Dem Boulevard ist nichts zu blöd

Jetzt wird es ja eigentlich schon super-peinlich, wie man da die Schlagzeile daraus basteln konnte, aber „peinlich“ ist weit unter der Schmerzgrenze eines Boulevard-Redakteurs, wie hier Herr Martin Funk:

Bader droht Meyer mit Rauswurf

So titelt das Blättchen mit den vier Buchstaben und bezieht sich dabei auf ein Kicker-Interview in dem Bader davon sprach, dass man an Meyer glaube aber eben bei andauernd anhaltenden Misserfolg die – genau, wir wissen das ja – „Mechanismen des Geschäfts“ greifen. Ein Allgemeinplatz also, der so normal ist wie das Amen in der Kirche. Dass Bader nicht aufhört überall zu betonen „Es gibt keine Trainerdiskussion“, wie erst heute ausführlich in einem Interview bei fcn.de wird natürlich ignoriert.

Martin Bader: „Es gehört offenbar zu den Mechanismen des Fußballs, dass in so einer Situation in der ßffentlichkeit auch über den Trainer diskutiert wird. Entscheidend ist aber, wie der Verein die Sache beurteilt. Und da sage ich klipp und klar: Wir führen keine Trainerdiskussion! Die Mannschaft ist gefordert, mit ihrer Leistung und den Ergebnissen eine solche Diskussion im Keim zu ersticken.“

Hier wird einfach Stimmung gemacht – oder es zumindest versucht. Dumm bloss, das genug Leute sich von dem Schmarrn auch noch beeinflussen lassen oder glauben dass da bestimmt schon was dran sei, nur weil es da stünde. Das ist für mich Volksverdummung und nackter Populismus.

Aber wir wissen ja, die Zeitung hat noch ne alte Rechnung aus Gladbach offen. Und ich hab hier keine Lust, sowas unkommentiert stehen zu lassen. Ich denke aber, die Verantwortlichen lassen sich von so einem Unfug nicht irritieren und wenn die Fans sowas auch in die Tonne treten, wo es hingehört, dann ist ein guter Schritt getan, solche Versuche der Einflußnahme und billiger Stimmungsmache im Keim zu ersticken.

Ein Gedanke zu „Dem Boulevard ist nichts zu blöd

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