Die verhaltene Prophezeiung des Hiroshi Kiyotake

 Ich weiß noch gar nicht, wie viel wir da an den Ball kommen.

Sagte Club-Mittelfeldstratege Hiroshi Kiyotake vor dem Spiel seiner Mannschaft bei Bayern München (klick).

Er selbst kam in den ersten 75 Minuten des Spiels überhaupt nicht an den Ball, denn sein Trainer verzichtete auf seine Aufstellung in der Startelf genauso wie auf die des offensiven Mittelfeldspielers Robert Mak. Stattdessen durften die Außenverteidiger Plattenhardt und Chandler von Beginn an ran:

Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg

vom 24. 8. 2013

SCHÄFER

 CHANDLER          NILSSON          POGATETZ          PINOLA

FEULNER          STARK          BALITSCH          PLATTENHARDT         

   GINCZEK               DRMIC

Spielbeginn:

15.30 Uhr

Die Devise des neunmaligen deutschen Meisters und vierfachen Pokalsiegers war klar. In Form von zwei defensiven Viererreihen wurde ein doppelter Sperriegel errichtet, in dem sich die gefürchtete Angriffswucht der Gastgeber verlaufen sollte. Gegebenenfalls sollten über die beiden Sturmspitzen Ginzcek und Drmic dem Gegner Nadelstiche versetzt werden.

Der Sperriegel hielt – auch dank einer bravourösen Leistung des Torhüters – eine gute Stunde lang dem Dauerdruck der Gastgeber Stand. Dann – Steter Tropfen höhlt den Stein – zeigte er Risse und schließlich waren zwei Riesenlöcher in die Betonwand geschossen.

Das musste so kommen. Eine Abwehr, die neunzig Minuten unter Feuer steht, bricht irgendwann zusammen. Von Zeit zu Zeit sollte man den Gegner schon auch mal selbst in der Defensive beschäftigen. Damit der Angriffsrhythmus des Gegners wenigstens kurzzeitig gestört wird. Damit die eigene Defensive zumindest kurzzeitig mal durchschnaufen kann. Dies ist dem Club in keiner Phase des Spiels gelungen.

Die Defensivtaktik des Clubs war richtig. Gegen eine Mannschaft, die so kombinationssicher, angriffsstrategisch variabel und rasant auf den Flügeln daherkommt wie die Bayern, ist ein “offenes” Spiel nicht zu empfehlen. Nadelstiche sollte man ab und an aber schon anbringen.

In den neunzig Minuten von München geriet das von Neuer gehütete Tor nur zweimal ernsthaft in Gefahr: in der 15. Minute, als sich Ginczek gegen mehrere Gegenspieler behauptete und das Leder aus 22 Metern an die Querlatte zimmerte, sowie in der Nachspielzeit, als sich Drmic über links durchsetzen konnte und Ginczek knapp am Bayerntor vorbeischoss.

Ansonsten fand der Club offensiv nicht statt. Weil die “zweiten” Bälle samt und sonders wieder beim Gegner landeten oder, wenn das einmal nicht der Fall war, der Ball mangels Anspielstationen postwendend wieder verloren ging. Szenen, in denen der Ball über mehr als drei Stationen lief, ließen sich an zehn Fingern abzählen.

Die Statistik spricht eine grotesk-klare Sprache: 81% Ballbesitz für die Bayern, 19% für den Club (klick)!

Ich weiß nicht mit wie viel Ballbesitz Kiyotake rechnete, als er wenig Ballbesitz für den Club prophezeite. Ich nehme aber an, dass er an mehr als 19% dachte.

“Iech waaß goor nedd, obbi iewahabds scho amoll a Bundesliechaschbill gsääng hobb, inn dem a Monnschafd soo weenich am Boll woor wie da Glubb haid”, stellte Alfred (klick) am samstagabendlichen Tresen fest.

“Interessante Frage”, sagte ich: “Hat es schon einmal ein Bundesligaspiel gegeben, in dem eine Mannschaft nur 19% Ballbesitz hatte? Werde das morgen mal recherchieren.”

“Du scheinst ja viel Zeit zu haben”, sagte Hannes (klick).

“Urlaub”, sagte ich.

Ich konnte mir die Recherche-Arbeit sparen, denn der Kicker kam mir zuvor (klick):

81 Prozent Ballbesitz für die Bayern stellen den höchsten jemals in der Bundesliga gemessenen Wert dar.

Heißt andersherum:

19 Prozent Ballbesitz sind Minusrekord. Rekordhalter: 1. FC Nürnberg.

Ich hätte nicht gedacht, dass der Club am dritten Spieltag der Saison 2013/14 einen Rekord aufstellt. Hiroshi Kiyotake wohl auch nicht.

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick, klick.]

Tags: , ,

Normale Kommentare | Verschachtelte Kommentare

Kommentare (44)

Trackback URL | Comments RSS Feed

  1. Den Rekord hätte ich mir gern geschenkt. Wie so manchen.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  2. Anti-Schiri sagt:

    Ob wir mit 30% Ballbesitz einen Punkt geholt hätte wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich wären es dann 5 anstelle von 2 Gegentoren gewesen und man hätte dem Trainerstab vorgeworfen fahrlässig mit der Tordifferenz umgegangen zu sein.

    Gefällt mir Daumen hoch 6

  3. Teo sagt:

    Da hilft nur eines: 82% Ballbesitz gegen Augsburg.

    Spaß beiseite.
    Mich würde interessieren, welche Mannschaft mit dem %ual niedrigsten Ballbesitz ein Spiel gewinnen konnte.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  4. Teo sagt:

    Was ich mir bei Kiyo bei seiner Aussage dachte,war:
    Den Ball behalten ist der Schlüssel, BEHALTEN. Oder behaupten. In der größten Drangphase der Bayern gab es keine Entlastung mehr, die Walze FCB rollte auch deswegen so unerbittlich, weil die Clubberer mit dem Ball zu oft Flipper spielten. Ich sage damit nicht, dass es dann etwas zu ernten gegeben hätte in München. Aber ich bin mir sicher, dass das DIE Baustelle Nummer 1 beim Club ist. Nicht neu. Aber dringlicher.
    Sonst verhungert unsere neue Offensivabteilung, während Schäfer sich zu oft auszeichnen muss, auch gegen Mannschaften wie Augsburg, Braunschweig oder Freiburg.

    Gefällt mir Daumen hoch 3

  5. Optimist sagt:

    Teo: Da hilft nur eines: 82% Ballbesitz gegen Augsburg.

    Spaß beiseite. Mich würde interessieren, welche Mannschaft mit dem %ual niedrigsten Ballbesitz ein Spiel gewinnen konnte.

    Mein Tipp: Glasgow gegen Barca in der CL. Letztes Jahr?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  6. Teo: Mich würde interessieren, welche Mannschaft mit dem %ual niedrigsten Ballbesitz ein Spiel gewinnen konnte.

    Chelsea? :D

    Gefällt mir Daumen hoch 3

  7. CREON sagt:

    Optimist: Mein Tipp: Glasgow gegen Barca in der CL. Letztes Jahr?

    Celtic – Barcelona scheint mir ein sehr heißer Favorit… Laut diesem Artikel reichten Glasgow in der zweiten Hälfte 3% (in Worten: drei Prozent) Ballbesitz, um das 2:0 zu erzielen. Das ist schon leicht surreal.

    http://www.spanischer-f...besitz-der-geschichte/

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  8. Teo sagt:

    @ optimist & Stefan

    Danke.
    Meine Neugier dabei bezog sich dabei aber eher auf die Bundesliga.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  9. Hampelinho sagt:

    Hiroshi wäre vielleicht der gewesen, der uns ab Minute 55 durch Ball- und Passsicherheit die nötige Entlastung hätte geben können. Ab da haben wir jeden gewonnen Ball doch nur noch blind in die Bayernhälfte gedroschen und der Ball kam postwendend wieder.
    Ich weigere mich aber gegen diese Haltung “Das Tor musste fallen”. Klar war da ein Mordsdruck, aber es hat z.B. nichts mit der überragenden individuellen Qualität zu tun, dass Mandzukic bei nahezu jedem hohen Ball mit dem Kopf ran kam und das erste Gegentor war so oder so zu verteidigen (Feulner).

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  10. Hampelinho: Hiroshi wäre vielleicht der gewesen, der uns ab Minute 55 durch Ball- und Passsicherheit die nötige Entlastung hätte geben können.

    Also mein Eindruck war: Wir sind vor allem nach der Herausnahme von Plattenhardt und damit der Aufgabe der “Doppel-Außen-Absicherung”-Taktik erst so richtig auseinandergenommen worden. Was für mich daraus schließen lässt: Hätten wir das von Anfang an so gespielt, wäre es bitter geworden…

    Was aber auch nicht erklärt, warum wir den Ball bei Ballbesitz nicht mal für ne Weile haben halten können. “Schnelles Umschaltspiel” schön und gut, aber manchmal hilft eben ein “auf den Ball treten” eben weiter, damit die Mitspieler mal durchpusten und sich neu organisieren können.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  11. Clubfans Kiew sagt:

    Hier beantwortet Angela Merkel Fragen zum 1. FC Nürnberg:

    http://www.die-partei-h...l-orakel/?orakel=2nFIv

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  12. juwe sagt:

    Ich finde auch die 18% Ballbesitz können wohl kaum das Rezept sein, das entspricht nicht meiner Auffassung von Fußball. Da bin ich näher an Favres Aussage man mmuss in München versuchen mitzuspielen. Auch wenn wir in beiden Fällen verlieren, was eben dem Ungleichverhältnis entspricht, dann lieber bei dem Versuch Fußball zu spielen. Diese 18% Ballbesitz, auch wenn den Bayern 60 Min wenig einfiel, entspricht für mich der Note 6!

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  13. Christian sagt:

    Ich fand die taktischen Maß nahmen von Wiesinger nicht so schlecht-am Ende hat sich die individuelle Klasse hält dann doch durchgesetzt.ausgerechnet in einem Bayernblog stand der Satz Nürnberg sei ja auch keine Laufkundschaft,da sie im Jahr 2013-also unter Wiesinger-saisonübergreifen in der Punkteausbeute sechster wären- ich konnte das gar nicht Glauben und hab das nachgerechnet -vor dem Spiel war es tatsächlich so,nach dem Spiel ist es derzeit ein geteilter 8 ter Platz,mit gerade mal zwei Punkten zu Platz 5.
    vor uns liegt,mit einem Punkt übrigens Augsburg-nur mal so für alle die,die der Meinung sind gegen Augsburg müsse gewonnen werden,sonst brennt der Baum…Augsburg ist so gesehen auch keine Laufkundschaft

    Gefällt mir Daumen hoch 5

  14. Christian: Ich fand die taktischen Maß nahmen von Wiesinger nicht so schlecht-am Ende hat sich die individuelle Klasse hält dann doch durchgesetzt.ausgerechnet in einem Bayernblog stand der Satz Nürnberg sei ja auch keine Laufkundschaft,da sie im Jahr 2013-also unter Wiesinger-saisonübergreifen in der Punkteausbeute sechster wären- ich konnte das gar nicht Glauben und hab das nachgerechnet -vor dem Spiel war es tatsächlich so,nach dem Spiel ist es derzeit ein geteilter 8 ter Platz,mit gerade mal zwei Punkten zu Platz 5.
    vor uns liegt,mit einem Punkt übrigens Augsburg-nur mal so für alle die,die der Meinung sind gegen Augsburg müsse gewonnen werden,sonst brennt der Baum…Augsburg ist so gesehen auch keine Laufkundschaft

    Guter Beitrag!

    Ich kann längst auch nichts mehr mit dieser ständigen Kategorisierung der Gegner anfangen, die wir angeblich schlagen müssen, damit die Welt nicht untergeht. Da jagt man da nur ständig irgendwas hinterher und am Ende kommt es ja doch anders. Letztes Jahr hat man den Aufsteiger aus Frankfurt eigentlich schlagen müssen, danach wusste man: Ups, die hatten ja einfach ne tolle Saison gespielt. Wolfsburg schien übermächtig, tatsächlich bekamen sie keinen Fuß in die Saison. Der eine Aufsteiger startete durch, die anderen Aufsteiger fielen durch.

    Was für’s Phrasenschwein: Entscheidend ist das nächste Spiel. Ob man da Augsburg schlagen kann oder nicht, das hängt von vielen Faktoren ab. Jeder Sportler geht aber auf den Platz um zu gewinnen, ob zu Hause gegen Augsburg oder in München. Mal sieht man seine Chance im Verteidigen, mal im Angriff. Und mal hat man einen überheblichen Riesen vor sich, mal einen über sich hinauskommenden Zwerg. Jedes Spiel hat seine Herausforderungen und jede Saison hat 34 davon. Manchmal kommt man mit den Siegen gegen Gegner mit ähnlichen Mitteln zu einer ausreichenden Punktzahl, mal holt man sie überraschend bei Favoriten. Manchmal hat man nen guten Lauf am Anfang und zehrt vom Polster, manchmal hilft eine starke Phase in der Rückrunde. Aber alle Teams, nicht mal die mit Ansprüchen wie Bayern oder Dortmund, erreichen oder verlieren ihre Saisonziele aus den Augen, nur weil ein Ergebnis über oder unter den Erwartungen liegt.

    Der Club sollte gegen Augsburg gewinnen, weil dies im Bereich des Machbaren erscheint, wenn man die eigene Leistung abrufen kann. Aber auch Augsburg ist jederzeit zuzutrauen einen Gegner wie Nürnberg mal zu schlagen.

    Für die Nerven wäre ein Sieg schön und das Bier schmeckt dann auch besser. Aber für alles andere ist die Saison noch viel zu jung.

    Gefällt mir Daumen hoch 11

  15. Claus sagt:

    Alexander Endl | Clubfans United

    Genau, sollen unsere Jungs mal für die Nerven spielen am Samstag, für ihre eigenen und vor allem für die der Fans.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  16. Gunner sagt:

    juwe,

    Das entspricht auch nicht der Auffassung von MW und von keinem, der Fußball spielt, trainiert oder was auch immer. Auch diese 19% würde ich nicht überbewerten, Statistiken sind oft nicht mal das Papier wert, auf dem sie stehen. Wie viel Ballbesitz hätte denn der Club deiner Meinung nach haben sollen, damit es einem guten “Rezept” entspricht?? Die Aufstellung/Taktik fand ich gar nicht schlecht, Wiesehahn hätte vielleicht umstellen können auf ein 4-3-2-1 mit Drmic und Kiyo/Mak hinter Ginczek – mit der Folge von wahrscheinlich mehr Ballbesitz, annähernd “mitspielen” und dann 0:5 verlieren…und bei dem Versuch der Gladbacher mitzuspielen, hätten sie auch nach 30 min 0:4 zurückliegen können (müssen).
    Meine Note 3,5

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  17. juwe sagt:

    Gunner: . Wie viel Ballbesitz hätte denn der Club deiner Meinung nach haben sollen, damit es einem guten “Rezept” entspricht?? Die Aufstellung/Taktik fand ich gar nicht schlecht, Wiesehahn hätte vielleicht umstellen können auf ein 4-3-2-1 mit Drmic und Kiyo/Mak hinter Ginczek

    ich hätte auf Kiyo hinter Ginczek nicht verzichtet, für die Standarts und Ballsicherheit, wenn der Ball doch mal nach vorne kommt oder eben Standarts. Da habe ich mich natürlich nicht als einziger gewundert. Wie ich schon schrieb, man hätte vermutlich in beiden Ausrichtungen verloren, mir geht es darum Fußball ‘spielen’ zu wollen. Das erwarte ich schon..zumal wenn man einen Mann wie Ginczek hat, der für die ein oder andere Überraschung gut ist.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  18. juwe: ich hätte auf Kiyo hinter Ginczek nicht verzichtet, für die Standarts und Ballsicherheit

    Ballsicherheit bei Kiyo? Gegen Bayern? Naja….

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  19. Gunner sagt:

    juwe,

    Wir können uns darauf verständigen, Fußball spielen ja, Ausnahmen die Spiele in München!?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  20. Grundsätzlich fand ich die Idee von Wiesinger schon ok. Doppelt besetzte Außen und vorne zwei schnelle Spieler im 4-4-1-1 – da wäre Kiyo deplatziert. Und gute Standards kann auch Platte.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  21. juwe sagt:

    Gunner: juwe,

    Wir können uns darauf verständigen, Fußball spielen ja, Ausnahmen die Spiele in München!?

    Ok und fangen gegen Augsburg gleich mal damit an! :)

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  22. Claus sagt:

    Also ich fand die Startaufstellung mit der Taktik auch gut. Das ist die einzige Chance die man hat, wenn man in München etwas zählbares mitnehmen will, auch wenn es nicht so schön anzuschauen ist. Wenn man da mitspielen will, bekommt man den A… versohlt. Standards kann Platte genauso gut, und was die Ballsicherheit von Kiyo wert war hat man dann ja ab der 75. Minute gesehen. Nicht umsonst fiel das 2:0 kurz nachdem Platte raus war, natürlich über unsere linke Seite.
    Wenn der Hammer von Ginecek reingeht (ich bin übrigens der Meinung, dass Neuer da mit den Fingerspitzen noch dran war, sonst hätte er gesessen) und nicht 2 IVs verletzt worden wären, hätte es was werden können mit einem zählbaren Ergebnis.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  23. juwe sagt:

    Alexander Endl | Clubfans United: Grundsätzlich fand ich die Idee von Wiesinger schon ok. Doppelt besetzte Außen und vorne zwei schnelle Spieler im 4-4-1-1 – da wäre Kiyo deplatziert. Und gute Standards kann auch Platte.

    und so ein 0:2 ermauern? ..was ist denn eigentlich das Ziel dieser Aufstellung. Nicht abgeschossen zu werden?

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  24. Claus sagt:

    juwe: Ok und fangen gegen Augsburg gleich mal damit an!

    Dass die Taktik gegen Augsburg eine andere sein wird ist ja wohl klar. Ob die Augsburger uns dann auch spielen lassen wird sich noch zeigen.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  25. juwe: und so ein 0:2 ermauern? ..was ist denn eigentlich das Ziel dieser Aufstellung. Nicht abgeschossen zu werden?

    Ja und Nein. Ziel war, dass Bayern keine Bude macht. Man hat sich 70 Minuten lang ein 0:0 ermauert und dann siegte eben die individuelle Klasse. Mit einer offensiveren Aufstellung hätte es mit Sicherheit zu diesem Zeitpunkt schon 0:3 gestanden.

    Und wenn ich mir diese Ergebnisse => http://fussballdaten.de...nmuenchen/2013/#Saison so ansehe ist ein 0:2 gar nicht mal so schlecht, auch wenn es nur fürs Torverhältnis ist.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  26. juwe sagt:

    Das 0:2 ist schon in Ordnung, nur bei dieser Ausrichtung nimmt man der Mannschaft Optionen und setzt ausschließlich auf die eine Karte, wie lange man ein Gegentor verhindern kann. Nachdem wir diese Saison wieder echte Stürmer haben hätte ich nicht alles nur auf eine Karte gesetzt. Schwierig in beiden Fällen, aber man hätte wenigstens Fußball gespielt. Ich glaube, daß weder Freiburg noch Mainz so auftreten würden.Auch wenn ich die Meinung ziemlich exklusiv habe, mir wäre ein 2:4 und munter Fußball gespielt lieber als ein 0:2 ermauert, wo nur 1 Mannschaft Fußball spielt. Aber das ist Geschmackssache

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  27. juwe: und so ein 0:2 ermauern? ..was ist denn eigentlich das Ziel dieser Aufstellung. Nicht abgeschossen zu werden?

    Ich denke die Taktik war, wie Stefan sagte, vor allem mal das “Zu Null” zu halten und dann einen Konter zu setzen oder eben mit ner Standard zuzuschlagen. So wurde ja auch Chelsea CL-Sieger. Hinten Beton und vorne hilft der Moment. Mit zwei schnellen Spielern da auf die einzelne “6″ der Bayern zu gehen ist für mich da wirklich Erfolg versprechender als mit nem Spielmacher zu spielen, der keine Anspielpartner findet. Und auch da bin ich bei Stefan: Das “nur” 0:2 kann sich im Torverhältnis noch positiv auswirken.

    Aber wo wir ja alle einer Meinung sind: Hat ja in Sachen “Konter” und “Standards” nicht funktioniert – zumindest nicht gereicht für den großen Wurf. Dazu sind bei uns die Offensiv-Pässe einfach auch zu schlecht.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  28. juwe: Auch wenn ich die Meinung ziemlich exklusiv habe, mir wäre ein 2:4 und munter Fußball gespielt lieber als ein 0:2 ermauert, wo nur 1 Mannschaft Fußball spielt. Aber das ist Geschmackssache

    Ich sehe die Gleichung übrigens nicht so übertragbar. Mit mehr Offensive hätte es dann wohl eher (wenn wir überhaupt treffen, da hinten stehen dann ja doch auch noch paar ganz Gute bei den Münchnern, auch wenn das manchmal noch nicht so eingespielt aussieht – ein Gegentor haben sie bisher noch nicht bekommen, zumindest nicht vom Gegner) ein 1:6 oder schlimmer. Die Klasse von Gladbach haben wir da einfach nicht.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  29. Claus sagt:

    juwe:
    Ich glaube, daß weder Freiburg noch Mainz so auftreten würden.

    Sind sie aber letzte Saison.

    Mainz: 2:13 Chancen (Ergebnis: 1:3)
    Freiburg (gegen eine “B-Elf”): 1:7 Chancen (Ergebnis: 0:1)

    Nur so als Gedächtnisstütze.
    Dein Glaube hat irgendwie so etwas Katholisches.

    Über Ballbesitz-Prozente lässt sich der Kicker leider nicht aus. Wo bekommt man die?

    Gefällt mir Daumen hoch 2

  30. Armin sagt:

    Ich war im Stadion und da war das Spiel schon ein sehr eigenes, trotzdem fand ich die Taktik im Prinzip richtig, auch wenn man da als Zuschauer nicht wirklich viel “Fußballspiel” zu sehen bekommt.

    Allerdings wäre es notwendig gewesen die beiden 4er-Ketten höher zu stellen, um die Bayern bei einem Dribbling durch die Abwehr noch weiter vom Tor weg zu halten und vor allem um bei Ballgewinn näher am gegnerischen Tor zu sein. So nutzte uns ein Ballgewinn einfach viel zu wenig, weil nur zwei unserer Spieler nach vorn gingen, Drmic und Ginczek, die aber von 5 Bayern Spielern locker in Schach gehalten werden konnten.

    Was auffiel, Chandler ist sehr langsam geworden, der war doch mal pfeilschnell unterwegs. Am Samstag hatte er in kaum einem Laufduell eine Chance.

    Das Pekhart Problem, dadurch, dass wir defensiv so tief stehen, sind unsere Stürmer vor dem Torschuss lang unterwegs, in den ersten 45 Minuten sah das bei Ginzcek noch gut aus, dann wurde der Abschluss aber immer schwächer, kein Wuner bei den Metern, die der Stürmer machen muss. Ginczek ist ja auch noch defensiv viel unterwegs.

    Die Idee die außen zu doppeln ist gegen RibRob sicher sinnvoll, aber bei eigenem Ballbesitz müssen die offensiveren Außen schon auch immer mal wieder mitgehen, das gab es bei uns kaum, damit waren Drmic und Ginczek vorne ganz allein, damit kann man auch die Nadelstiche fast schon vergessen.

    Trotzdem hat die Mannschaft grandios gekämpft um das 0:0 zu halten, was leider nur bis zur 70. Minute gelangt hat. Allerdings wenn eine Mannschaft nach 60 Minuten Leute wie Müller, Kroos, Shaquiri einwechseln kann, dann wird es natürlich sau schwer, das war eher eine Qualitätssteigerung als eine Schwächung, noch dazu neue, frische Leute, die auch noch beweisen wollen, dass eigentlich sie schon in der Startelf stehen sollten.

    Bei Thiago bin ich mal gespannt, gegen den Club konnte der überhaupt nicht zeigen, dass er das Geld wert ist und für mich hat Guardiola da auch ein echtes Argumentationsproblem, warum er Müller für diesen Spieler draußen lässt. Vielleicht braucht Thiago ja erst noch Zeit um sich zu akklimatisieren, jetzt ist er allerdings erst mal verletzt.

    Es hätte am Samstag also schon Optionen gegeben das Spiel etwas offener zu gestalten, wenn wir ähnlich defensiv agiert hätten aber doch etwas höher verteidigt hätten und wenn bei eigenem Ballbesitz gerade die außen etwas mehr Offensivgeist gezeigt hätten.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  31. Optimist sagt:

    Claus: Sind sie aber letzte Saison.

    Mainz: 2:13 Chancen (Ergebnis: 1:3) Freiburg (gegen eine “B-Elf”): 1:7 Chancen (Ergebnis: 0:1)

    Nur so als Gedächtnisstütze. Dein Glaube hat irgendwie so etwas Katholisches.

    Über Ballbesitz-Prozente lässt sich der Kicker leider nicht aus. Wo bekommt man die?

    warten wir’s ab, wie sich die anderen schlagen werden….

    Ich glaube auch, dass die Taktik richtig war und wir nur so die Chance auf eine Chance hatten. Leider landete die nur an der Latte (ja, richtig, Neuer war noch entscheidend dran, ein paar Mililmeter waren ja genug) und so konneten wir nicht erleben, ob wir sie damit verunsichert hätten.

    Ein bisschen entschlossener im Konter, das ist das Einzige, was ich monieren könnte.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  32. Optimist sagt:

    Alexander Endl | Clubfans United: So wurde ja auch Chelsea CL-Sieger.

    …und die haben zweifellos eine höhere individuelle Klasse als wir!

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  33. juwe sagt:

    Optimist: …und die haben zweifellos eine höhere individuelle Klasse als wir!

    und genau da ist für mich der Denkfehler bei der gewählten Taktik am Samstag, wir haben nicht die Qualität aus einer Ecke ein Tor zu machen, geschweige denn 90 Minuten eine reine defensiv Schlacht gegen so eine individuelle Qualität zu überstehen, die Taktik ist sehr verdächtig eine Anleihe aus dem ‘Finale dahoam’.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  34. Optimist sagt:

    juwe: wir haben nicht die Qualität aus einer Ecke ein Tor zu machen

    doch, genau die haben wir. Hatten wir zumindest letztes Jahr. Der Rest mag stimmen.

    Übrigens, vielen Dank an die Herren der Arroganz-Arena für die Wettbewerbsverzerrung. Gegen diese Bauern heute hätten wir vielleicht auch bestanden!

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  35. juwe sagt:

    Claus: Sind sie aber letzte Saison.

    Mainz: 2:13 Chancen (Ergebnis: 1:3)
    Freiburg (gegen eine “B-Elf”): 1:7 Chancen (Ergebnis: 0:1)

    Nur so als Gedächtnisstütze.
    Dein Glaube hat irgendwie so etwas Katholisches.

    Das hat nichts mit Glaube zu tun sondern mit Fußball, ich denke nicht, daß beide Mannschaften mit 18% Ballbesitz aufgetreten sind, weil beide Mannschaften immer durchaus mutig ihre Chance nach vorne suchen.

    Im übrigen und da wären wir auch bei den Tatsachen, hat es Freiburg gestern wirklich nicht schlecht gemacht…Bayern B-Elf hin oder her, das ist immer noch Top Qualität, ich denke nicht daß Pep seine Mannschaft bei der Aufstellung bewußt geschwächt hat.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  36. Armin sagt:

    Also bitte Juwe, Freiburg hat gestern ZUHAUSE so gespielt wie wir auswärts. Die hatten in Halbzeit 2 keine spielerische Aktion nach vorn, aber deren letzte Chance geht rein, unsere von Drmic nicht.

    Und zum Thema Schwächung, na klar sind das immer noch Spieler von internationaler Klasse bei Bayern, aber ohne RobRib sind die halt gerade in solchen Spielen, bei denen auch Einzelaktionen entscheident sein können, schon schwächer.

    Außerdem denke ich, dass der Verkauf von Gustavo ein großer Fehler war, Schweinsteiger ist kein alleiniger 6er, das hat man auch gegen uns gesehen, selbst bei eigener Überzahl hat er die Abwehr nicht geordnet bekommen.

    Solange Martinez verletzt ist, sind die Bayern hinten verletzlich.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  37. Claus sagt:

    juwe

    31% Ballbesitz für Freiburg, die hatten wir zuhause auch immer locker, wenn nicht besser. Dass es für die Bayern eine Schwächung ist, wenn RibRob nicht auf dem Platz sind, hat Armin schon gesagt. Wer hat denn gegen uns die Tore gemacht? Peppi hat seine Superstars für Freitag geschont und gedacht, Freiburg schlägt man mal locker im Vorbeigehen. Nicht auszudenken, wenn der Club am Samstag die Sensation geschafft hätte, dann würde jetzt schon der nächste Trainerstuhl bedenklich wackeln.
    Im übrigen: Wenn Du schon vergleichst, dann bitte mit unserem letzten HEIMspiel (auch ohne RibRob, dafür die letzten 15 min. in Unterzahl). dass da ein Unterschied zu einem AUSWÄRTSspiel besteht, hat ja auch Armin schon versucht Dir begreiflich zu machen.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  38. Florian sagt:

    ich denke nicht daß Pep seine Mannschaft bei der Aufstellung bewußt geschwächt hat.

    Natürlich hat er das. Er war sich völlig bewusst, dass Contento und Rafinha nicht die gleiche Qualität haben, wie Alaba und Lahm. Wäre er sich dessen nicht bewusst, wäre er nie auf dem Posten auf dem er jetzt ist.

    Guardiola ist der SuperCup am Freitag wichtiger. Dafür nimmt er den Punktverlust (unnötig hoch zehn, wenn man sich die Chancenauswertung der Bayern mal anschaut) halt billigend in Kauf.

    Gefällt mir Daumen hoch 1

  39. Armin sagt:

    Guardiola ist der SuperCup am Freitag wichtiger. Dafür nimmt er den Punktverlust (unnötig hoch zehn, wenn man sich die Chancenauswertung der Bayern mal anschaut) halt billigend in Kauf.

    Was ja auch nicht so ganz unverständlich ist, das Spiel der Bayern gegen Freiburg interessiert international keine Sau und ich würde nicht mal sagen, dass er den Punktverlust in Kauf genommen hat. Florian, wie Du schon geschrieben hast, der Punktverlust war ja auch unnötig wie ein Kropf, Bayern war drückend überlegen, hatte Chancen genug, aber halt keinen Mandzukic, Ribery oder Robben auf dem Platz, die schlicht die besseren Goalgetter sind. Letztes Jahr hätte man halt in der B-Elf noch einen Gomez gehabt, heute einen alternden Pizzaro. Dass der BVB Lewandowski nicht abgegeben hat rächt sich halt jetzt für die Bayern.

    Wenn ich mir die Bayern aktuell anschaue, dann denke ich dass der Verlust von Gomez und Gustavo schwerer wiegt als der Zugang von Götze und Thiago, diese Spieler hatte Bayern eigentlich gar nicht nötig.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  40. juwe sagt:

    Claus: dass da ein Unterschied zu einem AUSWÄRTSspiel besteht, hat ja auch Armin schon versucht Dir begreiflich zu machen.

    Du wirst immer schnell nissig, der Unterschied zwischen Auswärts und Heimspiel ist mir so bekannt wie dir, dennoch 18% Ballbesitze sind und bleiben für mich ein Negativrekord ganz gleich wo. Das ist für mich keine gelungene Taktik, so wie es teilweise dargestellt wird.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  41. Claus sagt:

    juwe

    Bleib mir mit der Ballbesitzquote vom Leib.

    Gefällt mir Daumen hoch 0

  42. juwe sagt:

    Claus: juwe

    Bleib mir mit der Ballbesitzquote vom Leib.

    verständlich nachdem du das Thema breitgetreten hast wie einen platt gewalzten Igel

    Gefällt mir Daumen hoch 0