Remember 2002

Die “Ungeschlagenen” kommen an diesem Wochenende ins Frankenstadion. Bayer Leverkusen, seit 24 Spieltagen ohne Niederlage (13 Siege, 11 Remis).  Trotzdem ist die Werkself mittlerweile nur noch Tabellenzweiter.

Jede Serie hat irgendwann mal eine Ende, zeit also für eine Wiederholung von 2002. Am 33. Spieltag kam der damalige Tabellenführer aus Leverkusen ins Frankenstadion, verlor durch ein Tor von Marek Nikl mit 1:0 und rutschte damit auf den zweiten Tabellenplatz ab weil Dortmund einen 4:3 Auswärtserfolg beim HSV landete. Der Club sicherte sich mit diesem Sieg damals den Klassenerhalt und Bayer Leverkusen ging als ewiger Vize in die Geschichte ein.

Allerdings muss der Club auf seinen Torjäger Albert Bunjaku verzichten, nach der Gelb-Rote Karte gegen den VfL Bochum bleibt für den Schweizer nur ein Platz auf der Tribüne. Den frisch gebackenen Nationalspieler wird wohl Choupo-Moting ersetzen. Ein weiteres Manko: Die Konkurrenz kann schon am Samstag Vorlegen. Hertha muss beim Hamburger SV ran und Freiburg trifft im direkten Duell auf Hannover 96. Für den 1. FC Nürnberg wäre wohl eine Freiburger Sieg das beste. Somit wird Hannover erstmal auf Abstand gehalten und der Club hat es dann in den nächsten Spieltagen und vor-allem am 31. Spieltag selbst in der Hand (Auswärts gegen den SC Freiburg) den Klassenerhalt mit Platz 15 zu sichern.

Clubfans Netzwelt – vor dem 25. Spieltag

Hallihallo zusammen!

Nach einer nicht ganz so kurzen Pause gibt es heute wieder einmal eine druckfrische Ausgabe der Clubfans – Netzwelt.

Seit dem Erscheinen der letzten Übersicht über clubrelevante Themen aus den Tiefen des Internets ist ja nun doch einiges passiert im Hause 1. FC Nürnberg – daher überspringen wir schlichtweg einige bereits ausgiebig diskutierte Themen und widmen uns den aktuellsten Diskussionen (wie immer habe ich nur die allergröbsten Rechtschreibfehler korrigiert, also bitte nicht ausflippen, ob der orthographischen Unzulänglichkeiten einiger Kommentatoren):

Ein inzwischen recht beliebtes Thema scheint eine erneute Trainer-Diskussion zu sein – selbige nimmt inzwischen doch recht abstruse Formen an, fordern einige der Diskutanten im Kommentarbereich der Abendzeitung doch bereits die Rückkehr von Michael Oenning bzw. eines bislang nicht in Erscheinung getretenen Übungsleiters namens „Öhning“:

„(…) Wieviel Fehler und Fehlpässe kann sich Wolf noch erlauben, er ist doch fast an jedem Gegentreffer beteiligt. Merkt ein Trainer so etwas nicht ? Öhning (sic!) hätte es gesehen, und auch den Kapitän auf der Bank gelassen „

„Holt bitte Oenning zurück! Mit dem pack mers!„

(Quelle: Abendzeitung)

Ein weiteres, eher weniger sportliches, aber derzeit leider allgegenwärtiges Thema ist das Benehmen einiger „Fans“ am vergangenen Samstag in Bochum – hier dominieren recht, nun ja, gegensätzliche und teilweise auch extreme Ansichten:

„Ich verstehe einfach nicht, warum man diese speziellen “Freunde” nicht ausfiltern kann. Unsereiner muss den Regenschirm abgeben, die können einen halben Block abfackeln.
Es muss hart durchgegriffen werden gegenüber den Ultras, die sich meistens sowieso nur selbst feiern (…)„

„(…) Diese Aktion mit Pyro am Samstag war sowas von HIRNRISSIG! Da möchte ich schon mal diejenigen fragen, was sie damit eigentlich erreichen wollten???????? (…)„

„ (…) ich finde es wirklich lustig wie ihr euch über die ultras aufreg aber denkt doch mal dran sie machen die stimmung im stadion machen choreographien UND SIE HABEN ALLE DEN CLUB MEHR IM HERZEN ALS DIE MEISTEN VON EUCH bloss sie zeigen die liebe anders ich finde BENGALOS UND RAUCHBOMBEN einfach nur klasse weil sie geile stimmung machen und dem gegner zeigen was abgeht (…)“

„Ich finde es schon sehr komisch, dass Pyrotechnik (Bengalen & Rauchtöpfe) immer gleich mit Gewalt assoziiert wird…!? Und warum ist man/frau gleich ein gewaltbereiter Chaot (usw.), wenn man seine Leidenschaft für die eigenen Farben mit ein bißchen Pyro unterstützt? „

(Quelle: Abendzeitung)

„Ob es jetzt die Ultras waren oder nicht, DAS kann man nicht tolerieren.“

„Wofür man Bengalos im Fußballstadion braucht, um gute Stimmung zu haben ist mir immer noch schleierhaft. Ich glaub es gäb mehr Leute, die sich wieder ein Maskottchen wünschen, als solche die regelmäßigen Einsatz von bengalischen Feuern wünschen. Aber allein deswegen führen wir ja auch nicht wieder ein Maskottchen ein.“

(Quelle: studivz.de nur nach vorheriger Registrierung abrufbar)

Manch einer fand das was da am Samstag abging wohl auch noch lustig:

„Mit Bengalos ist nicht zu spaßen. Hab selbst mal einen angezündet und war entzückt von dem tollen Licht. Deswegen pro Bengalos im Handballbereich, nicht aber im Fußball.„

„Beim Tennis und Golf sind Pyros selbstverständlich. Wieso wird sich beim Fussball so darüber aufgeregt???„

(Quelle: Abendzeitung)

Nun…soviel dazu zu sagen sei mir gestattet: manchmal bin ich wirklich froh darum nicht verpflichtet zu sein einen Kommentar zu manchen Äußerungen abgeben zu müssen.

Weitaus positiver stimmen einen da doch einige der Ansichten zum kommenden Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen:

„Wir haben die Bayern Serie gerissen und jetzt kommt die Bayer Serie dran…„

„Aso ich würd unserem Glubb zutrauen das wir Leverkusen die einzige saison niederlage bescheren und somit den Bayern zum Titel verhelfen und am Ende steigen wir ab :D … das wäre soooo typisch! (…)„

(Quelle: studivz.de)

„Leverkusen wird dann jetzt auch resignieren. Es ist wie immer. Bayern Meister, Leverkusen Vizekusen.“

„Das Gesetz der Wahrscheinlichkeit wird uns nächsten sonntag zum sieg verhelfen…
dann noch Freiburg unentschieden gegen Hannover und alles wird gut… (…) „

„Da würde aus “Leverkusen” dann doch mal die “Leverloosen”. (…)“

„Adler ist jetzt offziell die nummer eins: da kann er sich schon einen fehler gegen den club erlauben„

(Quelle: xing.de nur nach vorheriger Registrierung abrufbar)

Zum Abschluß noch ein bemerkenswertes Rechenspiel von Herrn Reinartz, direkt von der offiziellen FCN-Homepage:

fcn.de: Schafft der Club den Klassenerhalt?

Stefan Reinartz: Der Relegationsplatz ist durchaus denkbar, da hat der Club positive Erfahrungen, das wird gut gehen. Ich denke, zwischen Nürnberg und Freiburg wird das Duell um den Relegationsplatz entschieden. Da haben wir eine 50:50-Chance, in der Relegation steht sie dann wieder bei 50:50, dann sind wir also schon bei einer Wahrscheinlichkeit von 75%, dass wir drin bleiben!“

(Quelle: FCN.de)

Bleibt zu hoffen, dass die Mathematik seine einzige Schwäche ist und er stattdessen bald (wieder) mit sportlichen Bestleistungen glänzt…dazu passend noch ein letzer Kommentar aus der FCN-Gruppe auf xing.de

„Leverkusen wird am Sonntag beim Club verlieren, das steht für die noch aus….
Die haben doch die ganze Saison kein Spiel verloren und genau von uns werden sie ihre Packung bekommen…!! Fußball ist berechenbar. München hat es schon hinter sich, deshalb stehen die auch ganz oben.

Ich tippe auf einen hart erkämpften Sieg…….den wir zu 75% gewinnen werden…„

(Quelle: xing.de)

Dem habe ich nichts hinzuzufügen :-)

Mit mir nicht!

Was ist los? Was steht da in den Zeitungen? Habe ich richtig gelesen? Dem Club werden aufgrund der Vorfälle von Bochum möglicherweise Punkte abgezogen?!

klick, klick und klick.

Klar ist, dass die Brandstifter von Bochum den Arsch offen haben – und das sogar sperrangelweit.

Klar ist auch, dass die Brandstifter von Bochum einer harten, gerechten Strafe zugeführt werden müssen.

Klar ist aber auch, dass ich mich nicht verarschen lasse.

Ein Punktabzug wäre eine Verarschung der Emotionen, die ich seit Jahrzehnten in den 1. FC Nürnberg investiere. Sollten dem 1. FC Nürnberg tatsächlich Punkte abgezogen werden, werde ich das Artikelschreiben in diesem Blog einstellen. Und nicht nur das: Ich werde mir die Spiele des 1. FC Nürnberg nicht mehr anschauen. Ich werde das Bundesligageschehen nicht mehr verfolgen.

Nicht mit mir, Freunde! Mit mir nicht!

Wenn der DFB dem 1. FC Nürnberg Punkte abzieht, weil ein paar in FCN-Kluft herumlaufende Amöbenhirne nicht wissen, wie man sich im Fußballstadion zu benehmen hat, ist für mich das Spiel gelaufen. Dann trete ich sofort zurück. Dann gibt es in Deutschland einen Fußballfreund weniger.

24. Spieltag: Bochum vs. FCN 0:0

Ende 0:0: Zu wenig im Abstiegskampf für den Club, aber vielleicht ein Punkt, der noch wichtig werden könnte. Freiburg kassierte noch den Ausgleich in Gladbach, Hertha verliert zu Hause gegen Hoffenheim. Die These, dass das Abstiegskampfquartett nur gegen sich untereinander Dreier einfahren kann, hält. Es wird also spannend bleiben und die Duelle gegeneinander werden den Ausschlag geben.

Halbzeit: Bochum steht wie erwartet sehr tief und lässt dem Club den Ball, der aber nichts zählbares daraus macht. Dann die Riesenchance für Bochum, die Schäfer doppelt vereitelt.

Breno hat sich beim Aufwärmen verletzt und muss passen. Das fängt ja gut an… Hecking reagiert auf Charisteas Abschlussschwäche und gibt Choupo-Moting eine Chance, Frantz auch wieder von Anfang an dabei.

Bochum:
Heerwagen – Concha, Maltritz, Mavraj, Fuchs – Dabrowski, Maric – Prokoph, Holtby, Dedic – Sestak

Nürnberg:
Schäfer – Diekmeier, Wolf, Maroh, Pinola – Ottl, Tavares – Frantz, Gündogan, Bunjaku – Choupo-Moting

Die Pflicht nach der Kür

Aktuell laufen die olympischen Winterspiele, auch dort kennt man Pflicht und Kür – beim Eiskunstlauf. Der Unterschied: Beim Eiskunstlauf kommt zuerst die Pflicht. Und mit einer gelungenen Pflicht kann man schon den Grundstein für den Medaillenerfolg legen. Beim FCN ist es diese Woche anders, letzten Samstag hatten wir die Kür, das so genannte “Derby”. Dabei liegen die Städte Nürnberg und München über 100km auseinander, nicht einmal die Landsmannschaft ist die gleiche – was daran ein Derby sein soll, ich verstehe es nicht. Natürlich gibt es eine große Rivalität zwischen den Vereinen, wobei diese Rivalität von uns Clubberern wohl gefühlt größer und wichtiger ist als für die Fans des FCB, denn wir sind schon lange keine echte Konkurrenz mehr für die Roten aus der Landeshauptstadt. Selbst die Zeiten als wir Rekordmeister waren sind schon sehr lange vorbei. Unser Spiel gegen die Bayern ist also schon lang das klassische Duell David gegen Goliath, nur im Unterschied zur Geschichte in der Bibel, können wir die großen Bayern nur selten ärgern und Punkte abnehmen. Am Samstag ist uns das mal wieder zuhause gelungen, ein glückliches 1:1. Dass die Bayern das Unentschieden in der Fremde als Niederlage gewertet haben, zeigt die Unterschiede im Anspruch deutlich auf.

Aber klar ist, Spiele gegen die Bayern sind immer ein Fest, ein Sieg hier kann viel grau-grau der Saison überdecken, selbst ein glückliches Unentschieden wie letzten Samstag gibt Zuversicht, hilft unseren Spielern Selbstvertrauen aufzubauen. In solchen Spielen können “kleine” Vereine, ja das sind wir heute (da hilft kein Bezug auf die goldenen Zeiten vor nun fast schon 100 Jahren) nur gewinnen. Kein Fan erwartet wirklich etwas, auch hier hoffte man auf eine Sensation, erwartet hat sie keiner. Die Spieler konnten ohne Druck ins Spiel gehen, wir mussten das Spiel nicht machen, konnten einen doppelten Riegel vor dem eigenen Strafraum aufbauen. Von Florenz lernen hieß die Devise und vorne sollte der liebe Gott helfen, was er dann tatsächlich bei der einzigen echten Chance tat. In dieser Saison zeigten wir selten eine solche Effektivität. Solche Spiele sind Feste, das Stadion voll, die Stimmung bei den Fans gut.

Jetzt kommt es nächstes Wochenende zur Pflicht. Read the rest »

Das Versprechen

Freunde, war das eine Schrecksekunde!

Viel hat nicht gefehlt und unsere Mannschaft hätte sich mal wieder durch eine Torheit vor Toresschluss (klick) um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Wenn Thomas Müller Andreas Wolfs Juri-Judt-Gedächtnis-Querschläger (klick) unter Kontrolle gebracht hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit nicht gering gewesen, dass die Bayern unmittelbar vor dem Abpfiff doch noch den Siegtreffer erzielt hätten.

Andreas Wolf, der sich momentan mehr schlecht als recht müht, auf der Suche nach der verlorenen Form fündig zu werden, scheint der Schreck über seinen Aussetzer mächtig in die Glieder gefahren zu sein. So mächtig, dass er, wäre sein Fauxpas nicht folgenlos geblieben, die Fußballstiefel an den Nagel gehängt hätte. Sagt er jedenfalls (klick).

Da unsere Mannschaft das 1:1, das vom Spielverlauf her glücklich und gemessen am Tabellenstand zu wenig war, über die Zeit brachte, wird Andreas Wolf am nächsten Samstag in den Katakomben des Bochumer Stadions wieder das Trikot mit der Nummer 5 überziehen, die Stiefel schnüren und die Kapitänsbinde anlegen. Er wird seine Mannschaft auf den Platz führen – in ein Spiel, in dem es für den Club um zweierlei geht: den Angriff auf Hannover und Freiburg fortzusetzen und Hertha BSC auf Distanz zu halten.

Im Vierkampf um den Klassenerhalt ist die mehrmals für tot erklärte Hertha wieder dicke im Geschäft. Nach Abschluss der Vorrunde hatte die Hertha sechs Punkte Rückstand auf den Club. Jetzt sind es nur noch zwei. Der Club machte in den sechs Rückrundenspielen fünf Punkte. Die Hertha machte neun. Sie hat ihr letztes Spiel in Freiburg glatt mit 3:0 gewonnen und wird am Samstag auch ihr Heimspiel gegen Hoffenheim gewinnen. Sagt Club-Trainer Dieter Hecking (klick).

Gewinnt die Hertha gegen Hoffenheim und gewinnt der Club nicht in Bochum, ist der Club wahrscheinlich Tabellenletzter (klick).

Das hört sich Besorgnis erregend an. Ist es aber nicht. Weil der Club nach dem Bochum-Spiel nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen wird. Sagt Andreas Wolf (klick):

Wir hatten über die gesamte Saison viele Probleme. Doch der Punkt gegen Bayern gibt uns Selbstvertrauen. Jetzt holen wir etwas in Bochum und verlassen die Abstiegsränge – für immer!

Ist das nicht ein wunderbares Versprechen?