Die grüne Maus der Liga

Werder Bremen, das stand für Bayern-Jäger, kreativen Offensivfußball, Ruhe, Konstanz, Sachlichkeit, Typen und hanseatisches Kaufmannsgeschick. Die Betonung liegt auf “stand”.

Zum Modell Werder und zurück

Was ist nur aus Werder geworden? Zwischen 1981 und 1996 stand man nie schlechter als ein einstelliger Tabellenplatz, meist mischte man ganz oben mit. Das war das Werder, wie es sich in ganz Deutschland einen guten Namen machen sollte, das war das Werder von Otto Rehhagel. Werder Bremen, das war wie kaum ein anderer Verein in der Liga geprägt von den Handelnden Personen. Werder, das war Rehhagel, das war Willi Lemke, das war Rudi Völler, Jonny Otten, Kutzop, Reck oder Reinders. Und so war es kein Wunder, dass Werder seine Wiederauferstehung nach mageren Jahren der Post-Rehhagel-Ära dann erlebte, als endlich wieder zwei Typen da waren, die für Werder standen und Werder ein Gesicht gaben: Thomas Schaaf und Klaus Allofs. Schaaf, die Ex-Werder-Ikone am Spielfeld, und der smarte wie geschickte Allofs, der sich für die Hansestadt als wahrer Glücksgriff erweisen sollte. Was Allofs/Schaaf auch anfassten, das führte zwar nicht ganz nach oben, aber ganz ganz nahe dran. Und so konnte man den stets alle Erfolge beanspruchenden Bayern oft genug die begehrten Titel entführen. Zwischen 2003 und 2008 stand man nie schlechter als Platz 3, eine kleine Sensation, wenn man bedenkt, welche Rahmenbedingungen man in Bremen hat. In Bremen schien man alle Widrigkeiten zu trotzen wie dem schlechtem Wetter. Die ständigen Abwerbungen aus München (Basler, Klose, Herzog, Pizarro) schien Werder nun wieder parieren zu können, indem man immer wieder ein neues Kaninchen aus dem Hut zog. Ailton? Diego? Micoud? Gerade wenn es um die Rolle des Spielmachers ging – Werder schien einer der letzten Orte zu sein, wo ein solcher wachsen und gedeihen konnte. Bis… ja bis vor kurzem irgendwie…

Es sind nicht nur die Kleinigkeiten, die einem “Sorge” machen. Es sind die kapitalen Fehlgriffe am Transfermarkt, wie ein Carlos Alberto, ein Sanogo oder auch ein Ekici, auch wenn man den noch nicht ganz aufgeben sollte, dazu kennen wir sein Leistungspotenzial in Nürnberg einfach zu gut. Die Hand von Allofs, die alles, was er anfasste zu Gold machte, schien nicht mehr zu funktionieren. Sicher waren auch wirtschaftlich profitable Geschäfte dabei, wie bei einem Marin oder Özil, doch bleibt immer mehr das Gefühl, dass das “Prinzip Werder” ein Auslaufmodell ist. Werder war “Konstanz” und “Geschick”, war Nachhaltigkeit. Man hatte Spieler groß gemacht, mit ihnen Erfolge gefeiert und dann gewinnbringend abgegeben um sie durch die nächsten Top-Talente zu ersetzen und das Spiel zu wiederholen. Die Konkurrenz schaute immer nur staunend zu und holte dann den dicken Geldbeutel heraus. Heute folgt den namhaften Abgängen eines Mertesackers oder Pizzaros aber kein neuer Shootingstar nach, heute steht zwar eine durchaus talentierte Mannschaft am Platz, aber viele der Namen kennt - auch nach einer kompletten Halbserie - kaum einer, wenn er sich nicht intensiver mit dem Verein beschäftigt, zu viel Talent, zu wenig Gerüst. Im Tor ein Mielitz? Denkt man an Werder, denkt man an Wiese – der Werder-Torwart, der in Hoffenheim spielt. Theodor Gebre Selassie? Sokratis? Junuzovic? Vielleicht kennt man noch einen Hunt oder Clemens. Vielleicht noch einen Arnautovic, aber mehr wegen der nachgesagten Eskapaden. Die Mannschaft von Werder hat ihr Gesicht verloren – und nun auch noch seinen Kapitän, Klaus Allofs. Und wie lange der Steuermann Schaaf noch an Bord ist, das weiß auch in der Bremer Fanszene keiner so genau – man weiß ja nicht mal, ob man das überhaupt wollte.

Werder konnte 2010 noch einmal ein Ausrufezeichen setzen, danach landete man stets dort, wo eine “graue Maus” der Liga, wie Martin Bader das mal als durchaus erstrebenswertes Ziel für den 1. FC Nürnberg beschrieb (jedenfalls was die Tabelle angeht), eben seine Nische sucht: Irgendwo dazwischen. Platz 13 nach einer furchtbaren Saison 2011, Platz 9 2012 und aktuell Platz 12. Der Club aus Nürnberg war in der Zeit 6ter, 10ter und ist aktuell 13ter – und wenn man damit eine graue Maus ist, ist Werder eine grüne.

Irgendwie ist es schade zu sehen, aber auch mahnend zu gleich, dass Erfolg, der sich “nur” auf sportlichen Erfolg gründet, sehr fragil ist. Werder lebte gut, weil ihm die Einnahmen aus den Pokalen und die TV-Gelder nach guten Platzierungen, auch die entsprechenden Gehaltstrukturen und Transfers ermöglichten. Doch was heute passiert, wenn du nicht nur eine Saison, sondern vielleicht 2 oder 3 unter deinem notwendingen Ziel zurückbleibst, das spürt man in Bremen. Einer nach dem anderen geht, weil ihm vielleicht die sportliche Perspektive nicht mehr gefällt, die anderen werden im Gehalt zu teuer. Die ersten 2-3 Millionen-Transferflops kannst du noch kompensieren, dann wird auch das Festgeldkonto dünner. Die Kosten laufen weiter, die Einnahmen fehlen – das Klima wird rauher, die Geduld mit Spielern auch in Bremen kürzer. Schafft Bremen auch dieses Jahr nicht den “Turnaround”, wird man den Gürtel noch enger schnallen müssen, da muss man kein Prophet sein. Andere Vereine haben es da leichter, weil sie eine größere Stadt im Nacken haben. Und andere haben vielleicht doch in gewisser Hinsicht einen “besseren” Job gemacht, weil nämlich im Fußball geschäftlicher Erfolg nicht nur am sportlichen Erfolg festzumachen ist, sondern an der Etablierung anderer Einnahmequellen, die dich vom sportlichen Erfolg (zumindest für eine Weile) emanzipieren. Vielleicht kam für Bremen der Stadionausbau einfach zu spät, vielleicht ist er auch zu zaghaft erfolgt. Die Zukunft von Werder wird es zeigen – wie auch das Geschick der neuen sportlichen Leitung.

Wenn der 1. FC Nürnberg sich also am Sonntag mit Bremen misst, dann treffen nicht nur zwei Tabellennachbarn und in den letzten Jahren tabellarische “graue Mäuse” der Liga aufeinander, man trifft sich auch “auf Augenhöhe”, denn die Voraussetzungen der beiden Clubs sind so verschieden nicht. Beide Städte sind größenmäßig vergleichbar, beide Städte haben ähnliche Probleme bei der Suche nach potenten Unterstützern aus Politik und der lokalen Wirtschaft – kurzum: beiden Vereinen wird nichts geschenkt. Bremen zeigte, wie hoch man kommen kann, wenn man auf Konstanz und ein klares Konzept setzt. Bremen zeigte aber auch, dass das allein nicht reicht, um nachhaltig oben mitzumischen. Sportlicher Erfolg und die Einnahmen aus den Transfers halten dich nur solange oben, wie danach neuer Erfolg und neue Wertschöpfung nachkommt. Reißt das ab, fällt man sehr schnell wieder sehr weit zurück. Zumindest hat man sich beim “Downsizing” in Bremen hanseatischer Ruhe besonnen – manche haben sich beim Kampf dagegen auch schon das Genick gebrochen.

Zum Fussball

Der Club darf sich eines kleinen Luxusproblems erfreuen, jedenfalls dann, wenn der zuletzt groß aufspielende Feulner seine Erkrankung bis Sonntag im Griff hat. Denn dann stehen Hecking auf einmal mehrere Optionen für das offensive Mittelfeld zur Verfügung, denn Kiyotake ist nach Erkältung wieder fit. Gut denkbar, dass auch beide spielen, dann wird wohl Frantz oder Balitsch um einen Einsatz bangen müssen, denn Simons und Gebhart dürften wohl gesetzt sein. Aber Hecking, der in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf genießt, was die perfekte taktische Einstellung auf den jeweiligen Gegner betrifft (einzig seine Spieler scheinen es nicht immer umsetzen zu können…), wird sicher einen Plan haben, in dem die immer wieder anfällige Werder-Defensive (vor allem im defensiven zentralen Mittelfeld) eine große Rolle spielen wird.

Interview mit gruenweiss.org

Anna DresslerWerderaner galten lange als die wohl gemütsruhigsten Fanvertreter des Landes. Kein Wunder, denkt man sich heute, wenn man jahrelang oben schwimmt, dann wären wohl auch wir Clubfans entspannter (vielleicht aber auch nicht…). Die Rückschläge der letzten Jahre haben dort aber spürbar ins Kontor geschlagen, das merkt man den Werder-Fans einfach an, in Aussagen, am (fehlenden) Optimismus, an wackligen Bekenntnissen zum Trainer, vielleicht auch am fehlenden Aufschrei, als der Abgang von Allofs bekannt wurde. Werder scheint in einer Art Starre verfallen zu sein, vielleicht wie die “Maus” vor der Schlange – unsicher ob das dicke Ende erst noch kommt oder man einfach nur die trüben Tage aushalten muss bis wieder die richtigen Männer auf der Brücke sind, , wie damals nach Rehhagel. Wir fragten also mal in Bremen nach und fanden eine der wenigen aktiven weiblichen (schreibenden) Fans, die uns bisher über den Weg liefen. Mit Anna Dressler vom Werder-Blog gruenweiss.org sprachen wir über die angeknackste Werder-Liebe, über Frauen im Stadion und an den Tasten, und warum für sie der Besuch des Clubs an der Weser kein Spiel wie jedes andere ist.

[Clubfans United] Hallo Anna, wir danken dir für die Bereitschaft für ein Interview trotz Umzugsstreß und freuen uns sehr doch noch ein neues Gesicht bei uns in den Interviews präsentieren zu können. Außerdem katapultierst du damit unsere Frauenquote von 0 ins Unermessliche. Warum sind Frauen eigentlich in der schreibenden deutschen Fußball-Blogger-Szene so unterrepräsentiert? Dabei geht man statistisch heute von 20-40% Frauenanteil der Stadionbesucher aus!

“Ich kann da natürlich nur für mich sprechen, aber: Für mich war der Schritt aus dem Stadion ins Bloggen kein leichter und kein selbstverständlicher und vor allem keiner, den ich ohne äußere Ermutigung gemacht hätte. Es ist doch auch noch immer so, dass die erste Frage im Bezug auf meinen Werderschal ist: “Ist dein Freund Werder-Fan?”. Die Möglichkeit, dass ich tatsächlich ein eigenes Fußballinteresse haben könnte, taucht zumeist erst nach drei, vier weiteren Fragen auf.

Es fiel mir lange Zeit schwer, zu meiner Fußballliebe zu stehen, da mir gerade am Anfang diese ganzen Bemerkungen sehr viel mehr ausgemacht haben, als ich gerne würde. Ich konnte kaum Fragen stellen, die nicht mit einem skeptischen “Und du willst Fußball-/ Werderfan sein?” beantworten wurden und so behielt ich die Fragen für mich. Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder mit dem Reden beginnen konnte. Und bis zum Schreiben brauchte es noch sehr viel mehr. Noch heute kostet es mich eine riesengroße Überwindung, Texte zu veröffentlichen.

Ins Stadion zu gehen, das war dagegen schon immer eine Notwendigkeit. Und eine sehr schöne. Dort kann ich alles an Nebensächlichkeiten problemlos ausblenden, ich existiere dort nur als Fan unter vielen.”

[Clubfans United] Dein “Liebesbrief” an Werder ist so schön zu lesen wie er wohl auch sportlich traurig wahr ist. Muss man sich ernsthaft Sorgen um Werder machen? Ich beobachte das ja auch aus alter Verbundenheit zum leider verstorbenen Weser-Blogger und irgendwie geht bei euch so ziemlich alles schief in letzten Jahren – und das konsequent. Nun ist auch noch KA weg. Wo endet das oder fängt man sich doch wieder? Oder muss erst auch Schaaf weg und man wirklich mal neu aufsetzen?

“Es ist schwer und ich bin nicht weniger ratlos als wohl auch die meisten anderen. Ich bin besorgt. Jedenfalls bin ich nicht besonders zuversichtlich. Ich kann gar nicht genau sagen, was eigentlich der schlimmste Fall wäre, den ich so für wahrscheinlich halte. Ich mache mir zum Beispiel wenig Sorgen, dass wir diese Saison absteigen. Aber ich mache mir Sorgen, dass es so bleibt, wie es jetzt ist: Das nach sichtbaren, winzigen Fortschritten herbe Rückschläge folgen, die alles wieder ins Wanken bringen.

Und das ist es auch, was mich so sehr verunsichert: Es gibt keine konstante Entwicklung in irgendeine Richtung. Es gibt viele kleine in sehr verschiedene Richtungen, aber letztendlich schwanken wir irgendwo zwischen 4:1-Siegen und 4:1-Niederlagen. Jetzt ist mit Klaus Allofs auch noch ein äußeres Symbol für Konstanz weggebrochen, aber an innerer Konstanz fehlt es bei Werder schon länger. Und was passieren muss, um wieder irgendwie nachhaltig zurück zu kommen? Ich weiß es nicht. Vielleicht muss Schaaf gehen, vielleicht nicht, jedenfalls wird er es, wenn diese Saison nicht noch eine unerwartete Wendung bekommt.

Worum ich mir außerdem Sorgen mache: Um meine Beziehung zu Werder. Das ist ja auch großes Thema in den von dir erwähnten“Liebesbrief”. Es bleibt so, dass ich selbst nach Siegen mich nicht völlig unbedarft freuen kann. Ich bin sehr skeptisch geworden. Ich habe sehr viel von meinem sonst so sturem Optimismus verloren. Es fehlt mir an Nähe. Und manchmal fürchte ich fast, dass es Schaaf nicht unähnlich geht. Zum Beispiel macht es mir große Sorgen, wie wenig Vertrauen er in den Großteil seiner Bank zu haben scheint. Jedenfalls wenn man Zeitpunkt und Art der letzten Wechsel betrachtet.”

[Clubfans United] Eure Blogger-Szene rund um Bremen ist ja sehr vielfältig, allerdings auch fragil. Immer wieder pausiert mal gerade wieder einer oder erklärt mit Pathos das unerbittliche Ende. Was macht gruenweiss.org eigentlich gerade? Und was ist das für ein Blog genau?

“Grünweiß ist vorrangig als Stammtisch gedacht. Der Podcast ist also das Herzstück des ganzen, der Blog begleitend. Derzeit haben wir das Problem, dass sowohl ich, als auch Tobi unter chronischem Zeitmangel leiden und das aus verschiedensten Gründen. Zur Rückrunde wird es aber wieder losgehen. Wir werben jetzt schon um neue Mitglieder und sind für jeden dankbar, der Lust hat, bei uns in irgendeiner Form zu engagieren. Auch werden wir wieder Gäste des gegnerischen Vereins einladen, um auch mal etwas über den Rand der grünweißen Brille sehen zu können. Ich hoffe, wir haben dann auch wieder erfreulichere Themen zu diskutieren.
Bis dahin passt unsere Blogger-Szene mit “vielfältig und fragil” aber eigentlich auch ganz gut zum Verein.”

[Clubfans United] Wenn der Club aus Nürnberg kommt, dann ist das für dich… a) Pflichtsieg b) was Besonderes, weil… c) ein schwieriges Spiel, da…

“b) Es ist etwas besonderes, weil der 1. FC Nürnberg einer der wenigen Vereine ist, der mir seit meinem ganz persönlichen Bundesligabeginn sympathisch geblieben ist. Das mag auch zu einem großen Teil an Dieter Hecking liegen. Ich habe 2010/2011 meine erste Bundesligasaison erlebt. Ich glaube, über die Leistungen Nürnbergs habe damals jedoch längst nicht nur ich gestaunt. Und zu sehen, wie Hecking dort aus einem – so habe ich es zumindest den Zahlen entnommen – nicht wirklich souveränen Erstligisten einen Europakanditaten gemacht hat, das hat mich tief beeindruckt. Und das auch noch auf so angenehme Art und Weise.”

[Clubfans United] Zum Abschluss die obligatorische Frage nach dem Spieltipp und die Frage an dich, ob du dich denn -bei aller Diskussion – gerade als Frau in deutschen Fußball-Stadien sicher fühlst?

“Ich fühle mich sicher.

Im Stadion als Frau zu sein heißt zwar auch, oft angesprochen zu werden, insbesondere auf die verschiedensten betrunkenen Arten und Weisen, dennoch habe ich nie Angst gehabt. Im Gegenteil. Für mich ist das Stadion ein Ort, an dem ich mich sicherer fühle als an vielen anderen öffentlichen Plätzen. Und die meisten Stadionbesucher sind überaus rücksichtsvoll. So werde ich zum Beispiel, als sehr kleiner Mensch, in der Ostkurve oft gefragt, ob ich denn alles sehen könne, ob ich mich lieber hierhin stellen wolle oder vielleicht dorthin, ob das ok so ist, ob ich mich auch nicht eingeengt fühle, usw. ..

Nein, für mich ist das Stadion ein sehr menschlicher Ort. Natürlich, menschlich heißt immer auch: Aggressiv, laut, wild, chaotisch. Aber eben auch: Jubelnd, glücklich, gemeinsam. Ich habe mich nie bedroht oder bedrängt gefühlt.

Und das gilt auch für Auswärtsstadien. Nicht nur für mein heißgeliebtes Architektur- und Rautenwunderwerk Weserstadion.

Mein Spieltipp ist ein für Werder glückliches 1:1. Auch wenn ich nach aktuellem Trend wohl eher etwas fünftoriges tippen sollte.”

[Clubfans United] Danke für das Interview und Gutes Spiel!

“Vielen Dank für die Einladung, gerne wieder. Ich wünsche euch und dem Club alles Gute!
PS: Ich bewundere euch im übrigen dafür, was für schöne und abwechslungsreiche Fragen ihr so findet.”

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Anna Dressel [gruenweiss.org] am 11./12.12.12 per E-Mail.


Bild (Teaser, bearbeitet): “Mouse” von Roger McLassus – This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Kommentare (38)

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  1. Optimist sagt:

    Werder war mir immer der liebste Verein außerhalb Frankens – und das lag vor Allem an der vorbildlichen Vereinsführung des Traumpaares Allofs/Schaaf, dem schönen offensiven Fußball und auch deren Fans sind eigentlich nie unangenehm aufgefallen – ein Eindruck, den Anna bestätigt. Sehr schönes Interview, bei dem man spürt, dass es von Herzen kommt.

    Nur das mit der Frauenqute stimmt nicht ganz: hatten wir nicht auch mal eine Bloggerin – ausgerechnet vom HSV? Das wäre auch noch eine interessante Frage: wie ist das so mit der Erzrivalität?

    Ich kann die Zweifel von Anna gut verstehen, irgendwie hat man derzeit auch als Außenstehender das Gefühl, bei den Bremern am Ende einer Ära zu stehen – mit völlig ungewissem Ausgang. Wäre schade, war immer mein Idealbild eines Vereins: so wollte ich mit dem Club immer werden!

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    • Optimist: Nur das mit der Frauenqute stimmt nicht ganz: hatten wir nicht auch mal eine Bloggerin – ausgerechnet vom HSV? Das wäre auch noch eine interessante Frage: wie ist das so mit der Erzrivalität?

      Ja klar, die hatten wir. Das mit der Frauenquote bezog sich in dem Fall ausschließlich auf die Saison.

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    • Anna sagt:

      Optimist,

      Lieber Optimist,

      Die einzige Rivalität die ich mit dieser mysteriösen HSV-Bloggerin habe, ist jene, dass sie mir ihr Franzbrötchenrezept nicht geben wollte. :-)

      Ansonsten vielen Dank und liebe Grüße,

      Anna

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  2. Markazero sagt:

    Optimist,

    Optimist,

    Das Interview, bzw. das, was Anna sagte/schrieb fand ich auch ausgesprochen sympathisch, wie auch Werder immer sehr angenehm, unaufgeregt und friedlich rüberkam/-kommt (Lemke-Hoeneß mal beiseite gelassen).
    Widersprechen möchte ich allerdings bei “so wollte ich mit dem Club immer werden!” – im Lauf der Jahre hab ich einen derart kruden Stolz entwickelt auf all die “Rekord- Auf- Abstieg- Meister-” Kuriositäten und den “Böbeleien, 99, 07 Pokal, 08 Abstieg, Phantomtor, Hirn durchpusten” usw.-Irrwitz, der dicke Bücher füllen kann, so dass mir jeder andere Verein dagegen a weng fad vorkommt (die derzeitige seriöse Konstanz mit DH und MB – das ist ja geradezu langweilig, jedenfalls immer noch irgendwie gewöhnungs-bedürftig)!

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  3. Beate60 sagt:

    Irgendwie ist es traurig zu lesen,Ekici sei ein Fehlgriff für Werder. Ich hoffe, er kriegt wieder die Kurve, weil ja klar ist, daß er es eigentlich besser kann.
    Bei aller Sympathie für Werder, weil die u.a. eben so klar an ihrem Trainer auch in schlechten Zeiten festhalten und damit ja auch erfolgreich sind, es gab dort schon einige Spieler, die zwar erfolgreich waren, aber auch für mich ziemlich unsympathisch (Wiese, Pizarro, Marin …) wirkten, auch weil sie tricksten.

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    • Optimist sagt:

      Beate60, Pizarro trickst doch nicht, der hat nur ein sehr sensibles Gleichgewicht :lol:

      Ich erinnere mich noch gut an das Spiel (vor-)letzte Saison, das er mit 2 Schwalben und einer Schauspieleinlage (für Gelbrot gegen Chandler) entschieden hat. Ist auch eine Qualität :mrgreen:

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      • Optimist:
        Beate60, Pizarro trickst doch nicht, der hat nur ein sehr sensibles Gleichgewicht :lol:

        Ich erinnere mich noch gut an das Spiel (vor-)letzte Saison, das er mit 2 Schwalben und einer Schauspieleinlage (für Gelbrot gegen Chandler) entschieden hat. Ist auch eine Qualität :mrgreen:

        Piza mochte ich eigentlich, phasenweise, so 1999 bis 2001 und 2008-2012.

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      • Optimist sagt:

        Alexander | Clubfans United: Piza mochte ich eigentlich, phasenweise, so 1999 bis 2001 und 2008-2012.

        ich eigentlich auch, aber das Spiel hat mich dann sehr geärgert. Und danach wird er nicht etwa als “unsportlich” bezeichnet, sondern als “clever”.

        Aber eigentlich ist Piza der Typ Stürmer, den ich gerne hätte, der komplette Stürmer, der alles kann: Ballhalten, Ablegen, kombinieren, Blick für den Nebenmann, technisch stark, groß, schnell, guter beidfüßiger Schuss und guter Kopfball… was will man mehr? Wenn dann auch Fleiß, Laufleistung und Einstellung stimmen und ein gutes Defensivverhalten….

        träum weiter!

        Im Hinblick auf Technik, Schuss und Kombinationsgabe fehlts bei unseren halt leider ein wenig….

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  4. Soeren sagt:

    Wow, welch unglaubliche Harmonie – und das zu Weihnachten.

    Beeindruckend weiche Feder, liebe Anna! Vielen Dank.

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  5. Wolferl sagt:

    Anderes Thema – sorry für den kurzen Abstecher: Es gibt Geschichten, die kann man sich nicht ausdenken, die kann nur das Leben schreiben:
    http://www.spiegel.de/s...in-genua-a-872926.html

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  6. Markazero sagt:

    Wolferl,

    Hachja, erst dachte ich “schöne Advents-Geschichte” – und dann hab ich die Kommentare gelesen. Ultra-Autismus scheint weit verbreitet zu sein.

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  7. Optimist sagt:

    Was erlauben Düsseldorf????

    Naja, eigenttlich hats ja H96 erlaubt. Schwach sowas!

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  8. Düsseldorf nervt.

    Unsere Mannschaft hat in der Tabelle vor Düsseldorf zu stehen. D.h.: Sie hat das Spiel in Bremen zu gewinnen. Mal sehen, ob sie stark genug ist, den Aufsteiger vom Rhein hinter sich zu lassen.

    Mainz nervt übrigens auch. So richtig nerven die. Es kann doch nicht sein, dass die so viel besser sind als unsere Mannschaft!

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  9. juwe sagt:

    Auch vor Frankfurt? die sind ja auch Aufsteiger.

    Sehen wir das Gute dafür haben wir die Fürther deutlich hinter uns gelassen. Für mich sind die Westvorstädter abgestiegen. Eine Hinrunde ohne ein einziges gewonnenes Heimspiel, gabs das schon mal?

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    • KUZ sagt:

      juwe:
      Eine Hinrunde ohne ein einziges gewonnenes Heimspiel, gabs das schon mal?

      Das gabs schon. Ich erinnere mich da z.B. an Hansa Rostock….

      Und dann kam der Glubb! Und wer hat da wohl das Spiel gewonnen???

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  10. juwe sagt:

    Freiburg wird allmählich mit ihrem vergleichsweise bescheidenen Streich zum Albtraum der Star Trainer Zunft nach Felix Magath 0:2 gegen Freiburg muss nun auch Huub Stevens unmittelbar nach einer Heimniederlage gegen Freiburg den Stuhl räumen. Irgendwie kommt niemand so richtig gut klar gegen Freiburg daheim zu verlieren. ;)

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  11. Teo sagt:

    200stes Spiel für Schäfer. Glückwunsch!
    Und schön den Kasten sauber halten.

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  12. Teo sagt:

    Wäre ich Werder-Fan, würde ich mich über die grausame Chancenverwertung aufregen.
    So freue ich mich, dass es noch eine Chance auf Punkte gibt und andere Vereine auch mal Chancen versieben.
    Schäfer stark. Der Rest pomadig und wenig standfest…

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  13. KUZ sagt:

    Das nenn ich mal ein Grottenspiel!Chandler tut mir schon leid, wie der von Elia hergschwanzt wird. Die IV hat auch große Probleme. Das defensive MF nicht existent ( wer ist eigentlich für den Bremer Belgier zuständig?) Nach vorne gar nix. Alle Grüne sind schneller, spritziger…

    Und zu Schäfer…fallen mir doch keine Worte mehr ein. Dieser eine Ball, den er nach vorne apprallen lies…wenn da einer der Bremer innerhalb von 20m gestanden hätte… RRRRRRRRRaus mit dem…. ;-)

    So viel Dusel wie heute haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Da könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass wir doch was mitnehemen….

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  14. belschanov sagt:

    Ein dreckiges 0:1 wäre schön…

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  15. Teo sagt:

    Dreckig geht nur, wenn die Pfeife weiß, was Abseits ist. So ein…

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  16. belschanov sagt:

    Die gleiche Schweinerei wie in Leverkusen! Das muss der Linienrichter doch sehen! Schiedsrichter, du Pfeifenkopf! Linienrichter, du Blindgänger!

    Schweinerei sowas!!!

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  17. clubererhans sagt:

    was in diesem Jahr von den Schiedsrichtern gepfiffen wird ist teilweise unglaublich. Gefühlt jedes Wochenende mindestens 3 – 4 absolut nicht nachvollziehbare Entscheidungen. (ich meine damit die ganze Bundesliga)

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  18. Markazero sagt:

    Gibt’s da Listen bei der DFL, wie viele Punkte dem FCN weggenommen werden müssen? Maaann, das nervt!!!

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  19. clubfanseit1965 sagt:

    Diese gegnerischen Abseitstore nerven. Aber immerhin ein Unentschieden: wacklig, denn die Bremer haben’s zeitweilig ganz schön krachen lassen, aber nicht ganz unverdient, weil unsere Abwehr gut gearbeitet hat. Den Punkt kann der Club gut brauchen – jetzt sind’s schon 20, und auch, wenn Düssledorf blöderweise vor uns steht (ärgert mich genauso wie unseren belschanov): Weihnachten kann kommen.

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  20. Teeblattabstieg sagt:

    Wenn Typen wie Gebhardt oder Pinola beim Stand von 1 : 0 Konter setzen wollen und dann den Ball bodenlos leichtsinnig verlieren, dann muss man mit dem Ausgleich rechnen! Pinola muss raus, der Mann ist gemeingefährlich für die eigenen Leute….

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    • KUZ sagt:

      Teeblattabstieg:
      Wenn Typen wie Gebhardt oder Pinola beim Stand von 1 : 0 Konter setzen wollen und dann den Ball bodenlos leichtsinnig verlieren, dann muss man mit dem Ausgleich rechnen! Pinola muss raus, der Mann ist gemeingefährlich für die eigenen Leute….

      Raffa hast Du vergessen, der diesen Ball passieren hat lassen. Jeder Kreisklassentorwart hätte den mit der Kappe gehalten….

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    • Optimist sagt:

      Teeblattabstieg:
      Wenn Typen wie Gebhardt oder Pinola beim Stand von 1 : 0 Konter setzen wollen und dann den Ball bodenlos leichtsinnig verlieren, dann muss man mit dem Ausgleich rechnen! Pinola muss raus, der Mann ist gemeingefährlich für die eigenen Leute….

      Wenn Typen wie Gebhardt und Pinola per Konter das 1 : 0 erzielen, dann was???
      Über den gequirlten Mist zu unserem besten Spieler heute rede ich gar nicht erst….

      Selig sind die geistig armen!

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  21. Harald sagt:

    Bis zur 82 Minute hätte ich mich über ein 0:0 gefreut. Jetzt ärgere ich mich maßlos über das 1:1. Diesen Linienrichter kann man nur noch mit Blindenhund ins Stadion lassen.

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  22. Markazero sagt:

    Gabs hier nicht kürzlich eine lobende Erwähnung von Bruce Springsteen und Stevie Ray Vaughan? Nach einer ausufernden Weihnachtsfeier hilft mir nach dem Buli-Quatsch gerade Altmeister Rory Gallagher (mal wieder) über den Ärger – wenn ich nur wüsste, wo ich den noch live erlebt habe. Vermutlich beim Open-Air in Dinkelsbühl.

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    • Optimist sagt:

      Markazero:
      Gabs hier nicht kürzlich eine lobende Erwähnung von Bruce Springsteen und Stevie Ray Vaughan? Nach einer ausufernden Weihnachtsfeier hilft mir nach dem Buli-Quatsch gerade Altmeister Rory Gallagher (mal wieder) über den Ärger – wenn ich nur wüsste, wo ich den noch live erlebt habe. Vermutlich beim Open-Air in Dinkelsbühl.

      Gute Medizin, in der Tat. Mir war ein Konzert leider nie vergönnt – er ist mir leider vorher weggestorben :-(

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  23. Jones sagt:

    Es wird sich alles ausgleichen im laufe einer Saison.Also zu Hause gewinnen wir gegen Leverkusen in der Nachspielzeit 1 zu 0.Das Tor natürlich klar Abseits. Danach wird Völler vor lauter Wut uns beim DFB anzeigen, weil der eine Punkt Leverkusen für die Championsleauge fehlt. Am letzten Spieltag gegen Bremen macht der Glubb in der Nachspielzeit das 1 zu 1. Wieder klar Abseits. Egal durch den Punkt errichen wir direkt den 15. Platz. Oder optimistischer den 6. Platz… Über Dortmund spricht heute noch jeder über die Fehlentscheidungen beim Glubb, egal oder war da irgendwas? Bin mir sicher das es die Klavierspieler und Zahnärzte auch in der Rückrunde nicht so Gut mit den kleineren Vereinen meinen.

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  24. Teeblattabstieg sagt:

    @KUZ

    Von Schaefer erwarte ich überhaupt nix mehr! Der Tag, an dem er nicht mehr im Tor spielt wird der Tag sein, an dem der Aufwaerstrend des FCN beginnt….mit einem gescheiten Torwart!

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    • wandervogel sagt:

      Teeblattabstieg:
      @KUZ

      Von Schaefer erwarte ich überhaupt nix mehr! Der Tag, an dem er nicht mehr im Tor spielt wird der Tag sein, an dem der Aufwaerstrend des FCN beginnt….mit einem gescheiten Torwart!

      Du gehörst auch nicht zu denjenigen, die Ironie erkennen können.

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    • juwe sagt:

      Teeblattabstieg:
      @KUZ

      Von Schaefer erwarte ich überhaupt nix mehr! Der Tag, an dem er nicht mehr im Tor spielt wird der Tag sein, an dem der Aufwaerstrend des FCN beginnt….mit einem gescheiten Torwart!

      Ich habe das Spiel nicht gesehen, der Presse ist aber zu entnehmen, dass Schäfer den Club im Spiel gehalten hat. Aber das sind sicher alles Leute, die keine Ahnung haben…nur ich kann den plumben Anti Schäfer Schwachsinn einfach nimmer sehen

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  25. Claus sagt:

    Ich habe Rory auf seiner letzten Deutschlandtour in Berlin nochmal gesehen. Es war aber nicht klar, dass das das letzte Konzert sein würde.

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    • KUZ sagt:

      Claus:
      Ich habe Rory auf seiner letzten Deutschlandtour in Berlin nochmal gesehen. Es war aber nicht klar, dass das das letzte Konzert sein würde.

      Ich in Nürnberg im Löwensaal. Aber es war total unwirklich. Rory stand drauf, aber was drin war, weiß ich bis heute nicht…

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