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> <channel><title>Clubfans United &#187; Trainer</title> <atom:link href="http://www.clubfans-united.de/tag/trainer/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.clubfans-united.de</link> <description>1. FC Nürnberg &#124; Das Fanmagazin</description> <lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 20:44:39 +0000</lastBuildDate> <language>de</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Dieter Hecking und Hans Meyer</title><link>http://www.clubfans-united.de/2011/02/02/dieter-hecking-und-hans-meyer/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dieter-hecking-und-hans-meyer</link> <comments>http://www.clubfans-united.de/2011/02/02/dieter-hecking-und-hans-meyer/#comments</comments> <pubDate>Wed, 02 Feb 2011 11:17:40 +0000</pubDate> <dc:creator>Alexander &#124; Clubfans United</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[Hecking]]></category> <category><![CDATA[Meyer]]></category> <category><![CDATA[spox]]></category> <category><![CDATA[Trainer]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=10730</guid> <description><![CDATA[Dieter Hecking und Hans Meyer, zwei Erfolgstrainer beim FCN der jüngeren Zeit &#8211; und doch unterscheidet sie (Märchen-)Welten Vor dem Viertelfinal-Aus auf Schalke zogen manche Gazetten schon die Vergleiche: Hecking in Meyers Spuren? Nicht ganz zu Unrecht sah mal gewisse Parallelen zwischen den beiden Trainern. Beide übernahmen den Club schließlich an einem Tiefpunkt &#8211; was [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Dieter Hecking und Hans Meyer, zwei Erfolgstrainer beim FCN der jüngeren Zeit &#8211; und doch unterscheidet sie (Märchen-)Welten</p><p>Vor dem Viertelfinal-Aus auf Schalke zogen manche Gazetten schon die Vergleiche: Hecking in Meyers Spuren? Nicht ganz zu Unrecht sah mal gewisse Parallelen zwischen den beiden Trainern. Beide übernahmen den Club schließlich an einem Tiefpunkt &#8211; was beim FCN allerdings a) nicht sonderlich selten ist im Tiefpunkt-reichen Vereinsleben und b) auch in der Regel in der Natur der Sache liegt, denn meistens werden Trainer an Tiefpunkten gewechselt. Daher endet der Vergleich zwischen beiden Trainern nicht nur mit dem Ausscheiden aus dem Pokal auch schon wieder, er ist eigentlich von Grund auf nicht wirklich angebracht.</p><p>Hans Meyer war als Trainer vielleicht eine Inkarnation des FCN &#8211; und vielleicht war die Beziehung daher erst Recht so derart intensiv, wie die eines argentinisches Vollblut-Tango-Paares, auch wenn ein Schmunzeln ob des Vergleichs durchaus erlaubt ist. Man war sich im Grunde so ähnlich, dass es einfach zu einer unglaublich leidenschaftlichen Liaison kommen musste, eine Liaison, bei der es wie im Rausch der Sinne nur im Himmel eine Begrenzung gab. Bis man dann mal morgens aufwachte, sich im Zimmer umsah, die Flaschen wegräumen musste und die Wirkung des Rauschs mit ziemlich unangenehmen Folgen nachließ.</p><p>Mit Meyer schien alles erreichbar und das Unmögliche wurde wahr, man erhob sich wie Phoenix aus der Asche und hatte am Ende &#8211; kein Traum, pure Realität! &#8211; einen echten Pokal in der Hand, Man schlug im Finale den frisch gebackenen Meister und feierte mit zehntausenden Menschen auf den Straßen und zog dazu noch in den Europapokal ein &#8211; nicht gnadenhalber als Pokalsieger, nein, sogar ganz regulär als Tabellensechster.</p><p>Hans Meyer war wie der Prinz und der Club das Dornröschen. Als ob der Ruhmreiche nur lange geschlafen habe, ein Fluch ihn nur in sein Verderben gestürzt und sein Los als &#8220;Depp&#8221; zugeteilt habe, bis eben ein Prinz ihn davon erlöste. Es waren märchenhafte Zustände, eine traumhafte Zeit &#8211; bis die Realität grausam zurückkam. Der Rest ist Geschichte.</p><p>Hans Meyer war kein Träumer, auch wenn er einen Traum wahr werden ließ, seine Mahnungen zum Realitätssinn verklangen im Nürnberger Umfeld wie die Mahnungen von Eltern am Kindergeburtstag, doch nicht zu viel Süßes zu essen. Und als man merkte, dass alles eben kein Märchen wahr, sondern klugen taktischen und personellen Entscheidungen zu verdanken und der Erfolg nur ein Produkt, das auf einer Welle der Begeisterung ritt, die Meyer einfach sehr lange aufrechterhalten konnte, und dass dieser Erfolg eben auch mal ein Ende haben würde, &#8230; verlor man die Nerven. Man verkannte was Ursache und was Wirkung war, man feuerte den Prinzen, weil man glaubte Dornröschen sei jetzt ja wieder wach genug, um das Königreich wieder selbst in den Griff zu bekommen. Man fiel tief, aber das wenigstens kannte man ja schon, daher rappelte man sich wieder auf. Aus dem Traum wurde wieder Arbeit, ein Wiederaufstieg gelang mit einem finanziellen Kraftakt unter schwierigen Bedingungen. Der neue kleine Prinz hieß Oenning, aber Dornröschen war skeptisch und der Traum auch nicht so wirklich prickelnd &#8211; eine kurze Affäre mit einem jungen Liebhaber, dem man dann auch schnell den Laufpass gab, als man erkannte, dass er für so ein Königreich vielleicht doch noch zu unerfahren ist.</p><p>Soweit mit den literarischen Bezügen, man sollte so einen Vergleich auch nicht überstrapazieren &#8211; und die Wirklichkeit sah das wohl ähnlich. Mit Dieter Hecking kam ein Trainer, nicht mehr, nicht weniger. Vor allem kein Konzepttrainer &#8211; aber auch kein Heilsbringer, keine Lichtgestalt, kein &#8220;Coach&#8221; oder &#8220;Team-Manager&#8221;. Hecking ist Trainer &#8211; sachlich, ruhig, akribisch und wenn es sein muss energisch und konsequent. Er hat keine neuen Wunderkonzepte in der Tasche, keine revolutionären Match-Pläne, keinen noch atemberaubenderen und noch radikaleren Jugendstil. Hecking hat die Mannschaft an neuralgischen Stellen im Rahmen der Möglichkeiten mit Erfahrung bestückt, wo diese fehlte, hat ein System gesucht, das zur Mannschaft und ihren Ansprüchen passte, und hat Spieler aussortiert, die einfach nicht mehr passten oder auch &#8220;zu viel&#8221; waren.</p><p>Hecking ist &#8211; und das ist gut so! &#8211; ein ganz normaler Trainer, vielleicht sogar einer der letzten Verbliebenen in dieser Liga. Unter Hecking gewinnt man, weil man sich das vorher erarbeitet hat, wie man gewinnen kann, und man verliert, wenn man zu viele Fehler machte oder der Gegner einfach besser war. Und wenn das Umfeld gerade wieder in Depression verfallen will, weil man mal 3 Spiele am Stück verliert, erarbeitet man sich eben wieder einen Punkt oder Sieg. Mit Hecking scheint Fußball so realistisch normal zu sein, ganz ohne Euphoriewellen und Sog der Abstiegszone, keine &#8220;typischen Dynamiken&#8221; &#8211; Fußball ist einfach nur Sport.</p><p>Und so wirkt die Mannschaft unter Hecking derzeit einfach authentisch &#8211; oder anders ausgedrückt: Sie ist einfach so gut, wie sie ist. Sie geht jedes Spiel sachlich und motiviert von neuem an und so ist man da, wo man wohl hingehört, so irgendwo zwischen 9 und 15. Talente deuten ihr Talent an, offenbaren aber auch die erwarteten Probleme, wie mangelnde Konstanz und dann und wann ein Einbruch. Und gestandene Spieler &#8216;mittlerer Art und Güte&#8217; zeigen eben auch Defizite, wie man sie auch erwarten musste, wenn man nicht den Rahm abschöpfen kann. Wo einst unter Meyer noch so mancher zum Fußball-Gott über sich hinauswuchs, im Grunde ja fast eine ganze Mannschaft, scheint unter Hecking alles so ganz normal zu sein. Und das könnte in einer verrückten Liga sogar auf lange Sicht reichen, um sich wie erhofft einfach zu etablieren. So irgendwo zwischen ganz oben und ganz unten.</p><p>Ach ja, gerade hat man gegen einen Bundesliga-Dino gespielt. Gegen keine andere Mannschaft als den HSV hat man in der Bundesliga-Historie mehr Gegentore bekommen und dazu kam auch noch, dass der FCN 15 Mal in Serie nicht zu Null (Ligahöchstwert) gespielt hat. Und wäre das nicht genug: In 19 Partien hat man gegen den HSV zuletzt nur einmal gewonnen. Na und, geschenkt. Wen interessieren schon mystische Zahlenspielchen wo doch die Wahrheit am Platz liegt und ein Spiel 90 Minuten dauert. Also mal schön sachlich die Gunst der Stunde nutzen und den HSV mit 2:0 aus allen Träumen reißen. &#8211; Die suchen übrigens wohl weiter nach dem passenden Prinzen. Bewerbungen können in der Geschäftsstelle abgegeben werden &#8211; bitte nur seriöse Zuschriften.</p><p>&#160;</p><hr
/> &#160;</p><p><em>Dieser Artikel wurde erstmals bei mySPOX unter dem Titel »<a
href="http://www.spox.com/myspox/group-blogdetail/Hecking-kuesst-Dornroeschen-nicht,116061.html">Hecking küsst Dornröschen nicht</a>« veröffentlicht. Clubfans United vertritt in dieser Saison als Teil der <a
href="http://www.spox.com/myspox/group-blog/Wir-sind-der-Club-,1102.html">User-Redaktion</a> den 1. FC Nürnberg. Wer sich über Neuigkeiten bei Clubfans<a
href="http://twitter.com/Spox" class="tweet-username">@Spox</a> per Nachricht informieren lassen will, kann sich kostenlos und unverbindlich <a
href="http://www.spox.com/myspox/groupmitglieder/1--FC-Nuernberg---Clubfans-Spox,1102.html">hier anmelden</a>.</em><br
/> <br
/>&#160;</p><hr
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/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
/>Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. (digitalfingerprint: 1e52b83021659d5cdac030ad8a03cf27rejt8346789)</small><p><a
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=8511</guid> <description><![CDATA[Wenn es nach den Wettbüros geht, ist Hecking die No. 1 &#8211; was eine vorzeitige Entlassung als Trainer angeht. Dies weiß die BILD-Zeitung gestern Nacht zu berichten. Dabei bezieht man sich offenbar im Wesentlichen auf eine Pressemitteilung des Sportwettenanbieter &#8220;PartyBets&#8221; vom 26.7. &#8211; dort spricht man aber eleganterweise nicht von einer &#8220;Rauswurf-Liste&#8221; oder &#8220;Trainer-Feuerliste&#8221; sondern [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es nach den Wettbüros geht, ist Hecking die No. 1 &#8211; was eine vorzeitige Entlassung als Trainer angeht. Dies weiß die <a
href="http://bit.ly/bhNxPP">BILD-Zeitung</a> gestern Nacht zu berichten. Dabei bezieht man sich offenbar im Wesentlichen auf eine Pressemitteilung des Sportwettenanbieter &#8220;PartyBets&#8221; vom 26.7. &#8211; dort spricht man aber eleganterweise nicht von einer &#8220;Rauswurf-Liste&#8221; oder &#8220;Trainer-Feuerliste&#8221; sondern präsentiert <em>(Vertreter der Politik wären sicher stolz auf so eine Wortschätzung gewesen)</em> &#8220;<a
href="http://www.openpr.de/news/451458/Die-Trainerstuhl-Stabilitaetstabelle-zur-Fussball-Bundesliga.html">Die Trainerstuhl-Stabilitätstabelle zur Fußball-Bundesliga</a>&#8220;:</p><blockquote><p>Dieter Hecking (Nürnberg)	6,00<br
/> Zvonimir Soldo (Köln) 6,00<br
/> Michael Frontzeck (Mönchengladbach)	6,50<br
/> Mirko Slomka (Hannover)	7,50<br
/> Armin Veh (Hamburg)	7,50<br
/> Michael Skibbe (Frankfurt)	11,00<br
/> Thomas Tuchel (Mainz) 13,00<br
/> Steve McClaren (Wolfsburg) 13,00<br
/> Jupp Heynckes (Leverkusen) 13,00<br
/> Christian Gross (Stuttgart)	16,00<br
/> Robin Dutt (Freiburg)	16,00<br
/> Marco Kurz (Kaiserslautern)16,00<br
/> Ralf Rangnick (Hoffenheim)	21,00<br
/> Jürgen Klopp (Dortmund) 26,00<br
/> Holger Stanislawski (St. Pauli) 34,00<br
/> Thomas Schaaf (Bremen) 51,00<br
/> Felix Magath (Schalke) 51,00<br
/> Louis van Gaal (München) 51,00</p><p>Quelle: <a
href="http://www.openpr.de/news/451458/Die-Trainerstuhl-Stabilitaetstabelle-zur-Fussball-Bundesliga.html">openPR.de</a></p></blockquote><p>Da wundert sich nicht nur der Boulevard, <em>&#8220;dass Hecking so wenig Kredit eingeräumt wird. Schließlich holte er mit dem FCN in einer ordentlichen Rückrunde (19 Punkte) vier Zähler Rückstand auf und schaffte mit zwei souveränen Siegen in der Relegation gegen Augsburg (1:0, 2:0) den Klassenerhalt.&#8221;</em> (Quelle: <a
href="http://bit.ly/bhNxPP">BILD</a>), sondern auch Martin Bader, der sich fragt, ob <em>„sich dort eigentlich wirklich jemand mit uns beschäftigt?&#8221;</em> und entsprechend folgert: <em>&#8220;Als Geldanlage kann ich diesen Tipp definitiv nicht empfehlen.“</em> (Quelle: a.a.O.)</p><p>Dass Trainer-Dasein kein Zuckerschlecken ist, weiß man auch in der Redaktion von WELT-Online und findet gar: &#8220;<a
href="http://www.welt.de/die-welt/sport/article8683925/Dieser-Job-ist-grausam.html">Dieser Job ist grausam</a>&#8220;. Durchaus nachvollziehbar deren Meinung dabei, dass die <em>&#8220;Quotengebung [...] mangels sportlicher Fakten derzeit also nur ein Lobby-Barometer&#8221;</em> sein kann. Ob die Quote sich, wie man bei der WELT meint, darauf bezieht, <em>&#8220;wen es zuerst trifft&#8221;</em> oder doch <em>(wovon hier ausgegangen wird)</em> um eine generelle &#8220;Jobsicherheit&#8221;, ist dabei eigentlich fast unerheblich. Der Wettanbieter selbst dazu in der PM: <em>&#8220;Im Ergebnis dieser Prüfung steht für jeden Trainer eine Quote, deren Höhe die Entlassungswahrscheinlichkeit angibt. Je höher die Quote, desto fester sitzt der Trainer im Sattel bzw. Stuhl – je niedriger die Quote, umso eher ist mit einer Entlassung zu rechnen.&#8221;</em> [Nachtrag: Auf der Website des Wettanbieters steht expressis verbis "Erste Trainerentlassung" - dies unterstützt die These der WELT]</p><blockquote><p>Dieter Hecking ist von dieser Nachricht übrigens keineswegs zu Tode betrübt, sondern hat uns anvertraut, dass er auf solche Spielchen gar nichts gebe. &#8220;Meistens haben die Buchmacher sowieso unrecht.&#8221; Dazu sei angemerkt: Im Vorjahr war Kölns Zvonomir Soldo quasi schon mit Amtsantritt weg&#8230;<br
/> Quelle: <a
href="http://www.welt.de/die-welt/sport/article8683925/Dieser-Job-ist-grausam.html">welt.de</a></p></blockquote><p>Doch ganz so von der Hand zu weisen sind diese Quoten dann doch nicht, denn wenn es ums Geld geht, hört in der Regel der Spaß auf &#8211; das gilt ganz im Besonderen sicher auch im Wett-Milieu. Da helfen auch keine Hinweise darauf, dass es oft anders kam, als man sich das dachte. Beim Wetten geht es immer um das Risiko und die Wettanbieter versuchen mit solchen Quoten das Risiko für sich zu minimieren ohne den (An-)Reiz dabei für den Wetter zu verlieren. Warum also Hecking mit Soldo und Frontzeck vorne?</p><p>Der Frage auf der Spur ist man tatsächlich auch bei der BILD (a.a.O.), wo man orakelt, dass die Buchmacher neben <em>&#8220;dem schweren Startprogramm (bis zum 4. Spieltag dreimal auswärts)&#8221;</em> auch eine <em>&#8220;Langzeit-Statistik&#8221;</em> mit einbeziehen. Und in der Tat ist dieses Auftaktprogramm nur bedingt geeignet um Euphorie zu verbreiten &#8211; oder anders: Für einen erfolgreichen Saisonstart muss schon ein kleines (Fußball-)Wunder passieren &#8211; und wie wichtig der sein kann, hat Mainz im vergangenen Jahr im positiven und der Club im negativen belegt. Aber auch die angesprochene Langzeitstatistik ist in der Tat wahrlich kein Ruhmesblatt des Club, denn <em>&#8220;da liegt der FCN mit einer Entlassung alle 300 Tage meilenweit in Front (Ligaschnitt: 602 Tage)&#8221;</em>.</p><p>Bader und Hecking wird diese Quote sicher keine Bauchschmerzen machen &#8211; eher nerven, spielt sie doch den Kritkern in die Karten, die wieder einmal nicht müde werden die Arbeit am Kader anzuprangern. Und auch wenn derzeit dabei meist Martin Bader im Fokus der Kritik steht <em>(warum auch immer, schließlich werden die Zu- und Abgänge sicher einvernehmlich besprochen und geplant)</em>, wird die sportliche Qualität der Mannschaft am Ende maßgeblich über Heckings Zukunft entscheiden.</p><p>Wie gut diese Qualität schließlich sein wird, darüber scheiden sich die Geister &#8211; sicher aber dürfte allen klar sein, dass die Hoffnung des Übergangspräsidenten Schäfer auf einen einstelligen Tabellenplatz eher Wunschdenken denn Zielvorgabe sein kann &#8211; und dazu braucht man nicht einmal <em>(was sicher auch die Buchmacher getan haben werden)</em> sich den <a
href="http://www.transfermarkt.de/de/1-bundesliga/startseite/wettbewerb_L1.html">Marktwert im Vergleich</a> anzusehen. Warum die Trainer der dort noch tiefer platzierten Mannschaften Kaiserslautern und St. Pauli dabei für die Wettanbieter etwas weiter vorne sind, sei es wegen der Aufstiegseuphorie oder irgendeiner Statistik, darf trefflich diskutiert werden. Der persönliche &#8220;Favorit&#8221; des Verfassers <em>(dieses CU-Artikels hier)</em> wäre z.B. einer, der so gar nicht hoch gewettet wird: Ralf Rangnick <em>(und dies hat wenig mit dessen sportlicher Kompetenz zu tun)</em>.</p><p>Wie schnell sogar ein Van Gaal in die Kritik kommen kann, sah man anschaulich im Herbst letzten Jahres &#8211; denn immer dann, wenn Erwartung und Resultat nicht zusammenpassen, beginnt es unruhig zu werden. Aussagen wie <em>&#8220;Platz 9&#8243;</em> sind daher sicher kein Segen für die Mannschaft, auch wenn manche eine optimistischer Denke von Fans und Umfeld wünschen/fordern. Michael Oenning wurde einst kritisiert, wenn er stoisch von Mannschaften <em>&#8220;auf (/über/unter) Augenhöhe&#8221;</em> sprach, es spiegelte aber eine durchaus realistische Sichtweise wieder.</p><p>Der Königsweg könnte also sein <em>viel zu hoffen, selten zu zweifeln, immer zu glauben und am Ende froh zu sein, wenn man behalten konnte, was man gerade hat</em> &#8211; vorerst zumindest. Für Hecking wäre das gerade schlicht und einfach sein Job und für den Club der Erhalt der Bundesliga.</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=7350</guid> <description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob ich was von Taktik verstehe. Ich weiß nur, dass ich eine Vorliebe für Mannschaftsaufstellungen in taktischer Formation habe. Das ist so, seitdem ich von meinem Vater im Alter von neun Jahren ein Fußballbuch geschenkt bekam, in dem die Entwicklung der Spielsysteme in Skizzen dargestellt wurde &#8211; vom WM-System (klick) bis hin [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, ob ich was von Taktik verstehe. Ich weiß nur, dass ich eine Vorliebe für Mannschaftsaufstellungen in taktischer Formation habe. Das ist so, seitdem ich von meinem Vater im Alter von neun Jahren ein Fußballbuch geschenkt bekam, in dem die Entwicklung der Spielsysteme in Skizzen dargestellt wurde &#8211; vom WM-System (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/WM-System">klick</a>) bis hin zum Catenaccio (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Catenaccio">klick</a>).</p><p>Die Lektüre dieses Buches zeigte Wirkung: Fortan versuchte ich beim Anschauen eines Fußballspiels die Taktik der von mir unterstützten Mannschaft möglichst genau zu erfassen. Diese Marotte abzulegen ist mir bis heute nicht gelungen.</p><p>Sicherlich liege ich mit meinen Taktikanalysen nicht immer richtig. Ich besitze ja keine Trainerlizenz. Ich bin ja nur das, was man einen &#8220;interessierten Laien&#8221; nennt. Allerdings einer von der Sorte, die eine Vorliebe dafür hat, ohne Lizenz fachmännisch über die höhere Mathematik des Fußballspielens zu philosophieren.</p><p>Wenn mich jemand fragen würde, welches System der 1. FC Nürnberg beim 3:2-Heimsieg gegen Leverkusen spielte, würde ich antworten: bei Ballbesitz des Gegners ein 4-5-1, bei eigenem Ballbesitz ein 4-1-2-3.</p><p>Bei Ballbesitz des Gegners zogen sich die Außenstürmer Risse und Frantz tief ins Mittelfeld zurück und bildeten im Verbund mit Gündogan, Ottl und Tavares einen Fünferriegel vor der Vierer-Abwehrkette:</p><p
style="text-align: center"><em>SCHÄFER</em></p><p
style="text-align: center"><em>DIEKMEIER          WOLF          BRENO          PINOLA</em></p><p
style="text-align: center"><em>RISSE    GÜNDOGAN    OTTL    TAVARES    FRANTZ</em></p><p
style="text-align: center"><em>CHOUPO-MOTING</em></p><p>Die Defensivstrategie des Clubs war darauf ausgerichtet, den Ball frühzeitig im Mittelfeld zun erobern. Zu diesem Zweck attackierten zwei Spieler aus dem Fünferblock den ballführenden Leverkusener Spieler, wobei Ottl als &#8220;freier Mann&#8221; im Rückraum die Passwege zustellte.</p><p>Wenn der Club den Ball gewonnen hatte, rückten Risse und Frantz auf den Flügeln und Gündogan und Tavares auf den Halbpositionen nach vorne:</p><p
style="text-align: center"><em>SCHÄFER</em></p><p
style="text-align: center"><em>DIEKMEIER          WOLF          BRENO          PINOLA</em></p><p
style="text-align: center"><em>OTTL</em></p><p
style="text-align: center"><em>GÜNDOGAN              TAVARES</em></p><p
style="text-align: center"><em>RISSE              CHOUPO-MOTING              FRANTZ</em></p><p>Die taktische Marschroute lautete: Abriegeln, Ball erobern und solange in die Lücken stoßen, bis die Chance zum Zuschlagen da ist. Wie im Catenaccio.</p><p>In puncto Abriegeln hatte der Heckingsche Catenaccio schon beim 0:0 gegen Bayern München recht gut funktioniert. Abgesehen von der Phase zwischen der 55. und 66. Spielminute, in der der Gegner zu zwei Toren kam, hielt die Defensive auch gegen Leverkusen dicht. Und mit dem Zuschlagen, wenn die Chance da ist, hat es in diesem Spiel richtig gut geklappt &#8211; endlich.</p><p>Vielleicht sollte es der Club auch gegen Mannschaften, die nicht &#8220;über Augenhöhe&#8221; sind, im Heckingschen Catenaccio versuchen. Vielleicht ist der Heckinaccio ja die Formel für den Klassenerhalt.</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6792</guid> <description><![CDATA[Das Jahr ist fast vorüber, aber noch ist Zeit kurz zurückzublicken und sich schon mal aus dem alten Jahr der Zukunft zuzuwenden. Vorweg - was man an der Stelle gern tut - mein Dank an alle Leser für ein tolles Blog-Jahr hier bei Clubfans United. Es war wirklich viel los und vor allem auch so [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr ist fast vorüber, aber noch ist Zeit kurz zurückzublicken und sich schon mal aus dem alten Jahr der Zukunft zuzuwenden.</p><p>Vorweg <em>- was man an der Stelle gern tut -</em> mein Dank an alle Leser für ein tolles Blog-Jahr hier bei Clubfans United. Es war wirklich viel los und vor allem auch so mancher Punkt kontrovers zu diskutieren &#8211; und wie das hier erfolgte, mit wie viel Kompetenz und Fairness, das war schon erste Klasse. Und auch wenn mal ein Ton daneben ging musste hier kein Faß aufgemacht werden, das regelte sich dann von alleine und gerade so manche Entschuldigung hat hier größten Respekt verdient. Besten Dank an alle!</p><p>Wir hatten im Dezember des letzten Jahres eine fast unlösbar scheinende Aufgabe des Clubs zu begleiten, der direkte Wiederaufstieg schien in weiter Ferne. Dann kam doch noch der Aufschwung <em>- auch dank der nicht gerade übermächtigen und vor allem nicht besonders konstanten Gegner im Aufstiegsrennen -</em> und ein wunderbarer Show-Down in den Relegationsspielen. Die Sommerpause war durchaus optmistisch und die Vorbereitung ordentlich, der Start in die neue Saison dann durchwachsen mit Tendenz Fehlstart, was sich mit wenigen Zwischenhochs zu einem mittelgroßen Fiasko zum Ende der Hinrunde nach unten dynamisierte&#8230; Am Ende gab es das, was es meistens gibt, wenn man in 17 Spielen nur 12 Punkte holt, auf einem Abstiegsplatz steht und dabei nur 12 Tore schoß <em>(nur Köln ist da schlechter und denen schenkten wir sogar noch selbst 3)</em> und 32 Tore fängt <em>(hier ist nur Bochum und die Hertha schlechter)</em>: Trainerwechsel.</p><p>Hat Oenning also alles versiebt? Sicher nicht. <span
id="more-6792"></span>Der Aufstieg in die Bundesliga war aus der Position zwar kein Meisterstück mit einer Mannschaft, die der Verein selbst als &#8220;bundesligareif&#8221; definierte, aber doch eine gute Leistung. Vor allem die Stabilisierung der Defensive gelang Oenning, den man hier MO nannte, und wie es so schön heißt, gewinnt die Defensive die Meisterschaft und die Offensive die Spiele. So war es auch in der 2. Liga: Hinten dicht bedeutete, dass die eher dürftige Offensivleistung kaschiert werden konnte. Und daher reichten auch 51 Tore für einen Relegationsplatz, obwohl 8 andere Mannschaften mehr Tore zu Stande brachten.</p><p>Doch das Ergebnis in der 2. Liga und vor allem die Relegationsspiele kaschierten eben insgesamt den Leistungsstand der Mannschaft zu stark. Ob dies nun daran lag, dass die Mannschaft in einigen Mannschaftsteilen über ihrem Limit spielte, die 2. Liga zu schwach war (als Maßstab für die Bundesliga), der Abgang von Reinartz nicht kompensiert werden konnte oder doch Co-Trainer Peter Hermann doch ein wichtiges Rädchen war, wird am Ende nicht rekonstruierbar sein. Als ergebnisorientierte Sportart musste sich der Verein am Ende doch den Resultaten beugen und die hieß: den 1. Verantwortlichen für die Aufstellung und Einstellung ersetzen, also MO.</p><p>Die Probleme der Mannschaft dabei von außen zu beurteilen ist dabei enorm schwierig. Man kann letztendlich nur das Ergebnis beurteilen, also die 90 Minuten am Platz. Die eigentliche Arbeit dahinter, das Training, die Gespräche, die taktikischen Vorgaben, bleiben weitgehend außen vor. Dazu kommt auch noch der Gegner und der Umstand, dass eine Mannschaft, die von vornherein weiß, dass sie vom Leistungniveau nur gegen den Abstieg spielen wird, selten in Gala-Form sein wird. Individuelle Fehler, schmerzliche Niederlagen und fußballerische Demütigungen waren daher einzukalkulieren, werden aber nicht von jedermann (Spieler wie Fan) gleichgut verarbeitet. So kam es, wie es kommen musste, zu Differenzen in allen Bereichen, von Mannschaft bis Fans und Umfeld. Um hier eine Linie durchzuziehen ist viel Optimismus und Rückgrat nötig, aber eben auch Signale der Mannschaft &#8211; nach zuletzt 4 Niederlagen in Folge und 0:12 Tore waren der Worte genug gewechselt&#8230;</p><p>Was muss Hecking anders machen? Ganz offenbar hat man den Kader zu optmistisch eingeschätzt. Spieler wie Diekmeier oder Nordtveit sind sicher hochtalentiert, aber eben selbst noch auf der Suche nach der richtigen Balance ihres Spiels und zudem <em>- was bei dem Alter auch verständlich ist -</em> zu wenig konstant. Gerade bei den beiden sah man, wie sie dem Druck, der am Ende entstand, <em>(noch)</em> nicht gewachsen waren. Vergleiche zu anderen Spielern ihres Alters sind dabei nicht legitim, denn auch ein Marin oder Mertesacker wurden erst aufgebaut und hatten z.T. konstante Topleute an ihrer Seite.</p><p>Gerade die Defensive zeigte sich zunehmend <em>(zu)</em> schwach, was sicher nicht nur an der Abwehr lag, aber eben doch auch. Wolf, der sich zuletzt ja als großer Wortführer präsentierte, spielte in der passablen 2. Liga-Saison ja fast nicht mit (7 Spiele, davon nur 5 über die volle Distanz) und befindet sich noch immer nicht in guter Form. Andere, wie Maroh oder Diekmeier, kannten die Bundesliga noch gänzlich nicht und spüren nun den rauhen Wind. Pinola hat sich stabilisiert, konzentriert sich aber vornehmlich auf die Defensive und fehlt somit schmerzlich mit guten Offensivaktionen, die ihn einst so begehrt machten.</p><p>Mittelfeld und Angriff wechselten (zu?) häufig um ein System erkennen zu lassen. Gerade Kluge steht hier bisschen als Sinnbild, er, als einer der Leistungsträger, spielte an vielen verschieden Orten und war &#8220;stets bemüht&#8221; aber selten eben wirklich erfolgreich. Die Außenpositionen, die in MOs Konzept ja eine wichtige Rolle spielten, waren mit Frantz, Risse und Gygax zwar nominell besetzt, aber insgesamt auch hier zu viele Verletzungen, Formschwankungen, Launen(?) und damit bedingt ein Ort vieler Wechselspielchen. So spielte auch mal ein Choupo-Moting wie auch ein Eigler auf den Positionen, alles Versuche ohne Wirkung.</p><p>MOs Problem war am Ende hausgemacht und abzusehen, gerade wenn der Start nicht optimal verläuft und damit Unsicherheiten aufgrund mangelnden Selbstvertrauens dazu kommen. Dafür sorgten leider auch die Schiedsrichterentscheidungen, die gerade in dieser Anfangsphase sehr wichtige Punkte gekostet haben und damit auch &#8220;Sargnägel&#8221; einer missglückten Hinrunde waren. Es hätte mehr als das Strohfeuer &#8220;Wolfsburg&#8221; gebraucht um MO die Chance für die Rückrunde zu ermöglichen. Das Risiko, den Fehler bei Hans Meyer noch mal zu machen und nach der Winterpause zu wechseln, dem denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, hätte man nicht gehen können, dazu hat die Mannschaft mit den 4 Spielen 0:12 Toren auch jedwede Phantasie genommen und damit MOs Trainerjob in nur 4 Spielen quasi verspielt.</p><p>Grundsätzlich ist MOs Konzept aber gut und wird zumindest nach Lippenbekenntnis von Hecking fortgeführt. Und es ist sicher kein Jugendkonzept, sonder ein Konzept, dass auf das Heranführen und Integrieren eigener Nachwuchsspieler setzt. Im Übrigen kein neues Konzept, sondern eines, das Vereine wie der Club längst gebraucht hätten um nicht nur einen vernünftigen Unterbau zu haben, sondern endlich mal auch Transfererlöse erzielen zu können. Wer nur darauf angewiesen ist Talente Dritter zu verpflichten, muss immer tief in die Tasche greifen, Risiken gehen (da sich die Talente bei den anderen sich offenbar schon nicht durchsetzen konnten) oder eben konservativ fast ausgediente Ex-Stars zu holen. Ausnahmen wie Misimovic &#038; Co. bestätigen da nur die Regel&#8230;</p><p>Dennoch hätte MO es sich etwas einfacher machen können (müssen?), indem er den Kader vor der Saison verstärkt hätte. Insgesamt war das Konzept einfach sehr &#8220;optimistisch&#8221; und es fehlte &#8220;Plan B&#8221; für den Fall, dass es eben doch nicht klappen würde mit den Talenten auf einigen Positionen. So fehlte für ein Leistungsloch bei Diekmeier ganz offenbar eine adäquate Alternative. Auch erschien Nordtveit auf der Sechs mit zunehmenden Druck (noch) überfordert und auch Maroh kam an seine Grenzen, gerade auch wenn Wolf neben ihm nicht zu alter Stärke fand.</p><p>Der Angriff blieb bisher außen vor, denn eigentlich ist der nicht zu bewerten bisher. Dass in einer nicht funktionierenden Mannschaft am Ende der Sturm ausfällt ist nicht verwunderlich. Zwar kann ein guter Stürmer oder offensiver Mittelfeldspieler mal ein Spiel entscheiden, aber insgesamt lebt er doch vom gesamten Spielaufbau. Kein Wunder also, dass Hecking hier gar keine Notwendigkeit sieht nachzubessern &#8211; rein nominell kann er hier ja aus dem vollen Schöpfen und warum ein Mintal, Charisteas oder Eigler nicht funktioniert ist eine Frage, die man eigentlich in Training und Spiel beantworten muss, denn alle haben ihre Qualitäten eigentlich schon bewiesen.</p><p>Rein subjektiv würde ich folgendes &#8220;ankreiden&#8221;, und das obwohl ich bis zuletzt ein Verfechter von MO war (bis zum Köln-Spiel sogar): Warum schaffte man es bis zuletzt nicht, das Leistungspotenzial von Stammspielern abzurufen? Warum wurden &#8220;verdiente&#8221; Spieler wie Mnari, Charisteas oder Mintal teilweise &#8220;demontiert&#8221; durch das Vorziehen von jungen Spielern, die z.T. sich auch nicht gerade aufdrängten davor oder als Leihspieler keine Identifikation zum Verein haben können? Und wenn man von solchen Spieler nicht mehr überzeugt ist &#8211; was man ja lange genug in Liga 2 beurteilen konnte, warum hat man sich nicht mit einem sauberen Schnitt vor der Saison getrennt?</p><p>Dies alles und dazu eine teilweise &#8220;muntere&#8221; Positionsrochade waren zumindest für den Außenstehenden nicht vermittelbar. Dass Hecking jetzt wieder auf Kluge als klaren Sechser setzen will, hätte man als Laie von Außen längst auch so erwartet. Dass man neben ihn Mnari wieder einsetzt ist &#8211; wenn er die Leistung im Training noch hat wohlgemerkt &#8211; auch kein Wunder, denn der Mann hat schon in der Bundesliga einiges gezeigt. Gerade auf der Doppel-Sechs sind Stellungsspiel und Erfahrung eine Menge wert, was schon Galasek bewies.</p><p>Viele Ansätze also bei Hecking, die man von MO auch erwartet hätte. Auch einen Breno, wie derzeit hoch gehandelt wird, als Leihspieler zu holen ist definitiv eine andere &#8220;Nummer&#8221; als Spieler aus der Regionalliga heranzuführen. Letzteres ist eine gute Sache, aber eben auch sehr waghalsig. Denn neben dem Talent, wie man bei Frantz sieht, muss auch der Körper die hohe Bundesliga-Belastung mitmachen.</p><p>Ob DH tatsächlich auch noch Makaay holt, wäre sicher eine interessante Sache. Ein Mann mit einem enormen Respekt in der Bundesliga, was vieles auch für die Mitspieler einfacher macht. Andererseits hat man eigentlich schon genug Stürmer und verbaut damit auch einem Charisteas wieder einmal jede Chance. Ob der die verdient hat, kann nur DH beurteilen. Dass Harry einer sein kann, der dem Club helfen kann, würde wahrscheinlich jeder Fachmann unterschreiben &#8211; warum keiner ihn ins Spiel bringen kann, eine andere Frage. Kurzum: Makaay wäre toll, aber nur wenn man sich von 1-2 anderen Spieler aus der Abteilung Attacke trennt.</p><p>Heckings Aufgabe wäre wohl die Puzzle-Teile zusammen zu bekommen und die richtigen Schlüsse aus der Hinrunde zu ziehen. Dazu gehört auch noch eine kritische Überprüfung des Kaders. Und arivierte Spieler ohne echte Perspektive sind im Kader keine Verstärkung sondern ein Problem. Dazu gehören eben auch Helden vergangener Tage oder Helden am Absprung &#8230;</p><p>Ob es am Ende zum Klassenerhalt reicht ist vollkommen offen. Die Chancen sind da, aber es wird nicht leicht. Allein der Hertha traue ich es trotz der Nachbesserungen im Kader nicht mehr zu. Dazu reicht der Blick auf den Punktestand: Wenn die Hertha nur halbwegs passable 34 Punkte erreichen will, müssen die Berliner eine Rückrunde spielen wie Bremen seine Vorrunde (28 Punkte). Noch Fragen? Der Club hat 12 und bräuchte entsprechende 24 Punkte, das wäre eine Runde wie Frankfurt oder Mainz &#8211; das klingt schon machbarer&#8230;</p><p>In jedem Fall hat Hecking durch sein Auftreten bei der ersten Pressekonferenz und seine ersten Maßnahmen, wie das Nein zum Kluge-Transfer oder die Vorverlegung des Trainings den Nerv der Fans getroffen und viele Sympathiepunkte gut gemacht. Am Ende wird aber auch seine Arbeit nur am Ergebnis gemessen. Und da auch der Fan am liebsten in Liga 1 spielt, sitzen wir also alle in einem Boot. In dem Sinne: Uns allen ein erfolgreiches neues Jahr 2010!</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6747</guid> <description><![CDATA[Der kicker meldet Vollzug &#8211; natürlich noch bevor bei fcn.de was zu lesen ist: Mit Dieter Hecking hat Nürnberg seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge von Trainer Michael Oenning gefunden, den die Franken am Montag entließen. Der 45-jährige Trainer wird am Dienstagnachmittag am Sportpark Valznerweiher vorgestellt. Der in Castrop-Rauxel (ja, das ist in Deutschland) 1964 geborene [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der <a
href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/518793/artikel_Fix-Hecking-folgt-auf-Oenning.html">kicker</a> meldet Vollzug &#8211; natürlich noch bevor bei fcn.de was zu lesen ist:</p><blockquote><p><em>Mit Dieter Hecking hat Nürnberg seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge von Trainer Michael Oenning gefunden, den die Franken am Montag entließen. Der 45-jährige Trainer wird am Dienstagnachmittag am Sportpark Valznerweiher vorgestellt.</em></p></blockquote><p>Der in Castrop-Rauxel <em>(ja, das ist in Deutschland)</em> 1964 geborene <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Hecking">Dieter Hecking</a> war ehemals Bundesliga- und Zweitliga-Spieler u.a. bei Hessen Kassel und Borussia Mönchengladbach und ist seit 2000 als Trainer tätig. Nach dem SC Verl und VfB Lübeck übernahm er Alemannia Aachen, die er zum Aufstieg führte, dann aber auf eigenen Willen zu Hannover 96 wechselte. Dort erlebte er Höhen und Tiefen bis er am 19. August 2009 dieses Jahr sein Amt niederlegte (wohl nicht ganz freiwillig).</p><p>Wir wünschen viel Erfolg! Den wird er auch brauchen.</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6720</guid> <description><![CDATA[Das Fragezeichen muss vorerst noch sein, denn offiziell soll es in der Pressekonferenz um 16:00 Uhr verkündet werden. Am Ende - und das berichten mittlerweile alle Medien von Spiegel Online bis kicker.de und die Lokalpresse einvernehmlich - wird die Entlassung des Chefcoaches stehen, der vor knapp über einem Jahr den Club in Liga 2 in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
src="http://www.clubfans-united.de/wp-media/2008/08/oenning.jpg" alt="" title="Michael Oenning &copy; fcn.de" class="alignnone size-full wp-image-1510" /></p><p>Das Fragezeichen muss vorerst noch sein, denn offiziell soll es in der Pressekonferenz um 16:00 Uhr verkündet werden. Am Ende <em>- und das berichten mittlerweile alle Medien von <a
href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,668279,00.html">Spiegel Online</a> bis <a
href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/518722/artikel_Kommt-Hecking-fuer-Oenning.html">kicker.de</a> und die Lokalpresse einvernehmlich -</em> wird die Entlassung des Chefcoaches stehen, der <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/08/30/michael-oenning-mehr-als-nur-eine-ubergangslosung/">vor knapp über einem Jahr</a> den Club in Liga 2 in prekärer Situation von Thomas von Heesen übernahm und aus den hinteren Tabellengefilden am Ende zu einem Happy End &#8220;Bundesligaaufstieg&#8221; führen konnte.</p><p>Doch das sind alles bereits Meriten von gestern oder wie es Präsident Schäfer ausdrückt und sich dabei des Zitats Adenauers bemächtigt: <em>„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“</em>. Damit machte er wohl den Weg frei, den er durch seinen bedingungslosen Rückhalt gegenüber Oenning ja eigentlich kategorisch ausschloss.</p><blockquote><p><em>Franz Schäfer (Club-Präsident): «Wir werden das Stuttgarter Modell nicht nachmachen. Wir stehen zu Trainer Michael Oenning, er hat hier einen Vertrag bis 2011, den wollen wir einhalten.» (<a
href="http://bit.ly/5OE8zS">Quelle</a>)</em></p></blockquote><p>Eben einfach nur ein weiteres Kapitel in der unglaublichen Geschichte der FCN-Kommunikation mit der Öffentlichkeit, wo man sich doch einfach mal nur erhoffen würde, man würde sich mit Dementis oder &#8220;kein Kommentar&#8221; begnügen. Wie auch bspw. die Aussage Baders, es sein nicht nur unwahr, dass man schon mit anderen Trainern gesprochen habe, sondern sogar &#8220;Unsinn&#8221; und nahezu böswillig ihm so etwas zu unterstellen. Auf wundersame Weise werden aber jetzt schon Kandidaten genannt, die offenbar auch ohne Vorgespräche abrufbar bereit stehen, namentlich voran ein Hecking und ein Koller. Und ob die Matthäus-Erscheinung in Nürnberg nur ein Gerücht war, darf nur gehofft werden&#8230;</p><blockquote><p><em>Manager Martin Bader soll daher schon seit längerem mit einem möglichen Nachfolger in Kontakt stehen. Doch das bestreitet er auf BILD-Nachfrage vehement: „Unsinn. Das sind böswillige Unterstellungen.“ (<a
href="http://bit.ly/7dmRVA">Quelle</a>)</em></p></blockquote><p>Ganz am Rande <em>- und dennoch auch mit bitteren Konsequenzen -</em> wird wohl verkündet werden, dass Peer Kluge gen Schalke wechseln wird. Wenn die kolportieren 1 bis 1,5 Mio. Ablöse stimmen, wäre dies den Fans kaum zu vermitteln für einen Stammspieler seiner Güte. Ausgenommen man sieht die Situation selbst in der Führungsetage so ausweglos, dass man Kluge, der bei Abstieg ablösefrei wäre, lieber noch zu Geld macht &#8230;</p><p><strong>Update 16:30:</strong> Entlassung offiziell bestätigt, Nachfolger stehe noch nicht fest. Co-Trainer Armin Reutershahn bleibt (vorerst). (<a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1144435&#038;kat=31">Quelle</a>). Bei NN-Online läuft ein Voting der Leser, wer als Trainer favorisiert wird. Hans Meyer liegt vorne vor Lothar Matthäus. Gerüchte, Loddar würde seit mehreren Stunden von verschiedenen PCs aus an der Umfrage selbst teilnehmen, können nicht bestätigt werden. Hier geht&#8217;s <a
href="http://vote.nordbayern.de/nn/index.asp?q=648" target="_blank">zur Abstimmung >>></a></p><hr
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src="http://www.clubfans-united.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.clubfans-united.de/2009/12/21/michael-oenning-entlassen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>91</slash:comments> <atom:link rel="payment" href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=6720&amp;md5=fcafb065ee9519afe2ed752ecf5d8772" type="text/html" />" </item> <item><title>Das Warten auf den Knall</title><link>http://www.clubfans-united.de/2009/12/18/das-warten-auf-den-knall/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-warten-auf-den-knall</link> <comments>http://www.clubfans-united.de/2009/12/18/das-warten-auf-den-knall/#comments</comments> <pubDate>Thu, 17 Dec 2009 23:11:18 +0000</pubDate> <dc:creator>belschanov &#124; Clubfans-United</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[abstiegskampf]]></category> <category><![CDATA[Bundesliga]]></category> <category><![CDATA[Clubberer]]></category> <category><![CDATA[Medien]]></category> <category><![CDATA[Trainer]]></category> <category><![CDATA[Trainerdiskussion]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6670</guid> <description><![CDATA[Ein Fußballtrainer, dessen Mannschaft nach einer 0:1-Heimniederlage gegen den SC Freiburg und zwei darauf folgenden 0:4-Schlappen den vorletzten Tabellenplatz einnimmt, steht ziemlich alleine da. Seine Spieler haben ihn im Stich gelassen und seine Vorgesetzten befallen Zweifel an ihrer Treue. Wenn der Vereinspräsident den in solchen Situationen üblichen Spruch &#8220;Wir stehen absolut zum Trainer&#8221; (klick) zum [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Fußballtrainer, dessen Mannschaft nach einer 0:1-Heimniederlage gegen den SC Freiburg und zwei darauf folgenden 0:4-Schlappen den vorletzten Tabellenplatz einnimmt, steht ziemlich alleine da. Seine Spieler haben ihn im Stich gelassen und seine Vorgesetzten befallen Zweifel an ihrer Treue. Wenn der Vereinspräsident den in solchen Situationen üblichen Spruch &#8220;Wir stehen absolut zum Trainer&#8221; (<a
href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1139978&amp;kat=32&amp;man=4">klick</a>) zum Besten gibt, weiß man, was die Stunde geschlagen hat: Für diesen Trainer ist am nächsten Spieltag &#8220;Zwölf Uhr mittags&#8221; (<a
href="http://www.filmszene.de/gold/zwoelf.html">klick</a>).</p><p>Das ist &#8220;normal&#8221;. Da braucht man eigentlich gar nicht drüber zu reden. So sind die Gesetze des Fußballs.</p><p><span
id="more-6670"></span>&#8220;Normal&#8221; ist auch, dass das, was so &#8220;normal&#8221; ist, dass man eigentlich gar nicht drüber zu reden braucht, in den Medien &#8220;hochsterilisiert&#8221; wird. Es gehört zum Ritual, wenn eine Nürnberger Tageszeitung über das Foto eines wenig zuversichtlich dreinblickenden Club-Trainers die Schlagzeile &#8220;Wie lange noch?&#8221; setzt (<a
href="http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/152555">klick</a>) und der Kicker in der Printausgabe vom 14. 12. 09 (S. 41) die Frage stellt: &#8220;Darf Oenning auch noch in Köln verlieren?&#8221;</p><p>Diese Fragen sind keine Fragen, denn sie geben die Antwort vor. Man könnte das Ganze auch als Aussagesatz formulieren: &#8220;Wenn der 1. FC Nürnberg&#8221; &#8211; falsch: &#8220;Wenn Oenning in Köln verliert, ist Oenning weg.&#8221;</p><p>Diese Fragen sind Aufheizer. Sie kündigen ein Ereignis an und versetzen uns in Stimmung: &#8220;Bald knallt es, Leute, bald gibt&#8217;s was zu gaffen.&#8221;</p><p>Ein Trainer ist zum Abschuss freigegeben. Wobei der noch in einer komfortablen Situation ist, wenn man bedenkt, dass gegen den Sportdirektor des Clubs Morddrohungen erhoben worden sind (<a
href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1139978&amp;kat=32&amp;man=4">klick</a>).</p><p>Ich weiß, das ist ein anderes Thema. Ich wollte nur mal kurz drauf hinweisen: Wenige Wochen, nachdem anlässlich des Selbstmords von Robert Enke die Fußballgemeinde in Sonntagsreden zur großen Selbstbesinnung aufgerufen wurde, werden gegen den Sportdirektor eines Fußballvereins Morddrohungen ausgesprochen&#8230;</p><p>Wie geht&#8217;s eigentlich weiter, wenn Oenning &#8211; falsch: wenn der 1. FC Nürnberg in Köln gewinnt (naja, sagen wir: gewinnen sollte)? Dann wird Oenning wohl im Amt bleiben. Aber: Ist ihm das überhaupt zuzumuten?</p><p>Marshall Kane (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_Uhr_mittags">klick</a>) verlässt nach dem großen Showdown die Stadt. Er hat seine Prüfung bestanden. Oenning wird, sollte er in Köln nicht durchfallen, weiterhin auf dem Prüfstand stehen. Spätestens nach der nächsten Niederlage seiner Mannschaft droht ihm der nächste &#8220;High Noon&#8221;.</p><p>Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?</p><div><div><em><br
/> </em></div></div><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
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href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=6670&amp;md5=59090178a87034558571699929d3749e" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6207</guid> <description><![CDATA[Mit Bremen kommt am Samstag eine Mannschaft zum Club, die sich seit Jahren ein sehr positives Image aufgebaut haben. Bremen steht für Unaufgeregtheit und Kontinuität außerhalb des Platzes, aber Spektakel und Offensivfußball auf dem Rasen. In Bremen spielen jeher exponierte Spieler, oft solche, die von anderen gar nicht so überragend eingestuft wurden und erst in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Bremen kommt am Samstag eine Mannschaft zum Club, die sich seit Jahren ein sehr positives Image aufgebaut haben. Bremen steht für Unaufgeregtheit und Kontinuität außerhalb des Platzes, aber Spektakel und Offensivfußball auf dem Rasen. In Bremen spielen jeher exponierte Spieler, oft solche, die von anderen gar nicht so überragend eingestuft wurden und erst in Bremen das Potenzial abriefen, dass dann plötzlich alle schon vorher gesehen haben wollten &#8211; ich denke da an Micoud, an Diego <em>(beide kamen von der Ersatzbank anderer Clubs)</em> oder eben einen Özil, den Schalke nicht mehr lieb hatte. Dazu kommen Spieler, die offenbar immer nur in Bremen &#8220;funktionieren&#8221;, wie ein Frings, ein Borowski oder auch ein Ailton.</p><p>Aber neben all dieser Spieler und ihrer Geschichten, die sich jeher um Bremen ranken, steht Bremen eben für Trainerköpfe. Rehhagel z.B., der eine Institution in Bremen war, oder eben jetzt Schaaf, der eine neue Ära an der Weser einläutete. Schaaf ist knurrig, wirkt bisweilen &#8220;maulfaul&#8221; <em>(nicht despektierlich zu verstehen)</em>, ironisch <em>(Frage heute in der Pk: Können Sie schon absehen, wer im Sturm spielt? Schaaf: Seien Sie sicher, wir werden mit Elf anfangen)</em> und verkörpert wie kaum ein anderer das Image des Mannes von der Küste: Rauh, ungebügelt, an- und zupackend und dennoch witzig, charmant <em>(wenn er denn mal mag)</em>. Dabei ist Schaaf nicht mal aus dem Norden, Schaaf ist ein Sohn Mannheims.</p><p>Und Schaaf ist eines: Unumstritten &#8211; auch in seiner Art. Man mag Schaaf, Schaaf ist Werder, Werder ist Schaaf und Allofs. Das war auch unstrittig in den Zeiten <em>(wie bspw. letztes Jahr)</em> als es gar nicht so gut lief.</p><p><span
id="more-6207"></span>Das klare Bekenntnis des Umfelds zu Schaaf <em>(und seine Art)</em> ist vielleicht zum einen seinen zurückliegenden Erfolge geschuldet, immerhin wurde er mit Werder Meister und dreimal Pokalsieger, und sowas schafft Kredit. Aber einfach auch, weil man in Bremen jeher gewohnt war <em>(Rehhagel)</em>, dass man auch unaufgeregt zum Erfolg kommen kann. Kein SV Hollywood in Bremen denkbar. Und diese Ruhe, diese Kontinuität gerade auch in der Personalpolitik, sehen viele als den Garanten für den jetzt so lange anhaltenden Bremen Erfolg, auch wenn man eigentlich vom Umfeld (500.000 Einwohner) neben Groß-Städten wie Hamburg (1,8 Mio. Einwohner) oder München (1,3 Mio.) und ohne so fußballverrücktes Umland wie im Ruhrpott gar nicht da hingehören würde, dauerhaft an die Spitze der Liga.</p><p>Der 1. FC Nürnberg ist da zwar auch in der Größenordnung (500.000 Einwohner), könnte aber auf ein riesiges Einzugsgebiet verweisen. Wenn es denn mal halbwegs läuft, dann reisen Fans aus ganz Franken an, von Hof bis Aschaffenburg, von Coburg bis Weißenburg. Die Identifikation mit dem Club ist eine Identifikation mit Franken, allein deshalb wäre der Club in punkto mobilisierbarer Fanmasse gegenüber der doch eher separierten freien Hansestadt im Vorteil &#8211; wenn doch der Erfolg mal wieder zum Club käme. Doch das ist eben die Krux.</p><p>Ohne die ganze Historie nun wieder zu bemühen reicht ein Blick auf die letzten Jahre und das Image des Clubs. &#8220;Fahrstuhlmannschaft&#8221;, &#8220;Rekordabsteiger&#8221;, &#8220;Trainerkiller&#8221;, &#8220;Depp&#8221; &#8211; das sind die Attribute, die man dem Club oder seiner Verantwortlichen anheftete. Gerade letzterer (&#8220;Depp&#8221;) auch deswegen, weil immer dann, wenn man mal wieder die Hand am Erfolg hat, man diesen zum Teil Haare ausraufend leichtfertig durch die Finger rinnen lässt &#8211; kaum ein Kuriosum, dass der Club nicht schon geschafft hätte. Hätte der Abstieg als Meister in der 60er Jahren nicht schon gereicht, musste der Abstieg als Pokalsieger jüngst noch ergänzt werden. Und selbstredend ist nur der Club in den Annalen, am letzten Spieltag von einem schier todsicheren Platz 12 noch abzusteigen. Immpossible is nothing&#8230;</p><p>Aktuell ist man wieder einmal angekommen in Liga 1, viele meinen bereits nach den gezeigten 10 Spieltagen &#8220;wohl nur zu Besuch&#8221;. Denn das neue Konzept greift <em>(noch?)</em> nicht und wird bereits heftig kritisiert: Der Jugendwahn habe bereits jetzt seine Grenzen erreicht und sich selbst widerlegt. Kontinuität, Aufbau, Jugendarbeit? Das ja, aber nur dann wenn sein Erfolg auch sichtbar ist.</p><p>Sieht man nix, war&#8217;s auch nix. Am besten man macht da weiter, wo man immer weiter machte beim Club, wenn es nicht so lief: Man schmeißt einfach alles über den Haufen <em>(siehe oben: Trainerkiller)</em>, holt den vierten Trainer in nicht mal zwei Kalenderjahren <em>(Neururer ist wieder zu haben)</em>, dazu noch ein paar erfahrene Bundesliga-Söldner mit eingebautem Abstiegskampf-Gen loseisen und versucht sich mit Kampf und Krampf wieder mal zu retten, koste es was es wolle. Frei nach dem Motto: <em>Kontinuität muss man sich leisten können</em> &#8211; ist also Luxusgut und kein Erfolgsrezept.</p><p>Das Fanlager ist allerdings gespalten &#8211; und das in mehrfacher Hinsicht. Die einen sind die, die obige Ansicht vertreten, die anderen würden dagegen schon gern mit dem Konzept mal weitermachen, sind sich allerdings in dem &#8220;Wie&#8221; nicht einig. Die Spieler- und Taktikfragen scheinen aber dabei gar nicht so der Punkt zu sein und werden im Wesentlichen eher marginal unterschiedlich betrachtet. Der eine will den Mnari statt den Nordtveit, der andere den Boakye für den Eigler. Ob Rotation oder Stammelf, ob offensiver oder defensiver &#8211; am Ende ist sich da auch keiner selbst so richtig schlüssig. Woran sich allerdings die Geister streiten ist die bisweilen gezeigte &#8220;Einstellung&#8221; bzw. die Leidenschaft, die man vermisst. Und das macht man an MO fest.</p><blockquote><p><em>Schaaf über Oenning: &#8220;ich schätze seine angenehme sachliche Art, er kann Dinge sehr genau und sehe präziese ansprechen&#8221; (Pressekonferenz werder.tv)</em></p></blockquote><p>Oenning ist ein sachlicher Typ, er rastet nicht aus und wird auch nicht pathetisch. Starke Gegner beurteilt er als stark, Gegner auf Augenhöhe bezeichnet er als solche. Er reisst nach Spielen keinen den Kopf ab und findet auch nach einer Klatsche taktische Erklärungen. Das passt nicht jedem.</p><p>Es ist vielleicht gar nicht die Frage nach seinen Handlungen. Ob man gegen Hoffenheim bei 0:3 defensiv oder offensiv wechselt mag am Ende zwar ein Signal sein, hätte am Ergebnis aber kaum positives geändert. Ein 0:3 &#8220;heimschaukeln&#8221; trifft den emotionalen Fan aber ins Mark, es berührt seinen Stolz und es widerstrebt seiner Auffassung. Und hier treffen die unterschiedlichen Auffassungen wohl aufeinander.</p><p>Wer den Fußball mehr als &#8220;Kampfsport&#8221; betrachtet, kann sich einfach nicht mit Sachlichkeit und Vernunft anfreunden. Wer Fußball auch als &#8220;Strategiespiel&#8221; sieht, der freut sich über wenig Phrasen und sachliche Ansichten. Es ist fast wie ein Vergleich zwischen Italien, wo man die Strategie und Taktik hoch schätzt, und England, wo der unbedingte Einsatz die Maxime bei den Fans ist. Keiner wird sagen können, welcher Weg der einzig wahre ist &#8211; allein bei Fans sind die Stilfragen jeweils nur schwer vermittelbar.</p><p>Daher wird der gordische Knoten nicht auflösbar sein. Der eine mag die Art, der andere wird nur im Erfolgsfall sich versöhnt zeigen. Da Erfolg aber ein weiter Begriff ist, sind die Aussichten eher vage. Aber viel entscheidender als die Fanmeinung zum Stil Oennings wird sein, wie dies bei den Spielern ankommt. Denn auch Spieler sind ja unterschiedlicher Art. Ein Broich wird eher über analytische Ausführungen zu erreichen sein als vielleicht ein <em>- ohne hier was unterstellen zu wollen -</em> Pinola, der über die Emotion kommt, das Adrenalin braucht. Und ob MO so facettenreich ist, dass er die Spieler jeweils abholen kann, das kann man von außen nicht beurteilen, das spielt sich ja hinter den Kulissen ab. Und eine Mannschaft diesbezüglich an den Ergebnissen zu messen erscheint als Aufsteiger mit limitierten Möglichkeiten etwas ungerecht.</p><p>So sucht man in den Gesichtern der Spieler nach Antworten, will auf dem Platz den Einsatz sehen. Doch auch dies ist natürlich auch eine Frage des jeweiligen Naturells. Einen Pinola, Wolf oder Kluge wird man auch kaum den Einsatz absprechen, ein Eigler schlurft eben eher wie Gott ihn schuf über den Platz. Auch einen Berbatov bei Manchester United wirft man dieses Phlegma gerne vor &#8211; doch wenn man genau hinsieht ist Berbatov gar nicht gemütlich, er sieht nur einfach nicht so aus als würde er sich beeilen, läuft dabei aber locker am Gegenspieler vorbei.</p><p>Es wird sich nicht auflösen lassen, zu unterschiedlich sind die Erwartungen an den Fußball und seine Ausdrucksform. Wenn man MO etwas raten wollte, dann vielleicht bisweilen die Volksseele zu befrieden und nicht immer genau das zu tun, was andere ernüchtert. Viel leichter könnten es die Spieler machen, indem sie Bremen morgen niederrennen und wieder eine Hausmacht errichten, die man mit allem was man hat zu verteidigen gedenkt. Das mag zwar nicht immer ausreichen, macht aber auch dem Gegner Respekt und Respekt ist im Fußball schon mal ne Menge wert.</p><p>Und wenn man dann nochmal Michael Oenning genau zuhört, dann sagt er doch glatt genau das in der Pressekonferenz vor dem Spiel:<em> &#8220;Wir müssen den Gegner versuchen zu vermitteln, dass es schwer wird hier. Und das wir dazu in der Lage sind, davon bin ich überzeugt! Wir können durchaus ein Spiel für den Gegner schwierig gestalten. Wichtig wird aber auch sein, dass wir nicht vergessen nach vorne zu spielen, denn das ist ein Heimspiel.&#8221;</em> Und so viel anders klingt das auch nicht wie so mancher Zampano, auch wenn es ruhig und wenig gestenreich gesagt wird. Eben eine Frage des Stils.</p><hr
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href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=6207&amp;md5=d5210a6164b42c6f78701d59dc04e0c2" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6077</guid> <description><![CDATA[In der Literatur bezeichnet die Neue Sachlichkeit eine nüchterne und realistische Abkehr vom Pathos des Expressionismus, gleiches gilt im Wesentlichen für die Architektur, Kunst oder Fotografie der 20er Jahre. Allen gemein: »Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nüchternheit [...] gegenüber seinem Sujet aus.« Willkommen bei der Neuen Sachlichkeit im Fußball des 21. Jahrhunderts, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>In der Literatur bezeichnet die <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Literatur%29">Neue Sachlichkeit</a> eine nüchterne und realistische Abkehr vom Pathos des Expressionismus, gleiches gilt im Wesentlichen für die Architektur, Kunst oder <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Fotografie%29">Fotografie</a> der 20er Jahre. Allen gemein: »<em>Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nüchternheit [...] gegenüber seinem Sujet aus.</em>«</p><p>Willkommen bei der Neuen Sachlichkeit im Fußball des 21. Jahrhunderts, wir sind beim Club und der Pathos des letzten Jahrhunderts ist ebensolange zurück wie der kurzzeitig aufkommende <em>Neue Pathos</em> unter Hans Meyer vor nur zwei Jahren. Es war vielleicht ein Reflex vergangener Tage, die Realität sieht aber wohl so aus, wie sie Hans Böller in seinem lesenswerten Artikel &#8220;<a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1102011&#038;kat=31">«Stark bleiben« in schweren Zeiten</a>&#8221; beschreibt:</p><blockquote><p><em>Es ist im Grunde ja ein wenig grotesk. Seit vier Jahrzehnten tut der 1.FC Nürnberg im wesentlichen nichts anderes, als auf- und abzusteigen. Trotzdem löst ein konkreter Abstiegskampf zuverlässig dieselben Reaktionen aus: In diesem Jahrzehnt wurden die Trainer Klaus Augenthaler, Wolfgang Wolf und Hans Meyer, die zuvor durchaus hoffnungsvolle Perspektiven aufgezeigt hatten, beurlaubt, als die Abstiegsgefahr mehr (Augenthaler 2003) oder noch etwas weniger greifbar war (Wolf 2005, Meyer 2008).</p><p>Man weiß, dass diese Abstiegsgefahr zum treuen Begleiter des Clubs geworden ist, mag das aber eigentlich nicht akzeptieren, weil die Erstklassigkeit schon ob der stolzen Tradition trotzdem immer der Anspruch ist. Als Antrieb ist das nicht verkehrt, und sehr weit entfernt ist man davon auch gar nicht: Der Club kam immer zurück und gehört zur erweiterten Besetzung der Eliteklasse: bloß ohne Garantie, auch immer dabeizusein.</p><p><strong>Ein logischer Erstligist war und ist der 1.FCN nicht</strong></p><p>Auch über diese Position, die in Mainz oder Freiburg glücklich macht, herrscht in Nürnberg immerhin ein gewisses Einverständnis. Jene Trainer-Entlassungen, die Reaktionen auf ein drohendes Verpassen dieses Minimalziels waren, waren unumstritten: Friedel Rausch (2000) hatte in der Zweitklassigkeit keine Ideen mehr, Thomas von Heesen (2008) konnte seine nicht vermitteln.</p><p>Zuletzt gelang es, in prekärer Situation, dem Trainer Oenning, einem strauchelnden Verein Perspektiven aufzuzeigen. Oennings Aufstiegs-Elf stand für genau diesen Anspruch: für einen neuen Versuch (mit wie immer ungewissem Ausgang). Ein logischer Erstligist war und ist dieser 1.FCN nicht. Und darüber steht jetzt die Frage: gar nicht? Oder noch nicht?</em></p></blockquote><p>Wie sehr die Realität uns einholt, zeigte das Finanzergebnis der gestern abgehaltenen Mitgliederversammlung <span
id="more-6077"></span>(Quelle: <a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/1bundesliga/news/:club-mit-roten-zahlen-kein-zugang-im-winter/50022962.html">FTD</a>):</p><blockquote><p><em>Die Aufwendungen konnte der Verein gegenüber 2007/2008 um 16,6 auf 42,7 Millionen Euro drücken; im Etat für den Profi-Bereich (der 17,8 Millionen betrug) sparte man acht Millionen ein. Die Einnahmen sanken mit dem Abstieg aber drastisch; 23,8 Millionen Euro betrug das Minus aus Fernseh-, Spiel- und Marketingeinnahmen &#8211; allein die Gelder aus dem Fernsehvertrag sanken von 24,3 auf 8,4 Millionen. «Für uns ist es ganz schön dick gekommen in den letzten zwölf Monaten», räumte der bestätigte FCN-Boss Franz Schäfer ein. </em></p></blockquote><p>Schluss also mit aller Fußball-Romantik. Der Wunsch, den Betriebsunfall mit Integrationsfiguren und Leistungsträgern wie Schäfer, Wolf, Pinola, Kluge und Mintal schnell zu reparieren, präsentierte sich auf der Abschlussrechnung der 2. Liga-Saison als böses Erwachen. Statt der gerade erst wieder erlangten Schulden- und damit Handlungsfreiheit, steht der Club nun wieder mit dickem Minus in der Kreide: 5,8 Millionen stehen da zu Buche &#8211; mehr als ein Pappenstiel.</p><p>Kein Zweifel also mehr für alle Kritiker der Einkaufspolitik: Die nicht gekommenen, aber geforderten Neuzugänge blieben nicht deshalb fern, weil man sich nicht entscheiden konnte oder wollte (Stichwort: Jugendwahn), es fehlte schlicht das nötige Kleingeld, wie auch Bader konstatierte:</p><blockquote><p><em>«Mal richtig Geld in die Hand nehmen, mindestens ein bis zwei Millionen», skizzierte Martin Bader die Erwartungshaltung im Umfeld. «Realistisch bleiben», gab der Sportdirektor zurück &#8211; auch mit Blick auf die Transfers der Junioren-Nationalspieler Dennis Diekmeier und Marcel Risse bereits im vergangenen Winter.</em></p></blockquote><p>Nun darf an der Stelle doch noch kritisch hinterfragt werden, was gestern in der Mitgliederversammlung wohl unterblieb nach dem Vernehmen, warum dieser Weg nicht als Weg der Hasardeure eingestuft wurde. Mag man seitens Woy wie Bader noch so oft betonen, dass die Entscheidung des Weges mit Leistungsträgern, die für 2. Liga-Verhältnisse vielleicht eine Nummer zu groß waren, in der Vereinsführung gemeinsam und einstimmig getroffen wurde, doch klärt dies doch nicht zur Gänze, ob dieser Weg hochriskant war. Wenn allein das Erreichen des Ziels (Wiederaufstieg) zu einer doch so drastischen Finanzlage führte, was wäre erst im Falle eines Scheiterns gewesen, was in Anbetracht des Saisonverlaufs ja nun wirklich nicht unmöglich erschien. Wie hätte man mit rund 6 Mio. Verbindlichkeiten einen Neuaufbau stemmen sollen? Oder wäre dann nicht der Club (wieder einmal) auf Jahre ein Pflegefall?</p><p>Das Problem aber wohl: Sieht man sich in seinem laienhaften Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge einmal um, so erscheint die moderne Wirtschaftspraxis, die unlängst ja zu einem der größten Kapitalvernichtungen der modernen Gesellschaft führte, auch im Sport längst Einzug gehalten haben: Man zockt auf hohem Niveau. &#8211; Vielleicht muss man das zwischenzeitlich, um mit den anderen wenigstens annähernd mithalten zu können, am Ende trifft es aber im Fall des Verlusts meist die, die dann nicht die Sachen packen können und woanders anheuern: Die Fans und Mitglieder.</p><p>Es liegt mir fern die Kompetenzen von Woy und Bader an dieser Stelle in Frage zu stellen, dazu fehlt der tiefere Einblick, das fachliche Verständnis und auch die Zeit einer ordentlichen Recherche. Allein auf Basis der gestern veröffentlichten Zahlen und Fakten aber darf man feststellen, wie wichtig der Aufstieg war und wie wichtig ein Verbleib in der Bundesliga wäre. Und: Wie wenig Handlungsspielraum die Protagonisten aktuell haben.</p><p><strong>Was zum zweiten Teil der Neuen Sachlichkeit beim Club führt.</strong></p><p>Gestern im internen <em>Clubfans United</em>-Gespräch zwischen Stefan und mir wurde uns klar, dass die aktuelle Diskussion um Oenning wenig zielführend ist, je länger sie geht. Längst haben sich beide Lager verschanzt und eingegraben, die MO-Kritiker wie die MO-Verteidiger. Auch wenn es bisweilen mehr als kurzweilig, ja sogar absolut <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/10/09/am-tiefsten-tiefpunkt-unter-der-augenhoehe/#comment-31172">charmant formuliert</a> ist, stehen unter dem Strich nur noch das Polemisieren und Retournieren der gebrachten Argumente. Dabei wäre eine Ursachenforschung dringen nötiger denn je, denn ganz offenbar ist ein Verbleib in Liga 1 existenziell. Ausgeschlossen dabei sollte der Wunsch nach neuem Spielermaterial sein, der uns &#8220;sofort weiterhelfen&#8221; könne, dafür fehlen schlicht die Mittel und noch weitere Wagnisse einzugehen sollte keiner ernsthaft in Erwägung ziehen. Ja selbst die Demission eines Trainers sollte man sich vor dem Gesichtspunkt in Anbetracht der damit verbundenen Abfindungen etc. pp. auch gut überlegen &#8211; doch das nur am Rande.</p><p>Der hier oft vorgeschlagene Weg des Vertrauens und der Rückendeckung bekommt vor der ganzen Situation eine nochmal größere Bedeutung: Wenn man nicht mehr Möglichkeiten hat, muss man das maximale aus den vorhandenen machen. Und der Beitrag der Fans kann da nur sein, auch wenn es manchem nicht schmecken mag, das eigene Personal stark zu machen (oder zu reden), damit es zum Wohle des Vereins doch noch was wird mit dem Saisonziel: Nicht-Abstieg.</p><p>Michael Oenning gestern an die Mitglieder gewandt (via <a
href="http://www.fcn.de/news/archiv/2009/oktober/14/artikel/neue-aera-beim-club-eingelaeutet/">FCN.de</a>):</p><blockquote><p><em>Trainer Michael Oenning wandte sich in einer emotionalen Rede an die Mitglieder und bat um Geduld für seine Jungs. Oenning warb noch einmal für den eingeschlagenen Weg, weiterhin verstärkt jungen Spielern das Vertrauen zu schenken.</em></p></blockquote><p>Dass diese Marschroute nicht nur ein Erste-Hilfe-Konzept für die aktuelle Lage ist, stellt Michael Oenning im Interview mit der FTD &#8220;<a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/:1-fc-nuernberg-wir-hatten-lange-genug-spektakel/50022425.html">Wir hatten lange genug Spektakel</a>&#8221; vom 12.10. dar:</p><p><em><ul><li><strong>Oenning </strong>Letzte Saison standen wir jedes Spiel unter Erfolgsdruck. Durch den Aufstieg sind wir in die komfortable Situation gekommen, dass wir nicht immer gewinnen müssen und jedes Spiel einzeln bewerten können. Durch den Sieg im letzten Heimspiel haben wir jetzt sogar ein bisschen Ruhe.</li><li><strong>FTD </strong> Das Beste an drei Punkten ist, dass man die Luft bekommt, mittelfristige Ziele weiter zu verfolgen?</li><li><strong>Oenning </strong> Ganz genau. Als Aufsteiger weiß man natürlich, dass man von 34 Spielen 17 oder 18 nicht gewinnen wird. Es wäre eine tolle Sache, wenn wir noch ein paar Punkte sammeln könnten. So hätten wir die Chance, weiter an unseren Offensivqualitäten zu arbeiten. Im Moment konzentrieren wir uns noch sehr darauf, das Spiel des Gegners zu hemmen, uns nach ihm zu richten.</li><li>[...]</li><li><strong>FTD </strong> Das davon ausgeht, dass die beste Nachwuchsförderung die ist, den Nachwuchs auch regelmäßig spielen zu lassen?</li><li><strong>Oenning </strong> Richtig. Wenn wir den Klassenerhalt mit dieser jungen Mannschaft schaffen, ist sie erfahrener und besser geworden. Dann wird die nächste Saison für uns leichter werden. Außerdem tun wir auch dem deutschen Fußball gut, wenn wir unsere Leute ausbilden und nicht die der anderen. Der Trend in der Liga geht derzeit auch in die Richtung, das freut mich.</li><li><strong>FTD </strong> Das Bekenntnis zum eigenen Nachwuchs hört man in der Branche immer wieder. Doch meist wird es nur in der allergrößten Not konsequent umgesetzt &#8211; wenn das Geld für Stars fehlt.</li><li><strong>Oenning </strong> Ich will schon beweisen, dass man mit einem konsequenten Nachwuchskonzept Erfolg haben kann. Dieser Nachweis ist ja nie geführt worden. Stattdessen wollten viele Trainer ihren persönlichen Erfolg absichern, damit sie lange im Geschäft bleiben. Da schien es manchem zu riskant, den Jungen auch mal ein schlechtes Spiel zuzugestehen.</li><li><strong>FTD </strong> Würden Sie das denn auch machen, wenn Sie Trainer eines Meisterschaftsaspiranten wären?</li><li><strong>Oenning </strong> Der FC Arsenal macht das so, Barcelona macht das so &#8211; da bin ich in guter Gesellschaft. Association Jeunesse Auxerre macht das sogar so konsequent, dass es im Vereinsnamen steht: Jugendverein Auxerre.</li><li><strong>FTD </strong> Der französische Erstligaverein, der mit Guy Roux über 30 Jahre den gleichen Trainer hatte.</li><li><strong>Oenning </strong> Genau. Das nenne ich Kontinuität. Und das ist etwas, womit der SC Freiburg und Werder Bremen auch gut gefahren sind. Kontinuität ist natürlich langweilig, wenn woanders ständig was los ist, weil der Trainer rausfliegt. Da wird was geboten, da ist Spektakel! Ich aber glaube, dass wir in Nürnberg lange genug Spektakel hatten. Deshalb ist es für uns wichtig, dass am Ende der Klassenerhalt steht. Sonst kommt der Nächste, und der macht es wieder ganz anders.</li></ul><p></em></p><p>Trotz allem Frust und persönlicher Unzufriedenheit: Gemeinsam sollten wir Fans uns dieses Konzepts verschreiben, einfach weil wir gar keine andere Möglichkeiten mehr haben, aber auch weil der eingeschlagene Weg ein guter Weg ist. Das bedeutet aber, dass man sich vergegenwärtigen muss, dass diese Saison noch viele bittere Pillen haben wird, vielleicht die nächste schon gegen die Hertha, man aber das Ziel nicht aus dem Auge verlieren sollte: Es geht einzig darum am Ende nach 34 Spieltagen zwei, besser noch drei Mannschaften hinter sich zu haben.</p><p>Die Neue Sachlichkeit soll dabei kritsieren dürfen, natürlich &#8211; und auch den Trainer und auch das Konzept. Aber konstruktiv und situationsangemessen <em>und</em> realitätsbewusst. Der monotone Rückgriff auf Versäumnisse der Vergangenheit hilft dabei ebensowenig weiter wie der Wunsch nach einer schnell besseren Gegenwart und Zukunft bspw. durch weitere Neuverpflichtungen, die es schlicht nicht geben wird/geben kann.</p><p>Sachlicher zu werden ist für einen emotionalen Sport und emotionale Fans gar nicht so einfach, Niederlagen en bloc hinzunehmen erst Recht nicht. Aber es hilft ja nicht weiter draufzuhauen &#8211; und auch nicht eine Festung um MO aufzubauen. Eine weitere Heiligsprechung nach Hans Meyer ist auch gar nicht geplant.</p><p>Aber trotz aller Sachlichkeit die Bitte an die Mannschaft: <em>Zeigt es uns wenigstens auf dem Platz. Zeigt uns, durch euren Einsatz, eure Laufbereitschaft, eure Emotion, euren unbedingten Willen es allen zu zeigen, dass der Weg auch euer Weg ist. </em></p><p>Lippenbekenntnisse gab es schon genug und wenn Mintal <a
href="http://www.fcn.de/news/archiv/2009/oktober/08/artikel/ziel-gegen-berlin-drei-punkte/">im Mittagschat auf unsere Frage</a> selbst einräumt, dass hier noch Luft nach oben ist, sollte man als aller erstes daran arbeiten.</p><blockquote><p><em><strong>Clubfans United (Alexander)</strong> Viele kritisieren, ihr seid zu brav und es fehlt der Kampf &#8211; wie seht ihr das?<br
/> <strong>Marek Mintal</strong> Da hast Du schon ein bisschen Recht. Wir arbeiten jetzt daran!</em></p></blockquote><p>Das würde viele Wogen von selbst glätten und macht es dem Fan viel leichter, sich auch in schweren Zeiten zu identifizieren &#8211; da braucht es für den Fan gar kein großes Spektakel sondern schlicht den Nachweis ehrlicher Arbeit.</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
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href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=6077&amp;md5=fd681b4fa8c139f66380a241c7b3c59f" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=6063</guid> <description><![CDATA[Ich muss heute mal den Völler auspacken, weil es einfach passt. Wenn ich da heute bei der schreibenden Zunft der Qualitätsjournalisten (man verzeihe die emotional gefärbte Ironie) der Nürnberger Nachrichten in ihrem Online-Ableger NN-online.de lese, namentlich unterzeichnet von Herrn Björn Bischoff, werde ich zur Tante Käthe. Da liest man heute als Schlagzeile: Club-Fans: Der Stimmungstiefpunkt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss heute mal den <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=TDnn6aT8wYg">Völler auspacken</a>, weil es einfach passt. Wenn ich da heute bei der schreibenden Zunft der Qualitätsjournalisten (man verzeihe die emotional gefärbte Ironie) der Nürnberger Nachrichten in ihrem Online-Ableger NN-online.de lese, namentlich unterzeichnet von Herrn Björn Bischoff, werde ich <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=TDnn6aT8wYg">zur Tante Käthe</a>.</p><p>Da liest man heute als Schlagzeile:</p><blockquote><p><strong>Club-Fans: Der Stimmungstiefpunkt ist erreicht</strong><br
/> In den Internetforen bereitet man sich auf den Abgang Michael Oennings vor</p><p>Quelle: <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1100405&#038;kat=31&#038;man=3">nn-online.de</a></p></blockquote><p>Eine so derart unvollständige und suggestive Zusammenstellung von Fan-Meinungen in einer Tageszeitung zu lesen, die sich sonst bemüht sich jenseits des Boulevard-Journalismus zu bewegen, kann ich nicht nachvollziehen. Hier geht es offenbar nicht um Berichterstattung, hier geht es vielleicht sogar um gewollte Stimmungsmache.<span
id="more-6063"></span> Anders sind solche eingestreuten unterschwelligen Wertungen wie <em>&#8220;die Meinung ist immerhin eindeutig&#8221;</em> und dem lakonischen Ende <em>&#8220;Na dann: Gut N8&#8230;&#8221;</em> für mich in Rahmen einer seriösen Tageszeitung nicht erklärbar. Wenn man aber die Absicht hat, einen Trainer aus dem Amt zu schreiben, sollte man bitte nicht die Fans und das Internet vor den Karren spannen.</p><p>Auch wenn man einwenden mag: Er hat doch nur zitiert und schreibt weitgehend im Passiv, so ist die gewollte Tendenz allein durch die Überschrift und eben eine rein tendenziöse Auswahl vorgegeben. Allein wenn ich mir hier im Blog, dass für den 1. FC Nürnberg im Übrigen das mit reichweitenstärkste im Internet sein sollte, aber der NN keine Erwähnung wert war (passte vielleicht auch nicht ins gewünschte Bild?), die unterschiedlichen Meinungen und Stimmungen ansehe, die aber im Schwerpunkt auf Analyse gehen und am wenigsten den Kopf Oennings fordern, kann ich diesen Artikel nicht teilen. Wenigstens ein &#8220;Kommentar von&#8221; hätte solche einer subjektiven Sichtweise nicht nur gut getan, es wäre ein Muss gewesen. Wenn wir das in Blogs oder Foren so machen, ist das noch so ok, da erwartet man ja Subjektivität &#8211; aber nicht von einer Tageszeitung.</p><p>Zudem: Es ist bekannt, dass, wenn es sportlich nicht so läuft, gerade in Foren die Kritiker immer am lautesten schreien und auch davor nicht zurückschrecken die gleichen Argumente immer und immer wieder stereotyp zu wiederholen <em>- das kennen wir ja auch hier bisweilen &#8230; -</em>, während die Gemäßigten eher um Ausgleich bedacht sind und Wiederholungen eher meiden.</p><p>Und wenn ich schon mal dabei bin, hier noch &#8220;meine&#8221; kleine Stellungnahme (gerne teilweise auch wiederholend) zu einigen der unsäglichen Vorurteile, die immer und immer wieder gebracht werden:</p><ul><li>Nein, wir sind eben nicht die jüngste Mannschaft der Liga! Bei weitem nicht!</li><li>Nein, wir sind nicht ohne &#8220;Verstärkungen&#8221; in die Liga gegangen. Mit Broich und Charisteas kamen gestandene Spieler (bzw. &#8220;zurück&#8221;), Wolf war wie ein Neuzugang im Vergleich zu Liga 2 und mit Nordtveit wurde ein international bereits bekannt hochklassiges Talent gefischt. Und Diekmeier wie auch Bunjaku waren bspw. auch &#8220;vorgezogene Verpflichtungen&#8221; für den Aufstieg, wo man aber entweder die Gunst der Stunde sah oder eben Not am Manne, da es bekanntermaßen in der Winterpause in Richtung Aufstieg nicht so rosig aussah.</li><li>Und Nein, Oenning ist kein begeistertes Rotationsfreund. Er spielte schon in Liga 2 mit seiner Stammformation. Wenn aber Spieler andauernd ausfallen oder gesperrt sind, ist er zum Wechsel gezwungen. Neben den taktischen Umstellungen, die dem Gegner geschuldet sind.</li></ul><p>Es ist definitiv nicht so, dass man &#8220;im Internet&#8221; nur den Trainer fordern würde <em>(im Gegenteil, die meisten stehen zu ihm!!)</em>, hier werden im Gegensatz zu dem offenbar gern kolportieren Vorurteil des Fan-Mobs im bösen Internet sehr differenziert diskutiert. Wer natürlich nur die &#8220;Fan-Stimmen&#8221; unter den Artikeln bekannter Boulevard-Blättchen in ihren Online-Ablegern liest und diese Stimmung dann aus bekannteren Fan-Foren belegen &#8220;will&#8221;, wird natürlich fündig.</p><hr
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