Das ging schon in Ordnung

Bild: © bongarts (mit freundlicher Genehmigung fcn.de)

Willkommen auf der großen Bühne Europapokal – und das Gute vorweg: Die Jungs haben unseren Club richtig gut vertreten. Dennoch hätte die Gruppenphase schöner anfangen können als mit Schulterklopfen, Lehrgeld und am Ende – wie in der Liga – ohne Resultat.

Das 0:2, bei dem beide Treffer in der Schlußphase fielen, geht aber in Ordnung. Genausogut wäre aber ein Unentschieden und ob der guten Ansätze auch ein knapper Sieg des Clubs in Ordnung gewesen. Aber dann stehen halt doch derzeit die paar Prozent im Wege, die eben offenbar in mathematischer Präzision der letzten Wochen immer wieder den Unterschied machen. Ein Arteta, gegen den sich ein junger Schmidt zwar wacker schlug, der aber dann doch immer unglaubliche Gefahr ausstrahlte (und leider auch Theatralik). Oder eben ein Yakubu, der zwar selbst nicht traf, der aber unsere Innenverteidigung aufrieb, bis sein eingewechselter Nachfolger, ebenso ausgestattet mit Schnelligkeit und Dynamik, den Elfmeter nach kurzem Antritt, dem dann Glauber nicht folgen konnte, herausholte und das 0:2 nach Konter selbst abschloß. Da braucht man für so ein Spiel, so wie einst gegen den VfB im DFB-Finale, dann doch eben 110% aller, Sternstunden einzelner (Kristiansen) und Top-Spieler im Stamm im Besonderen, wie einen Pinola damals.

Um einfach mal die Dimensionen gerade zu rücken: Wie diskutieren um Charisteas, der nicht mal 3 Mio. kostete, ein Yakubu kam zu Saisonbeginn für 16,5 Mio. Euro und ein Arteta wird auf 13,5 Mio. taxiert. Der Gesamtmarktwert Evertons wird auf 121 Mio. geschätzt, zum Vergleich: der Club auf 66 Mio. Keine Ausreden! Im Gegenteil! Das soll mal zeigen wie gut da der Club gestern dafür ausgesehen hat.

Aber eben wieder verloren. Aber nicht das Gesicht. Danke für die Leistung, Jungs.

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17 Gedanken zu „Das ging schon in Ordnung

  • Verlieren kann man zwar durchaus, aber doch wieder ein bisschen dumm angestellt. Der ansonsten ganz gute Glauber zerrt den Typ bis zum abwinken um, weil er vorher bei der Drehung falsch gestanden war. Mitausgegangen für das 1:0 war der Fehler Saenkos. Zwar lange Verletzt aber ein grauenhaftes Spiel von ihm. Finde Meyer hätte ihn schon zur mind. zur 70. rausholen müssen. Egal wen dann da hin, wegen mir Engelhardt oder so. Blöd auch, dass gerade deren mit bester Mann auf der linken Verteidigungsseite des Clubs spielte. Zwar Schmidt gut, aber nicht den Anforderungen gewachsen.
    Ansonsten wie immer: Schade

  • Langsam wird es sehr bedenklich, gerade was auch die Intention des Autors hier angeht. Da wird stets betont wie toll doch unser Club gespielt hat, gegen diese so tolle Mannschaft aus Everton. Mal ehrlich, das, was Everton gestern gezeigt hat, war eine spielerischer Offenbarungseid! Was die Diskussionen um den Club angeht, so muss man doch langsam mal die Sache ein wenig objektiver betrachten und nicht noch immer aus lauter Dankbarkeit in Ehrfurcht den Blick auf die Realtität verweigern!
    Wie bitte soll man denn allen ernstes gegen Everton ein Spiel gewinnen, wenn man ohne Stürmer spielt!? Mintal als Mittelstürmer? Also bitte! Dann bleibt als Spitze Saenko. Also bitte, eine Außenstürmer als einzige Spitze? Das ist doch albern. Zudem muss man sagen, dass die Leistung von Saenko eine bodenlose Frechheit war. Warum nimmt man den nicht zur Halbzeit runter und bringt endlich einen, der wenigstens mal im Zentrum anspielbar ist!? Ohne Mittelstürmer hat noch keine Mannschaft ein Spiel gewonnen! Zu guter Letzt nimmt er dann den, meines Erachtens guten und sicheren Schmidt von der Seite raus, stellt dann dahin den Mnari und den Saenko, der prompt den Fehler macht, der zum 0:1 führt! Die Niederlage war hausgemacht, aber vom Trainer Meyer, nicht von den Jungs, denen man keinen Vorwurf machen kann! DAS sollte man endlich mal zur Kenntnis nehmen! Die Niederlagen sind Systemfragen.

  • Ich kann mich eigentlich nur Spell anschließen: Gegen Everton darf man durchaus 0:2 verlieren, aber nicht, wenn man bis zur 80. Minute ein 0:0 gehalten und ein ansehnliches Spiel geliefert hat.

    Glaubers Foul war einfach nur plump…so dumm darf sich ein Profi nicht anstellen.

  • Langsam wird es sehr bedenklich, gerade was auch die Intention des Autors hier angeht.

    Moooment. Das genau ist das Problem. Hier wird nichts schön geredet, hier ist man einfach am Boden der Tatsachen. Denn Fakt ist einfach, dass der Club keine Spitzenmannschaft ist und eher durch eine wunderbare Fügung eine Bombensaison spielte, das aber noch lange nicht heisst, dass wir im UEFA-Cup auf Augenhöhe wären. Warte mal Larissa ab, dann reden wir weiter. Der Club ist einfach ohne seine Top 5 in manierlicher Form am unteren Limit, wenn dann es noch nicht läuft ist eben Feierabend. Und genau das ist der Fall zur Zeit. Und da kann man noch froh sein, die Handschrift HMs zu erkennen, die guten Fussball verspricht.

  • Ich kann mich der Meinung von Mathias nur anschließen. Wir müssen endlich den Tatsachen ins Auge sehen. Tatsache ist, dass wir Hans Meier viel zu verdanken haben. Er hat in fast aussichtsloser Situation eine Mannschaft übernommen, von Trainer Wolf so gut wie abgeschriebene Spieler zu Leistungsträgern geformt und die Mannschaft immer weiter nach oben bis zum Pokalsieg geführt. Tatsache ist aber auch, dass Hans Meier diese Mannschaft anscheinend nicht mehr erreicht, dass das System nicht mehr stimmt, wenn man ein Spiel über die gesamten 90 Minuten betrachtet. Sowohl gegen Everton wie auch in fast allen Ligaspielen dieser Saison. Tatsache ist auch, dass die Mannschaft anscheinend ein System spielen müssen, dass ihnen nicht liegt und dass auch letzte Saison nicht gespielt wurde. Anders ist es nicht zu erklären, dass Leistungsträger wie Mintal und Saenko keine Erfolge mehr haben. Kann ein Saenko das Fussballspielen in wenigen Monaten komplett verlernt haben? Warum geht im Sturm so gut wie nichts mehr? Nicht wegen der Verletzten. Einziger echter Verletzungsausfall ist Pinola. Vittek war schon in der gesamten Rückrunde blass. Den Griechen zähle ich nicht als Ausfall sondern als Fehleinkauf. Warum hat Hans Meier einige Spieler der letzen Saison zu den Amateuren verbannt. Schlechter wie ein Dominik Reinhard können sie nicht sein. Es wird ständig das ruhige Umfeld in Nürnberg gelobt. Die Fans feiern beständig jede Niederlage. Vielleicht sollten die Fans und die Verantwortlichen endlich aus der Euphorie des Pokalsieges aufwachen, denn es ist schon fast zu spät.

  • Sehr richtig Horst! Wir Clubberer scheinen noch alle besoffen vom Pokalsieg zu sein, dass wir die Realtität nicht sehen wollen!
    Fakt ist, dass dem Hans Meyer wirklich viel zu verdanken ist, das will keiner bestreiten. Nur wirkt er momentan völlig konfus, was sein System betrifft! Beispiel Bayern: Da nimmt er völlig unverständlicherweise den Wolf nach 30 Minuten raus. Unseren besten und verlässlichsten Mann. Was passiert? Prompt bekommen wir zwei Kisten.
    Beispiel Everton: Wenn der Schmidt so gut auf seiner Seite war, was Meyer bestätigt hat und ich auch so sehe, warum nimmt er ihn dann runter und stellt den langsamen Mnari auf Außen? Warum spielt er überhaupt ohne (Mittel)stürmer. Hans Meyer scheint vom Erfolg engstirnig und stur geworden zu sein.
    Und das Problem ist, dass sich keiner was sagen traut.
    Wenn wir immer uns immer nur erzählen, wie toll der Hans doch ist und wie super unser System und unser Fußball ist, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, alsbald mit der Realität des Abstiegs konfrontiert zu werden. Aber vielleicht wacht man dann endlich auf.

  • es ist schon richtig das man den trainer in frage stellen muss!!! vor allem wenn das so weiter geht muss man handeln! man muss trainer meyer aber in schutz nehmen!!! den er kann von draussen keine tore schiessen!! die mannschaft spiel phasenweise richtig gut und man hätte spiele wie gegen bremen leverkusen hannover cottbus und stuttgart leicht gewinnen können wenn unsere spieler nicht ständig 100% chancen vergeigen würden!! das der blazek in den ersten spielen gepatzt hat liegt sicher auch nicht am hans meyer! wenn einige spieler allein vorm tor nicht treffen oder mintal gegen den vfb von fünf metern vorbeiköpft liegt es sicher nicht am trainer! nichtsdesto muss gegen bielefeld ein sieg her wenn wir gegen bielefeld verlieren bin ich mir zu 95% sicher das wir absteigen!!

  • Das es nicht allein am Trainer liegt ist richtig. Das hat auch niemand gesagt. Aber es liegt AUCH am Trainer, wenn im Spielsystem Fehler gemacht werden. Das Hans Meier die Tore von außen nicht machen kann und die Bälle für Blazek nicht halten kann stimmt auch. Aber der Club kommt mit dem derzeitigen Spielsystem zu wenig vors Tor und spielt hinten katastrophal. Wenn hinten die Zuordnung stimmen würde, wäre auch ein Blazek sicherer. ABER wir können nicht nach jedem Spiel sagen wenn…., wenn…., wenn….. Tatsache ist dass wir aus 12 Spielen 9 Punkte haben. Wir können auch weiterhin Hans Meier feiern und ihm eine koplett neue Mannschaft kaufen. Vielleicht läuft es ja dann wieder. Aber dazu fehlen dem Club ein paar Millionen. Und die Mannschaft mit der Hans Meier spielt ist in großen Teilen die gleiche wie in der letzten Saison. Das sollte man nicht vergessen.

  • Meyer poltert doch gerade genau deswegen, dass seine taktischen Vorgaben nicht eingehalten werden. Gegen Everton sollte sich eben Wolf um Anchebe kümmern, das tat er nicht, also mussten Glauber und Mnari ran und waren im Laufduell in zwei entscheidenden Situationen unterlegen. Wenn die Mannschaft bei aller Euphorie sich nicht an die Taktik hält, dann kann man Meyer vielleicht noch sagen, er erreiche die Mannschaft nicht mehr, aber keine taktischen Fehler. Als er Wolf übrigens gegen die Bayern raus nahm sah der in 4-5 Szenen vorher so richtig schlecht aus. Und dass Mintal kein Strafraumwühler ist, ist auch bekannt, aber Kennedy hat sich in den letzten Spielen nun wahrlich nicht aufgedrängt. Also lieber mit Mintal und mit drei reinen Spitzen gegen so einen Club wäre doch Harakiri gewesen, das sah man doch immer wieder aufblitzen, wie gut die sein können.

    Nein, ich bleibe dabei: Einem Meyer taktische Fehler vorzuwerfen (Einzelentscheidungen klar, aber so ist nun mal das Leben), halte ich für einen Witz. Das verlernt der nun nicht in ein paar Wochen…

  • Wenn der großteil der Clubfans also der Meinung ist, man soll an einem Trainer festzuhalten, der die Mannschaft nicht mehr erreicht und mit ihm mit Vollgas in die zweite Lige durchstarten ist das sehr verwunderlich.
    Ich jedenfalls gehöre nicht dazu. Ich bin auch nicht bereit eine Niederlage nach der anderen zu feiern und immer wieder zu wiederholen, dass Hans Meier ein gutes System gespielt hat aber es hat leider wieder nicht gereicht.
    Ich bin der Meinung: Aufwachen! Notbremse ziehen! Ich habe keine Lust auf ein paar Jahre zweite Liga, nur weil die Clubfans derzeit Personenkult betreiben.

  • also ich will auf gar keinen fall in die zweite liga!!! bevor das eintrifft muss man die notbremse ziehen!! ich kann auch die fans nicht leiden die die rosarote brille aufhaben und ich bin auch manchmal echt ratlos bei einigen auswechslungen vom trainer!! das system hat letzte saison hervorragend funktioniert und man hat sich zusätzlich verstärkt! laut meyer sollte wolf den schnellen von everton nehmen hat er aber zweimal nicht getan!! darüber lässt sich streiten aber meyer hat ausgesagt das sie es vorher besprochen und gewusst haben! ich will jetzt auch nicht andy wolf in frage stellen denn er bringt meistens gute leistungen aber einigen anderen schneint der erfolg zu kopf gestiegen zu sein anders kann ich mir den leistungabstieg nicht erklären ( saenko engelhardt)!!
    ich glaube wenn in den nächsten zwei spielen kein sieg herkommt wirft hans meyer das handtuch

  • Mein Vorschlag wäre die Notbremse zu ziehen. Und zwar sofort, nicht erst wenn der Club weit abgeschlagen am Tabellenende steht. Da man im Fußball bei anhaltendem Mißerfolg nicht die komplette Mannschaft austauschen kann, muss man den Trainer wechseln. Das ist ein üblicher Mechanismus im Fußballgeschäft und wird auch überall praktiziert. Ich kenne keinen Verein, bei dem die Fans so bedingunglos bereit sind Niederlage für Niederlage zu feiern und den Weg Richtung zweite Liga euphorisch mitzugehen. Natürlich kann bei einem Trainerwechsel der gewünschte Erfolg auch ausbleiben. Die Gefahr besteht immer. Aber in der Regel kehren neue Besen meistens etwas besser. Und man hat dann wenigstens versucht die Wende zu kriegen. In der zweiten Liga ist euer Hans Meier mit Sicherheit auch nicht mehr bei euch.
    Mein Wunschkanditat ist ganz klar Jörg Berger. Er kann Mannschaften von unten rausholen ohne dazu teuere Stars zu brauchen. Er kann motivieren und war und ist einer der Besten im Trainergeschäft!

  • Jörg Berger … seit 2005 vereinslos, davor bei Rostock erfolglos und zudem zwischenzeitlich schwer an Darmkrebs erkrankt (ich weiß nicht einmal, was ich aber hoffe, ob er wieder richtig genesen ist zwischenzeitlich).

    Aber selbst wenn: Warum sollte man einen Feuerwehrmann wie Berger holen, nur weil man nach 1 1/2 Jahren Glückseligkeit (wo alles angeblich richtig gemacht wurde) nun bei all den bekannten Ursachen Problemen hat – warum das alles über Bord werfen, die Erfolge waren doch kein Zufall seit Meyer da ist?

    Das mögen die Mechanismen der Branche sein, aber das ist doch genau das, was man immer anprangert – Aktionismus statt kalkulierte Konzeptarbeit. Mönchengladbach (wie oben angesprochen) grüßt trotz damaliger “Notbremse” (die keine war) aus der zweiten Liga.

  • Die Erfolge bestreitet keiner. Aber die bleiben leider seit der neuen Saison aus. Und zu wenig Punkte holen heißt Abstieg. Die 1 1/2 Jahre Glückseligkeit waren schön, aber die bringen für die laufende Saison keine Punkte. Eine Notbremse muss keinen Erfolg bringen. Aber neue Besen kehren gut, jedenfalls meistens.
    War Hans Meier nicht auch vereinslos als er zum Club kam?

  • Meyer erreicht die Spieler doch nicht mehr,man schaue sich doch nur sein Geschreie beim Training an,so einen kann man doch in der heutigen Zeit nicht mehr ernst nehmen die Spieler lachen doch schon hinter seinem Rücken.

  • Beim HSV hat der Trainerwechsel in der letzten Saison doch gefruchtet und beim Club vor 2 Jahren auch.

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