Bankrott

Hören wir also auf herumzureden: Diese Mannschaft hat auf dem Platz am Freitag Abend, dem 7. November 2008, ab 18:00 Uhr in 90 Minuten plus Nachspielzeit ihren eigenen Bankrott erklärt. Spieler und Trainer – und damit auch die Verantwortlichen, die diese Konstellation in diesem Verein zum heutigen Tage ermöglichte.

Es ist uns, den Fans, nicht mehr zuzumuten das ansehen und anhören zu müssen. Es ist nicht mehr zumutbar die Zeitungen aufzumachen und “unterirdisch”, “peinlich” und “Blamage” lesen zu müssen. Wir Fans unterstützen seit nun 1 1/2 Jahren einen Prozeß, der offenbar mit zunehmender Sicherheit nicht nur in Liga 2, sondern in der Abstiegszone von Liga 2 enden wird. Ein Prozeß, eine Entwicklung, die uns heute konstatieren lässt, dass die Fußball-Mannschaft des 1. FC Nürnberg nicht in der Lage ist, selbst limitierte Mannschaften wie Koblenz, Wehen-Wiesbaden oder Frankfurt zu besiegen – weder mit spielerischen Mitteln, noch mit individueller Klasse, noch mit taktischen Finessen und erst Recht nicht – und das ist das, was die Fans am bittersten feststellen – mit Kampfgeist. Damit muss heute Schluß sein!

Was festzustellen ist:

  • Resistent gegen Trainer
    Drei Trainer in einem Jahr haben ganz offenbar nicht den Einfluß auf die Mannschaft erreicht, der zu einem Wechsel der Richtung erforderlich ist. Hier ist ganz klar auch das Management heranzuziehen, das dafür die Verantwortung zu tragen hat, warum entweder die falschen Übungsleiter geholt wurden oder die falschen Spieler abgegeben oder zugekauft, um den notwendigen Schnitt zu vollziehen. Es ist ja ganz offensichtlich kein verlängerter Betriebsunfall, den man uns zu Saisonende hat einreden wollen, es ein ein kompletter Betriebsausfall.
  • Ohne spielerisches Konzept
    Mögen die vielen Trainerwechsel ihre Spuren hinterlassen haben, mag es notwendig sein auch mal etwas auszuprobieren. Doch derart konzeptlos, wie sich die Mannschaft mindestens 2008 durchgängig präsentiert, ist haarstreubend. Taktische Formationen, mag man von ihnen halten was man will, werden nahezu gewechselt wie die Unterhosen. Doch ganz offenbar kann die Mannschaft weder die taktische Varianz umsetzen, noch überhaupt ein Konzept durchhalten. Das System aus Galesek-Koller-Zeiten, „Mittelstrecken-Pässe“ nach vorne, wurde noch nicht einmal von individuellen Klasseleuten wie Galasek auf Koller beim Club erfolgreich umgesetzt, mit dem aktuellen Spielermaterial ist das erst Recht kein Erfolg versprechender Ansatz.
    Wenn man sich dazu die Positionen nach den statistischen Daten ansieht, wird einem ganz wirr im Kopf, wer da wo hinläuft und steht. Mögen diese Daten nicht immer dem Spielverlauf wiedergeben, so zeigen sie doch genau das, was am Ende dabei rauskommt. Ein Knäuel in der Mitte aus von links und rechts herum- und nach innen irrenden Spielern und dabei sind die Außenbahnen, das so oft zitierte Wundermittel “über Außen”, verwaist. Auch heute wieder zog Masma in die Mitte (so die Statistik), statt die Außenbahn zu halten. Es muss heute egal sein zu hinterfragen, ob dies „taktische Disziplinlosigkeit“ oder „taktische Auslegung“ war – tatsächlich hatte man sich Masmanidis in der Mitte als Spielmacher einmal gewünscht – wäre dann sein linker Platz nicht frei gewesen.
  • Mannschaft ist disziplinlos und nervenschwach
    Zwei rote Karten wegen Disziplinlosigkeiten (plus ein Nachspiel für Pinola?) allein in den letzten beiden Spielen – dazu diverse dunkelgelbe Karten (wie Kluge in Hamburg), sprechen von einem labilen Nervenkostüm. Die Mannschaft bricht aber auch insgesamt bei jeder Kleinigkeit emotional ein: Ein Fehler, ein Gegentor – da war es um sie geschehen, geht Ordnung und System verloren. Hatte man gehofft, es fehlte nur an einem Erfolgserlebnis, so sah man selbst sichere 2:0-Führungen gegen eine Mannschaft wie – bei allem Respekt – Oberhausen noch in Gefahr. Oder auch eine “Mini-Serie” wie die vier Spiele ohne Niederlage gab keine Sicherheit.
  • Keine Hierarchie
    Kein Leitwolf, kein Anführer – weder spielerisch noch persönlich – ist am Platz zu erkennen. Keiner, der sich als Leader aufdrängt, die anderen führt und mitreißt. Mag sein, dass die Verletzung von Wolf hier ‚keine Hilfe‘ war, doch in 12 Spieltagen muss die Mannschaft einen Plan B entwickelt haben. Ja man darf sogar hinterfragen, ob denn ‚Plan A‘ mit Andreas Wolf überhaupt unbedingt Erfolg versprach. Wolf ist sicher ein Spieler mit hoher Identifikation, aber als Leader noch nicht aufgreten in einer Mannschaft in Krisenzeiten.
  • Kein Plan, wie es besser werden soll
    Hieß es lange „Es fehle nur der Erfolg“, so kann dies als irrige Annahme entlarvt werden, denn auch kleine Serien oder deutliche Führungen brachten keine Stabilisierung. Es fehlt an einer generellen Idee, wie man konsequent sich entwickelt. Das Spiel gegen Frankfurt und auch die Spiele davor belegten eindrucksvoll, dass man nicht das Problem hat, nicht in der Liga angekommen zu sein, sondern schlicht, dass man keinen Plan hat. Keine Entwicklung ist erkennbar, keine Balance auch nur ansatzweise. Entweder man steht zu defensiv, dann geht vorne gar nichts, oder man spielt hasenwild nach vorne, wie heute mit einer Harakiri-Aufstellung – und nicht einmal die brachte einen Hauch von Verunsicherung in des Gegners Abwehrreihen.

Es war Zeit genug sich das alles anzuhören und zu entschuldigen. Auch wir haben uns bei clubfans-united.de um Optimismus und mit Mahnung zur Besonnenheit bemüht und uns quasi schützend vor die Spieler gestellt – doch irgendwann ist Beschwichtigung fahrlässig. Wenn man gegen Frankfurt, die noch vor einem Jahr Oberliga Hessen spielten und mehr oder minder überraschend bis in Liga 2 aufstiegen (und sich auch entsprechend jetzt am Tabellenende wiederfinden) keine Mittel hat (und ich sage nun nicht mehr: “findet”, man “hat” offenbar keine!), dann erklärt man sich eben ‚bar jeder Mittel‘ und im Finanzbereich ist das der klassische Bankrott.

Wir reden hier nicht von schlechten Phasen, wir reden nicht von unglücklichen Ereignissen und Ergebnissen. Wir sehen seit viel zu langem wie die Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank zu. Sehen zu, wie offenbar keiner an den Rudern ist, der eine Lösung für längst bekannte und offensichtliche Probleme kennt. Wenn alles um einen herum ausgetauscht wurde und es ändert sich nichts, ist man vielleicht selbst das Problem. Und wenn man andauernd unter seinen Möglichkeiten bleibt, ist das kein Pech, dann ist das Unvermögen.

Die Mannschaft braucht keine Chance mehr sich zu finden, denn sie hatte bereits genug Chancen – die Mannschaft krankt offenbar an der Wurzel. Vielleicht war man ‚zu geschäftstüchtig‘ gewesen und hat die falschen Spieler zu lange gehalten und ihnen Träume und Visionen gegeben, denen sie nicht (mehr) gewachsen sind. Dies gilt es jetzt zu korrigieren und zwar in allen Bereichen. Jeder muss sich hinterfragen lassen, ob er denn noch der Richtige an seinem Platz ist. Die Fans haben das auch getan und viele verließen deshalb ‚ihren Platz‘ noch vor Spielschluß oder werden selbigen wenigstens so schnell nicht mehr einehmen.

Man sollte sich dringend selbst prüfen, ob man viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt hat und dann notfalls auch finanziell schmerzhafte Trennungen vollziehen. Sonst endet man in Liga 3 und dies wird noch viel schmerzhafter sein.
Ob dies auch den Trainer oder gar den Sportdirektor betrifft? Das sollte die Vereinsführung in einer harten und schonungslosen Innenrevision klären. Und es wäre auch ein richtiger Schritt sich gebenenfalls selbst einzugestehen, dass man keine Mittel und Konzepte ‚hatte‘ oder ‚hat‘ und man für die Fehler, die gemacht wurden, auch selbst die Verantwortung tragen kann. Leider – und da drängt sich der Eingangsvergleich wieder auf mit der Finanzbranche – zeigt gerade auch die aktuelle Finanzkrise, dass dies in unserer Gesellschaft wohl nicht mehr üblich ist für seine Fehler auch die Verantwortung zu tragen.

Ganz subjektiv festgestellt hat man bis heute genug gelesen und gehört und man darf diese Mannschaft nicht länger ’schön schreiben‘. Man kann niemand ernsthaft noch einen Hauch Hoffnung auf einen Wiederaufstieg machen. Wir Fans können nur hoffen, dass jetzt aufgeräumt wird – vielleicht müssen dazu auch neue Impulse von Außen kommen. Denn die Wahrheit sah man die letzten Spiele: Wir sind auf dem Niveau angekommen, dass nicht wir (Fans) unter dem schlechten Spiel des Zweitliga-Gegners zu leiden haben, sondern die Fans des Gegners an der unattraktiven, da limitierten Spielweise unseres Clubs. Wir haben uns schon 1 1/2 Saison lang vorgaukeln lassen, Dornröschen schliefe nur und brauchte ihren Kuss, doch die Prinzen von Meyer bis Oenning küssten, bis sie selbst fast bewusstlos wurden. Es ist vielleicht Zeit ein Märchen als solches zu entlarven: Wir haben kein verwunschenes Potenzial, wir sind so gut, wie wir gerade spielen. Diese Eingeständnis wäre wohl nach 12 nüchtern betrachtet “furchtbaren” Spielen (plus DFB-Pokal und Vorbereitung und von der letzten Saison ganz zu schweigen) angebracht. Offenbar hat man uns bei dem einen oder anderen Spieler ein X für ein U vorgemacht und ihn teurer gemacht als er wert war – und keiner hat es gemerkt, nicht einmal die Experten. So hat sich dann unser tolles Depot als eine Blase erwiesen, die New Economy konnte einst ein Lied davon singen, was Werte wert sind, wenn sie nur aus Phantasie bestehen und keine Substanz in Form von festen Kapitalwerten haben.

Wer ein echter Clubberer ist, wird auch diese “Mannschaft” überstehen. Doch das Tischtuch ist jetzt erstmal zerschnitten. Mit dem gellenden Pfeifkonzert am Freitag Abend ist der letzte Kredit aus dem Pokalsieg erschöpft. Wenn man keine Mittel hat, bleibt nur die Kreditwürdigkeit – und dise kann nicht mehr attestiert werden.

Eine Aussicht auf Besserung gibt es nicht. Es gibt dafür schlicht kein vernünftiges Argument mehr. Derzeit bleibt nur eine Hoffnung, dass der Schnitt kommt – schnell, hart und präzise. Die Handelnden müssen nicht mal Angst haben Porzellan dabei zu zerschlagen. Seit 12 Spielen wissen wir anschaulich, dass es keine zarten Pflänzchen gibt, die man nicht zertreten darf. Dieser Acker muss erst mal umgegraben werden. Je schneller, desto besser!

Und das ‚Schlimme‘ ist: Menschlich ‚mag man‘ die meisten Akteuere ja, schätzt sie sogar – aber mit aller Sympathie landen wir geradewegs in Liga 3.

62 Gedanken zu „Bankrott

  • Genauso iss es. Eigentlich hast Du alles gesagt und aufgedeckt. Die ganze Misere, den Zerfall der Mannschaft, (wenn es je mal eine war!). Dieser Club ist es nicht Wert, dass soviele Zuschauer im Stadion waren, vorallem der Nachwuchs. Selbst die Ultras sind 10 Minuten vor Spielende gegangen…Nun kann man den Trainer entlassedn, weil er die Spieler offensichtlich nicht erreicht. Für mich ist bis zum heutigen Tage keinh System erkennbar. Absolut keines!!!Kein Spielaufbau, kein Führungsspieler. Wie auch? Wenn jeden Süpieltag eine andere Mannschaft auf dem Platz steht! MO mag ein guter „Schwätzer“ sein, als Trainer hat er für mich versagt. Daher: So leid es mir für ihn tut: Er muss w e g !!!Seine Chance hat er gehabt. Vielleicht war es ein Fehler der Vorstände, keinen Feuerwehrmann in der 1. BL. zu verpflichten. Aber nun ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Sonst drifftet der Club mit fliegenden Fahnen in die dritte Liga!!!

  • So traurig, aber so wahr!

    Dürfen wir es eigentlich schon deutlich aussprechen? Ziel: Klassenerhalt?

  • Andreas, sag es deutlicher: Ziel überleben!

    Wenn wir in die 3. Liga absteigen, und die ist nur 3 Punkte weg und das nach 12 Spielen mit Heimspielen gegen Augsburg und Frankfurt und ohne Sieg gegen Abstiegskandidaten wie Wiesbaden, Koblenz und Frankfurt – also wenn wir absteigen sollten, gehe ich von aus, dass der Großteil der Mannschaft keinen Vertrag mehr hat. Dann ist unsere finanzielle Situation für den A***. Wir kämpfen gerade um die nackte Existenz!

  • Das Ziel kann nur heissen: Klassenerhalt! Der sofortige Wiederaufstieg analog Gladbach wurde ja von MB und der der Mannschaft vorausgesagt.Das kann man wohl ab heute abhaken. Jetzt geht es ums „Überleben“ in der 2. Liga. Gr. Fürth lacht bereits über unsern Club. Im Büro habe ich nur noch „Anfeindungen“ zu befürchten. Aber als echter Clubberer stehe ich über der Sache! Ich hoffe nur, dass Gr. Füth nun nicht auf- und der Club nicht absteigt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

  • Mir fehlen die Worte….Der Club hat mich/uns immer wieder enttäuscht, man hat ihm-Stichwort „große Liebe“ immer wieder verziehen, aber das heute war zu viel für mich.

    Ab heute verfolge ich den Club nur noch genauso, wie ich als „2.Ligist“ zur Zeit die Sportschau am Samstag verfolge: Interessiert, aber gefühlsmäßig neutral und ohne Emotionen.

    Bin auch überraschenderweise völlig ruhig und entspannt, was mich aber immer noch fassungslos schaudern lässt: Vor nicht mal 1,5 Jahren war der Club noch Pokalsieger und spielte den besten Fussball der letzten 20 Jahre.

    Was wir aktuell erleben ist der wohl rasanteste Abstieg im dt. Profifussball der letzten Jahrzehnte….Bitter aber wahr. Möglich nur beim Club.

    Ich werde morgen um 14h beim Spiel Freiburg II-Nürnberg II nochmal persönlich Abschied von meinem Club nehmen. Das bin ich ihm nach all den Jahren schuldig. „time to say goodbye“

  • Die einzige Chance einen guten Klassenerhalt zu haben sich vielleicht noch im vorderen Feld zu plazieren ist der Einsatz der jungen Spieler. O-Ton Oenning: Die jungen Spieler haben mich positiv überrascht!Die Frage ist ob er, falls er Trainer bleiben sollte, auch die Kraft hat wirklich die Jungen auf den Platz zu bringen und das knallharte Leistungsprinzip auszurufen. Wobei das schon wieder sehr spät kommen würde.

    Naja egal, ärgern werde ich mich trotzdem nicht mehr – irgendwann ist genug!

  • Maßlose Enttäuschung und eine große Leere herrscht nach diesem gestrigen Spiel bei mir. Ich war live im Stadion dabei und mir fehlen noch jetzt die Worte für die Leistung der Mannschaft der letzten Wochen und Monate. Gestern wurde das Fass zum Überlaufen gebracht.
    Ich kann dem Bericht von Alexander nur zustimmen. Dies war eine Bankrott-Erklärung. Und wer jetzt immer noch von einem Weg der Besserung, von Qualität der Mannschaft und Aufstieg redet, der hat den Ernst der Lage nicht erkannt. Der Verein und auch ein Teil der Fans sollte jetzt endlich begriffen haben, dass der Club vor dem DFB-Pokalsiege weit über seinen Möglichkeiten gespielt und das muss endlich erkannt werden. Aber was geschieht nun? Was wird von Seiten des Vereins getan? Wir Fans wollen keine weiteren Parolen etc. hören. Wir wollen nun Taten sehen, die endlich eine Wirkung zeigen. Und der Verein samt Spieler und Trainer werden sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, um den verspielten Kredit nach und nach wieder zurück zu gewinnen.

  • Hallo an Alle!
    Ich habe mich in den letzten Wochen mit meinen Kommentaren zurück gehalten. Ich wollte einfach verhindern mit meiner Sichtweise negativ zu wirken.
    Nun ist wohl der Punkt gekommen um es raus zulassen. Ich hatte in früheren Kommentaren bereits meine Vorbehalte gegenüber einem so unerfahrenen Trainer, wie es MO einfach ist, geäussert. Zu dem Zeitunkt wollten einige von mir Garantien haben, daß es mit einem „Erfahrenem“ den Aufstieg gegeben hätte, hingegen mit MO nicht.
    Ich sage heute, soviele Fehler in Aufstellung, Motivation und Konzept hätten nur noch von TvH getoppt werden können.
    Das Experiment MO ist leider gescheitert!
    Ein neuer, 2. Liga-Erfahrenen Trainer, wenn auch ein ungeliebter, muß jetzt her. Er muß aus dem gegebenen Spielermaterial endlich eine Mittelachse bilden, um die ein neues Team aufgebaut werden kann

    An die die dem Präsidium, Management oder Spieler die Schuld geben. Denkt einfach daran, das der Trainer der einzige ist, der Tatsächlich zwischen Aufstieg und Abstieg entscheidet. Spieler werden durch Trainer verplichtet und aufgestellt. Der Trainer entscheidet über die Taktik. Der Trainer führt Kritik- und Motivationsgespräche. etc.

    Zwei gute Co´s ergeben nicht Automatisch einen guten Trainer.

    In dem Sinn
    so long
    Gabriel

  • @GGR: Sicherlich trägt auch ein MO seinen Teil dazu bei, dass es seit dem Trainerwechsel nicht aufwärts gegangen ist. Jedoch ihm allein die Schuld zu geben, wäre meines Erachtens nicht korrekt. Sicherlich ist er hauptverantwortlich dafür, dass die Spieler Abläufe, Laufwege, etc. beigebracht bekommen und dementsprechend für jedes Spiel motiviert werden. Doch was nützt dies alles, wenn die Spieler dies nicht umsetzen? Wenn sie sich nicht als Mannschaft präsentieren, sondern jeder nur an sich selbst denkt? Hier sind auch die Spieler persönlich gefordert. Und auch der Verein an sich muss hier genauso in die Pflicht genommen werden.

  • Klar ist,der club steck in einer tiefen krise!
    Aber auch aus dieser werden wir wieder irgendwann heraus kommen!
    Meiner Meinung nach zwar nicht in dieser saison aber vielleicht in der nächsten!
    Das Ziel lautet nun:Nicht noch tiefer zu fallen und wenigstens den Klassenerhalt zu bewahren,sich nach dieser Saison zu ordnen und dann den Aufstieg wieder anzupeilen.
    Mehr als zu hoffen,nicht in der 3.Liga zu enden ist diesmal nicht drin!SO WEH ES AUCH TUT

  • Auf eines kann man sich in dieser unbeständigen Welt, in der sich alles so schnell ändern kann, nichts von Dauer ist und bestand hat, verlassen:

    Der Club enttäuscht dich immer.

  • @Patrick: Naja, auf die Aussage „Der Club enttäuscht dich immer“ hätten wir vor knapp 1 1/2 Jahren nichts gegeben. So pauschalisieren kannst Du das auch nicht. Da stimmt doch eher noch der uns allen bekannte Ausspruch: Der Club is a Depp!!

  • Aus einem smarten, jungen, eloquenten
    Assistenztrainer muss nicht unbedingt ein guter Trainer mit voller Verantwortung werden, zumindest nicht bei seiner ersten Adresse. Es gibt da Beispiele die ähnlich gelagert sind. Henke, Slomka fallen mir in jüngster Vergangenheit ein.
    (Wobei die oben genannten Eigenschaften auf Henke nicht zutreffen.)

    So von außen betrachtet scheint es mir, dass die „Top-Spieler“ zum Anfang der Saison weg wollten, der Club sie, mangels Millionenablösen, nicht ziehen lies und auf den Vertrag gepocht hat. Jetzt dödelt man halt fürs gleiche Gehalt in der 2.Liga herum. Je schlechter desto schneller ist es vorbei und man kann vielleicht schon zu Winterpause weg sein… Alles andere verlautbarte war nur lauwarme Luft für die Fans.
    Was sonst kann einen argentinischen, slowakischen, griechischen Nationalspieler dazu bewegen falls er noch Ambitionen hat.

    Haut wech den Scheiss!!
    Grüße aus Frankfurt (Sorry Gretl für dieses NoGo-Wort)

  • Ich glaube kaum das einer der sogenannten Topspieler mit aller Gewalt vom Club gezwungen wurde den Verein nicht zu verlassen.Da waren einfach keine vernünftige Angebote für die Spieler da, oder denkt Ihr die spielen gerne in der 2 Liga.

  • das spiel gestern war, wie von mir erwartet, eine ganz harte und zähe nuss.

    aber einiges, was hier geschrieben wurde sehe ich nicht ganz so.
    der gegner, der fsv frankfurt, hat einen kader der gespickt ist mit erfahrung in liga 2 und drei. sie als mannschaft, die „noch vor einem Jahr Oberliga Hessen spielten“ abzukanzeln ist zu einfach. die standen fast nur hinten drin und bis auf mehics chance haben die offensiv fast nichts gemacht, obwohl mit cenci ein gefährlicher mann vorne drinnen war und y. mokthari ein super techniker ist.

    so wie der fsv spielte, würde ich auch gegen den glubb spielen lassen. unsere schwäche ist der spielaufbau. im mittfeld fehlts halt einfach und die stürmer vorne bringen nichts rein. mit drei stürmern, eigler, harry, boakye kann man auch nicht spielen. die sind sich viel zu ähnlich. wenn man mit drei stürmern spielt, dann soltten zwei über die außen kommen. weder harry, eigler noch boakye können das. und oenning muss dies doch auch sehen.

    von vielen, auch von mir, wurde gefordert, dass oenning endlich andere leute bringt. fuchs hat er nicht gebracht, dafür maroh und frantz…perspektivspieler. die hätten sich laut oenning aufgedrängt und würden ordentliche arbeit ableisten. nur dies kann laut oenning der weg sein. andere würden dies nicht tun. was soll er da machen, wenn ich so etwas höre. rausschmeißen muss er die , die sich nicht einbringen.

    die 2 liga ist, wie schon öfters von mir erwähnt, ein haifischbecken.
    heute bist du bankrott und morgen auf wolke sieben. warten wir es ab. bestes bsp 1860 oder h vor wochen tot, jetzt oben dran. negatives bsp hansa rostock. abgerechnet wird am ende. und auch wenn mich einige für verrückt erklären. den aufstieg habe ich noch im blick…noch. was anderes kann nicht das ziel sein!!!!!!! 2-3 gute leute in der winterpause, wenn der markt was gescheites hergibt.

    bankrott sind wir noch lange nicht.

  • @ jayjay:

    „Aus einem smarten, jungen, eloquenten
    Assistenztrainer muss nicht unbedingt ein guter Trainer mit voller Verantwortung werden, zumindest nicht bei seiner ersten Adresse. Es gibt da Beispiele die ähnlich gelagert sind. Henke, Slomka fallen mir in jüngster“

    mirko slomka? hallo, dass trifft null zu. er hat so4 in die championsleauge gebracht…und dort sehr gute arbeit gemacht. henke dàccord aber neicht slomka.

  • wer so erbärmlich spielt aber trotzdem punkte auf dem konto hat…der muss den blick nach oben richten. wir brauchen einen lauf… und möglichst viele punkte bis zur winterpause. dann muss geschufftet werden…und die rückrunde mit offenem visier in angriff genommen werden.

  • Zitat von Günter Koch nach dem Spiel gegen Freiburg und den damaligen Abstieg in die 2. Liga: Ade, liebe Freunde, es ist nicht zu fassen, was der Club seinen Fans, seinen Anhängern und seinem treuen Publikum zumutet. Der Club verliert 1:2 und er hat wenig Haltung bewiesen. Erst in den Schlußminuten hat er gekämpft. Lieber Clubberer, das musste nicht seien. Diese Zitat passt genau zu dem Spiel gegen den FSV Frankfurt. Auch einen Tag nach den Spiel ist man immer noch zutiefst enttäuscht. Dann muß ich aber von Herrn Schneider (Club-Vizepräsident)lesen: die Trainerfrage stellt sich nicht. Wir halten am Gespann Oenning und Hermann fest, weil wir von Ihren Qualitäten überzeugt sind. Na dann Gute Nacht Club. Ich weiß nicht von welchen Qualitäten Herr Schneider überzeugt ist, wahrscheinlich jedes Spiel schön zu reden. Oenning hat in der Zeit als Club-Trainer nichts aber auch garnichts bewegt.

  • Spätestens seit gestern sollte jedem klar sein: Vom Leistungsniveau einer Profimannschaft sind diese Lullis so weit entfernt wie eine Amöbe vom Titel des Weltmeisters im Schach.

    Da führen Debatten um Taktik, Aufstellung, erfolgte oder nicht erfolgte Auswechslungen durch den Trainer und Hinweise auf die angebliche Stärke des Gegners nicht weiter (nicht böse gemeinter Hinweis an manu: der FSV Frankfurt steht am letzten Tabellenplatz!!).

    Wenn die Mannschaft nicht endlich das tut, was man „sich steigern“ nennt, steigt sie ab. Die Konsequenzen hat Alexander aufgezeigt. Es kann in dieser Saison nur darum gehen, den Abstieg zu verhindern. Wer am heutigen Tag an mehr denkt, verkennt die Realität. Dieses Verkennen der Realität kennen wir von der letzten Saison und wohin dieses Verkennen geführt hat, sehen wir heute.

    Was jetzt zu tun ist, weiß ich nicht. Da hab‘ ich im Moment keine klare Idee, aber ich bin gespannt, (ob) was passiert…

    Wir können als Fans nur hoffen, dass der Club, gleich wie, den Klassenerhalt schafft und dass in der nächsten Saison ein Neuaufbau in Angriff genommen werden kann.

    Eine Befürchtung habe ich noch: Ich befürchte, dass selbst im Falle des Klassenerhalts die finanzielle Situation brenzlig sein könnte, weil möglicherweise im Etat einkalkuliert ist, dass der Club in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga spielt. Ich hoffe, dass diese Befürchtung grundlos ist.

    Und noch ein Hinweis an die Spieler: Auch in der zweiten Liga wird Profifußball gespielt. Ich habe gestern – aber auch schon vorher – im Club-Trikot keine Profis gesehen, sondern Amöben…

  • anstatt das spiel anzusehen bin ich gestern essen gegangen, ich habe beschlossen dass diese flachzangen meine gemütslage nicht länger belasten werden. langt schon wenn ich überall ausgelacht werde.
    man hatte sich nach etlichen fahrstuhl-jahren scheinbar in liga 1 etabliert, die hütte war voll, familien sind wieder gekommen, väter sind stolz wie oskar mit ihrem sohn aus dem stadion marschiert.
    davon sind wir wieder mal meilenweit entfernt. werden wir jemals ein normaler verein???

  • Der Mannschaft wurde viel zu lange vertraut und zugetraut, dass sie Qualitaet hat. Aber den Fehler hat nicht nur das Praesidium gemacht, sondern auch die Fans. Ich erinnere an die Aktion http://www.pinola-muss-bleiben.de oder an den Mintal-Kult usw. Diese Spieler haben sich als charakterlose Gehaltsbezieher entpuppt.
    Der Club ist das derzeit schlechtestet Team der 2.Liga. Das Problem ist, dass man die Mannschaft nicht mit Ergaenzungsspielern in der Winterpause verstaerken kann, da diese Mannschaft, wobei Mannschaft nicht das richtige Wort ist, nicht ergaenzt werden kann sondern komplett ausgetauscht werden muss.

  • Der ganz grosse Fehler war, dass sowohl Praesidium und Fans immer an die Qualitaet der Mannschaft geglaubt haben. Deshalb hat man es lange mit HM weiterversucht, ging mit TvH trotz Abstieg in die 2.Liga und machte MO zum Cheftrainer. Immer glaubte man, die Mannschaft ist gut und der Erfolgt muss sich wieder von alleine einstellen. Ein folgenschwerer Fehler. Die Pestbeule beim Club ist die Mannschaft. Auch ein HM waere abgestiegen, denn aus diesem Haufen kann keiner etwas herausholen. Im nachhinein muss man sich auch eingestehen, dass man TvH zum Teil Unrecht tat, indem man sich immer auf die Seite der Mannschaft stellte und TvH die Schuld am Misserfolg gab. Das Trainer ohne Erfahung auch Erfolg haben koennen, hier wird immer wieder das Beispiel Slomka angefuehrt, ist vollkommen richtig. Aber nicht mit diesem Haufen der sich Club-Team nennt. MO hatte und hat nicht die geringste Chance auf eine Kehrt wende.
    Auch der Ausfall von Wolf kann keine Entschuldigung sein. Wenn man eine katastrophale Hintermannschaft zusammenstellt, die ihre Anfaenge bei HM hat und schlecht ergaenzt wurde, kann man nicht erwarten, dass ein Mann allein dies alles gutmachen kann.

  • Ich glaube auch nicht, dass es am Trainer liegt. Gut er hat den einen oder anderen Fehler gemacht aber das Drama ging doch schon bei HM an. Wer hätte nach dem Pokalsieg, den Bundesligaerfolgen und der Teilnahme am UEFA-Cup mit einem Abstieg gerechnet! Meines Erachtens sind die Spieler gefordert. Das sind i. d. R. erfahrene Spieler die einfach viel mehr Einsatz für den Club zeigen müssen. Warum das nicht fkt. weiß ich leider auch nicht. Ich denke, es wäre an der Zeit einige Spieler zu suspendieren und einen Neuanfang mit jungen und hungrigen Spielern aus der II. und der Jugend (a la Heinz Höher in den 80iger Jahren)zu versuchen. Schlimmer wie jetzt kann es doch nicht mehr werden!

  • Clubfan2006, du sagst die Spieler sind jetzt gefordert. Sagen wir das nicht alle schon seit einem Jahr? Von diesen Spielern kann man nichts mehr forder, ausser dass sie ihre Tasche packen und verschwinden.

    Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber man darf gar nicht daran denken, dass man fuer den einen oder anderen dieser Versager vor der Saison noch ein huebsches Suemmchen haette kriegen koennen. Stattdessen hat man die Versager zu fuerstlichen Gehaeltern gehalten. Aber wie gesagt, man hat viel zu lange an die Qualitaet dieser Personan geglaubt. In Wahrheit sind sie jedoch noch nicht einmal zweitligareif, sondern eine Schande fuer jeden Amateurfussballer, der jeden Sonntag Laufbereitschaft und Kampf bietet.

  • @Horst

    In Eintrag 26 schreibst Du: „Im Nachhinein ist man immer schlauer.“ Absolute Zustimmung!

    In Eintrag 24 schreibst Du: „Der ganz grosse Fehler war, dass sowohl Praesidium und Fans immer an die Qualitaet der Mannschaft geglaubt haben.“ Das klingt so, als hätten die Fans schon vor Beginn der Saison 07/08 (also nach dem Pokalsieg und dem Erreichen des UEFA-Cups) wissen müssen, dass der Club absteigt. Und es klingt so, als würdest Du den Fans vorwerfen, dass sie das nicht schon damals gewusst haben. Meine Frage an Dich: Hast Du das schon damals gewusst?

    In Eintrag 23 schreibst Du mit Bezug auf Pinola und Mintal, deren Bleiben die Fans forderten: „Diese Spieler haben sich als charakterlose Gehaltsbezieher entpuppt.“ Meine Frage an Dich: Wusstest Du VORHER schon, dass sich diese Spieler NACHHER als „charakterlose Gehaltsbezieher“ erweisen würden. (Nebenbei möchte ich darauf hinweisen, dass diese Spieler ja auch mal von Trainern mit Bundesligalizenz nicht unbedingt als Stümper betrachtet wurden.)

    In Eintrag 24 schreibst Du: „Im nachhinein muss man sich auch eingestehen, dass man TvH zum Teil Unrecht tat, indem man sich immer auf die Seite der Mannschaft stellte und TvH die Schuld am Misserfolg gab.“ Das kann ich unterschreiben.

    Gruß
    belschanov

    P.S.: Antwort wäre nett…

  • @Horst Beitrag 26: ich stimme Dir in allen Punkten dieses Beitrages zu. Der Niedergang des Club´s begann schon nach den Pokalsieg 2007
    unter HM. Spieler wie Blazek, Benko, Jacobsen,Kennedy, Koller allesamt Fehleinkäufe Leute wie Beauchchamp und Kristiansen wurden gehalten und Spieler wie Gresko, Polak und Paulus mussten gehen. Ein Stürmer wie Schroth konnte nicht ersetzt werden. Was die Einkaufstour von TvH, Bader und Oenning uns diese Saison beschert hat, haben wir gestern abend wieder gesehen. Wie sehr uns Galasek fehlt sieht man eigentlich in jedem Spiel. Aber etwas positives habe ich in dem Spiel gegen den FSV Frankfurt doch noch gesehen, nämlich die Rote Karte gegen Concalves. Ich hoffe sie sperren diesen Anti-Fußballer 5 Wochen.

  • Nein belschanov, das wusste ich nicht vorher. Das habe ich auch nicht gesagt. Mit der Aussage -im nachhinein ist man immer schlauer- habe ich gemeint, dass wir alle uns getaescht haben, Praesidium, Fans und auch ich. Ich habe diese Entwicklung genausowenig wie alle anderen vorher gewusst.

    Und was die Spieler frueher waren, ist heute uninteressant. Heute sind sie chrakterlose Gehaltsbezieher ohnen jeden Anstand und ohne jeden Bezug zum Club. Sie sind es nicht wert unser Trikot zu tragen. Das ist heute so und schon seit ueber einem Jahr so. Aber erst heute sind wir alle aufgewacht.

  • Stimmt Harald, an einen derart schlechten Spieler, der einen Freifahrtschein fuer jedes Spiel hat, hat es beim Club solange ich zurueckdenken kann noch nicht gegeben. Eine Schande so einen Mann zu verpflichten und jede Woche spielen zu lassen. Sind die Verantwortlichen blind?

  • @Horst

    Na, dann sind wir uns ja mal einig, auch darüber, dass es heute uninterssant ist, was die Spieler früher waren.

    Was mich schon während der Vorbereitungsphase maßlos geärgert hat, war, dass bei vielen als Schlüsselspielern gedachten Spielern nicht eindeutig feststand, ob sie überhaupt beim Club bleiben. Das ganze Hick-Hack zog sich ja sogar bis in die Saison hinein. Unter solchen Vorraussetzungen kann keine vernünftige Saisonvorbereitung durchgezogen werden, egal wie der Trainer heißt.

    Aber das ist alles Vergangenheit. Jetzt steckt die Karre im Dreck und ich habe keine Idee, wie sie rausgezogen werden könnte. Mit dieser Lulli-Truppe kann es nicht weitergehen, aber mangels Alternativen muss es mit ihr weitergehen. Und wenn’s in die 3. Liga geht, ist der Verein auch finanziell da, wo die Mannschaft sportlich ist: „ganz unten, ganz hinten, am A…“ (Stefan Remmler)

  • warten wir das derby (fürth)und die derbys (ingolstadt und 60)ab. wenn dort auch so leidenschaftslos gespielt wir, dann sollten köpfe rollen. hier meine ich spielerköpfe.

    würden wir mal zwei spiele hintereinander gewinnen…dann würde alles ganz anders aussehen. pauli hat in der engl. woche neun punkte geholt. ich schreibe unseren und meinen glubb nicht ab. in der 2 liga geht alles zügig voran. habe das jetzt schon mehrfach betont.

    leider fehlt uns auch momentan bzw seit 15 monaten das glück. hätte harry das ding in der ersten halbzeit gemacht oder barletta hätte eiglers pfund nich noch abgefälscht, dann wäre gegen den fsv alles ok gewesen.

    auch in koblenz war das der fall.

    die truppe spielt erbärmlich. aber von heute auf morgen können wir auch keinen kabinettfußball und zaubereien erwarten. klasse ist nicht ersetzt worden (zwetschge).
    zauberfußball erwarten wir ja auch nicht.die realität heißt 2 bl.

    einsatz und leidenschaft erwarte ich jedoch schon. das fehlt und da sind wir uns alle einig. wir würden uns ja nicht so aufregen, wenn die amateure alles geben würden. aber es wirkt alles lustlos, krampfhaft und lethargisch. dan muss der trainer dran arbeiten und wenn er nur noch 11 marohs aufstellt.

    ansatzweise haben sie es dann ab der 75 min gegen den fsv auch versucht. das sollte hier auch mal erwähnt werden. aber das glück ist halt einfach weg.

  • die bilanz von oenning ist scheiße…ganz klar. bis zur winterpause sollte er aber arbeuten und dann kann man evtl mit einem anderen trainer die vorbereitung angehen. eine entlassung wie bei meyer…nach der kompletten vorbereitung…das passiert nicht mal mb mehr…

  • ich habe mir heute mal den Spaß gemacht und diverse Zeitungsberichte gelesen. Ich wollte einfach mal wissen, ob nur ich das gesehen hab, oder ob auch andere „objektive“ Quellen das Desaster bestätigen. Meine Erwartungen wurden sogar weit übertroffen. Noch nie habe ich gelesen, dass eine Mannschaft so verrissen wurde. Ich kann mir nur beim besten Willen nicht vorstellen, dass man bei einer derartigen öffentlichen Meinung noch länger an den Verantwortlichen festhalten kann und sollte.
    Vor der Entlassungswelle sollte man aber noch die aktuelle Besetzung sammt Trainer in die Regionalliga stecken und die Truppe dort nochmal unter die Räder kommen lassen…

  • Leider kann man einige Stümper nicht in der U23 einsetzen. Da gibt es Auflagen. EU/Nicht EU und das Alter. Exakt kann ich es aber nicht sagen. Wir in Frankfurt wollten unseren Caio in der 2. Mannschaft etwas abspecken lassen. Ging aber nicht.

  • Nur kurz zur Info für alle, die sich seit Wochen fragen wo eigentlich Pascal Bieler versteckt wird.

    ich hab mir heut die Amateure in meiner Wahlheimat Freiburg (ganz schwacher Kick) und muss leider Gottes konstatieren: Bieler spielt z Recht bei den Amas, ganz, ganz schwach was er da heut gezeigt hat.

    Null Impulse nach vorne, über seine linke Seite fielen die Tore. In der Form ist auch ein unterirdischer Pinola noch besser….

    Bitter, immerhin als Pinola-backup und U-21 Spieler geholt.

    Fazit: Auch von den anderen hat sich keiner aufgedrängt, soviel zum Thema „Amateure sollens richten“. Ist leider nicht….

  • Die Verantwortlichen beim Club sollten sich mal hinterfragen – ich habe Glauber, Beauchamp oder auch Abardanado nie so schlcht gesehen als die neue Perle Goncalves. Mit Glauber und Beauchamp in der IV hätten wir mit Sicherheit 10 Gegentore weniger.
    Im devensiven Mittelfeld ist gar nichts – ist wohl die wichtigste Position im modernen Fußball – Offensiv leider auch Fehlanzeige – Masma wäre vielleicht einer, wenn er zentraler spielen würde.
    Vorne sieht es zwar auch nicht gut aus – alles ähnliche Spielertypen – aber wenn in der Devensive der Spielaufbau nicht vorhanden ist, dann nützen auch die besten Stürmer nichts !!!
    Ich sehe kein Konzept, keine klare Aufgaben –
    Liebe Clubverantwortlichen ihr habt eure Hausaufgaben nicht gemacht !!!!!!!!!!

  • Richtig Christian. Und damit schreibe ich es jetzt zum letzten MaL: Wenn ein Co-Trainer schon mitverantwortlich war beim Abstieg, dann sollte man ihn nicht noch zum Cheftrainer befördern!!! Auch wenn er nicht so hohe finazielle Ansprüche stellt. Man kann auch einen Verein kaputtsparen! Und dann…Dann ist beim Ausbleiben des sportlichen Erfolges rasch auch die finanzielle Krise da!

  • @ christian:

    glauber war das letzte jahr ein schatten seiner selbst. ihn hat man zurecht nicht verlängert.
    beauchamp hätte ich auch gehalten. wenn man bedenkt, dass goncalves für eine hohe leihgebühr plus kaufoption kam und ein mitreski nachgeholt wurde. schön wäre es, wenn es der cottbuser mitreski, der jetzt suspendiert wurde, gewesen wäre. es ist aber alexander mitreski…

    der abgang glaubers hat sicher auch pinola fertig gemacht. die beiden waren ja wie brüder…hier liegt evtl pinos psychose.also hast du evtl doch recht. aber man kann nicht einen halten, der kaum was bringt, nur damit der andere leistung zeigt.

  • die sollen alle weg!!1 diese versager!! […]

    [edited by admin: Nicht mal in Wut oder „nicht ernstgemeint“ ist ‚alles‘ erlaubt]

  • weil ich grad was von mitreski gelesen hab.. wieso bitte wird für den verletzten wolf ein mann geholt, der nach einem spiel mit bandscheibenvorfall flach liegt. da trifft unvermögen mal wieder auf unglück. typisch für den club in den letzten 18 monaten.

    http://tinyurl.com/6rdh9r [edit by admin: Bitte keine direkten Links zu ‚dieser‘ Quelle]

    wenn es stimmen sollte was die bild schreibt, dann ist das ein weiteres kleines detail, das für mich den charakter der mannschaft widerspiegelt: da wird erst vergessen (!) einen spieler zum mannschaftsabend einzuladen (mitreski) und dann ist dieser beleidigt und bockt und hat keine lust mehr auf seine reha termine und überhaupt.
    oh mann da lang ich mir an den kopf.

  • Leider – leider – leider: ich stimme Dir Alexander (und den meisten anderen Kommentatoren hier) im meisten zu, denn die Darbietung gegen Frankfurt hat auch mich fassungs- und sprachlos gelassen. Jetzt – mit etwas Abstand… – will sie mir immer noch nicht weniger bedenklich erscheinen. Denn man muss in Betracht ziehen, dass diese „Darbietung“ erfolgte, nachdem Bader während der Woche öffentlich Druck auf die Mannschaft ausgeübt hatte. Als Antwort dann so eine Leistung – (k)ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Einige Gedankensplitter:
    – Grundsätzlich erinnert mich die jetztige Zeit frappierend an den Anfang der Zeit Heinz Höhers: man war in die Zweite abgestiegen, hatte „Leistungsträger“ gehalten und war vom Wiederaufstieg als unabweislich kommen Müssendem mehr oder weniger überzeugt. Daraufhin dümpelte man in der zweiten Liga so vor sich hin. Schließlich sorgte die berühmte „Spielerrevolte“ dafür, dass sich der Club von den Hoffnungs- und „Leistungsträgern“ trennte und mit einer jungen, im Nachhinein zu Recht gerühmten und gepriesenen Mannschaft aufstieg. Den Anfang machte damals gleich eine Niederlage: aber was für eine. Das Herz der Fans war gewonnnen – in einem Moment, in dem man wieder Fußball als Spiel mit dem Willen zu Offensive und Tor auf dem Platze SAH und kein Mensch mehr das Wort Aufstieg in den Mund nahm. Mir erscheint derzeit, wie gesagt, manches geradezu matrixmäßig als Dejavu.
    Aber ich gebe zu bedenken, auch wenn Alexander ja recht hat, wenn er zuvörderst Mannschaft und sonstige Verantwortliche in die Pflicht nimmt:
    – selbst ein starker, erfahrener und fachlich anerkannter Trainer wie Heinz Höher KONNTE ES NICHT WAGEN, verdiente Spieler VOR der berühmten „Spielerrevolution“ auf die Bank und durch Eckstein und Konsorten zu ersetzen. Erst die Spieler selbst haben dies ermöglicht und das nicht durch ihre Woche für Woche mehr als mäßigen Leistungen, sondern durch ihre Angestelltenrevolte, die dann den Präsidenten ohne Wenn und Aber zum Trainer stehen ließ. Deshalb: man unterschätze nie des (wankelmütigen) Volkes Stimme und Macht. Was im übrigen schon die römischen Cäsaren wussten, die ja turmhoch über dem Publikum ihrer Arenen thronten, es aber dennoch nicht wagen konnten, dessen Meinung zu ignorieren. Und die ist, wie gesagt, recht schwankend. Zwei duselig gewonnene Spiele und wir könnten immer noch nicht Frankfurt, Koblenz oder sonstwen spielerisch bezwingen, aber diese Diskussion hätten wir, da lehne ich mich aus dem Fenster, nicht. Aber begreifen wir es mal als Chance, dass wir sie haben.
    – in Bezug auf den oft geforderten „Leader“ – ich habe mich ja schon ab und an als Fan von Galasek bekannt, der m. E. selbst in seinen schlechtesten Zeiten sowohl als Mensch als vor allem auch als Spieler noch eine Bereicherung für eine Mannschaft in derzeitigem Zustand wäre. Aber zugleich muss man ganz nüchtern feststellen: keine Führungsfigur, deren Nimbus, seien es Wolf, Galasek, Pinola, Mintal o. ä. vor dem Abstieg noch wesentlich unangekratzter war als heute, hat denselben – geschweige denn vom weiteren Niedergang seitdem – aufhalten können. Aber auch hier ist vielleicht auch mal in eine andere Richtung zu denken: es gibt nämlich die – man muss ja immer einen Prominenten als Kronzeugen bringen, also erwähne ich Rangnick – andere Meinung, dass man durchaus die eine Führungsfigur nicht (mehr) braucht, im Gegenteil: mir scheint es im modernen Fußball die Tendenz zu geben, dass man die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und das scheint mir auch deshalb ein interessanter und logischer Ansatz zu sein, da man von jeder Position irgendwie sagen kann, sie sei zu weit von einem bestimmten anderen Mannschaftsteil entfernt. Also: weg von der, sich auch schon eine Zeit lang hinziehenden Alibiveranstaltung: wir können nicht, weil Schäfer weg, Wolf verletzt, XY gesperrt usw. usf. Damit macht man es den elf auf dem Platz Stehenden zu leicht.
    – Aber all das ist noch nicht die Hauptsache. Angesichts des diverse Personal- und Ligawechsel überlebenden, langfristigen Abwärtstrends, muss man nämlich die Frage stellen: haben wir eine Tiefen-, eine strukturelle Krise beim Club? Sollten wir diese Frage mit Ja beantworten müssen, dann heißt das meines Erachtens, dass wir uns auf einen langen Weg einstellen müssen, der unsere Leidensfähigkeit auf die eine oder andere Probe stellen wird, auch wenn ich dieses mistige Wort nicht mehr hören kann, denn auch als Clubfan kann ich mit einem erfolgreichen FCN ganz gut leben. Aber eine über Jahre hinweg aufgebaute Krise wird man nicht über Nacht los – genauso wenig wie 30 Kilo angefressenes Übergewicht, zu dessen dauerhafter Behebung nicht mal ein chirurgischer Eingriff was beiträgt. Wie komme ich dazu? Nun: mir scheint, und das, das konzediere ich gern, klingt im Moment wie Hohn, aber mir scheint dennoch, dass die Verantwortlichen alles lehrbuchgemäß, das heißt, nach der geforderten und reinen Lehre „richtig“ gemacht haben:
    – man hat den Verein finanziell saniert
    – man hat die von Volkes Stimme vehement geforderten Leistungsträger gehalten (ja, auch ich habe auf einer deutschlandweit berühmten Webseite unterschrieben)
    – man hat neue, jüngere Leute mit fränkischen Wurzeln (zurück)geholt
    – man hat alte Leistungsträger (zurück-)geholt
    – man hat Investitionen in die Mannschaft nicht gescheut, um um den Aufstieg mitspielen zu können – aber dann hat, das ist die Tragik, das Geld für die Investitionen in den Unterbau und die Strukturen dortselbst gefehlt
    – man hat versucht, Spieler so teuer wie möglich zu verkaufen
    – man hat die Ruhe bewahrt und versucht, eben nicht in das alte Clubmuster – ex und hopp, Trainer fort – zu verfallen
    – man hat als Trainer nicht medial gehypte Schaumschläger geholt, sondern Leute, die als fachlich anerkannt und/oder seriös galten
    – man hat an wesentliche Positionen im Verein verdiente ehemalige Spieler gesetzt.
    Ich betone also nochmal: all das hat man gemacht, all das soll man, dem inexistenten Handbuch der Krise bei Traditionsvereinen zufolge auch machen, all das ist auch machbar. Lügen wir uns aber doch nicht in die eigene Tasche: Tabula rasa ist, gerade bei einem Traditionsverein, in der Regel eben nicht machbar, auch wenn das gebetsmühlenhaft gefordert wird – hinterher. Hätte, könnte, sollte…
    Was mich bedenklicher stimmt als die aktuelle Leistung: wo sind die Spieler aus dem eigenen Unterbau, die sich nun aufdrängen. Club II spielt ja, der Tabelle nach, gar nicht so schlecht, Müller gilt unter Trainerkollegen aus derselben Liga als fähig und anerkannt – aber wo sind die Spieler, die da nachdrängen? Wenn man der Presse im übrigen glauben darf, spielt der Club II eher trotz der Anleihen aus dem Profikader ganz ordentlich, nicht wegen.
    Fazit: wir haben eine Krise in einer Mannschaft, in der kaum Laufwege stimmen, die durchaus vorhandenen Ideen des einzelnen von anderen fast nie erkannt und zum Erfolg geführt werden, in der mithin inzwischen auch nicht mal mehr der Einsatz stimmt. Wir haben eine Krise in der Taktik: man spielt nun unter drei Trainern Ab-durch-die-Mitte-möglichst-hoch. Ergebnis bekannt. Wir haben eine Ergebniskrise. Wir haben vielleicht auch eine Krise beim Personal. Aber wir müssen uns meiner Meinung nach endlich die Frage stellen, ob die Krise nicht tiefer geht, als wir uns das bisher vorstellen mochten. Wenn das so sein sollte, dann ist es mit ein paar erneuten personellen Auswechslungen, ein paar taktischen Änderungen nicht getan. Dann muss man gründlich analysieren und, wo nötig, ganz neu aufbauen. Vor allem darf man nicht kurzfristig nötige mit langfristig nötigen Maßnahmen verwechseln. Und man wird Geduld haben müssen. Viel Geduld. Aber einen anderen, langfristig erfolgreichen Weg, sehe ich nicht. Und auch die Erfolgschancen desselben sind nicht 100prozentig ausgemacht angesichts des Kampfs um Talente im heutigen Profifußball und des weltweit nach wie vor begrenzten Angebots.

    P.S. Aber vielleicht haben wir auch gar keine Strukturkrise, hauen den MO, Charisteas und/oder Engelhardt raus, um nur die meist Kritisierten zu nennen (jeder hat ja seine geheime Transferliste), ach ja, Bader und Roth auch gleich mit, und dann spielen wir wieder wundervollen und erfolgreichen Fußball. Kann ja auch sein.

  • Nächste Woche in Ingoldstadt,die heute eine prima Leistung mit vielen Ideen und kämpferischen Fußball zeigten, die nächste Niederlage?. Wenn nicht die Mannschaft zusammenhält, kämpft dann der Club um den Abstieg.

  • Zu Hörnla: Alles richtig und zutreffend formuliert. An Deinem Beitrag stört mich nur der zynische Unterton in P.S.Dazu will ich Dir meine ganz persönliche Meinung mitteilen: Wenn sich die Spieler erlauben vor 38.000 Zuschauern , vor allem jungen Menschen, so auf zu treten, wie am vergangenen Freitag, dann haben sie keinen Charakter. Und ich will noch eines hin zu fügen. Wenn die Vereinsführung, einschließlich des Trainerkollektives dies nicht vehement rügt, dann gehören die auch weg!Das hat nichts, aber absolut nichts mehr mit Fussball zu tun. Auch der Sport hat Erziehungsfunktion. M.A. Roth will nun erst das Spiel in Ingolstadt abwarten und dann in einer Präsidiumssitzung ein Fazit ziehen…Dieses Verhalten des Präsidenten kommt zu spät. Das ist meine Meinung als ehemaliger Spieler in einem mittelmäßigen Club und ich spreche aus meiner 30 .jährigen Erfahrung als Spieler und Funktionär.

  • @ dragotoschi
    Danke für Deinen Kommentar; der kurz, gut und knapp Dinge anreißt, die der extra Diskussion wert wären (Charakter (den man inzwischen ja sogar in der Wirtschaft wieder entdeckt), Funktion des Fußballs heute u. a.). In Bezug auf das P.S: Nochmaliges Nachdenken bringt mich, leider nach Erlöschen der Edit-Funktion :-), dazu, das auch eher kritisch zu sehen. Man möge mir den in der Tat vorhandenen Zynismus als Ausfluss des Schmerzes, hervorgerufen durch die derzeitige Situation, durchgehen lassen.

  • @Hörnla

    Die Parallele zu 1984 habe ich auch schon gezogen, besonders weil es ja in dieser Saison „a glaans Rewöldla“ gegeben hat, die zur Entlassung von von Heesen geführt hat. Vielleicht hätte man statt den Trainer ein paar Spieler rausschmeißen sollen. Wenn es stimmt, dass Mintal den Rauswurf des Trainers gefordert hat und gedroht hat, anderenfalls nach Wolfsburg zu gehen, spricht das Bände über den Charakter eines Spielers, den ich eigentlich als Person sehr schätze.

    Andererseits stellt sich Frage, ob es aus sportlicher Sicht sinnvoll gewesen wäre, die Platzhirsche rauszuschmeißen. Es gibt ja keine adäquaten Alternativen im Kader (meine jedenfalls ich), und das ist der Unterschied zu 1984. Angeblich hat Höher damals den Aufstand der alten Platzhirsche bewusst provoziert, um nicht mehr mit ihnen arbeiten zu müssen. Er habe angeblich gesehen, dass die Alten die jungen „Perspektivspieler“ in ihrer Spielfreude blockierten. Damals gab es Perspektivspieler zuhauf: Stefan Reuter, Roland Grahammer, Hansi Dorfner, Dieter Eckstein, Rainer Geyer, Günter Güttler. Da quillt mir heute noch das Club-Herz über vor Begeisterung, wenn ich an diese Spieler – besonders an den Eckes – denke. Solche jungen Spieler, die sich – zumindest zum damaligen Zeitpunkt – 100%-ig mit dem Club identifizierten und die eine verschworene Gemeinschaft bildeten sehe ich heute nicht. (Sieht vielleicht von Euch jemand welche, schön wär’s?)

    IDENTIFIKATION, VERSCHWORENE GEMEINSCHAFT – das sind die Schlüsselwörter für Erfolg im Mannschaftssport. Und genau diese Einstellung fehlt der jetzigen Club-Mannschaft. Das Fehlen der Leidenschaft, sich für den Verein, für die Mannschaft mit den rot-schwarzen Trikots zu zerreißen, ist für mich die Hauptursache (ich sage HAUPTursache) für den seit August 2007 zu verzeichnenden Niedergang.

    Wahrscheinlich wird Oenning jetzt auch alte Zöpfe abschneiden. Die Frage ist für mich nur, wer die ausgemusterten Spieler ersetzen soll.

    Das ist der Unterschied zwischen dem FCN im (tristen) Herbst 2008 und dem (goldenen) Herbst 1984.

    Man sieht: Ich beschreibe schon wieder lamentierend die Gegenwart. Einen konstruktiven Plan habe ich nicht. Wer hat einen?

  • Noch ein Nachtrag:

    Wenn man bedenkt, dass Oenning der Wunschtrainer der Mannschaft war, ist das, was sie auf dem Platz abliefert, eine Frechheit, für die ich keine Worte finde. Am Freitag hatte man ja fast den Eindruck, als würden die gegen den Trainer spielen. Oder sind die Spieler wirklich so brutal limitiert? Ich kann nicht glauben, dass die nicht besser spielen können als am Freitag und in den Spielen davor. (Aber vielleicht will ich es ja auch nicht glauben.)

  • Im DSF fiel heute morgen eine schlaue Bemerkung. Da hieß es sinngemäß, wenn ein Trainer entlassen wird, weil er erfolglos war, wie soll dann der Co-Trainer, der für den Misserfolg ja EBENSO verantwortlich war, ein vernünftiges Rezept haben?

    Nochmal der Satz in Club-Übersetzung:
    Wenn ein Trainer (TvH) entlassen wird, weil er erfolglos war, wie soll dann der Co-Trainer, der für den Misserfolg (Abstieg) ja EBENSO verantwortlich war (Oenning!!!), ein vernünftiges Rezept haben?

    Hat er nicht, hatte er nie, wird er nicht mehr haben!

    P.S.: Ich kann die Club-Spiele nur im Fernsehen verfolgen. Ich hoffe daher, dass das kleine Plakat „Mintal ist unantastbar“, das in den letzten Monaten so oft hoch gehalten wurde, inzwischen verschwunden ist. Es ist nämlich längst veraltet!!!

  • Ich bitte im Pressespiegel die Nürnberger AZ auf zu nehmen: „Club rasiert ,,,“

  • muß mal was loswerden, auch auf die gefahr, daß ich aus dem blog geworfen werde: die saison über hatte ich mir die sportschau mit interesse, aber ohne emotion angesehen. ist seit 2 wochen wieder anders. nein, ich bin nicht wirklich gladbach-fan geworden, aber ich freu mich einfach über deren trainer. und ich hab begonnen, mich mit den realitäten abzufinden. es ist fußball, es ist nicht mathematik! das spiel lebt vom glück und davon, daß eine mannschaft in all ihren teilen und bis der schiedsrichter abgepfiffen hat, hinten möglichst keine fehler macht und vorne irgendwann zum erfolg kommt. und es ist daß geheimnis des trainers und der führungsspieler, wie die elf spieler auf dem platz das hinbekommen. hm hatte nach seiner amtsübernahme damals offensichtlich das glückliche händchen gehabt, aus der insgesamt mittelmäßigen truppe nen erfolgreiches team zu machen. und das ging solange gut, wie das glück der tüchtigen beistand und alle im team bereit waren mitzuziehen und sich einzubringen. wir alle in der region waren stolz wie oskar. wißt ihr noch, wie die mannschaft häufig dem gegner ihr spiel aufgezwungen hat und wie „gegen den ball“ verteidigt wurde. und als alles so gut lief, waren einige in der truppe der meinung, das habe persönlich an ihnen und ihrer aura gelegen. es geriet in vergessenheit, daß man national für den erfolg arbeiten muß, auch wenn man ein team im internationalen spielgeschäft ist (das war offensichtlich noch ne herausforderung gewesen, für den erfolg zu arbeiten). der niedergang des club hat für mich seine ursache in der – irgendwie immer schon vorhandenen – überheblichkeit die so fast jede mannschaft im clubdress an den tag gelegt hatte. im glanz der langen vergangenheit und zuletzt im glanz des pokalsiegs und der internationen erfolge hatte man sich immer gern gesonnt und dabei vergessen, worauf der erfolg beruhte. so im nachhinein kann man es hm gar nicht hoch genug anrechnen, dass er es wenigstens für zwei jahre geschafft hatte, aus den spielern ein team zu machen und uns den glanz selbst mal erleben zu lassen. im moment haben wir 22 fußballschuhe auf dem platz, aber kein team. es ist eigentlich wie fast immer. es tut diesmal nur mehr weh als in früheren jahren, weil wir alle noch in erinnerung haben wie sich das anfühlt, wenn es mal anders ist…

  • hey… wieso kann ich den text jetzt nicht nochmal online korrigieren? da sind tippfehler drin.

  • Bei der Gelegenheit möchte ich doch noch mal auf die fehlende Benachrichtigung hinweisen. Nicht, dass das untergeht 🙂

  • …musste das alles erst mal sacken lassen, um mich nicht sofort in „Pessimist“ umbenennen zu müssen…
    @ Alexander: Ich bin doch ziemlich erschrocken, von Dir einen derart gefrusteten Artikel zu lesen. Mich würde interessieren, wie Du das jetzt mit etwas Abstand siehst. Gleichwohl muss ich Dir, so schmerzhaft es ist, beipflichten.

    @ Hörnla: Tolles Statement mit viel Wahrheit und Verstand, nach meiner Meinung. RESPEKT!

    Im Übrigen hat mir ein Arbeitskollege und Dauerkarten-Leidtragender bestätigt, dass es eignentlich tatsächlich von Spiel zu Spiel immer nur schlimmer wurde….

  • „Wenn man sich dazu die Positionen nach den statistischen Daten ansieht, wird einem ganz wirr im Kopf, wer da wo hinläuft und steht. “

    Du redest hier von statistischen Daten. Im Zusammenhang dieses Satzes mit den vorangegangenen Aussagen schließe ich daraus, dass es sich um Laufweganalysen handeln muss.
    Gibt es sowas tatsächlich öffentlich zugänglich? Wie kommst du an solche Daten? Würde mir sowas auch gerne mal ansehen.
    Oder ist hier die rede von deinen subjektiven Beobachtungen beim Spiel?

  • offenbar braucht der club in jedem jahrzehnt einen absoluten nullpunkt:
    besonders schlimm ist es dann alle zwanzig jahre:
    69, 82/83, und jetzt sind wir wieder mal dran.
    so konfus und planlos war es tatsächlich schon ewigkeiten nicht mehr. jeder denkende sieht nach zwei minuten, dass das nix wird; kein zug nach vorn, keine sicherheit hinten, null organisation in der mitte.
    einen schönredner als übungsleiter, der jetzt langsam anfängt mit wattebäuschen nach seinen bösen akteuren zu werfen.
    prost mahlzeit. mir reichts ebenso wie alexander…..

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