Geld schießt Tore

Geldtabelle
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Alle Fußball-Romantiker einmal wegsehen, hier die Gegenüberstellung von Marktwert und Saisonergebnis nach 34 Spieltagen. Sehet und staunet, was Geld für schöne Dinge machen kann. Bis auf Bremen und marginale Verschiebungen steht jeder da, wo er „hingehört“ in der Hackordnung.

Ergo: Mit Teamgeist und ner tollen Moral kickt man heute wohl noch in der Thekenmannschaft alles in Grund und Boden, im Profi-Sport brauchst du vor allem Schotter.

Will unser Club also in der Bundesliga mitmengen, muss er im Budget vor allem mal drei plus X hinter sich lassen, sonst kommst du in der Liga nicht weit.

Bitter, aber angesichts der beiden Tabellen (zugesanft vom Gladbach-Fan-Kollegen) wohl eine traurige Erkenntnis.

13 Gedanken zu „Geld schießt Tore

  • Ein Problem gibt es aber bei der Geschichte:

    Die Marktwerte werden von tm.de über die Saison hinweg angepasst, dass hier z.B. Dzeko, Grafite wahnsinnig aufgewertet wurden, eben WEIL sie so erfolgreich waren ist logisch.

    Der Vergleich wäre also stimmiger, wenn man die Marktwerte bei Saisonbeginn mit der Endtabelle verglichen hätte.

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  • Leider wiederspricht diese Tabelle all dem was im letzten Blog diskutiert wurde. Das kann einen schon traurig machen.
    Aber es gibt auch andere Beispiele:
    Champions League Sieger Barcelona z.B. setzt sehr viel auf eigene Jugend. So ist z.B. Iniesta ans Tageslicht gekommen. Gerade dieser Verein macht mir Hoffnung, das man auch mal dort oben mit viel Arbeit hinkommen kann. Aber eh man da etwas ernten kann vergehen locker mal 10 Jahre.

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  • gses: Ein Problem gibt es aber bei der Geschichte:Die Marktwerte werden von tm.de über die Saison hinweg angepasst, dass hier z.B. Dzeko, Grafite wahnsinnig aufgewertet wurden, eben WEIL sie so erfolgreich waren ist logisch.Der Vergleich wäre also stimmiger, wenn man die Marktwerte bei Saisonbeginn mit der Endtabelle verglichen hätte.

    Korrekt! Und ein guter Einwand dazu. Leider hat man keinen Zugriff auf die damaligen Werte. Dennoch wird es sich in den Tendenzen (vielleicht dann nicht so krass) auch zeigen, davon gehe ich aus.

    Auch in Liga 2 war das ja nicht anders, da verweise ich gern auf unseren Artikel: »Nürnberg und die bayerische Konkurrenz«
    Aus den Top-Kandidaten hatte sich damals auch nur Rostock nach unten nahezu dramatisch ausgeklinkt.

    Aber ich bin froh, dass der Hinweis kam, das lässt ja noch einen Funken Hoffnung, dass es nicht wirklich wirklich immer wahr sein muss.

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  • Dem korrekten und guten Einwand gegen eine solche „Statistik“ kann man sich nur anschließen: Sieht halt nur augenscheinlich gut aus, hält aber einer kritischen Prüfung nicht stand. Wissenschaft ist anders …

    Merci für Euren Hinweis, sonst hätt ich das so geschluckt, weil ja kein Marktliberaler angibt, wie er sich seine Zahlen zusammenschwurbelt. Dabei ist’s ganz einfach:
    sportlicher Erfolg geteilt durch geldwerte Investition.

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  • Laut transfermarkt.de liegt der Marktwert des FCN Kaders aktuell bei 31.900.000, also da wo man ihn vielleicht erwartet hätte – ganz knapp über dem Strich!

    http://www.transfermarkt.de/de/verein/4/1-fc-nuernberg/uebersicht/startseite.html

    ABER ich schließe mich natürlich dem Einwand an, das sind angepasste Marktwerte. Und vermutlich werden Spieler in der 2. Liga generell schlechter bewertet als solche in der ersten – einfach wegen der viel größen öffentlichen Aufmerksamkeit im Oberhaus.

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  • Geld schießt Tore, nicht immer aber meistens halt doch. Nicht umsonst kosten gute Spieler immer mehr und wer sich die nicht leisten kann, muß halt froh sein wenn er überhaupt in der 1.Liga mitspielen darf.
    Geld regiert die Welt und auf dem Fußballplatz ist es nicht anders.

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  • Der Geldansatz ist schon interessant, die Kritik aber durchaus berechtigt. Dann lasst uns doch mal für die kommende Saison eine Langzeitbeobachtung starten. Eine Marktwerttabelle zu Beginn der Saison (wenn sich der Transfermarkt beruhigt hat) und eine am Ende.Ich bin überzeugt, dass sich der Marktwert des Clubs auch ohne große Spielereinkäufe im Laufe der kommenden Saison deutlich steigern wird. Auch so kann man man nämlich Wert generieren, indem man junge Spieler einsetzt und diese dann gute bis hervorragende Leistung bringen. Dumm nur, wenn man (wie beim Club leider nicht selten) diese Gewinne dann realisieren muss, durch Verkauf.

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  • Clubberer04: Dumm nur, wenn man (wie beim Club leider nicht selten) diese Gewinne dann realisieren muss, durch Verkauf.

    Ich finde diesen Aspekt mal gar nicht so Dumm. Ich denk bei der deutschlandweiten Jugendarbeit sind junge talentierte Spieler ein stetig nachwachsender Rohstoff, die integration ausländischer Kulturen bringt auch andere und vielleicht auch technisch bessere Spielweisen mit hinein. Darum sollte es wohl auch kein Problem bei nachhaltigem Scouting immer wieder neue talentierte Spieler zu entdecken und vorher an ihre Position heran zu fürhen bevor der potentielle Abgänger gehen muss, weil man ihn einfach nicht halten kann.
    Irgendwann hat man natürlich einen Überschuss, weil die Jungen Spieler schnell an Wert gewinnen. Natürlich nur soweit man nicht wieder auf die Idee kommt schnell mal nen Harry oder nen Koller davon zu kaufen. Hat man diesen Überschuss muss man diese talentierten Spieler auch nicht mehr weggeben, weil man ihnen direkt bei uns eine Perspektive bieten kann. Solange man den noch nicht hat muss man halt noch ne gewisse Zeit lang kleine Brötchen backen, immer wieder Spieler abgeben, aber vorher natürlich dafür vorsorgen das die Position einigermaßen äquivalent besetzt bleibt.
    Mensch wäre Fußball nur so logisch wie Mathematik wären wir in min 10 Jahren oben mit dabei und könnten auch nachhaltig Spitzenfußball betreiben.

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  • ElectricMaxxx | Clubfans United: Mensch wäre Fußball nur so logisch wie Mathematik wären wir in min 10 Jahren oben mit dabei und könnten auch nachhaltig Spitzenfußball betreiben.

    Schön, wenn es so einfach wäre; aber die Konkurrenz schaut halt auch nicht nur zu. Erfolg hat da letztlich der, der das beste Scouting betreibt und den jungen Spielern gute Perspektiven bieten kann. Da muss der Ansatz sein: die Perspektiven sind, so wie wir derzeit aufgestellt sind, sehr gut. Jetzt wäre also das Scouting zu optimieren!

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  • @ElectricMaxxx und Optimist

    Das Szenario ist aber doch etwas zu schön um wahr zu sein. Wenn es so einfach wäre, dann gäbe es viele Vereine die so handeln würden. Versuchen tun es ja auch ein paar.

    Problem 1) Natürlich kann man immer zwei, drei gute junge Talente in der Hinterhand haben, vor allem wenn man eine U23 hat, die höchstklassig spielt, dass auch die Talente in der Hinterhand Spielpraxis bekommen. Aber am Ende zeigt sich ob es einer packt oder nicht erst wenn man ihn ins Feuer einer Ligasaison schmeißt. Ob also das Talent dahinter den Abgang wirklich ersetzen kann sieht man erst wenn es darauf ankommt, schafft er es nicht, hat man ein Problem.

    Problem 2) Die Entwicklung von jungen Spielern ist leider nicht immer linear, sprich z.B. ein Diekmeier kann diese Saison durchaus mal eine Schwächephase von 10 Spielen und mehr durchlaufen. Dann kann man nicht immer warten bis er wieder herausfindet, sondern braucht gleichwertigen Ersatz. Bei älteren Spielern sind die Formschwnakungen oft nicht mehr so ausgeprägt.

    Problem 3) Schauen wir mal nach Karlsruhe, die hatten mit Görlitz und Celozzi zwei eher junge Spieler auf der gleichen Position, durch den Abstieg sind jetzt beide weg, also selbst mit einem Back-up ist es nicht sicher, dass man eine Position dauerhaft gut besetzt hält, dann muss man für Erstaz sorgen und da kann man nicht nur auf ein Talent setzen.

    Problem 4) Der Vergleich mit Barcelona ist natürlich schon ein wenig gewagt, natürlich kommen da auch einige Spieler aus den eigenen Reihen, aber man ist einmal in der Lage sehr hohe Gehälter zu zahlen, sprich die Spieler können auf alle Fälle gehalten werden, man ist aber immer auch in der Lage viel Geld in die Hand zu nehmen und Leute wie Ronaldinho oder Henry zu holen.

    Problem 5) Junge Talente und Spieler bringen einen immer nur bis zu einer bestimmten Klasse, will man weiter nach oben, bzw. will man den Erfolg sichern, dann muss man irgendwann auch fertige, hochklassige Spieler dazuholen, dafür braucht man heute viel Geld und damit kommen wir eben irgendwann doch zur Budgetfrage.

    Machen wir uns nichts vor, wenn es der Club nicht schafft neue Geldquellen zu erschließen, dann können wir mit dem besten Scoutingsystem und der besten Jugendarbeit maximal im dritten Drittel der BuLi mithalten, mal ein Ausreisser nach oben ist sicher drin, aber die Gefahr des Abstiegs mit dem entsprechenden Geldverlust bleibt eben auch.

    Ich würde es mir ja anders wünschen, aber ich denke neben den jungen Talenten brauchen wir auch gute ältere Spieler, die Erfahrung und stabile Nerven mitbringen und die Qualität des Spiels verbessern. Im perfekten Fall so wie mit Galasek vor drei Jahren.

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  • @ Armin

    schon klar, mit Talenten allein geht es nicht. Das sagt ja auch MO. Als Erfolg meine ich auch nicht, eine Mannschaft mit 11 Talenten, die oben mitspielen kann. Man braucht immer ein stabiles Gerüst aus gestandenen Spielern, denn diese brauchen ja auch die Talente, um von ihnen lernen zu können.

    Ich meine, ein Erfolg wäre, jede Saison ein Talent herauszubringen, das einschlägt. Im Idealfall wird dann alle 2 – 3 Jahre ein Hochkaräter daraus. Damit lässt sich auch gut Geld verdienen, wenn man nicht in der Lage ist, den Spieler zu halten. Kießling ist ein gutes Beispiel: Erst Stammspieler bei uns, und dann der höchste Transfererlös der Clubgeschichte (glaub ich jedenfalls…).

    Schon diese Phantasie wäre eine deutliche Verbesserung zum status quo und würde uns auch wirtschaftlich stärken.

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