in Nürnberg Einzug hält. Natürlich macht dieser Torwarttyp auch Fehler, vermutlich sogar mehr Fehler als der klassische Torhüter, das liegt aber daran, dass er seinen Strafraum dominieren will und aktiv zum Ball geht.

    Ich will nicht mehr bei jeder Ecke/Flanke zittern müssen, ich will nicht mehr jeden Abschlag beim Gegner sehen, ich will keine Nachschusschancen für den Gegner mehr, weil Schäfer faustet anstatt zu fangen. Ich will Rakovsky, und ich gestehe ihm Fehler zu.

    Der Zeitpunkt scheint mir ideal zu sein, die Abwehr ist neu formiert, und daher mit keinem der Torhüter eingespielt und in der Liga geht es gegen die schwächsten Aufsteiger seit Jahren, so dass es selbst mit Startschwierigkeiten eine Saison im Mittelfeld werden sollte.

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  27. xxandl: Ich will Rakovsky, und ich gestehe ihm Fehler zu.

    Vielleicht wird es dich verwundern, wenn ich sage: Ich will auch Rakovsky, und gestehe ihm Fehler zu! Bin sogar bisschen begeistert von der Idee – beflügelt von den Lobeshymnen auch aus der U23. Aber: Was ich eben noch mehr will ist “Ruhe” (nicht hier im Blog, im und um das Team). Ich will Ruhe und Support für das Team.

    Würde Hecking morgen verkünden, dass nun Pat die Nase vorn hat, ich wäre begeistert. Aber wenn Hecking sagt, dass Rapha spielt, dann kann ich zwar meine Meinung behalten, aber man sollte Heckings Entscheidung respektieren und im Dienste des Ganzen Schäfer voll unterstützen. Meine Meinung.

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  28. Optimist sagt:

    xxandl: Die Aussagekraft hält sich aufgrund der geringen Stichprobengröße bei Rakovsky natürlich in Grenzen, Trends lassen sich aber durchaus ablesen.

    …nicht einmal das! Wieviele Spiele bei Rakovsky? 3? Wenn man 3 aus Schäfers Top 5 Spielen herausgreifen würde, könnte man vermutlich auch den entgegengesetzten Trend ablesen. Sinnlose Statistik bei dieser Datenlage.

    @ Beate, Alexander,
    da bin ich ganz auf Eurer Linie. Man darf konkrete Fehler durchaus kritisieren, aber pauschales Gebashe kann ich nicht hinnehmen. Zumal zu den reinen statistischen Leistungsdaten andere wichtige Faktoren hinzukommen, die nicht messbar (außer vielleicht in “Abstiegen”) sind, wie etwa das Dirigieren und Korrigieren der Abwehr und der Wert als Führungsspieler auf dem Feld.

    Bei mir setzt dann immer eine (vielleicht) etwas überzogene Verteidigungsreaktion ein, wenn wieder sinnlos genörgelt wird. Da kann dann schon mal der Eindruck entstehen, ich würde die Schwächen ignorieren. Aber wer hier regelmäßig mitliest, sollte auch bemerkt haben, das auch hier Schäfer kein Alleinstellungsmerkmal hat. Ich beantworte Bashing eigentlich immer entsprechend verteidigend, bei jedem Spieler. Was mich nervt, ist, dass das offensichtlich immer wieder nötig ist….

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  29. xxandl sagt:

    Ich liebe es, wie das Wort “Bashing” immer und immer wieder missbräuchlich verwendet wird. Niemand hier basht Schäfer, alles was hier geschrieben wird läuft auf einer sachlichen Ebene ab, über Schäfer fällt kein böses Wort.

    Schäfers Mehrwert als Führungsspieler kann ich nicht erkennen, das verbale Attackieren der eigenen Spieler, die gelben Karten die er sich an der Mittellinie abholt und seine Körpersprache nach Gegentoren zeichnen für mich ein anderes Bild. Simons wäre als Kapitän sicher der geeignetere Spieler.

    Ob Rakovsky die Abwehr dirigieren kann, kann man erst beurteilen wenn man ihm die Chance gibt, gegen Augsburg sah das aber gar nicht so schlecht aus, denn da gab es schon auch lautstarke Anweisungen.

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  30. Armin sagt:

    Ähnlich wie Optimist, gehöre auch ich zu den Schreibern hier, die scharfe Kritik an einem Spieler, Trainer oder dem Manager erst einmal mit Verteidigung beantworten. Vielleicht ist meine Treue zu Verein, Spielern und sportlicher Leitung ein wenig naiv, auf der anderen Seite sehe ich gerade bei den aktuell handelnden einen Plan und Erfolg, seien es die Platzierungen in der Tabelle der letzten 2 Jahre, sei es die finanzielle Situation. Ich denke da kann man dann durchaus auch mal Vertrauen zeigen und etwas demütig sein und die eigene Meinung nicht sakrosankt über die der sportlichen Leitung stellen.

    Zurück zum Thema Schäfer, natürlich sollte gerade der Torwart einen Vertrauensvorschuss bekommen, sollte ein Torwart keine Angst haben müssen, dass er nach einem Fehler gleich aus der Mannschaft fliegt, bzw. dass ihn die Fans runtermachen, dafür ist gerade diese Position viel zu wichtig und auch zu heikel. Da kann man durchaus auch mal von den Bayern lernen, wie diese Neuer auch nach eklatanten Fehlern gestützt haben, das war schon gut.

    Trotzdem denke ich, dass man schon auch über die Torwartposition nachdenken darf und auch kritisch zum eigenen Torwart stehen, vielleicht gerade jetzt in der Vorbereitung.

    Ich bin zwar nicht genauso überzeugt von Rakovsky wie einige hier, seine Auftritte letztes Jahr waren solide, aber aus meiner Sicht nicht herausragend, einen zweiten ter Stegen sehe ich da noch nicht. Dazu war Schäfer für mich immer wichtiger als Abwehrorganisator, als Führungsspieler, denn als Torwart allein. Ich kann das jetzt nicht mit großen Statistiken untermauern, aber mein Gefühl war immer, dass unsere IV mit Schäfer stärker spielen als ohne ihn. Deshalb bin ich eben auch nicht 100% überzeugt dass ein sportlich besserer Torwart als Austausch genügt, der Neue müsste schon auch die gleiche Ausstrahlung auf die Abwehr haben. Kann das ein junger Mann wie Rakovsky schon bieten?

    Evtl. kann Marcos Antonio diesen psychologischen Part in der Abwehr übernehmen, dann wäre der Wechsel Rakovsky für Schäfer weniger riskant? Allerdings muss das erst die Vorbereitung zeigen, immerhin die ersten Auftritte waren positiv.

    Immerhin, auch der Kicker sieht Schäfer letztes Jahr schwächer als davor, also ein gewisser Trend ist schon spürbar bei unserer Nr. 1.

    und noch etwas off-topic: Beim Wechsel von Sammer vom DFB zu den Bauern hat man ständig gehört wie toll seine Arbeit beim DFB war. Allerdings kann ich das an den realen Ergebnissen weniger festmachen, immerhin war seine wichtigste Baustelle die Jugendmannschaften, außer den Erfolgen der U21 und der U17 die relativ zu Beginn seiner Tätigkeit lagen kam danach doch nicht mehr viel, oder? Auch zur aktuellen EM hat sich unsere U19 mal wieder nicht qualifiziert, übrigens Griechenland schon. Kennt jemand die tatsächlichen Ergebnisse der U-Mannschaften in der Zeit von Sammer?

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  31. Woschdsubbn sagt:

    Noch ein Wort zur Statistik: In der Kicker Liste bzgl. defensives Mittelfeld wird der Glubb jetzt aber wirklich übergangen. In einer anderen Statistik lobt man Simons noch dafür, wieviele Einsätze und Kilometer er gelaufen ist, aber bei der Rangliste Defensives Mittelfeld ist er nicht mal im Blickpunkt. Dafür stehen viele andere, eher zwiespältig zu betrachtenden Namen drin. Und wieder sogar zwei Augsburger. Seltsam, dass die nicht in der Euroleague gelandet sind, bei sovielen Hochkarätern in der Rückrunde…

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  32. xxandl: Ich liebe es, wie das Wort “Bashing” immer und immer wieder missbräuchlich verwendet wird. Niemand hier basht Schäfer, alles was hier geschrieben wird läuft auf einer sachlichen Ebene ab, über Schäfer fällt kein böses Wort.

    Ich sehe das auch so. Man sollte mit Bashing ebenso vorsichtig sein wie mit dem Gegenvorwurf der “Jüngerschaft” und “Kritik wird nicht geduldet”.

    Bei Schäfer empfinde ich es eher im Gesamtkontext aller mir zur Verfügung stehender Eindrücke als mehr als nur eine sachliche Kritik – eben fast schon ein “Bashing” – dazu ein paar Links:

    “Koch stichelt gegen Schäfer”
    http://www.abendzeitung...ichelt-gegen-Schaefer/

    Schäfer – wie lange noch als Stammkeeper?
    http://fanforum-deutsch...-noch-als-stammkeeper/

    mit Bezug auf den Kicker, in dem Hecking explizit sich mit der Causa Schäfer auseinandersetzt und damit signalisiert, dass die nicht verstummen wollende Kritik durchaus bei ihm und der Mannschaft ankommt und er kein Verständnis dafür hat.
    “erfahren Sie, was Hecking über den bei Teilen der Fans in die Kritik geratenen Keeper und Kapitän Raphael Schäfer sagt”
    http://www.kicker.de/ne...oene-bestaetigung.html

    (Hat jemand die Ausgabe gelesen und kann “frei” mehr davon wiedergeben?)

    Und natürlich auch selbstreferenziell der Link zu unserem Interview, wo Hecking darauf sehr speziell eingeht:
    http://www.clubfans-uni...zept-mit-hindernissen/

    Es ist also nicht so, dass wir hier über anlaßbezogene sachliche Kritik rund um einen Torwart reden, sondern wir reden doch eher über eine nicht enden wollende Dauerkritik.

    Wäre man Anhänger von Verschwörungstheorien würde man fast vermuten, dass hier Leute am Werk sind, die durch ständige Aufrechterhaltung von Kritik darauf setzen, dass der stete Tropen einmal den Stein aushöhlt.

    Ich denke (und vielleicht spreche ich da für mehrere), dass diese Art der “Stimmungsmache”, so wie sie bei Schäfer in der Gesamtschau rüberkommt, der Stein des Anstoßes ist und nicht eine geäußerte Kritik über eine ungeschickte Aktion im letzten Testspiel oder eine fehlende Wertschätzung in Sachen Strafraumbeherrschung. Dagegen verwehre ich mich und höre nicht auf gebetsmühlenartig dagegen anzuschreiben – weil ich davon überzeugt bin, dass diese Art des “Politik machen” falsch ist und dem Club schadet und ganz sicher nicht mit “heeren Zielen” zu verkaufen ist. Leider fühlen sich dann aber oft die falschen angesprochen, wenn man dies formuliert …

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  33. Woschdsubbn:
    Noch ein Wort zur Statistik: In der Kicker Liste bzgl. defensives Mittelfeld wird der Glubb jetzt aber wirklich übergangen. In einer anderen Statistik lobt man Simons noch dafür, wieviele Einsätze und Kilometer er gelaufen ist, aber bei der Rangliste Defensives Mittelfeld ist er nicht mal im Blickpunkt. Dafür stehen viele andere, eher zwiespältig zu betrachtenden Namen drin. Und wieder sogar zwei Augsburger. Seltsam, dass die nicht in der Euroleague gelandet sind, bei sovielen Hochkarätern in der Rückrunde…

    Ich gebe zu, auch ich habe etwas enttäuscht und mitunter verwundert dieses Ranking durchgeklickt und fragte mich, warum da mindestens Simons fehlt. Aber bei aller Wertschätzung für unsere Timmy – die Rückrunde war solide, mehr auch nicht.
    http://www.kicker.de/ne...eler_timmy-simons.html
    Die geplante Umstellung auf 4-4-2 gelang u.a. nicht, weil Simons das taktisch nicht spielen konnte.

    Wir wissen zu schätzen, was er für uns bedeutet, aber im Liga-Vergleich war für die Rückrunde kein “Blickfeld” zwingend.

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  34. Optimist sagt:

    xxandl,

    ich meinte zwar nicht Dich, sondern habe Bashing eher verallgemeinernd benutzt (OK, das sollte man auch nicht), weil ich es eigentlich nicht auf die aktuelle Diskussion bezogen habe. Aber es freut mich trotzdem ein wenig, dass Du dich ein bisschen angegriffen fühlst, denn auch Bei Dir wechseln sich sinnvolle und nachvollziebare Argumente mit Polemik ab, die ich dann bisweilen auch grenzwertig finde. Beispiel gefällig? Bitteschön: “Schäfer verlässt seine Linie normal nur nach dem Pausenpfiff…” finde ich unpassend und stimmt auch nicht, denn er spielt durchaus aktiv mit und eine Stärke ist auch das Herauslaufen zum 1 gegen 1 und das aktive Mitspielen. Die Strafraumbeherrschung, die es zu verbessern gilt, ist dagegen v.a. bei Standards und Flanken von Außen relevant.

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  35. Scramjet sagt:

    Ich wollte mich aus der Schäfer-Debatte ja eigentlich raushalten, weil eigentlich alles, was dazu zu sagen ist, schon gesagt wurde, und das nicht nur einmal.
    Und vor allem alles diskutieren momentan auch einfach etwas sinnlos ist, weil es eh zu nix führt.

    Aber trotzdem muss ich dazu nochmal was loswerden:
    Ich sehe es schon so, dass ein beträchtlicher Teil der Kritik an Schäfer NICHT sachlich ist, sondern man durchaus als Bashing bezeichnen kann.
    Ich glaube kaum einer von Schäfers Befürwortern leugnet seine Schwächen.
    Aber die Art, wie viele Kritik geäußert wird, ist geradezu beleidigend, ich krieg teilweise mittlerweile den Eindruck, dass manche Leute meinen, Schäfer wolle den Verein vorsätzlich schädigen. Vor allem wird ihm abgesprochen, nicht sein Bestes für den Verein zu geben. Und mit Verlaub, wenn ein Kritikpunkt wirklich absolut falsch ist, dann derjenige, dass Schäfer keinen absoluten Einsatz für den Verein zeigen würde. Da ist schon eher das Problem, dass er durch zuviel Einsatz mal übers Ziel hinausschießt.
    Aber Spiele, in denen er so ziemlich der einzige war, der sich noch richtig gewährt hat, während der Rest der Mannschaft in Lethargie versunken ist, gabs genug.

    Und das ist das, was mich so nervt, da werden dann auf einmal Punkte angeführt, die einfach nicht stimmen, war bei Wolf genauso. Dann heißt ganz plötzlich, der zeigt doch nur noch Einsatz um seinen A*sch zu retten, oder ein Torwart, der immer alles gegeben hat, hat auf einmal immer nur Alibi-Fußball gezeigt, weil er ja eh seinen Stammplatz sicher hatte. Sowas ist für mich dann keine sachliche Kritik mehr, sondern in der Tat Bashing, wie man neudeutsch so schön sagt.

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  36. Kugelblitz sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    mit Bezug auf den Kicker, in dem Hecking explizit sich mit der Causa Schäfer auseinandersetzt und damit signalisiert, dass die nicht verstummen wollende Kritik durchaus bei ihm und der Mannschaft ankommt und er kein Verständnis dafür hat.
    “erfahren Sie, was Hecking über den bei Teilen der Fans in die Kritik geratenen Keeper und Kapitän Raphael Schäfer sagt”
    http://www.kicker.de/ne…oene-bestaetigung.html

    (Hat jemand die Ausgabe gelesen und kann “frei” mehr davon wiedergeben?)

    Hecking drückt darin sein Unverständnis über die Kritik an Schäfer aus. Er bestätigt eine Schwächephase Schäfers in der Vorrunde nach der Verletzung, meint aber auch, dass ihm wohl niemand 2-3 Tore in der Rückrunde zeigen könne, die Schäfer zu verantworten habe.
    Außerdem spricht er Schäfer das Vertrauen aus und will nichts an der momentanen Hierarchie ändern.

    Also Altbekanntes, auch wenn ich die These, man könne keine 2-3 Tore in der Rückrunde finden, die Schäfer zu verantworten habe bei allem Verständnis für sehr gewagt halte. Das mag auch an der Definition liegen. Hecking sieht m.M.n. sämtliche Fehler, die zu einem Gegentor führen, während beim unbedarften Zuschauer eben der individuelle (entscheidende?) Fehler hängen bleibt.

    Ich persönlich würde mir Wünschen, dass der Verein mit Schäfer zusammen, dem ich diese Größe zutraue, an einem Plan arbeiten würde, Rakovsky (oder einen anderen jungen Torhüter) innerhalb von 1-2 Jahren zum Stammtorhüter zu formen. Das hieße auch, diesem ab und zu Einsatzzeiten zu geben und eben nicht zu 100% Schäfer als gesetzt zu betrachten. Denn unabhängig von der momentanen Leistung Schäfers, wird er auch nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung stehen.

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  37. Beate60 sagt:

    Kugelblitz,

    Ich glaub nicht, daß es wirklich Sinn macht, Rakovsky quasi durch ein paar Spiele zwischendurch auf seine Rolle als Nachfolger Schäfer´s vorzubreiten. Das brächte nur Ordnungen durcheinander.
    Und nachdem du es schon so schreibst: dann sag halt mal, welche Tore du Schäfer in der Rückrunde ankreidest.

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  38. Juwe sagt:

    Man braucht zwei starke Torhüter, ganz gleich welcher von beiden Torhütern zu Beginn der Saison das Vertrauen ausgesprochen bekommt, jeder weiß doch, wie schnell es gehen kann im Laufe einer langen Saison, von daher glaube ich werden sich die Dinge von ganz alleine regeln und bieten wenig Raum für eine großartige Polarisierung.

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  39. Kugelblitz sagt:

    Beate60:
    Kugelblitz,

    Ich glaub nicht, daß es wirklich Sinn macht, Rakovsky quasi durch ein paar Spiele zwischendurch auf seine Rolle als Nachfolger Schäfer´s vorzubreiten. Das brächte nur Ordnungen durcheinander.
    Und nachdem du es schon so schreibst: dann sag halt mal, welche Tore du Schäfer in der Rückrunde ankreidest.

    Die Ordnung bringt es nur durcheinander, wenn die Innenverteidigung sich derart katastrophal entwickelt, wie es manche hier prophezeien. Wird es dagegen eine geordnete IV wie teilweise unter Maroh und Wollscheid, sehe ich nicht, wieso ein anderer Torhüter, der selbst ja durchaus auch dirigierende Fähigkeiten bewiesen hat, hier Unordnung reinbringen soll.

    Und ich wollte keine Diskussion über einzelne Szenen vom Zaun brechen, lediglich Heckings These anzweifeln. Ich hoffe mit zwei Beispielen, bei denen Schäfer zumindest nicht besonders gut aussah und die ich nur anbringe, um nicht den Vorwurf der reinen Nörgelei zu befeuern, können wir das abhaken und diesen Detailgrad wieder verlassen: Das 1:1 gegen Köln und das 3:1 gegen Schalke.

    Ich bitte auch zu beachten, dass ich NICHT sage, dass Schäfer aufgrund seiner Fehler nicht aufgestellt werden sollte. Jeder macht Fehler, selbst die besten Torhüter. Und ich halte Schäfers Fehler auch nicht für zahlreicher als bei anderen. Ich bezweifel lediglich Heckings These, da es wohl kaum einen Torhüter in der Bundesliga gibt, der nicht in 17 Spielen an 2-3 Gegentoren zumindest eine Mitschuld trägt. Das kommt eben mit der Jobbeschreibung als die zentrale Figur in der Defensive einer Mannschaft, die automatisch an jedem Tor beteiligt ist.

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  40. Beate60 sagt:

    Kugelblitz,
    meine These und die vieler anderer ist ja, daß die Verteidigung dann geordnet war, wenn Schäfer im Tor stand. Wie sich das bei Rakovsky entwickelt hätte, weiß keiner. Ohne Schäfer und Pino sah mit Stephansah es eine Zeitlang echt schlecht aus.
    Antonio trau ich aufgrund der ersten Eindrucksberichte zu,daß auch er Ordnung reinbringen kann. Das wird man sehen nach den ersten 10(?) Spielen, in denen er aufläuft. Bis dahin ist Schäfer auf jeden Fall mein Favorit, weil ich Angst davor hab nach den letzten Saisonen, daß zuviel Gegentore uns in Abstiegsgefahr bringen solange wir keine Offensive vorweisen können, die dann eben auch für Führungstore sorgt.
    Sollte sich dann irgendwann bei Schäfer eine Phase zeigen, in der er einen Leistungsknick hat, könnte man beruhigter sein mit einem jungen Torwart. Nur kenn ich wirklich keinen Verein, der beim Torwart ohne Not experimentiert außer vielleicht den Bayern. Und soweit ich mich erinnern kann, sind bei denen die jungen Torwarttalente dann auch wieder ausgetauscht worden und irgendwann zu Köln und Hertha abgewandert.
    Ich denke einfach, gerade der Torwart braucht Erfahrung. Und ich finde es sehr gut, daß Hecking darauf achtet, daß sich Rakovsky diese Erfahrung bei der U23 holt und auf der Ersatzbank Stephan sitzt. Ich denk das ist für ihn in dieser Wartephase die beste Chance, dann wenn es einst soweit ist, seine Wartezeit optimal zu nutzen und dann die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

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  41. Klar, das kann man mal in aller Ruhe durchdenken.

    These: Man würde Rakovsky ins Tor stellen.

    Szenario 1: Der Junge schlägt ein. Rapha mimt den elder statesman und bleibt bis 2014 auf der Bank.

    Szenario 2: Der Junge zeigt mal Licht mal Schatten, in der Anlage besser, aber mit Schwankungen. Rapha auf der Bank.

    Szenario 3: Der Junge verletzt sich oder fällt in ein Loch nach unglücklichen Szenen.

    Chancen/Risiken:

    Szenario 1: Man hat den modernen Torwart mit Perspektive. Allerdings dürfte ein (vermutlich) deutlich höher entlohnter Schäfer auf der Bank über 2 Jahre ein Problem werden.

    Szenario 2: Spätestens nach den ersten Fehlern kommen die Schäfer-Befürworter aus der Deckung. Prangern die Unsicherheiten an, schieben fehlende Ergebnisse oder Instabilitäten der Defensive dem unerfahrenen Torwart zu. Alte Torwart-Ikonen melden sich in den Medien, die nicht verstehen, warum man einen erfahrenen und verdienten Torwart so absägt. Fans prangern aus gleichen Gründen ein erneutes Versagen in Sachen “Stil” und “Umgang mit verdienten Spielern an”. Das Verhältnis zwischen Rapha und Hecking wäre gestört, ein Rücktausch käme einem Schuldeingeständnis gleich. In der Mannschaft würden sich möglicherweise Lager pro/contra bilden.

    Szenario 3: Wie Szenario 2. Müsste Rakovsky wegen eklatanter Formschwäche ausgetauscht werden, wäre er wohl “verbrannt”.

    Fazit: In Abwägung von Chancen und Risiken würde ich nicht auf die eine Karte setzen und einen unerfahrenen Keeper reinwerfen und den etablierten und in der Mannschaft anerkannten Stammtorwart absägen, nur weil die Chance besteht, dass er vielleicht besser ist. Wohlgemerkt vor dem Hintergrund, dass die Ergebnisse mit Schäfer immer gepasst haben (Pokalsieg, nie ein Abstieg). Viel eher würde ich Schäfer mein Vertrauen aussprechen und damit auch Rakovsky signalisieren, dass auch eher später dieses Vertrauen bekommen wird, wenn seine Zeit kommt. Merkt man dann in den nächsten Monaten, dass Schäfer schwächelt und Rakovsky drückt, während die Defensive sich stabilisiert, täuscht man in Absprache mit Schäfer kleinere Blessuren vor und gibt ohne großes Tamtam dem jungen Keeper die Chance sich zu präsentieren. Zum Saisonende dann mimt man die große Geste und übergibt an den Nachfolger – oder: Man hat die Option, das ganze noch ein weiteres Jahr so zu spielen, ohne das einer sich dabei was abbricht.

    So könnte man es “sanft” und risikoarm vollziehen. Wenn die nörgelnden Fans vorher nicht alles durcheinanderbringen … :-P

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  42. Optimist sagt:

    Alexander | Clubfans United, ich glaube, es täte nicht gut, ohne Not zu wechseln und einen idealen Zeitpunkt gibt es da nicht. Außer Szenario 4:

    Aus äußeren Gründen ist man gezwungen zu wechseln (Sperre oder Verletzung von Rapha). Sollte dann Rakowsky tatsächlich einschlagen wie eine Bombe, könnte man das tatsächlich zum Anlass nehmen, die Wachablösung einzuleiten. Vielleicht auch sanft unter Vorschub entsprechender Blessuren.

    Allerdings würde da nach meinem Empfinden 1 Spiel Pause nicht ausreichen, es müssten schon mehrere Spiele sein….

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  43. Kugelblitz sagt:

    Beate60,

    Natürlich macht es keinen Sinn auf der Torhüterposition zu experimentieren, solange die IV nicht steht und eingespielt ist. Ich hatte schon ganz bewusst den Zeitraum in Jahren angegeben.

    Im Übrigen stimmt es einfach nicht, dass kein Verein auf der Torhüterposition experimentiert. Gerade in letzter Zeit, ist dies sogar sehr häufig vorgekommen:
    H96 (Zieler), Freiburg (Baumannn), Frankfurt (Fährmann), Kaiserslautern (Trapp) und Mönchengladbach (ter Stegen) haben alle den Schritt hin zum jungen Ersatztorhüter gewagt, ohne dass sie durch Verletzungen dazu gezwungen wurden.

    Das Argument der Erfahrung kontere ich mit der Ausbildung. Es gibt doch einen Grund, warum aktuell auf allen Positionen so viele junge Spieler hervorstechen und Stammplätze von erfahreneren Spielern ergattern. Die Ausbildung von Fußballspielern ist derart professionalisiert worden, dass sie – freilich auf Kosten der Kreativität – Spielerfahrung locker wett macht.

    Es ist natürlich gut, dass Rakovsky in der U23 Erfahrungen sammeln kann, aber echte Bundesligaerfahrung bekommt man eben auch nur in der Bundesliga.
    Der Schritt hin zu einem anderen Torhüter steht so oder so innerhalb von 5 Jahren an, da Schäfer mittlerweile 33 ist. Da bevorzuge ich eben ein sanftes Modell, in der vor allem Schäfer seinen jungen Nachfolger in wenigen Jahren “einarbeitet” und dann noch 2-3 Jahre als Backup und Mentor auf der Bank bleibt.

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  44. Beate60 sagt:

    Kugelblitz,

    Meines Wissens hatten die genannten Vereine vorher ziemlich viele Gegentore, grade bei Gladbach war es wohl ein Geniestreich von Favre mit einem Torwartwechsel die lang vermisste Sicherheit der Hintermannschaft zu kreiieren. Wenn wir zur Schießbude der Liga unter Schäfer mutieren würden (was ich nicht befürchte) gäb es doch gar keine Diskussion.
    Und bei den genannten Vereinen war es eben auch nicht so, daß die Jungen da mal ab und an ein paar Spiele Spielpraxis bekamen, sondern reingeworfen wurden und sich dann bewähren konnten.
    Ansonsten bin ich mit deinem Zeitplan ja voll d´áccord.

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  45. BSE08 sagt:

    Beate60:
    Alexander | Clubfans United,

    Wobei der Mißstand bei Schäfer ein subjektiv wahrgenommener ist., zumindest was die Bedeutung der Schwächen Schäfers bei der Starfraumbeherrschung betrifft, denn letztlich war der Glubb mit Schäfer doch ziemlich erfolgreich und ist nie abgestiegen.

    Ich kann es mir jetzt nicht verkneifen: Das ist m.E. doch eine ausgesprochen schwache Argumentation. Das ist subjektive Sichtweise pur.

    Wir hatten mal den besten Torhüter Deutschlands und sind abgestiegen. Wenn eine Mannschaft absteigt, dann muß auf jeden Fall einiges zusammenkommen. Ein schlechter Torwart macht noch lange keinen Abstieg und ein guter Torwart garantiert noch lange keinen Klassenerhalt.

    Es ist im Fußball schwer, objektive Fakten zu sammeln, weil in diesem Spiel generell der Zufall eine so große Rolle spielt. xxandl hat es versucht, aber wie er selbst zugibt, hält sich die Aussagekraft bzgl. Rakovsky in Grenzen. Letztlich kann man sich nur an die Noten halten, die Schäfer von der Fachpresse bekommt.

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  46. BSE08: Ich kann es mir jetzt nicht verkneifen: Das ist m.E. doch eine ausgesprochen schwache Argumentation. Das ist subjektive Sichtweise pur.

    Hm. Weiß nun nicht, warum das nun mehr oder minder subjektiv ist. Das sind vielleicht “schwache” Fakten, aber doch einfach schlicht “Fakten”. Insoweit sicher nicht subjektiv, sondern höchst objektiv. Inwieweit man die bewertet, das ist subjektiv, keine Frage.
    Ich glaube es gibt zudem viele in Nürnberg, die unterschreiben würden wenn ich die These aufstelle: “Mit Schäfer im Tor wären wir 2008 nicht abgestiegen.” – Weil Schäfer so toll ist? Das nicht zwingend. Aber ohne die Baustelle im Tor hätte die Mannschaft vielleicht andere Baustellen besser im Griff gehabt. Womit wir im Übrigen wieder bei der “Rakovsky jetzt?”-Frage wären und letztendlich meine These unterstützt: Manchmal kommt es eben nicht auf die individuellen Fähigkeiten an, sondern auf das Ganze im Mannschaftssport.

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  47. Woschdsubbn sagt:

    Hör mir mit den Fachpressenoten auf: Siehe weiter oben die “Rangliste des deutschen Fußballs”, ein Witz. Das sind doch auch nur Sammlungen subjektiver Eindrücke. Nur halt von anderen Personen genannt Journalisten. Vor allem dann Noten mit zwei Nachkommastellen zu vergeben. Woher sollen denn solche Nuancen kommen!?

    Nehmt doch mal als Gegenbeispiel die Castrol-Liste. Da vergeht einem Hören und Sehen, was diese hauptsächlich auf Computerdaten basierte Liste an Ergebnissen ausspuckt. Die deutsche N11 hätte völlig und überraschend anders ausgesehen.

    Aber auch die ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß.

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  48. Woschdsubbn sagt:

    So, ich hab da gleichmal nachgeschaut:
    Im Castrol Ranking ist Raffa Schäfer von 31 dort verzeichneten, deutschen Torhütern auf “Rang 11″, vor z.B. Kraft, Wiese oder Rensing.

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  49. xxandl sagt:

    Beim Vergleich mit Blazek wirds jetzt interessant, vorallem in Verbindung mit den Aussagen über Schäfer. Frei nach Dieter Hecking: Zeigt mir drei Tore die rein auf Blazeks Kappe gehen.

    Nicht die Fehler von Blazek haben uns Absteigen lassen (gut, aus dem UEFA-cup hat uns einer davon geworfen), keine Führungsschwäche, kein mangelndes Dirigieren, nein, schlicht und einfach seine veraltete Spielauffassung, die mit dem Meyer’schen Spielverständnis überhaupt nicht übereinstimmte.

    Jetzt sind wir aber an einem Punkt, an dem Schäfers veraltete Spielweise zu einem Sicherheitsrisiko wird, weil sich der Gegner auf seine Unzulänglichkeiten verlassen kann. Gegen den Club ist eine Flanke an den 5er das gefährlichste was du machen kannst, weil du entweder zum Kopfball kommst, den Ball zentral vor dem 16er auf den Fuß gefaustet bekommst oder im schlimmsten Fall ein IV zur Ecke klären kann.

    Jeder, der sich also der These “Mit Schäfer wären wir nicht abgestiegen.” anschließt, gesteht ein, dass die Art des Torwartspiels entscheidend über Sieg oder Niederlage sein kann, und dementsprechend dem moderneren Torhüter der Vorzug zu geben wäre.

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  50. Woschdsubbn:
    Hör mir mit den Fachpressenoten auf: Siehe weiter oben die “Rangliste des deutschen Fußballs”, ein Witz. Das sind doch auch nur Sammlungen subjektiver Eindrücke. Nur halt von anderen Personen genannt Journalisten. Vor allem dann Noten mit zwei Nachkommastellen zu vergeben. Woher sollen denn solche Nuancen kommen!?

    Nehmt doch mal als Gegenbeispiel die Castrol-Liste. Da vergeht einem Hören und Sehen, was diese hauptsächlich auf Computerdaten basierte Liste an Ergebnissen ausspuckt. Die deutsche N11 hätte völlig und überraschend anders ausgesehen.

    Aber auch die ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß.

    Vor allem wenn man mal mitbekommt, wie so Spieltags-Noten bisweilen entstehen …

    Und der kicker ist gemeinhin im Verdacht, Tore und Karten zu sehr in die Gewichtung einzubeziehen. Ein Stürmer kann grottenschlecht gewesen sein, ein spätes Abstaubertor kaschiert da so manches. Auch sind Torhüter fast immer besser im Notenschnitt gegenüber Feldspielern, warum auch immer.

    Ich finde Noten nicht uninteressant, aber man muss sie schon relativ sehen. Und um eine faire sportliche Benotung zu erhalten fehlt sowieso die alles entscheidende Komponente: Das Wissen um die Aufgabe! Das habe ich als Jugendfußballbeobachter ausgiebig erleben dürfen: Da feiern die Eltern den Sohnemann, während der Trainer sauer ist und umgekehrt. Warum? Weil der Junge zwar auffällig spielte, nur eben nicht das, was der Trainer von ihm wollte. Dieses Wissen um die Aufgabe des Spielers wäre doch ein entscheidender Punkt in der Bewertung. Soll der Stürmer nach hinten arbeiten? Oder vorne lauern? Soll der Torwart das Spiel immer schnell machen? Oder doch erstmal beruhigen? Soll der Innenverteidiger der langen Pass spielen? Oder stets den Sicherheitspass zum Spielmacher nehmen?

    Ich kann mir gut vorstellen, wie so manches mal der Trainer den Kopf schüttelt, weil seine Spieler in der Presse gefeiert werden, obwohl sie sich über seine Anweisungen komplett hinweggesetzt haben. Erinnere mich noch an ein entsprechendes Interview mal von Stani in Hoffenheim: Riesenjubel der Medien und Stani war sauer, weil die Spieler einfach verhalten haben wie antiautoritär erzogene Kids und vom Erfolg auch noch sich berauschen ließen. So gewinnst du dann vielleicht mal ein Spiel, hast aber langfristig keine Basis.

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  51. xxandl: Jeder, der sich also der These “Mit Schäfer wären wir nicht abgestiegen.” anschließt, gesteht ein, dass die Art des Torwartspiels entscheidend über Sieg oder Niederlage sein kann, und dementsprechend dem moderneren Torhüter der Vorzug zu geben wäre.

    Das wäre mir ein Versuch, es zu brachial auf einen Nenner kriegen zu wollen.

    Wie bereits mal formuliert: Ich glaube der Trainer stimmt sein Gesamtpaket auf sein vorhandenes Material ab. Bsp.: 4-4-2 – Wie Hecking bei uns im Interview erläuterte, gefiel ihm die Idee dieses Systems gut, es klappte nur in der Praxis nicht, weil Simons/Balitsch es nicht mit Leben befüllen konnten. Die gleichen Spieler standen in einem anderen System aber als Faktor für Stabilität und Erfolg. Genau so sehe ich es mit Schäfer: Hecking hat seine Defensive so abgestimmt, dass sie zusammen mit Schäfer funktioniert. Und deswegen auch 2008: Im Jahr des Pokalsiegs waren das ja wahrlich keine rauschenden Feste – vor allem die Defensive stand und es gab viele Remis. Ein Faktor dabei: Schäfer. Und als Schäfer ging stimmte die Balance nicht mehr. Das lag auch nicht allein an Blazek – dem, wie Meyer immer betont, erst Recht kaum ein echter Fehler nachzuweisen ist, da bot er sogar an mal einen gemeinsamen Videonachmittag zu machen. Blazek hatte ganz andere Probleme, darunter privater Natur im Zusammenhang mit seinem Kind. Das führte u.a. dazu, dass der sonst souveräne Keeper unsicher wurde – die Sprachbarriere kam dazu. Und! Blazek wurde von den Rängen doch fast “fertig gemacht”. Und da wären wir wieder beim Thema: Wie sich Fans selbst ein Ei legen können, indem man eigene Spieler demontiert …

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  52. BSE08 sagt:

    Alexander | Clubfans United,

    Fakten sind aber nur etwas wert, wenn ich daraus Schlußfolgerungen ziehen kann.
    Ich kann auch sagen, als Dieter Nüssing zum Club kam, stieg der Verein prompt als amtierender Deutscher Meister ab und war danach mit diesem Spieler neun Jahre zweitklassig. Aber kaum war Nüssing weg, stieg der Club wieder auf. Das sind auch Fakten.

    Daß Du jede Menge Clubfans finden würdest, die “Mit Schäfer im Tor wären wir 2008 nicht abgestiegen.” unterschreiben würden, glaube ich Dir aufs Wort. Aber was heißt das schon? Wie gesagt – wir hatten schon mal einen Torhüter, der zu den Besten der Welt zählte – und das hat uns trotzdem nichts geholfen.

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  53. Optimist sagt:

    BSE08: Daß Du jede Menge Clubfans finden würdest, die “Mit Schäfer im Tor wären wir 2008 nicht abgestiegen.” unterschreiben würden, glaube ich Dir aufs Wort.

    ich würde das, ja. Nicht weil Schäfer so überragend ist oder Blazek so schlecht, sondern einfach, weil die Abwehr eingespielt war (zusammen mit Schalke die beste Defensive der Liga in jener Saison) und der Wechsel dazu führte, dass sie eine der schlechtesten in der Folgesaison wurde, ohne dass das Personal ansonsten wesentlich geändert wurde. Natürlich spielte da aber auch die lange Verletzung von Pino und das Fehlen eines adäquaten Ersatzes (zweiter Faktor für mich) eine wichtige Rolle.

    Ich habe damals schon kritisiert, man hätte Schäfer zumindest durch den gleichen/ähnlichen Torwart-Typ ersetzen und vielleicht mehr Wert auf Verständigungsfähigkeit legen müssen. Naja, ist gegessen ;-)

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  54. Woschdsubbn sagt:

    Natürlich ist jetzt Didavi in der Rangliste der besten OM Spieler in der Rückrunde dabei. Obwohl er nur die zehn letzten Spiele in der Rückrunde seit der Mainz Auswärtsniederlage wirklich gut war, aber auch dazwischen waren einige weniger gute Spiele von ihm dabei. Wer nimmt den sowas noch ernst, außer yyandl?

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  55. xxandl sagt:

    Süppchen, ich habe nie gesagt, dass mir die Ranglisten zusagen, aber sie stimmen mit ihrer Benotung überein. Was ich von Didavi halte habe ich oft genug kundgemacht, und habe hier verbal einiges an Prügel einstecken müssen.

    Wenn ich dann aber bei deinem Castrol-Ranking Arjen Robben als 6.besten Spieler Europas der letzten Saison sehe, dann muss ich sagen, dass ich das noch viel weniger nachvollziehen kann.

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  56. Rob sagt:

    xxandl,

    Also nee, aus 2 Spielen eine Statistik gewinnen wollen. Da kraults jedem Statistiker die Zehennägel hoch. Es reicht mir schon, wenn Dres der Medizin ihre Null-Ahnung von Mathe an die Wand hängen (wo ich sie dann während der Wartezeit lesen kann).

    Wenn Kritik, dann bitte fundiert. Man glaube nur der Statistik, die man selbst gefälscht hat? (Der Satz stammt übrigens nicht von Curchill sondern wurde ihm in den Mund gelegt – von Goebbels. Da passt er besser hin. (wobei ich hier niemanden weder mit dem einen noch dem anderen vergleichen wollte – nur zur Sicherheit))

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  57. Johnny Vegas sagt:

    noch mal was zu Raphael Schäfer …

    Heute ist ein Interview mit ihm bei bild.de zu finden. Hier ein Auszug:

    BILD: Wird’s in der Liga ein paar mehr Siege geben als vorige Saison?

    Schäfer: „Warum?“

    BILD: Weil die Mannschaft verstärkt wurde.

    Schäfer: „Wurde sie das? Wir haben sicher gute Spieler geholt. Doch wir haben auch wichtige Akteure verloren.“

    BILD: Also wird’s nichts mit dem nächsten Schritt?

    Schäfer: „Besser wird man, wenn man die Top-Elf hält und dann gezielt verstärkt. Bei uns geht das Ganze wieder von vorne los.“

    Hmmmm …
    vielleicht täusche ich mich ja, aber irgendwie entnehme ich diesen Worten, dass RS nicht wirklich mit den getätigten Transfers zufrieden ist.
    Kann mich ja täuschen aber so fühlt es sich für mich an.

    allerdings sagt RS auch:

    BILD: Ein Problem für Sie?

    Schäfer: „Nein. Das ist der Weg, für den sich der FCN entschieden hat. Und ich habe mich für den FCN entschieden, also folge ich diesem Weg.“

    Aber 100%ig überzeugt scheint er mir nicht wirklich zu sein. Wie soll er das denn auch?

    Von den kolportierten 7 Mio für Wollscheid wurden nur 2 Mio wieder in die Mannschaft reinvestiert.

    A weng weng wie mir scheint. Wozu wird der Rest der Kohle benutzt? Müssen wieder irgendwelche Löcher gestopft werden?

    Ich hoffe nur, dass wir in ein paar Wochen nicht lesen müssen, dass uns das Wasser mal wieder bis zum Hals steht. Beim Club weiss man ja nie?!
    Vielleicht hält man die Kohle zurück, weil es grössere Probleme bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor gibt als nach aussen kommuniziert. Eigentlich sollten wir laut Woy doch im Juli den neuen Hauptsponsor präsentiert bekommen. Aber momentan gibt es ja nicht mal Gerüchte …

    Habt ihr da irgendwelche Einschätzungen dazu?

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  58. belschanov sagt:

    Habe mir das Interview mit Schäfer mal durchgelesen. Seine Antworten klingen wenig zuversichtlich, um nicht zu sagen frustriert.

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  59. Johnny Vegas sagt:

    belschanov:
    Habe mir das Interview mit Schäfer mal durchgelesen. Seine Antworten klingen wenig zuversichtlich, um nicht zu sagen frustriert.

    YEP den Eindruck habe ich auch, aber das hast ja insbesondere, dass er der neuen IV nicht viel zutraut, denn die offensiven Abgänge wurden ja einigermaßen kompensiert …

    also wenn RS schon seine Zweifel haben sollte …
    Oh weh. Oh weh.

    Aber vielleicht interpretieren ja zu viel zwischen den Zeilen.

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  60. Optimist sagt:

    Ihr dürft bei allem nicht vergessen WER das Interview veröffentlicht hat. Da ist womöglich eine Färbung drin, die Rapha so gar nicht gemeint hat. Allerdings traue ich da vielleicht dem Boulevard zu viel Subtilität zu, denn eigentlich hätte man dann auf den Antworten herumreiten müssen….

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  61. Optimist sagt:

    Übrigens könnte ich mir gut vorstellen, dass eine gewisse Frustration auch daraus entsteht, wie er in letzter Zeit kritisiert bzw. eingeschätzt wurde und dass er erkennt, dass nun erstmals eine ernst zu nehmende Konkurrenz seine Position gefährdet….

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  62. Armin sagt:

    Ich finde man sollte in solche Interviews nicht zuviel hineininterpretieren.

    Natürlich ist ein Spieler erst mal enttäuscht, wenn aus der Stammelf zwei, drei wichtige Spieler abgegeben werden und dann nicht der ganze Transferbetrag wieder in die Mannschaft investiert wird. Jeder Spieler wünscht sich erst mal eine sportlich konkurrenzfähige Mannschaft und die Möglichkeit um Titel zu spielen. Warum sollte das bei Raphael anders sein?

    Auf der anderen Seite gibt es aber auch den realistischen Blick und da ist Schäfer natürlich schon klar, dass es für Nürnberg kaum einen anderen Weg geben kann als den aktuellen. Ein klein wenig froh ist er vielleicht auch, dass in unserem Kader nicht nur Spitzenspieler Platz haben, sonst wäre sein Platz ja auch gefährdet ;-).

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  63. Juwe sagt:

    Ich denke es liegt in der Natur der Sache, dass Schäfer von uns allen hier die fundiertesten Einblicke hat, von daher gibt es schon zu denken. Vielleicht sollte er sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen oder Forderungen formulieren oder die ihm als solche ausgelegt werden können, denn das ist bei der sportlichen Leitung nicht gerne gesehen und solche Spieler sind dann auch schnell mal weg. Ich finde die Transferpolitik auch allenfalls genügend oder ausreichend, aber ein Kracher, wie noch bei Verkündung des Wollscheid Wechsels angesagt, ist in meinen Augen nicht dabei. Konsolidierung schön und gut aber das eigentliche Kapital ist die Mannschaft, zudem wir uns neuerdings auch noch in einem fränkischen Wettbewerb befinden, der man nicht von der Hand weisen kann.

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  64. Juwe: Ich finde die Transferpolitik auch allenfalls genügend oder ausreichend, aber ein Kracher, wie noch bei Verkündung des Wollscheid Wechsels angesagt, ist in meinen Augen nicht dabei.

    Das immer so ne gute Frage, wo denn ein Kracher beginnt. Rein von der Historie haben wir zwei “Top 10″ Transfers gemacht
    http://www.transfermark...rrekorde/verein_4.html
    und unseren Kader-Marktwert gleichzeit um 7,25 Mio. gesteigert.

    Was das am Platz “wert” sein wird, wird sich zeigen.

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  65. Ach ja. Ich fand Schäfers Aussagen (boulevard-bereinigt) nicht so bedenklich wie mancher sie wohl sieht. Er mahnt am Ende halt nur an, dass man realistisch bleiben muss und keine zu großen Erwartungen hat – sprich: Klassenerhalt ist und bleibt das Ziel. Und da ist er ja absolut konform mit dem Trainer, Manager und auch den meisten Clubfans.

    Vielleicht hatte er gerade was mitbekommen, dass manche schon wieder von der EL träumen und Kiyotake schon als neuen Buli-Star sehen. Wer weiß …

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  66. Juwe sagt:

    Ich würde mir mal wieder eine gute Hinrunde wünschen, um dann in der Rückrunde wieder befreiter aufspielen zu können und sehen was dann dabei raus kommt, nicht wieder das Loch zur Winterpause. Zudem sind es nach den großen Wettbewerben wie EM und WM ja meistens kuriose Saisonverläufe, vielleicht kann man auch davon wieder profitieren.

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  67. Beate60 sagt:

    Naja warnendes Beispiel z.B. Eintracht Frankfurt: erst gute Hinrunde unddann Abstieg. Lieber in einem Bereich wo allen klar ist, wir können uns nicht beruhigt zurücklehnen. Dabei ein paar schöne Spiele mit tollen Heimspielsiegen.

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  68. Armin sagt:

    Bericht aus Ulm, in der online-Ausgabe der Nürnberger Zeitung kann man das lesen:

    Zunächst hatte Club-Kapitän Raphael Schäfer mit einem Lapsus den Ulmer Führungstreffer eingeleitet. Der Keeper konnte einen nicht besonders platziert getretenen Freistoß nicht festhalten, der Ball sprang von seiner Brust direkt vor die Füße von David Braig, der per Beinschuss aus zwei Metern abstaubte (4.). Auch danach hinterließ der Club im Donaustadion einen behäbigen Eindruck und leistete sich einen weiteren kapitalen Fehler: Rechtsverteidiger Markus Feulner holte im Strafraum Yannick Agro von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Florian Treske sicher zum 2:0 (25.).

    Das klingt erst mal nicht so schön, vielleicht hat die Mannschaft Ulm unterschätzt? Aber ein solcher Fehler sollte Schäfer auch in einem Testspiel nicht passieren, das gibt wieder Wasser auf die Mühlen der Schäfer-Kritiker und auch nicht ganz zu unrecht.

    Feulner scheint sich da auch nicht mit Ruhm bekleckert zu haben.

    Immerhin Mak an zwei Toren beteiligt, einmal Vorarbeit, einmal trifft er selbst nach Pass von Esswein. Allerdings hatte Mak auch letztes Jahr schon eine gute Form in der Vorbereitung und dann konnte er die Klasse in der Liga nicht zeigen.

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  69. Optimist sagt:

    Armin: Allerdings hatte Mak auch letztes Jahr schon eine gute Form in der Vorbereitung und dann konnte er die Klasse in der Liga nicht zeigen.

    Lag auch an einer leichten Verletzung, die er fast genau zum Saisonstart bekommen hatte. Danach kam er erst mal nicht wieder auf die Beine bzw. hat seine gute Form verloren. Also z.T. auch bleed gloffm….

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  70. Juwe sagt:

    Nachdem Nilson schon wieder beginnt zu kränkeln, das derzeitige defensiv Personal wird so nicht für die neue Bundesliga Saison ausreichen.In der Innenverteidigung ist in meinen Augen nach wie vor dringensder Handlungsbeadarf. Aber der Markt ist nicht einfach derzeit, selbst Veh in Frankfurt schreit laut nach 2 neuen Innenverteidigern und 2 Tore fangen bei einem Regionalliga Aufsteiger? … Nicht überbwerten aber auch keine guten Vorzeichen.

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  71. Johnny Vegas sagt:

    Juwe:
    Nachdem Nilson schon wieder beginnt zu kränkeln, das derzeitige defensiv Personal wird so nicht für die neue Bundesliga Saison ausreichen.

    Juwe,

    ich habe mir bewußt verboten erneut die Personalie Nilsson nach “muskulären Problemen” anzusprechen. Vielen Dank, dass du das nun übernommen hast.

    Wenn das nicht die Vorboten der ständig gleichen Geschichte des Herrn Nilsson sind …

    Ich verstehe das Management an dieser Stelle leider überhaupt nicht. Jetzt soll wohl Kamavuaka den fehlenden IV geben, wie man zwischen den Zeilen des Berichtes in der AZ entnehmen kann.

    Nun ja, wünschen wir Pelle Nilsson, dass seine Probleme nicht zu groß sind und er (wider Erwarten) vielleicht doch mal ein paar Spiele durchhält.

    Ihm würde ich es wünschen. Auf ihn als fixen Bestandteil der IV zu setzen halte ich nach wie vor gelinde gesagt für leichtsinnig.

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  72. Juwe: selbst Veh in Frankfurt schreit laut nach 2 neuen Innenverteidigern

    Das Beispiel Frankfurt ist imho nicht passend. Im Vergleich zur Eintracht haben wir aktuell “Luxusprobleme”, denn die haben mit Butscher nur noch 1 (einen) Innenverteidiger, dazu einen verletzten Amedick und mal nonchalant einen Schildenfeld gerade noch verkloppt. Dass Veh da aufschreit wundert wenig. Wir haben einen Neuzugang, einen mit ersten BuLi-Erfahrungen, einen “möglicherweise” Verletzten, bei dem sich die Sorgen aber eher aus Vorahnungen speisen, und ein Talent plus Simons und Pinola, die beide innen spielen können.

    Aber keine Frage: Sollte Nilsson wieder verletzt werden/sein, wird man beim Club wohl sofort handeln müssen. Allein die Suche wird nicht einfacher werden … Oder um auf das Beispiel Eintracht zurückzukommen: Da wird ein Dorin Goian gehandelt – 31 Jahre, Rumäne, der sich in Palermo nicht durchsetzen konnte, geschätzt 1,5 bis 2,5 Mio. Ablöse. Da will ich dann mal die Clubfans hören (“alt”, “taugt nix”, “kennt BuLi nicht”, “zu teuer”, …)

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  73. Juwe sagt:

    Alexander | Clubfans United: und ein Talent plus Simons und Pinola, die beide innen spielen können.

    Ich glaube, wenn wir dann mit den Umstellungen und solchen Notlösungen spielen, stecken wir in dem Dilemma wieder mittendrin, daß wir dieses Jahr in der 2. Hälfte der Hinrunde bereits hatten, eine nicht eingespielte Abwehr und Umstellungen, bei der eine die anderen nach sich zieht. Ich finde man muß nicht sehenden Auges genauso wieder rein rennen, das Risiko ist doch augenscheinlich relativ hoch.
    Was ist, wenn Antonio sich verletzt? Man muß den Teufel zwar nicht an die Wand malen, aber man braucht doch Optionen. Soll man denn beten, dass zumindest Nilsons Muskel und die Achillessehne durchhalten, damit er dann wenigstens auflaufen kann als gelernter IV?
    Wir definieren uns über die Defensive, weil wir uns einen 20 Tore Stürmer nie leisten können, aber genau da ist es mir nach wie vor zu dünne.

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  74. Juwe: Ich glaube, wenn wir dann mit den Umstellungen und solchen Notlösungen spielen, stecken wir in dem Dilemma wieder mittendrin, daß wir dieses Jahr in der 2. Hälfte der Hinrunde bereits hatten, eine nicht eingespielte Abwehr und Umstellungen, bei der eine die anderen nach sich zieht. Ich finde man muß nicht sehenden Auges genauso wieder rein rennen, das Risiko ist doch augenscheinlich relativ hoch.
    Was ist, wenn Antonio sich verletzt? Man muß den Teufel zwar nicht an die Wand malen, aber man braucht doch Optionen. Soll man denn beten, dass zumindest Nilsons Muskel und die Achillessehne durchhalten, damit er dann wenigstens auflaufen kann als gelernter IV?

    Ich denke jetzt einfach mal laut: Stelle man sich vor, Hecking sieht sehenden Auges ein ganz anderes Problem namens Hlousek. Der wird zum Winter wohl wieder fit sein und DH hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er von ihm als LV sehr angetan ist. Dann hat man ein Problem namens Pinola, der man nicht draußen lassen kann. Mögliche Lösung? Pinola UND Hlousek nebeneinander. Oder Simons. Wir haben auf der Position des defensiven Mittelfelds (“6er”) ein Überangebot, zudem hat auch DH schon mal zum Ausdruck gebracht, dass er gern auch mal mit 2 Spitzen stürmen möchte, dann aber die 6er mit Spielern besetzen muss, die auch Offensivqualitäten haben. Mögliche Lösung? Simons als IV.

    Was ich damit andeuten will… Es gibt vielleicht durchaus Überlegungen, die sich uns nicht aufdrängen, die aber für die sportliche Leitung dagegen sprechen, den Kader an der Stelle noch nachzurüsten, um dann noch einen Spieler im Team zu haben, der um einen Platz kämpft, der aber entweder von Arrivierten beansprucht wird oder auch Talenten eine Chance bieten soll.

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  75. Johnny Vegas sagt:

    Juwe:
    Wir definieren uns über die Defensive, weil wir uns einen 20 Tore Stürmer nie leisten können, aber genau da ist es mir nach wie vor zu dünne.

    100.000 Prozent Zustimmung!

    Wenn bei uns die IV nicht funktioniert geht die Reise schneller nach unten als alle glauben!
    Selbst ein fitter Nilsson, den wir in mittlerweilen über 2 Jahren nie oder nur ganz kurz gesehen haben, konnte sich weder bei Hoffenheim noch beim Club im Kampf um einen Stammplatz durchsetzen …
    jetzt zu hoffen, dass seine ständigen Verletzungen sich plötzlich bessern und dann alles gut wird. Leichtsinnig bzw. fahrlässig.
    naja in diesem Punkt stehen sich halt auch hier die Fraktionen unvereinbar gegenüber.

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  76. Armin sagt:

    Natürlich birgt die personelleSituation bei den IVs ein Problem, nur wie reagieren? Jemanden holen mit der sportlichen Qualität für einen Stammplatz? Das ist sehr teuer und birgt die Gefahr, dass wir dann Unruhe in die Mannschaft bekommen, wenn am Ende doch keiner verletzt ist. Ein Talent holen? Da haben wir schon 2. Ich denke man wird das zweite Trainingslager noch abwarten, dann erst kann man sagen ob es reicht oder personell nachgerüstet werden muss.

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  77. xxandl sagt:

    Wir haben ein Überangebot im defensiven Mittelfeld? Wir haben einen bald 36-Jährigen, der in der letzten Saison nicht mehr ganz das zeigen konnte, was er noch in seiner ersten Saison bei uns gezeigt hat, wir haben Balitsch, der für mich auch in den Spielformen mit nur einem 6er gesetzt ist, wir haben Cohen, der spielerisch viel zu beschränkt ist um Stammspieler zu werden, wir haben Feulner, der eigentlich nicht auf die Position gehört und viel zu ungestüm im Defensivzweikampf ist, wir haben Kamavuaka, der bislang nicht einmal in der zweiten Mannschaft aufzeigen konnte und sogar gegen Ulm einer der schlechtesten am Platz war und die haben Klement und Gärtner, die eher als 8er einzustufen sind und keine Minute Bundesliga gespielt haben.

    Unterm Strich bleibt für mich: Sollte Balitsch ausfallen und Simons seine Leistung nicht mehr im nötigen Ausmaß bringen können, haben wir ein massives Problem auf dieser Position, weil wir nur zweitklassige Alternativen oder blutjunge Talente haben.

    Pinola in der IV mag zu Zweitligazeiten funktioniert haben, in der Bundesliga wird mir bei der Vison, in Kombination mit einem Torhüter Schäfer, angst und bange. Simons halte ich, in Kombination mit Antonio/Nilsson für zu hüftsteif um eine echte Alternative darzustellen.

    Das DM ist genauso ein Problemfeld wie es die IV ist, daher hätte ich es mir eben gewünscht einen polyvalenten Spieler zu holen, der beide Positionen spielen kann und die Position modern ausfüllen/ausleben kann. (Mein oftgenannter Vorschlag: Hoffmann aus Duisburg)

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  78. belschanov sagt:

    Glaubt man der Aufstellung, die die NZ für die zweite Halbzeit des Spiels in Ulm anführt, hat Frantz neben Cohen im defensiven Mittelfeld gespielt. (Nur so als Anmerkung.)

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  79. xxandl sagt:

    Frantz hat auch bei seinen letzten Bundesliga-Einsätzen zentral gespielt, aber was dort zu sehen war hat mir überhaupt nicht gefallen. Dort war er sicherlich noch nicht in Topform, aber ich generell finde ich seine Spielweise zu riskant um ihn auf einer zentralen, defensiven Position einzusetzen.

    Nilsson und Frantz beziehe ich aber ohnehin in keine ernsthafte Planung mit ein, das lehrt die Vergangenheit.

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  80. Simons, Balitsch, Cohen, Feulner (!) als etablierte Bundesligaspieler, dazu Kamavuaka, Gärtner, Klement, Frantz als Optionen oder Talente. Wie viel braucht man denn noch auf der Position? Mal die persönlichen Ressentiments gegen einzelne Spieler und ihre Leistungsfähigkeit außen vor (am Ende sollte DH ja überzeugt sein und nicht 62 % der Fans in einer Umfrage).

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  81. xxandl sagt:

    Quantitav beeindruckend, qualitativ ist hinter Simons und Balitsch aber ein ordentliches Loch. Überbesetzt ist in dem Fall maximal der Mannschaftsbus, aber nicht die Position.

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  82. xxandl, sorry, aber das sind genau solche abschätzigen Werturteile, die mir nicht schmecken. Vor allem nicht von den eigenen Fans.

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  83. xxandl sagt:

    Gut, dann sag mir bitte bei welchem Erstligisten Cohen und Feulner in der ersten Elf stehen würden. Düsseldorf würde mir einfallen, und die sehe ich als Fixabsteiger an.

    Wir haben jetzt ein (bzw. zwei) Jahr(e) Zeit gehabt um uns von der Leistungsfähigkeit Beider zu überzeugen, und das gezeigte war dürftig. Feulner mag auf verschiedensten Positionen einsetzbar sein, überzeugt hat er aber genau in einem Spiel, und das gegen drittklassigen Gegner. Der wurde den an ihn gestellten Erwartungen nicht im geringsten gerecht, und scheint seine größte Stärke aus Mainzer-Zeiten, seine Standards, vollständig verloren zu haben.

    Cohen hingegen ist für manche Spiele wertvoll, ganz allgemein aber viel zu limitiert und spielt für seine Position viel zu viele Fehlpässe. Gerade wenn man in der neuen Saison viel über Ballbesitz und stärkerem Offensivdrang machen will, ist so ein Spielertyp Gift für das System.

    Wie gesagt, lass Simons und Balitsch ausfallen, und wir werden alle sehen wir überbesetzt diese Position wirklich ist.

    Und eines muss ich ganz klar sagen: Meine Aufgabe als Fan ist es sicherlich nicht jeden ganz toll zu finden, der sich das weinrote Trikot überstreift.

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  84. Scramjet sagt:

    xxandl:

    Jetzt muss ich schon mal ne dumme Frage stellen:
    Du machst hier ein riesiges Fass auf, wegen allen möglichen Szenarien, die passieren könnten, aber der Heilsbringer soll ein 19jähriger mit der Erfahrung von etwa einer halben Zweitligasaison sein?

    Hoffmann wäre auch nur eine Wundertüte, wo keiner sagen kann, wie er sich in der ersten Liga machen würde, und man nur drauf hoffen kann, dass er einschlagen wird.
    Genauso wie man eben drauf hoffen muss, dass sich ein Simons nicht verletzt, ein Antonios die Erwartungen erfüllen kann, etc. etc. Eine wirkliche Verstärkung wäre was anderes.

    JEDER Verein muss immer drauf hoffen, dass die Leistungsträger nicht ausfallen.
    Welcher Verein kann denn einfach den Ausfall der beiden Stamm-6er verkraften?

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  85. Claus sagt:

    Leute, ist es nicht ein bisschen zu früh, um über eventuelle Ausfälle und deren Ersatz zu streiten? Nennt mir doch bitte mal Mannschaften, bei denen jede Position doppelt UND gleichwertig besetzt ist. Bei den möglichen Horrorszenarien sollte dann jede Position am besten gleich dreifach besetzt werden. Das kann der Club dann machen, wenn der berühmte Scheich mal in Nürnberg vorbeischaut.

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  86. xxandl sagt:

    Hoffmann hat in Deutschland allerdings schon mehr Spiele über 90 Minuten gemacht als Klose oder Cohen… ;) Als Heilsbringer habe ich ihn im übrigen nicht hingestellt, aber er würde zwei Problemzonen deutlich abfedern und wäre zudem noch bezahlbar.

    Bei Simons fürchte ich mich weniger vor einer Verletzung als vor dem Galasek-Schicksal. Dass er abbaut merkte man ja schon in der letzten Saison.

    Das man Qualität verliert wenn die Erstbesetzung ausfällt ist klar, aber die meisten anderen Mannschaften haben vergleichbare Spielertypen, die es nicht erforderlich machen das Spiel groß umzustellen. Sprich fallen Gündogan und Bender aus, kommen der spielstarke Leitner und der Abräumer Kehl. Fallen Schweinsteiger und Gustavo aus, spielt Kroos hinten und Tymo gibt den Abräumer. Dieses Typ-Casting kannst du bei fast allen Clubs nachvollziehen, nicht nur bei den großen die ich hier plakativ heranzieh, wir haben aber lauter grundverschiedene Spieler auf dieser Position. Rein physisch wäre Kamavuaka die erste Alternative, allerdings ist das wohl der Spieler, der in unserem Kader am weitesten von der Bundesliga weg ist. Hoffmann wäre dementsprechend meine Neuinterpretation von Simons.

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  87. Vergleichen wir gerade wirklich Bayern und Dortmund mit unserem Club? …

    Hecking und Bader müssen ja übrigens verrückt sein, die Perle Hoffmann nicht entdeckt zu haben! Und den augenscheinlichen Verfall von Simons nicht zu bemerken, das ist unverzeihlich! Der Mann wurde schließlich sogar nur noch 2ter beim Langstreckenlauf im Trainingslager! q.e.d.

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  88. Aber Halt! Wir mahnen ja nur! Das ist legitim, das gehört dazu, das muss man dürfen. Und wenn man alles angemahnt hat, alle möglichen Unwägbarkeiten angeprangert, dann ist sicher auch irgendwas später dabei, wenn ein Verein, der nach wie vor zu denen gehören wird, die gegen den Abstieg spielen, am Ende TATSÄCHLICH gegen den Abstieg spielt!

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  89. xxandl sagt:

    Das erklärt auch die zahlreichen WM-Titel für Kenia. Nein warte, wir spielen ja Fußball und laufen nicht Langstrecke. Laufstärke ist auf der Position sicher auch gefragt, keine Frage, allerdings wird ein Fußballer auch anders beansprucht, und die Antrittsschnelligkeit von Simons hat sich definitiv verschlechter. Im letzten Jahr war er in vielen Szenen einen halben Schritt zu spät, das war man im ersten Jahr noch nicht von ihm gewohnt.

    Die Einschätzung der Verantwortlichen dürfte sein, dass es Simons noch durch diese Saison schafft und erst im nächsten Sommer sein Ersatz verpflichtet wird. Ob sich diese als richtig herausstellt wird man sehen, das Negativbeispiel hatten wir hier schon.

    Ich habe zudem explizit gesagt, dass dieses Typ-Casting bei fast allen Vereinen der Liga einzug gehalten hat, schau dir die Kader der Konkurrenz einfach an, wenn du sie nicht vor Augen hast. Als Beispiel nimmt man natürlich die Plakativsten, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie auch dem weniger interessierten Beobachter namentlich bekannt sind.

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  90. Wenn Simons topfit ist und laufen kann, was bringt ihn dann so nah an den Rand des Fußball-Altenteils? Eine Art Fußball-Alters-Demenz für Senioren ab 35, die einen taktische Disziplin abhanden kommen lässt und das Erkennen von Spielsituationen verklärt? Verlernt man Pass- und Stellungsspiel? Oder ist Simons mit seinen Lenzen nahe am Burnout – wer will schließlich bis 40 noch arbeiten heutzutage!

    Spontan fällt mir nicht ein (schwere Verletzungen außen vor, die hatten zuletzt aber vor allem unseren Jungen), warum ein Spieler, dessen Körper offenbar Leistungssport noch mitmachen lässt, plötzlich einbrechen sollte. Übrigens: Nicht nur Simons hatte mal ne schwache Phase in der letzten Saison.

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  91. xxandl sagt:

    Laufen kann man bis ins hohe Alter, das zeigt auch das Durchschnittsalter erfolgreicher Marathonläufer. Diese Art der Bewegung ist für den Muskel kaum ein Problem, kritischer wird es aber was den Antritt, das Abbremsen und die Drehbewegungen angeht. Hier nimmt der Muskel und die Zeit in der er auf die Anforderung reagiert mit zunehmenden Alter ab. Es ist ja auch keine vogelwilde oder überraschend neue Erkenntnis, dass die ‘Hüftsteife’ mit dem Alter kommt.

    Simons lebt von seiner überragenden Physis, aber es kommt die Zeit, in der er trotz seines intensiven Trainings der Natur nicht mehr entgegenwirken kann. Simons war im abgelaufenen Jahr (auch durch Balitschs anfängliche Verletzung) klar der beste Mann in unserem defensiven Mittelfeld, die Souveränität seiner ersten Saison konnte er aber zu kaum einem Zeitpunkt ausstrahlen.

    Ich wünsche mir, dass er die nächsten zwei Jahre auf hohem Niveau spielen kann, aber ich habe eben auch schon Galasek scheitern sehen, der in der Vorsaison noch der entscheidende Spieler war…

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  92. KUZ sagt:

    xxandl:

    Als Beispiel nimmt man natürlich die Plakativsten, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie auch dem weniger interessierten Beobachter namentlich bekannt sind.

    Wow, uns als weniger interessierten Beobachter zu bezeichnen…. da frage ich mich schon, wie wir dann zu der Ehre gelangen, von Dir profitieren zu dürfen… oder müssen….???

    Falls es Dir noch nicht aufgefallen sein sollte, wird für jeden jungen Spieler, der halbwegs geradeaus laufen kann , ein 7-stelliger Ablösebetrag verlangt, wenn er von einem sogenannten “Kleineren” Verein kommt. Finanzstarke Vereine leihen nur aus. Mein Vorschlag für die Back-Up IV ( was anderes sind diese böhmischen Dörfer gar nicht) wäre ein gewisser Rüdiger ( ist sein Nachname…und eine schwarze Perle von 1,96m…. und Deutscher!) vom VfB.

    Im übrigen sind auch Engpässe durch Spieler aus dem eigenen Nachwuchscenter möglich. Wozu ist es sonst eigentlich da?

    Aber unsere Verantwortlichen haben ja eh keine Ahnung….

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  93. xxandl sagt:

    Es tut mir leid wenn du dich angegriffen fühlst, allerdings setze ich nicht voraus, dass hier jeder die Kader unserer Konkurrenten im Detail kennt.

    Hoffmann hätte sicherlich einiges gekostet, keine Frage, allerdings musste Duisburg lange zittern ob sie die Lizenz überhaupt erhalten und hätten im Mai dringend frisches Kapital gebraucht. Über welche Kanäle sie sich jetzt finanziert haben weiß ich nicht, dass Duisburg aber keinen finanziellen Spielraum hat ist ein Fakt. Wenn man denen ein passendes Angebot macht und evtl. noch ein-zwei Leihspieler drauflegt, wäre ein Verpflichtung zu vernünftigen Konditionen sicher machbar.

    Rüdiger ist ein guter Mann, allerdings steht der Sparzwang des VfB im Wege, denn Rüdiger ist als #4 fix eingeplant und es wird interessant zu beobachten sein, was passiert, wenn Tasci doch noch wechseln sollte. Rüdiger zu bekommen stufe ich als aussichtslos ein.

    Und ja, dafür muss die Nachwuchsarbeit sicherlich da sein, ich würde mich freuen Gärtner oder Klement zu sehen, aber es wäre ihnen gegenüber fairer wenn diese Chance nicht dann kommt, wenn wir in Zugzwang sind.

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  94. belschanov sagt:

    xxandl:

    …allerdings setze ich nicht voraus, dass hier jeder die Kader unserer Konkurrenten im Detail kennt…

    Was mich anbelangt, setzt du richtig voraus. Ich kenne die Kader der anderen Bundesligamannschaften nicht “im Detail”. Ich beschäftige mich grundsätzlich nicht mit dem Gegner.

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  95. KUZ sagt:

    Auch die Duisburger haben ihren ” ARO”. Auch wenn er sich aus dem Tagesgeschäft weitgehenst raushällt,wird der Bau-Guru seinen MSV immer wieder unterstützen. Warum sollten dann der MSV sein ” Kronjuwel” ” günstig” abgeben?

    Vor allem, da jeder in der Branche weiß, dass beim Glubb durch den Verkauf von ” Wolle” einiges Geld vorhanden ist?

    Der Markt in Deutschland ist leergefegt. Andere Vereine, wie aktuell Freiburg, wildern auch nur im Ausland. Insofern glaube ich uns mit Marc Anton sowie Pelle und Klose durchaus ordentlich aufgestellt. Gegen längere Verletzungen ist niemand gefeit.

    Aber ab Samstag sind wir alle auch mal ein wenig klüger….

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  96. Armin sagt:

    xxandl,

    Hoffmann hätte sicherlich einiges gekostet, keine Frage, allerdings musste Duisburg lange zittern ob sie die Lizenz überhaupt erhalten und hätten im Mai dringend frisches Kapital gebraucht. Über welche Kanäle sie sich jetzt finanziert haben weiß ich nicht, dass Duisburg aber keinen finanziellen Spielraum hat ist ein Fakt. Wenn man denen ein passendes Angebot macht und evtl. noch ein-zwei Leihspieler drauflegt, wäre ein Verpflichtung zu vernünftigen Konditionen sicher machbar.

    Das heißt doch de facto, Du denkst einfach mal dass der Spieler auf dem Markt ist, bzw. dass man Duisburg “unter Druck setzen” könnte, den Spieler zu verkaufen. Ein, zwei Leihspieler, die überall hingehen haben wir ja auch problemlos immer auf Nummer sicher im Kader, falls sich mal so eine Möglichkeit ergibt.

    Findest Du das nicht etwas hypothetisch?

    Aber ich gebe Dir schon recht, unser Kader ist nicht für alle Eventualitäten abgesichert, wir haben auch nicht auf allen Positionen gleichwertigen Ersatz. Allerdings hat das bisher auch nur Dortmund hinbekommen, dass die Ersatzspieler wirklich gleichwertig sind und trotzdem kaum Unruhe und Unzufriedenheit in der Mannschaft ist. Ich bin mal gespannt ob Bayern das dieses Jahr z.B. mit Manzukic, Gomez und Pizzaro hinbekommt? Das ist nämlich das Problem, ein Spieler, der die gleiche Klasse hat setzt sich nur ungern auf die Bank. Ich fürchte bei uns wäre das noch weit schwieriger, denn natürlich deckt Erfolg manch Unstimmigkeit zu, bzw. hat die Mannschaft Erfolg dann hast Du als Ersatzspieler wenig Argumente. Bei uns gibt es aber immer wieder Durchhänger etc. Da ist die Gefahr, dass ein Ersatzspieler Ansprüche stellt einfach größer. 4 Gleich starke Spieler für 2 Positionen das werden wir nicht machen können.

    Ich fürchte Deine Ansprüche an den Club sind da etwas zu hoch.

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  97. xxandl sagt:

    Bochum und Duisburg waren die beiden Teams, die um die Lizenz zittern mussten. Bochum hatte damals 3mio Euro für Inui ausgerufen, bekommen haben sie schlussendlich rund die Hälfte, weil sie dazu gezwungen waren. Duisburg hat zwar wie KUZ richtig sagt einen Gönner, aber auch keinen der es sich beliebig aus dem Hemdsärmel schüttelt, dementsprechend wäre man dort bei einem passenden Angebot sicher gesprächsbereit gewesen. Der hypothetische Teil beginnt eher dort, wo es darum geht ob Hoffmann überhaupt wechseln möchte/würde, das kann ich natürlich nicht beurteilen, auch wenn unser Ruf gut ist bei den jungen Spielern.

    Wenn ein neuer Spieler verpflichtet wird, rückt automatisch ein anderer nach hinten, dementsprechend würde schon jemand frei werden, den man verleihen kann. Vllt. wäre Liga zwei ja eher Kamavuakas Kragenweite…

    Mir geht es auch nicht darum 4 absolut gleichwertige DM zu haben, aber wir können nicht mal die Spielertyppen ersetzen. Simons kann in der Defensivbewegung einen dritten IV geben, das braucht man mit Cohen oder Feulner erst gar nicht versuchen, weil sie weder die Physis noch die Kopfballstärke dazu haben. Wenn es zu Ausfällen kommt, ändert sich automatisch unser ganzes Spielsystem, und das halte ich für gefährlich.

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