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> <channel><title>Clubfans United &#187; Fußball-Philosophie</title> <atom:link href="http://www.clubfans-united.de/tag/fussball-philosophie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.clubfans-united.de</link> <description>1. FC Nürnberg &#124; Das Fanmagazin</description> <lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 16:44:55 +0000</lastBuildDate> <language>de</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Die Fußball-Welt ist eine Scheibe</title><link>http://www.clubfans-united.de/2011/08/22/die-fussball-welt-ist-eine-scheibe/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-fussball-welt-ist-eine-scheibe</link> <comments>http://www.clubfans-united.de/2011/08/22/die-fussball-welt-ist-eine-scheibe/#comments</comments> <pubDate>Mon, 22 Aug 2011 11:50:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Alexander &#124; Clubfans United</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[FCN]]></category> <category><![CDATA[Fußball-Philosophie]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=13737</guid> <description><![CDATA[Die Fußball-Welt ist eine Scheibe. Es gibt nur oben und unten, alles dazwischen ist eine Art wackliger Rand auf dem man kaum stehen kann und von dem man dann eben nach oben oder unten zu kippen droht. Beim Fußball ist eigentlich schon so ein Remis nur was für Warmduscher (oder Italiener). Und Fußball ist eine [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.clubfans-united.de/wp-media/2011/08/Universum-1.jpg" alt="" title="Universum - Heikenwaelder Hugo, Austria, Email : heikenwaelder@aon.at, www.heikenwaelder.at" width="570" height="267" class="alignright size-full wp-image-13745" /></p><p>Die Fußball-Welt ist eine Scheibe. Es gibt nur oben und unten, alles dazwischen ist eine Art wackliger Rand auf dem man kaum stehen kann und von dem man dann eben nach oben oder unten zu kippen droht. Beim Fußball ist eigentlich schon so ein Remis nur was für Warmduscher (oder Italiener). Und Fußball ist eine Art Religion, die Neuerungen nur ungern zulässt &#8211; runde Fußball-Welten bspw.</p><p>Dass der FCN in Dortmund nicht gewinnen wird, hätte man sich denken können. Aber so denken darf man nicht, wenn man Fußball-Gläubiger ist. Nach dem Wechselbad der Gefühle zwischen Zweckoptimismus <em>(sonst könnte man ja gleich die Punkte per Post schicken und spart sich auch noch die Anfahrt)</em> und Realitätssinn <em>(4 Top-Spieler weg, Neuaufbau, erfahrene Leistungssträger verletzt)</em> nimmt man dann die so auch eingetretene Niederlage zur Kenntnis, um sich erneut einem Wechselbad zu stellen: War es jetzt gut, dass man gut spielte und verlor &#8211; oder ist das gerade schlecht, weil es eben darüber hinwegtäuscht, dass man nun ja so oder so keine Punkte hat?</p><p>Nein. Fußball lebt vom Ergebnis und das Ergebnis wird durch die Tore bestimmt. In der Fußball-Welt als Scheibe ist die Wahrheit daher auch einfach: Gut gespielt hat der, der gewinnt, und es gewinnt der, der mehr Tore schießt. Ob das nun dann auf Grund einer übermächtigen Spielbeherrschung erfolgte <em>(Dominanz)</em> oder der Ausnutzung seiner wenigen Torchancen trotz sonstiger Ratlosigkeit <em>(Effizienz)</em>, darf danach beliebig argumentativ bedient werden. Wer gewinnt, hat die Gläubigen auf seiner Seite &#8211; vom Fan bis zu den Medien.</p><p>Apropos Medien. Angesprochen heute auf die desaströse Abwehrleistung des FCN fragt man irritiert und höflich nach, wie man denn zu dieser Ansicht komme, wird dann aber nonchalant auf den Zusammenschnitt der Sportschau verwiesen. Alternativ hätte man auch gleich auf die naheliegende Statistik kommen können und sagen: Wer von drei Schüssen zwei reinkriegt, der muss entweder eine miese Abwehr oder einen miesen Torwart gehabt haben. Da man aus Gründen einer deutschlandweiten positiven Jugend-Stimmung einen 18-Jährigen Debütanten aber nicht ans Bein pinkeln will (Welpenschutz) und ihm auch in den wenigen Sekunden der Zusammenfassung keine Fehler im Bild nachweisen kann, zeigt man eben das 1:0 des BVB, bei dem in der Tat die Abwehr des FCN auseinandergenommen wurde. Beim Meister, wohlgemerkt &#8211; beim Meister, der in der vergangenen Saison <em>(und übrigens auch schon diese Saison, ausgenommen in Hoffenheim &#8211; Stichwort: Angstgegner)</em> alles in Grund und Boden spielte. Eine brilliante Szene eines brillianten Fußballers, Mario Götze, der einmal gedanklich einen Schritt schneller war und danach einfach alles richtig machte. &#8211; Aber wenn der Prediger von der Sportschau-Kanzel spricht, ist die Gemeinde eingenordet.</p><p>Ja, es gab auch noch ein zweites Tor, einen vollkommen sinnfreien Weitschuß-Versuch eines Großkreutz für den man einen Eigler oder Pinola auf der anderen Seite noch maximal mit &#8220;Verzweiflungsschuss&#8221; hätte durchkommen lassen, wird in einer Bogenlampe unhaltbar abgefälscht ins lange Eck. Und da auf der anderen Seite ein blutjunger Wießmeier versuchte seinen Kopf einzusetzen, statt sich mal keinen zu machen und das Ding einfach ins Tor zu dreschen, ein Hegeler die Hegeler-Bogenlampe schon in Halbzeit 1 zu tief installierte hatte und auch ein Simons seinen markanten Schädel nur unzureichend gegen den Ball wuchtete, so dass selbiger knapp neben das Tor ging, steht am Ende eben eine Niederlage, die nun einmal verdient ist, denn verdient ist das, was man erreicht hat &#8211; wie auch immer. Dann eben Arbeitssieg, sagt Klopp, und Arbeit ist ja auch was Redliches, auf das man stolz sein kann am Ende des Tagwerks.</p><p>Die Fußball-Lehre kann so einfach sein. Oben, unten, gewonnen, verloren. Siege sind nun einmal Resultat des Ergebnisses erzielter und nicht erzielter Tore. Wehe dem, der sich dieser einfachen Dogmatik wiedersetzt &#8211; ihm ist die Abstiegshölle fast schon gewiss. Wer kein Ketzer sein will, der schließt sich dem Kanon daher an, schüttelt den Kopf über zwei Niederlagen und die verpasste große Chance, den Auswärtssieg in Berlin zu vergolden, und malt nun düstere Szenarien an die Wand, sollte der geforderte Pflichtsieg gegen Augsburg nicht gelingen. Nur wenige, die hier den (Frei-)Mut haben, ketzerisches Gedankengut wie &#8220;Hannover und Dortmund sind vielleicht doch nicht das Maß unserer Dinge?&#8221; leise und mit vielen Fragezeichen in den Raum zu stellen. Es sind diese Stimmen, die gar Augsburg als ein schwieriges Unterfangen ansehen, vielleicht sogar noch schwieriger als Dortmund ansehen &#8211; denn dass die Arbeit nach hinten gut klappt <em>(nach vorne aber nicht so)</em>, konnte man ja schon in den ersten drei Spielen sehen <em>(wenn man mal nicht der Sportschau folgt)</em>. Wehe diesen Blendern, diesen Fehler-Verstehern und Statistik-Erklärern, die damit doch schon vorab nur alle Probleme legitimieren und so die reine Lehre <em>&#8220;Heimspiele müssen nun mal gewonnen werden, komme was da wolle&#8221;</em> verwässern.</p><p>Hecking, Hüter der Fußball-Gemeinde zu Nürnberg, habe geklagt und ihm sei bitter aufgestoßen (<a
href="http://www.abendzeitung-nuernberg.de/default.aspx?ID=12396&#038;showNews=1012257">AZ</a>), dass man die Ernte nicht einfahren konnte, die man mit harter Arbeit sähte. Wer allerdings die Pressekonferenz gesehen hatte, hat wohl die vielen umrahmenden Worte der Einfachheit weggelassen &#8211; Worte, die vor allem lobten, die die Mannschaft beglückwünschten und bei der in Sachen Bitterkeit nur das von sich gab: <em>„Heute werden wir gelobt, morgen auch. Am Montag lesen wir es in der Zeitung und am Dienstag stellen wir fest: Wir haben keine Punkte gewonnen.“</em> &#8211; Was er nicht ahnte, dass man im Internet und im TV wohl schneller ist, als im veralteten Medium &#8220;Zeitung&#8221;. Da ist man schon heute, am Montag, am Bejammern der fehlenden Punkte angelangt. Vielleicht haben ihn viele aber einfach auch falsch verstanden <em>(oder es gar nicht erst versucht)</em>. Zufrieden sein mit dem Geleisteten, zuversichtlich sein ob des Gezeigten und sich dennoch mit den Gegebenheiten nicht zufrieden geben wollen &#8211; eine nicht so einfach auf einen Nenner zu bringende Botschaft.</p><p>Sollte der Fußball jemals eine religiöse Reformation erfahren, dann könnte man sich vielleicht am Spielgerät orientieren. Der Ball ist nämlich rund, er dreht sich laufend, ständig ist man oben oder unten und die Übergänge dazwischen sind fließend. Und nur wer in der Lage ist, am Ball zu bleiben und sich eben nicht von Zwischenstandsberichten vom Glauben abbringen lässt, wird am Ende gute Chancen haben, auf Dauer seinen Platz im Fußballhimmel Bundesliga zu bewahren.</p><p>Amen.</p><hr
/><p><a
href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Universum.jpg?uselang=de">Bild</a> (Ausschnitt): Universum &#8211; C. Flammarion, Holzschnitt, Paris 1888, Kolorit : Heikenwaelder Hugo, Wien 1998. Heikenwaelder Hugo, Austria, Email : heikenwaelder@aon.at, www.heikenwaelder.at. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.de">Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert</a>.</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
/>Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. (digitalfingerprint: 1e52b83021659d5cdac030ad8a03cf27rejt8346789)</small><p><a
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=4332</guid> <description><![CDATA[Bayern München 21 (14) 1. FC Nürnberg 9 (4) FC Schalke 04 7 (4) Hamburger SV 6 (3) Borussia Dortmund 6 (2) VfB Stuttgart 5 (3) Borussia Mönchengladbach 5 (3) Werder Bremen 4 (6) 1. FC Kaiserslautern 4 (2) 1. FC Köln 3 (4) VfB Leipzig 3 (1) SpVgg Fürth 3 (-) Dresdner SC 2 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><ol><li>Bayern München 21 (14)</li><li><em><strong>1. FC Nürnberg 9 (4)</strong></em></li><li>FC Schalke 04 7 (4)</li><li>Hamburger SV 6 (3)</li><li>Borussia Dortmund 6 (2)</li><li>VfB Stuttgart 5 (3)</li><li>Borussia Mönchengladbach 5 (3)</li><li>Werder Bremen 4 (6)</li><li>1. FC Kaiserslautern 4 (2)</li><li>1. FC Köln 3 (4)</li><li>VfB Leipzig 3 (1)</li><li>SpVgg Fürth 3 (-)</li><li>Dresdner SC 2 (2)</li><li>Hannover 96 2 (1)</li><li>Hertha BSC 2 (-)</li><li>Berliner TuFC Viktoria 1889 2 (-)</li><li>Eintracht Frankfurt 1 (4)</li><li>TSV 1860 München 1 (2)</li></ol></blockquote><p>Freunde, was ist denn hier los? Der Club ist Zweiter!?! Vor Schalke! Vor dem HSV! Vor Borussia Dortmund, dem VfB Stuttgart und Werder!</p><p>Wahnsinn!</p><p>Erster sind die Bayern. Na klar, die Bayern. Die sind ja immer Erster. Zumindest meistens immer.</p><p>Aber was ist denn das? VfB Leipzig? SpVgg Fürth? Dresdner SC? Was haben denn die hier zu suchen? Und dann noch Berliner TuFC Viktoria 1889. Noch nie gehört!</p><p>Wo ist eigentlich Bayer Leverkusen? Und wo ist der VfL Wolfsburg? Hat jemand den deutschen Meister gesehen?</p><p>Nicht zu finden.</p><p>Komische Sache, was?</p><p>Nee. Gar nicht komisch! Jedenfalls nicht in dieser Tabelle.</p><p>Diese Tabelle zeigt die Top-18 der deutschen Fußballvereine in den seit 1903 unter dem Dach des DFB ausgetragenen Meisterschaftsrunden. Ausschlaggebend für die Platzierung ist die Anzahl der errungenen deutschen Meistertitel (die Zahl hinter dem Vereinsnamen). Bei Gleichstand entscheidet die Anzahl der errungenen Titel im DFB-Pokal (die eingeklammerte Zahl dahinter). Besteht auch da Gleichstand, ist entscheidend, welcher Verein zuletzt deutscher Meister war. So steht der VfB Stuttgart vor Borussia Mönchengladbach, weil die Schwaben 2007 das letzte Mal Meister waren und die Gladbacher 1977.</p><p>Der VfL Wolfsburg ist jetzt zum ersten Mal deutscher Meister. Pokalsieger war er noch nie. Deshalb erscheint er nicht in dieser Tabelle.</p><p>Im Gegensatz zum Berliner TuFC Viktoria 1889. Der war zweimal &#8211; 1908 und 1911 &#8211; deutscher Meister. Übrigens: Dieser Verein nennt sich heute <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/BFC_Viktoria_1889">Berliner FC Viktoria 1889</a> und spielt derzeit in der <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Liga_%28Fu%C3%9Fball%29">Berlin-Liga</a> (sechste Liga).</p><p>Der 1. FC Nürnberg  war neunmal deutscher Meister und viermal Pokalsieger.</p><p>Klar: Die letzte Meisterschaft liegt schon 41 Jahre zurück und drei der vier Pokalsiege wurden 1962 und vorher errungen.</p><p>Trotzdem eine stattliche Bilanz. Eine Bilanz, die Tradition stiftet.</p><p>Der 1. FC Nürnberg ist ein Traditionsverein. Und weil der 1. FC Nürnberg ein Traditionsverein ist, sind viele Leute &#8211; auch solche, die mit dem Club nichts zu tun haben &#8211; der Ansicht, dass dieser Verein in die Bundesliga gehört.</p><p>Auch <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/02/28/niemandsland/">Alfred</a>, der kein Club-Fan ist, sagt:</p><blockquote><p><em>Da Glubb gheerd in die Bundesliecha.</em></p></blockquote><p>Moment mal, kann man da einwenden, der Alfred zählt nicht. Der ist zwar kein Club-Fan, aber ein waschechter Franke, und da schlägt sein Herz (zumindest sein halbes) natürlich eher für den FCN als für Arminia Bielefeld oder den KSC. Und außerdem sagt Alfred das eh nur, weil er daran interessiert ist, dass belschanov ihn regelmäßig mit einer Blend 29 versorgt.</p><p>Aber da ist ja auch noch Thorsten. Ihr erinnert euch, das ist der aus Norddeutschland stammende Wolfsburg-Fan (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/04/10/fruehling-laesst-sein-blaues-band/">klick</a>), der seit dem 34. Spieltag der Saison 2008/09 seine seltsam aussehende VfL-Wolfsburg-Mütze (<a
href="https://www.woelfeshop.de/merchandising-vfl1/product_info.php?cPath=130_131&amp;products_id=2517&amp;osCsid=f7da9e0b7396197ea6539451bc6b9cbc">klick</a>) kaum noch vom Kopf kriegt (und es wohl ganz gut verschmerzen kann, dass sein VfL in der oben präsentierten Tabelle nicht zu finden ist).</p><p>Der sagt &#8211; auch wenn es sich etwas anders anhört &#8211; das Gleiche wie Alfred:</p><blockquote><p><em>Keine Frage, der Club gehört in die Bundeliga</em>. (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/29/aufstiegssekt-muss-warten-bis-sonntag/">klick</a>)</p></blockquote><p>Was? Thorsten zählt auch nicht? Der sagt das nur, weil er es sich nicht mit seinen Tresenkameraden verscherzen will?</p><p>Glaube ich zwar nicht, denn Thorsten ist nicht der Typ, der sich anbiedert. Aber gut, dann zitiere ich eben Spreegraf. Der sagt Folgendes:</p><blockquote><p><em>Der Club gehört als einer der großen deutschen Traditionsverein in die 1.Bundesliga!</em></p></blockquote><p>Spreegraf ist absolut unverdächtig, denn er ist in keiner Weise auf mich angewiesen. Weder auf meine Zigaretten, noch auf meine Tresenkameradschaft. Ich bin Spreegraf noch nie begegnet. Alles, was ich über ihn weiß, ist, dass er in der Cottbusser Gegend lebt und der Meinung ist, &#8220;dass der Club als einer der großen deutschen Traditionsvereine in die 1. Bundesliga gehört&#8221;. Und das weiß ich nur, weil ich durch Zufall Spreegrafs User-Kommentar auf der Sportseite von Focus-online gelesen habe. (<a
href="http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/traditionsverein-relegation-kommentar_1838286.html">klick</a>)</p><p>Als Club-Fan kann man da nur sagen: Bravo, Spreegraf. Genau so isses!</p><blockquote><p><em>Der Club gehört in die Bundesliga&#8230;</em></p></blockquote><p>&#8230;das sage ich auch oft. Und wenn jemand tatsächlich fragt: Warum eigentlich?, antworte ich:</p><blockquote><p><em>Weil der Club ein Traditionsverein ist. Sogar einer der größten in Deutschland.</em></p></blockquote><p>Reflexartig gebe ich diese Antwort. So wie man &#8220;Entschuldigung&#8221; sagt, wenn man in der U-Bahn jemandem aus Versehen auf den Fuß tritt. So wie man etwas sagt, was man in einer bestimmten Situation halt so sagt.</p><p>Natürlich weiß ich, dass das mit dem Traditionsverein kein Argument ist. Dann dürften Reagenzglas-Kreationen wie Bayer Leverkusen und VW Wolfsburg ja nicht in der Bundesliga spielen. Und Hoffenheim schon gar nicht.</p><p>Wobei man auch da vorsichtig sein muss. Wenn Thorsten jemanden &#8220;Der VfL Wolfsburg ist kein Traditionsverein&#8221; sagen hört, legt er reflexartig Widerspruch ein.</p><p>Ich glaube, ich werde in Zukunft ehrlicher sein. Ich werde weiterhin daran festhalten, dass der FCN in die Bundesliga gehört. Und ich werde das auch weiterhin offen sagen. Aber wenn mich jemand fragt: Warum eigentlich?, werde ich antworten:</p><blockquote><p><em>Weil ich das so will.</em></p></blockquote><p>Das ist zwar ehrlich, richtig weiter hilft es mir aber auch nicht. Entscheidend für die Ligazugehörigkeit eines Fußballvereins ist ja nicht, was der Fan will. Entscheidend ist, für welche Liga sich der Verein im sportlichen Wettbewerb qualifiziert, da kann man als Fan soviel wollen, wie man will. D. h.: Jeder Verein &#8211; egal ob Traditionsclub oder künstliches Konstrukt &#8211; <em>gehört</em> in die Liga, der er an<em>gehört</em>. (Ich weiß, das sind Binsenweisheiten fürs <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelpass_%28Fernsehsendung%29">DSF-Phrasenschwein</a>. Das liegt aber nicht an mir, das liegt an der Einrichtung der Welt&#8230;)</p><p>Im Moment gibt&#8217;s für den Club-Fan ja keinen Grund zum Klagen. Der FCN ist <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=Zk0cafTdF8U">back again</a> in der Liga, in die er gehört. Nicht, weil ich das so will, sondern weil er sich in der Relegation gegen Energie Cottbus durchgesetzt hat. Ziemlich souverän sogar.</p><p>Ob diese Ankunft in der Bundesliga endlich der gewollte Dauerstopp ist?</p><p>Hans Böller von den Nürnberger Nachrichten schreibt, dass der 1. FC Nürnberg</p><blockquote><div><em>es [...] geschafft hat, sich da zu positionieren, wo etwa zwei Drittel aller Vereine der ersten und zweiten Liga stehen: Hinter den Branchengrößen, deren Vorsprung wächst, und in einer Gruppe ambitionierter Clubs, die, wenn es gut geht, relativ weit oben mitspielen können. Oder absteigen, wenn einiges schiefgeht. Nürnberg erlebte vor einem Jahr einen immer noch schwer erklärbaren sportlichen Abstieg, resultierend aus einer Summe von Faktoren, für deren Bewältigung die Substanz dann nicht mehr ausreichte. Aber der Club brach nicht völlig zusammen&#8230; </em>(<a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1027833&amp;kat=31">klick</a>)<em><br
/> </em></div></blockquote><p>Die &#8220;Branchengrößen&#8221;, das sind die Vereine, die den harten Kern der Bundesliga bilden: Bayern München, VfL Wolfsburg, VfB Stuttgart, Hertha BSC, HSV, Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Werder Bremen und &#8211; mal sehen &#8211; 1899 Hoffenheim.</p><p>Hinter den Branchengrößen steht eine Gruppe von Vereinen, die darum kämpfen, in der Saison 2010/11 noch der Bundesliga anzugehören, oder darauf spekulieren, in dieser Saison wieder in der Bundesliga zu sein. Neben dem Club sind das die aktuellen Erstligisten Hannover 96, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach, FSV Mainz 05, SC Freiburg sowie die Zweitligisten Arminia Bielefeld, KSC, Energie Cottbus, Alemannia Aachen, MSV Duisburg, 1. FC Kaiserslautern und vielleicht FC St. Pauli, 1860 München, Hansa Rostock. Zu nennen wäre noch die SpVgg Greuther Fürth, auf die allerdings &#8220;<em>wieder </em>in der Bundesliga&#8221; nicht zutrifft&#8230;</p><p>Im Kreis dieser Mannschaften hat sich der 1. FC Nürnberg &#8220;positioniert&#8221;. Sein Standort liegt irgendwo im Grenzbereich zwischen der ersten und zweiten Liga. Aufgrund seiner großen Tradition und der hohen Popularität, die er nach wie vor genießt, &#8220;fühlt&#8221; er sich als ein Verein, der in die erste Liga gehört. Richtig angekommen ist er dort allerdings schon lange nicht mehr.</p><p>Der Club schrieb Geschichte in einer Zeit, in der Fußball noch Sport war und kein Geschäft. Als der Fußball dann mehr und mehr zur Ware mutierte, verlor er den Anschluss, weil die Chefs von anderen Vereinen es verstanden, mit dieser Ware clever (oder zumindest cleverer) umzugehen. Dem Club blieb seine glanzvolle Vergangenheit, die Erfolge blieben aus. Er hatte es nicht verstanden, sich an die Bedingungen des Big Business anzupassen. So gesehen ist der 1. FC Nürnberg ein alter Dinosaurier.</p><p>Vor zwei Jahren, als der 1. FC Nürnberg mit dem Pokalsieg endlich wieder mal einen Titel feiern durfte und in den UEFA-Cup einzog, dachten wir, dass der Verein unseres Herzens wieder eine feste Größe in der Bundesliga ist. Prompt ging die Reise eine Liga nach unten.</p><p>Wenn der Club das erreichen will, was der Club-Fan will &#8211; dass er sich dauerhaft in der Bundesliga etabliert -, müsste er ein Spitzenverein, eine &#8220;Branchengröße&#8221; werden. Der Weg zu diesem Ziel ist noch weit &#8211; wenn es denn überhaupt zu erreichen ist.</p><p>Sportdirektor Martin Bader, der nach Michael A. Roths Rückzug vom Präsidentenamt nun noch mehr Verantwortung trägt, als dies vorher schon der Fall war, äußerte sich in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten folgendermaßen zur Gesamtsituation des Clubs (<a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1028501&amp;kat=31">klick</a>):</p><blockquote><p><em>[...] wir müssen [...] bis 2010 die Satzungsänderung vorantreiben und das Nachwuchsleistungszentrum perfektionieren, den ganzen Club krisenfester machen. Die Rahmenbedingungen sind [...] gut, aber nicht erstklassig.</em></p></blockquote><p>Und weiter:</p><blockquote><p><em>Wollen wir auf die Absteiger tippen? Man kommt auf die drei Aufsteiger, dann schon auf Vereine wie Bochum, Frankfurt, Hannover, Köln – die in vielen Bereichen strukturell besser aufgestellt sind als wir. Wir waren in unserer Historie ein Pendler zwischen den Ligen, und so demütig sind wir jetzt schon, dass wir sagen: Allein der Klassenverbleib ist im ersten Jahr das Ziel.</em></p></blockquote><p>Dass der Club in der Gegenwart überhaupt ein &#8220;Pendler&#8221; zwischen der ersten und zweiten Liga ist, ist zu einem großen Teil das Verdienst von Michael A. Roth. Als er den Club im Herbst 1994 zum zweiten Mal übernahm, stand der Verein unmittelbar vor dem finanziellen Kollaps. Roth hat den Verein vor dem Absturz ins Bodenlose bewahrt und in der Folgezeit so flott gemacht, dass er sich im Gebäude der deutschen Fußball-Ligen zwischen der höchsten und zweithöchsten Etage einpendelte.</p><p>Die neue Vereinsführung &#8211; gleich aus welchen Personen sie sich dann letztendlich zusammensetzt &#8211; steht vor der Aufgabe, die schon in Roths Amtszeit begonnene strukturelle Modernisierung und Professionalisierung des Vereins voranzutreiben und den Abstand zu den &#8220;Branchengrößen&#8221;, wenn nicht zu nivellieren, so doch entscheidend zu verkürzen.</p><p>Gelingt dies nicht, bleibt der 1. FC Nürnberg auf Dauer das, was er momentan ist: Ein Verein in einem Fahrstuhl, der mal nach oben, mal nach unten fährt. Ein Verein zwischen den Welten.</p><p>[Wer die in der Top-18-Tabelle angegebenen Zahlen der Meister- und Pokaltitel nachprüfen möchte, klicke <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Deutschen_Fu%C3%9Fballmeister">hier</a> und <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/DFB-Pokal">hier</a>. Die Meister der DDR-Oberliga wurden nicht berücksichtigt.]</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=3657</guid> <description><![CDATA[Haider &#8211; Bittorf, Lieberwirth, Grahammer &#8211; Reuter, Geyer, Dorfner, Güttler, Wagner &#8211; Stenzel (89. Klaus), Eckstein (68. H.-J. Brunner) In dieser Besetzung bestritt der 1. FC Nürnberg am 13. April 1985  &#8211; es war der achtletzte Spieltag der Zweitligasaison 84/85 &#8211; ein Auswärtsspiel in Oberhausen. Der Club verlor diese Partie mit 1:2. Er war in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Haider &#8211; Bittorf, Lieberwirth, Grahammer &#8211; Reuter, Geyer, Dorfner, Güttler, Wagner &#8211; Stenzel (89. Klaus), Eckstein (68. H.-J. Brunner)</p></blockquote><p>In dieser Besetzung bestritt der 1. FC Nürnberg am 13. April 1985  &#8211; es war der achtletzte Spieltag der Zweitligasaison 84/85 &#8211; ein Auswärtsspiel in Oberhausen. Der Club verlor diese <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/31/oberhausen-nuernberg/">Partie</a> mit 1:2. Er war in der 62. Minute durch ein Tor von Reiner Geyer in Führung gegangen, musste aber in der 76. Minute den Ausgleich und in der 88. Minute schließlich noch den Siegtreffer für die Rot-Weißen hinnehmen. &#8220;Typisch Club&#8221; war dabei nicht nur die <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/18/torheiten-vor-toresschluss/">&#8220;Torheit kurz vor Toresschluss&#8221;</a>, sondern auch die pikante Tatsache, dass das 2:1 von einem im Zuge der <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/09/07/a-glaans-rewoldla/">&#8220;Oktoberrevolution&#8221;</a> suspendierten Ex-Clubberer namens Detlef Krella erzielt wurde.</p><p>Durch diese Niederlage rutschte der Club von dem zu den Relegationsspielen berechtigenden <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/30/">dritten Tabellenplatz</a>, den er durch Siege in den beiden vorangegangenen Spielen (Blau-Weiß 90 Berlin &#8211; FCN <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/29/bw90berlin-nuernberg/">0:2</a>, FCN &#8211; St. Pauli <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/30/nuernberg-stpauli/">2:1</a>) erobert hatte, auf <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/31/">Platz vier</a> ab. An meine Reaktion auf diese Niederlage habe ich keine Erinnerung mehr, man kann sie sich aber ausmalen. Meine Gemütslage war wohl ähnlich trübe wie nach der 2:2-Niederlage unserer Mannschaft im diesjährigen <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">Auswärtspiel in Duisburg</a>. Zumindest ist nicht damit zu rechnen, dass ich noch damit gerechnet habe, dass der Club am Ende der damaligen Saison als Zweitligameister aufsteigen würde. Genausowenig wie ich heuer nach dem Duisburg-Spiel damit gerechnet habe, dass der Club die nächsten vier Spiele gewinnen und sieben Spieltage vor Saisonende auf dem zur Relegation berechtigenden dritten Tabellenplatz stehen würde.</p><p>Mensch, Freunde! Vier Spiele am Stück gewonnen!</p><p>Ich weiß nicht, wann das einer Club-Mannschaft das letzte Mal gelungen ist.</p><p>Und ich weiß auch nicht, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass unsere Mannschaft am achtletzten Spieltag der laufenden Saison den Sprung auf Platz drei durch einen Auswärtssieg bei dem gleichen Verein perfekt machte, bei dem sie fast auf den Tag genau vor 24 Jahren &#8211; und ebenfalls am achtletzten Spieltag &#8211; ein Spiel und vorübergehend den dritten Platz verloren hat. (Ein Omen? Und wenn ja: Was will es uns sagen?)</p><p>Was ich weiß, ist nur, dass die Club-Mannschaft, die gestern in der Aufstellung&#8230;</p><blockquote><p>Schäfer &#8211; Diekmeier, Maroh, Pinola, Bieler &#8211; Reinartz &#8211; Kluge (72. Judt), Mintal (76. Vidosic), Frantz &#8211; Boakye, Eigler (74. Risse)</p></blockquote><p>&#8230;einen 3:0-Sieg in Oberhausen einfuhr und in der die jungen Wilden mittlerweile ähnlich gut  mit den erfahrenen Oldies harmonieren wie im 85er-Team, nun doch noch eine reale Chance hat, die in meiner Weihnachtsbotschaft ausgegebene Devise <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/12/24/remember-85/">&#8220;Remember 85&#8243;</a>, die ich bereits öffentlich <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">widerrufen</a> habe, in die Tat umzusetzen. Gelingen kann das natürlich nur, wenn sie in den letzten sieben Saisonspielen ähnlich erfolgreich ist, wie dies in der Saison 84/85 der Fall war. Das Restprogramm sah damals so aus:</p><blockquote><p>FCN &#8211; Aachen 2:1, Wattenscheid &#8211; FCN 1:3, FCN &#8211; Ulm 46 3:2, Solingen &#8211; FCN 2:1, FCN &#8211; Homburg 3:0, Darmstadt &#8211; FCN 0:4, FCN &#8211; Kassel 2:0</p></blockquote><p>In dieser Saison trifft unsere Mannschaft noch auf folgende Mannschaften:</p><blockquote><p>FCN &#8211; St. Pauli, FSV Frankfurt &#8211; FCN, FCN &#8211; Ingolstadt, Greuther Fürth &#8211; FCN, FCN &#8211; Osnabrück, Rostock &#8211; FCN, FCN &#8211; 1860 München</p></blockquote><p>Thorsten, ein VfL Wolfsburg-Fan, den es aus Norddeutschland nach Oberfranken verschlagen hat, fragte mich gestern Abend am Tresen: &#8220;Was haben der VFL Wolfsburg und der Club gemeinsam?&#8221;</p><p>&#8220;Keine Ahnung&#8221;, antwortete ich, &#8220;vielleicht, dass Magath mal Trainer beim Club war und jetzt Trainer beim VfL ist.&#8221;</p><p>&#8220;Ganz einfach&#8221;, sagte Thorsten, &#8220;beide Mannschaften, der Club und der VfL,  können sich nur noch selbst im Wege stehen. Der VfL auf dem Weg zur deutschen Meisterschaft und der Club auf dem Weg zurück in die Bundesliga.&#8221;</p><p>&#8220;Na ja&#8221;, sagte ich, &#8220;vom Restprogramm her sieht&#8217;s für den Club wirklich gar nicht so schlecht aus. Er spielt noch viermal zu Hause und dreimal auswärts. Die Heimspiele muss er alle gewinnen und auswärts sollte er zumindest eines gewinnen und keines verlieren. Auf keinen Fall darf er das Spiel in Fürth&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Heer ma doch auf midd die Färder&#8221;, raunzte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Alfred</a> dazwischen.</p><p>&#8220;&#8230;in Fürth darf er auf keinen Fall verlieren und beim FSV Frankfurt sollte ein Dreier doch möglich sein.&#8221;</p><p>&#8220;Die bleedn Färder, auf die is aa ka Verloss, auf die sedsi in der Säsong nimmer beim Oddsedd. Doss da Glubb in Oberhausn gwinnd, hobbi richdich gedibbd, obber die bleedn Färder, verliern die dahaam geecha Roschdogg. Des därf doch nedd wohr saa.&#8221;</p><p>Ich tröstete Alfred mit einer Blend 29, ohne Mitleid mit ihm zu haben, und sagte: &#8220;Der resolute Vorstoß von Diekmeier vor dem 1:0, war echt stark. Der Junge hat auf rechts Szenen, die erinnern an Stefan Reuter. Und wie der Eigler das 3:0 gemacht hat, war auch stark, auch wenn der Ball wahrscheinlich nicht unhaltbar war. Das hätte der Eckes nicht besser machen können. Wenn Eigler auf der Schiene weitermacht, kann er vielleicht doch noch einer werden. Na ja, und auf Mintal ist sowieso Verlass, der nähert sich immer mehr der Form seiner besten Zeiten.&#8221;</p><p>&#8220;Was ist denn mit dir los&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Hannes</a>, &#8220;du wirst ja auf deine alten Tage noch zum Optimisten. Wo kommt denn das so plötzlich her? Vor kurzem hast du dich noch ganz anders angehört, von wegen &#8216;Nie mehr erste Liga&#8217; und so.&#8221;</p><p>&#8220;Moment&#8221;, sagte ich, &#8220;ich sage nur: der Club <em>kann </em>es packen. Es liegt jetzt nur an den Spielern. Die dürfen jetzt nicht nachlassen. Die müssen so konzentriert weitermachen wie in den letzten Spielen. Wenn einer <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=999717&amp;kat=31">abhebt</a> und meint, jetzt läuft die Sache wie von selbst, ist alles, was sich die Mannschaft erarbeitet hat, ganz schnell für die Katz.&#8221;</p><p>Ich trank mein Glas leer.</p><p>&#8220;Und außerdem&#8221;, sagte ich zu Hannes, &#8220;und außerdem hast du in dieser Saison auch schon ein paar Mal den Glauben an die Mannschaft verloren. Wenn ich da zurückdenke, wie du dich nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt geäußert hast, das war ja richtig defätistisch.&#8221;</p><p>&#8220;Das ist unfair&#8221;, sagte Hannes, &#8220;dieses Spiel war ja nun wirklich unter aller Kanone. Ist doch klar, dass nach einem solchen Grottenkick auch bei mir die Stimmung auf dem <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/11/09/gute-fahrt/">Gefrierpunkt</a> war.&#8221;</p><p>Ich gab dem Wirt Zeichen, mir noch ein Pils einzuschenken, und dachte darüber nach, wie der Text des <a
href="http://www.derkleinegarten.de/aktuell_gedicht_fruehling_1.htm">Mörike-Gedichts</a><em> </em></p><blockquote><p><em>Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land&#8230;<br
/> </em></p></blockquote><p>weitergeht, das ich vor langer Zeit in der Schule mal auswendig lernen musste und dessen erste Verse mir schon den ganzen Abend lang im Kopf herumgingen, und Hannes sagte: &#8220;Wisst ihr, worauf ich gespannt bin? Ich bin gespannt, wie dieser Belschanski oder Belanowski, ihr wisst schon, der <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Schwarzseher</a> mit dem russischen Namen, der für diese Clubfan-Seite im Internet schreibt&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;belschanov heißt der&#8221;, rief der Wirt über den Tresen, &#8220;belschanov, mit kleinem b schreibt er sich.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;wie dieser belschanov sich jetzt äußert. Bin gespannt, ob der die Dinge immer noch so negativ sieht.&#8221;</p><p>Ich kratzte mich am Kopf und sagte: &#8220;Ich geh&#8217; mal eine rauchen. Gehst Du mit, Alfred?&#8221;</p><p>Draußen vor der Tür sagte Alfred: &#8220;Da Glubb konns fraili nuch baggn. Wenn die Färder waiderhin soo schwächln, konners fraili nuch baggn.&#8221;</p><p>Ich gab Alfred Feuer und dachte an das Mörike-Gedicht. Ich nahm mir vor, den Text noch vor dem Schlafengehen in dem alten Lyrikband nachzuschlagen, und freute mich auf das Osterwochenende, das wesentlich entspannter verlaufen würde als <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/03/24/der-uberspannte-fan/">das des letzten Jahres</a>.</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=2600</guid> <description><![CDATA[Manchmal, kurz vor dem Einschlafen oder im Schlaf, wenn ich träume, oder während des Aufwachens, oft auch in akut auftretenden Tagträumen (ich bin ein Träumer) ist der Film plötzlich da: Ich sehe, wie Eckstein den Ball in halblinker Position zum Tor am Strafraum annimmt. Von wem das Anspiel kam, weiß ich nicht mehr (ich habe [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal, kurz vor dem Einschlafen oder im Schlaf, wenn ich träume, oder während des Aufwachens, oft auch in akut auftretenden Tagträumen (ich bin ein Träumer) ist der Film plötzlich da: Ich sehe, wie Eckstein den Ball in halblinker Position zum Tor am Strafraum annimmt. Von wem das Anspiel kam, weiß ich nicht mehr (ich habe die Spielszene nur ein-, zweimal im Fernsehen gesehen, man sollte sie mal wieder zeigen). Ich weiß nur, dass ich, als ich diese Spielszene im alten Nürnberger Stadion, das damals noch nicht Easy-Credit-Stadion und auch noch nicht Frankenstadion, sondern schlicht Städtisches Stadion hieß, von Block neun aus beobachtete, keine allzu große Hoffnung hatte, als Eckstein mit dem rechten Fuß abzog. Der Ball bleibt an irgendeinem Verteidigerbein hängen, dachte ich, oder er geht daneben oder der Torwart hält. Und dann sehe ich den Ball, in den ich so wenig Hoffnung setzte, zwischen dem rechten Torpfosten und dem ausgestreckten rechten Arm des auf dem Boden liegenden Torwarts flach im Netz einschlagen, ein Stück weit das gespannte Tornetz hinaufklettern und auf den Rasen zurücktropfen.</p><p>Oder eine andere Szene aus der 90. Minute des gleichen Spiels: Ein Spieler der gegnerischen Mannschaft läuft unbedrängt auf Haider zu. Wenn der durchgebrochene Angreifer zum 1:1 trifft, ist alles vorbei. Aber er trifft nicht, weil Haider ihm mit einer halsbrecherischen Parade  (<em>der Torwart musste Kopf und Kragen riskieren</em>&#8230;) im Strafraum das Leder, das wohl nicht nur ich schon im Netz sah, vom Fuß angelt. Und dann sehe ich, wie &#8220;Tom&#8221; Brunner, der noch unbedrängter ist als Sekunden vorher der an Haider gescheiterte Spieler, wie an der Schnur gezogen von der Mittellinie aus dem gegnerischen Tor entgegenstrebt, den Torwart umkurvt und zum 2:0 einschiebt.</p><p>Dass diese beiden Tore, die am letzten Spieltag der Saison 1984/85  gegen die als Tabellenführer in die Noris gereiste Mannschaft von Hessen Kassel erzielt wurden, in meinem Gedächtnis eingebrannt sind wie die Zeilen eines auswendig gelernten Gedichts, hat seine Gründe. Sie bescherten dem Club, der ein Jahr vorher sang- und klanglos aus der Bundesliga abgestiegen war,  die Zweitligameisterschaft und damit die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus &#8211; ein Triumph, auf den in dieser Saison lange Zeits nichts, aber auch gar nichts hindeutete. Nach dem dritten Spieltag fand sich der FCN nach einem 0:0 im Heimspiel gegen Hertha BSC und Niederlagen in Hannover und Bürstadt mit 1:5 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Am 12. Spieltag leistete die Club-Mannschaft beim 1:1 im Heimspiel gegen RW Oberhausen einen fußballerischen Offenbarungseid, den Trainer Heinz Höher mit einem für sechs Uhr früh terminierten Straftraining quittierte, worauf die Mannschaft mit einem <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/09/07/a-glaans-rewoldla/">Aufstand</a> gegen den Trainer reagierte und das Präsidium schließlich mit dem <a
href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,498344-3,00.html">Rauswurf </a>der Rädelsführer Horsmann, Kargus, Weyerich und Lottermann sowie der Spieler Walz und Krella.  Am Ende der Vorrunde stand der Club, der mit einer &#8220;Fohlenmannschaft&#8221; weiterspielte, in der sich Reuter, Dorfner, Eckstein und Grahammer als Leitwölfe herauskristallisierten, mit 21:17 Punkten auf dem achten Tabellenplatz (sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Aachen, fünf Punkte Rückstand auf den Zweiten Saarbrücken, vier Punkte Rückstand auf den Dritten Kassel).</p><p>Lässt man die Vorrunde der aktuellen Saison Revue passieren, kann man mit nicht allzu viel Phantasie den Eindruck bekommen, als sei das Drehbuch dazu 24 Jahre vorher geschrieben worden. Natürlich hat sich nicht alles exakt gleich ereignet, aber ein gutes Remake zeichnet sich ja dadurch aus, dass es die Vorlage nicht eins zu eins kopiert. Ähnlichkeiten sind auf alle Fälle unverkennbar (und, wenn man das Saisonende betrachtet, auch erwünscht!): Ein gründlich misslungener Saisonstart (nach dem siebten Spieltag rangierte der Club mit gerade mal sechs Punkten auf dem 14. Platz); eine <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=874041&amp;kat=120">Mini-Revolte</a> gegen von Heesen nach dem zweiten Spieltag, die diesmal nicht mit der Entlassung von Spielern, sondern mit der Trennung vom Trainer endete; ein fußballerischer Offenbarungseid beim 0:0 im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt, den Oenning mit einer Runderneuerung der Aufstellung im darauffolgenden Spiel in Ingolstadt quittierte; schließlich ebenfalls ein achter Tabellenplatz nach Abschluss der Vorrunde, der, wenn man die heute geltende Drei-Punkte-Regel in die damalige Zwei-Punkte-Regel umrechnet, sogar eine etwas günstigere Ausgangsposition bedeutet als in der Saison 1984/85 (25 Punkte, sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenersten Mainz und den Zweiten Kaiserslautern und fünf Punkte Rückstand auf den Dritten Freiburg).</p><p>Wenn die Rückrunde ebenfalls nach Drehbuch verläuft, müsste sich der Club im neuen Jahr Schritt für Schritt nach vorne schleichen und im letzten Saisonspiel gegen 1860 München die Rückkehr in die Bundesliga klarmachen. Gemäß Drehbuch müsste dann ein Stürmer (Boakye? Eigler?) das 1:0 und ein Abwehrspieler (ich würde es Reinhardt, an den ich nach wie vor glaube, gönnen) das 2:0 erzielen&#8230;</p><p>Tja Freunde, wenn die Rückrunde wirklich so verläuft, wie es das Drehbuch vorsieht, wäre das ein Traum. Aber bekanntlich muss man mit Träumen und Visionen &#8211; auch mit Weihnachtsvisionen &#8211; vorsichtig umgehen. Ob jemand, der Visionen hat, dem Rat eines ehemaligen Bundeskanzlers, der gestern seinen 90. Geburtstag feiern durfte, folgen und <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=939345&amp;kat=3">zum Arzt gehen</a> sollte, sei mal dahingestellt. Aber der Jubilar, dem zu Ehren ich mir gestern nicht nur eine Blend 29 angesteckt habe, hat auf alle Fälle Recht, wenn er empfiehlt, sich eher an Augenmaß und <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=939345&amp;kat=3">praktischer Vernunft</a> als an (ver-)blendenden Visionen zu orientieren.</p><p>Eine Haltung, die die Realität im Blick behält, fängt schon damit an, dass man statt <em>wenn die Rückrunde nach Drehbuch verläuft</em> sagt: <em>wenn die Spieler das Drehbuch umsetzen</em>. Auf die <em>Umsetzung </em>kommt es an. Und die dürfte in der Rückrunde, für die das Drehbuch konstante Leistungen auf hohem Niveau vorsieht, schwerer zu bewerkstelligen sein als in der Vorrunde, in der überwiegend mäßiges B-Film-Kino auf dem Spielplan stand.</p><p>Aber es war nicht alles schlecht in dieser Vorrunde. Oder sagen wir&#8217;s mal so: Bis zum Spiel gegen den FSV Frankfurt war es ziemlich schlecht und dann wurde es besser. Oennings Strategie, in Zukunft verstärkt auf junge Spieler (Maroh, Bieler, Judt, Frantz) zu setzen, hat im letzten Drittel der Vorrunde schon positive Wirkung gezeigt. Die Mannschaft hat sich leistungsmäßig stabilisiert und von den letzten fünf Spielen drei gewonnen und zwei unentschieden gestaltet &#8211; eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann.</p><p>Mit den von Bayer Leverkusen losgeeisten U-19-Europameistern Reinartz und Risse (und auch mit dem Bremer <a
href="http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/75444">Diekmeier</a>?) stoßen nun noch weitere &#8220;junge Wilde&#8221; zum Club. Wenn diese Neuzugänge ähnlich gut einschlagen wie die bereits bewährten Jungspunde Perchthold, Maroh und Frantz, wenn Wolf und Gygax wieder zur Verfügung stehen, wenn Kluge (für mich der Mann der Vorrunde) sich weiterhin so stark präsentiert und wenn Mintal sich noch mehr steigert, als er das im bisherigen Saisonverlauf ohnehin schon getan hat, ist die Hoffnung, dass die bevorstehende Rückrunde ein Remake der Rückrunde der Saison 1984/85 wird, keine blanke Utopie.</p><p><a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/11/09/gute-fahrt/">Alfred</a>, der mit dem gerade 90 Jahre alt gewordenen Ex-Kanzler den Hang zum Nikotin teilt (anders als dieser zieht er die Glimmstengel allerdings nicht hanseatisch-staatsmännisch aus der in der Westentasche verstauten Zigarettenschachtel), schätzt die Situation so ein: &#8220;Fraili konnas nuch baggng da Glubb, senn ja bloß seggs Bungde, die senn schnell aufghoold. Wenna soo waidamachd wie zum End vo da Vorrundn, kenndas baggng, iech waas goor nimmer, wann da Glubb des ledsde Schbill verloorn hodd. Obber gwinna missada scho a weng efder, da Glubb muss lerna, a aansnull zu haldn, wenna lernd, a aansnull zu haldn, konnas baggng. Horch Michael, hosd a Zigareddn fir miech, konnsd ma aane geem. Odder gib ma glai zwaa, wall Waihnochdn is.&#8221;</p><p>In diesem Sinne wünsche ich Alexander, Stefan, Gretl und all den anderen hier im Blog frohe Weihnachten und ein neues Jahr, das nicht nur in Sachen FCN glücklich verläuft.</p><p>Beste Grüße,</p><p>Euer belschanov</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans.de/2008/05/30/von-ferserln-und-zanglern/</guid> <description><![CDATA[Seitdem ich mich für Fußball interessiere, was nun schon 37 Jahre lang der Fall ist, gibt es für mich „tote“ Jahre und solche, die es nicht sind. In den „toten“ Jahren – das sind die mit ungerader Jahreszahl – besteht die Gefahr, dass ich in den endlosen Monaten der Sommerpause unter immer dünner werdender Luft [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich mich für Fußball interessiere, was nun schon 37 Jahre lang der Fall ist, gibt es für mich „tote“ Jahre und solche, die es nicht sind. In den „toten“ Jahren – das sind die mit ungerader Jahreszahl – besteht die Gefahr, dass ich in den endlosen Monaten der Sommerpause unter immer dünner werdender Luft zu leiden habe, weil keine Welt- oder Europameisterschaft stattfindet, die in diesem fußballlosen Vakuum für den notwendigen Nachschub an Sauerstoff sorgt.</p><p>Dieses Jahr ist eines mit gerader Zahl und demgemäß kein „totes“ – soweit man das als Club-Anhänger nach dieser „mausetoten“ Saison so sagen kann. Aber zumindest verheißt die anstehende EM in Österreich und der Schweiz eine willkommene Ablenkung vom Frust des erneuten Abstiegs und von mancher quälenden Frage (bleiben Pinola und Wolf, <a
href="http://www.lr-online.de/sport/LR-Sport-Fussball-Energie-Cottbus;art1075,2049840">kommt</a> Timo Rost?). Wobei diejenigen unter den Club-Fans, die auch Fans der deutschen Nationalmannschaft sind (zu diesem Kreis zähle ich mich), bei der EM wohl auf mehr spekulieren als lediglich auf ein unterhaltsames Spektakel, bei dem „der Bessere gewinnen möge“. Nach der Dauerpleite der abgelaufenen Saison ist man als Anhänger des FCN ja ungefähr so hungrig nach Erfolgserlebnissen, wie es Sportdirektor Martin Bader von den auf seinem Einkaufszettel stehenden <a
href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=822614&amp;kat=32&amp;man=4">jungen Neuzugängen</a> fordert. Drücken wir also die Daumen, dass die Jungs mit dem Adler auf der Brust es bei der EM besser machen als die <em>Ballesterer</em> des FCN, die sich nach einem bis zum Pokalsieg führenden Höhenflug als <em>Torstangenbewässerer</em> entpuppten, die das FCN-Emblem zwar auf dem <em>Leiberl</em>, aber zum großen Teil nicht im Herzen trugen.</p><p>Nun mag sich der geneigte Leser über die im letzten Satz auftauchenden seltsamen Ausdrücke wundern und mutmaßen, dass der Autor Club-Trauma-bedingt nicht ganz bei Sinnen sei. Dem ist nicht so. Es geht mir gut (den Umständen entsprechend, versteht sich…) und ich habe diese komisch anmutenden Wörter bei klarem Bewusstsein und in voller Absicht gesetzt. Sie dienen dazu, mich und den Leser auf die in einer Woche beginnende EM einzustimmen. Unsere Jungs (die mit dem Adler auf dem weißen, neuerdings manchmal auch Club-farbenen <em>Leiberl</em>) tragen ihre drei Vorrundenspiele ja in Klagenfurt und Wien aus und ich habe mich schon mal sprachlich auf diese Ereignisse eingestellt.</p><p>Es ist ja bekannt, dass das österreichische Deutsch Ausdrücke aufweist, die der Deutsche nicht verwendet (etwa <em>Obers</em> für <em>Sahne</em>, <em>Matura</em> für <em>Abitur</em>). Solche <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Austriazismus">Austriazismen</a> gibt es auch in der Sprache des Fußballs. Der Österreicher sagt nicht <em>Balljunge</em>, sondern <em>Ballschani</em>, der <em>Hackentrick</em> heißt bei ihm <em>Ferserl</em> und einen <em>technisch versierten Spieler</em> wie Misimovic, der den Club leider verlässt, nennt er <em>Zangler</em>.</p><p>Wer wissen will, woher ich als gebürtiger Oberfranke das alles weiß, beschaffe sich das EM-Sonderheft von 11Freunde und schlage in der kleinen Beilage mit dem Titel „Euro 2008 – Alle Spieler, Stadien &amp; Kaffehäuser“ das Wörterverzeichnis auf den Seiten 104f. auf. Dieser „Sprachführer“ ist ein Muss für jeden deutschen Schlachtenbummler, der zu den Spielen nach Österreich reist.</p><p>Tja Freunde, dann <em>schaumermal</em>, ob unsere Adlerträger im samstäglichen Testspiel gegen Serbien besser drauf sind, als es am Dienstag beim mauen 2:2 gegen Weißrussland der Fall war. Sehenswert war da eigentlich nur Podolskis <em>Lochpass</em> auf Klose, dessen Tor zum 1:0 nur deshalb zählte, weil der <em>Autwachla</em> die Abseitsposition des Bayern-Stürmers nicht sah&#8230;</p><p>In diesem Sinne: <em>Küss die Hand! </em></p><p>Euer belschanov</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans.de/2008/04/30/zuma-montezuma-zuma/</guid> <description><![CDATA[Nicht, dass ich alles schon im Voraus gewusst hätte. So abgrundtief schwarz kann selbst ich nicht sehen und ich gehöre weiß Gott nicht zu den Optimisten unter der Sonne. Aber geahnt haben muss ich wohl etwas, oder zumindest meine Eingeweide, die sich unheilvoll zusammenzogen, als ich beim Anpfiff zur zweiten Halbzeit sah, dass Bielefelds Trainer [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Nicht, dass ich alles schon im Voraus gewusst hätte. So abgrundtief schwarz kann selbst ich nicht sehen und ich gehöre weiß Gott nicht zu den Optimisten unter der Sonne. Aber geahnt haben muss ich wohl etwas, oder zumindest meine Eingeweide, die sich unheilvoll zusammenzogen, als ich beim Anpfiff zur zweiten Halbzeit sah, dass Bielefelds Trainer den Spieler mit der Nummer 22 eingewechselt hatte: <a
href="http://www.weltfussball.de/spieler_profil.php?id=1613">Sibusiso Zuma</a>.</p><p>Reflexartig versuchte ich die Gefahr zu bannen. Nein, sagte ich zu mir, es wird nicht zum dritten Mal geschehen. Diesmal spuckt uns der Kerl nicht in die Suppe wie damals im Oktober 2005, als er in der 89. Minute den Siegtreffer zum 3:2 für die Arminen (übrigens mit von Heesen auf der Trainerbank) erzielte, obwohl der Club in diesem <a
href="http://www.fcn.de/index.php?id=11240/">Heimspiel</a> (das letzte mit Wolf als Trainer) in der 88. Minute noch mit 2:1 geführt hatte. Und es wird auch nicht so kommen <a
href="http://www.fcn.de/index.php?id=15324">wie in dieser Saison auf der Alm</a>, als der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Südafrikaner die 1:0-Pausenführung des Clubs quasi im Alleingang (eine Torvorlage, ein Treffer) in ein 3:1 für Bielefeld umwandelte. Diesmal behalten <em>wir</em> die Punkte und dann sind wir erst mal weg von den Abstiegsplätzen und dann wird – vielleicht – doch noch alles gut…</p><p>Tja Freunde, heute wissen wir, dass es doch so kam, wie ich es ahnte. Und das einzig Erfreuliche an diesem <em>verfluchten</em> Samstagnachmittag war, dass sich das mit dem Erscheinen Zumas heraufziehende Drohen in meinem Gedärm dann doch nur als kurzzeitige nervöse Regung entpuppte, wie sie eben auftritt, wenn einen Menschen plötzlich die blanke Angst befällt. Dabei war das, was sich in dieser zweiten Halbzeit abspielte durchaus dazu angetan, beim Club-Fan erhöhte Darmtätigkeit, wenn nicht sogar einen heftigen Anfall von <a
href="http://www.gesundheit.de/wissen/krankheiten/montezumas-rache/index.html">Monte<em>zuma</em>s Rache</a> auszulösen. Gut vorstellbar, dass am letzten Wochenende in Haushalten, in denen ein rot-schwarzer Schal an der Garderobe hängt, der Verbrauch von Toilettenpapier um einiges höher war als in solchen, in denen Papi samstags die Rabatten pflegt.</p><p>Es fällt verdammt schwer, über die – womöglich schicksalhaften – Ereignisse nach der Halbzeitpause zu sprechen. Aber ich muss trotzdem noch einmal auf den Anschlusstreffer zurückkommen bzw. auf seine Entstehung, die seit dem Spielende in meinem Kopf herumgeistert wie ein böser Traum. (Konfrontationstherapie soll ja manchmal helfen…)</p><p>Da ist zunächst die Frage, warum Wolf, der ja nicht gerade als Verfechter des körperlosen Spiels bekannt ist, Zuma nicht durch entschlosseneres Zweikampfverhalten daran hinderte, diesen tödlichen Pass auf Wichniarek zu spielen. Da ist die Frage, warum Abardonado zu weit von Wichniarek entfernt stand und es dadurch ermöglichte, dass dieser tödliche Pass bei dem Arminenstürmer ankam. Und da ist auch die Frage, warum der Torwart einen sicher nicht leicht zu haltenden Ball eben nicht doch mal hält (die „Glanzparade“ ist bekanntlich eine zulässige Option im Torwartspiel).</p><p>Diese Verkettung von individuellen Fehlern war aber letztlich nur der Dominoeffekt eines taktischen Fehlverhaltens des gesamten Teams. Und damit bin ich beim Kern der Frage: Welcher Teufel hat unsere Mannschaft eigentlich geritten, in der ersten Minute der zweiten Halbzeit bei einer beruhigenden 2:0-Führung  so unverhältnismäßig weit aufzurücken und dem im Prinzip schon geschlagenen Gegner die Gelegenheit zu geben, durch einen Konter über zwei Stationen wieder zurück ins Spiel zu kommen? Eine Mannschaft, die Harakiri spielt, obwohl es eigentlich nur noch darum geht, einen soliden Vorsprung zu verwalten, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie auch ein drittes Mal ein Opfer von „Zumas Fluch“ wird und am Ende eines Sechs-Punkte-Spiels mit nur einem Punkt dasteht wie mit leeren Händen. Und sie liefert den traurigen Beweis, dass auf dem Thermometer der <a
href="http://www.clubfans.de/2008/04/15/vom-wetter-und-anderen-kapriolen/">Club-Idiotien</a> auch dann noch Luft nach oben ist, wenn die Säule den Höchststand schon längst erreicht hat.</p><p>Und dennoch – und das ist mal wieder das Tragische – haben nur Zentimeter gefehlt, und das, was hier zu lesen ist, hätte einen gänzlich anderen, vielleicht sogar euphorischen Klang. Hätte sich in den letzten Sekunden des Spiels Mintals Schuss ins Tor gesenkt, hätte der Bielefelder Schlussmann nicht mehr die Fingerspitzen an den Ball gekriegt, um ihn noch an die Latte zu lenken, sähe alles anders aus.</p><p>Nur Zentimeter haben gefehlt, und Marek Mintal, der mit seinem Tor zum 1:0 dafür sorgte, dass wir wieder so richtig hoffen durften, und der sich in diesem Schicksalsspiel zerriss wie kein Zweiter, wäre verdientermaßen der strahlende Held dieses Spiels gewesen. So stand er nach dem Spiel mit <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=808222&amp;kat=31&amp;man=2">verweinten Augen</a> im Kreis von Club-nahen Journalisten und versuchte zu erklären, was nicht zu erklären war. Und er suchte wohl auch ein bisschen Trost bei Freunden, die selbst getröstet werden wollten.</p><p>Kopf hoch, Marek! Wir wissen, was wir an Dir haben und hoffentlich – egal in welcher Liga – noch recht lange an Dir haben werden.</p><p>A propos Trost: Um den grauenhaften Begebenheiten des Vortags zu entfliehen, ordnete ich am Sonntag mal wieder meine CD-Sammlung. Dabei stieß ich auf eine alte <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young">Neil Young</a>-Platte, die ich schon lange nicht mehr aufgelegt hatte. Diese Scheibe höre ich jetzt schon die ganzen Tage. Während ich diese Zeilen in mein Notebook tippe, läuft gerade <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=snRmGY1cLCI"><em>Don’t Cry No Tears</em></a> – ein Song der nicht nur wegen seines Titels eine trostspendende Wirkung hat.</p><p>Den Namen dieses 1975 erschienenen Albums sollte ich vielleicht besser verschweigen, aber ich nenne ihn doch. Wir Club-Fans sind ja hart im Nehmen:</p><p><em><a
href="http://www.amazon.de/Zuma-Neil-Young/dp/B000002KCI">Zuma</a></em>.</p><p>So Freunde, jetzt geht’s belschanov etwas besser…</p><hr
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