Wöchentlich grüsst das Murmeltier

Eines steht fest, Dittsches Idee, die Spieler des Hamburger Sportvereins mit Hilfe von Deep Fritz, Dr. Lok und Transmitterschleifen unter dem Rasen per UKW zu lenken ging nicht ganz auf. Da half auch kein mit Queckweiss ummantelter Fussball.

Wenn man sich die Tabelle vor dem Spiel angesehen hat, dann war die Sache eigentlich klar. Nürnberg, Platz 9, gegen den HSV, Platz 17. Allerdings stand der HSV mächtig unter Druck, nur 11 Punkte aus 15 Spielen, dazu noch ein übermaß an Roten Karten, ein ausrastender Atouba, sechs verletzte Stammspieler und ein in der Schusslinie stehender Trainer Thomas Doll. Denkbar schlechte Vorzeichen für den HSV. Gegen Nürnberg wollte man nun ein Trendwende einleiten, ein Sieg sollte her.

Das Spiel begann von beider Seiten recht verhalten, vorsichtiges abtasten war angesagt. Im Laufe der ersten 20 Minuten kam der 1. FC Nürnberg aber zunehmend in Fahrt und kontrollierte das Spiel. Torchancen blieben allerdings aus. Der HSV mühte sich redlich, kam aber an der gut organisierten Abwehrreihe des Clubs nicht vorbei. Nach 20. Minuten tauten dann auch die Clubstürmer auf: Schroth kam nach einer Flanke völlig frei vor dem Hamburger Tor zum Kopfball und verfehlte das Gehäuse nur knapp. Drei Minuten später war es Ivan Saenko der nach Vorlage von Vittek einen gefühlvollen Schlenzer ebenfalls knapp rechts oben am Torwinkel vorbeizirkelte. Nürnberg wurde in Folge immer Ballsicherer und kontrollierte auch weiterhin die Partie, ohne aber im Strafraum der Hamburger richtig gefährlich zu werden. Dieses Bild zeigte sich dann bis zum Halbzeitpfiff.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte startete der HSV eine kurze „Sturm und Drang“-Phase aus der sich zwei Großchancen entwickelten. Doch wie in Hälfte eins nahm das Tempo des Spiels wieder rapide ab. Die Partie plätscherte ohne nennenswerte Szenen vor sich hin, bis in der 59. Minute, der Goalgetter der Rückrunde, Robert Vittek, nach einem Doppelpass mit Saenko den Hamburger Reinhardt im Strafraum austanzte, das Tor dann aber um Zentimeter verfehlte. Im Gegenzug parierte Schäfer glänzend gegen den Hamburger Schmidt, der nach einem Fehler von Pinola aus sieben Metern abzog. In Folge mühte sich der HSV weiter, und unser Club schien wohl mit dem Unentschieden zufrieden zu sein.

Nach den Drohrufen der Hamburger das der Club und ein Heimsieg wohl jetzt mal fällig wären können wir mit dem Unentscheiden eigentlich gut leben, auch wenn es das elfte ist…….

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