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> <channel><title>Clubfans United &#187; Tresen</title> <atom:link href="http://www.clubfans-united.de/tag/tresen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.clubfans-united.de</link> <description>1. FC Nürnberg &#124; Das Fanmagazin</description> <lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 20:44:39 +0000</lastBuildDate> <language>de</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Das gestopfte Loch</title><link>http://www.clubfans-united.de/2010/02/05/das-gestopfte-loch/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-gestopfte-loch</link> <comments>http://www.clubfans-united.de/2010/02/05/das-gestopfte-loch/#comments</comments> <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:45:56 +0000</pubDate> <dc:creator>belschanov &#124; Clubfans-United</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[Taktik]]></category> <category><![CDATA[Tresen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=7026</guid> <description><![CDATA[Bin mal gespannt, ob Hecking 4-2-3-1 spielen lässt oder das komische System mit dem Loch hinter den Spitzen. 4-2-3-1 wäre mir eigentlich lieber. Sagte ich neulich am Tresen (klick). Wir hatten gegen Frankfurt ein Loch im Mittelfeld. Sagte Dieter Hecking vor dem Hannover-Spiel auf Sky. Eigentlich verwunderlich, dass Hecking sich über das Loch im Mittelfeld [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Bin mal gespannt, ob Hecking 4-2-3-1 spielen lässt oder das komische System mit dem Loch hinter den Spitzen. 4-2-3-1 wäre mir eigentlich lieber.</em></p></blockquote><p>Sagte ich neulich am Tresen (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2010/01/06/doppelstopper/">klick</a>).</p><blockquote><p><em>Wir hatten gegen Frankfurt ein Loch im Mittelfeld</em>.</p></blockquote><p>Sagte Dieter Hecking vor dem Hannover-Spiel auf Sky.</p><p>Eigentlich verwunderlich, dass Hecking sich über das Loch im Mittelfeld wunderte. Schließlich war <em>er</em> es ja, der seiner Mannschaft das System mit dem Loch im Mittelfeld verordnete. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt &#8211; Endstand 1:1 &#8211; ließ Hecking ein 4-2-2-2 spielen: zwei Sechser vor der Viererabwehr, zwei offensive Mittelfeldspieler auf den Außenbahnen, zwei Stürmer:</p><p
style="text-align: center"><em>Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg</em></p><p
style="text-align: center"><em>vom 23. 1. 2010</em></p><p
style="text-align: center"><em>SCHÄFER</em></p><p
style="text-align: center"><em>DIEKMEIER    WOLF   BRENO   BIELER</em></p><p
style="text-align: center"><em>OTTL           GÜNDOGAN<br
/> </em></p><p
style="text-align: center"><em>GYGAX                                  EIGLER</em></p><p
style="text-align: center"><em>CHARISTEAS      BUNJAKU</em></p><p
style="text-align: center"><em>Spielbeginn:</em></p><p
style="text-align: center"><em>15 Uhr 30<br
/> </em></p><p>Nun ja, Hecking setzte halt darauf, dass das Loch hinter den Spitzen variabel besetzt wird. Ungefähr so, wie Alfred das neulich am Tresen erläutert hat (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2010/01/06/doppelstopper/">klick</a>). Da unserer Mannschaft aber die Umsetzung der taktischen Vorgaben &#8220;auf&#8217;m Platz&#8221; (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Prei%C3%9Fler">klick</a>) einmal mehr nicht so recht gelingen wollte, klaffte in der offensiven Schaltzentrale eine Lücke, die so groß war wie die Lücke zwischen Theorie und Praxis.</p><p>Um diese Lücke zu schließen, gruppierte Hecking die Positionen der vier Offensivspieler um: Gegen Hannover besetzte Bunjaku den linken Flügel, Eigler rückte nach rechts und Mintal agierte zentral hinter der einzigen echten Spitze Charisteas:</p><p
style="text-align: center"><em>Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg</em></p><p
style="text-align: center"><em>vom 30. 1. 2010</em></p><p
style="text-align: center"><em>SCHÄFER</em></p><p
style="text-align: center"><em>DIEKMEIER     MAROH    BRENO    PINOLA</em></p><p
style="text-align: center"><em>OTTL             TAVARES<br
/> </em></p><p
style="text-align: center"><em>EIGLER           MINTAL          BUNJAKU</em></p><p
style="text-align: center"><em>CHARISTEAS<br
/> </em></p><p
style="text-align: center"><em>Spielbeginn:</em></p><p
style="text-align: center"><em>15 Uhr 30</em></p><p>Die Umstellung auf 4-2-3-1 brachte Erfolg. Nach sechs sieglosen Spielen gewann der Club in Hannover mit 3:1. Nicht zuletzt das Verdienst von Marek Mintal, der nach zwei Spieltagen systembedingten Bankdrückerdaseins &#8211; es war kein Platz für ihn im 4-2-2-2 &#8211; eine fabelhafte Vorstellung als Spielmacher bot. Zwar war Marek nicht der &#8220;Mann des Spiels&#8221;, er hatte aber erheblichen Anteil daran, dass sich ein Mannschaftskamerad diese Auszeichnung erwerben konnte.</p><p>Der &#8220;Mann des Spiels&#8221; war Albert Bunjaku. Er erzielte jedes der drei Nürnberger Tore. Ansonsten war er kaum zu sehen. <span
id="more-7026"></span>Es schien, als hätte Marek, dessen Markenzeichen bislang darin bestand, ein Phantom zu sein (<a
href="http://www.tz-online.de/sport/fussball/fc-nuernberg/tz-nuernberg-sein-tor-phantom-club-baut-mintal-318654.html">klick)</a>, die Tarnkappe an Albert weitergegeben. Der tauchte ab und spekulierte darauf, von seinen Mitspielern in Szene gesetzt zu werden; so in der 30. Spielminute, als Mintal nach einer gelungenen Kombination mit Charisteas zwei Gegenspieler leerlaufen ließ und mit einem präzisen Pass in die Gasse Bunjaku freispielte &#8211; 1:0; so in der 63. Minute, als Mintal Diekmeier auf dem rechten Flügel mustergültig auf die Reise schickte und Bunjaku Diekmeiers mustergültige Flanke mit einem Volley-Aufsetzer mustergültig verwertete &#8211; 2:0; so in der 69. Minute, als Charisteas nach Ottls Ballerorberung das Leder aus dem Mittelkreis auf den im Rücken des Gegners lauernden Bunjaku weiterleitete und der Schweizer mit den albanischen Wurzeln den nachsetzenden Gegenspielern die Hacken zeigte und abgebrüht vollstreckte &#8211; 3:1.</p><p>So sehr Bunjaku als Vollstrecker glänzte, so sehr überzeugte Mintal in seiner neuen Rolle als Einfädler, Taktgeber, Regisseur. Mintal spielte in Hannover &#8220;sichtbar&#8221; im Mittelfeld. Er war stets präsent, &#8220;ging weite Wege&#8221;, schlug lange Bälle wie einst Reinhold Hintermaier, bereitete Tore vor wie einst Hansi Dorfner. Wo gegen Schalke und Frankfurt ein Loch war, war gegen Hannover Leben in der Bude.</p><blockquote><p><em>Ich bin kein Sechser und auch kein Stürmer.</em></p></blockquote><p>Sagt Marek Mintal, der gar nicht damit gerechnet hatte, gegen Hannover von Beginn an spielen zu dürfen (<a
href="http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/163613">klick</a>).</p><p>Stimmt. Ein 6er ist Marek nicht. Aber vielleicht ist er ja der neue Club-10er. Trotz der Rückennummer 11. Die 10 trägt Albert Bunjaku. Wenn die Arbeitsteilung zwischen Albert und Marek in der Partie gegen den derzeit bärenstarken VfB Stuttgart ähnlich gut funktioniert wie in Hannover, sollten die beiden nach der Kopfbedeckung auch die Trikots tauschen&#8230;</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
/>Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. (digitalfingerprint: 1e52b83021659d5cdac030ad8a03cf27rejt8346789)</small><p><a
href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=7026&amp;md5=488392c643b6582b0353b7fe3377daed" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=5985</guid> <description><![CDATA[Wenn es zwischen Trainer und Spieler zu Körperkontakt kommt, sind die Rollen klar verteilt. Die Initiative geht vom Trainer aus. Das gilt für den sprichwörtlichen Tritt in den Arsch genauso wie für aufmunterndes oder belobigendes Tätscheln an der Schulter oder am Gesäß. Wer am Freitagabend die 0:1-Heimpleite des Clubs gegen Bochum auf Sky mitverfolgt und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es zwischen Trainer und Spieler zu Körperkontakt kommt, sind die Rollen klar verteilt. Die Initiative geht vom Trainer aus. Das gilt für den sprichwörtlichen Tritt in den Arsch genauso wie für aufmunterndes oder belobigendes Tätscheln an der Schulter oder am Gesäß.</p><p>Wer am Freitagabend die 0:1-Heimpleite des Clubs gegen Bochum auf Sky mitverfolgt und nicht gleich nach dem Schlusspfiff den Fernseher ausgeschaltet hat, bekam vor Augen geführt, dass es auch andersherum geht: Mintal tätschelte seinen Trainer in der Bauchgegend.</p><p>Was mochte sich hinter dieser rollenverkehrten Zärtlichkeit verbergen?</p><p>Wollte sich Mintal, der in diesem Spiel so orientierungslos wirkte wie ein Phantom ohne Auftrag, bei Oenning dafür entschuldigen, dass es ihm einmal mehr nicht gelang, dem Spiel seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die man von ihm als Führungsspieler erwartet <em>(Tut mir Leid, Trainer, dass bei mir heute nichts ging)</em>?</p><p>Oder wollte er seinen Trainer trösten <em>(Kopf hoch, es kommen auch wieder bessere Spiele)</em>?</p><p>Oder &#8211; Oenning, der sich mit seinen Spielern duzt, versteht sich ja eher als deren Kamerad und nicht so sehr als Vorgesetzter &#8211; handelte es sich um einen beschwörend-verschwörerischen Klaps unter Kumpeln <em>(Wir sind Freunde und Freunde halten zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten)</em>?</p><p>Wie dem auch sei, Oenning machte nach der dritten Niederlage binnen einer Woche einen ziemlich ratlosen Eindruck. <span
id="more-5985"></span>Im Sky-Interview druckste er herum wie ein Schuljunge, der mit einer Sechs in Mathe nach Hause kommt und nach der geeigneten Strategie sucht: Wie sag ich&#8217;s meinem Vater?</p><p>Dabei hatte Oenning, der das personelle und taktische Outfit seiner Mannschaft stets passgenau am Gegner ausrichtet, für dieses Spiel die richtige Strategie gewählt. Nach der 4-1-4-1-Betontaktik gegen die angriffsstarken Bayern und dem etwas offensiveren 4-2-3-1 im Pokalspiel gegen Hoffenheim setzte er in diesem 6-Punkte-Spiel gegen einen Gegner &#8220;auf Augenhöhe&#8221; auf ein offensives 4-1-3-2 mit Bunjaku und Choupo-Moting als Stürmern und den &#8220;Halbstürmern&#8221; Mintal und Gündogan dahinter. Doch was nützt die beste Taktik, wenn die Spieler nicht imstande sind, sie mit Leben zu erfüllen.</p><p>Torchancen für den Club waren Mangelware. Ein Gündogan-Schuss, der knapp am Pfosten vorbeiging; eine Flanke des agilen, aber auf sich alleine gestellten Choupo-Moting, für die Bunjakus ausgefahrenes Bein zu kurz war; ein Effet-Heber von Choupo-Moting, der den Bochumer Torhüter zu einer schön anzusehenden Flugeinlage einlud; in der zweiten Halbzeit dann ein abgewehrter Diekmeier-Schuss und gegen Ende des Spiels ein paar Verzweiflungschüsse von ich weiß nicht mehr wem. Darin erschöpfte sich der Ertrag der Nürnberger Offensivbemühungen gegen einen Gegner, der nicht nur bei einem Pfostentreffer in der zweiten Halbzeit dem 2:0 nahe war.</p><p>Klar spielte das frühe 0:1 den Bochumern ins Konzept. Klar ist es nicht einfach, eine Bochumer Mannschaft auszuhebeln, die geschickt die Räume eng macht und auf Konterchancen lauert. Aber das ist Bundesliga. Und wer anstrebt, auch in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen, muss diese Bochumer Mannschaft in einem Heimspiel besiegen können. Von einem Remis, geschweige denn von einem Sieg war unsere Mannschaft in diesem Schlüsselspiel aber noch weiter entfernt als die NASA von einer bemannten Landung auf dem Mars.</p><p>Klar, dass nach der dritten Niederlage im vierten Heimspiel und bei fünf mickrigen Pünktchen aus sieben Spielen im Umfeld das Rumoren beginnt. Klar, dass einige Neunmalkluge jetzt fordern, Oenning auf den Mond zu schießen. Und den Bader gleich hinterher.</p><p>Ich bin ja kein Feind von Trainerwechseln. Ich befürworte Trainerwechsel, wenn ich der Meinung bin, dass sie sinnvoll sind. Das ist der Fall, wenn ich den Eindruck habe, dass die Mannschaft keinen Erfolg hat, weil sie ihr Potential nicht ausschöpft. In diesem Fall habe ich aber meine Zweifel, ob die Mannschaft überhaupt mehr kann, als sie bislang in dieser Saison gezeigt hat. Wo nicht viel ist, kann auch ein neuer Trainer nicht viel herauskitzeln.</p><p>Klar werden da jetzt einige sagen: Mit Jugendstil haben wir in der Bundesliga keine Chance. Man hätte mehr erfahrene Spieler holen sollen, vor allem ein paar gestandene Stürmer. Der Bader mit seinem Jugendstil ist schuld! Der hätte nicht so knausrig sein sollen, der hätte mal die Schatulle aufmachen müssen! Schießt den Bader auf den Mond!</p><p>Ja. Ein paar gestandene Stürmer hätte ich auch gerne gehabt. Und spätestens seit dem Bochumspiel fällt es mir schwer, daran zu glauben, dass der Jugendstil der richtige Weg ist. Die Frage ist nur, ob es für den 1. FC Nürnberg des Jahres 2009 einen anderen Weg gibt. Wer Bader auf den Mond schießen will, soll mir erst mal die Frage beantworten, wo der Club das Geld für teure Transfers hernehmen soll.</p><p>Mehr und mehr wird mir klar: Diese Saison ist ein Experiment. Ein Experiment, zu dem der Club, der laut Kicker-Sportmagazin (24. 9. 2009) mittlerweile wieder mit mehr als 2 Millionen Euro in den roten Zahlen steht, aus finanziellen Gründen gezwungen ist. Eine Änderung der Versuchsanordnung in Form eines anderen Trainers würde da nichts bringen, weil der mit den gleichen Substanzen im Reagenzglas arbeiten müsste. Und eine Substanzauffrischung in Form von neuen Spielern, die der Mannschaft wirklich weiterhelfen, ist nicht bezahlbar.</p><p>Es sei denn, Michael A. Roth setzt sich auf seinen fliegenden Teppich, macht sich auf gen Orient und kehrt mit einem reichen Scheich an den Valznerweiher zurück. Aber die Realität hat keinen Sinn für Märchen aus tausendundeiner Nacht. Die Realität riecht eher nach einer Fortsetzung der endlosen Odyssee im schwerelosen Raum zwischen der ersten und zweiten Liga (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/06/12/zwischen-den-welten/">klick</a>).</p><p>Spät in der Nacht nach dem Bochumspiel kreuzte Alfred (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/08/04/die-empfehlungen-des-dr-pfau/">klick</a>) am Tresen auf und machte mir Vorwürfe. Er habe beim Oddset auf den Club gesetzt, der ganze Tipp sei für die Katz.</p><p>Selber schuld, sagte ich, hör doch endlich mit der blöden Wetterei auf.</p><p>Er habe das Spiel in der Kneipe gesehen. Das sei ja gar nichts gewesen, was der Club gezeigt habe, da hätte er sich ganz was anderes erwartet, er sei absolut überzeugt gewesen, dass der Club dieses Spiel gewinnt: <em>Geecha wen wollnsa denn ieberhabds nuch gwinna, wennsa sogoor dahaam geecha Bochum valiern?</em></p><p>Ich hätte gerne etwas erwidert, aber mir fiel nichts ein. Auch Hannes (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/08/04/die-empfehlungen-des-dr-pfau/">klick</a>) sagte nichts und wenn der nichts mehr sagt, muss viel passiert sein.</p><p>Ich gab Alfred eine Blend 29, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte bei ihm was gutzumachen, und legte meinen Arm um Hannes&#8217; Schulter und prostete ihm zu.</p><p>Ich hätte mich nicht dagegen gewehrt, wenn Hannes mich ein bisschen getätschelt hätte.</p><p>Meinetwegen auch in der Bauchgegend.</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
/>Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. (digitalfingerprint: 1e52b83021659d5cdac030ad8a03cf27rejt8346789)</small><p><a
href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=5985&amp;md5=b138a4532b9b59682d9af8890295bb14" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=5202</guid> <description><![CDATA[&#8220;Gündogan war stark heute&#8221;, sagte Hannes, &#8220;das Dreinull hat er sauber gemacht und auch sonst hat er einige prima Szenen gehabt, scheint echt ein guter Mann zu sein, der macht seinen Weg in der Bundesliga, ich sag&#8217;s euch, der macht seinen Weg&#8221;, und Alfred sagte: &#8220;Au weh, jeds kummd der Bleedl widder, der hoddmi am [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Gündogan war stark heute&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/15/gygax-muss-mitlaufen/">Hannes</a>, &#8220;das Dreinull hat er sauber gemacht und auch sonst hat er einige prima Szenen gehabt, scheint echt ein guter Mann zu sein, der macht seinen Weg in der Bundesliga, ich sag&#8217;s euch, der macht seinen Weg&#8221;, und <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/15/gygax-muss-mitlaufen/">Alfred</a> sagte: &#8220;Au weh, jeds kummd der Bleedl widder, der hoddmi am Middwoch scho gnervd, der Kaschber der bleede, midd sainer Briemadonna.&#8221;</p><p>Ich drehte mich um und sah ein Paar untergehakt auf den Tresen zusteuern. Er: geschätzte sechzig, weißer Westenanzug, weißes Hemd, rosa Fliege. Das Gesicht des Mannes hatte etwas von einer Bulldogge und erinnerte mich an einen amerikanischen Schauspieler der alten Garde, dessen Name mir gerade nicht einfiel. Sie: korpulent, rosa Abendkleid, weiße Stola, etwas größer als er und geschätzte 20 Jahre jünger. Typ <a
href="http://www.presseanzeiger.de/pa_bilder/248656-1_org.jpg" rel="lightbox[5202]">Marianne Sägebrecht</a>.</p><p>Am Tresen angekommen löste sich das Paar voneinander und der Mann mit dem weißen Anzug und der rosa Fliege begrüßte Hannes und Alfred per Handschlag. Dann hob er den Zeigefinger seiner rechten Hand belehrend in die Höhe und sagte: &#8220;Mentaltrainer. Ein Bundesligaverein braucht einen Mentaltrainer.&#8221;</p><p>&#8220;Mentaltrainer?&#8221;, sagte ich.</p><p>&#8220;Ja, Mentaltrainer. Ich hab&#8217;s den beiden Herren am Mittwoch schon erklärt.&#8221; Er streckte mir die Hand entgegen: &#8220;Gestatten, Pfau, Dr. Ekkehardt Pfau, Neurologe und Psychiater. Ich praktiziere in Stuttgart und bin jeden Sommer für vier Wochen in Begleitung meiner Gattin zu Gast in der Wagnerstadt. Die Liebe zur Musik, die Liebe zur Oper, Sie verstehen. Ich darf Ihnen meine Visitenkarte&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Ich muss mich dringend setzen, Schatz&#8221;, unterbrach ihn seine Gattin, &#8220;aber es ist kein Platz frei, siehst du einen freien Platz?&#8221;</p><p>Ich stand auf und bot der Dame meinen Platz an. Sie stemmte sich auf den Barhocker, vorsichtig, behutsam testend, ob das Gestühl massiv genug ist, und als sie sich vergewissert hatte, dass es standhält, sagte sie: &#8220;Sie haben mich soeben gerettet, ich danke Ihnen&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Keine Ursache, gnädige Frau, es ist mir eine Ehre.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;es war furchtbar stickig bei der Aufführung, ich wäre im letzten Akt fast gestorben, der Kreislauf, die Migräne.&#8221;</p><p>&#8220;Entspann dich, mein Täubchen, gleich wird&#8217;s dir besser gehen. Ich bestelle uns erst mal ein Bier. Der Hopfen wird deine Nerven beruhigen&#8230;&#8221;</p><p>Pfau sprach mit vornehmem schwäbischen Akzent, jedes Wort mit Bedacht setzend und genussvoll auskostend, als sei er der Einzige auf der Welt, der imstande ist, das exklusive Aroma seiner Worte zu würdigen. Honoratiorenschwäbisch.</p><p>&#8220;&#8230;alles nervlich, mein Täubchen, wie im Fußball, im Fußball ist achtzig, aber was rede ich da, neunzig Prozent Nervensache. Dieser Faktor wird unterschätzt. Es ist ein Irrtum, oder, wie man sagen könnte, eine überkommene Lehrmeinung, zu glauben, im Fußball gehe es in erster Linie um Kondition, Technik und Taktik&#8230;&#8221;</p><p>Edward G. Robinson, dachte ich, der sieht aus wie <a
href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://bernardschopen.tripod.com/images/egrobin.jpg&amp;imgrefurl=http://bernardschopen.tripod.com/egrobin.html&amp;usg=__uvURCilFqv6UqqEdwe6LQDeuq1U=&amp;h=282&amp;w=218&amp;sz=37&amp;hl=de&amp;start=6&amp;um=1&amp;tbnid=yIXoMZxDGZOkZM:&amp;tbnh=114&amp;tbnw=88&amp;prev=/images%3Fq%3Dedward%2Bg.%2Brobinson%26hl%3Dde%26sa%3DX%26um%3D1">Edward G. Robinson</a>.</p><p>&#8220;&#8230;Ob 4-3-3 oder 4-4-2, ob Doppelsechs, Raute oder flache Vier, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die psychische Konstitution der Spieler, ihr Vermögen, die Stressbedingungen, denen der Profi-Fußballspieler des 21. Jahrhunderts ausgesetzt ist, auszuhalten, ja sogar in positive Energie umzusetzen. Entscheidend ist ihre, Sie erlauben mir die Verwendung eines Begriffs aus der Fachwissenschaft, entscheidend ist ihre stress management competence. Und deshalb braucht eine Fußballmannschaft nicht nur einen Chef-, Assistenz-, Torwart- und Konditionstrainer, sondern auch&#8230;&#8221;</p><p>Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und Alfred rutschte unruhig auf seinem Hocker herum und signalisierte mir, dass er eine Zigarette haben will, und der Wirt stellte zwei Pils auf den Tresen.</p><p>&#8220;&#8230;einen Mentaltrainer.&#8221;</p><p>Pfau legte seine Visitenkarte vor mich auf den Tresen und ich sagte: &#8220;Der Club hatte ja mal einen Mentaltrainer. In der Saison 02/03, wenn ich mich richtig erinnere. Hat aber nichts genutzt. Überhaupt nichts. In der Saison ist der Club abgestiegen.&#8221;</p><p>&#8220;Ja, ich kenne den Mann, ein absoluter Spezialist in Sachen Motivation und Teambuilding&#8230;&#8221;</p><p>Alfred: &#8220;Wos fira Bilding?&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;aber es war klar, der musste in Nürnberg scheitern. Wenn du vom Trainer und der Mannschaft nicht ernst genommen wirst, bist du zum Scheitern verurteilt (<a
href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,247882,00.html">klick</a>). Hätte man seinerzeit auf diesen Mann gehört, wäre der Club damals nicht abgestiegen. Und auch der Abstieg im letzten Jahr wäre mit Hilfe eines Mentaltrainers bestimmt zu vermeiden gewesen. Ich kann dem 1. FC Nürnberg nur empfehlen, einen erfahrenen Sportpsychologen zu engagieren. Gerade eine Mannschaft mit so vielen jungen Spielern&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Ich finde, das Bier schmeckt eine Spur zu herb&#8221;, warf Pfaus Gattin ein, &#8220;es ist heute wirklich nicht unser Tag, Schatz, schon der Lachs heute Mittag war eine Spur zu salzig.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;braucht einen geschulten psychologischen Betreuer, der die sich nach Niederlagen einstellenden Selbstzweifel im Keim erstickt. Und Niederlagen, da brauche ich kein Prophet zu sein, werden kommen.&#8221;</p><p>&#8220;Was mich interessieren würde&#8221;, sagte Hannes, &#8220;gibt es eigentlich Untersuchungen darüber, wie sich die Stimmung im Umfeld eines Vereins auf den Erfolg der Mannschaft auswirkt? Ich meine, wenn die Stimmung bei den Fans mies ist, hemmt das auch die Leistungen der Spieler? Wenn ich mir überlege, was dieser Belschanski da in der letzten Saison im Internet geschrieben hat&#8230;&#8221;</p><p>Ich nahm einen Schluck aus dem Glas.</p><p>&#8220;&#8230;und ich Spieler wäre und das lesen würde, dann ist das ja nicht gerade motivierend. Sollte es nicht auch einen psychologischen Dienst für verzweifelte Fußballfans geben?&#8221;</p><p>&#8220;Na, da reißen Sie ja ein wichtiges Thema an. Ich danke Ihnen. Ich darf zunächst auf Ihre erste Frage eingehen: Untersuchungen zu dieser Problematik liegen, soweit ich informiert bin, noch nicht vor, es wird aber an solchen Untersuchungen gearbeitet. Ich selbst werde im Frühjahr 2010 bei einem fachspezifischen Symposion mit dem Arbeitstitel &#8220;Der Fußball im Lichte von psychiatrischer Diagnostik und Therapie&#8221; in einem Vortrag versuchen, diesen Fragenkomplex auszuleuchten. Sie werden verzeihen, dass ich, solange die Analyse nicht abgeschlossen ist, sich diese, wie wir Wissenschaftler sagen, noch in statu nascendi&#8230;&#8221;</p><p>Alfred fuhr sich nervös durch die Haare.</p><p>&#8220;&#8230;befindet, nicht näher darauf eingehen kann. Zu Ihrer zweiten Frage: Die Einrichtung eines psychologischen Dienstes im Rahmen der Fanbetreuung fordere ich schon lange. Sie ist generell zu empfehlen und bei Vereinen der Kategorie CST dringend angezeigt.&#8221;</p><p>&#8220;Kategorie CST? Was heißt das?&#8221;, fragte Hannes.</p><p>&#8220;CST steht für &#8216;Chronische Schock-Tendenz&#8217;. Dieser Begriff dient zur Bezeichnung von Mannschaften, deren Leistungen derart unkalkulierbar sind, dass der Fan zu jedem Zeitpunkt &#8211; auch und gerade dann, wenn niemand mit etwas Schlimmem rechnet &#8211; damit rechnen muss, einen Schock zu erleiden. Der 1. FC Nürnberg gilt allgemein als der prominenteste Vertreter dieser Kategorie.&#8221;</p><p>&#8220;Verstehe&#8221;, sagte Hannes.</p><p>&#8220;Aber Sie haben da gerade einen Namen fallen lassen, einen russisch klingenden Namen&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Belschanski&#8221;, sagte ich und der Wirt rief über den Tresen: &#8220;belschanov heißt der, mit kleinem b schreibt er sich.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;Was ist mit dem? Ist das ein Clubfan?&#8221;</p><p>&#8220;Ja&#8221;, sagte Hannes, &#8220;das ist ein Clubfan, der schreibt im Internet Artikel über den FCN, in einem Blog für FCN-Fans. Ist ein ziemlicher Pessimist. Wenn&#8217;s nicht gut läuft, malt er den Teufel an Wand und schildert die Zukunft in den schwärzesten Farben. Bei dem ist das Glas immer halbleer. In der letzten Saison hat er den FCN mehrmals für tot erklärt (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/02/21/die-letzte-chance-auf-eine-chance-auf-eine-chance/">klick</a> und <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">klick</a>).&#8221;</p><p>&#8220;Ödipuskomplex&#8221;, sagte ich, &#8220;typischer Fall von <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dipuskonflikt">Ödipuskomplex</a>.&#8221;</p><p>&#8220;Sachte, junger Freund, immer schön sachte&#8221;, sagte Pfau in einem Ton, als hätte ich gerade eine Beleidigung gegen ihn ausgesprochen, &#8220;bitte keine Ferndiagnosen, noch dazu von einem Laien &#8211; ich unterstelle mal, dass Sie ein Laie sind, jedenfalls lässt ihre Einlassung keinen anderen Schluss zu &#8211; und noch dazu auf der Basis einer Theorie, die nicht mehr zeitgemäß ist. Natürlich gilt Freud zu Recht als Gründervater der modernen Psychoanalyse&#8230;&#8221;</p><p>Pfau sprach jetzt lauter, so laut, dass die an den Tischen sitzenden Gäste zum Tresen schauten, einige waren sogar aufgestanden.</p><p>&#8220;&#8230;Natürlich hat Freud uns die Augen geöffnet. Das ist sein Verdienst. Das ist seine kulturhistorische Leistung. Ein Narr, der das leugnen wollte&#8230;&#8221;</p><p>Der Wirt stand mit verschränkten Armen hinter dem Tresen und Pfaus Gattin sagte: &#8220;Das Bier ist eine Spur zu herb, findest du nicht auch, Schatz, dass das Bier eine Spur zu herb ist?&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;Aber die Wissenschaft hat sich fortentwickelt. Da haben wir heute einen ganz anderen Kenntnisstand. Ödipuskomplex! Wir sind ja nicht mehr im 19. Jahrhundert! Fehlt nur noch, dass Sie mir mit Kastrationsangst kommen! Nein, nein, junger Freund, so geht das nicht. Bei verstörten Club-Fans braucht man nicht bis in die Kindheit zurückzugehen. Da kann auch hinterher noch viel passieren. Posttraumatische Depression, das trifft&#8217;s schon eher&#8230;&#8221;</p><p>Alfred: &#8220;Wer draamd vo da Post?&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;Doch wohlgemerkt: Dies nur als Hypothese. Um Genaueres sagen zu können, müsste ich mir diesen Belschanski oder wie der heißt erst mal gründlich anschauen.&#8221;</p><p>Pfau machte eine Pause, sah mir in die Augen und sagte: &#8220;Sie müssen noch viel lernen, junger Freund, noch sehr viel lernen müssen Sie.&#8221;</p><p>Ich schaute auf die vor mir liegende Visitenkarte und musste an die Szene in dem Pokerfilm <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cincinnati_Kid">Cincinnati Kid</a> denken, in der Edward G. Robinson den Karo-Buben aufdeckt, und Steve McQueen ein paar Sekunden braucht, um zu begreifen, dass ein Full-House mit drei Assen zu wenig ist, wenn der Gegner einen Straight-Flush hat (<a
href="http://www.youtube.com/watch?v=5698x5qVWeg&amp;hl=de">klick</a>).</p><p>Die Gäste hatten sich wieder gesetzt und der Wirt und die Bedienungen nahmen die Arbeit wieder auf und Alfred sagte: &#8220;Kumm, Michael, mier genga aane raang.&#8221;</p><p>Ich steckte die Visitenkarte ein und gab Alfred eine Blend 29 und trottete hinter ihm nach draußen.</p><p>Posttraumatische Depression. Baumanns Rückpass auf Golz im letzten Spiel der Saison 98/99 gegen Freiburg (<a
href="http://www.fussballdaten.de/bundesliga/1999/34/nuernberg-freiburg/">klick</a>), Vitteks Kullerball am leeren Tor vorbei im ersten Spiel der Saison 07/08 gegen Karlsruhe (<a
href="http://www.fussballdaten.de/bundesliga/2008/1/nuernberg-karlsruhe/">klick</a>), Mintals Pfostenschuss im Heimspiel gegen Bielefeld im Frühjahr 2008 (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/04/30/zuma-montezuma-zuma/">klick</a>).</p><p>Ich steckte die Zigarette an und dachte an das bevorstehende Auftaktheimspiel gegen Schalke. Ob Gündogan sich in der Bundesliga auch so durchsetzen kann wie im Pokalspiel in Dresden? Mir fiel ein, dass der Club mit Ausnahme der Saison 85/86 immer abgestiegen ist, wenn er am ersten Spieltag ein Heimspiel verlor (<a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/05/05/wusstet-ihr-eigentlich-schon/">klick</a>), und ich hörte, wie Alfred sagte: &#8220;Mendooldreener, wenni soo wos scho heer, Mendooldsigareddn, doomidd konni wos oofanga, obber Mendooldreener, soo a Gwaaf.&#8221;</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
/>Dieser Feed ist nur f&uuml;r den pers&ouml;nlichen, nicht gewerblichen Gebrauch bestimmt.<br
/>Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. (digitalfingerprint: 1e52b83021659d5cdac030ad8a03cf27rejt8346789)</small><p><a
href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=5202&amp;md5=6f7612929d7737611fb8f7b372e5838c" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=4164</guid> <description><![CDATA[Alfred klemmte sich die Blend 29, die ich ihm gerade gegeben hatte, hinters Ohr und sagte: &#8220;Naa, soo bleed is nedd amoll da Glubb, dassa si des nuch nehma lässd. Soo bleed is nedd amoll da Glubb, und wenna des daadsächli im Riggschbill nuch vagaichd, dann brauchda goor nimma waida machng, dann konna, naa, dann [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/15/gygax-muss-mitlaufen/">Alfred</a> klemmte sich die Blend 29, die ich ihm gerade gegeben hatte, hinters Ohr und sagte: &#8220;Naa, soo bleed is nedd amoll da Glubb, dassa si des nuch nehma lässd. Soo bleed is nedd amoll da Glubb, und wenna des daadsächli im Riggschbill nuch vagaichd, dann brauchda goor nimma waida machng, dann konna, naa, dann <em>mussa</em> aufheern, wall dann gehd doo soowiesoo ka Mensch mehr hii, dann hodda sigs auf imma und eewich mid saine Fäns vaschärdsd.&#8221;</p><p>Ich nahm einen Schluck aus dem Pilsglas und zog den alten Club-Schal gerade, den ich nach dem Spiel aus dem Schrank geholt und mir umgehängt habe (bei besonderen Anlässen tue ich das), und <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/15/gygax-muss-mitlaufen/">Hannes</a> sagte: &#8220;Da geht jetzt nichts mehr schief. Da kann nichts mehr schief gehen. Selbst der belschanski&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;belschanov heißt der&#8221;, rief der Wirt über den Tresen.</p><p>&#8220;&#8230;ist jetzt vom Aufstieg überzeugt. Der hat sich vor dem Spiel schon so zuversichtlich geäußert. Er habe ein <em>seltsames gutes Gefühl</em>, hat er vor dem Spiel geschrieben. Der war sogar optimistischer als ich. Komisch, was? Ich war mir heute überhaupt nicht sicher.&#8221;</p><p>&#8220;Ich war heute auch ziemlich zuversichtlich&#8221;, sagte ich. &#8220;Warum, kann ich nicht sagen. Ist eigentlich gar nicht meine Art. <em>Seltsames gutes Gefühl</em>, das trifft&#8217;s ganz gut. Dass es gleich ein dreinull wird, habe ich natürlich nicht gedacht.&#8221;</p><p>&#8220;Nee nee. Da brennt jetzt nichts mehr an. Sogar ein paar Fans von Eintracht Frankfurt haben auf der FCN-Fanseite schon gratuliert. Ein gewisser Kid Klapperstrass&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Klappergass&#8221;, sagte ich, &#8220;Kid Klappergass.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;und noch einer, der sich wie ein ehemaliger Eintracht-Spieler nennt, der auch einmal beim HSV gespielt hat&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Gr%C3%BCndel">HeinzGründel</a>&#8220;, sagte ich.</p><p>&#8220;&#8230;die haben sich richtig gefreut, dass der Club in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga spielt. Da kann man mal sehen, was für einen Stellenwert der 1. FC Nürnberg im deutschen Fußball hat.&#8221;</p><p>&#8220;Keine Frage, der Club gehört in die Bundeliga&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/04/10/fruehling-laesst-sein-blaues-band/">Thorsten</a>, &#8220;ich hab&#8217;s ja vor ein paar Wochen schon gesagt: der VFL und der Club können sich nur noch selber im Weg im stehen. Jetzt ist der VfL deutscher Meister und der Club mit mehr als eineinhalb Beinen zurück in der Bundesliga.&#8221;</p><p>Thorsten setzte seine VfL-Wolfsburg-Kappe ab und strich sich mit den Händen durch die Haare, die so platt gedrückt waren, dass man glauben konnte, er hätte die Kappe seit letztem Samstag, 15 Uhr 30, nicht mehr vom Kopf genommen.</p><p>Die Mütze lag jetzt auf dem Tresen neben Thorstens Bierglas. Eine seltsame VfL-Wolfsburg-Mütze. Nicht grünweiß, sondern schwarz mit braunem Vereinswappen über einem Schirm aus braunem Wildleder (<a
href="https://www.woelfeshop.de/merchandising-vfl1/product_info.php?cPath=130_131&amp;products_id=2517&amp;osCsid=f7da9e0b7396197ea6539451bc6b9cbc">klick</a>).</p><p>Ich nahm die Kappe und setzte sie mir auf und Thorsten sagte: &#8220;Nee nee, Sportsfreund, so geht das nicht. VfL-Mütze und Club-Schal, wie sieht&#8217;n das aus? Entweder du legst die Mütze wieder hin, oder du gibst mir deinen Schal.&#8221;</p><p>Ich gab Thorsten den Schal und der hängte ihn sich um und der Wirt fragte: &#8220;Darf ich den Herren den Aufstiegssekt servieren? Ich hab&#8217; schon mal eine Flasche kalt gestellt.&#8221;</p><p>Hannes, Thorsten und ich schauten unentschlossen in die Runde und Alfred sagte: &#8220;Des deedi nedd machng, des bringd Ungligg, doo deedi nuch bis Sundooch Oomd waddn, sunsd wern woomeegli nuch beese Gaisda gweggd.&#8221;</p><p>&#8220;Aufstiegssekt muss warten bis Sonntag&#8221;, sagte ich zum Wirt, &#8220;schenk&#8217; mir lieber noch ein Pils ein&#8221;, und aus den Boxen klang die Stimme von <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=1ZMwieoUuJo">Marius Müller-Westernhagen</a>:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8230;ich bin wieder hier<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>in meinem Revier<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>war nie wirklich weg<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>hab&#8217; mich nur versteckt&#8230;</em></p><p>&#8220;Genau so isses&#8221;, sagte ich, &#8220;ich bin wieder hier, in meinem Revier. Wenn&#8217;s nicht mit allen Teufeln der Hölle zugeht, ist am Sonntag Abend endlich wieder Schluss mit dem <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/10/15/sisyphos-oder-das-richtige-leben-im-falschen/">falschen Leben</a>&#8220;, und Hannes sagte: &#8220;Am Sonntag Abend sind wir wieder zu Hause, da wo wir hingehören. Und das fühlt sich richtig gut an.&#8221;</p><p>&#8220;Genau so isses&#8221;, sagte ich, &#8220;genau so isses.&#8221;</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8230;</em><em>war nie wirklich weg<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>hab&#8217; mich nur versteckt<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>und eines ist sicher<br
/> </em></p><p
style="text-align: center;"><em>i  c  h    g  e  h&#8217;    n  i  e    w  i  e  d  e  r    w  e  g &#8230;</em></p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
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href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=4164&amp;md5=fb04dbdf41847656a4788571b08251b9" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=4088</guid> <description><![CDATA[Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und sagte: &#8220;Gygax muss mitlaufen. Er muss sich hinter dem Ball halten und mit Mintal mitlaufen, das ist doch sonnenklar. Und was macht er? Er geht ein paar Schritte mit und bleibt dann stehen.&#8221; &#8220;Was willst du eigentlich?&#8221;, sagte Hannes, &#8220;Mintal hat das doch wunderbar gemacht. Jetzt moserst [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und sagte: &#8220;Gygax muss mitlaufen. Er muss sich hinter dem Ball halten und mit Mintal mitlaufen, das ist doch sonnenklar. Und was macht er? Er geht ein paar Schritte mit und bleibt dann stehen.&#8221;</p><p>&#8220;Was willst du eigentlich?&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/04/10/fruehling-laesst-sein-blaues-band/">Hannes</a>, &#8220;Mintal hat das doch wunderbar gemacht. Jetzt moserst du schon rum, wenn der Club ein Tor schießt.&#8221;</p><p>&#8220;Klar&#8221;, sagte ich, &#8220;Mintal hat das wunderbar gemacht. Aber darauf darf sich Gygax nicht verlassen. Es hätte ja auch sein können, dass der Ball nicht vom Pfosten ins Tor springt, sondern ins Feld zurück und nicht Mintal vor die Füße. Oder der Torwart wehrt den Ball ab. Oder Mintal wird doch noch von einem Gegenspieler eingeholt. Dann muss eine Anspielstation da sein&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Ach hör&#8217; doch auf, ständig diese Nörgelei.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;Gygax muss mitlaufen und aus der Eins-zu-eins-Situation eine Zwei-zu-eins Situation machen. Er muss aus einer sehr guten Torchance eine hundertfünfzigprozentige machen. Aber er bleibt einfach stehen. Völlig unverständlich sowas. Wenn ich Trainer wäre, würde ich so einen Mann sofort auswechseln.&#8221;</p><p>&#8220;Da kann man ja froh sein, dass du kein Trainer bist.&#8221;</p><p>&#8220;Naa, do hodda scho Rechd, da Michael&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/04/10/fruehling-laesst-sein-blaues-band/">Alfred</a>, &#8220;do hodda scho Rechd. Hädd ja aa saa kenna, dass da Kibber na Mindool na Weech zum Door bloggd. Dann muss a Onschbillschdadsjoon doo saa, do hodda scho Rechd&#8230;&#8221;</p><p>Ich gab Alfred eine Blend 29 und Alfred steckte sie sich hinters Ohr.</p><p>&#8220;&#8230;da Giegagg, odder wie der haasd, der hädd miedlaafn missn. Dsammgschissn gheerd der, a jeeder Juchndschbieler werd dsammgschissn, wenna doo nedd miedläffd, nooch Schdrich und Foodn werd der dsammgschissn.&#8221;</p><p>&#8220;Jetzt lasst mal gut sein&#8221;, sagte Hannes. &#8220;Der Club hat seine Hausaufgaben gemacht und gegen Osnabrück 2:0 gewonnen. Mintal ist gut drauf, Pinola auch, die Mannschaft ist auf Kurs und hat den dritten Platz jetzt schon in der Tasche&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Wenn sie noch vier Punkte holt&#8221;, sagte ich.</p><p>&#8220;&#8230;und wenn Mainz in Fürth nicht gewinnt, wovon ich ausgehe, steigt der Club direkt auf.&#8221;</p><p>&#8220;Wenn der Club noch sechs Punkte holt&#8221;, sagte ich.</p><p>&#8220;Würde mich auch wundern, wenn du nicht noch Zweifel hättest&#8221;, sagte Hannes, &#8220;du zweifelst auch dann noch, wenn die Mannschaft einen Lauf hat. Genau wie der, der im Internet für diese Club-Seite schreibt, dieser Belanovski&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;belschanov heißt der&#8221;, rief der Wirt über den Tresen und ich spürte den Drang, eine Zigarette zu rauchen.</p><p>&#8220;&#8230;allerdings hat der sich schon länger nicht mehr zur sportlichen Lage des Clubs geäußert. Stattdessen stellt er <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/05/01/auto-erotik/">Quizfragen</a>, die kaum jemand beantworten kann&#8230;&#8221;</p><p>Mein Verlangen nach einer Zigarette wurde stärker.</p><p>&#8220;&#8230;Sag&#8217; mal, Michael, kennst du einen deutschen Fußballspieler, der als Beifahrer in einem Rennwagen mitfahren wollte, das dann aber doch nicht tat, weil ihm die Sache zu gefährlich wurde?&#8221;</p><p>&#8220;Keine Ahnung&#8221;, sagte ich, &#8220;aber wenn ich&#8217;s wissen wollte, würde ich&#8217;s rauskriegen&#8221;, und Alfred sagte: &#8220;Fraili, der Giegagg muss miedlaafn, aichndlich unglaublich, dass der nedd miedgloffn is, kumm Michael, mir genga aane raang&#8221;, und ich sagte: &#8220;Meinetwegen.&#8221;</p><hr
/><small>Copyright &copy; 2011<br
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href="http://www.clubfans-united.de/?flattrss_redirect&amp;id=4088&amp;md5=0d3ebf40d7815bacc9010144cd45f148" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=3657</guid> <description><![CDATA[Haider &#8211; Bittorf, Lieberwirth, Grahammer &#8211; Reuter, Geyer, Dorfner, Güttler, Wagner &#8211; Stenzel (89. Klaus), Eckstein (68. H.-J. Brunner) In dieser Besetzung bestritt der 1. FC Nürnberg am 13. April 1985  &#8211; es war der achtletzte Spieltag der Zweitligasaison 84/85 &#8211; ein Auswärtsspiel in Oberhausen. Der Club verlor diese Partie mit 1:2. Er war in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Haider &#8211; Bittorf, Lieberwirth, Grahammer &#8211; Reuter, Geyer, Dorfner, Güttler, Wagner &#8211; Stenzel (89. Klaus), Eckstein (68. H.-J. Brunner)</p></blockquote><p>In dieser Besetzung bestritt der 1. FC Nürnberg am 13. April 1985  &#8211; es war der achtletzte Spieltag der Zweitligasaison 84/85 &#8211; ein Auswärtsspiel in Oberhausen. Der Club verlor diese <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/31/oberhausen-nuernberg/">Partie</a> mit 1:2. Er war in der 62. Minute durch ein Tor von Reiner Geyer in Führung gegangen, musste aber in der 76. Minute den Ausgleich und in der 88. Minute schließlich noch den Siegtreffer für die Rot-Weißen hinnehmen. &#8220;Typisch Club&#8221; war dabei nicht nur die <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/18/torheiten-vor-toresschluss/">&#8220;Torheit kurz vor Toresschluss&#8221;</a>, sondern auch die pikante Tatsache, dass das 2:1 von einem im Zuge der <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/09/07/a-glaans-rewoldla/">&#8220;Oktoberrevolution&#8221;</a> suspendierten Ex-Clubberer namens Detlef Krella erzielt wurde.</p><p>Durch diese Niederlage rutschte der Club von dem zu den Relegationsspielen berechtigenden <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/30/">dritten Tabellenplatz</a>, den er durch Siege in den beiden vorangegangenen Spielen (Blau-Weiß 90 Berlin &#8211; FCN <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/29/bw90berlin-nuernberg/">0:2</a>, FCN &#8211; St. Pauli <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/30/nuernberg-stpauli/">2:1</a>) erobert hatte, auf <a
href="http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1985/31/">Platz vier</a> ab. An meine Reaktion auf diese Niederlage habe ich keine Erinnerung mehr, man kann sie sich aber ausmalen. Meine Gemütslage war wohl ähnlich trübe wie nach der 2:2-Niederlage unserer Mannschaft im diesjährigen <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">Auswärtspiel in Duisburg</a>. Zumindest ist nicht damit zu rechnen, dass ich noch damit gerechnet habe, dass der Club am Ende der damaligen Saison als Zweitligameister aufsteigen würde. Genausowenig wie ich heuer nach dem Duisburg-Spiel damit gerechnet habe, dass der Club die nächsten vier Spiele gewinnen und sieben Spieltage vor Saisonende auf dem zur Relegation berechtigenden dritten Tabellenplatz stehen würde.</p><p>Mensch, Freunde! Vier Spiele am Stück gewonnen!</p><p>Ich weiß nicht, wann das einer Club-Mannschaft das letzte Mal gelungen ist.</p><p>Und ich weiß auch nicht, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass unsere Mannschaft am achtletzten Spieltag der laufenden Saison den Sprung auf Platz drei durch einen Auswärtssieg bei dem gleichen Verein perfekt machte, bei dem sie fast auf den Tag genau vor 24 Jahren &#8211; und ebenfalls am achtletzten Spieltag &#8211; ein Spiel und vorübergehend den dritten Platz verloren hat. (Ein Omen? Und wenn ja: Was will es uns sagen?)</p><p>Was ich weiß, ist nur, dass die Club-Mannschaft, die gestern in der Aufstellung&#8230;</p><blockquote><p>Schäfer &#8211; Diekmeier, Maroh, Pinola, Bieler &#8211; Reinartz &#8211; Kluge (72. Judt), Mintal (76. Vidosic), Frantz &#8211; Boakye, Eigler (74. Risse)</p></blockquote><p>&#8230;einen 3:0-Sieg in Oberhausen einfuhr und in der die jungen Wilden mittlerweile ähnlich gut  mit den erfahrenen Oldies harmonieren wie im 85er-Team, nun doch noch eine reale Chance hat, die in meiner Weihnachtsbotschaft ausgegebene Devise <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/12/24/remember-85/">&#8220;Remember 85&#8243;</a>, die ich bereits öffentlich <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">widerrufen</a> habe, in die Tat umzusetzen. Gelingen kann das natürlich nur, wenn sie in den letzten sieben Saisonspielen ähnlich erfolgreich ist, wie dies in der Saison 84/85 der Fall war. Das Restprogramm sah damals so aus:</p><blockquote><p>FCN &#8211; Aachen 2:1, Wattenscheid &#8211; FCN 1:3, FCN &#8211; Ulm 46 3:2, Solingen &#8211; FCN 2:1, FCN &#8211; Homburg 3:0, Darmstadt &#8211; FCN 0:4, FCN &#8211; Kassel 2:0</p></blockquote><p>In dieser Saison trifft unsere Mannschaft noch auf folgende Mannschaften:</p><blockquote><p>FCN &#8211; St. Pauli, FSV Frankfurt &#8211; FCN, FCN &#8211; Ingolstadt, Greuther Fürth &#8211; FCN, FCN &#8211; Osnabrück, Rostock &#8211; FCN, FCN &#8211; 1860 München</p></blockquote><p>Thorsten, ein VfL Wolfsburg-Fan, den es aus Norddeutschland nach Oberfranken verschlagen hat, fragte mich gestern Abend am Tresen: &#8220;Was haben der VFL Wolfsburg und der Club gemeinsam?&#8221;</p><p>&#8220;Keine Ahnung&#8221;, antwortete ich, &#8220;vielleicht, dass Magath mal Trainer beim Club war und jetzt Trainer beim VfL ist.&#8221;</p><p>&#8220;Ganz einfach&#8221;, sagte Thorsten, &#8220;beide Mannschaften, der Club und der VfL,  können sich nur noch selbst im Wege stehen. Der VfL auf dem Weg zur deutschen Meisterschaft und der Club auf dem Weg zurück in die Bundesliga.&#8221;</p><p>&#8220;Na ja&#8221;, sagte ich, &#8220;vom Restprogramm her sieht&#8217;s für den Club wirklich gar nicht so schlecht aus. Er spielt noch viermal zu Hause und dreimal auswärts. Die Heimspiele muss er alle gewinnen und auswärts sollte er zumindest eines gewinnen und keines verlieren. Auf keinen Fall darf er das Spiel in Fürth&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;Heer ma doch auf midd die Färder&#8221;, raunzte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Alfred</a> dazwischen.</p><p>&#8220;&#8230;in Fürth darf er auf keinen Fall verlieren und beim FSV Frankfurt sollte ein Dreier doch möglich sein.&#8221;</p><p>&#8220;Die bleedn Färder, auf die is aa ka Verloss, auf die sedsi in der Säsong nimmer beim Oddsedd. Doss da Glubb in Oberhausn gwinnd, hobbi richdich gedibbd, obber die bleedn Färder, verliern die dahaam geecha Roschdogg. Des därf doch nedd wohr saa.&#8221;</p><p>Ich tröstete Alfred mit einer Blend 29, ohne Mitleid mit ihm zu haben, und sagte: &#8220;Der resolute Vorstoß von Diekmeier vor dem 1:0, war echt stark. Der Junge hat auf rechts Szenen, die erinnern an Stefan Reuter. Und wie der Eigler das 3:0 gemacht hat, war auch stark, auch wenn der Ball wahrscheinlich nicht unhaltbar war. Das hätte der Eckes nicht besser machen können. Wenn Eigler auf der Schiene weitermacht, kann er vielleicht doch noch einer werden. Na ja, und auf Mintal ist sowieso Verlass, der nähert sich immer mehr der Form seiner besten Zeiten.&#8221;</p><p>&#8220;Was ist denn mit dir los&#8221;, sagte <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Hannes</a>, &#8220;du wirst ja auf deine alten Tage noch zum Optimisten. Wo kommt denn das so plötzlich her? Vor kurzem hast du dich noch ganz anders angehört, von wegen &#8216;Nie mehr erste Liga&#8217; und so.&#8221;</p><p>&#8220;Moment&#8221;, sagte ich, &#8220;ich sage nur: der Club <em>kann </em>es packen. Es liegt jetzt nur an den Spielern. Die dürfen jetzt nicht nachlassen. Die müssen so konzentriert weitermachen wie in den letzten Spielen. Wenn einer <a
href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=999717&amp;kat=31">abhebt</a> und meint, jetzt läuft die Sache wie von selbst, ist alles, was sich die Mannschaft erarbeitet hat, ganz schnell für die Katz.&#8221;</p><p>Ich trank mein Glas leer.</p><p>&#8220;Und außerdem&#8221;, sagte ich zu Hannes, &#8220;und außerdem hast du in dieser Saison auch schon ein paar Mal den Glauben an die Mannschaft verloren. Wenn ich da zurückdenke, wie du dich nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt geäußert hast, das war ja richtig defätistisch.&#8221;</p><p>&#8220;Das ist unfair&#8221;, sagte Hannes, &#8220;dieses Spiel war ja nun wirklich unter aller Kanone. Ist doch klar, dass nach einem solchen Grottenkick auch bei mir die Stimmung auf dem <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/11/09/gute-fahrt/">Gefrierpunkt</a> war.&#8221;</p><p>Ich gab dem Wirt Zeichen, mir noch ein Pils einzuschenken, und dachte darüber nach, wie der Text des <a
href="http://www.derkleinegarten.de/aktuell_gedicht_fruehling_1.htm">Mörike-Gedichts</a><em> </em></p><blockquote><p><em>Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land&#8230;<br
/> </em></p></blockquote><p>weitergeht, das ich vor langer Zeit in der Schule mal auswendig lernen musste und dessen erste Verse mir schon den ganzen Abend lang im Kopf herumgingen, und Hannes sagte: &#8220;Wisst ihr, worauf ich gespannt bin? Ich bin gespannt, wie dieser Belschanski oder Belanowski, ihr wisst schon, der <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/14/zwei-wodka-und-ein-cappuccino/">Schwarzseher</a> mit dem russischen Namen, der für diese Clubfan-Seite im Internet schreibt&#8230;&#8221;</p><p>&#8220;belschanov heißt der&#8221;, rief der Wirt über den Tresen, &#8220;belschanov, mit kleinem b schreibt er sich.&#8221;</p><p>&#8220;&#8230;wie dieser belschanov sich jetzt äußert. Bin gespannt, ob der die Dinge immer noch so negativ sieht.&#8221;</p><p>Ich kratzte mich am Kopf und sagte: &#8220;Ich geh&#8217; mal eine rauchen. Gehst Du mit, Alfred?&#8221;</p><p>Draußen vor der Tür sagte Alfred: &#8220;Da Glubb konns fraili nuch baggn. Wenn die Färder waiderhin soo schwächln, konners fraili nuch baggn.&#8221;</p><p>Ich gab Alfred Feuer und dachte an das Mörike-Gedicht. Ich nahm mir vor, den Text noch vor dem Schlafengehen in dem alten Lyrikband nachzuschlagen, und freute mich auf das Osterwochenende, das wesentlich entspannter verlaufen würde als <a
href="http://www.clubfans-united.de/2008/03/24/der-uberspannte-fan/">das des letzten Jahres</a>.</p><hr
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isPermaLink="false">http://www.clubfans-united.de/?p=3357</guid> <description><![CDATA[Ich setzte mich auf den Barhocker neben Hannes und bestellte beim Wirt ein Pils und hörte, wie Alfred sagte: &#8220;Naa, den kenni nedd, iech hobb ka Indanedd, iech hobb ja nedd amoll an Kombjuuda, mid soo am Zaich fangi auf maine oldn Dooch nimma oo.&#8221; Hannes drehte sich mir zu: &#8220;Na, was sagste nun? Bin [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich setzte mich auf den Barhocker neben <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/02/28/niemandsland/">Hannes</a> und bestellte beim Wirt ein Pils und hörte, wie <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/02/28/niemandsland/">Alfred</a> sagte: &#8220;Naa, den kenni nedd, iech hobb ka Indanedd, iech hobb ja nedd amoll an Kombjuuda, mid soo am Zaich fangi auf maine oldn Dooch nimma oo.&#8221;</p><p>Hannes drehte sich mir zu: &#8220;Na, was sagste nun? Bin gespannt, was du heute wieder auszusetzen hast.&#8221;</p><p>&#8220;Was soll ich heute auszusetzen haben, heute hab&#8217; ich gar nix auszusetzen, aber am Montag, da hatte ich was auszusetzen. Ich frag&#8217; mich nur, wie man sich so knalldeppenhaft anstellen kann. Aber ich hab&#8217;s kommen sehen. Wie Mintal diesen blöden Ball in die Mitte spielte, habe ich&#8217;s kommen sehen. Das war ein Tor mit Ansage.&#8221;</p><p>&#8220;Typisch Club halt&#8221;, sagte der Wirt, &#8220;so was passiert nur dem Club. Als es den Freistoß gab, hab&#8217; ich&#8217;s auch geahnt. Die fangen noch eins, habe ich gesagt, passt auf, habe ich gesagt, die fangen noch eins, und dann war der Ball auch schon drin. Unfassbar so was. Sekunden vor dem Schlusspfiff. Nachdem man in der 89. Minute zwei eins in Führung gegangen ist. So was passiert wirklich nur dem Club!&#8221;</p><p>&#8220;Das Ding ist noch nicht gelaufen&#8221;, sagte Hannes, &#8220;nach dem Spiel heute glaube ich wieder an die Mannschaft, da geht noch was, sind ja noch zehn Spiele, die Fürther und die Mainzer, die werden auch noch Punkte liegen lassen und wenn der Club jetzt eine Serie hinlegt, dann kann&#8217;s noch klappen. Ich sag&#8217;s euch, da geht noch was.&#8221;</p><p>&#8220;Serie&#8221;, sagte ich, &#8220;ich kann das Wort Serie nicht mehr hören, dieses Wort gehört sich verboten, wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich dieses Wort verbieten lassen, das sollte im Bundestag beschlossen werden, aber so uneinig, wie sich die Koalition zu Zeit ist, würde das wahrscheinlich sowieso nicht durchgehen.&#8221;</p><p>&#8220;Des liechd om Wohlkampf&#8221;, sagte Alfred und sah zu mir herüber, wobei er den Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand, die zu einem V abgespreizt waren, an seinen Mund führte, und ich fischte die Blend 29-Schachtel aus der Innentasche meines Jacketts, zog eine Zigarette heraus und reichte sie ihm rüber. &#8220;Om Wohlkampf liechd des, vor da Wohl sennsa sich imma unainich, doo braugsd nedd glaam, doss die sich ainichng kenna.&#8221;</p><p>Alfred steckte sich die Zigarette hinters Ohr und Hannes sagte: &#8220;Sag&#8217; mal, Michael, kennst du den? Da gibt&#8217;s im Internet so eine Clubfan-Seite, ist eine gute Seite, da schau&#8217; ich auf der Arbeit in der Mittagspause jeden Tag rein, da wird man über alles, was beim Club läuft, optimal informiert und da schreibt hin und wieder einer, das ist ein absoluter Schwarzseher, das ist genau so einer wie du&#8230;&#8221;</p><p>Ich kratzte mich am Kopf.</p><p>&#8220;&#8230; der sieht immer schwarz, nach dem Spiel in Duisburg hat der einen <a
href="http://www.clubfans-united.de/2009/03/12/aus-ende-ananas/">Artikel</a> geschrieben, so ganz in dem Tenor, alles gelaufen für den Club, aber nicht nur in dieser Saison, sondern auch&#8230;&#8221;</p><p>Im Hintergrund waren die <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=bHwTygK05_M">Rolling Stones</a> zu hören:</p><p><em>&#8230; here it comes </em>&#8230;</p><p>Ich dachte an den Freistoß im Duisburg-Spiel und daran, wie ich mich zur Wand umdrehte, weil ich nicht hinsehen konnte.</p><p>&#8220;&#8230;sondern auch für die Zukunft überhaupt&#8230;&#8221;</p><p>&#8230; <em>h e r e  i t  c o m e s &#8230;</em></p><p>Ich dachte daran, wie der DSF-Kommentator &#8220;Gibt es doch noch eine Gelegenheit für den MSV Duisburg?&#8221; sagte.</p><p>&#8220;&#8230;der hat geschrieben, mit dem Aufstieg würde es womöglich so lange dauern, wie nach dem Abstieg des Clubs 1969&#8230;&#8221;</p><p>&#8230; <em>h  e  r  e    i  t    c  o  m  e  s</em> &#8230;</p><p>Ich dachte daran, wie der DSF-Kommentator &#8220;Nein, das wird nichts&#8221; sagte.</p><p>&#8220;&#8230;neun Jahre würde das dauern. Kennst du den? Das ist vielleicht ein Schwarzseher, einen russischen klingenden Namen hat der&#8230;&#8221;</p><p>&#8230;<em> h   e   r   e      i   t      c   o   m   e   s</em> &#8230;</p><p>Ich dachte daran, wie ich mich mit einem Gefühl der Erleichterung umdrehte und der DSF-Kommentator &#8220;Doch!&#8221; rief.</p><p>&#8220;&#8230;Belanovski oder Belschanski oder so ähnlich&#8230;&#8221;</p><p>&#8230;<em> H E R E   C O M E S   Y O U R   1 9 T H   N E R V O U S   B R E A K D O W N</em> &#8230;</p><p>Ich sah den Ball an Schäfer vorbei über die Linie trudeln und hörte, wie der DSF-Kommentator &#8220;Das gibt es nicht!&#8221; schrie.</p><p>&#8220;&#8230; Kennst du den? Kennst Du diese Seite?&#8221;</p><p>In meinem Magen machte sich ein flaues Gefühl breit und ich sagte: &#8220;Viel äh vielleicht. Kann äh schon sein, dass ich von dem äh schon mal was gelesen habe.&#8221;</p><p>&#8220;Den musst du unbedingt mal lesen&#8221;, sagte Hannes, &#8220;das ist ein Schwarzseher so wie du, das könnte dein Bruder sein.&#8221;</p><p>&#8220;Ich glaub&#8217;, ich trink&#8217; heute mal &#8216;nen Schnaps&#8221;, sagte ich, &#8220;trinkt ihr einen mit, ich geb&#8217; eine Runde aus?&#8221;</p><p>&#8220;Iech drink doch kann Schnabs&#8221;, sagte Alfred, &#8220;iech drink doch nedd amoll a Bier, iech verdrooch doch kann Algohool, obba wennsd maran Kabbudschieno ausgeem kenndsd.&#8221;</p><p>&#8220;Zwei Wodka und einen Cappuccino!&#8221;, rief ich dem Wirt zu.</p><p>&#8220;Diese Seite musst du dir mal anschauen, ist gut aufgemacht, &#8216;clubfans-united&#8217; heißt die. Und schau&#8217; dir mal die Artikel von diesem Schwarzseher, diesem Belschanski an. Bin gespannt, was der nach diesem souveränen 4:0 wieder rumzunörgeln hat.&#8221;</p><p>Der Wirt stellte die Getränke auf den Tresen und sagte: &#8220;Gibt&#8217;s was zu feiern?&#8221;</p><p>&#8220;Nee äh, nee&#8221;, sagte ich, &#8220;einfach äh so halt.&#8221;</p><p>&#8220;Klar gibt&#8217;s was zu feiern&#8221;, sagte Hannes, &#8220;drei Tore von Marek Mintal.&#8221;</p><p>Hannes hob das Wodkaglas und prostete mir zu.</p><p>&#8220;belschanov heißt der&#8221;, rief der Wirt über den Tresen, &#8220;belschanov, mit kleinem b schreibt er sich. Ich kenne die Seite, hab&#8217; hin und wieder mal was von diesem belschanov gelesen. Ist schon richtig, Hannes, ein Optimist scheint der wirklich nicht zu sein.&#8221;</p><p>Ich griff nach dem Schnapsglas, prostete kurz zurück und kippte den Wodka, so schnell es ging, in mich hinein und Alfred rührte in seinem Cappuccino.</p><hr
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