Informationen der Ultras Nürnberg zum Derby

Das Derby rückt immer näher und Heute gab es von den Ultras Nürnberg ein Informationsschreiben für den kommenen Sonntag. Wer als Clubfan plant sich am Sonntag nach Fürth zu begeben um sich das 253. Derby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg Live im Ronhof anzusehen, sollte sich diese Informationen bitte durchlesen.

An alle Fans des 1. FC Nürnberg:

Ein Spiel elektrisiert die Massen, am 10. Mai 2009 ist Derby-Zeit! Nach fünf Jahren Abstinenz bewegt sich die Nürnberger Anhängerschar wieder einmal Richtung Fürth um ihren Glubb im brisanten Nachbarschaftsduell zu unterstützen. Ein Sieg ist Pflicht im Rennen um den ersehnten Aufstieg des 1.FCN, dem die gesamte rot-schwarze Region entgegenfiebert!

Doch nicht nur auf dem Rasen und den Rängen gilt es am Sonntag die Oberhand zu gewinnen und zu verteidigen, auch auf der Straße ist es der kollektive Wille der Glubbfans, zu zeigen, dass in Franken einzig und allein der großartige 1. FC Nürnberg regiert! Diesem gemeinschaftlichen Wunsch folgend, hat sich ULTRAS NÜRNBERG 1994 in den vergangenen Wochen intensiv darum bemüht, am 10. Mai 2009 einen Marsch durch Fürth zu ermöglichen. Trotz der im Vorfeld erfolgten Verbotsankündigungen durch die Polizei sowie der beispiellosen Geschichtsverdrehung und Hetze in den Medien, konnte in Absprache mit den beteiligten Institutionen und Fangruppen ein gemeinsamer Fußweg zum Fürther Stadion durchgesetzt werden.

Auch wenn uns der Weg diesmal nicht durch die Fürther Innenstadt führen wird, es bleibt dabei: Der Marsch durch Fürth findet statt! Wieder werden sich tausende Glubberer hinter die Parole „ANTI FÜ“ stellen. Diese Parole ist schon heute mehr als ein Ausdruck der Rivalität, sondern ein Symbol für die generationenübergreifende Geschlossenheit der aktiven Nürnberger Fußballszene! Genau diese Geschlossenheit gilt es am Derby-Tag eindrucksvoll zu demonstrieren: Alle gemeinsam, niemals alleine!

Wir wollen euch auf diesem Weg einige Informationen zum Marsch zur Hand geben. Diese werden wir euch in aktualisierter Form auch am Sonntag noch einmal in Form von Infoflyern zukommen lassen. Bitte achtet auf die Flyer-Verteiler um die neuesten, wichtigsten Informationen zu bekommen!

Erster Treffpunkt Hauptbahnhof Nürnberg um 9:30 Uhr

Ab 9:30 Uhr wird sich der Nürnberger Tross mit U-Bahnen Richtung Stadthalle Fürth bewegen. Wir empfehlen, direkt in die U-Bahn-Passage Hauptbahnhof zu kommen. Die entsprechende U-Bahn-Linie nach Fürth ist die U1. Achtet bitte auch auf die Ansagen durch die Vorsänger von ULTRAS NÜRNBERG, die vor Ort sein werden, um eine reibungslose Anreise für alle zu ermöglichen.

Es werden zwei Sonder-U-Bahnen eingesetzt, die direkt zur Stadthalle Fürth fahren werden. Es ist zu erwarten, dass diese beiden U-Bahnen von der Kapazität nicht ausreichen und auch reguläre U-Bahnen genutzt werden müssen. Unterlasst bitte unnötiges Drängeln und Schubsen, da dies den U-Bahn-Verkehr nur verzögert. Es wird jeder rechtzeitig an der Stadthalle ankommen!

Zweiter Treffpunkt Stadthalle Fürth um 10:30 Uhr

Wer es nicht zum Hauptbahnhof Nürnberg schafft, soll sich direkt zur Stadthalle Fürth begeben. Dies betrifft vor allem Personen, die aus der Richtung Forchheim, Würzburg, etc anreisen. Für Zugfahrer, die am Fürther Bahnhof ankommen, wird es nach unserem Kenntnisstand keine Möglichkeit geben, zu Fuß zum Treffpunkt zu gelangen. Mit der U-Bahn kommt ihr jedoch direkt zur Stadthalle.

An der U-Bahn-Station Stadthalle werden sich die Nürnberger Fans bis zum Beginn des Marsches sammeln. An diesem Punkt werden auch Shuttle-Busse bereit stehen, die zum Ronhof fahren. Wir raten dringendst davon ab, diese zu benutzen! Wartet ab und beteiligt euch am gemeinsamen Fußweg zum Stadion!

Beginn des Marsches um 11 Uhr

Der geschlossene Gang zum Ronhof soll pünktlich und ohne große Verzögerungen erfolgen, schließlich soll jeder rechtzeitig ins Stadion gelangen. Stellt deshalb unbedingt sicher, dass ihr ohne Verspätung zum Treffpunkt kommt!

Polizei

Nach unseren Informationen werden am Sonntag weit über 1000 Beamte im Einsatz sein. Von normaler Bereitschaftspolizei über berittene Polizeistaffeln bis zum USK werden die staatlichen Repressionsorgane fast alles auffahren, was sie zu bieten haben! Erfahrungsgemäß ist bei Spielen wie dem Derby die Hemmschwelle bei der Polizei sehr niedrig angesetzt. Es ist also damit zu rechnen, dass die Polizei auch bei geringen Verfehlungen rasch, konsequent und brutal gegen Teilnehmer am Marsch vorgehen wird. Lasst euch deshalb nicht provozieren und bietet so wenig Angriffsflächen wie möglich!

Zwar wird es nie einen 100%-igen Schutz gegen willkürliche Übergriffe durch die Staatsmacht geben, das Ziel soll es aber sein, auch durch eigenes kluges Verhalten der Nürnberger Fans, den Marsch ohne Festnahmen über die Bühne zu bringen!

Alkohol

Der diesjährige Marsch soll nicht als ein Aufzug von torkelnden Besoffenen in die Annalen des 1. FC Nürnberg eingehen! Wenn ihr wirklich der Meinung seid, noch vor Beginn des Marsches Alkohol zu trinken, wird euch dies keiner verbieten können. Wir appellieren aber in aller Deutlichkeit an euch, den Alkoholgenuss vor dem Marsch soweit einzuschränken, dass ihr trotzdem noch absolut klar im Kopf seid! Uns ist bisher nicht bekannt, dass es ein Flaschen- oder Dosenverbot auf dem Fußweg geben wird, trotzdem bitten wir euch, auf die Mitnahme von alkoholischen Getränken zu verzichten! Wir sind uns sicher, dass keiner während des Marsches aufgrund von Durst umkippen wird, wenn er sich nicht mit diversen Bierflaschen eindeckt.

Zudem sind für die Personenkontrollen am Stadion starke Alkoholkontrollen angekündigt worden. D.h. jeder, der sichtbar alkoholisiert ist, riskiert, trotz gültiger Eintrittskarte nicht ins Stadion zu gelangen!

Kleiderordnung

Natürlich gibt es am Derby-Tag keine Kleiderordnung, jeder kann und soll das anziehen, was er mag. Wahrscheinlich wird aber ein großer Prozentsatz der Teilnehmer am Marsch ganz in schwarz gekleidet sein. Gerade deshalb rufen wir euch auf, euren Schal nicht zu vergessen! Schließlich geht es um unseren 1. FC Nürnberg und die rot-schwarzen Farben, dies sollten wir auch optisch zeigen. Außerdem braucht ihr euren Schal auch im Stadion!

Fotografieren

Ein Marsch macht wenig Sinn, wenn ständig diverse Hobbyfotografen an der Spitze rumspringen um verwackelte Bilder fürs Familienalbum zu machen! Es ist deshalb tunlichst zu unterlassen, sich zum Fotografieren vor den Marsch zu bewegen. ULTRAS NÜRNBERG 1994 wird während des Fußwegs selbst Fotografen im Einsatz haben, die qualitativ hochwertige Bilder einfangen werden. Diese kann sich im Nachhinein jeder auf den bekannten Internet-Homepages anschauen, runterladen und für private Zwecke nutzen.

Karten- und Personenkontrolle

Der Ronhof wird am Sonntag weiträumig mit einem so genannten Sicherheitsring abgeschirmt sein.

Gut 400 Meter vor dem Ronhof trifft der Marsch im Laubenweg auf die erste Kartenkontrolle. Ab diesem Punkt werden nur noch Glubbfans durchgelassen, die eine Karte für den regulären Gästebereich vorzeigen können. Es ist davon auszugehen, dass es ab diesem Punkt zu längeren Wartezeiten kommt.

Zirka 150 Meter nach der Kartenkontrolle erfolgt im Laubenweg noch eine Personenkontrolle, also Abtasten etc, wie man es normalerweise vom Stadioneingang gewöhnt ist. Dafür entfällt jedoch die Kontrolle direkt am Ronhof.

Bitte geht nach der Kartenkontrolle zügig weiter zur Personenkontrolle und haltet euch nicht unnötig im Pufferbereich auf, damit es zu keinen Verzögerungen kommt. Alle FCN-Fans sollen frühzeitig ins Stadion gehen können!

Beteiligung am Marsch mit Karte für den „Heimbereich“

Schätzungsweise 2000-3000 Nürnberger haben sich mit Eintrittskarten eingedeckt, die nicht über den offiziellen Gästekartenverkauf des 1. FC Nürnberg gelaufen sind. Diese Glubberer werden nicht durch die Kartenkontrolle am Laubenweg gelassen, sondern müssen das Stadion weiträumig umrunden um zu den Kontrollen für ihre Blöcke zu gelangen.

Wir bitten die betroffenen Rot-Schwarzen sich deshalb von vornherein nicht in die Kartenkontrollen am Laubenweg einzureihen, sondern sich ab diesem Punkt direkt weiter zur ihrer Kontrolle zu bewegen um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Beteiligung am Marsch ohne gültige Eintrittskarte

Alle 1.FCN-Fans, die sich auch ohne Eintrittskarte den Marsch durch Fürth nicht entgehen lassen wollen, haben leider ab dem Laubenweg keinerlei Möglichkeit näher ans Stadion zu gelangen. Es wird jedoch ab diesem Zeitpunkt problemlos möglich sein, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zurück nach Nürnberg zu gelangen um rechtzeitig an einer der zahlreichen Public-Viewing-Veranstaltungen teilzunehmen.

ULTRAS NÜRNBERG 1994 am 7. Mai 2009

Dies ist also offizielle Information der Ultras Nürnberg zum Derby am Sonntag. Wir von clubfans-united.de bitten alle Clubfans am Sonntag friedlich zu bleiben. Rivalität gehört zum Fussball, und das ist auch gut so, aber keine Gewalt und kein Hass. Wenn alles im Rahmen bleibt wird es ein tolles Spektakel bei dem der 1. FC Nürnberg hoffentlich siegreich vom Platz gehen wird.

10 Gedanken zu „Informationen der Ultras Nürnberg zum Derby

  • „…werden die staatlichen Repressionsorgane fast alles auffahren, was sie zu bieten haben! “

    Ein meiner Meinung nach doch leicht eindimensionales Bild der Ultras., welches ein genau so bescheuertes Schwarz-Weiss Bild dokumentiert wie manche Aussagen der Gegenseite a la „alle Fans sind Hooligans“.

    Und folgendes Zitat zeigt mir mal wieder ganz deutlich, warum mir die Ultras in dieser Beziehung langsam immer mehr auf den Sa.. gehen. Schön dass man die Clubfans wenigstens noch an ihrem roten Schal erkennen kann, wenn auch sonst Vereinsfarben mittlerweile unerwüscht sind (Sind ja wahrscheinlich auch Symbole des kapitalistischen Schweinesystems Kommerzfussball).

    „…Wahrscheinlich wird aber ein großer Prozentsatz der Teilnehmer am Marsch ganz in schwarz gekleidet sein. Gerade deshalb rufen wir euch auf, euren Schal nicht zu vergessen! Schließlich geht es um unseren 1. FC Nürnberg und die rot-schwarzen Farben, dies sollten wir auch optisch zeigen.“

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  • Gegen ein bisschen Frotzelei zwischen den Anhängern rivalisierender Vereine ist ja nichts einzuwenden, aber ein „ANTI FÜ“-Marsch durch Fürth zum Zwecke rot-schwarzer Machtdemonstration ist absoluter Schwachsinn.

    Es gäbe – gerade in der heutigen Zeit – weiß Gott andere Anlässe, um auf die Straße zu gehen.

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  • Zitat:
    „Schließlich geht es um unseren 1. FC Nürnberg und die rot-schwarzen Farben, dies sollten wir auch optisch zeigen“

    Ich halte mal für uns alle die Daumen, daß alle diese „Marschierer“ sich in FXXX (und vor allem während des Spiels) so benehmen, daß für unsern Glubb kein Schaden entsteht.
    Ich hab schon mal vor vielen Jahren erlebt, daß uns wegen eines Spielabbruchs (ausgelöst von sogenannten Fans) die Punkte flöten gingen. (Okay – beim Abbruch führten gerade die Kleeblätter, aber wir waren auf dem besten Weg das zu egalisieren 😉

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  • Erfreulich nüchterne, doch leider erst wenige Kommentare dazu auf dieser Seite.

    Wer von „staatlichen Repressionsorgane[n]“, und deren angeblich niedriger Hemmschwelle spricht, mal nen Sonntagnachmittag schwarzer Block spielen, und das unglaublich peinliche Provokationsspielchen mit dem „Marsch“ durch Fürth fortsetzen will, schadet dem großartigen FCN mehr als er nützt. (Nebenbei: Beachtet mal die Wortwahl! Kennt man auch von anderen „politischen“ Gruppierungen…)

    Mal ne Rauchbombe im Block – OK! Die ganze Nordkurve voll mit ANTI FÜ – OK! Aber das was sie jetzt wieder abziehen…Peinlich und lächerlich. Genau deswegen schafft es unsere Fanszene niemals auf ein tolerantes, landesweit respektiertes und beneidetes Niveau der St. Paulianer oder ein familiäres (a la: Die große Glubb-Familie!) Niveau a la Mainz. Schade….

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  • Zuallererst:

    Auch ich finde nicht immer großes Gefallen an allen Aktionen der Ultras. Nach dem großen Krach zwischen den Fan-Gruppierungen existieren inzwischen alle Gruppen friedlich nebeneinander, was für mich eine super Entwicklung darstellt welche sich auch aufgrund eines kommunikativen Annäherns der verschiedenen Anhänger entsprechend entwickeln konnte.

    Über Sinn und Zweck von solchen Märschen kann man sicher streiten, dennoch sollte man akzeptieren (vor allem wenn die Sache gut organisiert ohne größere Scharmützel in der Westvorstadt stattfindet) wenn unsere Ultras sich so ausdrücken wollen.

    Inzwischen sollte wirklich keiner der Club-Anhänger noch das Gefühl haben sich den Regeln und Ritualen der Ultras unterwerfen zu müssen, das fängt beim Liedgut im Stadion an (Evergreen-Stadiongesänge für alle, und zwischendurch neue und einfallsreiche Gesänge die hauptsächlich von den Ultras dargeboten werden) und beim Marsch durch Fürth muss schließlich auch niemand mitmachen.

    Zum Image der UN94:

    In der Vergangenheit haben sich einige arg daneben benommen, durch den Krach (im wahrsten Sinne des Wortes…) fand – soweit es für mich als Außenstehenden zu erkennen ist – eine Selbstreinigung statt.
    Man muss aber auch immer wieder sagen dass die Medien eine extreme Hetze betreiben. Ich bin desöfteren auch auf Auswärtsspielen (z.B. war ich auch in Frankfurt) und viele Sachen werden stark übertrieben dargestellt bzw. oft schlicht und einfach die Unwahrheit verbreitet.

    Mit der schwarzen Kostümierung kann ich zwar auch nix anfangen (bin halt auch schon in einem gesetzteren Alter 😀 ) aber da kommt mir dann immer in den Sinn wie man in seiner Jugend irgendeiner „Bewegung“ hinterhergerannt ist und die ältere Generation nur mit dem Kopf geschüttelt hat.

    Zeiten ändern sich und die Ultra-Bewegung hat nunmal Einzug gefunden in Deutschland und auch wenn der alteingesessene Stadiongänger weiterhin „nur“ die Evergreens mitsingt und mit bunter bzw. roterschwarzer Kleding ins Stadion marschiert – sogar er kann sich an den Choregraphien und Aktionen der Ultras erfreuen.

    Wenn man jung ist hat man das Bedürfnis sich etwas expliziter auszudrücken, und wenn damit die Liebe zu unerem Glubb untermauert wird und noch was fürs Auge geboten wird – dann sollen sie doch durch Fürth marschieren, etwas unbequem kann man schonmal auftreten wenn alles ohne schlimme Reibereien abläuft.

    Gerade zu einem solch wichtigen Spiel drückt so eine Aktion vielleicht ganz gut den Ernst der Lage aus.

    Noch etwas zur von Andreas angesprochenen Mainzer bzw. Pauli-Fanszene: dass man von diesen Gruppen weniger hört liegt einfach auch an der geringen Anzahl der Anhänger. Und was das tolerante Niveau von St.Pauli betrifft…die Straßenkämpfe in Hamburg gingen nicht nur von Hansa-Anhängern aus. Und die Mainzer sind auch keine Kinder von Traurigkeit…

    Übrigens mein erster Eintrag hier im Blog 😀

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  • Also ich hab da nicht so viel zu zu sagen, weil es nicht viel zu zu sagen gibt. Grundsätzlich sind solche Aktionen ja witzig und Ausdruck einer lebenden Szene und das mit dem Anti-Fü ist mal ganz witzig, aber wird auch bisschen überstrapaziert (finde eh, dass wir uns da viel zu viel mit denen beschäftigen, was kümmert uns ein Retortenverein aus einer Vorstadt?? 😉 ), also alles im grünen Bereich. Problem ist halt, dass man bei so Märschen immer komisches Gedankengut mitschleppt und manche meinen, sie könnten sich da profilieren und „Stimmung“ machen. Daher wird die Hauptaufgabe sein, solche Typen von vornherein zu isolieren. Mag sei, dass die Nerven der „Repressionsorgane“ da blank liegen, aber meine täten es da auch – daher „Null Toleranz gegen Gewalt“ (auch wenn es aus den eigenen Reihen kommt), dann wird alles gut.

    @oberfrangge … Willkommen!

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  • Ich bin da auch immer ein wenig hin- und hergerissen. Auf der einen Seite freue ich mich immer über eine kreative Fanszene, auf der anderen Seite mag ich keine Ideologien und auf das läuft es bei den Ultras gerne zu.

    Was bei Fangesängen, die nach hängender Schallplatte klingen und mit dem Spielverlauf fast nichts mehr zu tun haben beginnt und bei „Marschaufrufen“ in einer Wortwahl die an tausend Jahre denken läßt noch lange nicht endet.

    Egal das Derby steht vor der Tür und dieses mal geht es auch noch um sehr viel. Sicher entschieden ist nach dem Spieltag noch nichts, aber sollten wir gewinnen denke ich, dass die Westvorstadt raus ist aus dem Aufstiegsrennen.

    So langsam steigt jetzt schon das Fieber. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit das Spiel zu sehen, außer bei Premiere?

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  • Ich war nicht in Fürth, habe aber den Aufruf der Ultras auf dieser Seite lesen können. Meine aufkommenden Reflexe bei einigen der Begriffe unterdrückte ich, da ich zum einen viel zu wenig Ahnung von der Szene der Nürnberger Ultras habe, zum anderen einfach immer wieder hoffe, dass es in allen Bereichen, die mit meinem schon seit knapp vier Jahrzehnten geliebten Glubb zu tun haben, bitte NIEMALS mehr irgendetwas mit rechtem Gedankenschlecht zu tun haben könnte.

    Der Artikel in der SZ allerdings spricht Bände, und mir wird speiübel. Ich finde es schlichtweg inakzeptabel, dass rechtsextreme Parolen unter dem Rubrum eines taditionsreichen Fußballvereins und seines scheinbar friedlichen Fanvolks verbreitet werden, somit Verein UND Fans auf das Beschissenste (entschuldigung) diffamiert.
    „Nazis raus“! kann da nur die Parole heißen. Und zwar FÜR IMMER: Aus den Fangruppen, aus allen Stadien, aus solchen Drumherum-Veranstaltungen. Die vermeintliche Akzeptanz dieser Splittergruppe in einer so großen wie der Fangemeinde des Clubs ist hochnotgefährlich, insbesondere für all die jüngeren Clubfans, die noch nach Orientierung suchen und denen dieses braune HIrngeschmiere, das überhaupt nichts mit Fußball oder unserem Glubb zu tun hat, am End noch in seiner scheinbar radikal-pseudosubversiven Art imponieren oder gar eine geistige und politisch-topographische Heimstatt geben könnte.

    Die Fanszene des Clubs MUSS reagieren! Selbstkontrolle, Selbstreinigung und Unterbindung jeglicher rechtsradikal anmutender Parolen auch nur im Ansatz durch mehrheitliches Einschreiten (auch verbaler Art) ist hier angesagt.
    Ich habe überhaupt keine Lust, Fan eines Vereins zu sein, der solcherlei Dinge auf allen Ebenen unkommentiert geschehen lässt, oder das ganze mit Verharmlosungen („nur einzelne Elemente“, „hatten sich unter die Fangruppen gemischt“ etc.) zu kaschieren sucht.
    Hier ist totaler Kampf gegen jegliche Form nazistischer Instrumentalisierung angesagt.

    Und wenn die ULTRAS solche Leute in ihren Reihen dulden, dann muss der Verein eben dafür sorgen , dass die Ligaspiele solange ohne ALLE Ultras stattfinden (jaja, die schöne Stimmung und so, ich weiß – aber anders ginge es m.E. nach nicht), bis sie allesamt begriffen haben, wo der Hammer hängt und ihre braunen Schafe selbst vor die Tür setzen.
    Diese braune Gülle im und um den Fußball ist einfach nie und nirgendwo zu akzeptieren (natürlich auch nicht außerhalb des Fußballs). Und der Fußball und alle, die ihn lieben, sollten sich verdammt nochmal zu schade dafür sein, sich davon benutzen zu lassen!
    So, das musste mal raus.

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  • @Andreas:

    Vielen Dank für den Link zu dem SZ-Artikel. Wenn das, was da zu lesen ist,
    stimmt – und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, ist das eine ganz üble Sache.

    Wenn ich gewusst hätte, dass sich in der Fanszene des 1. FC Nürnberg Leute tummeln, die
    ihre rechtsradikale Gesinnung ausleben wollen, hätte ich in meinem Kommentar
    zu dem Ultras-Aufruf (s.o. Eintrag 2) eine schärfere Tonlage angeschlagen. Die Begriffe
    „Marsch durch Fürth“ und „ANTIFÜ-Demo“ haben mich vorn vornherein gestört.
    Ich habe mich in der Wortwahl dann doch maßvoll verhalten, weil ich die
    Fanszene nicht kenne und keine vorschnellen Verurteilungen vornehmen wollte.
    Nach der Lektüre des SZ-Artikels habe ich fast ein schlechtes
    Gewissen, dass ich mich nicht entschiedener geäußert habe.

    Irgendwas müssten wir tun. Aber was?

    @berlinclub:

    Vielen Dank für deine klaren Worte. Ich habe dem, was du sagst, nichts hinzuzufügen.

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